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KI in der Wirtschaftsprüfung: Was tun, wenn nichts schiefgehen darf? - Mit Dr. Camilla Fiallo
Episode 931st August 2026 • Beyond AI • The Erium Podcast
00:00:00 00:58:51

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Shownotes

„Es gibt nur noch ganz wenig, was bei mir ohne KI läuft." Das sagt keine Startup-Gründerin, sondern eine Frau aus der Branche, in der Fehler keine Option sind: Camilla ist KI-Managerin in einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Angefangen hat sie dort zu einer Zeit, als noch kistenweise Leitz-Ordner zu den Mandanten getragen wurden – heute sorgt sie dafür, dass KI nicht in Konzepten steckenbleibt, sondern wirklich bei den Kolleginnen und Kollegen ankommt.

Und das ist kniffliger, als es klingt, denn in der Branche existieren zwei Welten: Die einen trauen sich keinen einzigen Prompt, die anderen bauen zuhause längst eigene KI-Workflows und würden sie am liebsten mit ins Büro bringen – Stichwort Schatten-KI. Wie nimmt man beide Gruppen mit? Wie viel Freiheit verträgt ein Beruf, der von Verlässlichkeit lebt? Und was macht es mit dem eigenen Arbeitstag, wenn man der KI plötzlich ganze Aufgabenpakete überlassen kann?

Dazu wird es persönlich: Camilla erzählt, wie sie ihre Promotion neben der Busy Season durchgezogen hat, warum ihre Tochter schon mal mit im Business-Meeting sitzt – und welches Problem, das sie seit ihren ersten Tagen in Deutschland begleitet, die KI ganz nebenbei gelöst hat.

Zum Schluss blickt Camilla in die Glaskugel: Wie sieht die Wirtschaftsprüfung aus, wenn KI so selbstverständlich ist wie Strom aus der Steckdose?

Transcripts

Speaker:

Theo: Vor 15 Jahren hat mein heutiger Gast noch kistenweise Leitzordner vom Mandanten

Speaker:

Theo: in die Kanzlei geschleppt. Heute läuft bei ihr fast nichts mehr ohne KI.

Speaker:

Theo: Und das ausgerechnet in der Wirtschaftsprüfung, wo Fehler keine Option sind.

Speaker:

Theo: Camilla ist dort unter anderem KI-Managerin und ich wollte von ihr wissen,

Speaker:

Theo: wie man KI in einen Beruf bringt, der von Verlässlichkeit lebt.

Speaker:

Theo: Was sie mit Kollegen macht, die heimlich eigene Workflows bauen und wie sie

Speaker:

Theo: das alles hinbekommt, während ihre Tochter mit im Meeting ist.

Speaker:

Theo: Willkommen bei Beyond AI. Ich bin Theo und das ist Camilla. Viel Spaß.

Speaker:

Camilla: Meine Rolle im Unternehmen ist, die Person zu sein, die sich darum kümmert,

Speaker:

Camilla: dass KI wirklich an den Kollegen ankommt.

Speaker:

Camilla: Und wie mache ich das?

Speaker:

Camilla: Projekte leiten, Governance-Prozesse etablieren und auch monitoren und solche Sachen.

Speaker:

Theo: Du hast ja einen sehr breit gestreuten, auch akademischen Weg hinter dir.

Speaker:

Theo: Nicht so wie bei mir. Ich habe in München studiert, zuerst an der TU studiert,

Speaker:

Theo: dann an der LMU promoviert. Also bei mir war das sehr zentral.

Speaker:

Theo: Ich fand es total krass, bei dir zu sehen.

Speaker:

Theo: Du warst in Pavia, Dresden, Tübingen und bist dann in die Wirtschaftsprüfung eingestiegen.

Speaker:

Theo: Kannst du uns dann nochmal mitnehmen, wie kam es zu der Entscheidung?

Speaker:

Theo: Was hat dich da in die Richtung getrieben?

Speaker:

Camilla: Ja, also ich habe angefangen, also mein Studium habe ich in Italien angefangen,

Speaker:

Camilla: also mein Bachelor habe ich auch in Italien gemacht.

Speaker:

Camilla: Dann habe ich aber sofort im Bachelor die Gelegenheit gehabt,

Speaker:

Camilla: an dem Erasmus-Programm teilzunehmen.

Speaker:

Camilla: Und damals habe ich mich für Deutschland entschieden. Und da habe ich auch ein

Speaker:

Camilla: bisschen so mein Schicksal schon festgelegt, weil ja, danach hatte ich die Möglichkeit,

Speaker:

Camilla: ein Praktikum zu machen.

Speaker:

Camilla: Dann ging es auch wieder nach Deutschland, weil ich das ganz schön gut fand.

Speaker:

Camilla: Und BWL habe ich studiert.

Speaker:

Camilla: Am Anfang wusste ich noch nicht ganz, was Wirtschaftsprüfung heißt,

Speaker:

Camilla: was Wirtschaftsprüfung bedeutet.

Speaker:

Camilla: Das habe ich aber dann im Rahmen vom Studium gelernt und irgendwie ist dann,

Speaker:

Camilla: für mich klar geworden, das ist etwas, was ich gerne machen möchte,

Speaker:

Camilla: weil es verbindet, glaube ich, zwei Dinge.

Speaker:

Camilla: Also Sachen, die für mich sehr spannend sind. Also zu meinem ist es sehr vielfältig.

Speaker:

Camilla: Man ist viel bei Mandanten unterwegs, bei unterschiedlichen Mandanten.

Speaker:

Camilla: Man sieht verschiedene Unternehmen.

Speaker:

Camilla: Die Aufgaben sind auch immer anders, je nachdem, was wir für Mandant haben.

Speaker:

Camilla: Und das andere ist das Prüfen.

Speaker:

Camilla: Also irgendwie finde ich das spannend, dass es gibt so ein Sonderes,

Speaker:

Camilla: Sollzustand, die geprüft werden muss und das machen wir.

Speaker:

Camilla: Und das heißt, das ist der Grund, warum ich dann so in die Richtung Wirtschaftsprüfung

Speaker:

Camilla: und tatsächlich habe ich meine Karriere in der Wirtschaftsprüfung,

Speaker:

Camilla: begonnen und nie, auch wenn ich mal Länder gewechselt habe oder Arbeitgeber

Speaker:

Camilla: gewechselt habe, aber auch nie verlassen, also diese Umgebung.

Speaker:

Camilla: Also heute, ich habe gesagt, ich bin KI-Beauftragte, KI-Managerin,

Speaker:

Camilla: Und das mache ich aber immer noch in eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.

Speaker:

Theo: Dann hätte ich da noch eine Frage zu deinem sprachlichen Background.

Speaker:

Theo: Hast du schon in der Schule angefangen, Deutsch zu lernen? Oder wann hast du

Speaker:

Theo: dir das Deutsch konkret drauf geschafft?

Speaker:

Camilla: Ich habe es in der Schule Deutsch als dritte Fremdsprache gehabt.

Speaker:

Camilla: Also ich hatte, glaube ich, italienisch meine Muttersprache,

Speaker:

Camilla: aber dann hatten wir Englisch, Französisch und Deutsch.

Speaker:

Camilla: Das habe ich, das heißt, schon in der Schule gelernt.

Speaker:

Camilla: Und man muss aber sagen, ich bin nach Deutschland und ich habe kein Deutsch gesprochen.

Speaker:

Camilla: Auch wenn ich das in der Schule gelernt habe, bin ich nach Deutschland gekommen,

Speaker:

Camilla: damals mit dem Erasmus-Programm.

Speaker:

Camilla: Die ersten Tage habe ich nur Englisch sprechen können.

Speaker:

Camilla: Ich habe auch nichts verstanden. Aber hier zu sein, also hier in Deutschland

Speaker:

Camilla: zu sein, an der Uni dann deutsche Kurse genommen, die Prüfungen auf Deutsch

Speaker:

Camilla: ablegen müssen, Das hat so,

Speaker:

Camilla: beigetragen, dass ich sehr schnell dann lernen musste, mich zu verständigen, mich auszudrücken.

Speaker:

Camilla: Und das ist dann quasi von Aufenthalt nach Aufenthalt in Deutschland immer besser geworden.

Speaker:

Camilla: Und heute ist es auf einem Niveau, also ich weiß, mein Akzent ist noch ganz,

Speaker:

Camilla: ganz deutlich. Ich glaube, da merkt man schon, woher ich komme.

Speaker:

Camilla: Wir sind mittlerweile auch 15 Jahre her und es hat sich schon sehr,

Speaker:

Camilla: sehr viel getan an mein Deutsch verglichen, wenn ich daran denke,

Speaker:

Camilla: wie die ersten Tage damals in Dresden waren.

Speaker:

Theo: Ich frage deswegen, weil ich das häufig beobachte, wenn jemand nach Deutschland

Speaker:

Theo: kommt und schon so ein kleines bisschen Deutsch kann, also was ich häufig auch

Speaker:

Theo: bei unseren Bewerbungen sehe, das ist auch ein C1, ein C2 Niveau.

Speaker:

Theo: Und dann ist es aber so, dass die Leute sagen, es ist noch nicht gut genug,

Speaker:

Theo: lassen Sie die Arbeitsmeetings dann doch lieber auf Englisch machen.

Speaker:

Theo: Und das ist dann so ein Teufelskreis, weil dadurch, dass dann alles auf Englisch

Speaker:

Theo: abläuft, wird es Deutsch dann

Speaker:

Theo: auch nie so gut, dass dann irgendwann dieser Übergang stattfinden kann.

Speaker:

Theo: Und wenn ich dich richtig verstehe, du bist einfach voll rein,

Speaker:

Theo: oder? Also Prüfungen auf Deutsch, Studium auf Deutsch, da gab es keine Alternative.

Speaker:

Camilla: Ja, also tatsächlich, ich hatte die Wahl damals, weil das ist das Problem damals gewesen.

Speaker:

Camilla: Nicht viele aus meiner Uni in Italien haben sich für Deutschland entschieden,

Speaker:

Camilla: weil die Kurse auf der meisten Uni hättest du quasi auf Deutsch studieren müssen.

Speaker:

Camilla: Und dann haben sie, glaube ich, ein Jahr bevor ich das gemacht habe,

Speaker:

Camilla: auch die Möglichkeit eröffnet. Man kann auch nach Deutschland,

Speaker:

Camilla: aber es gibt englische Studiengänge.

Speaker:

Camilla: Das heißt, ich hatte mich auch dafür, also ein Beispiel war,

Speaker:

Camilla: ich hätte auch nach Hohenheim, nach Stuttgart, das wäre auf Englisch gewesen.

Speaker:

Camilla: Ich habe mich aber tatsächlich für Tübingen, weil es auf Deutsch ist,

Speaker:

Camilla: weil ich dachte, dann habe ich gar keine Wahl. Dann muss ich die Sprache lernen.

Speaker:

Camilla: Und es war nicht so einfach, aber es war sehr, sehr effektiv.

Speaker:

Camilla: Also was ich im halben Jahr quasi.

Speaker:

Camilla: An Wörtern, an Sprechen, also an alles gelernt habe, das wäre,

Speaker:

Camilla: glaube ich, anders nicht möglich, weil so wie du sagst,

Speaker:

Camilla: Wenn man die Möglichkeit hat, weiterhin auf Englisch zu sprechen,

Speaker:

Camilla: dann bleibt man da, wo es bequem ist.

Speaker:

Camilla: Aber wenn man diese Möglichkeit quasi gar nicht mehr hat, dann muss man da quasi weitermachen.

Speaker:

Camilla: Und ich muss sagen, jetzt im Nachgang, ich bin natürlich froh,

Speaker:

Camilla: dass ich damals diese Entscheidung getroffen habe. Das hat sich dann ausbezahlt,

Speaker:

Camilla: für die nächsten Jahre und heute auch. Brauche ich das immer noch.

Speaker:

Theo: Stichwort Bequemlichkeit und mit Hinblick auf deinen Doktortitel,

Speaker:

Theo: die Promotion, es gibt so die bequeme Variante, so wie ich das gemacht habe,

Speaker:

Theo: ist, dass man einfach dann nach dem Master weitermacht, an der Uni bleibt und dann promoviert.

Speaker:

Theo: Bei dir war das ja parallel zum Beruf.

Speaker:

Theo: Was hat die Entscheidung ausgelöst, dass du gesagt hast, ja,

Speaker:

Theo: okay, Leute, jetzt hier nochmal eine Promotion obendrauf?

Speaker:

Camilla: Ja, also wo ich fertig mit meinem Master war, ich war tatsächlich in Deutschland,

Speaker:

Camilla: in Tübingen, und dann war mir erst mal unklar, wie es bei mir weitergeht.

Speaker:

Camilla: Mein Wunsch war,

Speaker:

Camilla: ich finde die Möglichkeit, hier weiterhin in Deutschland zu bleiben,

Speaker:

Camilla: weil es mir so gut gefällt. Ich wusste nicht, ob es klappen wird.

Speaker:

Camilla: Das heißt, ich habe gedacht, okay, wahrscheinlich das Klugste,

Speaker:

Camilla: was ich machen kann, ist, ich suche mir erst mal einen Job.

Speaker:

Camilla: Dann ist erst mal gesichert, also ich verdiene mein Geld, ist erst mal gesichert,

Speaker:

Camilla: dass ich hier quasi bleiben darf.

Speaker:

Camilla: Das habe ich gemacht. Ich habe angefangen, wie gesagt, in der Wirtschaftsprüfung zu arbeiten.

Speaker:

Camilla: Aber diese Idee von einem Ph.D. zu promovieren, hatte ich schon lange davor,

Speaker:

Camilla: also auch bevor ich nach Deutschland gekommen bin.

Speaker:

Camilla: Und dann hat sich irgendwie ganz zufällig ergeben, dem Fall ergeben,

Speaker:

Camilla: dass ich die Möglichkeit hatte, auch zu promovieren.

Speaker:

Camilla: Und quasi da, wo ich auch schon meine Masterarbeit geschrieben hatte in der Uni in Tübingen.

Speaker:

Camilla: Und ich hatte aber auch schon angefangen zu arbeiten. Und dann war ich so ein Zwischbalter.

Speaker:

Camilla: Und dann habe ich gedacht, naja, wenn es die Möglichkeit gibt,

Speaker:

Camilla: beide zu machen, weil beide haben mich sehr interessiert, beide sind Sachen,

Speaker:

Camilla: die ich machen wollte, habe ich gesagt, lass mich das beide machen.

Speaker:

Camilla: Und so habe ich gemacht. Das war so ein Modell, wo ich dann ein halbes Jahr

Speaker:

Camilla: quasi im Winter, so quasi in der Busy-Season, in der Wirtschaftsprüfung Vollzeit gearbeitet habe.

Speaker:

Camilla: Und dann war ich in den sommerlichen Monaten freigestellt und konnte dann am

Speaker:

Camilla: Lehrstuhl arbeiten, also mitarbeiten.

Speaker:

Camilla: Das heißt zum Beispiel, es gibt damals noch Diplomarbeit, aber dann bald dann

Speaker:

Camilla: auch Masterarbeiten, Bachelorarbeiten, betreuen, korrigieren und nebenbei an

Speaker:

Camilla: meine Doktorarbeit zu schreiben.

Speaker:

Camilla: Das habe ich dann so gemacht.

Speaker:

Theo: Wie bist du dann damit mit dem Modell gefahren? Also ich kenne beide Szenarien,

Speaker:

Theo: wenn man sagt, man promoviert berufsbegleitend.

Speaker:

Theo: Das eine ist quasi, dass man kontinuierlich 50-50 zum Beispiel macht und das

Speaker:

Theo: quasi so dann über die gesamte Zeit geht.

Speaker:

Theo: Und was du ja beschrieben hast, das ist quasi so ein Fokusmodell,

Speaker:

Theo: dass man im Winter das eine komplett, im Sommer dann kompletter Fokus auf Academia.

Speaker:

Theo: Jetzt ist es natürlich in der Wirtschaftsprüferei saisonal bedingt,

Speaker:

Theo: aber war das auch inhaltlich sinnvoll, weil du sagst, okay, dann hattest du

Speaker:

Theo: einfach den vollen Fokus, weil was ich mir auch vorstellen kann,

Speaker:

Theo: ist, dass man dann nach einem halben Jahr

Speaker:

Theo: auch irgendwo dann raus ist.

Speaker:

Theo: Und dass man sich denkt, ja okay, ich war jetzt hier ein halbes Jahr nicht mehr am Lehrstuhl.

Speaker:

Theo: Interessant, was da in der Zwischenzeit alles passiert ist. Oder war das gar nicht so ein Thema?

Speaker:

Camilla: Also ich glaube, im Nachgang, wenn ich ein Modell wählen könnte,

Speaker:

Camilla: würde ich lieber jede Woche splitten.

Speaker:

Camilla: Also dass man sagt, ja, zweieinhalb Tage oder auch drei Tage arbeitet man Vollzeit

Speaker:

Camilla: und zwei Tage sind ausschließlich für die Doktorarbeit.

Speaker:

Camilla: Aber dass das wirklich auch eingehalten wird. Damals dachte ich,

Speaker:

Camilla: dieses Modell hat den Vorteil, dass ich.

Speaker:

Camilla: Weil ich weiß, es ist dann schwierig, wenn man Sachen für Mandanten zu tun hat,

Speaker:

Camilla: es ist schwierig zu sagen, nee, das sind meine zwei Tage für die Doktorarbeit,

Speaker:

Camilla: da werde ich nichts für die Mandanten machen.

Speaker:

Camilla: Deswegen habe ich damals gedacht, das ist die beste Option. Dann mache ich sechs

Speaker:

Camilla: Monate nur eine Sache, sechs Monate im Fokus.

Speaker:

Camilla: Aber es ist tatsächlich so gewesen, du bist dann ein halbes Jahr raus.

Speaker:

Camilla: Und natürlich habe ich mir vorgenommen, nachdem ich gearbeitet habe,

Speaker:

Camilla: mache ich abends noch was für meine Doktorarbeit oder am Wochenende.

Speaker:

Camilla: Das hat aber selten geklappt. Also man ist so, ich habe auch nicht zwingend

Speaker:

Camilla: nur 40 Stunden, sondern es waren ein paar mehr manchmal in der Woche gearbeitet.

Speaker:

Camilla: Und man hat dann auch noch Freunde, Hobbys.

Speaker:

Camilla: Irgendwann mal habe ich auch die Kinder gehabt. Also diese ursprüngliche Idee

Speaker:

Camilla: von mir, in den Monaten, wo ich Vollzeit arbeite, mache ich abends noch was.

Speaker:

Camilla: Das hat wirklich selten geklappt. Und deswegen tatsächlich war es immer so,

Speaker:

Camilla: der Sommer war sehr abgekoppelt. Und dann habe ich ein halbes Jahr quasi die

Speaker:

Camilla: Sachen im Großteil liegen lassen.

Speaker:

Camilla: Und dann musste man wieder reinkommen, was auch erstmal so einige Wochen gedauert hat.

Speaker:

Camilla: Das heißt, nicht so einfach.

Speaker:

Camilla: Würde ich heute vielleicht anders machen, tatsächlich.

Speaker:

Theo: Wobei, was sich für mich da immer herausstellt ist, wenn man das wirklich möchte, dann geht das auch.

Speaker:

Theo: Also weil ich werde auch häufig dann von Leuten angesprochen aus meinem Netzwerk,

Speaker:

Theo: die jetzt gerade den Master fertig machen und das aber dann im Wesentlichen

Speaker:

Theo: so verfolgen möchten, wie du das auch beschrieben hast, sowohl in die Arbeitswelt

Speaker:

Theo: einsteigen als auch eine Promotion dann noch obendrauf zu setzen.

Speaker:

Theo: Und was mir sehr geholfen hat damals, weil bei mir war Firmengründung und Promotion

Speaker:

Theo: am Parallel, zu wissen, es ist dann auch irgendwann vorbei.

Speaker:

Theo: Ja, also weil einfach der Zeitrahmen dann abgesteckt ist und es ist quasi nichts,

Speaker:

Theo: was jetzt die nächsten 20 Jahre, sondern halt im Idealfall irgendwie drei bis

Speaker:

Theo: fünf, sechs Jahre maximal irgendwie läuft.

Speaker:

Camilla: Ja, ich glaube am Ende, wenn die Motivation da ist, man findet immer einen Weg.

Speaker:

Camilla: Ich habe dann auch an der Uni junge Kollegen gehabt, die sich Gedanken gemacht

Speaker:

Camilla: haben, ob sie noch promovieren wollen, sollen.

Speaker:

Camilla: Und ich habe immer gedacht, naja, wenn du es machst, mach es das für dich.

Speaker:

Camilla: Du musst wirklich motiviert sein und nicht alleine, weil irgendwann mal so ein

Speaker:

Camilla: Titel da ist. Der Titel ist nett, aber was du davor leisten musst,

Speaker:

Camilla: um an diesen Titel zu kommen, musst du es wirklich, wirklich wollen.

Speaker:

Camilla: Das ist für mich auch das, was ich heute immer noch denke, was mir da sehr viel

Speaker:

Camilla: geholfen war, meine Motivation, dass ich das wirklich machen wollte.

Speaker:

Camilla: Und dann am Ende, ob es dieses Fokusmodell oder ein anderes Modell oder es hätte

Speaker:

Camilla: auch noch andere, hätte ich auch sagen können, ich promoviere nur und ich arbeite,

Speaker:

Camilla: egal wie, hätte auch funktioniert.

Speaker:

Theo: Als du dann im Berufsleben drin

Speaker:

Theo: gesteckt bist, hast du dir ja auch viele verschiedene Firmen angeschaut.

Speaker:

Theo: EY, Ebnerstolz, DHPG etc. Also das um nur einige Stationen zu nennen.

Speaker:

Theo: Wie kam es dazu? Also hast du dir ganz bewusst vorgenommen, dass du dir die

Speaker:

Theo: verschiedensten Firmen anschaust, um ein möglichst breites Bild zu bekommen?

Speaker:

Theo: War das so, dass quasi vielleicht auch um dich geworben wurde?

Speaker:

Theo: Wie kam es dazu? Weil für mich, was ich häufig sehe, ist tatsächlich immer noch

Speaker:

Theo: so dieses Modell, man sucht sich einen Arbeitgeber aus und da bleibt man dann

Speaker:

Theo: erstmal auch gerne mal mehr als zehn Jahre, um dann vielleicht innerhalb dieser

Speaker:

Theo: Firma auch sich die verschiedenen

Speaker:

Theo: Abteilungen oder dann auch die Karrierestufen zu geben.

Speaker:

Theo: Bei dir war das ja anders. Du hast ja die verschiedensten Firmen in der Branche

Speaker:

Theo: auch fast schon abgeklappert.

Speaker:

Theo: Wie kam es da dazu? Was war da deine Motivation?

Speaker:

Camilla: Also es war, ich hatte keinen Plan. Also das hat sich alles,

Speaker:

Camilla: finde ich, zum richtigen Zeitpunkt immer ergeben.

Speaker:

Camilla: Also vielleicht zwei wichtige Punkte. Also ein Punkt ist, ich habe meine Rolle,

Speaker:

Camilla: mehrfach geändert. Also ich habe gesagt, ich arbeite schon immer in der Wirtschaftsprüfung.

Speaker:

Camilla: Ich habe aber angefangen tatsächlich in der klassischen Prüfung als Prüfungsassistentin,

Speaker:

Camilla: HGB-Mandate, IFRS, also Konzernabschlüsse und so weiter.

Speaker:

Camilla: Und das habe ich einige Jahre gemacht, bis hin quasi zur Managerin,

Speaker:

Camilla: bis zur Prüfungsleiterin.

Speaker:

Camilla: Dann habe ich aber neben der Prüfung, was mir sehr viel Spaß gemacht hat,

Speaker:

Camilla: habe ich auch noch eine andere interessante Aufgabe für mich entdeckt.

Speaker:

Camilla: Und das war die Welt der Datenanalyse.

Speaker:

Camilla: Also in der Wirtschaftsprüfung, auch wenn man an uns vielleicht manchmal noch

Speaker:

Camilla: so ein bisschen daran denkt, wie die mit dem großen Stapel Papier oder dem großen Leitzordner, die,

Speaker:

Camilla: in eine Küste getragen werden, was vor 15 Jahren tatsächlich so war.

Speaker:

Camilla: Wir haben diese Kisten voll mit Ordnern getragen, von einem Mandant bis ins Büro und zurück.

Speaker:

Camilla: Und wir arbeiten mit einer Menge Daten und diese Daten müssen analysiert werden.

Speaker:

Camilla: Und das habe ich irgendwann mal für mich entdeckt. Das hat mir sehr, sehr viel Spaß gemacht.

Speaker:

Camilla: Das heißt, neben der klassischen Prüfung habe ich angefangen,

Speaker:

Camilla: immer mehr Datenanalyse zu machen.

Speaker:

Camilla: Und dann habe ich aber noch die nächste Herausforderung für mich gefunden.

Speaker:

Camilla: Und das war, naja, Datenanalyse kann man auch automatisieren.

Speaker:

Camilla: Deswegen schaue ich, welche Möglichkeiten es gibt, hier Skripte zu entwickeln,

Speaker:

Camilla: Applikationen, Workflows zu entwickeln, die genau mir helfen,

Speaker:

Camilla: die Datenanalyse schneller zu machen,

Speaker:

Camilla: auch spannender zu machen, weil jetzt Tabelle joinen, es gehört zum Datenanalyst-Tätigkeiten,

Speaker:

Camilla: denn es ist aber nicht das, was am meisten Spaß macht.

Speaker:

Camilla: Das heißt, da habe ich auch wieder meine Rolle so ein bisschen geändert,

Speaker:

Camilla: indem ich gesagt habe, ja, ich nehme jetzt an Digitalisierungsprojekten gerne

Speaker:

Camilla: teil, ich leite sie, ich liefere aber auch fachliche Beiträge.

Speaker:

Camilla: Und dann kam irgendwann mal KI, vor circa drei Jahren.

Speaker:

Camilla: Und da war es für mich, habe ich gedacht, okay, was gibt es jetzt für spannende

Speaker:

Camilla: Möglichkeiten, die KI, also KI meine ich jetzt generative KI,

Speaker:

Camilla: weil KI gab es natürlich auch schon davor.

Speaker:

Camilla: Und mit Machine Learning hatte ich davor auch schon Berührungspunkte.

Speaker:

Camilla: Aber dann kam jetzt nochmal die generative KI.

Speaker:

Camilla: Was kann ich jetzt damit machen, dass meine Arbeit ändert, einfacher, spannender macht.

Speaker:

Camilla: So habe ich nochmal meine Rolle so quasi so ein bisschen gewechselt.

Speaker:

Camilla: Und die Wechseln von Unternehmen begleiten auch ein bisschen die Rolle,

Speaker:

Camilla: diese Rollenveränderungen, die ich in meiner Karriere gehabt habe.

Speaker:

Camilla: Das heißt, das ist auf jeden Fall wenn du fragst, was hat mich da motiviert,

Speaker:

Camilla: das ist auf jeden Fall ein wichtiger Faktor und das andere ist,

Speaker:

Camilla: ich mag eine Challenge, also wenn ich die Möglichkeit habe,

Speaker:

Camilla: die Messlatte für mich selber so ein bisschen höher zu stellen und zu sagen

Speaker:

Camilla: hm da gibt es so etwas, eine neue Herausforderung, dann bin ich sehr,

Speaker:

Camilla: also ich habe richtig Lust, mich damit zu befassen, mich zu testen.

Speaker:

Camilla: Deswegen hat mir ein Jobwechsel nie wirklich Angst gemacht.

Speaker:

Camilla: Ich weiß es, man kommt in eine neue Umgebung, neue Kollegen,

Speaker:

Camilla: man weiß auch nicht zwingend, was man findet, aber das hat mich nie gebremst.

Speaker:

Camilla: Also wenn es gepasst, dass mich dazu zugeführt hat, ich kann die neue Rolle

Speaker:

Camilla: oder ich kann jetzt noch mehr machen, als was ich bis jetzt gemacht habe,

Speaker:

Camilla: da habe ich wirklich schnell die Motivation dafür gefunden.

Speaker:

Theo: Wie geht es da deinen Kolleginnen und Kollegen in der Wirtschaftsprüfung?

Speaker:

Theo: Weil ich muss sagen, ich stecke ja auch so ein bisschen in der KI-Bubble,

Speaker:

Theo: so ein kleines bisschen.

Speaker:

Theo: Das heißt, alle Leute aus dem Bereich Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung,

Speaker:

Theo: mit denen ich spreche, die sind irgendwie automatisch aufgrund irgendeines Filter-Biases

Speaker:

Theo: auch pro KI eingestellt.

Speaker:

Theo: Und bei dir, du hast dich ja aktiv auf das Thema Datenanalyse gestürzt.

Speaker:

Theo: Ist es so ein Grundthema, das wie eine Bewegung da in der Wirtschaftsprüferei

Speaker:

Theo: gerade drin ist oder bist du eher eine Exotin unter Kolleginnen und Kollegen?

Speaker:

Camilla: Ich glaube, ich bin eine Exotin.

Speaker:

Camilla: Also ich kenne wenige Kollegen, die Datenanalyse, aber auch KI,

Speaker:

Camilla: sage ich mal, begeistert sind, weil es ist ein Thema.

Speaker:

Camilla: Glaube ich, was noch mit vielen, sage ich mal, Berührungshengsten kommt.

Speaker:

Camilla: Und also Datenanalyse, viele denken, das ist sehr technisch oder das ist viel mathematisch.

Speaker:

Camilla: Statistik spielt dann irgendwann mal auch eine Rolle. Und dann,

Speaker:

Camilla: na, lieber die Finger weg davon zu lassen. Und KI,

Speaker:

Camilla: sehe ich genauso. Auch wenn die generative KI jetzt quasi KI,

Speaker:

Camilla: einfacher für alle zu nutzen macht, also es ist jetzt nicht vergleichbar mit

Speaker:

Camilla: den Machine Learning Projekten, die wir davor, also die mich davor zum Beispiel

Speaker:

Camilla: mitgearbeitet haben oder geleitet habe,

Speaker:

Camilla: wo da wirklich nur Data Scientisten haben überhaupt verstanden, was wir da machen.

Speaker:

Camilla: Jetzt sind wir im Bereich generative KI. Jeder kann das nutzen.

Speaker:

Camilla: Trotzdem sehe ich viele,

Speaker:

Camilla: so viele sind sehr vorsichtig und die haben zum Teil auch recht,

Speaker:

Camilla: weil mit KI kommen Risiken,

Speaker:

Camilla: man kann sich auch quasi neue Fehlerquellen in der eigenen Arbeit durch KI holen.

Speaker:

Camilla: Und gerade so in einer Branche oder bei Arbeiten, die so stark reguliert sind,

Speaker:

Camilla: so wie bei Jungs, wo wir auch viel mit Mandantendaten,

Speaker:

Camilla: arbeiten müssen, ich verstehe, dass die Leute schon vorsichtig sein wollen.

Speaker:

Camilla: Und es ist auch richtig so.

Speaker:

Camilla: Genau.

Speaker:

Theo: Könntest du das nochmal genauer aufmachen, wo du dann den Sweet Spot auch bei

Speaker:

Theo: dir in der Branche siehst, weil da muss ich eine kleine Geschichte erzählen.

Speaker:

Theo: Ich hatte neulich einen Call, wo es um das Thema Sicherheit,

Speaker:

Theo: Compliance und Reproduzierbarkeit der KI-Workflows geht, die bei uns auf der

Speaker:

Theo: Plattform gebaut werden.

Speaker:

Theo: Und üblicherweise werde ich immer so gegrillt, dass es heißt, ja,

Speaker:

Theo: wie stellt ihr denn sicher, dass die Plattform zuverlässig funktioniert und

Speaker:

Theo: kann die dann auch wirklich alles, was unsere Mitarbeiter da bauen wollen und

Speaker:

Theo: es werden die Daten sicher verarbeitet und hatte quasi da schon meine üblichen

Speaker:

Theo: Einwandbehandlungen vorbereitet.

Speaker:

Theo: Und dann lief das Gespräch auf einmal so in eine komplett andere Richtung und

Speaker:

Theo: zwar so vom Spirit her, wie stellt ihr sicher, dass unsere Mitarbeiter keine Scheiße bauen?

Speaker:

Theo: Ja, also dass die Plattform tiptop funktioniert und die KI im Hintergrund,

Speaker:

Theo: das wurde relativ wenig diskutiert in dem Call, sondern eher,

Speaker:

Theo: wie verhindert man den menschlichen Fehler anstatt den KI-Fehler,

Speaker:

Theo: was ich auch einen spannenden Take fand.

Speaker:

Theo: Und das hat aber nochmal genau gezeigt, ja klar, man muss natürlich beides abdecken

Speaker:

Theo: und das stellt sich dann allerdings ja dann als Folgefrage, wie geht man jetzt

Speaker:

Theo: zum Beispiel in deiner Rolle dann in so eine KI-Initiative rein,

Speaker:

Theo: wenn es darum geht, Werkzeuge an Kolleginnen und Kollegen auszurollen,

Speaker:

Theo: weil es irgendwie so die beiden Extreme gibt.

Speaker:

Theo: Das eine ist quasi eher der Co-Pilot-Ansatz, Schweizer Taschenmesser,

Speaker:

Theo: kann alles so ein bisschen und ist relativ frei und flexibel einzusetzen oder einsetzbar.

Speaker:

Theo: Und das andere ist ein hoch vorgezeichneter, stark auditierter Prozess,

Speaker:

Theo: bei dem die Prompt an sich gar nicht mehr verändert werden kann

Speaker:

Theo: und der Mitarbeiter, die Mitarbeiterin dann am Ende nur noch ein Knöpfchen bekommt,

Speaker:

Theo: wo der exakt vordefinierte KI-Workflow durchrattert.

Speaker:

Theo: Und da stellt sich mir dann natürlich die Frage, wie blickst du da drauf?

Speaker:

Theo: Also sagst du sowas, wie wir jetzt zum Beispiel gemeinsam auch gebaut haben,

Speaker:

Theo: was eher stark vorgezeichnet ist?

Speaker:

Theo: Fun Fact, da kamen die Prompts alle von dir, jemand der Ahnung hat.

Speaker:

Theo: Ja, ist das auch das, wo du sagst, das wird auch in Zukunft so bleiben oder

Speaker:

Theo: ist das für dich nur so ein erster Step, um keine Fehler zu machen und perspektivisch

Speaker:

Theo: gibt es aber eine horizontale Skalierung der KI-Kompetenz, sodass wirklich jeder

Speaker:

Theo: und jede in der Firma eigene Prompts schreibt oder ist dir das zu gefährlich?

Speaker:

Camilla: Ich möchte so antworten. Ich glaube, wir werden zumindest in der nächsten Zukunft

Speaker:

Camilla: immerhin zwei Welten haben.

Speaker:

Camilla: Und zwar, da spreche ich auch ein bisschen, was mache ich ja dann jeden Tag.

Speaker:

Camilla: Also sagen wir mal, ich habe zwei Säulen an meiner Arbeit.

Speaker:

Camilla: Die eine Säule ist, es gibt Kollegen, die, wie gesagt, sich kaum trauen, Co-Pilot zu benutzen.

Speaker:

Camilla: Also wirklich, also ein Prompt zu schreiben, sagen wir so, es geht nicht um

Speaker:

Camilla: Copilot, sondern ein Prompt zu schreiben, weil sie nicht wissen,

Speaker:

Camilla: okay, was passiert, was mache ich mit den Ergebnissen, was, wenn etwas falsch läuft.

Speaker:

Camilla: Und das ist im Moment so.

Speaker:

Camilla: Ich arbeite daran, auch durch Schulungen, dass diese Hemmungen quasi immer weniger werden.

Speaker:

Camilla: Aber für den Moment ist es so. Und dann haben wir andere Gruppen und das sind

Speaker:

Camilla: die, oder wo du auch in deinem Termin die Frage bekommen hast,

Speaker:

Camilla: was, wenn die Kollegen was ganz crazy bauen, weil das geht auch.

Speaker:

Camilla: Und da würde ich nur gerne den Begriff,

Speaker:

Camilla: Schatten-KI nennen, also das ist auch etwas, was über meinen Schreibtisch läuft,

Speaker:

Camilla: wir haben natürlich auch Kollegen, die ganz anders drauf sind,

Speaker:

Camilla: die alles probieren wollen,

Speaker:

Camilla: was sie sehen und nutzen, manchmal auch KI-Programm.

Speaker:

Camilla: Anwendungen, die nicht freigegeben sind, die nicht gesichert sind.

Speaker:

Camilla: Und dann es gibt natürlich noch die, die noch ein Stück weiter gehen.

Speaker:

Camilla: Also ich habe auch so immer wieder Gespräche, die sagen, hey,

Speaker:

Camilla: ich habe mir mal auf meinem privaten Rechner zu Hause einen Workflow,

Speaker:

Camilla: damit ich meine E-Mails XY so bearbeiten kann, kann ich das auch bei der Arbeit nutzen.

Speaker:

Theo: Ach so, aber bis jetzt nur für die privaten E-Mails.

Speaker:

Camilla: Ja, genau.

Speaker:

Theo: Ja, genau. Ich gehe davon aus.

Speaker:

Camilla: Und dann sage ich, auf einer Seite, ich verstehe, dass die Leute,

Speaker:

Camilla: ich finde es auch super spannend, dass die Leute so mutig sind,

Speaker:

Camilla: sich selber Wege zu finden,

Speaker:

Camilla: wie sie ihre Arbeit einfach einfacher machen können.

Speaker:

Camilla: Auf der anderen Seite, wenn ich denke, jetzt ein, ich weiß nicht ganz genau,

Speaker:

Camilla: was das ist, das ist ein Code, das ist eine Applikation, was mit KI gebaut worden

Speaker:

Camilla: ist, das einfach in Unternehmen mit reinzunehmen, ohne die notwendigen Governance-Schritte,

Speaker:

Camilla: durchgegangen zu sein, ja,

Speaker:

Camilla: da sehe ich auch noch große Risiken. Das heißt, im Moment tasten wir ran.

Speaker:

Camilla: Also wir haben sowohl Kollegen in einem Bereich als in einem anderen Bereich

Speaker:

Camilla: und wahrscheinlich die Lösung liegt ein bisschen in der Mitte.

Speaker:

Camilla: Also so wie du sagst, ja, es gibt komplexe KI-Tools, die man nutzen kann,

Speaker:

Camilla: zum Beispiel das Projekt, das wir gemeinsam gemacht haben.

Speaker:

Camilla: Aber die Systemprompt oder die Codeteile hat jetzt eine Expertin oder Experte geschrieben, damit wir.

Speaker:

Camilla: In dieser Phase noch sicher sind, was damit passiert.

Speaker:

Camilla: Und das sehe ich für die nächsten Jahre auch noch, ehrlich gesagt, noch so.

Speaker:

Camilla: Also erstens müssen die.

Speaker:

Camilla: KI-Literacy, sage ich mal, muss erst mal in die Breite gebracht werden,

Speaker:

Camilla: bevor wir wirklich Kollegen haben, die sicher,

Speaker:

Camilla: mit den Tools in jedem Fall umgehen können.

Speaker:

Camilla: Und dann, glaube ich, spielt auch so ein bisschen,

Speaker:

Camilla: das eigene Vorliebe. Also es gibt die, die sich eher so trauen und experimentieren

Speaker:

Camilla: wollen und es gibt die, die so ein bisschen zurückhaltend sind und sagen,

Speaker:

Camilla: naja, da will ich, dass jemand mir schon,

Speaker:

Camilla: das gibt, was ich nutzen kann und ich möchte so wenig wie möglich selber prompten

Speaker:

Camilla: müssen, sondern das einfach auf

Speaker:

Camilla: die Knöpfe drücken und das wird schon gemacht, was das tun machen muss.

Speaker:

Theo: Und hast du das bei dir persönlich auch schon beobachtet? Bei uns im Team,

Speaker:

Theo: da fand ich es besonders hervorstechend, unser Head of Frontend Development,

Speaker:

Theo: also klassische Webentwicklung, seitdem der KI-Agenten einsetzt,

Speaker:

Theo: um die Web-Applikationen bei uns allen voran, Hallerium zu entwickeln,

Speaker:

Theo: seitdem ist es bei dem so, dass quasi reflexartig, wenn es eine neue Aufgabe

Speaker:

Theo: gibt, insbesondere wenn es etwas Exploratives gibt, dann sagt der sofort,

Speaker:

Theo: ja okay, ich werfe das einmal hier in die KI rein.

Speaker:

Theo: Und die macht das dann für mich. Also der hat das total internalisiert.

Speaker:

Theo: Ich merke das auch bei mir selber, wenn ich eine neue Aufgabe bekomme,

Speaker:

Theo: dann ist der erste Step tatsächlich, der bei mir automatisch abläuft,

Speaker:

Theo: dass ich es im Kopf zerlege und schon überlege, okay, das kann ich an die KI delegieren.

Speaker:

Theo: Den Step, den werde ich so und so abdecken. Also ich mache mir als allererstes

Speaker:

Theo: auf so einer Meta-Ebene Gedanken, was mache ich überhaupt noch selber,

Speaker:

Theo: beziehungsweise wie müsste ich jetzt quasi so einen Prompt-Graph bauen, um die Aufgabe

Speaker:

Theo: mit KI-Unterstützung erledigen zu können, um möglichst schnell aus der Nummer wieder rauszukommen.

Speaker:

Theo: Und jetzt sind meine Aufgaben natürlich auch anders gelagert oder die von meinem

Speaker:

Theo: Kollegen im Coding sind anders gelagert als die Aufgaben, die du jeden Tag auf den Tisch bekommst.

Speaker:

Theo: Und deshalb die Frage, hast du auch schon mal festgestellt, so in der Selbstreflexion,

Speaker:

Theo: hey Moment mal, das ist ja ganz anders als noch vor fünf Jahren.

Speaker:

Theo: Krass, wie sehr sich dieser KI-getriebene Workflow auch bei mir persönlich schon

Speaker:

Theo: verselbstständigt hat. Gibt es da bei dir Aufgaben oder Tasks,

Speaker:

Theo: wo du das bei dir feststellst?

Speaker:

Camilla: Ja, also definitiv. Wenn ich daran denke, wie mein Arbeitstag aktuell abläuft,

Speaker:

Camilla: ich muss sagen, es gibt nur noch ganz, ganz wenig, was ohne KI durchläuft.

Speaker:

Camilla: Und wann ist keine KI da? Naja, zum Beispiel, wir haben auch ein Legacy-Software für die Datenanalyse.

Speaker:

Camilla: Wir haben jetzt natürlich auch KI-gestützte Analyse. Das haben wir mit euch gemacht.

Speaker:

Camilla: Aber wenn es darum geht, jetzt Ergebnisse zu validieren, dann hole ich aus der

Speaker:

Camilla: Schublade mein Legacy-Software, spiele ich da manuell die Daten ein und ziehe ich mir,

Speaker:

Camilla: die Auswertung und vergleiche das mit dem, was die KI gemacht hat.

Speaker:

Camilla: Das sind die Tätigkeiten, die ich zum Beispiel ohne KI mache,

Speaker:

Camilla: genau weil ich in dem Moment eine KI validieren möchte. Aber ansonsten,

Speaker:

Camilla: also mein Arbeitsalltag dreht sich um E-Mail schreiben, Calls, Konzepte schreiben,

Speaker:

Camilla: Themen präsentieren, Management und das alles lässt sich auf eine oder andere

Speaker:

Camilla: Art und Weise durch KI gestützt durchführen lassen. Vielleicht auch hier.

Speaker:

Camilla: Ein Erlebnis, das ich letzte Woche hatte. Ich habe letzte Woche Zugriff auf

Speaker:

Camilla: Microsoft Coworker bekommen.

Speaker:

Camilla: Microsoft Coworker ist jetzt die nächste Stufe von Microsoft Co-Pilot.

Speaker:

Camilla: Es ist eine KI, die tatsächlich innerhalb der Microsoft-Umgebung Sachen erledigen kann.

Speaker:

Camilla: Und wo ich die Nachricht bekommen habe, dass es jetzt bei mir freigeschaltet,

Speaker:

Camilla: freigeschaltet saß ich auch mal da vor diesem Agent und habe mich gefragt,

Speaker:

Camilla: was mache ich jetzt damit?

Speaker:

Camilla: Dann habe ich einfach angefangen, ich sagte, okay, lass mich erst mal probieren,

Speaker:

Camilla: irgendwas mit ihm zu machen.

Speaker:

Camilla: Kann er jetzt Informationen aus meiner E-Mail rauslesen und daraus eine Tabelle

Speaker:

Camilla: erstellen, die ich dann an jemand andere weiterschicke?

Speaker:

Camilla: Und wow, das geht. Also jetzt.

Speaker:

Camilla: Habe ich mir vorgenommen, also alle Aufgaben, die tatsächlich in der Microsoft-Welt

Speaker:

Camilla: sich bespielen lassen, mache ich jetzt mit dem Coworker und ich sage ihm, was er zu tun hat.

Speaker:

Camilla: Er macht das, wenn er fertig ist, weil das dauert eine Stunde,

Speaker:

Camilla: 20 Minuten, eine halbe Stunde, sagt er mir Bescheid und ich revieue das, was er gemacht hat.

Speaker:

Camilla: Und spätestens hier merke ich, wie hat sich die Art und Weise,

Speaker:

Camilla: wie ich arbeite, verändert.

Speaker:

Camilla: Also tatsächlich, so wie du gesagt hast, wenn ich jetzt eine Aufgabe habe,

Speaker:

Camilla: was ich erledigen muss, das Erste, was ich denke, ist, was kann ich an die KI auslagern?

Speaker:

Camilla: Kann ich sogar die ganze Aufgabe an die KI, zum Beispiel mit Microsoft Coworker,

Speaker:

Camilla: geben und ich revieue nur noch die Ergebnisse?

Speaker:

Camilla: Das finde ich wahnsinnig. Also es hat tatsächlich große Veränderungen gebracht

Speaker:

Camilla: in die Art und Weise, wie ich arbeite. daher kann ich gut nachvollziehen was du gerade gesagt hast.

Speaker:

Theo: Und wie geht es dir dann mit dem

Speaker:

Theo: Multitasking-Mental-Overload-Problem, also ich kann nur von mir berichten,

Speaker:

Theo: bei mir sieht es dann irgendwann so aus, dass ich aufgrund dieser Wartezeit,

Speaker:

Theo: die du ja auch gerade beschrieben hast, die Agenten, die brauchen einfach ein

Speaker:

Theo: paar Minuten, bis sie einen

Speaker:

Theo: Subtask oder die ganze Aufgabe erledigt haben.

Speaker:

Theo: Und bei mir laufen dann irgendwann drei Wipe-Coder parallel,

Speaker:

Theo: die jeweils an einem eigenen Prototypen schrauben, einen Workflow,

Speaker:

Theo: um eine Schulungsunterlage zu erstellen.

Speaker:

Theo: Dann wird hier nur eine E-Mail ausformuliert und außerdem brauchen wir hier

Speaker:

Theo: nur drei Tickets für den nächsten Sprint in der Entwicklung.

Speaker:

Theo: Also bei mir gibt es dann irgendwie total viele Schubladen, die ich parallel

Speaker:

Theo: aufmache, um diese Wartezeit zu überbrücken.

Speaker:

Theo: Ist das nur bei mir ein Thema? Ich höre bei dir so ein bisschen raus,

Speaker:

Theo: wenn du dann eine Aufgabe abgibst, dass du ja auch irgendwo einen Task erstmal

Speaker:

Theo: auf Standby legst, hast du dann eine Strategie, um da nicht völlig durchzudrehen.

Speaker:

Theo: Weil ich merke dann für mich persönlich auch gerne mal, dass so,

Speaker:

Theo: okay, Moment mal, jetzt lass mal drei Dinge erstmal fertig, fertig machen und

Speaker:

Theo: dann machen wir das nächste, anstatt jetzt die nächste Kiste aufzumachen.

Speaker:

Camilla: Ja, also ich glaube, das Risiko ist da. Das sehe ich bei mir auch.

Speaker:

Camilla: Ich starte was, lasse die KI arbeiten, dann in dieser Wartezeit springe ich

Speaker:

Camilla: aber zum nächsten Thema.

Speaker:

Camilla: Dann muss ich aber zurückkommen und ich merke, ich bin wieder raus aus dem ersten

Speaker:

Camilla: Thema, was ich angestoßen hatte, und muss mal wieder reinkommen.

Speaker:

Camilla: Also ich glaube, hier muss man vorsichtig sein, weil dadurch machen wir uns

Speaker:

Camilla: quasi die Effizienz, die KI uns ermöglicht, machen wir uns die kaputt.

Speaker:

Camilla: Also wenn wir jedes Mal dann rausgerissen sind vom Task. Also zumindest ist

Speaker:

Camilla: es bei mir so. Ich bin ein Mensch, der gerne sehr, sehr fokussiert auf Themen arbeitet.

Speaker:

Camilla: Und alle Ablenkungen, sei das Teams, E-Mails oder eine andere Aufgabe beginnen.

Speaker:

Camilla: Tun für meine Performance nicht so gut.

Speaker:

Camilla: Ich finde, und das habe ich jetzt gemerkt die letzten Tage, es ändert sich,

Speaker:

Camilla: sobald die KI sich auch weiterentwickelt.

Speaker:

Camilla: Also wenn ich jetzt so einen Cowork habe, der wirklich in der Lage ist,

Speaker:

Camilla: eine 5-Step-Aufgabe, egal in wie viel Zeit,

Speaker:

Camilla: zu erledigen, dann behandle ich quasi wie einen Mitarbeiter.

Speaker:

Camilla: Ich gebe die Aufgabe, dann ist erst mal mein Part da beendet.

Speaker:

Camilla: Ich mache was anderes und dann habe ich aber eine Liste, das geht mit dem Microsoft

Speaker:

Camilla: Cowork, wo da steht, das ist erledigt, das ist erledigt, das ist noch in Bearbeitung.

Speaker:

Camilla: Und dann komme ich irgendwann mal zurück und dann widme ich mich diesem Task

Speaker:

Camilla: und führe ich bis zum Ende.

Speaker:

Camilla: Beziehungsweise ich gebe noch weitere Anmerkungen, die abgearbeitet werden sollen

Speaker:

Camilla: und dann lasse ich zur Seite und mache was anderes.

Speaker:

Camilla: Also ich bin bei dir, man soll.

Speaker:

Camilla: Immer trotzdem so strukturiert arbeiten und in diesen Delegation- und Review-Tasks,

Speaker:

Camilla: Handle ich dann als Arbeitspakete und erst mal ist die Delegation abgeschlossen,

Speaker:

Camilla: dann kann ich zum nächsten Thema und dann bin ich in dem Review-Paket und das

Speaker:

Camilla: will ich auch abschließen, bevor ich zum nächsten Thema.

Speaker:

Camilla: Und ich finde, das wird mit der Entwicklung von der KI einfacher.

Speaker:

Camilla: Also vor einigen Wochen, wenn ich auch Cowork noch nicht hatte,

Speaker:

Camilla: hatte ich auch, sage ich mal, drei KIs offen in meinem Browser,

Speaker:

Camilla: auch weil Copa.ilo zum Beispiel eine parallele Aufgabe nicht erledigen konnte, sondern immer nur eine.

Speaker:

Camilla: Das heißt, ich habe noch für manche Sachen ein JGPT oder ein Cloud gehabt oder

Speaker:

Camilla: ich war auf eurer Plattform und habe da was gemacht.

Speaker:

Camilla: Und natürlich je mehr Input oder,

Speaker:

Camilla: ich sage mal in den Zwischenschritten die KI, je mehr Input von dem Mensch brauchen,

Speaker:

Camilla: desto mehr bin ich tatsächlich ausgerissen aus dem Kontext und muss immer wieder

Speaker:

Camilla: eingreifen und dann warten.

Speaker:

Camilla: Also ich glaube, wenn die KI, und das passiert heute schon, aber immer mehr

Speaker:

Camilla: Arbeitspakete selbstständig erledigen können, es wird für uns auch einfacher.

Speaker:

Theo: Das ist eine Frage, die mich momentan am meisten beschäftigt,

Speaker:

Theo: tatsächlich vom agentischen Design.

Speaker:

Theo: Was du beschreibst, sind ja Long-Running-Tasks. Und damit die dann aber in die

Speaker:

Theo: richtige Richtung laufen, muss ja klar sein, welche Rückfragen überhaupt zu stellen sind.

Speaker:

Theo: Weil im Idealfall fragt mich die KI dann am Anfang alles, was sie wissen muss,

Speaker:

Theo: um dann möglichst lange zu laufen, selbstständig zu laufen.

Speaker:

Theo: Und die Frage, wie man, wenn man den Task das erste Mal bearbeitet hat,

Speaker:

Theo: dann ein zweites Mal, dann ein drittes Mal, dann zeichnet sich ja ein Pattern

Speaker:

Theo: ab, wie man dieses kognitive Pattern sinnvoll modelliert bzw.

Speaker:

Theo: Abspeichert, das finde ich wahnsinnig spannend, weil sozusagen diese Abstraktionsleistung

Speaker:

Theo: vom Beispiel zum Allgemeinen hin ist.

Speaker:

Theo: Und ich sehe da die Branche momentan noch eher so in einem mechanischen, vorauseilenden Step.

Speaker:

Theo: Also das, was Cowork ja beispielsweise macht, sind ja zwei Dinge.

Speaker:

Theo: Das Harness wird besser, also dieser agentische Loop und die Integration in die Systeme.

Speaker:

Theo: Aber das ist quasi Handwerkszeug, dass der Agent halt in SharePoint,

Speaker:

Theo: in den Excel, in den Word rein kann.

Speaker:

Theo: Aber diese Brainpower, die ist letztlich ja immer noch die, wie von einem Co-Piloten,

Speaker:

Theo: so wie es bisher schon war. Also ein spannendes Thema auch für Academia. Ja.

Speaker:

Theo: Camilla, ich würde gerne noch in das Thema einsteigen. Du hast vorhin schon

Speaker:

Theo: deinen Tagesablauf in einem Nebensatz erwähnt.

Speaker:

Theo: Magst du uns da mal nochmal durchleiten, wie sieht denn so ein typischer Tag,

Speaker:

Theo: wenn es den denn überhaupt gibt, von dir aus?

Speaker:

Theo: Weil, was du ja auch schon erwähnt hast, du bist nicht nur

Speaker:

Theo: Vollgas-Wirtschaftsprüferin, sondern du hast ja auch eine Familie.

Speaker:

Theo: Leite uns da mal durch, wie sieht es bei dir momentan aus? Was ist so ein typischer Arbeitstag?

Speaker:

Camilla: Ja, typischer Arbeitstag. Ich glaube, die Tage sind immer unterschiedlich, aber sagen wir mal,

Speaker:

Camilla: bis jetzt, also meine kleinste Tochter oder meine jüngste Tochter,

Speaker:

Camilla: sie ist jetzt ein Jahr und zwei Monate, also wir haben jetzt mit der Kita begonnen.

Speaker:

Camilla: Das heißt, jede Woche sind wir ein bisschen anders. Noch sind wir auch in der Eingewöhnungsphase.

Speaker:

Camilla: Das heißt, mein Arbeitstag teilt sich noch heute großteil zwischen Arbeit,

Speaker:

Camilla: aber auch, sage ich mal, Care-Arbeit daneben.

Speaker:

Camilla: Weil es fängt an mit, es ist die Kinder, es ist das Kind,

Speaker:

Camilla: die Kita, große Kinder in die Schule, dann komme ich zurück,

Speaker:

Camilla: dann habe ich einen Call, dann muss ich zum Beispiel die Kleine schon abholen,

Speaker:

Camilla: weil die Eingewohnung gerade noch läuft.

Speaker:

Camilla: Also es ist, ich würde sagen, mein Arbeitstag ist sehr flexibel gestaltet aufgrund,

Speaker:

Camilla: von den verschiedenen Tasks, die ich habe.

Speaker:

Camilla: Ich habe natürlich auch viele Calls, viele Abstimmungen. Natürlich,

Speaker:

Camilla: ich leite verschiedene Projekte. Das heißt, man muss mit den Leuten,

Speaker:

Camilla: mit den Kollegen sprechen.

Speaker:

Camilla: Es gibt manchmal auch Mandanten, bei denen wir auch Projekte haben.

Speaker:

Camilla: Mit denen muss man auch sprechen.

Speaker:

Camilla: Ich versuche auch immer wieder, aber auch Fokuszeit zu haben,

Speaker:

Camilla: um KIs zu instruieren, was sie für mich machen müssen, Aber auch für mich,

Speaker:

Camilla: weil bevor ich eine KI instruieren kann, muss ich mir Gedanken gemacht haben,

Speaker:

Camilla: was mache ich oder was soll sie genau machen oder was ist mein Ziel. Das heißt,

Speaker:

Camilla: es sieht jeden Tag anders aus, wo ich versuche, die verschiedenen Themen beruflich

Speaker:

Camilla: und privat quasi zum Jongulieren.

Speaker:

Theo: Und gibt es da Aspekte, wo du sagst, KI hilft dir, den Spagat auch zu schaffen?

Speaker:

Theo: Also weil ich würde noch genauer verstehen, wie kriegst du das hin,

Speaker:

Theo: diese beiden Welten so unter einen Hut zu kriegen?

Speaker:

Camilla: Ja, also es gibt vieles, was mir hilft oder auch im letzten Jahr,

Speaker:

Camilla: weil ich habe quasi auch direkt nach dem Mutterschutz wieder begonnen zu arbeiten im Teilzeit,

Speaker:

Camilla: was mir geholfen hat.

Speaker:

Camilla: Und das eine ist, bevor wir zu KI kommen, KI ist vielleicht dann die Cherry

Speaker:

Camilla: on Top, aber die Möglichkeit, erstens in Teilzeit zu arbeiten,

Speaker:

Camilla: remote zu arbeiten, dass ich,

Speaker:

Camilla: zu Hause genau alles machen kann, was ich auch in einem Büro machen könnte.

Speaker:

Camilla: Es ist natürlich wunderbar, dass ich auch mit dem Handy ganz viel machen kann.

Speaker:

Camilla: Das hilft mir auch sehr, weil ich nicht immer so ruhig an einem Schreibtisch

Speaker:

Camilla: sitzen kann mit zwei Händen frei, sondern manchmal habe ich nur eine Hand,

Speaker:

Camilla: weil mit einer anderen Hand ich.

Speaker:

Camilla: Ein Kind durch die Gegend trage oder ein Mittagessen vorbereite oder was auch immer.

Speaker:

Camilla: Und KI, sage ich mal, das ist die Cherry on Top, weil es erlaubt mir,

Speaker:

Camilla: noch flexibler zu arbeiten.

Speaker:

Camilla: Gerade was sind Tasks, was in den letzten Monaten für mich schwieriger waren?

Speaker:

Camilla: Naja, wie gesagt, ruhig an einem Schreibtisch mit zwei Händen ganz banal E-Mails zu tippen.

Speaker:

Camilla: An ein Konzeptpapier zu schreiben.

Speaker:

Camilla: Was kann ich aber machen? Naja, ich habe ein Handy. Handy hat Zugriff auf meine

Speaker:

Camilla: ganze Arbeitsumgebung.

Speaker:

Camilla: Und ich kann natürlich diktieren. Ich muss nicht zwingend die Teamers selber

Speaker:

Camilla: tippen oder den Konzeptpapier selber tippen.

Speaker:

Camilla: Du kannst mir jetzt sagen, naja,

Speaker:

Camilla: Kamila, diktieren könnte man auch vor Karrieren. Das ist nichts Neues.

Speaker:

Camilla: Ja und nein. Nein, weil wir haben heute diesen Podcast mit der Frage,

Speaker:

Camilla: wie habe ich Deutsch gelernt, angefangen.

Speaker:

Camilla: Und jetzt muss ich dir verraten, dass Diktieren, wenn man so einen Akzent hat.

Speaker:

Camilla: Gar nicht so gut klappt, also in der Vergangenheit zumindest.

Speaker:

Camilla: Und was ich heute, warum für mich auch KI ein Game Changer ist,

Speaker:

Camilla: ich spreche in der Diktierfunktion,

Speaker:

Camilla: Manche Sachen werden nicht genau verstanden, so wie ich sie gesagt habe, aber die KI schafft, und.

Speaker:

Camilla: Das kann man schnell verproben, schafft auch, die Person zu verstehen,

Speaker:

Camilla: wenn es Fehler drin sind, wenn mal ein Wort fehlt.

Speaker:

Camilla: Weil die kennt unseren Kontext in vielen Fällen, die weiß worüber ich spreche und das,

Speaker:

Camilla: ist viel einfacher für mich geworden zu diktieren in einer KI und die KI nimmt

Speaker:

Camilla: das auf und dann überlegt, was hat sie hier wirklich gemeint und dann bekomme ich ein Ergebnis.

Speaker:

Camilla: Also, das finde ich super spannend, hat,

Speaker:

Camilla: die Art und Weise, wie ich arbeite, auch verändert und der Fakt,

Speaker:

Camilla: dass ich nicht mehr so viel tippen muss, sondern ein Text entsteht in Sekunden.

Speaker:

Camilla: Natürlich ist die Voraussetzung, dass ich eine Idee habe, eine gute Idee.

Speaker:

Camilla: Das heißt, die Zeit, die ich nicht am Tippen verbringe, nutze ich zum Beispiel

Speaker:

Camilla: 20 Minuten länger, an die Aufgabe zu denken und wie ich sie lösen möchte.

Speaker:

Camilla: Aber das erlaubt mir auch wenn ich mit anderen Sachen beschäftigt bin wo ich

Speaker:

Camilla: mein Gehirn, sage ich mal nicht zwingend benötige weil es keine intellektuelle

Speaker:

Camilla: also wenn ich jetzt den Boden wische.

Speaker:

Camilla: Kann ich an solche Sachen denken und dann bei der ersten Gelegenheit dann auch

Speaker:

Camilla: im Telefon sprechen kann.

Speaker:

Theo: Finde ich total spannend. Ich muss die ganze Zeit jetzt an meine Zeit der Masterarbeit denken.

Speaker:

Theo: Da war es nämlich so, da gab es ein Problem, das habe ich drei,

Speaker:

Theo: vier Wochen lang nicht geknackt bekommen.

Speaker:

Theo: Und die Idee dazu, das Problem dann tatsächlich zu lösen, also am Ende ging

Speaker:

Theo: es um die Kompaktifizierung von 26-dimensionalen Strings, egal,

Speaker:

Theo: mathematisch einfach ein Ding zu knacken, wie macht man es jetzt genau, gruppentheoretisch.

Speaker:

Theo: Und die Idee kam mir, während ich meine Tochter durch den Landshuter Stadtpark

Speaker:

Theo: im Kinderwagen geschoben habe, weil die hat geschlafen, ich habe den Kinderwagen geschoben, es war

Speaker:

Theo: Relativ gutes Wetter, also man konnte entspannt gehen und denken

Speaker:

Theo: und da kam mir die Idee und eben nicht am Schreibtisch sitzend,

Speaker:

Theo: da habe ich es dann aufgeschrieben, aber ich hätte nichts zum Aufschreiben gehabt,

Speaker:

Theo: wäre ich dann nicht unterwegs gewesen und

Speaker:

Theo: was mir dann natürlich damals gefehlt hat das war die möglichkeit dann solche

Speaker:

Theo: gedanken direkt festzuhalten

Speaker:

Theo: und ich kann das nur unterstreichen auch die schulungsformate die wir heute

Speaker:

Theo: erarbeiten in der firma die konzepte die mache ich während ein autofahren wenn

Speaker:

Theo: ich unterwegs bin zu einem kunden ja wo ich einfach meine stunde

Speaker:

Theo: und ununterbrochen sowieso nichts anderes machen kann als nur Autofahren,

Speaker:

Theo: dann brain-dumpe ich das erstmal über die Transkription in den Computer und

Speaker:

Theo: Camilla, italienischer Akzent, ist wahrscheinlich noch nicht so schlimm wie

Speaker:

Theo: ein bayerischer Akzent.

Speaker:

Theo: Also ich habe genau die gleichen Probleme bei der Transkription.

Speaker:

Theo: Und am Ende komme ich mit was raus, quasi wie ein Rohdiamant,

Speaker:

Theo: in dem die ganzen guten Ideen stecken und dann kann ich den mit der KI weiterverarbeiten.

Speaker:

Theo: Also ich sehe da große Parallelen in unserer Arbeit.

Speaker:

Camilla: Ja, und ich finde, das ist etwas, was jetzt möglich ist.

Speaker:

Camilla: Und wie du sagst, das ist aber schon immer wahr gewesen.

Speaker:

Camilla: Also die besten Ideen kommen, wenn du quasi in Ruhe denken kannst und nicht

Speaker:

Camilla: während du dir E-Mail schreibst oder während dein Teams zack,

Speaker:

Camilla: zack, zack aufbobbt, sondern,

Speaker:

Camilla: vielleicht unter die Dusche oder beim Kinderwagenschieben,

Speaker:

Camilla: oder beim Stillen, da habe ich auch gute Ideen gehabt.

Speaker:

Camilla: Das ist so. Und KI unterstützt einfach bei diesem, was ich denke,

Speaker:

Camilla: es ist ein naturaler Prozess, dass dein Kopf auf einmal frei ist und sich,

Speaker:

Camilla: Gedanken machen kann, wie will ich das Problem lösen.

Speaker:

Camilla: Und KI unterstützt das sehr gut, so wie ein Mobilgerät.

Speaker:

Camilla: Es gibt hier die Flexibilität, das direkt auf virtuelle Papier zu bringen und

Speaker:

Camilla: dann im Nachgang aus diesem Rohdiamant etwas richtig Gutes draus zu machen.

Speaker:

Theo: Jetzt hätte ich noch eine Frage und zwar, ich weiß nicht, ob das schon so klar

Speaker:

Theo: rausgekommen ist, aber was ich sehr auch bewundernswert finde,

Speaker:

Theo: Camilla, du nimmst ja deine Kleinste auch mit in die Meetings mit rein.

Speaker:

Theo: Also dann ist die bei dir und schläft die meiste Zeit, was ich so mitbekommen

Speaker:

Theo: habe, aber du nimmst die Kleine mit in das Geschäftsmeeting und ich finde das persönlich stark.

Speaker:

Theo: Also ich denke mir da so, ja man, genau so muss man es tun.

Speaker:

Theo: Aber auf der anderen Seite, zur Zeit der Promotion hattest du ja eben keine

Speaker:

Theo: Durchmischung, sondern du hast entweder promoviert oder dann Vollzeit gearbeitet.

Speaker:

Theo: Das Modell, das du heute fährst, ist ja diametral verschieden.

Speaker:

Theo: Und meine Frage ist, würdest du das wieder so machen, weil quasi das jetzt das

Speaker:

Theo: Ergebnis eines Erkenntnisprozesses ist von früher

Speaker:

Theo: oder jetzt retrospektiv vor allem im Hinblick auf junge Mütter,

Speaker:

Theo: die sich genau die gleiche Frage jetzt stellen. Wie mache ich das?

Speaker:

Theo: Ziehe ich eher eine Grenze oder gehe ich ganz bewusst in eine Vermischung rein?

Speaker:

Theo: Was wäre sozusagen dein Take? Wie würdest du das machen, wenn du nochmal vor

Speaker:

Theo: der Entscheidung stündest?

Speaker:

Camilla: Also ich weiß nicht, ob man das so machen muss, aber ich finde es toll,

Speaker:

Camilla: dass es die Möglichkeit gibt, das so zu machen. Also.

Speaker:

Camilla: Ich wiederhole eine Sache, was ich vorher zum Thema PhD gesagt habe,

Speaker:

Camilla: und zwar für mich der Kernpunkt ist die Motivation.

Speaker:

Camilla: Also wenn ich jetzt in den letzten zehn Monaten, ein Jahr, auch wenn ich noch

Speaker:

Camilla: keinen Kitaplatz hatte, trotzdem gearbeitet habe,

Speaker:

Camilla: und deswegen meine Kleine dann in die Meetings gebracht habe,

Speaker:

Camilla: ist, weil bei mir die Motivation da war.

Speaker:

Camilla: Also niemand hat mich gezwungen, sondern ich wollte das machen, weil ich,

Speaker:

Camilla: die Arbeit mir auch sehr viel Spaß macht, das muss man auch sagen.

Speaker:

Camilla: Und ich auch am Ball bleiben wollte.

Speaker:

Camilla: Wie gesagt, auch weil ich ein bisschen die Herausforderung mag.

Speaker:

Camilla: Das heißt, für mich, es beginnt alle mit Motivation.

Speaker:

Camilla: Und wenn das, also egal, ob es für eine Doktorarbeit oder für Arbeiten mit Kindern,

Speaker:

Camilla: wenn man noch keinen Betreuungsplatz hat, es kommt dasselbe raus. Man muss es wollen.

Speaker:

Camilla: Und dann finde ich, man findet Wege.

Speaker:

Camilla: Und klar, es ist nicht immer so einfach. Also du sagst, die Kleine schläfst meistens.

Speaker:

Camilla: Naja, ich versuche auch die Meetings so zu planen, wo ich weiß,

Speaker:

Camilla: dass sie vermutlich schlafen wird.

Speaker:

Camilla: Also man muss auch viel im Voraus planen, strukturieren.

Speaker:

Camilla: Und dann kommt es vielleicht trotzdem so raus, dass sie nicht schlafen möchte in diesem Zeitraum.

Speaker:

Camilla: Und dann muss man auch kreativer werden. Denn entweder einen Call verschieben oder.

Speaker:

Camilla: Ich habe auch viele Calls gemacht, wo ich am Boden sitze und mit der Kleinen

Speaker:

Camilla: spiele. Trotzdem kann ich zuhören und antworten.

Speaker:

Camilla: Also man muss es aber wollen. Und dann finde ich, dass man einen Weg,

Speaker:

Camilla: auch der Technologie, deswegen kann das gut funktionieren.

Speaker:

Theo: Und wenn wir jetzt mal an die andere Seite denken, diesen Podcast hören ja nicht

Speaker:

Theo: nur junge Eltern oder die, die es werden wollen, sondern vielleicht auch die

Speaker:

Theo: Kollegen von jungen Eltern.

Speaker:

Theo: Was würdest du denen mitgeben? Was sind einfache Dinge, die einem nicht viel

Speaker:

Theo: Aufwand bereiten, aber der Gegenseite, also wenn jemand gerade Frischkinder

Speaker:

Theo: hat, sehr viel helfen würden?

Speaker:

Camilla: Ja, ich glaube, erstmal keine Meeting nach 17 Uhr.

Speaker:

Camilla: Das.

Speaker:

Camilla: Ist schon mal nett. Also was ich sehr gut empfunden habe,

Speaker:

Camilla: mit den Kollegen, mit denen ich am engsten arbeite, die haben mich immer die,

Speaker:

Camilla: Zeit für die Meeting auswählen lassen.

Speaker:

Camilla: Ich sage, Camilla, wir wissen, auch wenn du gefühlt immer da bist,

Speaker:

Camilla: du bist nicht immer da, du arbeitest Teilzeit, du hast auch andere Sachen zu

Speaker:

Camilla: tun, sagst du uns, wann du telefonieren möchtest zu diesem Thema.

Speaker:

Camilla: Und das hilft sehr, weil dann kann ich die Termine da legen,

Speaker:

Camilla: wo ich weiß, das ist ein günstiger Zeitpunkt. Und das andere ist,

Speaker:

Camilla: die Sachen werden schon erledigt. Es gibt aber manchmal Tage, wo gar nichts geht, weil,

Speaker:

Camilla: die Kleine hat Fieber, Krank, Zähne, whatever.

Speaker:

Camilla: Und dann wird es danach gemacht. Also die Flexibilität muss man auch erlauben

Speaker:

Camilla: und einräumen. wenn man will, dass es klappt.

Speaker:

Camilla: Genau, das sind,

Speaker:

Camilla: die wichtigsten Punkte, würde ich sagen.

Speaker:

Theo: Jetzt hätte ich zum Abschluss noch eine Frage, Camilla. Der Podcast heißt ja Beyond AI.

Speaker:

Theo: Und jetzt mal angenommen, vielleicht so roundabout in zehn Jahren,

Speaker:

Theo: KI ist so selbstverständlich wie der Strom aus der Steckdose,

Speaker:

Theo: ist durchgespielt das Thema, die Prozesse, die sinnvollerweise mit KI unterstützt

Speaker:

Theo: werden, die sind automatisiert, ja, alles gut, alles etabliert.

Speaker:

Theo: Was ist so, wenn du mal in die Glaskugel blickst, das nächste große Ding,

Speaker:

Theo: das die Wirtschaftsprüfer-Community dann beschäftigen wird? Siehst du da schon

Speaker:

Theo: irgendwas am Horizont kommen?

Speaker:

Camilla: Ja, also ich sehe, wie wir in wenigen Jahren, ich sage es mal,

Speaker:

Camilla: eine Armee an Agenten steuern werden.

Speaker:

Camilla: Ich finde, die Rolle von den Kollegen wird sich ändern. Wir werden alle mehr

Speaker:

Camilla: Manager, Managerinnen, und wir werden dabei die KI steuern müssen.

Speaker:

Camilla: Weil das ist für mich auch heute wichtig.

Speaker:

Camilla: Also auch wenn ich heute sehr viel KI nutze und die KI immer besser wird,

Speaker:

Camilla: also wenn wir alleine schauen, was hat sich in drei Jahren getan, das ist wahnsinnig.

Speaker:

Camilla: Aber die KI muss immer noch kontrolliert werden, die muss eingeleitet werden.

Speaker:

Camilla: Und das sehe ich für die Zukunft auch für uns in dem Beruf, wie wir, sage ich mal, diese

Speaker:

Camilla: vielfältigen und ganz viele Agenten haben werden, die wir dann instruieren,

Speaker:

Camilla: hey, du machst das, du kümmerst dich das.

Speaker:

Camilla: Und unsere Rolle ist das Management, aber natürlich auch das Thinking,

Speaker:

Camilla: was dahinter steckt, zu machen.

Speaker:

Camilla: Weil, wie ich vorhin gesagt habe, dass die KI jetzt in fünf Steps eine Aufgabe

Speaker:

Camilla: erledigen kann, ist wunderbar. Aber ich muss mir erst mal Gedanken gemacht haben,

Speaker:

Camilla: welche sind die fünf Steps, die ich gerne bearbeitet hätte.

Speaker:

Camilla: Und welchen Output will ich, wie will ich diese Aufgabe erledigt haben, was dafür benötigt.

Speaker:

Camilla: Und da sehe ich noch eine große Rolle bei uns, bei den Menschen, zum Glück.

Speaker:

Camilla: Deswegen, das ist es, was ich mir vorstelle in unseren Branchen,

Speaker:

Camilla: wie es aussehen könnte, bald.

Speaker:

Theo: Vielen Dank, Camilla. Danke, dass du mir deine Zeit geschenkt hast.

Speaker:

Theo: War ein total spannendes Gespräch.

Speaker:

Camilla: Danke dir, Theo, dass ich hier sein durfte.

Speaker:

Theo: Bis zum nächsten Mal.

Speaker:

Camilla: Bis dann. Ciao.

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