Artwork for podcast Trauer am Arbeitsplatz
Trauer am Arbeitsplatz - Gelassen werden mit Christophe Blondeau
Episode 126 • 5th October 2026 • Trauer am Arbeitsplatz • Stefan Hund
00:00:00 00:48:22

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Shownotes

Meine Gelassenheit trägt Dich

Christophe Blondeau zu Gast bei Stefan Hund im Podcast des Trauermanagers

Christophe Blondeau ist Spezialist für Absturzsicherungen. In luftiger Höhe passierte es nicht nur einmal, dass jene, die bei ihm die Ausbildung machten Angst vor der der eigenen Courage bekommen haben. Mit seiner Ruhe und Gelassenheit brachte er sie wieder runter. Wäre er hektisch geworden wäre es wahrscheinlich weniger glimpflich abgegangen.

Seit vielen Jahren beschäftigt sich Christoph Blondeau mit Polyvagal und schult die praktische Umsetzung. Wer im Trauerfall als Führungskraft schnell gelassen werden muss, sollte sich diese Episode nicht entgehen lassen. Und

Gerne tiefer zum Thema „Nervensystem Regulierung“ im individuellen Austausch, nicht nur im Kontext einer Trauernachricht, sondern auch allgemein im Betrieb. www.machsdirleicht.eu [email protected] https://www.linkedin.com/in/christophe-blondeau/

Danke Christophe für das Gespräch

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Wir sprechen über Themen rund um Trauer. Für Unternehmer, Führungskräfte und Betriebsräte.

Wir sind das

Ingenieurbüro Heinke Wedler, Ingenieurbüro für Arbeitssicherheit und ganzheitliches Betriebliches Gesundheitsmanagement. - Laudenbach/Bergstraße

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Dein Gastgeber im Podcast: Stefan Hund, Trauermanager

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Die Hintergrundmusik: One Last Time by Dan Phillipson - Lic by Premiumbeat

Die Fotos unserer Gäste werden uns - gemäß unserer Bedingungen - immer frei von Rechten Dritter - also privat - zur Verfügung gestellt.

Impressum

Mentioned in this episode:

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Transcripts

Speaker:

Wie schaffe ich's als Führungskraft innerhalb von 30 Sekunden

Speaker:

maximal 10 Minuten mit meinem Nervenkostüm

Speaker:

runterzukommen, bevor ich eine schwere Trauernachricht

Speaker:

meinem Team mitgeben muss? Liebe

Speaker:

Hörerinnen und Hörer, das wird der Schwerpunkt der heutigen Folge

Speaker:

sein. Herzlich willkommen zum das

Speaker:

Schwere leicht gesagt, dem Podcast des Trauermanagers.

Speaker:

Und ich hab mir heute ein

Speaker:

eingeladen, einen Fachmann, Christoph Blondeau.

Speaker:

Er kommt aus dem Brandsturz. Er hat

Speaker:

als Schwerpunkt die PSA, also persönliche Schutzausrüstung

Speaker:

zum Thema Absturz und da muss man sich natürlich auch immer wieder

Speaker:

runterbringen, wenn's da vorne brennt und ich mein Kostüm

Speaker:

habe, da muss ich mich runterbringen und deshalb hat er sich schon lange

Speaker:

mit dem Stichwort Polyvagaltheorie

Speaker:

beschäftigt. Lieber Christoph, ganz

Speaker:

herzlich willkommen hier im Podcast. Ja, hallo

Speaker:

Stefan. Danke für die Einladung. Ich freue mich schon sehr auf unser Thema.

Speaker:

Es wird spannend, glaube ich. Das denke ich auch.

Speaker:

Jetzt einfach noch mal für alle als

Speaker:

Informationen. Wir reden hier heute über Techniken aus der

Speaker:

Polyvagaltheorie, aber wir reden nicht über

Speaker:

Diagnosen oder Therapie oder Ähnliches. Das überlassen

Speaker:

wir gerne den Ärzten.

Speaker:

Ja, Du sagst, das Problem

Speaker:

bei Trauernachrichten ist selten die Wortwahl.

Speaker:

Mancher meint ja, er müsste da die noch bessere Wortwahl

Speaker:

bringen, sondern eher der Zustand des Nervensystems,

Speaker:

weil die Menschen ja eher unreguliert in

Speaker:

diesem Moment sind. Wie meinst Du

Speaker:

das?

Speaker:

Ja, ich würde mal schon

Speaker:

anfangen mit meiner eigenen Erfahrung in dem Bereich, denn ich

Speaker:

hab leider schon diese Situation selbst erlebt.

Speaker:

Ich war noch keine 30, war schon 'n paar Jahren

Speaker:

Verkaufsleiter mit 'nem Team. Im Team bekamen wir einen neuen

Speaker:

Mitarbeiter. Da 6 Monaten ist der mein Pendant im in Norddeutschland

Speaker:

geworden und ein paar Monaten später

Speaker:

hat er sich leider umgebracht und

Speaker:

ich musste mein Team anrufen und und denen die

Speaker:

Nachricht überbringen. Das waren 12 Anrufe

Speaker:

und ich glaube eine der schwersten Dinge in dieser Position in meinem

Speaker:

Leben zu tun, das ist diese Nachricht zu überbringen, ja.

Speaker:

Man hat selber sehr viel Fragen, die unbeantwortet

Speaker:

bleiben und diese gleiche Fragen kriegst Du noch mal 12

Speaker:

Mal wieder gestellt. Immer noch

Speaker:

ohne Antwort und ich hab,

Speaker:

glaube ich, das getan, was ich am besten tun konnte in der Situation,

Speaker:

aber als Du mich angerufen hast oder kontaktiert hast,

Speaker:

dann habe ich mir gedacht, wir hätten was anderes

Speaker:

gebraucht damals tatsächlich ne. Das war echt

Speaker:

kein keine schöne Zeit muss man sagen. Super

Speaker:

schwierig rüberzubringen.

Speaker:

Ja, wie meine ich das? Darf ich aber gerne noch sagen?

Speaker:

Hattest Du vorher schon mal Kontakt mit der Polybargaltheorie

Speaker:

oder war das für dich auch der Ursprung dort eigentlich

Speaker:

dich ja, dort einzusteigen?

Speaker:

Na, ich hab damals nichts gehabt. Ich hab nur mich gehabt, also alles, was

Speaker:

ich hatte. Ich bin einfach in

Speaker:

meine Verantwortung eingestiegen und hab gesagt,

Speaker:

ich kümmer mich die Nachricht an mein Team, aber ohne Kenntnisse,

Speaker:

ohne irgendwie irgendwas. Ich hab tatsächlich 'n paar Jahren gebraucht,

Speaker:

das zu verarbeiten von meinem Kollege und und und also.

Speaker:

Mhm. Was Du wahrscheinlich auch in deinem Beruf, in diesem Bereich

Speaker:

sehr oft hören kannst und ich hatte nix, 0.

Speaker:

Ja. Ich hab das war über die Jahre später

Speaker:

anders verarbeitet und anders gelebt, also was man machen

Speaker:

könnte tatsächlich, ja. Mhm.

Speaker:

Ja, und dann war dann eine Frage, wie machen wir das dann in dem Bereich,

Speaker:

ja? Ja. Also was

Speaker:

ich jetzt die letzte Jahren gelernt habe über die Polyvagaltheorie

Speaker:

und auch angewendet haben, nicht nur bei mir, sondern auch bei bei

Speaker:

viele anderen Menschen,

Speaker:

Ist prinzipiell auch möchte ich betonen hier, was

Speaker:

ich hier sage, ist aus Sicht von dem Nervensystem.

Speaker:

Mhm. Das ist ein neurolisches Prozess,

Speaker:

von dem wir so gut wie nichts wahrnehmen, sondern eher

Speaker:

die Konsequenzen, die Symptome praktisch,

Speaker:

ja. Aber selbst diese Prozesse innerlich wahrzunehmen, das das geht viel zu

Speaker:

schnell. Ja, da sind wir nicht fähig, das wahrzunehmen,

Speaker:

sondern eher wenn das passiert ist praktisch.

Speaker:

Und das was passiert in eine Trauersituation so wie

Speaker:

diese, ist, dass das Nervensystem einfach in die

Speaker:

sogenannte Unsicherheit kippt. Ja. Wir

Speaker:

werden ja mit viele Themen konfrontiert, ne? Das muss man vielleicht auch

Speaker:

sagen. Thema der Tote, nicht mehr

Speaker:

existieren, Menschen nie wiedersehen, starke Gefühle, Emotionen

Speaker:

wie Angst, Wut, Traurigkeit. Mich sagte auch Schuldgefühle,

Speaker:

alles gemischt teilweise. Also das ist schon

Speaker:

einiges, was auf das Nervensystem zustößt auf einmal.

Speaker:

Mhm. Und jeder bearbeitet das auch sehr individuell.

Speaker:

Doch das Nervensystem hat die gleiche Struktur für alle

Speaker:

Säugetiere. Mhm. Es ist unsere Chance, das

Speaker:

heißt die Mechanismen dahinter sind die gleiche für alle.

Speaker:

Nur die Trigger, also was dich aus der aus dem Ungleichgewicht

Speaker:

bringt, sowie die Tools, die auch bei den Personen

Speaker:

wirken, sind individueller. Mhm.

Speaker:

Ich würde mal ganz kurz auf die Polyvagaltheorie angehen, dass

Speaker:

für die Zuhörer mal verständlicher ist, was ich

Speaker:

Genau das wäre nämlich meine nächste Frage, denn viele haben das Wort wahrscheinlich

Speaker:

noch überhaupt nicht gehört. Ja, das ist in Deutschland, in

Speaker:

Europa finde ich auch sehr unbekannt leider sehr schade.

Speaker:

Ich versuche das verständlich und auch mich auf das Wichtigste zu

Speaker:

konzentrieren für unser Thema, weil so ist es ein Thema, Du kannst

Speaker:

teilgenommen drüber reden. Kein Problem. Die Zeit

Speaker:

haben wir leider nicht vielleicht im im Teil 2 oder so, aber heute heute nicht.

Speaker:

Also was die meisten kennen, ist die alte Wahrnehmung.

Speaker:

Das heißt, wir haben ja immer einen Sympathikus, der ist für den Stress zuständig

Speaker:

oder einen Parasympathikus für die für die Entspannung.

Speaker:

Das ist ziemlich die alte Variante. Aus der Polyvagaltheorie

Speaker:

haben wir eigentlich 3 Motoren des Nervensystems im

Speaker:

Bereich soziale Fähigkeiten sicher unsicher

Speaker:

sein. Wir haben einmal

Speaker:

unsere Sympathikus immer noch. Mhm. Der Sympathikus

Speaker:

ist eher für das Thema Mobilisierung zuständig.

Speaker:

Mhm. Dann haben wir das Thema

Speaker:

hinteren Ast von dem Vagusnerv. Der ist für das Thema eher

Speaker:

das Gegenteil, eher die Immobilisierung Mhm.

Speaker:

Zuständig und dann haben wir den vorderen Ast von

Speaker:

Vagusnerv. Das ist der neueste davon, der uns bekannt

Speaker:

ist. Der ist eher für die Sozialfähigkeit

Speaker:

zuständig. Mhm. So,

Speaker:

jetzt haben wir vom Nervensystem aus, er kennt nur 2

Speaker:

Stunden Zustände letztendlich. Er ist entweder in der Sicherheit oder

Speaker:

in der Unsicherheit. Und es gibt tatsächlich

Speaker:

eine Relation zwischen Sicherheit und soziale Fähigkeiten.

Speaker:

Mit soziale Fähigkeiten ist gemeint, ich kann

Speaker:

mit jemand in die Begegnung gehen mit 'nem anderen

Speaker:

Mensch und dabei empathisch sein,

Speaker:

freundlich, lösungsorientiert und so weiter.

Speaker:

Mhm. Im Gegenteil zu Unsicherheit, wo ich da

Speaker:

ins Überlebensmodus reinrutsche.

Speaker:

Ja. Das kennen viele unter Fight flight, also

Speaker:

Kampf und Flucht. Mhm. Oder auch Freees Shutdown, das

Speaker:

ist dann wieder Strache und Ohnmacht.

Speaker:

Und sobald ich

Speaker:

anfange in diesem Überlebensmodus rein zu rutschen, dann

Speaker:

funktioniert mein präfrontaler Kortex gar nicht mehr. Ja. Das

Speaker:

heißt nicht mehr fähig normal zu denken, rational zu

Speaker:

denken, sondern ich denk nur, ist das

Speaker:

lebensgefährlich gerade. Mhm. Und

Speaker:

der Sympathikus wird dich aktivieren in dem Kampfflug und der

Speaker:

hintere Ast vom Vagusnerv werde ich aktivieren in dem

Speaker:

starre Ohnmacht. Also im Endeffekt dein Nervensystem

Speaker:

nimmt viele Dinge wahr und wenn ihm das so erscheint, als ob Du

Speaker:

von dem Tier gefressen wirst oder wirklich dein Leben

Speaker:

bedroht wird, ja, ja dann wechselt er in diese

Speaker:

Modis. Mhm. Was auch für uns natürlich

Speaker:

immer sehr relevant ist, weil diesen

Speaker:

Klick im Nervensystem muss irgendwann auch passieren, damit dir nichts gefährliches

Speaker:

passiert, ja.

Speaker:

So und diese 3 Motoren spielen miteinander, wechseln

Speaker:

jede Sekunde hin und her und bleiben vielleicht ein bisschen länger hier und dann wechseln

Speaker:

wieder zum zum anderen. Und

Speaker:

das Entscheidende ist, ob dein Nervensystem sich

Speaker:

sicher oder unsicher fühlt. Mhm. Geborene dir noch ein kurzes

Speaker:

Beispiel. Es gibt ein paar Ausnahmen. Wenn man Sport

Speaker:

betreibt wie Fußball, dann musst Du den Sympathikus aktiviert,

Speaker:

sonst könntest Du gar nicht laufen. Mhm. Aber

Speaker:

Du hast Regeln. Du hast ein Schiedsrichter. Das heißt, das

Speaker:

macht das Ganze so sicher, dass Du eine Kombination aus Sympathikus

Speaker:

und vorderen Arzt vom Vagusnerv hast. Du bleibst sozial mit

Speaker:

anderen Menschen.

Speaker:

Andererseits den hinteren Ast für die Immobilisierung,

Speaker:

den brauchst Du, wenn Du zum Beispiel schlafen gehst. Mhm.

Speaker:

Das heißt, wir haben da gewisse Themen, die sich auch überschneiden

Speaker:

und das ausschlaggebend ist fühle ich mich also fühle sich mein Nervensystem

Speaker:

sicher oder unsicher? Das

Speaker:

Ganze hat einen Einfluss auf unsere ganze Organe. Das heißt die

Speaker:

werden auch gestoppt, die funktionieren nicht mehr so gut oder

Speaker:

gar nicht mehr. Zum Beispiel die Verdauung. Zum Beispiel der

Speaker:

Spaß. Und das ist ein bisschen

Speaker:

ganz schnell und kurz erklärt, wie die Polyvagale

Speaker:

Theorie funktioniert. Ja. Dazu haben wir

Speaker:

ein letzte Komponenten noch, das ist unsere Teil vom Gehirn, den wir

Speaker:

Amyghtala nennen. Die Amyghtala ist verantwortlich für

Speaker:

Cortisol. Mhm. Das heißt,

Speaker:

wenn ich mal in der Unsicherheit bin, kann sein, dass ich da auch Coltisol

Speaker:

produziere, sehr viel mehr als sonst. Mhm. Und Cortisol ist bekannt

Speaker:

als die Stresshormon. Und sie balanciert es

Speaker:

wieder mit Oxytocin. Zum Oxytocin komme ich ganz am Ende

Speaker:

zu eine gewisse Übung. Und wenn Du beide aber ins Gewicht bringen kannst,

Speaker:

dann bist Du wieder aus Nervensystem sich in

Speaker:

der Sicherheit. Ja. Das wäre jetzt

Speaker:

erst mal, wie die Polyvagaltheorie funktioniert im Vergleich zu dem

Speaker:

alten zu dieser alte Wahrnehmung von Stress und Entspannung.

Speaker:

Darum geht es die ganze Zeit Sicherheit und Unsicherheit.

Speaker:

Ja. Genau. Also jetzt einfach noch mal die

Speaker:

Amokler, zumindest so habe ich das

Speaker:

verstanden. Wenn die im Endeffekt

Speaker:

Alarm schreit, dann setzt im Endeffekt

Speaker:

alles, was da vorne, ich sag mal,

Speaker:

oben im Gehirn ist, präfrontaler Kortex aus. Und in

Speaker:

dem Richtig. Ich gehe ich dann nur noch quasi auf auf

Speaker:

das, was ich irgendwann einmal vielleicht als kleines Kind oder was auch

Speaker:

immer oder wo ich sage, das könnte mich möglicherweise

Speaker:

schützen. Das ist das, womit ich in diesem Moment

Speaker:

reagieren kann. Aber das

Speaker:

erlaubt mir natürlich nicht auch eine kritische Situation, die ich vorher noch nie

Speaker:

erlebt habe, wirklich reagieren zu können.

Speaker:

Richtig, das heißt zurück aus was ich vorhin gesagt

Speaker:

habe, die Struktur, die Mechanismen sind gleich für alle.

Speaker:

Nur die Trigger werden anders sein. Also wie zum Beispiel was gesagt

Speaker:

hast gerade, ja? Sei es eine Trauernachricht oder es könnte ein Gehrung, ein Wort,

Speaker:

ein Ort. Also das ist extrem extrem variabel.

Speaker:

Aber was Du dagegen tun kannst, dich wieder zu

Speaker:

regulieren, funktioniert bei jedem extrem

Speaker:

ähnlich. Ein paar Tools besser als andere, aber im Endeffekt

Speaker:

ist es, wenn man diese 3 Motoren vom Nervensystem verstanden hat, wie die

Speaker:

funktionieren, dann kannst Du sie für dich auch nutzen. Mhm. Und das

Speaker:

ist, was ich ja mit meiner Arbeit auch mache dementsprechend.

Speaker:

Ja. Genau.

Speaker:

Dann sind wir hier an dem an diesem Punkt.

Speaker:

In letzter Konsequenz, ich strahl ja immer etwas aus, bevor ich überhaupt

Speaker:

was sage. In dem Moment, wo ich auf die Bühne gehe oder meinen

Speaker:

Mitarbeiter anrufe, da dem kommt ja im

Speaker:

Endeffekt schon meine Energie oder meine Ausstrahlung entgegen,

Speaker:

bevor ich ja nur ein Wort gesagt habe.

Speaker:

Genau, also das das kann man Energie nennen, das nenne ich auch

Speaker:

manchmal so tatsächlich, aber es ist sogar wissenschaftlich

Speaker:

so durch die polyvale Theorie auch erkannt

Speaker:

worden. Es gibt ein Wort in der polyvagale Theorie, das heißt

Speaker:

Neuroception auf Englisch. Das

Speaker:

bedeutet letztendlich, dass unseren

Speaker:

Nervensystem nehmen die anderen Nervensystem wahr.

Speaker:

Das ist 'n ganz spannendes Prozess, das heißt, Du musst dir

Speaker:

vorstellen, der die die die Person

Speaker:

diese Trauennachricht jetzt weitergeben will muss,

Speaker:

ja. Und das ist auch der Grund, warum ich sage, dass die

Speaker:

Kommunikation weniger wichtig ist als der Zustand vom Nervensystem.

Speaker:

Ja. Das Nervensystem kann ja die komplette Umgebung. Das sucht

Speaker:

nach Gefahren, nach Sicherheit, also alles mögliche, ja. Ja

Speaker:

und indem er die anderen Nervensystem praktisch in der

Speaker:

Nähe scannt, dann kann er vielleicht registrieren,

Speaker:

dass eine andere Person in der Unsicherheit ist. Mhm.

Speaker:

Das Nervensystem das checkt, dann findet

Speaker:

er das auf einmal verdächtig, weil für die Nervensysteme, wenn

Speaker:

die miteinander sozusagen sprechen, heißt das Lebensgefahr.

Speaker:

Mhm. Weil das Nervensystem ist ja in der Unsicherheit.

Speaker:

Mhm. Also dann ist eigentlich nur die Frage an der

Speaker:

Stelle, ist dein Nervensystem

Speaker:

so weit in der Sicherheit, dass Du drin bleiben kannst

Speaker:

oder wirst Du durch den nächsten unsicheren

Speaker:

Nervensystem selber so desreguliert, Mhm. Dass Du auch

Speaker:

in die Unsicherheiter rutscht. Ja? Mhm.

Speaker:

Und so ein Leiter son Personalleiter, Vertriebsleiter, Geschäftsführer,

Speaker:

Teamleiter, das sind also aus meiner Sicht ja die meisten, die da

Speaker:

diese Tätigkeit übernehmen, sondern die Nachricht so rüberbringen.

Speaker:

Als Personalverantwortliche, das bedeutet interne

Speaker:

Tätigkeit auch zu führen, also

Speaker:

Leute als Gruppe hinter dir zu führen und dir

Speaker:

zu führen, dass es auch in solche Situationen,

Speaker:

ja. Ja. Und

Speaker:

das ist natürlich besser zu führen, wenn Du selber ein

Speaker:

Nervensystem hast, der in der Sicherheit ist. Mhm.

Speaker:

Weil dann können sich die Leute an diese Person orientieren,

Speaker:

statt eben zu scannen und das da dann zu dem sagt boah, da ist was

Speaker:

komisch, da ist was Lebensgefährliches und so

Speaker:

weiter. Abgesehen davon immer noch der präfrontale

Speaker:

Kontext ist wahrscheinlich nicht mehr wirklich viel rational

Speaker:

zu denken, ja. Entsprechend

Speaker:

verhalten sich die Leute entweder zum Beispiel

Speaker:

aggressiv mit Schreien oder wütend oder

Speaker:

die sind ein bisschen der Ohnmacht. Das heißt, die machen gar nichts. Und

Speaker:

jemanden der leiten muss, ist es natürlich problematisch.

Speaker:

Klar. Dass das kein Vertrauen, kein Sicherheit für die andere

Speaker:

dahin mitzugehen, wenn wenn da Lebensgefahr ist,

Speaker:

ja? Warum würdest Du jemand folgen, den's Lebensgefahr

Speaker:

geht? Ja, nicht nur nicht nur Gast. Also

Speaker:

ich würde einfach mal so sagen, wenn da vorne jetzt die Führungskraft vor mir

Speaker:

steht und einfach selber Alarmstufe

Speaker:

rot ausstrahlt, ich sag mal so, dann dann wird

Speaker:

sich das ganze System ja nach oben

Speaker:

nach oben bringen und dann denken alle nur Alarm

Speaker:

und das wird schief.

Speaker:

Genau, das ist das ist für alle dann auf einmal schwierig und Du machst also

Speaker:

Du triffst keine gute Entscheidung in diesem Zustand. Das

Speaker:

ist meistens eine Entscheidung aus der Angst,

Speaker:

aus aus dem aus der reine Wut, also je nachdem was für ein Gefühl

Speaker:

an Emotionen da ist. Und es wird also Angst ist nie ein guter

Speaker:

Ratgeber, ja. Wut auch nicht. Mhm. Das

Speaker:

ist das ist leider so und

Speaker:

wenn jemand es schafft sein System in die Sicherheit zu bringen, kann er auch die

Speaker:

Gruppe besser halten. Entsprechend es wird auch,

Speaker:

weil das ist jetzt aus Sicht von dem Leiter, aber es gibt eine Gruppe vor

Speaker:

diesem Leiter. Ja. Was machst Du mit den Leute dann?

Speaker:

Wenn Du selber total fertig bist, total am Ende bist, dann

Speaker:

wie willst Du das managen? Im Gegenteil, wenn Du reguliert bist, wenn

Speaker:

Du Sicherheit ausstrahlst. Das heißt nicht, dass Du nicht traurig bist, dass Du

Speaker:

nicht Gefühle hast, aber diese Sicherheit zu haben,

Speaker:

überträgt sich auf die andere. Die haben auch ein besseres Gefühl im Vergleich. Und

Speaker:

das ist zum Beispiel, was mir damals sehr gefehlt hat einfach.

Speaker:

Ja klar. Diese Sicherheit mich herum. Also in der Firma

Speaker:

jetzt. Ja, ich hatte noch eine 1 tolle Chefin, die die auch für

Speaker:

mich da war, aber dann war's das auch. Ja, dann

Speaker:

musste ich mit mir selbst einfach das ausmachen

Speaker:

und das ist kein gutes Gefühl. Das ist kein gutes Gefühl.

Speaker:

Nein und es dreht dreht sich doch direkt auf die Situation und

Speaker:

damit wirst Du die Situation eher noch

Speaker:

nach nach oben pushen, als irgendwo in die, ich sag

Speaker:

mal, Ruhe ist vielleicht das falsche Wort, aber zumindest

Speaker:

so, dass sein Mitarbeiter den Eindruck hat,

Speaker:

es ist zwar grauenhaft, aber mein Chef hat 'n

Speaker:

Blick darauf, der kann das jetzt mitsteuern, ohne dass

Speaker:

ich jetzt gleich mit weggeschimpft werde. Genau.

Speaker:

Und das ist das ist der Grund, warum reguliert sein in solche

Speaker:

Situationen als Leiter für sein Team für sich selbst auch

Speaker:

ein Riesenvorteil ist. Wenn man weiß, wie man das steuert, dann

Speaker:

ist das Leben auf einmal etwa leichter in diese

Speaker:

schwierige Situation. Mhm.

Speaker:

Genau. Ja. Ja, also es ist ganz klar, es spiegelt

Speaker:

sich, ob Du oder Du kannst im

Speaker:

Endeffekt in den Lead gehen und sagst,

Speaker:

ja, wir bringen jetzt hier eine gewisse Ruhe rein bei aller katastrophalen

Speaker:

Situation, ja? Wir können das

Speaker:

Grundthema nicht verändern, aber wir können damit verändern,

Speaker:

wie wir damit umgehen.

Speaker:

Und wenn Du das in dem Endeffekt da in den in den Lead

Speaker:

reingehst, dann kannst Du auch das Team entsprechend mitnehmen,

Speaker:

ja? Genau. Und das

Speaker:

ist das ist sowas, ist wertvoll einfach. Ja. Finde ich.

Speaker:

Aus Selbsterfahrung weiß ich heute, ich es mir anders

Speaker:

gewünscht. Ja, ja. Jetzt frage

Speaker:

ich aber jetzt, Also solche Situationen

Speaker:

wie beispielsweise, als Du eben sagtest, der Suizid, in der

Speaker:

Regel kündigt der sich ja nicht an. Der fragt ja auch nicht, kann ich

Speaker:

jetzt kommen? Das heißt also,

Speaker:

wie kann ich mich als Führungskraft relativ

Speaker:

schnell und das war ja auch mit deiner Aussage, ich sag mal in

Speaker:

30 Sekunden oder maximal 10 Minuten so weit

Speaker:

regodieren, dass ich da den Deat trotzdem

Speaker:

übernehmen kann. Ja.

Speaker:

Dann noch mal ganz kurz bevor wir drauf angehen auch möchte ich meinerseits, betone

Speaker:

ich hier, wir sprechen hier von pragmatische und

Speaker:

akute Lösungen, ja? Damit das ein

Speaker:

Notfall aufwirkt und unterstützt,

Speaker:

dass das definitiv kein

Speaker:

Mitte langfristige Lösung oder soll keine ersetzen,

Speaker:

dieses trauriges Ereignis auch zu verarbeiten, ja? Wir sind hier nicht im

Speaker:

Bereich Homatherapie und so weiter.

Speaker:

Wir sind hier auch zur Erinnerung, wir sind hier im Bereich Nervensystem, das heißt

Speaker:

hier und jetzt. Das Nervensystem funktioniert nur im hier und jetzt nicht,

Speaker:

was morgen oder gestern war oder wird und so weiter. Das

Speaker:

das das geht nicht, ja? Es gibt verschiedene Tools, die man

Speaker:

dann nutzen kann. Kurz,

Speaker:

Mitte, langfristig, ja da gibt's verschiedene Variantenübungen von 30 Sekunden bis

Speaker:

2 Stunden, wenn man wenn man die Zeit nimmt, jeder dem was man macht, was

Speaker:

man bearbeiten will und so weiter.

Speaker:

Und ich sag mal, ich schon mal im Voraus, weil ich da aus den Workshops

Speaker:

komme. Ich arbeite gerne präventiv, das heißt in der

Speaker:

Prävention kann man einiges machen jeden Tag.

Speaker:

Ich also ich stehe auf beispielsweise, ich gehe ins Bad, dann mach ich eine

Speaker:

Spaziergang mit meinem Hund und dann hab ich 8 bis 10 Minuten für eine

Speaker:

Atemübung jeden Tag. Mhm. Und mein Tag schon mal ganz anders. Der

Speaker:

Tag läuft seitdem ich das mache komplett anders. Mehr

Speaker:

Ruhe, Gelassenheit, kreativer, besser Ergebnisse, indem

Speaker:

ich was mache, mehr Energie, mehr Konzentration also. Da

Speaker:

sind so, das ist eine 8 bis 10 Minuten am Tag, ist eine Kleinigkeit, finde

Speaker:

ich. Und das kann man präventiv schon mal

Speaker:

machen, also wenn's so ein Fall eintritt, dass man

Speaker:

einfach ja weniger in die

Speaker:

Unsicherheit gehen kann, weil man schon recht sicher ist. Mhm.

Speaker:

Und in unseren akute Situation, wenn Du jetzt gerade die Nachricht bekommst

Speaker:

und und das musst Du auch relativ schnell mitteilen und Du hast

Speaker:

ja vielleicht keine 10 Minuten. Was wir wollen ist

Speaker:

tatsächlich der vordere Ast vom Vagusnerv aktivieren.

Speaker:

Denn normalerweise, wenn er aktiviert ist, funktionieren die

Speaker:

andere nicht. Okay. Und

Speaker:

andersrum. Ist wie gesagt, es gibt ein paar Ausnahmen, aber ich will nicht zu sehr

Speaker:

ins Detail gehen, aber prinzipiell, wenn dann fordere eine gute Art, wenn

Speaker:

er für die soziale Fähigkeiten funktioniert,

Speaker:

dann kannst Du nicht in der Unsicherheit sein und andersrum auch wahr,

Speaker:

ja. Und wie wir das aktivieren, habe ich mir gedacht, ich

Speaker:

bereite mal für heute mal 3 ganz kurze Sachen,

Speaker:

die wir auch hier mal für die Teilnehmer an die Hand geben können direkt.

Speaker:

Auch ja jederzeit umsetzen können, weil das

Speaker:

einfach sehr gut funktioniert in sehr kurzer Zeit, ne.

Speaker:

Ja. Zu diese 3 Sachen

Speaker:

habe ich noch das Thema ätherische Öle. Das mache ich sehr gerne,

Speaker:

weil die haben auch eine hohe Wirkung. Mhm. Das ist

Speaker:

unser Riechnerb, das ist zwar kein Thalies von der Polyvagalen Theorie, aber der ist auch

Speaker:

sehr wichtig. Der ist ja direkt verbunden an die unserem olympischen

Speaker:

Anfallsding sein, einfach 'n ätherische Öl zu haben, in die Hände

Speaker:

reiben, riechen und dass man das einfach bewusst

Speaker:

aufnimmt. Das kann schon mal eine Sache sein, ja. Mhm.

Speaker:

Wobei ich denke mal, die meisten haben im Büro jetzt keine Sammlung

Speaker:

ätherischer Öle.

Speaker:

Glaube ich. Ja, ich ich hab schon 'n paar Leute, die

Speaker:

das dabei haben. Also ich hab persönlich immer dabei. Ja. Das ist bei mir

Speaker:

immer unterwegs und je nach Fälle tatsächlich

Speaker:

nur zu easy.

Speaker:

Ob man das im Büro hat in der in der Tasche, in dem Rucksack oder

Speaker:

nicht, das ist natürlich jedem überlassen. Ich hab sie gerne dabei

Speaker:

tatsächlich. Das 1., was ich

Speaker:

jetzt als fast eine Grundübung

Speaker:

mache, dauert auch 30 Sekunden. Ja. Das

Speaker:

ist die Hände zu verkreuzen.

Speaker:

Mhm. Als ob Du beten würdest, aber die die Handfläche nicht zusammen,

Speaker:

sondern ausgebreitet. Mhm. Und dann

Speaker:

packst Du deine beide Hände hinter deinem deinem deinem

Speaker:

Kopf. Als ob Du gemütlich da liegen würdest wie im Urlaub,

Speaker:

weißt Du? Mhm. Und

Speaker:

ganz hinten unter dem Schädel, wo der

Speaker:

Nackengerade ansetzt, hast Du den Hirnstamm. Mhm.

Speaker:

Das Spannende ist, wenn das Nervensystem in

Speaker:

die Unsicherheit gerät, dann

Speaker:

fängt sich dieser Taille total zu verkrampfen, sondern auch, dass gewisse

Speaker:

Hormone nicht mehr ins Gehirn geleitet werden. Ja.

Speaker:

Das heißt, was ich da suche, was auch extrem entspannend ist,

Speaker:

besonders wenn man wiegt, ist es dieser Teil wird

Speaker:

nur drauf zu liegen mit den Händen oder Du nimmst deine Finger

Speaker:

und dann fängst Du an, eine Richtung zu streicheln,

Speaker:

probierst alle Richtungen auf beide Seite der Wirbelsäule. Und

Speaker:

Du wirst merken, es gibt dann eine Seite,

Speaker:

die immer mehr Widerstand gibt als die anderen. Und diese

Speaker:

streichst Du in die Gegenrichtung von dem Widerstand

Speaker:

ganz leicht nur ins Gewebe gehen. Das ist keine Massage, ja, das ist zu

Speaker:

viel, sondern nur einfach da

Speaker:

schon mal rein massieren. Reine das erlaubt schon

Speaker:

eine gewisse Grundentspannung in der

Speaker:

Situation, weil wir da den Hirnstamm schon entlasten.

Speaker:

Okay. Und das da brauchst Du keine 2 Stunden

Speaker:

dafür. Das geht schon innerhalb 30 Sekunden.

Speaker:

Mhm. Ja. Das kann man auch wie gesagt mit ätherische Öle noch

Speaker:

mal an der Stelle auch kombinieren. Am besten Öle, die entweder

Speaker:

entspannen, ein typischer Lavendel zum Beispiel. Ja. Aber

Speaker:

auch die aktivieren, wenn Du merkst, Du bist eher im

Speaker:

In der Straße oder im Ohnmacht, dann nimm mir vielleicht lieber

Speaker:

etwas, was dich aktiviert, was dich aus dieser

Speaker:

Immobilisierung rausnimmt. Mhm. Ja? Ich hab

Speaker:

Zitrone oder eine Orange, irgendwas mit bisschen Pep. Ja?

Speaker:

Mhm. Das war das eine, das ist eine Grundübung, die ich immer

Speaker:

mache. Ziemlich egal, was los ist.

Speaker:

Die geht sehr schnell und kann man überall

Speaker:

anwenden, auch im Sitzen würde es gehen. Bisschen schwieriger, weil man Spannung

Speaker:

auf dem auf dem Nacken hat, den Kopf zu halten. Aber das

Speaker:

geht auch, wenn man weiß, wie es geht. Ja.

Speaker:

Ja, wie gesagt, die Situation ist da ja dann möglicherweise, ich habe

Speaker:

die Nachricht bekommen. Der Flurfunk hat schon

Speaker:

angefangen. Das heißt, dass ich dann maximal

Speaker:

noch mal meine Bürotür zumachen oder ich geh grad mal kurzerhand auf die Toilette, dann

Speaker:

kann ich, wie Du eben sagtest, die Hände

Speaker:

verschränken und was für meinen Nacken tun,

Speaker:

mich an dieser Stelle neu zu, ich sag mal, zu resetten.

Speaker:

Genau. Genau. Das ist auch schon mal ein erster Schritt. Ja.

Speaker:

Was ein sehr guter Tool ist und bei jedem Mensch auch funktioniert,

Speaker:

ist, dass der Bereich Atem.

Speaker:

Presswork, Atemübungen. Es gibt tausende von

Speaker:

Übungen, tausende von Techniken,

Speaker:

aber der Mensch ist auch unter den Tieren der einzige,

Speaker:

der seinen

Speaker:

Atem nutzen kann, sein Nervensystem zu

Speaker:

beeinflussen. Mhm. Denn normalerweise funktioniert nur andersrum.

Speaker:

Also typischerweise das Nervensystem schlägt Alarm.

Speaker:

Was macht die Atmung? Die wird kürzer und schneller.

Speaker:

Mhm. Meistens nicht über die Nase, sondern oft auch über den

Speaker:

Mund. Ja. Das kann jeder beobachten

Speaker:

tagsüber, wie er atmet. Wenn Du anfängst über den Mund zu

Speaker:

atmen, aktivierst Du den Sympathikus. Ich hab

Speaker:

noch eine 3. Sache gebracht und zwar es ist

Speaker:

ziemlich mein mein meine Lieblingstechnik auch zur Regulierung.

Speaker:

Es gibt 'n Hack zum zum Nervensystem und zwar

Speaker:

die Fingerspitzen, die Hände, aber besonders die Fingerspitzen.

Speaker:

Wir haben in den Fingerspitzen die meisten Nervenende,

Speaker:

ja. Mhm. Und wenn man sie vernünftig und

Speaker:

richtig nutzt, dann ist man tatsächlich in

Speaker:

der Lage Oxytocin selbst zu produzieren.

Speaker:

Das bedeutet, da komme ich auch zurück auf meine Aussage von von

Speaker:

relativer am Anfang. Wenn dir Amy anfängt dieses

Speaker:

Cortisol auszuschütten, das kannst Du gut balancieren mit Oxytocin.

Speaker:

Die Frage ist nur, wo findest Du Dioxidocin gerade ne? Mhm. Und

Speaker:

das findest Du gut mit den Fingerspitzen und ich

Speaker:

hab jetzt eine kleine Übung, 3 Minuten das Mindeste,

Speaker:

sich zu regulieren, aber bei 8 oder 10 Minuten, wenn

Speaker:

ich das mache, sagen die Leute, boah ich bin total müde und ich sag immer

Speaker:

nein, Du bist nicht müde. Du bist reguliert, nur diesen

Speaker:

Zustand kennst Du gar nicht mehr, ja? Die

Speaker:

sind so voll von uns hin zu ziehen, dass sie da einfach richtig

Speaker:

richtig gut und entspannt da sitzen oder liegen,

Speaker:

ja. Ja. Und für dich okay ist, könnten wir die

Speaker:

Übung also miteinander machen gerade, ja, dass die Teilnehmer, dass

Speaker:

auch weiß, die Zuhörer auch das mit genießen

Speaker:

können. Ist das für dich okay? Fangen am besten

Speaker:

mal an. Ich hoffe, dass wir es einfach auch ohne Bild

Speaker:

so hinkriegen, dass es einfach eine Wirkung hat. Das

Speaker:

das kriegen wir auch ohne Bild hin, definitiv. Dann würde ich dich

Speaker:

einladen, jetzt ein Objekt in deine Hand zu nehmen. Das ist auch

Speaker:

ziemlich egal was für ein Objekt. Ja. Vielleicht nicht schwer wie ein Hand

Speaker:

oder so, aber etwas, was Du auch berührst oder vielleicht sogar gerne berührst.

Speaker:

Ich hab Kartenstück in meiner Hand. Ja, ich auch. Ich hab auch gerade ein

Speaker:

Stift, genau. Das könnte eine Brille sein, es könnte ein Heilstein sein, das könnte

Speaker:

alles nur gerne Socke

Speaker:

ja. Und dann dein Körper in eine

Speaker:

angenehme Position zu bringen, etwa zurücklehnen oder sogar

Speaker:

hinlegen und wichtig ist,

Speaker:

dass die Arme und Schulter, besonders

Speaker:

Ellbogen, eine entspannte Position haben,

Speaker:

ja? Mhm. Bist Du schon so weit?

Speaker:

Ja. Okay, dann lass uns

Speaker:

starten. Dann fang an

Speaker:

dieses Subjekt, das Du dir ausgesucht hast, einfach zu berühren.

Speaker:

Einfach nur mit den Fingerspitzen

Speaker:

an diesem Objekt fahren

Speaker:

und bei dieser

Speaker:

Berührung wirst Du merken,

Speaker:

dass dein Körper, dein Gehirn anfängt dir zu erzählen,

Speaker:

was für 'n Objekt das ist, wie das

Speaker:

heißt, woher das kommt, vielleicht was es gekostet

Speaker:

hat, was ist ein Zweck? Alle

Speaker:

Infos, die Du gerne zur Seite legen kannst.

Speaker:

Mhm. Und bei dieser Gelegenheit reduzierst Du die

Speaker:

Geschwindigkeit deiner Berührung die Hälfte.

Speaker:

Mhm.

Speaker:

Und berührsend.

Speaker:

Vielleicht nimmst Du noch andere Informationen wahr wie

Speaker:

die Form, die Textur, vielleicht

Speaker:

die Temperatur vom Objekt. Alles, was Du

Speaker:

wahrnimmst, legst Du auch wieder zur Seite bei den anderen

Speaker:

Sachen. Mhm.

Speaker:

Und dabei reduzierst Du normal die Geschwindigkeit deiner Berührung

Speaker:

auch wieder die Hälfte. Mhm.

Speaker:

Es gibt nix zu tun, nirgendwo

Speaker:

hinzugehen. Einfach nur

Speaker:

dieses Hier und Jetzt.

Speaker:

Die Zeit, die Du jetzt für dich kurz

Speaker:

nimmst,

Speaker:

sonst nix Weiteres.

Speaker:

Bleib bei deinen Fingerspitzen bei der Kontaktstelle

Speaker:

und bring immer wieder deine Aufmerksamkeit dahin.

Speaker:

So langsam, wie Du's

Speaker:

kannst, fast wie eine Pause an dem Objekt.

Speaker:

Und wenn Du so

Speaker:

weit bist, komm langsam zurück

Speaker:

Mhm. In den Raum, wo Du bist.

Speaker:

Und dann wieder zum Bildschirm ganz langsam.

Speaker:

Das werden jetzt 3 Minuten etwa. Mhm. 3

Speaker:

Minuten wird's gebraucht. Magst Du

Speaker:

vielleicht teilen, was Du an der Stelle gemerkt

Speaker:

hast? Also ich merke für mich, ich bin einfach noch mal

Speaker:

deutlich runtergekommen. Mhm. Konnte mich

Speaker:

etwas entspannen und auch der Nacken

Speaker:

hat sich bei mir entspannt. Also

Speaker:

ich war jetzt nun vorher also ich war jetzt nun vorher nicht groß aufgeregt, aber

Speaker:

ich merke im Augenblick schon den Unterschied und wenn ich jetzt so

Speaker:

dran denke, so manches schwierige

Speaker:

Gespräch, was ich ja früher noch mal mehr beruflich hatte

Speaker:

und einfach auch in der kürzeren Taktung,

Speaker:

gerade dann, wenn es Leben und Tod gegangen ist, da kann

Speaker:

ich mir schon gut vorstellen, da auch wirklich für mich runterzukommen.

Speaker:

Das waren nur 3 Minuten. Bei 5, 8 oder 10, dann

Speaker:

kommst Du noch in eine ganz andere Ecke von von dem Wort

Speaker:

regulieren oder Entspannung. Ja. Das ist,

Speaker:

wenn wenn man das gelernt hat, was wir gerade machen, wenn wenn

Speaker:

man's lang genug üben weiß, wie das geht und so weiter,

Speaker:

kann man das auch tagtäglich machen. Also

Speaker:

wenn ich eine Schulung mache zum Beispiel, ja, bin ich manchmal

Speaker:

total unbewusst am irgendwas mit mit meinen Händen

Speaker:

spielen. Mhm. Ich nenn's mal spielen jetzt einfach.

Speaker:

Irgendwie so ein Stift, irgendwie so ein Klammer, irgendwas. Ja. Und

Speaker:

ich rigur mich einfach ständig damit. Produziere ich ständig Oxytocin

Speaker:

oder sowas. Mhm. Ja, das

Speaker:

das ist so verankert bei mir jetzt, teilweise beim Fahren auch

Speaker:

am am am Lenkrad. Ja, Du musst ja nicht die Augen schließen beim Fahren, das

Speaker:

ist schlecht. Aber 1 dieses automatisch

Speaker:

berühren ist bei mir zu In, das

Speaker:

ist das ist ein magischer Tool, finde ich. Ja.

Speaker:

Innerhalb kürzester Zeit hast Du schon mal Cortisol entgegengewirkt.

Speaker:

Mhm. Aber bist Du in diesem Moment auch für dich noch mal wirklich

Speaker:

präsent? Also grade, wenn ich jetzt an das Autofahren denke,

Speaker:

bin ich in diesem Moment auch wirklich präsent, denn ich muss

Speaker:

gegebenenfalls schneller in den Eisen sein als derjenige, der

Speaker:

gerade von rechts oder links versucht mich zu überholen.

Speaker:

Ja, also was wir jetzt gerade gemacht haben, ist sozusagen

Speaker:

die Anfängerversion. Ja. Das heißt da

Speaker:

meistens sind die Leute eine entspannte Körperlage

Speaker:

und haben meistens Jaugen und zu und versuchen, da sich wirklich zu entspannen.

Speaker:

Oft ist das schwierig, weil das Gehirn immer angerannt kommt

Speaker:

und sag, oh was war gestern noch was bekommst Du mal morgen machen? Was haben

Speaker:

wir heute vergessen bla bla bla bla bla bla. Und der blattert dich voll,

Speaker:

ja? Wenn Du es lang genug machst,

Speaker:

normalerweise kommst Du irgendwann an eine Grenze, an eine

Speaker:

Schwelle, wo Du es automatisch machst. Mhm.

Speaker:

Du merkst Du merkst das teilweise nicht mal,

Speaker:

weil das ist automatisch und der Körper mag das einfach, weil das

Speaker:

ist das ist ein super Zustand. Ja. Das ist jetzt unheimlich viel

Speaker:

Oxytocin, wo alles richtig funktioniert im Körper,

Speaker:

ja. Blockiert wird von irgendwelche Spannungen

Speaker:

und der der der Körper ist einfach, er will das. Ja. Er

Speaker:

sucht, ja. Wer will schon mit Kortison

Speaker:

rumlaufen?

Speaker:

Jeder will sich wohlfühlen, ja, also da macht's gut

Speaker:

dafür. Ja. Ich bin ein Pragmatiker, weißt

Speaker:

Du? Ja. Ja, zumal ich denk

Speaker:

auch mal Wir hatten ja am

Speaker:

Anfang auch gesagt, Du bist jemand, der macht

Speaker:

Abschurzicherung. Das heißt also Ja. Du bist möglicherweise

Speaker:

auch mit 'nem Team unterwegs. Die müssen erst mal die

Speaker:

Bäume oder den Masken oder was auch immer hochkapseln und wenn

Speaker:

man dann auf einmal merkt, das sind 20 Meter unter mir,

Speaker:

da kann da schon einmal das Herz in die Hose gehen.

Speaker:

Ja, das ist witzig, dass Du das ansprichst, weil ich hab ab und zu habe

Speaker:

ich Leute in der Höhe, die haben Höhenangst. Mhm. Also

Speaker:

der die kriegen eine Arbeit, wo sie selber Höhenangst haben. Das

Speaker:

passt überall nicht zusammen, das ist unfall vorprogrammiert.

Speaker:

Ja. Meistens und und ich hab tatsächlich einen Fall so

Speaker:

gehabt auf 8 Meter Höhe auf ein auf ein Gittermast,

Speaker:

wo der Mitarbeiter beim Training praktisch bei der Schulung, ja. Er ist mir

Speaker:

da oben stehen geblieben. Er war er war einfach eben in der Strache.

Speaker:

Und ich bin wieder zu ihm hochgegangen und

Speaker:

bin langsam zu ihm und hab mit ihm angefangen zu reden und so weiter

Speaker:

und er hat mir, das einzige was er mir sagen konnte

Speaker:

ist, ich habe Höhenangst. Und ich kann da auf 'n Meter mit ihm

Speaker:

und dachte, na toll, was machen wir jetzt? Das heißt, ich muss

Speaker:

selber schon dermaßen reguliert sein und

Speaker:

auch meinen Sympathikus aktivieren können, selber aber nicht in den

Speaker:

Ohnmacht fallen und den den habe

Speaker:

ich da oben mal ja, was heißt beruhigt und auch

Speaker:

aktiviert, dass er mit mir relativ

Speaker:

sicher noch von da gegangen ist. Ja. Also das ging. Das hat

Speaker:

seit paar Minuten gedauert, ja. Wir haben die Zeit genommen auch

Speaker:

alles, aber dann ist ganz klar so ein Mensch hat nix in der Höhe

Speaker:

verloren, weil er gefährdet sich selber, gefährdet die Firma, vielleicht

Speaker:

andere Kollegen. Aber in meinem Job habe ich da schon mal

Speaker:

gehabt, Leute auch mit Platzangst, die in die Tiefe gehen, in beengte Räume.

Speaker:

Mhm. Das gibt's auch, da ist alles in diesem Beruf. Ja.

Speaker:

Und da bin ich froh, wenn ich diese Tools für mich und für den

Speaker:

Kollegen, auch für den Mitarbeiter hab. Ja. Weil in kürzester

Speaker:

Zeit, dann kriege ich die wieder da zu sich und in 'nem

Speaker:

sicheren Rahmen können wir das lösen. Ja? Das

Speaker:

ist Ja und in letzter Konsequenz ist es ja auch nichts

Speaker:

anderes. Da stehst Du da oben, merkst Du

Speaker:

auf einmal, Du hast Höhenangst, auch wenn Du's vorher nicht wusstest. Oh.

Speaker:

Jetzt musst Du irgendwas damit tun oder Du sagst,

Speaker:

ich bin einfach auch die gute Führungskraft, die Du sicherlich auch

Speaker:

bist, aber mit dieser Situation bin ich

Speaker:

noch nicht konfrontiert worden. Ich weiß nicht, wie ich damit umgehen

Speaker:

soll, wenn ich eben halt jetzt die Trauernachricht habe oder

Speaker:

gegebenenfalls auch die Suizidnachricht. Und in diesem Moment ist es

Speaker:

einfach wichtig, dann solche Techniken, wie Du

Speaker:

sie grad gezeigt hast, einbringen zu können, sich da

Speaker:

runterregulieren zu können. Ganz genau und im

Speaker:

Endeffekt würde ich auch vorhin ganz normal fragen, sagte die Strukturen und

Speaker:

Mechanismen sind gleich. Ob jemand jetzt in der Höhe eine Angst hat oder

Speaker:

diese Trauennachricht ja weitergeben muss. Ja. Dann

Speaker:

ist der sowieso im Überlebensmodus geschoben worden in der

Speaker:

Unsicherheit vom Nervensystem und damit muss man irgendwie

Speaker:

umgehen können, weil das ist kein guten Zustand für uns. Ja.

Speaker:

Und das ist da, wo die Trigger individuell sind, wo die Lösungen

Speaker:

allgemein sehr universell sind. Ein paar Dinge funktionieren besser

Speaker:

als andere bei individuellen Menschen, aber

Speaker:

im Endeffekt finde ich es immer wichtig, Tools an der Hand

Speaker:

zu haben und da rauszukommen. Ganz klar.

Speaker:

Ich sag dir jetzt mal ganz ganz herzlichen Dank.

Speaker:

Da können wirklich viele auch was damit anfangen und wer

Speaker:

da sich wirklich einarbeiten will, soweit ich weiß, bietest Du ja

Speaker:

auch in dieser Richtung Übungen, Kurse und Ähnliches

Speaker:

an. Ja, ganz genau. Ich

Speaker:

hab ich hab 3 Programme einmal 2 Tage Seminar,

Speaker:

das Ganze bisschen tiefer kennenzulernen. Mhm. Und

Speaker:

dann habe ich einen 3, 6, neunmonatigen Follow-up

Speaker:

Programme, den man online verwaltet Woche für nach Woche

Speaker:

und ich habe gleich Atem noch ein CO2 Toleranztraining

Speaker:

für Leute, die das noch nie gehört haben, noch nicht wissen, was

Speaker:

wirklich atmen bedeutet und so weiter. Auch basiert auf der

Speaker:

Polyvagale Theorie über 3 Monaten.

Speaker:

Ich hab auch sonntags, der 1. Sonntag im Monat habe

Speaker:

ich noch einen kostenlosen Symbol über Zoom,

Speaker:

der öffentlich ist und über mein Webseitenfach erreichen kann, das heißt wenn

Speaker:

jemand da Lust hat, Sonntag Abend 18 Uhr,

Speaker:

startet Call für oder Der Preis kann die Shownotes sein.

Speaker:

Genau, also jeder ist willkommen und braucht keine Kuh, irgendwas,

Speaker:

sondern einfach einen Willen. Kann auch jederzeit gehen, Du hast keine Pflicht in

Speaker:

diese Veranstaltung, das ist einfach Wer will

Speaker:

kann, fertig. Pragmatisch wieder.

Speaker:

Pragmatisch wieder, genau. Und für besondere Situationen

Speaker:

oder besondere Anfragen bin ich immer da. Man kann natürlich

Speaker:

alle Tools anpassen, manche weglassen, andere

Speaker:

nehmen. Es gibt genug, ja. Hauptsache die Leute

Speaker:

haben eine vorhandene Lösung an der Hand. Ich sag ganz

Speaker:

ganz herzlichen Dank. Ich danke dir auch

Speaker:

Stefan. Hat mich sehr gefreut. Ja, liebe Hörerinnen und

Speaker:

Hörer, wenn ihr noch Fragen habt, wer immer

Speaker:

mich nicht mitschreiben kann, der schreibt einfach an Podcast at

Speaker:

Trauermanager Punkt d e und ich leite die

Speaker:

Anfragen gerne weiter und ja, damit wir

Speaker:

eben halt nicht das nächste Mal, wenn der Säbelzahntiger sich

Speaker:

umdreht, gleichen Herzinfarkt kriegen, dafür

Speaker:

war die heutige Episode, sich eben

Speaker:

halt wirklich da runter zu regulieren.

Speaker:

Herzlichen Dank fürs Zuhören und bald kommt die

Speaker:

nächste Episode.

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