In dieser Folge spreche ich mit Franziska Germann und Matias M. Musmacher über Lernen in Organisationen – und warum es dort so oft scheitert, obwohl sich eigentlich alle einig sind, dass Lernen wichtig ist.
Die beiden nehmen mich mit in ein Projekt aus einem großen Konzern im Customer Service. Fünfstellige Mitarbeiterzahlen, hoher Produktivitätsdruck, neue Produkte, neue Anforderungen – und ein Lernsystem, das zu langsam ist. Wir sprechen darüber, warum Lernen im Alltag oft das Erste ist, was gestrichen wird, wie Haltung und Struktur sich gegenseitig blockieren und warum theoretische Bekenntnisse zu Lernen wenig wert sind, wenn Prozesse dagegenarbeiten.
Es geht um Nugget-Lernen statt Schulung auf Halde, um Lernbedarfe, die im Moment der Arbeit entstehen, und um die Frage, wie man Lernen näher an den echten Bedarf bringt. Wir reden über Lernversprechen, Zeitcodes, Schichtplanung, Schattenschulungen und darüber, was passiert, wenn Organisationen sich im Schatten selbst helfen, weil die offiziellen Wege zu träge sind.
Außerdem schauen wir auf den sinnvollen Einsatz von KI: als Lernbeschleuniger, als Coaching-Unterstützung und als Werkzeug, um Lernlücken präziser zu erkennen – nicht als Selbstzweck, sondern immer mit Blick auf Wirkung. Denn am Ende zählt nicht, wie viel gelernt wird, sondern ob es Kompetenzen aufbaut, die Kunden zufriedener machen und Organisationen beweglicher.
Diese Folge ist eine Einladung, ehrlich hinzuschauen: Wie lernt eure Organisation wirklich – und was steht dem im Weg?
Viel spaß beim hören.
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So erreicht Ihr Franziska Germann:
LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/525888174/
Homepage: https://i-b-partner.com/
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So erreicht Ihr Matias M. Musmacher:
LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/matias-musmacher-48235b1/
Homepage: https://www.odonovan.de/
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Und so erreicht Ihr mich:
Homepage: https://www.odonovan.de/veraenderungsstabil
Da gab es einen schönen Begriff Schattenschulung, weil genau der Prozess zu lange
war, um schnell irgendwie die Sachen in die Mannschaft zu kriegen. Und das fand ich
immer ein ganz schöner Begriff dafür.
Hallo und herzlich Willkommen da draußen zu einer weiteren Episode des Podcasts
"Vänderungsstabil". In diesem Podcast gucken wir uns an, was Organisationen, Systeme,
Führungskräfte, Menschen, Führungskräfte sind Menschen, für die die es vergessen haben
und Teams denn eigentlich drauf haben sollten, um in dieser wilden Welt nicht nur
nicht unterzugehen, sondern auch in dauerhaft gesund und erfolgreich wirtschaften zu
können. Die Veränderungsstabilität hat ein paar Unterdimensionen und eine davon ist
ganz lapidar die Fähigkeiten zu lernen. Aber wir wissen alle, wenn organizations learn
and then is it on a moment not more so trivial because then come very aspects in
and a great organization to name and to say the art how we here learn,
the might we might be over -arbate and they must we more better make and they make
it for many years and now and now there's better better than this is an important
thing. I have two guests here, the Franz E. German and the Matthias Moose -macher,
the together a project have, and it's a great project by a great customer. We can
the people not know, and we will have in the meeting, and you will get this make,
because always when we the customer say, then there Dave will that outpipsen that
you the customer name not heard. We're going about this project read and about how
the both, the art to learn in a specific context Kontext eines Konzerns
revolutioniert haben oder ob sie es überhaupt geschafft haben, zumindest war der
Ansatz, der erste Auftrag revolutioniert disruptet mal die Art, wie wir lernen.
Herzlich willkommen bei Veränderungsstabil, liebe Franzi und lieber Matthias. Hi Horga,
vielen Dank für die Einladung. Vielen Dank, dass ich da sein darf. Stellt euch doch
erst mal ganz kurz vor. Ich weiß von euch beiden, ihr seid Kaufleute, habt BWL Und
ihr seid Unternehmensberater. Franzi, holen Sie uns mal kurz ab. Genau. Ja, also ich
bin seit sechs Jahren in der Unternehmensberatung ist Counter -Business Partner als
Beraterin unterwegs und bin ja schon auf diversen Projekten eingesetzt worden. Ganz
viel war tatsächlich immer im Projektmanagement und da in unterschiedlichsten Bereichen
sei es irgendwie Customer Service, Customer Relationship Management. Ich war auch schon
im Glasfaserunternehmen und habe mich da eher mit dem Ausbau beschäftigt. Also sehr,
sehr viel gesehen, genau das, was man, glaube ich, auch aus Unternehmensberatung sich
erwartet und freue mich heute ein bisschen Einblicke zu geben, was sich im Bereich
Learning und Development mir anschauen durfte. Hab ich eine Fahne im Vorgarten, für
die du verantwortlich bist? Vielleicht.
Wir haben große Hoffnung in diese Fahne. Mal gucken, ob sie kommen. So, Matthias.
Ja, Matthias Mussmacher. Was gibt es über mich zu erzählen? Ich glaube, ich möchte
immer gerne sagen, meine große Passion ist, dass wir in Dortmund kommen.
und dass dafür im Hintergrund in der Struktur, in der Technik, in der Organisation
alles getan wird, um möglichst guten Kunden Service anzubieten. Das ist mein Ziel.
Wenn ich das nicht tue, dann shoppe ich relativ viel und neue interessante Dinge
kennenzulernen. Das tut aber heute glaube ich nichts zur Sache. Und ich habe zwei
Söhne mit deren Geschichten, ich immer alle Menschen nervig habe. Das stimmt. Erzähl
mal was über das Projekt. Was war denn der Auftrag? Wie kam es denn zu dem
Projekt, dass ihr beiden dann federführend machen durftet. Wir haben das Projekt
bekommen mit dem Auftrag einmal uns die Lernorganisation in einem großen Unternehmen
anzuschauen. Also erstmal zu sagen, wie geht es uns, wie sind wir aufgestellt, auch
im Vergleich zum Wettbewerb. Das heißt auch einmal zu gucken, was sind da die Trends
aktueller Markt, was müssen wir vielleicht auch tun, um wettbewerbsfähig zu bleiben,
also auch so einen Blick in die Zukunft, wo wird lernen und Entwicklung in fünf bis
zehn Jahren sein und haben da gesagt okay wie wollen wir erstmal da rangehen und zu
sagen wir machen eine Bestandsaufnahme in dem Unternehmen gucken auch was gibt's
aktuell am Wettbewerb legen das gegenüber zu dem wo der Trend hingeht und entwickeln
zusammen mit der Organisation ein Ziel also wo wollen wir denn gesamtheitlich und hin
entwickeln nur weil es vielleicht ein Trend gibt heißt das ja nicht dass wir diesen
Trend auch folgen wollen, sondern jede Organisation hat ja bestimmte Voraussetzungen,
die sie mitbringt. Und deswegen muss man natürlich auch gucken, dass das aufeinander
passt. Und unser Ziel war es dann, mit diesem Unternehmen eben ein Zielbild auch zu
malen, eine Art Vision, um dann zu sagen, wie kriegen wir die nächsten Schritte
gemanagt, um uns dahin zu entwickeln. Und das war sozusagen der Aussatzpunkt oder der
Aufsatzpunkt, weil das Unternehmen gesagt hat, oh, wir glauben aktuell, wir verlieren
so ein bisschen den Vorsprung zu den anderen Wettbewerbern. Wir sind schon ganz gut,
aber sie glaubten der Vorsprung mit kleiner. Das war sozusagen unser Punkt, an dem
wir dann ins Unternehmen sind und haben das Projekt gestartet haben. Was denn
spezifisches lernen oder ein spezifisches Teil des Konzerns? Weil ich mir jetzt, weiß
ich nicht, BMW oder Volkswagen angucken, die beiden waren es nicht. Dann haben die
ja verschiedenste Job -Rollen und Job -Profile, die auch teilweise ganz unterschiedlich
arbeiten und unterschiedlich lernen müssen. Also so ein Dreher beim BMW muss ja
anders lernen als eine Kontroller sind oder jemand in der Azubi betreuung. Also es
ging da um den Customer Service, das ist ein Unternehmen mit einer relativ großen
Customer Service Abteilung. Ich glaube, fünfstellig sind sie deutlich und deswegen ist
natürlich die Aufgabe schon, wenn man sagt, ich möchte jetzt mal fünfstellig Menschen
schulen, ist eine große Aufgabe und die müssen natürlich auch eine gewisse Qualität
ja dann mitbringen. Nach so einer sich ja zu stellen, hat uns schon auch vorher
eine Ausordnung gestellt.
Hey, kurze Durchsage. Wenn euch Veränderung stabil gefällt, dann nehmt euch doch mal
kurz Zeit und gebt dem Podcast eine Bewertung auf dem Streaming -Dienst, mit dem ihr
gerade hört. Das hilft uns enorm, weil dann noch mehr Menschen im Podcast entdecken
können und so können wir die Community weiter wachsen lassen. Vielen Dank fürs
unterstützen, vielen Dank fürs Zuhören und jetzt geht's weiter mit der Episode. Also
Cast on the Service, das ist ja noch der Grund, warum der Matthias da als CX
Schlachtschiff unterwegs war. könnt ihr da denn mal direkt drauf eingehen, ihr sagt,
wir gucken uns Trends an, wir gucken uns an, was der Wettbewerb kann und erstellen
dann erstmal ein typisches Unternehmensberaterzeug, so eine Gap -Analyse irgendwie, wie
sollte das denn hier laufen und wie läuft es denn im Moment? Was sind denn so die
spezifischen Anforderungen an Lernen im Kontext von Kundenservice, im Kontext von
Kundenglücklich machen? Ich gucke mal Richtung Matthias. Ich glaube, das Besondere an
der Stelle war tatsächlich, dass wir die Herausforderungen hatten in dem Spannungszelt
zwischen hoher Produktivität, also Erreichbarkeit, Qualität vor Kunde und gleichzeitig
aber auch der Chance dann zu lernen, wenn ich merke, ich habe Lücken, ich muss
lernen, Lücken schließen zu arbeiten. Also diese Frage, wie schnell und wie einfach
kann ich lernen? Das ist im Kundenservice, der relativ direkt Antworten und Feedback
vom Kunden bekommt, ob das gerade gut oder schlecht ist. Das ist was Besonderes. Wir
haben jetzt not things for we a year long we have things that we're things that
quickly and we're going to better to better to improve or the product to improve or
the client's to get riddenly to start. I have for years ago a analysis there was I
did it about the IBM. There was an air shoring offshoreing or whatever so anywhere.
So somewhere NATO Osterverververteron where set we're our call center in and that
once was that an absolute Argument war, wie gut werden denn die Agenten ausgebildet?
Also, um Agenten zu kriegen, war es ein totales Alleinstellungsmerkmal. Ihr werdet bei
uns gut ausgebildet. Teilweise aber herwertierte das dann, dass man gesagt hat, wir
müssen aufpassen, weil wenn wir die besten Ausbilder sind, dann kommen die alle zu
uns, drehen dann ja, um sich ausbilden zu lassen und geht dann in einen anderen
Callcenter, der mehr bezahlt, weil er selbst die Ausbildung nicht macht. Sind es so
Faktoren, musstet ihr die auch bedenken? War das relevant? Also, in unserem Projekt
nicht direkt, weil wir eher einen Schritt weiter vorne angesetzt haben. Als wir haben
auch gesagt, gerade dieser erste Schritt "Onboarding Recruiting" klammern wir aus, für
uns geht es darum, Plansmitarbeiter den Lernkreislauf zu verbessern. Und deswegen war
das von uns von vornherein ausgerüstet, weil da kann man, glaube ich, nochmal ein
gesunderes Projekt zu machen, weil genau solche Themen kommen dann ja eben auch
nochmal dazu. Okay, das heißt, es geht also um Bestandsmitarbeiter, die sind am
Arbeiten. Genau. Wir sind in einem Feld unterwegs, wo es jetzt weniger wahrscheinlich
möglich ist, zu sagen prima geht.
Wir haben es irgendwie objektiv messen. Das ist eine gute Frage.
Wie habt ihr denn erfasst, wie es aktuell läuft? In erster Linie haben wir
eigentlich qualitativ gewinnt Schmack. Das muss man sagen, weil wir auch gesagt haben,
quantitative Aussagen sind da schwierig zu treffen. Wir haben in dem Unternehmen, in
dem wir waren, sehr, sehr viele Interviews gefühlt. Ich glaube, es waren 80 bis 90
Interviews, die wir geführt haben mit unterschiedlichsten Bereichen, um auch das Thema
Lernen einmal von allen Seiten zu beleuchten. Wir haben auch mit Mitarbeitern
gesprochen, die in solchen Schulungen teilnehmen und zu gucken, wie kommt es dann
auch bei denen an und haben auch qualitative Interviews dann mit dem Wettbewerb
geführt und zu sagen, okay, es sind da Themen, wo es Überschneidungen gibt, gibt es
da Themen, wo unser Kunde gesagt hat, aber da haben wir noch ein Paypoint und der
Wettbewerber sagt, aber wir haben da schon eine Lösung für. Es war eher so eine
Aufzeigen von Best Practices an der einen oder anderen Stelle, von daher großer Fokus
einfach auf qualitative Analyse und weniger auf das Quantitative. Und was kam dabei
raus? Dabei kam raus, dass unser Kunde eigentlich noch ganz gut aufgestellt ist. Der
Abstand wird kleiner tatsächlich zu den Wettbewerbern und es gab schon ein paar
Dimensionen, wo wir auch sagen konnten, da gibt es Best Practices am Markt, die
macht ihr noch nicht. Also ein Beispiel, was ich immer teilen kann, ist das Konzept
von "Learn & Earn". Also Lernen zu belohnen, weil bei dem Kunden, bei dem wir
waren, war häufig noch verankert. Wenn ich lerne, dann bin ich nicht produktiv. Und
wenn gerade die Hotline brennt, dann sind die Lernanheiten das Erste, was stirbt. Und
da einfach zu sagen, hey, wir geben Lernen einfach einen anderen Anreiz und
etablieren das einfach auch in der Haltung der gesamten Organisation. War eines der
Benchmarks, was wir mitbringen konnten, weil das bei anderen Wettbewerbern schon gar
ungebe ist, zu sagen, hey, wenn du lernst, dann kannst du dir vielleicht deine
Schichtplanung aussuchen, weil das ist so ein Thema, was im Customer Service auch
zieht. Also es ist jetzt nicht so, du kriegst dann im bestimmten Betrag x oder so
zusätzlich zu deinem Gehalt. Das ist nicht, sondern da muss man gucken, dass man
andere Anreize setzen kann. Sehr schön. Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, keine
Viertelstunde in einer Veränderungsstabiler Episode und wir haben das erste Mal das
Wort "Haltung" gehört. Das ist ja ein bisschen zweischneidig. Wenn wir einmal die
Haltung derjenigen, die lernen, sollen, wollen, sollen, sollen, wollen, müssen und Dann
haben wir ja irgendwie die Haltung der Kultur und des Gesamtsystems, der vorgesetzt
und so was. Das heißt, das war auch durchaus etwas, was hier in dem Projekt angehen
musste, um die Lernperformance zu verändern. Wir mussten es zumindest einmal
transparent machen. Also, wir haben dieses Projekt angesetzt, ich glaube auf ungefähr
drei Monate erstmal, weil Ziel war nach diesen drei Monaten, wir haben ein Konzept,
wir wissen, wo sind die Lücken, wir wissen, wo wollen wir hin. Das Thema Haltung
Und wie kriege ich das mit Change Management alles in die Organisation getragen? Das
ist ja ein viel größeres Thema, was dann im Nachgang auch stattfindet. Aber für uns
war es erst mal wichtig zu sagen, hey, ihr habt hier ein Thema. Das ist vielen
Mitarbeiter bewusst. Das ist in vielen Abteilungen auch ein Thema gewesen. Und zu
sagen, ohne wenn ihr das Thema nicht angeht, dann wird es auch schwer, nachhaltig
irgendwie lernen, mehr an den Fokus zurück. Also, ich gehe davon aus, ihr habt das
dann dem Management transportiert. Du sagst, wir haben uns jetzt hier das drei Monate
lang angeguckt. Wir haben Interviews geführt. Wir sind ein paar Ideen, was wir machen
könnten, aber wir müssen mal an eure Haltung ran, wie ihr über Lernen denkt. Wie
war denn die Reaktion? Also ich glaube, Ihnen war das schon auch bewusst, aber das
nachher zu operationalisieren. Also wie kriegen wir das denn hin, dass im kleinen,
beispielsweise im Customer Service, wenn man nicht produktiv ist, dann gibt es so
genannte, ich weiß gar nicht mehr, wie die heißen, so Codes, die man eingibt. Und
es gab keinen Code für Lernen, sondern man hat den Code benutzt für
drüber gibt. Aber wie schnell dann auch diese Maßnahme gezogen wird, die Hotline
trennt, wir streichen alle Learnings. Das glaube ich war dann doch nicht so
transparent. Aber Matthias ergänzt gerne du auch noch mal. Du warst da vielleicht
noch ein bisschen näher dran. Also auf der Ebene der Mitarbeiter hatten wir zwei
ganz interessante Haltungen. Die eine ist, ich weiß so was meine Kunden wollen, ich
muss nichts mehr lernen. Die lernen Verweigerer, die sich nicht aus der Komfortzone
bewegen wollten. Das waren aber möglicherweise wenige. Das andere waren die mit "Ich
bekomme ja nicht das, was ich brauche, um mich zu verbessern, um zu lernen". Und
das waren die, auf die wir uns konzentriert haben. Und wir hatten tatsächlich einen
recht spaßigen Austausch am Ende zu dem, was gerade Franzi gesagt hat. Wir hatten
also Menschen in der Bereichszeitung, die gesagt haben, ich sage ja nie Trainings ab.
Zeigt mir mal, dass ich Trainings abgesagt habe. Und wir konnten sie ihm zeigen. Wir
hatten die Statistik, um zu zeigen, in deinem Bereich sind x % der Trainings zwei
Tage vorher abgesagt worden und y % sind im Training gekänzelt worden,
weil ihr operative Probleme hattet. Das war etwas konfrontativ, aber hat die Haltung
durchaus geändert von "Ich behaupte doch, dass Lernen wichtig ist", zum "Oh ja,
Lernen ist wichtig". Und wir konnten eben auch durchaus zeigen, dass wenn Mitarbeiter
die Chance haben zu lernen, sie auch in den KPI's, für das Unternehmen relevant
sind, so was wie Erstlösungsquote, Abselling, Cross -Selling oder Kundenzufriedenheit,
dass dann die auch hochgehen, ob das eine Änderung der Haltung ist, eine Auswirkung
des Trainings oder von 5 .000 anderen Dingen. Also, WoodCost war beliebig kompliziert,
aber zumindest konnten wir Effekte zeigen und haben sie uns zumindest zu Nutze
gemacht, dass es diese Effekte gab. Und das hat auch den Führungskräften so als Art
Leuchtturm gezeigt, wenn wir unsere Haltung gegenüber Training ändern, dann erhalten
wir auch bessere Ergebnisse von den Mitarbeitenden und das zahlt auf unseren eigenen
Karriereweg rein. Ich will es auch nochmal ganz dicken unterstreichen, was die Franzi
eben gesagt hat, weil sie ganz wundervoll diese Wechselwirkung zwischen der weichen
Haltung und einer harten Struktur darstellt. Einerseits, wir hätten gerne eine andere
Haltung, aber wir brauchen halt ein Kot in der Zeiterfassung, weil ansonsten ihr
sollt mal Lernen gut finden, aber ihr dürfen Lernaufwände halt nicht als Arbeitszeit
verbuchen. Da sehen wir, wo Strukturen und Haltung aufeinander prallen und wo es dann
auch ganz schnell aufhört, zu sagen. Die Matrosen lassen immer alle den Kopf hängen.
Ja gut, aber dahinten ist auch ein Loch im Schiff. Ja, aber lass doch mal den Kopf
nicht so hängen. Ihr macht doch mal das Loch im Schiff zu. Ich glaube, was da noch
ganz gut auch noch mal so ein Beispiel ist für welchen Stellenwert hat Lern, weil
das ganze Thema wie schnell bekomme ich denn eigentlich eine Lernplattform zur
Verfügung gestellt, wenn ich ein Lernbedarf habe. Und da Schon so der Zeitraum von
ich glaube drei Monaten war uns knapp. Die es gedauert hat zwischen mein Mitarbeiter
hat hier einen Lernbedarf und jetzt ist das Learning da und du kannst das machen.
Und da zeigt es ja auch schon, hey, es gibt einen hohen Stellenwert, aber es dauert
einfach unfassbar lange, bis ich diese Lernöcke geschlossen bekomme mit den aktuellen
Prozessen. Und auch das wichtigste Ding für, glaube ich, für die, die zuhören, wir
werden so zwischen den Jahren rauskommen. Da sind die ruhigen Zeiten, da kann man
ein bisschen reflektieren. Da kann man als Führungskraft oder als Personal erreden
oder so mal drüber nachdenken, was wir im nächsten Jahr anders machen will. Und das
kommt in solchen Projekten auch immer wieder hoch. Dieses "theoretisch" bin ich voll
positiv gegenüber so was wir lernen eingestellt. Aber wenn mir mal jemand den Spiegel
vorhält, praktisch lebe ich vor, dass ich halt doch mal kurzfristig Schulungen absage
oder halt doch mal sage, ja, ja, grundsätzlich will ich so lernen, aber wir lernen
sich total toll. Aber muss man vier Monate plus warten, bis das System dafür da
ist, wo man dann auch sagt, die theoretischen Bekenntnisse und das, was tatsächlich
vorgelebt wird oder gelebt wird, geht dann da auch mal auseinander. Muss man sich
ein bisschen mit seinem Selbstbild und mit dem tatsächlich gelebten auseinandersetzen.
Genau, was wir bei dem Kunden versucht haben, ist, näher an den Moment des Bedarfs
des Lernen zu kommen. Also wir haben nicht über Learning und Demand gesprochen, aber
wir haben am Ende schon ein Lernversprechen gehabt, wo die Führung den Mitarbeitenden
garantiert, wenn du zu mir kommst und glaubhaft sagst, ich habe
gerne was lernen oder muss ihr das lernen, dann gibt es so eine Art internes
Serviceversprechen. Innerhalb von vier Wochen kriegst du alles zur Verfügung gestellt,
damit du es dir drauf schaffen kannst. Erzählt weiter, was ihr konkret vorgeschlagen
habt. Du kriegst nicht alles, was du möchtest. Es muss schon zum Kraftzweck des
Unternehmens passen. Wir haben schon, dass was man lernen kann, stärker eingeschränkt
und das auch im Learning Management System so hinterlegt. Nur weil jemand schon immer
mal Projektmanagement -Fähigkeiten haben wollte, wenn er die für seine
Stellenbeschreibung und für seine aktuelle Entwicklung nicht braucht, dann gibt es das
trotzdem nicht. Wusste ich, war das eine Diskussion oder war das irgendwie bei euch
im Projekt sehr schnell Einigkeit? Weil ich kenne diese Diskussionen aus so IT -Nerd
-Organisationen, wo es durchaus auch mal den Trend gibt zu sagen, was auch immer du
lernen willst, reglementieren wir nicht, weil was auch immer dich interessiert, darin
wirst du gut werden. Aber da reden wir jetzt von hoch bezahlten Programmierer Jobs
oder so was, wo man ein bisschen mehr Freiheiten hat als in einem Agent -Job. Also
war die Einschränkung, habt ihr darüber diskutiert im Projekt, auch mit dem Kunden,
oder war das von vornherein irgendwie allen klar, die darf gelernt werden, aber nur
alles was im Korridor der Jobbeschreibung ist? Also ich glaube, uns als Beratern war
das klar, aber den Führungskräften war es wichtig, dieses vielleicht Misstrauen
gegenüber den Mitarbeitenden nochmal auszusprechen, dass die ja sonst ihre Zeit in
Lerneinheiten umhängend statt produktiv zu arbeiten. Deswegen war es im Zuge der
Veränderung, der Transformation wichtig, das schon nochmal explizit zu sagen. Das ist
unnötig, aber es war nicht meiner Welt, sondern die Welt, das Kunden, in der wir
beraten haben. Ja, das ist auch wichtig. Auch das haben wir ja oft, sehen wir in
Konzernen, da ist ein bisschen grundlegendes Misstrauen, auch gerade über Schichten
hinweg. Hier ist ein Thema, wie kriege ich dann eigentlich ein Lernenvironment
aufgebaut, wenn dann Grundmisstrauen in beide Richtung unterwegs ist. Ich glaube das
Beispiel, was wir immer hatten, wofür wir nicht da sind, ist Töpfan in der Toskana.
Also das war immer das Beispiel zu sagen, für Töpfan in der Toskana wird es keinen
Ehrenformat geben. Wobei es da für Bildungsurlaub gibt, aber das ist ein anderes
Thema. Das bestellst du aber nicht über das LMS hier im System oder das hat andere
Prozesse, aber ja du hast recht, Bildungsurlaub, da gibt es dort auch, und auf der
Seite muss man auch sagen, was wir auch gesehen haben, ist das Bildung in der
Anzahl pro Tage, pro Jahr erstmal pro Formar in dem Unternehmen per
Betriebsvereinbarung reglementiert war. Wie viel Training bekomme ich denn überhaupt?
Und auch das war etwas, was wir aufgebrochen haben, indem wir auch in Zahlen
beweisen konnten, dass das Geschäftmodell einfach teilweise nicht funktioniert. Wenn man
neue Produkteinführungen hat, dann muss man halt so lange schulen, bis das Zeug sitzt
und nicht so lange wie die Betriebsvereinbarung sagt, wie ich schulen darf. Auf der
anderen Seite, wenn ich Tage vereinbart habe und keinen Zeitcode habe, um zu
kodieren, ich habe gerade gelernt, ist es auch schwierig, soll und ist, Abgleiche zu
fahren. Das ist aber sehr spannend mit der Produkteinführung. Das heißt, man muss
sich ja auch im Grunde genommen angucken, also man lernt ja nicht um das
Lernenwillens, das ist ja auch so eine Falle, in die man reintippen kann. So wir
lernen, damit wir 10 Stunden im Jahr gelernt haben, aber das ist ja eigentlich Käse,
sondern wir lernen ja, um eine Kompetenz herzustellen. Und wenn du jetzt sagst, da
ist eine neue Produkteinführung, Dann ist dieses Lernen halt auch erst abgeschlossen,
wenn ein signifikanter Anteil der Belegschaft ein signifikantes Wissen über dieses neue
Produkt hat, damit wir halt viel Erstlösungskoten und so ein Kram haben, oder? War
das eine Denke, die da schon war oder habt ihr die eingeführt? Also wir haben sie
transparent wieder gemacht. Wir haben den sogenannten Mitarbeiterzentrierten Kreislauf
des Lernens aufgestellt zusammen dem Projekt und das ist nämlich ganz schön, was du
gerade gesagt hast, ich finde das ein Gedankenkram immer durchgegangen. Das passt
eigentlich ganz gut, weil wir sind immer gestartet mit der Kompetenz.
für alle Mitarbeiter jederzeit alle Lernbedarfe irgendwie zur Verfügung stellen und die
stellen, sondern wir müssen gucken, was hat gerade vielleicht auch den höchsten
Business Impact, um dann zu sagen, wir nutzen unsere Kapazitäten, um entsprechende
Lerninhalte zu produzieren für die Lernbedarfe. Die werden dann durchgeführt,
sei es ein Webinar oder ein Side -to -Side oder ein Workshop, und dann zu sagen,
so wie kriegen wir das jetzt auch gemessen, hat das was gebracht diese Schulung,
weil nur weil ich in der Schulung drin war, heißt es ja noch lange nicht, dass ich
was mitgenommen habe. Und das führt uns dann wiederum zum Anfang. Das heißt, habe
ich die Kompetenz -Lücke geschlossen oder nicht? Und dann gibt es mit Sicherheit die
nächste Kompetenz -Lücke, die Auftritt. Das heißt, man ist immer in so einem schönen
Kreis, auf dem man durchlaufen kann. Und den haben wir eigentlich im Projekt auch
immer als Grundlage genommen für unsere Maßnahmen, zu sagen, welche Maßnahme, zahlt
gerade auf welchen Schritt ein, wo sind wir schon ganz gut, wo haben wir noch das
größte Gap. Und wie kriegen wir das geschlossen? Was ist ein Side -to -Side für den
Ahnungslosen? Also wenn ich jetzt als Agent meine Arbeit mache und die man schaut
mir über die Schulter und gibt mir Tipps. Das klingt ja unangenehm. Das klingt ja
unangenehm. Ich glaube für andere ist es aber sehr sinnvoll, weil man gerade während
der Arbeit Inputs bekommt, die man dann direkt arbeiten kann. Verstanden. Und Reul,
das finde ich vielleicht, das gibt es inzwischen auch nicht mehr Menschen basiert.
Wir haben auch Piloten bei dem Kunden gefahren, das kann man auch mit KI
unterstützen. Die KI hört zu, transpiert das Gespräch, sucht nach komischen Worten,
komischen Aufsrücken auf Seiten des Kunden, des Mitarbeitenden und gibt dann direkt
Feedback im Gespräch, wie man die Gesprächsführung verändern könnte. Das ist dann
nicht mehr der böse Chef, der neben einem sitzt, sondern es ist die KI, die das
tut. Und das führt durchaus zu interessanten Effekten, wenn man die Einführung so
gestaltet, dass Mitarbeiter und Betriebsräte verstehen, dass das nutzend stiftend ist
und nicht überwachend. Also ich habe jemanden irgendwie am Ohr, der mich gerade
zusammenfaltet, weil mein Produkt jetzt sagen muss auch rausgepiepst werden, weil mein
Dingsbums nicht funktioniert und bin da sehr, sehr enttäuscht und brüllt da so
irgendein Arm im Concenter -Agenten ins Ohr und dann brüllt er zurück und sagt, so
lass ich nicht mit mir reden und dann ploppt so ein Chat -GPT -Ding auf. Das sagt,
hallo Olga, du klingst etwas gestresst. Wie muss ich mir das So ähnlich kommt das
dann, oder? Du benutzt gerade viele Füllwörter, je nachdem wie intensiv die
Mitarbeiter aber auch die Interaktion von dem Kollegen Bord haben wollen. Sprichst es
viel im Konjunktiv. Bitte korrigiere deine Aussagen in Richtung einer klaren Ansage
gegenüber dem Kunden. All das ist technisch möglich. Sind Dinge, die wir dort aber
auch noch in Pilotprojekten dann später in der Umsetzung zusammen mit den
Betriebsräten und den und im A -B -Testing eingeführt haben. Okay,
das klingt jetzt im Beispiel bei Merlin nach so einer Art "Live Coaching". Habt ihr,
wenn wir von Lernen und Training reden, dann ging es aber wahrscheinlich auch schon
auch eher um definierte Module und Lernnagels. Hier ist das noch ein Produkt, so
verkauft man das noch ein Produkt, hier sind die zehn üblichsten oder übelsten
Fehler, die bei diesem Produkt auftreten können, also Produktfachschulung, also so ein
Kram, ne? Also sowas war es wahrscheinlich auch. Das war beides, also Coaching und
das, was du gerade beschrieben hast. War die KI nur beim Coaching oder habt ihr die
auch bei den Lernen und Trainingsdingern irgendwie einsetzen können? Die KI haben wir
tatsächlich auch in den gesamten Lernkreislauf eingesetzt oder versucht einzusetzen.
Nämlich dabei aus all den Daten, die das Unternehmen rund um Kundenkontakte, rund um
Mitarbeiter hat zu sagen, wo ist denn die Lernlücke und kann nicht die objektivieren.
Richtig muss daneben nicht mehr, was du gerade gesagt dass die Woche Schulung machen.
Wenn ich weiß, es reicht vielleicht ein fünf Minuten Tutorial, sondern ich komme über
das Zusammenziehen von möglichst vielen verschiedenen Daten im Unternehmen dahin zu
sagen, der Holger ist nicht in Mathe schlecht, der Holger ist nicht in Mathe der
neunten Klasse schlecht, sondern der Holger beherrscht einfach die dritte binomische
Formel nicht. Und dann bringe ich dem Holger nur die dritte binomische Formel bei
und der muss sich nicht nochmal ganz Mathe in der Schule anhören, worauf er kein
Bock hat, wo er abschalten wird und wahrscheinlich die interne Motivation verliert,
die Falsensänderung durchzuführen. Ich habe nicht mehr zugehört, ab dem du beunruhige
Formel gesagt hast, dass ich natürlich geguckt habe, ob ich sie noch weiß. Das ist
natürlich böse. Das ist die mit den Klammern, die Dritte. Das ist die mit den
Klammern. Aber ich kriege es. Die erste kriege ich noch hin, aber die dritte. Genau.
Das ist schon mal interessant. Ich wollte dich aber nicht auf den falschen Lernfahrt
locken, sondern richtig war mir zu sagen. Ja, so passiert das halt beim Lernen. Die
fünf Minuten, wir können dieses Delta lernen, sehr genau bestimmen über die KI und
dann auch genauer die Nuggets ausspielen, um deine Lernlücke zu schließen, damit es
für dich interessanter, langweiliger wird, dass du keine endlose Lerneinheiten bekommst
und gleichzeitig das Aufbegriff, was Franzi gerade erzählt hat mit dem Thema der
Zeitcodes. Wenn ich bei diesem Unternehmen es schaffe, Lernnuggets zu haben, die unter
15 Minuten sind, dann muss ich sie nicht in die Schichtplagen nehmen, sondern der
Mitarbeiter kann es dann konsumieren, wenn er die Zeit, die Muße oder es sinnvoll
findet, das zu tun. Alles, was größer 15 Minuten ist, muss mit zwei Wochen Vorlauf
in die Schichtplanung gegeben werden, damit das Versprechen vor Kunde, das wir ja
auch haben, von Erreichbarkeit und Qualität gehalten werden kann. Das heißt, der
Mitarbeiter muss dann beantragen, ich würde das jetzt mal lernen und dann kriegt er
zwei Wochen später gesagt am Donnerstag um 14 Uhr, lassen wir dich hier aus der
Hotline raus für eine halbe Stunde und dann gehst du lernen. Wenn der Prozess so
schnell funktioniert, dann ja, wenn es nicht heißt, das muss ich erst mal vom
Teamleiter freigeben lassen, dann der Schichtplan muss vom Betriebsrat auch freigeben
werden, denn er ist mitbestimmungspflichtig. Dann ist es eingeplant und dann hat er
Zeit. Es kann also auch durchaus einfach aufgrund der Unternehmensinternen Hürden, die
so eine Anforderung zu überspringen, hat auch mal sechs Wochen dauern. Es war auch
ein Teil des Lernkreislaufes zu sagen, wie beschleunigen wir das immer auf diese vier
Wochen, die wir ja versprochen zu haben, überhaupt zu kommen und wie machen da alle
Beteiligten sowohl Mitarbeitende als auch Führungskräfte, als auch Mitarbeitenden in
Vertretung. Ja, und du hast ja irgendwie zwei Richtungen aus denen das kommt, ne?
Weil ich verstehe jetzt, als Mitarbeiter merke ich, da fehlt mir irgendwie was, da
würde ich gerne mal was drüber lernen, dann mache ich das, wenn mir das irgendwie
passt, oder so. Aber umgekehrt diese Produktschulung zu schichten, da wird das ein
neues Produkt gelounscht. Das muss ja von außen kommen, da kann ich der Mitarbeiter
erst in wenigen Faden untergehen und sagen, okay, keine Ahnung,
Und wir haben idealerweise auch die Chance, dass du es noch mal üben kannst, wie du
es berätst, bevor du live gehst. Das ist traumhafte Theorie. Die Praxis sieht dann
durchaus aus, dass es auch mal eher an den Prozessen vorbei durchgeschoben wird, um
möglichst jetzt zum Markt stattfertigt zu sein. Ja, da gab es den schönen Begriff
"Schattenschulung", weil genau der Prozess so lange war, um schnell irgendwie die
Sachen in die Mannschaft zu kriegen, und das fand ich immer Ein ganz schöner Begriff
dafür. Und das ist ein total spannender Begriff. Es gibt ja die Schatten -IT, gibt
es ja auch. Und auch das ist ja so ein Effekt. Eine Organisation hat sich
Strukturen gegeben und diese Strukturen sind jetzt zu starre für das, was die
Organisation gerade wirklich braucht. Und im Schatten baut sie sich dann eben was.
Ich habe fast schon gesagt, ich gucke immer drauf, ist das etwas, was diese
Organisation oder diesen Konzern jetzt veränderungsstabiler macht oder nicht? Und
hinzugehen und zu sagen, wir haben Strukturen, die dafür sorgen, dass wir in 4, 6,
8, 10 Wochen eine Schulung ausgerollt bekommen. Aber jetzt passen die gerade nicht,
wir müssen an ihnen vorbeierbeiten. Das ist ja eher eine positive Kompetenz. Es kommt
auch an, aus welchem Blickwinkel man das betrachtet. In schmerzverzerrte Gesichter, das
könnt ihr gerade nicht sehen, aber wir haben gerade beides Gesicht verzogen. Für den
Mitarbeiter ist das ja gut, weil er kriegt schnell das Wissen. Aber für Die Einheit,
die für die Schulung verantwortlich ist, ist das natürlich maximalt schlecht, weil da
passieren Dinge, die eigentlich über ihren Tisch laufen sollten, die nicht über den
Tisch laufen. Das heißt, die Qualität hat keinen Standard, sondern da wird halt das
so gemacht, wie man es gerade für richtig hält. Deswegen das verzerrte Gesicht, weil
ich glaube, ich glaube, in dem Ort, in dem ich noch ein bisschen weiter und würde
fast schon sagen, was ist denn jetzt wichtiger, die Befindlichkeit der
Trainingsabteilung oder dass das Gesamtsystem in der Lage ist, ein neues Produkt zu
supporten? Wird vom Output herkommen, dass das dass Interrelevante ist. Die Frage habe
ich am Ende eine coole Qualität und das Produkt verkauft sich ordentlich und das
kann über beide Wege funktionieren. Hier ist es ja über eine Mischung von beiden
Wegen funktioniert. Am liebsten wäre es natürlich gewesen, wenn die
Trainingsorganisation so flexibel ist, dass es die Schattenorganisation nicht braucht.
Wenn die Schattenorganisation natürlich genau die Schwächen der sehr effizienzgetriebenen
Regelorganisation ausgleicht, dann nehmen wir es hin und korrigieren dass wenn wir vom
Kunden das Feedback kommen, an welchen Stellen wir nicht gut sind, dann wäre für
mich auch Veränderung stabil. Genau, da wollte ich hin, ne? Also das heißt, wir
brauchen im Grunde genommen, das ist hier ganz oft so, dass wir was Paradoxes
brauchen. Also wir brauchen irgendwie eine stabile Organisation, die gut getaktet ist,
die auch darauf ausgelegt ist, dass sie das System nicht stresst und dass sie die
Menschen nicht stresst. Und gleichzeitig muss sie aber in der Lage sein, in so ein,
ja, ich spiel gerade viel Mario Kart mit meinen Kindern, dann gibt es diesen Pilz.
Also in diesem Pilzmodus zu schalten halt und zu sagen, okay, aber das muss jetzt
mal ganz, ganz schnell sein, weil, und das ist ja, muss man ehrlicherweise sagen,
auch ganz oft ist man an der Kette von einer unnötig schlecht geplanten Thematik,
also da ist, naja, Produkte führen sich ja nicht selbst ein. Es ist ja nicht so,
dass das Produkte irgendwie auf dem Hof rumgackert und irgendwann lernt das zu
fliegen und dann fliegt das aber immer weg, sondern man weiß ja im Allgemeinen, wann
Produkte eingeführt werden und hat dafür einen Plan, aber das Miteinanderreden ist
halt auch eine große wichtige Kompetenz und dann hinzugehen und zu sagen, ah
übrigens, hallo, wir füllen jetzt in vier Wochen das Ding ein, das wussten wir vor
20 Wochen schon, dass das sein würde, aber wir sagen es euch jetzt halt erst und
dann muss hinten eine Trainingsorganisation sagen, ja toll, also das gehört ja auch
zur Realität von einem Konzern oder von einem Unternehmen, das ist ja oft unnötig,
aber es ist halt wie es ist und dann muss ich schnell reagieren können. Das, was
ihr euch da ausgedacht habt, wir werden die Haltung auf oder wir arbeiten an der
Haltung, wie man über Lernen denkt. Wir gucken uns das ganze systemisch an, wie
ermöglichen wir den Lernen. Wir gehen eher in einen von den Lernenden getriebenen
Ansatz. Wir gucken, dass das möglich ist. Wir schaffen ein Angebot, wir schaffen an
irgendwie internes Serviceversprechen. Wir nehmen KI damit rein. Ich habe jetzt auch
gehört, das war jetzt war jetzt nicht nur aus Marketinggründen, weil sowieso im
Moment alles KI macht, sondern das war schon irgendwie halbwegs sinnvoll. Wie kam das
denn an? Also was wurde denn gut angenommen und gab es denn auch Sachen, wo ihr
irgendwie so an der Alltagsrealität der Agentinnen und Agenten, um dies hier ging,
zerschält seid? Also ich glaube, dass es teilweise sehr gut ankam bei den
Mitarbeitenden, dass es jetzt diese wesentlich kleineren Lerneinheiten, diese Lerner
jetzt gibt und dass mit denen die Chance hat, punktuell über eine Reise koordiniert
seine Lernlücke zu schließen. Wir haben ja immer den schönen Begriff "Delta -Lernen"
dort auch benutzt, also das, was man als Lücke hat zu schließen. Das kam sehr gut
an. Wir hatten aber tatsächlich Herausforderungen in dem System, dass die Fachleute,
die jetzt viel mehr kleine Nuggets produzieren mussten, weil es weniger auf Didaktik
und viel mehr auf Content ankam, dass die Fachleute der Organisation, die nicht so
zahlreich waren, dass die gestöhnt haben, wieviel sie denn jetzt machen müssen, wenn
wir sagen, wir brauchen 150, 200 Nuggets, die wir schick in Reise kombinieren, dann
müssen die erstellt werden. Und da gab es relativ Stress in dem Gesamtsystem zu
sagen, aha, die Zeit haben wir aber nicht eingeplant, dass unsere Experten jetzt die
ganze Zeit Lerninhalte erstellen. Dafür soll es doch eine Lernabteilung geben. Die
Lernabteilung hat gesagt, wir können es didaktisch aufbereiten. Aber wir sind nicht
inhaltlich jeden Tag im operativen Geschäft. Wir können nicht garantieren, dass der
Content stimmt und da ein Gleichgewicht zu finden. Das hat das System ein wenig
gestresst. Spannend, weil jetzt ein Muster ist, was man oft sieht. Tatsächlich, wir
haben einen Wissensträger, der aber im Allgemeinen auch nicht so super gut darin ist,
das Wissen rüberzubringen. Er beherrscht das Wissen halt, der kann es anwenden. Und
wir haben die Dacktinnen, die gut darin sind, das Wissen zu transportieren, aber sie
haben es nicht. Und die müssen wir erstmal zusammenbringen in einer funktionellen
Abstimmung irgendwie damit die koordiniert was tun. Okay, Verstattung? Ich glaube, das
war auch ein Punkt, der hat ja vorher schon so halbgut funktioniert. Und dann, als
wir jetzt gesagt haben, jetzt beschleunigen wir und machen mehrere kleine Nuggets,
haben wir natürlich da mehr Druck drauf gebracht und das Problem wurde entsprechend
ein bisschen größer. Das andere, ich gucke mal so gerade, so bin ich auf meine
mittelständischen Kunden gucke, da ist es ja dann oft so, ich habe nur noch die
Fachexperten, dadurch, dass sie Ahnung haben. Das ist ja wie bei Handwerker. Also ein
Handwerker hat ja Ahnung oder Zeit, aber selten beides. Das ist ja bei Experten im
Unternehmen genauso. Wenn die wissen, was sie tun, sind sie ja sehr beliebt und
haben viel Arbeit. Die sollen dann das Wissen auch noch verpacken und dann fehlt
dort die Daktikabteilung quasi. Und daran krankt es ja dann auch tatsächlich oft. Das
heißt, das wäre auch ein Take away zu sagen, nicht nur müssen die beiden miteinander
arbeiten, die Wissensträger und die Experten der Wissensvermittlung. Ich brauche auch
erstmal Experten der Wissensvermittlung, die irgendwie das Wissen aus den Wissensträgern
und Trägerinnen rauskriegen. Absolut, das ist bei den großen Schulungen immer einfacher
gewesen. Zwei Wochen Produktlauch und kein Problem. Das kriegst du einfach hin. Da
werden Menschen auch für freigestellt, aber gibt mal eben mehr fünf Minuten, um mir
zu sagen, wie man in deinem Geschäft am besten den Kunden anbrüllt. Das kriegst du
halt nicht so einfach freigestellt, weil man da erst mal die Wertigkeit der Nuggets
und dem System, dem Unternehmen gegenüber klarstellen musste. Das hat an vielen
Stellen funktioniert, aber auch nicht an allen Stellen. Das würde mir nicht ernsthaft
geschult, wie man Kundenabbrült. Nein, nicht ernsthaft geschult. Das wird mir ernsthaft
geschult. Immer noch leider muss ich den Kunden fünfmal mit Namen ansprechen, sonst
war es kein guter Kundenkontakt. Da könnte ich überlegen, ob es vor der Nachname
jetzt so richtig gegendert. Darüber gibt es immer noch Nuggets. Mich triggert das ja
immer so, wenn die das machen, wenn Das ist einer der Gründe, warum ich kein
Hotline -Anrufer bin, warum ich Chatbots mag, wenn wir die dann anrufen und sagen,
"Ah, Holger, das ist ja toll, dass wir hier mit Holger, ich werde mich darum
kümmern und dann bin ich mal geträgt." Ich hab so einen Kollegen und immer, wenn
der Böse auf mich ist, fängt der an, mich mit Vornamen anzusprechen. Sonst nicht,
aber sonst nennt er mich Schatz. "Wenn du dann Vornamen hörst, weißt du, you're in
trouble." Trägt mich das immer an der Hotline. Für alle Hotline -Betreiber, die jetzt
draußen zuhören, das ist mein persönliches Traum. Das ist auch ein Traum, den viele
Mitarbeiter an genau so haben. Das wir auch versuchen, Ausschulungen rauszunehmen und
zu sagen, konzentriert euch auf Erstlösungen, konzentriert euch auf die Kundenbedarfe
und die Kundenbedarfe sind nicht unbefingend fünfmal meinen Namen im Call zu hören.
Gel Holger, das ist nicht das Ziel an der Stelle. Das Ziel zu sagen, ich habe den
Bedarf des Kunden gelöst im Sinne der Means -End -Theorie, ich bin am Ende gut
rausgekommen und freue mich, dass ich mein Ziel erreicht habe als Kunde. Am Ende
geht es immer ums Ergebnis. Wenn jetzt hier jemand zuhört und sagt, okay, ich glaube
in meinem Unternehmen, in meiner Organisation, sollten wir mal drüber nachdenken, wie
wir lernen? Oder sagt vielleicht, ich weiß sogar schon, wir haben hier einen Stau,
einen Innovationsstau, einen Lernstau, das gibt es ja auch durchaus. Wir sind
eigentlich ein paar Jahre hinterher, was das Lernen angeht, unter anderem, weil unsere
Haltung und unsere Lerninfrastruktur irgendwie Käse ist. Was empfehlt ihr denen? Wenn
so jemand zu euch käme und sagt, guten Tag, ich habe das gehört, ich will ein
Projekt.
Schmerzen gerade. Und wie kann ich die angehen, um da schneller zu werden? Lassen
wir mal kurz rein gehen, Franzi. Ich trage dir, dass wir dieses Mitarbeiter in den
Fokus, das hat immer diesen Geschmack mit. Wir machen das, um die Mitarbeiter
glücklich zu machen. Aber das ist es doch nicht. Wir machen es doch, um das
Unternehmen besser hinzustellen, oder? Genau. Aber wenn der Mitarbeiter im Fokus ist,
dann wird der Mitarbeiter ja besser. Er hat mehr Kompetenzen. Er kann das Unternehmen
nach außen besser repräsentieren. Er kann die Produkte besser an den Mann bringen
oder an die Frau bringen, deswegen muss der Mitarbeiter an den Fokus. Es geht nicht
darum, den Mitarbeiter, also es geht auch darum, den Mitarbeiter glücklich zu machen,
die Motivation hochzuhalten, weil ein Mitarbeiter, der gerne lernt, ist glaube ich
auch ein Mitarbeiter, der dann vor Kunde entsprechend engagiert hat. Von daher läuft
das alles Hand in Hand. Aber am Ende des Tages geht es ja darum, dass der
Mitarbeiter einfach einen guten Job macht mit dem Kunden. Erster Punkt, Mitarbeiter in
die Mitte setzen und dann, wie finde ich denn raus, wie gut ich jetzt bin mit
meinem Lernen? Ich habe ja vielleicht nur so ein diffuses Gefühl und die Gefühle
sind ja, das Witzige bei diesen diffusen Gefühlen, was mein Unternehmen angeht, die
sind ja selten richtig, sie sind oft zu gut, aber mein Gefühl,
ich würde sagen, zwei Drittel zu gut und ein Drittel, aber übertriebener selbst Hass.
Wie kriege ich das jetzt irgendwie analysiert, wie gut ich wirklich dastehe? Das ist
hier euer Health Check oder so, wir haben bestimmt einen Lernen Check. Ratham immer
helst Check. Genau, den haben wir. Von daher tipp einfach miteinander sprechen. Die
verschiedensten Leute, die beteiligt sind am Lernen. Einfach mal interviewen, was läuft
aus eurer Sicht gut, was läuft nicht gut. Die Mitarbeiter befragen, was braucht ihr,
um besser lernen zu können. Weil ich glaube, dann kriegt man relativ schnell raus,
wo die größten Baustellen sind. Von daher ganz hands -on, einfach mal miteinander
reden. Also das ist echt der Klassiker. Das sind die selben Frage die ich stelle,
wenn ich irgendwo mit jemandem darüber rede, wie gut die Kultur ist, sage ich, wo
steht ihr, wie gut läuft es, was bereuchtet ihr, um einen besseren Job zu machen?
Und die Frage den Mitarbeitenden, mit den Führungskräften, mit den Verbrauchern dieser
Mitarbeitenden und den Funktionsabteilungen führen und daraus ein Bild zusammenfummeln,
das ist der Health Check. Genau. Vielleicht bringen wir noch mitten neben dem Health
Check. Was haben wir bei anderen gesehen, damit das nicht alles nur aus dem eigenen
Saft generiert wird sondern was gibt es vielleicht an ganz neuen Ideen? Können jetzt
das Wunderwort sagen, KI einzusetzen, aber was gibt es auch an neuen Ideen, an die
das Unternehmen selbst nicht gedacht hat? Wir hatten, als wir das Thema Haltung
hatten, auch immer die Herausforderung, dass wir aus den Teamleitern, die ja eher im
Kunden -Service in einem Art paramilitarischen System arbeiten, dass wir denen sagen
müssen, du musst deinen Mitarbeitern den Freiraum schaffen zu lernen und du musst sie
in einer Art Coaching Gespräch dazu bringen, dass sie äußern, an welchen Stellen sie
den Lernlücken haben und ihn nicht die ganze Zeit anbrüllen und sagen, mach deine 13
Kohlstehstunde. Und deswegen bringen wir schon noch Dinge mit, die wir aus anderen
Unternehmen gesehen haben, die vielleicht nicht aus dem eigenen Saft kommen. Genau.
Und das wäre, glaube ich, dann auch gleichzeitig die Antwort auf deine zweite Frage,
was wir machen würden oder wie wir daran gehen würden, wäre eben noch diese
Komponente mit reinzubringen, weil das natürlich im Unternehmen hat man ja oft die
Brille, was läuft im eigenen Unternehmen gut und schlecht, kann es aber weniger in
Relation setzen zum Markt. Und was ist vielleicht ein Benchmark, wo man auch hin
könnte, worüber hat man aber noch gar nicht nachgedacht. Und das ist dann das, was
wir mitbringen würden. Mir hat mal ein sehr schlauer Kollege irgendwann beigebracht,
du kannst nicht erwarten, dass ein Kunde oder ein Manager auf der anderen Seite eine
Lösung von dir ernst nimmt, von der er zum ersten Mal hört. Also man muss so ein
bisschen Aufklärung machen, damit auf der anderen dann seid jemand, der sich das
vorstellen kann, wovon man redet. Und ich weiß nicht, ob das dabei euch auch ein
Thema war, aber ich finde mich ganz oft in dieser Situation, dass ich erst mal
aufklären muss und muss sagen, lernen, funktionieren wir so, wie wir dachten, dass es
funktioniert. Vor 20 Jahren so dieses "Da hat jemand ein Defizit, dann setzt du den
einen Tag in eine Schulung, bezahlst einen Tagessatz an so eine Trainerin und dann
gehen da 20 Leute hinten raus und die haben das Problem nicht mehr." So funktioniert
das ja nicht. Meine große Herausforderung ist dann aber ich sage das demjenigen und
auf der anderen Seite sind dann ganz oft gut ausgebildete sehr kompetente Personale,
die sagen ja ja verstehen wir. Deswegen machen wir so Lernjourneys, das dauert dann
ne kleine Nagels über längere Zeit. Ja ja ist gut, weil Neuroplastizität und Gehirn
weg, ja ja ist gut, eigentlich alles geduldig an und sagen wir brauchen trotzdem
eine zwei -Tageschulung.
Hattet ihr auch so Dinge, dass ihr hingekommen seid und habt versucht zu werben für,
wie ich weiß nicht wie ich es nennen soll, modern, klingt immer so dämlich, als
wäre das irgendwie halt der neue Shit, aber es ist ja nicht moderne, sondern sehr
funktionierendes Lernen, Nugget -Lernen, exploratives Lernen, selbstgetriebenes Lernen. Wir
wissen ja, dass das besser funktioniert, als 20 Leute defizitorientiert in einen Raum
einzusperren, damit ihnen irgendjemand Wissen in die Ohren drückt. Wir haben ja
definitiv daran geschraubt oder gearbeitet, wie du es auch nennen möchtest, den
Führungskräften beizubringen, dass man Lernen nicht befehlen kann, sondern dass Menschen
selbst entscheiden, ob sie ihr Verhalten ändern oder nicht, ob sie das theaterhaft
mitspielen oder ob sie wirklich innerlich gesagt haben, ich mache das mit, weil ich
es jetzt kapiert habe. Und das wussten wir beim mittleren Management des Kunden und
auch bei anderen Unternehmen müssen wir das häufig klarmachen, wenn man Leute
zurückbringt zu ihrer eigenen Schulzeit und sagt, wie habt ihr denn in der Schule
gelernt, weil der Lehrer vorne euch mit dem Rohstoff verprügelt hat
Das ist ja so, das ist das Problem. Ganz oft sitzen da ja Leute am Drücker, die
haben, also nicht literally den Rostock bekommen, aber die haben halt nicht in Trin
sich motiviert gelernt, sondern weil es sonst vom Atelierer Haltener 6 gab, dann habe
ich den Mehremest halt reingeprügelt und dann, aber das ist halt sehr ineffizient am
Anfang vom Lernen her, oder? Ja, sind ja doch die Leute, die heute die dritte
binomische Form nicht mehr kennen.
Ich guck sie jetzt nach. Die erste kann ich, aber ja, Quadrat, was bin ich? Aber
fucking binomische Form, ne? Ich hab mal, ich weiß es noch, als ich ins Studium
kam, hab ich sogar ein Mathe -Abitur gemacht. Ich bin ins Studium gekommen, da war
die erste Mathe -Klausur. Der Mathe -Lehrer hasste mich. Der Mathe -Lehrer hat in der
dritten Vorlesung mich angeguckt und hat gesagt, Holger, wenn sie in meiner
Nachbarschaft leben würden und ich hätte eine Tochter, würde ich eine Waffenschein
machen. Also wir hatten kein gutes Helden. Und dann, es war brutal. Also ich hab
für diese erste Mathe -Klausur gefühlt immer so viel gelernt wie fürs gesamte Abitur.
Und dann habe ich so eine Hassrede gehalten. Ich neige hier zum Monologisieren. Ihr
merkt das nicht, aber manchmal ist das so. Und ab halt gesagt, dieser Mist, diese
dreckspinomischen Formel, die habe ich mir irgendwie in der 8. Klasse drauf geschafft
und dann nochmal in der Elften und dann nochmal fürs Abitur. Und jetzt muss ich den
Mist schon wieder lernen. Und dann sagte einer meiner Kommilitonen ganz trocken, hast
du mal drüber nachgedacht, einfach dir zu merken.
Das wäre der einfachste Weg gewesen. Das wäre der einfachste Weg. A plus B mal A
minus B ist A Quadrat, minus B Quadrat. Ich hoffe jetzt richtig. Ich sage noch mal,
dann gucken wir, ob der Lernerfolg nachhaltig war. Ja, genau. Sonst müssen wir die
Kompetenz look erneut melden. Viel wichtiger ist ja dann die Frage, wofür man es mal
braucht. Aber das sind halt diese ganzen Lernthemen. Auf Halde lernen, das ist das,
wie wir sozialisiert wurden. Auf Halde lernen durch Autorität lernen. Ganz viel
Negatives, wenn du lernst, dann tust du das, weil du es nötig hast. Das ist hier
auch was völlig negativ besetzt ist. Und auf der anderen Seite verlangt man von den
Menschen, sei doch mal dankbar, dass wir dir diese Schulung ermöglichen. Also sei
doch dankbar, dass ich dich in diese Schulung zu dem Thema, dass du dir nicht
ausgesucht hast, an deinem Tag dir noch nicht ausgesucht hast, reinzwinge. Aber ich
finde, das schließt sich ja nicht automatisch aus, weil im Idealfall merkt dir der
Mitarbeiter auch, hey, okay, ich sitze hier zwar nicht freiwillig, Aber ich nehme was
mit und das, was ich mitgenommen habe, das hilft mir danach in meinem Alltag und in
dem Umgang mit dem Kunden. Und ich komme besser durch die Gespräche. Und dann schon
ist das, ich saß da nicht freiwillig drin, positiv belegt. Im Nachhinein, wenn du es
schaffst, also wenn du halt hinkommst. Und aber das ist ja, ich sage mal, seelisch
in der Arbeit hinzugehen und zu sagen, ich finde das kacke, dass ich das machen
musste. Aber ich bin jetzt in der Lage einzugestehen, dass es hilfreich war. Klar,
ein gewisses Level an Reflexion gehört wahrscheinlich an der Stelle auch. Das ist
halt schwierig, also ich glaube, das hält Menschen schwer. Und dann, das was der
Matthias eben so im Nebensatz ein, zwei Mal gesagt hat, dass wir halt hier eben
auch im Bereich von Customer Service unterwegs sind, wo halt auch viel noch Agenten
sind, gleichförmige, ungelernte Soldaten und Befehlsempfänger. Ich finde eigentlich so
sehr darüber lustig, dass das dort so ist. Also das ist dort glaube ich traditionell
so und ich glaube, das ist auch etwas, was weggehen muss, weil das einfach eine
gewisse Entwicklung ansonsten begrenzt. Aber es ist dort halt sehr, sehr
offensichtlich. In anderen Bereichen ist es eher implizit, aber auch vorhanden, dass
man hingeht und sagt, naja, ob ich jetzt hier in IT -Abteilungen unterwegs bin oder
in Verwaltungen unterwegs bin oder wir sind in fertigen Gewerbe teilweise unterwegs,
wo auch so, naja, zumindest unausgesprochen so dieses Befehlgeber, Befehlsempfänger
denke irgendwie noch drin ist. Und da ist ja auch dieses, wir müssen die Menschen
im Mittelpunkt stellen und der soll selber entscheiden, was er lernt.
Service, Customer Service in einem Konzern neu aufgestellt. Ihr solltet das
revolutionieren, ihr seid erst mal hingegangen und habt gesagt so, wie läuft das? Wie
ist es denn hier um das Lernen bestellt? Ihr habt Interviews geführt, ihr habt
rausgefunden, wir können an der Haltung, wie man mit dem Lernen umgeht, arbeiten und
was den Stellenwert des Lernens angeht. Da elementar etwas dran endet. Ihr habt
gesagt, wir sollten lernen, also etwas machen, was im Grunde genommen erst mal den
Menschen, der da lernt, in den Mittelpunkt stellt. Er ist nicht allein Herrischer
über das, was er lernt. Es gibt keine Töpferkurse in Netos -Kraner, aber wenn man
ein Korridor vorgibt, einen thematischen Korridor vorgibt und durchaus auch akzeptiert,
es müssen externe Impulse rein, weil halt der Konzern entscheidet, da wird nur das
Problem geführt. Wenn man das alles nimmt als Begleitumstände, dann ist der Mensch,
der lernt, trotzdem derjenige, der sagen sollte, wann und wie und überhaupt gelernt
wird, weil es dann am besten läuft. Lernen auf Halt ist Käse, selbstgetriebenes
Lernen funktioniert, das muss sich irgendwie am Besten in kleinen Nuggets in den
Alltag einfügen, erst mal, weil es da logistische, organisatorische Geschichten gibt,
sowas wie eine Schichtplanung. Auf der anderen Seite, weil es halt auch einfach
weniger Last fürs Gehirn, dass da eine Viertelstunde, hier eine Viertelstunde, als
halt hier acht Stunden irgendwo, was auf Halt ist, sich ins Ohr zu drücken. Und
dann habe ich noch gehört, dass es durchaus intelligente Einsatzmöglichkeiten für das,
was wir so KI nennen, also so large language models und so weiter gibt. Einmal gibt
es dort die Möglichkeit, dass viel mithört und quasi mir so eine Art Text -Live
Coaching gibt und sagt, ruhig, brauner, die Frau kann noch nichts dafür. Auf hier
rumzubrüllen oder mir vielleicht sogar Infos rein gibt und sagt, okay, jetzt kommt
gleich die Frage zum Thema XY, die kommt da bei den anderen Kollegen auch immer.
Bietet doch mal an und fragt mal, haben sie vielleicht das und das noch nicht
ausprobiert. Das würde funktionieren. Auf der Auf der anderen Seite kann ich auch
live Coaching, kann ich auch KI für Schulungen verwenden. Letztlich, um die Schleife
zuzumachen, ihr seht es hier nicht nicken, aber ich habe sie jetzt vom schmerzhaften
Gesichtsausdruck von der Viertelstunde zu nicken gebracht. Letztlich muss sich lernen,
wie alles daran messen, welche Ergebnisse es produziert. Also das ist kein
Selbstzweck, genauso wie Customer Service Calls, kein Selbstzweck sind, sondern bei der
Veränderungsstabilität reden wir ja immer über Kompetenzen. Also wenn wir das tun,
welche Kompetenz gibt es der Organisation, welche Fähigkeit gibt es der Organisation
und ultimativ ist immer die eine Fähigkeit, nämlich die Kundinnen glücklicher zu
machen. Das war mein Versuch eine Zusammenfassung. Habt ihr was hinzuzufügen, habe ich
was vergessen oder falsch dargestellt? Perfekte Zusammenfassung. Wozu gehört und
zusammengefasst? Na was ein Glück. Ich danke euch, das war sehr höflich. Das mit der
binomischen Formel, da reden wir noch mal drüber Matthias im Nachgang, das hat mich
getriggert. Ich danke euch sehr, herzukommen und eure Projekt -Erfahrung mit uns zu
teilen. Eure letzten Worte, wir fangen an bei Matthias. Ich hoffe, wir haben
rüberbringen können, dass Lernen richtig cooler Bestandteil sein kann, wenn man am
Markt Erfolg haben will und dass es dazu Mittel und Wege gibt, ohne gleich alles
radikal umzukrempeln, aber sehr klug zu erjuitionieren. Ganz gut. Dem gibt es
eigentlich nicht viel hinzuzufügen. Vielleicht, dass wird in Zukunft noch wichtiger,
von daher lohnt es sich auf jeden Fall hinzuschauen und danke Holger, dass wir heute
hier sein durften und euch mitnehmen durften in unser Projekt und unsere Erkenntnisse.
Wundervoll. Ich danke euch, Franziska Geremann, Beraterin bei der Eskander Business
Partner, links zu Linkin und so weiter packen wir in die Show Notes. Mein anderer
Gast war Matthias M. Moosmacher, Vorstand der Udonovan Consulting AG und die jemand,
der mich immer beim Vornamen nennt, wenn er ein Problem mit mir hat. Ich danke euch
da draußen fürs Zuhören. Das war eine Folge des Podcasts Veränderungsstabil. Vielen
Dank für eure Kommentare, für eure Einsendungen, eure Themenvorschläge. Wenn euch der
Podcast gefällt, tut uns einen Gefallen. Abonniert ihn auf irgendeinem Podcast, catcher
auf irgendeiner Podcastplattform, schreibt eine Rezension, lasst einen Kommentar da,
jegliche Interaktion hilft uns mehr Leute zu erreichen. An der Stelle wünschen wir
euch einen guten Rutsch, kommt gut rüber, Passt auf euch auf, sprengt euch nicht in
die Luft, sprengt da bestens gar nix in die Luft, rutscht entspannt ins neue Jahr.