Seit über sechzig Jahren lebt Bischof Erwin Kräutler in Brasilien und kämpft für die Rechte der indigenen Bevölkerung, den Schutz des Regenwaldes und eine geschlechtergerechte Kirche. 2010 wurde der Amazonas-Bischof mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet und jetzt mit dem Herbert-Haag-Preis.
Die Themen dieser Folge:
Erwin Kräutler [00:00:02]
Früher hat man immer gesagt,
2
:ich bin für die Indios da, aber
heute sagen wir, ich bin mit ihnen,
3
:und das Mit-Sein ist viel mehr als für sie sein.
Für sie sein, da bin ich immer noch derjenige,
4
:der über ihnen steht und sagt, macht es so
oder so, und ich werde euch dazu helfen,
5
:aber wenn ich mit ihnen bin, dann spüre
ich auch langsam ihre Nöte und Sorgen, ihre
6
:Freuden und ihren Reichtum. Persönlicher Reichtum,
kulturelle Reichtümer, auch religiöse Reichtümer.
7
:Sandra Leis [00:00:41]
Das sagt Erwin Kräutler,
8
:bekannt als Amazonas-Bischof. Er lebt seit über
60 Jahren in Brasilien und kämpft unermüdlich
9
:für die Rechte der indigenen Bevölkerung und für
den Schutz des Regenwaldes.:
10
:Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet und jetzt
mit dem Herbert-Haag-Preis. Ich bin Sandra Leis
11
:und treffe Bischof Erwin Kräutler am Morgen nach
der Preisverleihung in einem Hotel in Luzern.
12
:Bischof Erwin Kräutler, herzlich willkommen zu
unserem Gespräch im Podcast «Laut und Leis».
13
:Erwin Kräutler [00:01:18]
Danke für die Einladung.
14
:Sandra Leis [00:01:19]
Sie sind gestern mit
15
:dem Herbert-Haag-Preis ausgezeichnet
worden. Was bedeutet Ihnen dieser Preis?
16
:Erwin Kräutler [00:01:28]
Dieser Preis ist für mich
17
:eine Anerkennung dessen, was wir, ich sage bewusst
wir, ich war ja nicht allein, durch Jahrzehnte an
18
:Projekten ausgeführt haben. Ich nenne vor allem
meinen Mitbruder, der bereits verstorben ist,
19
:Tiroler aus St. Anton am Adelberg, Pater Fritz
Tschol, mit dem ich 50 Jahre zusammengearbeitet
20
:habe und die meisten Projekte, die wir miteinander
ausgeführt haben, da verdient er eine Dankbarkeit,
21
:die ich nie meiden werde. Wenn man mich fragt, was
hast du gemacht, werde ich ihn nennen, auch andere
22
:Personen, aber das geht jetzt nicht, dass ich eine
Person nach der anderen aufliste. Ich war Bischof,
23
:aber das heißt nicht, dass ich gesagt habe, das
wird gemacht. Und ich habe mich zurückgezogen,
24
:wir haben zusammengearbeitet. Und ich hab immer
auch den guten Rat und die Vorschläge meiner
25
:Gemeinden gesucht. Und manchmal bin ich auch von
dem abgekommen, was ich mir vorher gedacht habe,
26
:weil ich einfach angewiesen bin auf das, was
das Volk gut ist, also unsere Leute und auch
27
:meine Mitbrüder, Mitschwestern gemeint
haben, was wir tun können und was nicht.
28
:Sandra Leis [00:02:46]
Das Preisgeld beträgt
29
:10'000 Schweizer Franken.
Was werden Sie damit tun?
30
:Erwin Kräutler [00:02:52]
Dieses Geld werde ich voraussichtlich,
31
:wie ich das schon öfter getan habe, für
Lebensmittelkörbe für Familien verwenden.
32
:Ein Teil geht in das Haus für Mutter und Kind,
das wir seit Jahren oder Jahrzehnten führen,
33
:wo Frauen, schwangere Frauen, kurz vor der
Entbindung nach Altamira kommen, sagen wir aus
34
:dem Busch und dann bis zur Geburt oder nach der
Geburt dort bleiben. Daneben ist eine Institution,
35
:die wir Refugio nennen. Dort sind Menschen,
kranke Leute aus dem Hinterland, die sich
36
:ambulant behandeln lassen müssen in Altamira,
aber keine Verwandten dort haben. Tausende sind
37
:durchgegangen, und die Leute bringen dann ja
praktisch nichts mit. Man muss die Medikamente
38
:dann kaufen und so. Also dieses Geld ist ganz
sicher, dass wir es in dieser Hinsicht verwenden.
39
:Sandra Leis [00:03:58]
Das Geld ist also gut
40
:angelegt. Sie sind heute 86 Jahre alt und
leben seit über 60 Jahren in Brasilien.
41
:Wie ist es damals dazu gekommen,
dass ein frischgeweihter Priester
42
:aus Vorarlberg in Österreich seinen
Dienst in Brasilien antreten will?
43
:Erwin Kräutler [00:04:16]
Das ist eine gute Frage,
44
:aber ich wusste da schon, bevor da war, das
ist eine längere Geschichte. Vielleicht die
45
:Kurzfassung? Die Kurzfassung. Es begann
schon in meiner Kinderzeit. Mein Onkel,
46
:das sind zwei Onkel mütterlicherseits, die
Brasilien ausgereist im Jahre:
47
:Einer war Priester, der andere war so etwas
wie ein Laienhelfer, der dann in Brasilien
48
:geheiratet hat und... Und mein Onkel war
am Xingu, dort wo ich hingereist bin.
49
:Sandra Leis [00:04:50]
Das ist der Fluss der große.
50
:Erwin Kräutler [00:04:54]
Ich darf nicht sagen, dass er
51
:mich verpflichtet hat, dort hinzukommen, weil die
Entscheidung war meine. Und ich habe mir einfach
52
:gedacht, damals gab es noch in Österreich, ich bin
in Salzburg geweiht worden, in Österreich gab es
53
:damals noch Priester genug. Jeder ist dem anderen
auf die Zehen getreten. Und ich hab mir gedacht,
54
:ich werde mein Priestertum dort verbringen,
wo es wenige Priester gibt. Und der Provinzial
55
:hat damals gesagt, ich bin dafür, dass wir unsere
jungen Leute dorthin lassen, wo Feuer im Dach ist.
56
:Sandra Leis [00:05:26]
dann sind Sie dahin. Das war:
57
:als Sie nach Brasilien gekommen
sind. Wenn Sie sich zurückerinnern,
58
:was hat Sie damals am meisten überrascht?
59
:Erwin Kräutler [00:05:39]
Überrascht wurde ich
60
:eigentlich nicht von der Umgebung, mit
der habe ich mich schon längst vertraut,
61
:wenn ich auch sie nicht persönlich erlebt
habe, aber ich war von mir selber überrascht,
62
:weil ich gesagt habe, ich bleibe. Für mich war
es klar, ich werde hierbleiben. Das ist meine
63
:Berufung und ich werde mein Leben hier erleben,
werde es für die Schwestern und Brüder einsetzen,
64
:speziell auch für indigenen Völker. Und da
gibt es auch noch ein Erlebnis, das mich damals
65
:ganz besonders beeindruckt hat. Zwei
Männer, zwei Herren haben mir gesagt,
66
:ich soll mich nicht für die Indios einsetzen.
Die Indios gibt es in 20 Jahren sowieso nicht
67
:mehr. Und das war für mich ein Schock. Und dann
habe ich mir gedacht, es hängt nicht von mir ab,
68
:aber was ich tun kann, werde ich für die Indios
tun, damit sie leben und überleben können.
69
:Sandra Leis [00:06:36]
Neben den Indios setzen
70
:Sie sich auch sehr für den Regenwald ein. Das
ist eines Ihrer ganz grossen Ziele gewesen,
71
:diesen Regenwald zu erhalten.
Aber wenn Sie heute hinschauen,
72
:wie viel ist noch übrig von diesem
Regenwald, den Sie damals angetroffen haben?
73
:Erwin Kräutler [00:06:53]
Ja, wie ich ihn damals
74
:angetroffen habe, das war
noch tropischer Regenwald.
75
:Sandra Leis [00:06:56]
Das war richtig viel.
76
:Erwin Kräutler [00:06:58]
Das beeindruckt mich
77
:unendlich und hat mich schon an den Rand einer
Verzweiflung gebracht. Weil ich gesagt habe,
78
:wir setzen uns so dafür ein, weil
diese Völker, die in Amazonien leben,
79
:überleben nur mit dieser Umwelt. Und ich nenne
sie deswegen nicht Umwelt, sondern Mitwelt.
80
:Sandra Leis [00:07:19]
Und wie viel vom Regenwald ist denn noch da?
81
:Erwin Kräutler [00:07:22]
Es gibt schon, also ich meine, ich glaube, die
82
:Hälfte ist so noch mehr oder weniger intakt. Ich
sage mehr oder weniger, weil es ist irgendwie eine
83
:Versuchung, die nie aufhört bei den Holzfällern.
Alle Edelhölzer, die irgendwo sind, die werden
84
:gefällt, auch gegen alle Gesetzgebungen von der
Regierung her. Und die werden meistens nicht
85
:verfolgt oder mit saftigen Strafen belegt, sondern
machen tüchtig weiter. Und zur nachtschlafenen
86
:Stunde fahren Sie die Hölzer, die Edelhölzer aus
dem Busch irgendwo hin und lassen sie in einer
87
:Sägerei dann zuschneiden und da kann man nicht
mehr versuchen, wo sind die Hölzer hergekommen.
88
:Sandra Leis [00:08:10]
Das zu rekonstruieren, quasi.
89
:Erwin Kräutler [00:08:12]
Rekonstruieren, das geht nicht mehr.
90
:Sandra Leis [00:08:14]
Die Rechte der indigenen
91
:Bevölkerung sind Ihnen sehr wichtig. Wie
ist es Ihnen denn gelungen, den Zugang
92
:und das Vertrauen der Menschen zu gewinnen?
Ich weiss von Ihnen, dass Sie die Sprachen,
93
:also bewusst Plural, Sprachen, gelernt
haben. Was brauchte es sonst noch?
94
:Erwin Kräutler [00:08:34]
Das einzige Wort, das mir jetzt einfällt,
95
:man muss die Leute lieben, man muß sie gernhaben.
Und meine Erfahrung war ja genau das, ich habe
96
:die Sprache gelernt, damit sie verstehen, dass ich
sie gernhabe. Und ich habe das nie mehr vergessen,
97
:als ich das erste Mal in einem Kayabo-Dorf
war. Dort konnte ich die Sprache nicht.
98
:Und hatte einen Dolmetscher und der hat
dann übersetzt, aber ich war eine Null
99
:dort. Und da habe ich gedacht, ich gehe
nie mehr in diese Gemeinde, es sei denn,
100
:ich kann die Sprache wenigstens so
weit, dass ich mich verständigen kann.
101
:Sandra Leis [00:09:10]
In Ihrem Buch, das jetzt soeben
102
:herausgekommen ist mit dem Titel «Prophetische
Kirche in Amazonien», das haben Sie auf
103
:Portugiesisch geschrieben, ist jetzt übersetzt
auf Deutsch. Ich konnte es vorab schon lesen,
104
:ich habe die Fahnen bekommen. Und da schreiben
Sie an mehreren Stellen von «Inkulturation»,
105
:diesen Begriff bringen Sie mehrfach. Was verstehen
Sie sonst noch darunter, neben der Sprache?
106
:Erwin Kräutler [00:09:37]
Die Sprache ist ein Teil der Inkulturation.
107
:Sandra Leis [00:09:38]
Genau, sie ist ein ganz wichtiger Teil.
108
:Erwin Kräutler [00:09:39]
Ja, von Inkulturation spricht man dann
109
:immer im Zusammenhang mit dem Evangelium. Das
heißt, ich gehe nicht hin und sage, liebe Indios,
110
:das, was ihr bis jetzt geglaubt habt, das
hat keine Zukunft. Inkulturation verlangt,
111
:dass ich von ihren Erfahrungen und ihrer Kultur
ausgehe. Und ihnen meine Vision vorstelle,
112
:aber nicht eine Vision gegen ihre Kultur, und es
ist da absolut kein Zwang dahinter, dass ich sage,
113
:ich muss die jetzt bekehren, ich verwende das Wort
überhaupt nicht, sondern ich will ihnen sagen,
114
:was Jesus im Evangelium uns gebracht hat. Und da
können sie sich identifizieren. Das heißt jetzt
115
:nicht, dass ich morgen diese Indios bereits taufe
oder so. Das ist ein Prozess. Aber wie gesagt,
116
:da ist die Freiheit, die persönliche Freiheit.
Aber ich will absolut nicht, dass die Indios
117
:ihre Kultur aufgeben müssen, wenn sie sagen, ich
werde Christ. Also ein ganz wichtiger Punkt. Es
118
:geht also nicht um ein Überstülpen ihrer Kultur,
sondern es geht darum, unsere Glaubensauffassung
119
:vorzustellen als etwas, das bereichert. Und
nicht ersetzt. Das nenne ich Inkulturation.
120
:Sandra Leis [00:11:07]
Der Begriff «missionieren»
121
:oder «bekehren» ist für viele Menschen
sehr negativ konnotiert, weil man den
122
:Menschen versucht, etwas überzustülpen,
aber Sie machen etwas ganz anderes.
123
:Erwin Kräutler [00:11:22]
Wenn man vom Missionieren,
124
:ich verwende auch dieses Wort
nicht, weil das ist sehr belastend.
125
:Sandra Leis [00:11:27]
Ja, eben. Das meine ich
126
:ja. Das ist sehr belastend.
127
:Erwin Kräutler [00:11:28]
Von der ganzen Vergangenheit oder
128
:man hat missionieren mit Bekehrung und man hat ja
gesagt, dass die Indios, alles was sie glauben,
129
:das ist Teufelskult und Aberglauben und wenn man
näher hinschaut, ist das ein katastrophaler Unsinn
130
:so etwas zu sagen und eine Verachtung, und das
müssen wir vermeiden. Wir müssen ihnen zeigen, wir
131
:sind an eurer Seite. Früher hat man immer gesagt,
ich bin für die Indios da. Aber heute sagen wir,
132
:ich mit ihnen. Und das Mitsein ist viel mehr als
für sie sein. Für sie sein, da bin ich immer noch
133
:derjenige, der über ihnen steht und sagt, macht es
so oder so, und ich werde euch dazu helfen. Aber
134
:wenn ich mit ihnen bin, dann spüre ich auch
langsam ihre Nöte und Sorgen. Ihre Freuden
135
:und ihren Reichtum, persönliche Reichtümer,
kultureller Reichtum, auch religiöser Reichtum.
136
:Sandra Leis [00:12:33]
:
137
:indigenen Bevölkerung in der brasilianischen
Verfassung niedergeschrieben. Könnte man
138
:da eigentlich sagen, das ist einer Ihrer
grössten Erfolge, dass die festgehalten sind?
139
:Erwin Kräutler [00:12:48]
Das war ein Prozess:
140
:Sandra Leis [00:12:53]
Genau,:
141
:Erwin Kräutler [00:12:56]
Und ich war damals der Vorsitzende
142
:des Indigenen Rates der Bischofskonferenz. Und
mit meinen Mitstreitern und Streiterinnen haben
143
:wir uns natürlich dafür eingesetzt, dass die
Indianerrechte in die Verfassung kommen. Und
144
:das war gar nicht einfach, weil bis zuletzt waren
bestimmte Abgeordnete vollkommen dagegen. Aber wir
145
:haben dann alles und jedes unternommen, und ich
bin selbst dahin: Ich habe im Kongress gesprochen
146
:und habe dann einige Politiker kennengelernt,
auf die ich irgendwie vertraut habe,
147
:dass sie die indigenen Rechte auch ihren anderen
Kollegen gegenüber verteidigen, und das ist uns
148
:gelungen. Also es wirkt heute für mich noch
wie ein Wunder, dass uns das geschehen ist.
149
:Sandra Leis [00:13:54]
Sie haben es vorhin gesagt,
150
:die gesetzlichen Grundlagen, das ist
das eine. Das andere ist dann die
151
:Umsetzung. Sie haben die Holzfäller vorhin
erwähnt. Wie steht es heute um die Justiz?
152
:Erwin Kräutler [00:14:05]
Die Gesetze sind nach wie vor in Kraft,
153
:aber es gibt eine furchtbare Kampagne unter
den verschiedenen Abgeordneten, diese Gesetze
154
:zu lockern, an ihr Gebiet heranzukommen.
Da sind wir natürlich strikt dagegen, weil
155
:das ist der Untergang. Aber es geht ums Geld, es
geht um Bodenschätze, es geht um Naturreichtümer
156
:und so weiter. Und die steigen da einfach über
alles hinweg. Und das ist nicht nur irgendein
157
:Großgrundbesitzer, der das macht, sondern die
Leute, die im Kongress sitzen. Das ist die Gefahr.
158
:Der jetzige Kongress ist eine Katastrophe. Wir
hoffen, dass er heuer ein anderes Gesicht bekommt.
159
:Sandra Leis [00:14:53]
:
160
:15 Jahre lang in Brasilien, da sind Sie
dann zum Bischof ernannt worden. Und das
161
:ist also Bischof von Xingu, und das
ist die grösste Diözese in Brasilien,
162
:ungefähr so gross wie Deutschland. Und in einem
Interview haben Sie einmal gesagt, die Ernennung
163
:habe bei Ihnen weder Freude noch Angst ausgelöst.
Welches Gefühl war damals vorherrschend bei Ihnen?
164
:Erwin Kräutler [00:15:21]
Ich war natürlich noch jung.
165
:Sandra Leis [00:15:22]
Ja, ja, 42, oder?
166
:Erwin Kräutler [00:15:25]
41. Da wurde ich auf die Botschaft bestellt, also
167
:auf die Nuntiatur, und der Nuntius hat mir einfach
einen Brief überreicht, das sollte ich lesen,
168
:und da war die Ernennung drin und da habe ich mich
natürlich gesträubt und dann hat er gesagt, nein,
169
:der Heilige Vater vertraut Ihnen. Ja gut, habe ich
mir gedacht, da möchte ich erst wissen, was meine
170
:Leute dort sagen. Dann hat er mir gesagt, das hat
er bereits getan. Er hat gesagt: Sie müssen sich
171
:nicht sorgen, die Leute stehen auf Ihrer Seite.
Dann hat er gesagt, gehen Sie in die Kapelle
172
:und beten Sie jetzt eine Stunde und dann
kommen Sie zurück und unterschreiben bitte.
173
:Sandra Leis [00:16:02]
Und das haben Sie gemacht?
174
:Erwin Kräutler [00:16:03]
Ja, da kann ich sowieso unterschreiten,
175
:dann kann ich auch nachher beten, und natürlich
hatte ich Angst, ich bin dort als Priester
176
:angekommen und wurde als Priester mit 15 Jahren
Erfahrung in Anführungszeichen wurde ich zum
177
:Bischof ernannt und wusste natürlich, damals
war ich mehr in Altamira und Vitoria du Xingu,
178
:ein Riesenland, so groß wie Deutschland, sechsmal
so groß wie die Schweiz und heute ist es nicht
179
:mehr so, es wurde aufgeteilt jetzt. Aber
seit ich Bischof bin, war ich unterwegs
180
:und ich kenne vom Oberlauf bis zum Unterlauf und
die Transamazônica in beiden Richtungen, ich kenne
181
:das nicht nur die Umgebung. Nicht nur die
Mitwelt, sondern auch die Leute, die dort leben.
182
:Sandra Leis [00:16:56]
Sie waren ja kein Schreibtischbischof,
183
:wie man manchmal sagt, sondern Sie waren
viel unterwegs, mit Ihrem Boot auch. Und
184
:man muss sagen, Sie waren auch an Leib und Leben
bedroht. Es war wirklich auch gefährlich für Sie.
185
:Es gab Mordanschläge und so weiter. Was
war das schlimmste Erlebnis für Sie?
186
:Erwin Kräutler [00:17:16]
Es sind mehrere, sagen wir,
187
:in dem Zusammenhang, der Mord an
der Ordensschwester Dorothy Stang,
188
:der Mord an meinem Mitbruder Hubert. Aber
ich würde das nicht isolieren. Der Mord
189
:an so vielen Menschen, die ich persönlich
gekannt habe. Und das geht mir heute noch
190
:nach, es wurde Blut vergossen und Menschenleben.
Warum wurden die getötet? Weil sie sich für die
191
:anderen eingesetzt haben. Und das nicht sein
durfte und das war für mich immer ein Schock.
192
:Sandra Leis [00:17:50] I
In Ihrem Buch erwähnen Sie auch
193
:Weggefährtinnen und Weggefährten und gedenken
ihrer. Sie selber sind ja aber auch einmal in
194
:einem Auto verunglückt und Ihr Mitbruder wurde
getötet, und Sie mussten dann sechs Wochen ins
195
:Krankenhaus, waren auch schwer verletzt. Hatten
Sie da nie den Gedanken, ich gehe zurück in mein
196
:Vorarlberg, ich mag nicht mehr. Das ist mir
einfach zu gefährlich. Hatten Sie das nie?
197
:Erwin Kräutler [00:18:16]
Ja, das dachte ich eigentlich
198
:nicht. Ich hoffe, dass wir es wieder...
Wie ich mich das erste Mal gesehen habe
199
:im Spiegel nach dem Unfall. Ja. Dann habe ich
gedacht, hoffentlich werde ich noch normal.
200
:Und die haben mich dann hergerichtet.
Das war ja in Belem. Das war nicht hier.
201
:Sandra Leis [00:18:33] Nein,
nein, das war in Brasilien
202
:Erwin Kräutler [00:18:33]
In Belem wurde ich dann verarztet, habe mich dann
203
:behandelt, operiert und habe in keinem Moment ist
mir das durch den Kopf gegangen, ich gehe zurück
204
:nach Vorarlberg, weil das war eigentlich für mich
kein Thema. Ich war damals schon, wie das passiert
205
:ist, ich war so integriert in diese Völker, dass
mir das nicht in den Sinn gekommen ist. Natürlich,
206
:denkt man, dort hätte ich ein ruhigeres Leben. Was
heißt ruhiges Leben? Ich meine, ich habe mich für
207
:den Priesterberuf entschieden. Und ich wusste,
dass in Brasilien oder in Amazonien das Drum
208
:und Dran manchmal nicht so einfach ist. Aber auf
der anderen Seite, wenn ich mich für diesen Beruf
209
:entschieden habe, muss ich auch damit rechnen,
dass nicht alle Leute auf deiner Seite stehen.
210
:Sandra Leis [00:19:24]
Aber Morddrohungen und
211
:solche Attacken, das ist schon etwas Spezielles.
212
:Erwin Kräutler [00:19:31]
Wenn man Kopfgeld ausgesetzt hat,
213
:wie ich das erfahren habe, natürlich schon.
214
:Sandra Leis [00:19:36]
Das war schon hart, oder?
215
:Erwin Kräutler [00:19:37]
Ja, das war hart.
216
:Sandra Leis [00:19:38]
Und dann lebten Sie ja auch ungefähr 15 Jahre
217
:lang mindestens unter Polizeischutz. Das heisst,
zwei bis vier Polizisten haben Sie tagtäglich
218
:begleitet, wo immer Sie waren. Das ist schon eine
Einschränkung im Leben. Einerseits haben Sie den
219
:Schutz, das ist klar, aber man kann nirgends hin,
ohne dass diese Polizisten dabei sind. Oder? Das
220
:muss man sich mal vorstellen. Jeden Schritt.
Heute ist das nicht mehr so. Was war der Grund,
221
:weshalb man vor vier Jahren gesagt hat, jetzt
ie keinen Polizeischutz mehr,:
222
:Erwin Kräutler [00:20:12]
Also was mich beeindruckt hat, wie
223
:ich dann älter geworden bin, schon in den 80ern,
dass viele Leute, die anfangs mich bedroht haben,
224
:weil ich ihrer Ansicht nach gegen den Fortschritt
und gegen die Entwicklung mich gestellt habe,
225
:dass diese Leute auf einmal zu mir kamen
und sagten, Sie haben recht gehabt. Das,
226
:was Sie gesagt haben, das ist eingetroffen. Und
dass mir diese Leute mir dann auf die Schulter
227
:geklopft haben und sagen, ich danke Ihnen.
Und ich bin froh, dass Sie den Mut hatten,
228
:Ihre Meinung zu vertreten. Nachdem ich das so
gehört habe, war es sogar schon eine allgemeine
229
:Auffassung der Leute rundum, dass der Bischof
in Anführungszeichen Prophet ist. Er hat das,
230
:was eingetroffen ist, schon erkannt. Und wir
sind dankbar dafür. Und so in diese Richtung
231
:gingen dann die Gespräche unter den Menschen. Und
dann habe ich mir gedacht, da brauche ich keinen
232
:Polizeischutz mehr, die schützen mich jetzt
selber. Und da war ich natürlich wieder frei.
233
:Sandra Leis [00:21:20]
In ihrem langen Leben haben Sie insgesamt bis
234
:jetzt sieben Päpste erlebt. Und Sie schreiben das
auch in Ihrem Buch, dass Papst Franziskus Ihnen
235
:der nächste Papst gewesen ist, derjenige Papst,
der Ihnen am nächsten gewesen ist und dass Sie ihn
236
:auch einmal in einer Privat-Audienz haben treffen
können und ihm Unterlagen mitgegeben haben für die
237
:Enzyklika «Laudato sí». Also da schreibt er ja
für die Umwelt, fürs Klima. Wenn Sie sich daran
238
:zurückerinnern, wie haben Sie Papst Franziskus
damals? Das war, glaube ich,:
239
:Erwin Kräutler [00:21:58]
:
240
:Sandra Leis [00:22:00]
. April:
241
:Erwin Kräutler [00:22:04]
Die Vorgeschichte war,
242
:dass der Kardinal Umis, mit dem ich
sehr befreundet war, Gott hab in selig,
243
:er war der Vorsitzende der Einrichtung, die wir
hatten, zugunsten der Neuevangelisierung und so,
244
:und ich war Sekretär. Und der hat gesagt, du bist
in Amazonien, ich kenne Amazonien nicht so wie du,
245
:du musst mit Papst reden. Weil der Papst
wird ja sicher dankbar sein, wenn er
246
:aus erster Hand Berichte empfängt, die ihm dann
vielleicht helfen, auch Amazonien und unsere ganze
247
:Arbeit zu verstehen. Und dann habe ich gesagt,
ich kann ja nicht nach Rom fahren und sagen,
248
:ich bin jetzt da. Da hat er so gesagt, ja, das
werde ich machen. Dann wurde ich eingeladen,
249
:dann bin ich, 20 Minuten etwa war das. Die haben
mich natürlich vorbereitet, es geht tatsächlich
250
:um drei besondere Themen, das erste war die
Eucharistie oder die eucharistielosen Gemeinden.
251
:Sandra Leis [00:23:05]
Weil es viel zu wenige Priester hat.
252
:Erwin Kräutler [00:23:08]
Genau. Das Zweite war die indigene
253
:Bevölkerung, das Dritte ihre Mitwelt. Und ich
habe dann dem Papst ziemlich viel sagen können,
254
:er hat hingehört. Und er sagte da immer noch
zu mir, machen Sie mir mutige Vorschläge.
255
:Und dann kam die Amazonassynode, da habe ich
mitgewirkt bei der Vorbereitung. Und wurde auch
256
:nachher gewählt zu einem Komitee, das Vorschläge
konkretisieren sollte, aber dieses Komitee wurde
257
:nie eingeladen für eine Besprechung in Rom. Und
. Februar war es:
258
:die Amazonassynode war 2019, im Oktober, hat er
dann seine apostolische Exhortation herausgegeben,
259
:und damit war eigentlich die Amazonassynode
beendet. Und das hat mir sehr leidgetan.
260
:Sandra Leis [00:24:05]
Da waren Sie auch sehr enttäuscht.
261
:Erwin Kräutler [00:24:06]
Ja, da war ich enttäuscht.
262
:Sandra Leis [00:24:06]
Aber was ist da schiefgelaufen? Er hat ja,
263
:Papst Franziskus hat ja, wie Sie es gesagt haben,
die Bischöfe aufgefordert, mutige Vorschläge
264
:zu machen, aber er hat dann nichts von diesen
Vorschlägern aufgenommen. Warum? Was denken Sie?
265
:Erwin Kräutler [00:24:20]
Ich weiss nicht, da sind andere Dinge passiert.
266
:Er hat diese Exhortation geschrieben und mit den
verschiedenen Visionen, soziale Gerechtigkeit,
267
:Ökologie und die kirchliche Vision. Und bis
zur kirchlichen Vision waren wir alle happy.
268
:Dann kam die kirchliche Vision, die ist
am Anfang auch wunderbar gewesen. Von der
269
:Eucharistie hat er gesprochen, die Leute haben
ein Recht auf die Eucharistie. Wir müssen tun,
270
:was wir können, damit alle Menschen, alle Christen
auch an der Eucharistiefeier teilnehmen können,
271
:die Eucharistie ist das Zentrum
unseres Glaubens und so fort.
272
:Und dann haben wir gedacht, jetzt kommt's.
Jetzt wird das, worüber wir abgestimmt haben,
273
:mit mehr als zwei Drittel Prozent, jetzt wird
er das einbringen. Nein, es kam der Bruch. Und
274
:da frage ich mich, wer ist verantwortlich
für diesen Bruch? Mir kommt heute noch vor,
275
:wenn ich das lese, da war eine zweite Hand oder
dritte Hand oder noch wer dahinter. Ich kann das
276
:aber nicht identifizieren, da habe ich keinen
Zugang. Ich glaube immer noch, dass der Papst
277
:Franziskus das nicht wollte, aber dass er so
unter Druck gesetzt worden ist, dass er psychisch,
278
:persönlich ... Nicht mehr anders konnte, ein
deutsches Wort, sich nicht mehr getraut hat.
279
:Sandra Leis [00:25:52]
Bischof Erwin Kräutler, wenn Sie
280
:das kurz zusammenfassen, was Ihre Vision damals
war, wie hätten Sie es sich vorgestellt? Was hätte
281
:er noch sagen sollen? Was war das Kernanliegen
von Ihnen und zwei Drittel anderer Bischöfe?
282
:Erwin Kräutler [00:26:05]
Wir wollten einfach, dass
283
:Frauen Zugang zur Heiligen Weihe haben, weil die
meisten Kommunitäten von uns, die meisten kleinen
284
:Gemeinschaften, sind von Frauen geleitet. Punkt
eins. Punkt zwei, der optionale Zölibat. Dass
285
:also Priester, auch verheiratete Priester in ihren
Gemeinden wirken können. Weil bis heute ist es so,
286
:wir Priester gehen von Gemeinde zu Gemeinde.
Und das Ideal ist, dass er in der Gemeinde
287
:lebt und mit der Gemeinde lebt, ob das Mann oder
Frau ist. Wer die priesterliche Berufung spürt,
288
:es geht ja um Berufung. Die kann eine Frau
genauso erfahren und spüren wie ein Mann.
289
:Das sind alles kirchenrechtliche Entscheidungen,
die mit einer Unterschrift zurückgemacht werden
290
:können. Das haben wir erwartet. Das wäre noch
nicht gleich für die ganze Welt. Aber sagen wir,
291
:für Amazonien, der Papst sagt, machen wir das. Und
dann kann man ja sehen, ob das auch für andere...
292
:Sandra Leis [00:27:16]
Regionen. Man spricht
293
:hier von Regionalisierung, die erwünscht
wäre, nicht? Weil, das beschreiben Sie
294
:eindrücklich im Buch auch. Es gibt Gemeinden,
die haben zwei, drei Mal im Jahr Eucharistie.
295
:Erwin Kräutler [00:27:29]
Ja, zum Teil nicht einmal das.
296
:Sandra Leis [00:27:30]
Das muss man sich vorstellen.
297
:Nicht mal das. Das ist eine Realität, der
muss man ja schon auch ins Auge schauen.
298
:Erwin Kräutler [00:27:35]
Ich habe im Buch ja irgendwo einmal
299
:geschrieben, dass ich in eine Gemeinde gekommen
bin, und dann haben sie eine neue Kapelle gebaut.
300
:Sandra Leis [00:27:42]
Ja genau, mit dem
301
:Tisch, der dort stand, dass man dann gar
keinen Altar hat, sondern einen Tisch.
302
:Erwin Kräutler [00:27:47]
Das war ein Lesepult wie in
303
:einer protestantischen Kirche. Es war kein
Altar. Dann habe ich gesagt, entschuldige,
304
:mir fehlt da etwas. Das weiß ich ganz genau, sagt
sie zu mir, die Katechetin. Aber der Priester
305
:kommt einmal im Jahr vorbei, und dann holen wir
einen Tisch von der benachbarten Schule und haben
306
:ein schönes Tischtuch. Dann bringen wir wieder
zurück. Und da hat es bei mir geklingelt, da habe
307
:ich gedacht, das ist eine Katastrophe.
Das habe ich auch Kardinal Ratzinger gesagt. Dann
308
:hat er mir zur Antwort gegeben, ja, wir müssen
mehr für Priesterberufe beten. Da habe ich gesagt,
309
:das tun wir schon längst, aber es geht nicht
nur um das. Klar beten wir um Priester und
310
:Ordensberufe. Aber wir müssen auch etwas
tun. Fangen wir an, darüber zu reden. Ja,
311
:man kann nicht etwas von tausend Jahren von heute
auf morgen rückgängig machen. Da habe ich gesagt,
312
:das braucht es ja nicht von heute
auf morgen, aber fangen wir mal an,
313
:darüber zu reden. Für mich war es irgendwie eine
Herausforderung erster Klasse. Dann ist er Papst
314
:geworden, da hat er mich natürlich gekannt,
wie ich ad limina bin. Ja, da bin ich so. Gut.
315
:Sandra Leis [00:28:58]
Haben Sie Hoffnung,
316
:dass unter Papst Leo XIV. sich
diesbezüglich etwas ändert?
317
:Erwin Kräutler [00:29:05]
Die Hoffnung stirbt zuletzt,
318
:oder überhaupt nicht, also...
319
:Sandra Leis [00:29:09]
Wie schätzen Sie ihn ein, diesbezüglich?
320
:Erwin Kräutler [00:29:10]
Für mich ist er noch zu leise. Es ist so,
321
:man sagt ja überall, er kann gut zuhören. Und das
ist eine Qualität, die wirklich lobenswert ist.
322
:Aber ich habe auch Leute gehört gesagt haben,
er hört jedem zu, aber am Schluss gibt er keine
323
:Antwort. Und hin und wieder meine ich,
wenn er 10, 20 Leute mal angehört hat,
324
:erwarten sich diese Leute, die etwas
gesagt haben oder ihm mitgeteilt haben,
325
:dass er auch etwas dazu sagt, aber dann kommt
dann später, dann wird’s schon schriftlich,
326
:aber ist nicht mehr spontan und das fehlt mir bei
diesem Papst eher die Spontanität, das heißt es
327
:ist aber nicht bei den Audienzen, da ist er sehr
spontan, küsst die Kinder, macht ein Kreuzchen
328
:auf die Stirn und so und so, aber in seiner
Reaktion auf Probleme, die man ihm unterbreitet,
329
:da wartet er ziemlich. Das ist vielleicht seine
persönliche Einstellung so. Während der Franziskus
330
:war natürlich viel zu spontan. Manchmal
wussten dann die anderen das wieder aus. . .
331
:Sandra Leis [00:30:21]
Und ausbügeln. Wann werden
332
:Sie nach Brasilien zurückkehren, und was
werden Sie dort als nächstes anpacken?
333
:Erwin Kräutler [00:30:31]
Nächsten Montag am 30. März
334
:fliege ich zurück, so Gott will, und werde die
Karwoche mit den Leuten feiern. Karfreitag ist
335
:immer der Höhepunkt. Das ist interessant.
Die Leute identifizieren sich viel mehr
336
:mit dem Leiden und mit dem gekreuzigten
Herrn als mit dem auferstandenen. Und das
337
:ist irgendwie verständlich. Die meisten
Leute, die in der Kirche sind, das sind,
338
:ich möchte nicht sagen, alle sind arme Leute, das
ist nicht wahr. Aber sie sind Leute, die meinen,
339
:die Auferstehung ist noch nicht gekommen, Jesus
ist auferstanden, gut. Aber unsere Auferstehung
340
:von all diesen Problemen und so und so,
die ist noch nicht da, da identifizieren
341
:sie sich viel mehr mit dem Leiden unseres
Herrn. Die kennen das aus eigener Erfahrung.
342
:Sandra Leis [00:31:29]
Dann sind Sie zum richtigen Moment wieder
343
:zurück. Bischof Erwin Kräutler, vielen herzlichen
Dank für diesen Einblick in Ihr Leben und Wirken.
344
:Erwin Kräutler [00:31:38]
Ja, ganz gerne geschehen.
345
:Sandra Leis [00:31:43]
Das ist die 66. Folge des Podcasts
346
:«Laut + Leis». Zu Gast war Bischof Erwin Kräutler.
Sein neustes Buch heisst «Prophetische Kirche in
347
:Amazonien. Indigene Völker und Ökologie».
Erschienen ist es in der Edition Exodus.
348
:Über Feedback freuen wir uns: Schreibt gerne per
Mail an [email protected] oder per WhatsApp auf die
349
:Nummer 078 251 67 83. Und: Abonniert den Podcast
und bewertet ihn positiv, wenn er euch gefällt.
350
:In der nächsten Folge von «Laut + Leis»
besuche ich ein einstiges Verdingkind,
351
:das heute Multimillionär ist: Guido
Fluri. Mit seiner Guido-Fluri-Stiftung
352
:setzt er sich vor allem ein für sozial
benachteiligte und belastete Menschen.
353
:Er engagiert sich auch politisch: Berühmt geworden
ist er mit seiner Wiedergutmachungs-Initiative,
354
:zurzeit lanciert er eine Initiative für
ein sicheres Internet. Was treibt ihn an,
355
:wie blickt er auf die römisch-katholische Kirche,
und was gibt ihm Halt? Darüber sprechen wir in der
356
:kommenden Podcast-Folge. Bis in zwei Wochen
– und bleibt laut und manchmal auch leise.