Google hat am 8. September seine Ferienwohnungssuche im gesamten EWR abgeschaltet, ohne Vorlauf und ohne Übergangsfrist. Damit fällt der einzige Kanal weg, über den Gäste ohne Provision direkt beim Gastgeber landen konnten, während Airbnb und Booking genau nichts verlieren. Was dahintersteckt, wer wirklich davon profitiert und was das für eure Kurzzeitvermietung heißt, klären wir in dieser Folge.
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Unbekannt
Google hat gestern in ganz Europa seine Ferienwohnung Suche abgeschaltet. Kein Vorlauf, keine Übergangsfrist für euch als Gastgeber einfach weg. Und der CEO von Home to Go hat sich auf LinkedIn öffentlich darüber gefreut. In dieser Folge erkläre ich euch, was genau passiert ist, warum die EU dahinter steckt, wer davon richtig profitiert und was das für euch als Kurzzeitvermieter in Deutschland konkret bedeutet.
::Unbekannt
Was ist passiert? Seit dem 8. September zeigt Google seinen Nutzern in der gesamten EU kein eigenes Ferienwohnung Suchmodul mehr an, was bisher ging. Ihr habt bei Google nach einer Unterkunft gesucht, konntet Preise, Verfügbarkeiten und Fotos direkt vergleichen und wurde dann auf die Buchungsseite des Gastgebers weitergeleitet, ohne dass Google dafür eine Provision genommen hat. Das war für viele von uns ein stiller, aber echter direkt Buchungskanal.
::Unbekannt
Keine Erbin fifi keine Booking Fee einfach Gast zu Gastgeber. Seit gestern weg. Google Maps und die Hotelsuche auf Google. Com Hotels laufen zwar weiter. Nur das große prominente VergleichSmodul in der normalen Googlesuche ist für die EU Nutzer verschwunden. Warum macht Google das überhaupt? Kurz zurück im Juli hat die EU Kommission Google mit einer insgesamt 890 Millionen € Strafe belegt.
::Unbekannt
Die erste Strafe überhaupt unter dem neuen Digital Market Act, kurz DMA, aufgeteilt in zwei Teile, einmal 460 Millionen €. Weil Google eigene Dienste unter anderem in der Reisesuche angeblich bevorzugt dargestellt hat. Und nochmal 430 Millionen € wegen Einschränkungen für App Entwickler im Play Store. Google hatte jetzt 60 Tage Zeit, um nachzuweisen, dass sie sich an die Vorgaben halten. Deadline ungefähr ein und 20. September.
::Unbekannt
Und bei Nichteinhaltung drohen laufende Strafzahlungen von bis zu 5 % des weltweiten Tagesumsatzes. Das ist natürlich kein Betrag, den sich auch ein Konzern wie Google einfach leisten will. Statt die Ferienwohnung Suche konform umzubauen, hat sich Google erstmal kurzerhand entschieden Alles ganz raus. Schneller, Sicherer. Aber für uns als Vermieter eben mit sofortiger Wirkung. Und jetzt stellt sich mir natürlich und hoffentlich auch euch die Frage Wer profitiert wirklich?
::Unbekannt
Und was steckt hinter dem Slogan Fairer Wettbewerb? Und jetzt kommt damit natürlich auch der Teil, der mich am meisten beschäftigt. Patrick, der CEO von Home to Go, einem der größten Vermittlungsportale für Ferienwohnungen in Europa, hat die Entscheidung öffentlich auf LinkedIn gefeiert. Sein Zitat Ein Silver Lining for a faire competition ein Silberstreif für fairen Wettbewerb. Bevor ich das Einordne ein wichtiger Faktor in den meisten Artikeln dazu komplett fehlt.
::Unbekannt
ck. Home to Go hat sich schon: ::Unbekannt
Das heißt, was diese Woche passiert ist, ist nicht eine faire Entscheidung, die zufällig auch Home to go nützt, sondern das ist der Erfolg eines sechs Jahre laufenden eigenen Lobbyvorhabens. Macht das Patrick automatisch unglaubwürdig? Nein, auf keinen Fall. Aber es macht ihn zu etwas anderem als einer neutralen Stimme. Er ist Wettbewerber, nicht Schiedsrichter. Und hier ist der Punkt, der für mich der eigentliche Knackpunkt ist Home to go verdient sein Geld über Vermittlung und Provision.
::Unbekannt
Inzwischen macht allein das B2B Geschäft rund 2/3 ihres Umsatzes aus. Ein kostenloses Google Tool, über das Gäste direkt beim Gastbieter landen, beim Gastgeber landen konnten, ohne dass irgendjemand Provision kassiert, war natürlich strukturell nicht nur Konkurrenz für Google, das war auch direkte Konkurrenz für Home to go eigenes Geschäftsmodell. Wenn der einzige provisionsfrei Vergleich skanal wegfällt, landet die Nachfrage zwangsläufig wieder bei Anbietern, die von Provisionen leben.
::Unbekannt
Und Home to go ist gerade mit über 70 % Umsatzwachstum im ersten Halbjahr nach der Interhome Übernahme genau in Rückenwind Position. Also die ehrliche Frage an Patricks Aussage Fair wofür und fair für wen? Fair im Sinne von Wettbewerb zwischen Suchplattformen. Das ist die offizielle Lesart und rechtlich hat dem zugestimmt. Aber fair für uns als Gastgeber, die dadurch wieder mehr Provision zahlen müssen?
::Unbekannt
Das ist eine andere Frage. Und die beantwortet auch Patricks Post nicht, weil sie ihm nicht in den Kram passt. B und Booking verlieren durch diese Änderung übrigens auch überhaupt nichts. Deren Provision von 15 bis 20 % bleiben genau dort, wo sie sind. Nur die Alternative dazu ist gerade kleiner geworden. Was Google selbst dazu sagt und warum die Rechtslage tatsächlich strittig ist.
::Unbekannt
Fairerweise. Google selbst sieht das komplett anders. Der zuständige Google Manager nennt das den größten Qualitätsverlust in der 29-jährigen Geschichte der Googlesuche und sagt, die Änderungen würden am Ende vor allem Vermittler nutzen, nicht lokalen Anbietern oder Reisenden. Google beruft sich damit aber auf eigene Zahlen, wonach frühere dmaAnpassungen den direkt Buchungs Traffic bereits um rund 30 % gesenkt haben sollen. Zur Einordnung Diese Zahl ist allerdings nicht abhängig.
::Unbekannt
e beide Seiten es darstellen.: ::Unbekannt
ellstrafen kassiert, darunter: ::Unbekannt
Wegen genau demselben Vorwurf im Google Google Shopping Fall. Da gibt es durchaus Vorgeschichte an echter Selbst Bevorzugung. Aber es zeigt Die Wahrheit liegt vermutlich nicht komplett bei einer Seite. Google lässt außerdem durchblicken, dass sie das Feature gerne konform zurückbringen wollen. Ob und wann das passiert, bleibt offen. Erfahrungsgemäß dauern solche Verhandlungen mit der aber eher Monate als Wochen. Was das für euch konkret bedeutet?
::Unbekannt
Also was tut ihr jetzt? Erstens natürlich erstmal keine Panik, aber ignoriert das auch nicht, wenn Google bei euch ohnehin nie ein relevanter Buchungskanal war, ändert sich für euch logischerweise praktisch nichts. Zweitens Google Maps optimieren, das ist jetzt der Kanal, der von der Änderung nicht betroffen ist. Wer sein Google Unternehmensprofil bzw seinen Maps Eintrag sauber gepflegt hat, verliert hier praktisch gar nichts.
::Unbekannt
Und drittens, und das ist mein eigentlich stärkster Punkt wer noch keine eigene Buchungsseite und keinen eigenen Kanal zu Stammgästen aufgebaut hat, sollte das jetzt ernsthaft angehen. Nicht aus Panik, sondern weil diese Woche wieder gezeigt hat, wie schnell ein kompletter Kanal Regulatorisch wegbrechen kann, ohne dass ihr als Vermieter auch nur einmal gefragt werdet. Kommen wir zu meiner Einordnung. Ich will das nicht dramatisieren.
::Unbekannt
Google war für die meisten von uns in Deutschland kein Haupt Buchungskanal. Dafür war es hierzulande einfach nicht groß genug etabliert. Aber die Mechanik dahinter ist der eigentliche Lernpunkt. Was diese Woche wirklich passiert ist zwei Milliardenschwere Unternehmen Google auf der einen, Home to go und die anderen Vermittler auf der anderen Seite streiten seit sechs Jahren darüber, wer welchen Anteil an der Reisesuche bekommt.
::Unbekannt
Beide behaupten, das im Sinne von fairen Wettbewerb und Nutzererfahrung zu tun. Beide verdienen direkt daran, wie diese Entscheidung ausgeht. Das ist kein Vorwurf, das ist einfach, wie der Markt funktioniert. Aber es bedeutet automatisch auch wenn Patrick von Fair Competition spricht, ist das die Position eines Wettbewerbers mit eigenem Geschäftsmodell im Rücken, nicht die eines neutralen Schiedsrichters. Genauso wenig wie neutral wie die wie Googles Klage über Qualitätsverlust.
::Unbekannt
Wer am Ende zwischen diesen beiden Fronten steht, ohne selbst am Tisch zu sitzen, sind wir die Gastgeber. Diese Woche war es ein struktureller Gewinn für die großen Vermittler. Nicht weil sie im Recht sind, sondern weil sie am längeren Hebel sitzen. Wer sein Geschäft nicht auf einem einzigen aufbaut, den trifft sowas nur am Rande. Genau da will ich natürlich auch mit diesem Podcast mit euch allen hin.
::Unbekannt
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