Christophe Blondeau ist Spezialist für Absturzsicherungen. In luftiger Höhe passierte es nicht nur einmal, dass jene, die bei ihm die Ausbildung machten Angst vor der der eigenen Courage bekommen haben. Mit seiner Ruhe und Gelassenheit brachte er sie wieder runter. Wäre er hektisch geworden wäre es wahrscheinlich weniger glimpflich abgegangen.
Seit vielen Jahren beschäftigt sich Christoph Blondeau mit Polyvagal und schult die praktische Umsetzung. Wer im Trauerfall als Führungskraft schnell gelassen werden muss, sollte sich diese Episode nicht entgehen lassen. Und
Gerne tiefer zum Thema „Nervensystem Regulierung“ im individuellen Austausch, nicht nur im Kontext einer Trauernachricht, sondern auch allgemein im Betrieb. www.machsdirleicht.eu [email protected] https://www.linkedin.com/in/christophe-blondeau/
Danke Christophe für das Gespräch
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Wir sind das
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Mentioned in this episode:
Wie schaffe ich's als Führungskraft innerhalb von 30 Sekunden
Speaker:maximal 10 Minuten mit meinem Nervenkostüm
Speaker:runterzukommen, bevor ich eine schwere Trauernachricht
Speaker:meinem Team mitgeben muss? Liebe
Speaker:Hörerinnen und Hörer, das wird der Schwerpunkt der heutigen Folge
Speaker:sein. Herzlich willkommen zum das
Speaker:Schwere leicht gesagt, dem Podcast des Trauermanagers.
Speaker:Und ich hab mir heute ein
Speaker:eingeladen, einen Fachmann, Christoph Blondeau.
Speaker:Er kommt aus dem Brandsturz. Er hat
Speaker:als Schwerpunkt die PSA, also persönliche Schutzausrüstung
Speaker:zum Thema Absturz und da muss man sich natürlich auch immer wieder
Speaker:runterbringen, wenn's da vorne brennt und ich mein Kostüm
Speaker:habe, da muss ich mich runterbringen und deshalb hat er sich schon lange
Speaker:mit dem Stichwort Polyvagaltheorie
Speaker:beschäftigt. Lieber Christoph, ganz
Speaker:herzlich willkommen hier im Podcast. Ja, hallo
Speaker:Stefan. Danke für die Einladung. Ich freue mich schon sehr auf unser Thema.
Speaker:Es wird spannend, glaube ich. Das denke ich auch.
Speaker:Jetzt einfach noch mal für alle als
Speaker:Informationen. Wir reden hier heute über Techniken aus der
Speaker:Polyvagaltheorie, aber wir reden nicht über
Speaker:Diagnosen oder Therapie oder Ähnliches. Das überlassen
Speaker:wir gerne den Ärzten.
Speaker:Ja, Du sagst, das Problem
Speaker:bei Trauernachrichten ist selten die Wortwahl.
Speaker:Mancher meint ja, er müsste da die noch bessere Wortwahl
Speaker:bringen, sondern eher der Zustand des Nervensystems,
Speaker:weil die Menschen ja eher unreguliert in
Speaker:diesem Moment sind. Wie meinst Du
Speaker:das?
Speaker:Ja, ich würde mal schon
Speaker:anfangen mit meiner eigenen Erfahrung in dem Bereich, denn ich
Speaker:hab leider schon diese Situation selbst erlebt.
Speaker:Ich war noch keine 30, war schon 'n paar Jahren
Speaker:Verkaufsleiter mit 'nem Team. Im Team bekamen wir einen neuen
Speaker:Mitarbeiter. Da 6 Monaten ist der mein Pendant im in Norddeutschland
Speaker:geworden und ein paar Monaten später
Speaker:hat er sich leider umgebracht und
Speaker:ich musste mein Team anrufen und und denen die
Speaker:Nachricht überbringen. Das waren 12 Anrufe
Speaker:und ich glaube eine der schwersten Dinge in dieser Position in meinem
Speaker:Leben zu tun, das ist diese Nachricht zu überbringen, ja.
Speaker:Man hat selber sehr viel Fragen, die unbeantwortet
Speaker:bleiben und diese gleiche Fragen kriegst Du noch mal 12
Speaker:Mal wieder gestellt. Immer noch
Speaker:ohne Antwort und ich hab,
Speaker:glaube ich, das getan, was ich am besten tun konnte in der Situation,
Speaker:aber als Du mich angerufen hast oder kontaktiert hast,
Speaker:dann habe ich mir gedacht, wir hätten was anderes
Speaker:gebraucht damals tatsächlich ne. Das war echt
Speaker:kein keine schöne Zeit muss man sagen. Super
Speaker:schwierig rüberzubringen.
Speaker:Ja, wie meine ich das? Darf ich aber gerne noch sagen?
Speaker:Hattest Du vorher schon mal Kontakt mit der Polybargaltheorie
Speaker:oder war das für dich auch der Ursprung dort eigentlich
Speaker:dich ja, dort einzusteigen?
Speaker:Na, ich hab damals nichts gehabt. Ich hab nur mich gehabt, also alles, was
Speaker:ich hatte. Ich bin einfach in
Speaker:meine Verantwortung eingestiegen und hab gesagt,
Speaker:ich kümmer mich die Nachricht an mein Team, aber ohne Kenntnisse,
Speaker:ohne irgendwie irgendwas. Ich hab tatsächlich 'n paar Jahren gebraucht,
Speaker:das zu verarbeiten von meinem Kollege und und und also.
Speaker:Mhm. Was Du wahrscheinlich auch in deinem Beruf, in diesem Bereich
Speaker:sehr oft hören kannst und ich hatte nix, 0.
Speaker:Ja. Ich hab das war über die Jahre später
Speaker:anders verarbeitet und anders gelebt, also was man machen
Speaker:könnte tatsächlich, ja. Mhm.
Speaker:Ja, und dann war dann eine Frage, wie machen wir das dann in dem Bereich,
Speaker:ja? Ja. Also was
Speaker:ich jetzt die letzte Jahren gelernt habe über die Polyvagaltheorie
Speaker:und auch angewendet haben, nicht nur bei mir, sondern auch bei bei
Speaker:viele anderen Menschen,
Speaker:Ist prinzipiell auch möchte ich betonen hier, was
Speaker:ich hier sage, ist aus Sicht von dem Nervensystem.
Speaker:Mhm. Das ist ein neurolisches Prozess,
Speaker:von dem wir so gut wie nichts wahrnehmen, sondern eher
Speaker:die Konsequenzen, die Symptome praktisch,
Speaker:ja. Aber selbst diese Prozesse innerlich wahrzunehmen, das das geht viel zu
Speaker:schnell. Ja, da sind wir nicht fähig, das wahrzunehmen,
Speaker:sondern eher wenn das passiert ist praktisch.
Speaker:Und das was passiert in eine Trauersituation so wie
Speaker:diese, ist, dass das Nervensystem einfach in die
Speaker:sogenannte Unsicherheit kippt. Ja. Wir
Speaker:werden ja mit viele Themen konfrontiert, ne? Das muss man vielleicht auch
Speaker:sagen. Thema der Tote, nicht mehr
Speaker:existieren, Menschen nie wiedersehen, starke Gefühle, Emotionen
Speaker:wie Angst, Wut, Traurigkeit. Mich sagte auch Schuldgefühle,
Speaker:alles gemischt teilweise. Also das ist schon
Speaker:einiges, was auf das Nervensystem zustößt auf einmal.
Speaker:Mhm. Und jeder bearbeitet das auch sehr individuell.
Speaker:Doch das Nervensystem hat die gleiche Struktur für alle
Speaker:Säugetiere. Mhm. Es ist unsere Chance, das
Speaker:heißt die Mechanismen dahinter sind die gleiche für alle.
Speaker:Nur die Trigger, also was dich aus der aus dem Ungleichgewicht
Speaker:bringt, sowie die Tools, die auch bei den Personen
Speaker:wirken, sind individueller. Mhm.
Speaker:Ich würde mal ganz kurz auf die Polyvagaltheorie angehen, dass
Speaker:für die Zuhörer mal verständlicher ist, was ich
Speaker:Genau das wäre nämlich meine nächste Frage, denn viele haben das Wort wahrscheinlich
Speaker:noch überhaupt nicht gehört. Ja, das ist in Deutschland, in
Speaker:Europa finde ich auch sehr unbekannt leider sehr schade.
Speaker:Ich versuche das verständlich und auch mich auf das Wichtigste zu
Speaker:konzentrieren für unser Thema, weil so ist es ein Thema, Du kannst
Speaker:teilgenommen drüber reden. Kein Problem. Die Zeit
Speaker:haben wir leider nicht vielleicht im im Teil 2 oder so, aber heute heute nicht.
Speaker:Also was die meisten kennen, ist die alte Wahrnehmung.
Speaker:Das heißt, wir haben ja immer einen Sympathikus, der ist für den Stress zuständig
Speaker:oder einen Parasympathikus für die für die Entspannung.
Speaker:Das ist ziemlich die alte Variante. Aus der Polyvagaltheorie
Speaker:haben wir eigentlich 3 Motoren des Nervensystems im
Speaker:Bereich soziale Fähigkeiten sicher unsicher
Speaker:sein. Wir haben einmal
Speaker:unsere Sympathikus immer noch. Mhm. Der Sympathikus
Speaker:ist eher für das Thema Mobilisierung zuständig.
Speaker:Mhm. Dann haben wir das Thema
Speaker:hinteren Ast von dem Vagusnerv. Der ist für das Thema eher
Speaker:das Gegenteil, eher die Immobilisierung Mhm.
Speaker:Zuständig und dann haben wir den vorderen Ast von
Speaker:Vagusnerv. Das ist der neueste davon, der uns bekannt
Speaker:ist. Der ist eher für die Sozialfähigkeit
Speaker:zuständig. Mhm. So,
Speaker:jetzt haben wir vom Nervensystem aus, er kennt nur 2
Speaker:Stunden Zustände letztendlich. Er ist entweder in der Sicherheit oder
Speaker:in der Unsicherheit. Und es gibt tatsächlich
Speaker:eine Relation zwischen Sicherheit und soziale Fähigkeiten.
Speaker:Mit soziale Fähigkeiten ist gemeint, ich kann
Speaker:mit jemand in die Begegnung gehen mit 'nem anderen
Speaker:Mensch und dabei empathisch sein,
Speaker:freundlich, lösungsorientiert und so weiter.
Speaker:Mhm. Im Gegenteil zu Unsicherheit, wo ich da
Speaker:ins Überlebensmodus reinrutsche.
Speaker:Ja. Das kennen viele unter Fight flight, also
Speaker:Kampf und Flucht. Mhm. Oder auch Freees Shutdown, das
Speaker:ist dann wieder Strache und Ohnmacht.
Speaker:Und sobald ich
Speaker:anfange in diesem Überlebensmodus rein zu rutschen, dann
Speaker:funktioniert mein präfrontaler Kortex gar nicht mehr. Ja. Das
Speaker:heißt nicht mehr fähig normal zu denken, rational zu
Speaker:denken, sondern ich denk nur, ist das
Speaker:lebensgefährlich gerade. Mhm. Und
Speaker:der Sympathikus wird dich aktivieren in dem Kampfflug und der
Speaker:hintere Ast vom Vagusnerv werde ich aktivieren in dem
Speaker:starre Ohnmacht. Also im Endeffekt dein Nervensystem
Speaker:nimmt viele Dinge wahr und wenn ihm das so erscheint, als ob Du
Speaker:von dem Tier gefressen wirst oder wirklich dein Leben
Speaker:bedroht wird, ja, ja dann wechselt er in diese
Speaker:Modis. Mhm. Was auch für uns natürlich
Speaker:immer sehr relevant ist, weil diesen
Speaker:Klick im Nervensystem muss irgendwann auch passieren, damit dir nichts gefährliches
Speaker:passiert, ja.
Speaker:So und diese 3 Motoren spielen miteinander, wechseln
Speaker:jede Sekunde hin und her und bleiben vielleicht ein bisschen länger hier und dann wechseln
Speaker:wieder zum zum anderen. Und
Speaker:das Entscheidende ist, ob dein Nervensystem sich
Speaker:sicher oder unsicher fühlt. Mhm. Geborene dir noch ein kurzes
Speaker:Beispiel. Es gibt ein paar Ausnahmen. Wenn man Sport
Speaker:betreibt wie Fußball, dann musst Du den Sympathikus aktiviert,
Speaker:sonst könntest Du gar nicht laufen. Mhm. Aber
Speaker:Du hast Regeln. Du hast ein Schiedsrichter. Das heißt, das
Speaker:macht das Ganze so sicher, dass Du eine Kombination aus Sympathikus
Speaker:und vorderen Arzt vom Vagusnerv hast. Du bleibst sozial mit
Speaker:anderen Menschen.
Speaker:Andererseits den hinteren Ast für die Immobilisierung,
Speaker:den brauchst Du, wenn Du zum Beispiel schlafen gehst. Mhm.
Speaker:Das heißt, wir haben da gewisse Themen, die sich auch überschneiden
Speaker:und das ausschlaggebend ist fühle ich mich also fühle sich mein Nervensystem
Speaker:sicher oder unsicher? Das
Speaker:Ganze hat einen Einfluss auf unsere ganze Organe. Das heißt die
Speaker:werden auch gestoppt, die funktionieren nicht mehr so gut oder
Speaker:gar nicht mehr. Zum Beispiel die Verdauung. Zum Beispiel der
Speaker:Spaß. Und das ist ein bisschen
Speaker:ganz schnell und kurz erklärt, wie die Polyvagale
Speaker:Theorie funktioniert. Ja. Dazu haben wir
Speaker:ein letzte Komponenten noch, das ist unsere Teil vom Gehirn, den wir
Speaker:Amyghtala nennen. Die Amyghtala ist verantwortlich für
Speaker:Cortisol. Mhm. Das heißt,
Speaker:wenn ich mal in der Unsicherheit bin, kann sein, dass ich da auch Coltisol
Speaker:produziere, sehr viel mehr als sonst. Mhm. Und Cortisol ist bekannt
Speaker:als die Stresshormon. Und sie balanciert es
Speaker:wieder mit Oxytocin. Zum Oxytocin komme ich ganz am Ende
Speaker:zu eine gewisse Übung. Und wenn Du beide aber ins Gewicht bringen kannst,
Speaker:dann bist Du wieder aus Nervensystem sich in
Speaker:der Sicherheit. Ja. Das wäre jetzt
Speaker:erst mal, wie die Polyvagaltheorie funktioniert im Vergleich zu dem
Speaker:alten zu dieser alte Wahrnehmung von Stress und Entspannung.
Speaker:Darum geht es die ganze Zeit Sicherheit und Unsicherheit.
Speaker:Ja. Genau. Also jetzt einfach noch mal die
Speaker:Amokler, zumindest so habe ich das
Speaker:verstanden. Wenn die im Endeffekt
Speaker:Alarm schreit, dann setzt im Endeffekt
Speaker:alles, was da vorne, ich sag mal,
Speaker:oben im Gehirn ist, präfrontaler Kortex aus. Und in
Speaker:dem Richtig. Ich gehe ich dann nur noch quasi auf auf
Speaker:das, was ich irgendwann einmal vielleicht als kleines Kind oder was auch
Speaker:immer oder wo ich sage, das könnte mich möglicherweise
Speaker:schützen. Das ist das, womit ich in diesem Moment
Speaker:reagieren kann. Aber das
Speaker:erlaubt mir natürlich nicht auch eine kritische Situation, die ich vorher noch nie
Speaker:erlebt habe, wirklich reagieren zu können.
Speaker:Richtig, das heißt zurück aus was ich vorhin gesagt
Speaker:habe, die Struktur, die Mechanismen sind gleich für alle.
Speaker:Nur die Trigger werden anders sein. Also wie zum Beispiel was gesagt
Speaker:hast gerade, ja? Sei es eine Trauernachricht oder es könnte ein Gehrung, ein Wort,
Speaker:ein Ort. Also das ist extrem extrem variabel.
Speaker:Aber was Du dagegen tun kannst, dich wieder zu
Speaker:regulieren, funktioniert bei jedem extrem
Speaker:ähnlich. Ein paar Tools besser als andere, aber im Endeffekt
Speaker:ist es, wenn man diese 3 Motoren vom Nervensystem verstanden hat, wie die
Speaker:funktionieren, dann kannst Du sie für dich auch nutzen. Mhm. Und das
Speaker:ist, was ich ja mit meiner Arbeit auch mache dementsprechend.
Speaker:Ja. Genau.
Speaker:Dann sind wir hier an dem an diesem Punkt.
Speaker:In letzter Konsequenz, ich strahl ja immer etwas aus, bevor ich überhaupt
Speaker:was sage. In dem Moment, wo ich auf die Bühne gehe oder meinen
Speaker:Mitarbeiter anrufe, da dem kommt ja im
Speaker:Endeffekt schon meine Energie oder meine Ausstrahlung entgegen,
Speaker:bevor ich ja nur ein Wort gesagt habe.
Speaker:Genau, also das das kann man Energie nennen, das nenne ich auch
Speaker:manchmal so tatsächlich, aber es ist sogar wissenschaftlich
Speaker:so durch die polyvale Theorie auch erkannt
Speaker:worden. Es gibt ein Wort in der polyvagale Theorie, das heißt
Speaker:Neuroception auf Englisch. Das
Speaker:bedeutet letztendlich, dass unseren
Speaker:Nervensystem nehmen die anderen Nervensystem wahr.
Speaker:Das ist 'n ganz spannendes Prozess, das heißt, Du musst dir
Speaker:vorstellen, der die die die Person
Speaker:diese Trauennachricht jetzt weitergeben will muss,
Speaker:ja. Und das ist auch der Grund, warum ich sage, dass die
Speaker:Kommunikation weniger wichtig ist als der Zustand vom Nervensystem.
Speaker:Ja. Das Nervensystem kann ja die komplette Umgebung. Das sucht
Speaker:nach Gefahren, nach Sicherheit, also alles mögliche, ja. Ja
Speaker:und indem er die anderen Nervensystem praktisch in der
Speaker:Nähe scannt, dann kann er vielleicht registrieren,
Speaker:dass eine andere Person in der Unsicherheit ist. Mhm.
Speaker:Das Nervensystem das checkt, dann findet
Speaker:er das auf einmal verdächtig, weil für die Nervensysteme, wenn
Speaker:die miteinander sozusagen sprechen, heißt das Lebensgefahr.
Speaker:Mhm. Weil das Nervensystem ist ja in der Unsicherheit.
Speaker:Mhm. Also dann ist eigentlich nur die Frage an der
Speaker:Stelle, ist dein Nervensystem
Speaker:so weit in der Sicherheit, dass Du drin bleiben kannst
Speaker:oder wirst Du durch den nächsten unsicheren
Speaker:Nervensystem selber so desreguliert, Mhm. Dass Du auch
Speaker:in die Unsicherheiter rutscht. Ja? Mhm.
Speaker:Und so ein Leiter son Personalleiter, Vertriebsleiter, Geschäftsführer,
Speaker:Teamleiter, das sind also aus meiner Sicht ja die meisten, die da
Speaker:diese Tätigkeit übernehmen, sondern die Nachricht so rüberbringen.
Speaker:Als Personalverantwortliche, das bedeutet interne
Speaker:Tätigkeit auch zu führen, also
Speaker:Leute als Gruppe hinter dir zu führen und dir
Speaker:zu führen, dass es auch in solche Situationen,
Speaker:ja. Ja. Und
Speaker:das ist natürlich besser zu führen, wenn Du selber ein
Speaker:Nervensystem hast, der in der Sicherheit ist. Mhm.
Speaker:Weil dann können sich die Leute an diese Person orientieren,
Speaker:statt eben zu scannen und das da dann zu dem sagt boah, da ist was
Speaker:komisch, da ist was Lebensgefährliches und so
Speaker:weiter. Abgesehen davon immer noch der präfrontale
Speaker:Kontext ist wahrscheinlich nicht mehr wirklich viel rational
Speaker:zu denken, ja. Entsprechend
Speaker:verhalten sich die Leute entweder zum Beispiel
Speaker:aggressiv mit Schreien oder wütend oder
Speaker:die sind ein bisschen der Ohnmacht. Das heißt, die machen gar nichts. Und
Speaker:jemanden der leiten muss, ist es natürlich problematisch.
Speaker:Klar. Dass das kein Vertrauen, kein Sicherheit für die andere
Speaker:dahin mitzugehen, wenn wenn da Lebensgefahr ist,
Speaker:ja? Warum würdest Du jemand folgen, den's Lebensgefahr
Speaker:geht? Ja, nicht nur nicht nur Gast. Also
Speaker:ich würde einfach mal so sagen, wenn da vorne jetzt die Führungskraft vor mir
Speaker:steht und einfach selber Alarmstufe
Speaker:rot ausstrahlt, ich sag mal so, dann dann wird
Speaker:sich das ganze System ja nach oben
Speaker:nach oben bringen und dann denken alle nur Alarm
Speaker:und das wird schief.
Speaker:Genau, das ist das ist für alle dann auf einmal schwierig und Du machst also
Speaker:Du triffst keine gute Entscheidung in diesem Zustand. Das
Speaker:ist meistens eine Entscheidung aus der Angst,
Speaker:aus aus dem aus der reine Wut, also je nachdem was für ein Gefühl
Speaker:an Emotionen da ist. Und es wird also Angst ist nie ein guter
Speaker:Ratgeber, ja. Wut auch nicht. Mhm. Das
Speaker:ist das ist leider so und
Speaker:wenn jemand es schafft sein System in die Sicherheit zu bringen, kann er auch die
Speaker:Gruppe besser halten. Entsprechend es wird auch,
Speaker:weil das ist jetzt aus Sicht von dem Leiter, aber es gibt eine Gruppe vor
Speaker:diesem Leiter. Ja. Was machst Du mit den Leute dann?
Speaker:Wenn Du selber total fertig bist, total am Ende bist, dann
Speaker:wie willst Du das managen? Im Gegenteil, wenn Du reguliert bist, wenn
Speaker:Du Sicherheit ausstrahlst. Das heißt nicht, dass Du nicht traurig bist, dass Du
Speaker:nicht Gefühle hast, aber diese Sicherheit zu haben,
Speaker:überträgt sich auf die andere. Die haben auch ein besseres Gefühl im Vergleich. Und
Speaker:das ist zum Beispiel, was mir damals sehr gefehlt hat einfach.
Speaker:Ja klar. Diese Sicherheit mich herum. Also in der Firma
Speaker:jetzt. Ja, ich hatte noch eine 1 tolle Chefin, die die auch für
Speaker:mich da war, aber dann war's das auch. Ja, dann
Speaker:musste ich mit mir selbst einfach das ausmachen
Speaker:und das ist kein gutes Gefühl. Das ist kein gutes Gefühl.
Speaker:Nein und es dreht dreht sich doch direkt auf die Situation und
Speaker:damit wirst Du die Situation eher noch
Speaker:nach nach oben pushen, als irgendwo in die, ich sag
Speaker:mal, Ruhe ist vielleicht das falsche Wort, aber zumindest
Speaker:so, dass sein Mitarbeiter den Eindruck hat,
Speaker:es ist zwar grauenhaft, aber mein Chef hat 'n
Speaker:Blick darauf, der kann das jetzt mitsteuern, ohne dass
Speaker:ich jetzt gleich mit weggeschimpft werde. Genau.
Speaker:Und das ist das ist der Grund, warum reguliert sein in solche
Speaker:Situationen als Leiter für sein Team für sich selbst auch
Speaker:ein Riesenvorteil ist. Wenn man weiß, wie man das steuert, dann
Speaker:ist das Leben auf einmal etwa leichter in diese
Speaker:schwierige Situation. Mhm.
Speaker:Genau. Ja. Ja, also es ist ganz klar, es spiegelt
Speaker:sich, ob Du oder Du kannst im
Speaker:Endeffekt in den Lead gehen und sagst,
Speaker:ja, wir bringen jetzt hier eine gewisse Ruhe rein bei aller katastrophalen
Speaker:Situation, ja? Wir können das
Speaker:Grundthema nicht verändern, aber wir können damit verändern,
Speaker:wie wir damit umgehen.
Speaker:Und wenn Du das in dem Endeffekt da in den in den Lead
Speaker:reingehst, dann kannst Du auch das Team entsprechend mitnehmen,
Speaker:ja? Genau. Und das
Speaker:ist das ist sowas, ist wertvoll einfach. Ja. Finde ich.
Speaker:Aus Selbsterfahrung weiß ich heute, ich es mir anders
Speaker:gewünscht. Ja, ja. Jetzt frage
Speaker:ich aber jetzt, Also solche Situationen
Speaker:wie beispielsweise, als Du eben sagtest, der Suizid, in der
Speaker:Regel kündigt der sich ja nicht an. Der fragt ja auch nicht, kann ich
Speaker:jetzt kommen? Das heißt also,
Speaker:wie kann ich mich als Führungskraft relativ
Speaker:schnell und das war ja auch mit deiner Aussage, ich sag mal in
Speaker:30 Sekunden oder maximal 10 Minuten so weit
Speaker:regodieren, dass ich da den Deat trotzdem
Speaker:übernehmen kann. Ja.
Speaker:Dann noch mal ganz kurz bevor wir drauf angehen auch möchte ich meinerseits, betone
Speaker:ich hier, wir sprechen hier von pragmatische und
Speaker:akute Lösungen, ja? Damit das ein
Speaker:Notfall aufwirkt und unterstützt,
Speaker:dass das definitiv kein
Speaker:Mitte langfristige Lösung oder soll keine ersetzen,
Speaker:dieses trauriges Ereignis auch zu verarbeiten, ja? Wir sind hier nicht im
Speaker:Bereich Homatherapie und so weiter.
Speaker:Wir sind hier auch zur Erinnerung, wir sind hier im Bereich Nervensystem, das heißt
Speaker:hier und jetzt. Das Nervensystem funktioniert nur im hier und jetzt nicht,
Speaker:was morgen oder gestern war oder wird und so weiter. Das
Speaker:das das geht nicht, ja? Es gibt verschiedene Tools, die man
Speaker:dann nutzen kann. Kurz,
Speaker:Mitte, langfristig, ja da gibt's verschiedene Variantenübungen von 30 Sekunden bis
Speaker:2 Stunden, wenn man wenn man die Zeit nimmt, jeder dem was man macht, was
Speaker:man bearbeiten will und so weiter.
Speaker:Und ich sag mal, ich schon mal im Voraus, weil ich da aus den Workshops
Speaker:komme. Ich arbeite gerne präventiv, das heißt in der
Speaker:Prävention kann man einiges machen jeden Tag.
Speaker:Ich also ich stehe auf beispielsweise, ich gehe ins Bad, dann mach ich eine
Speaker:Spaziergang mit meinem Hund und dann hab ich 8 bis 10 Minuten für eine
Speaker:Atemübung jeden Tag. Mhm. Und mein Tag schon mal ganz anders. Der
Speaker:Tag läuft seitdem ich das mache komplett anders. Mehr
Speaker:Ruhe, Gelassenheit, kreativer, besser Ergebnisse, indem
Speaker:ich was mache, mehr Energie, mehr Konzentration also. Da
Speaker:sind so, das ist eine 8 bis 10 Minuten am Tag, ist eine Kleinigkeit, finde
Speaker:ich. Und das kann man präventiv schon mal
Speaker:machen, also wenn's so ein Fall eintritt, dass man
Speaker:einfach ja weniger in die
Speaker:Unsicherheit gehen kann, weil man schon recht sicher ist. Mhm.
Speaker:Und in unseren akute Situation, wenn Du jetzt gerade die Nachricht bekommst
Speaker:und und das musst Du auch relativ schnell mitteilen und Du hast
Speaker:ja vielleicht keine 10 Minuten. Was wir wollen ist
Speaker:tatsächlich der vordere Ast vom Vagusnerv aktivieren.
Speaker:Denn normalerweise, wenn er aktiviert ist, funktionieren die
Speaker:andere nicht. Okay. Und
Speaker:andersrum. Ist wie gesagt, es gibt ein paar Ausnahmen, aber ich will nicht zu sehr
Speaker:ins Detail gehen, aber prinzipiell, wenn dann fordere eine gute Art, wenn
Speaker:er für die soziale Fähigkeiten funktioniert,
Speaker:dann kannst Du nicht in der Unsicherheit sein und andersrum auch wahr,
Speaker:ja. Und wie wir das aktivieren, habe ich mir gedacht, ich
Speaker:bereite mal für heute mal 3 ganz kurze Sachen,
Speaker:die wir auch hier mal für die Teilnehmer an die Hand geben können direkt.
Speaker:Auch ja jederzeit umsetzen können, weil das
Speaker:einfach sehr gut funktioniert in sehr kurzer Zeit, ne.
Speaker:Ja. Zu diese 3 Sachen
Speaker:habe ich noch das Thema ätherische Öle. Das mache ich sehr gerne,
Speaker:weil die haben auch eine hohe Wirkung. Mhm. Das ist
Speaker:unser Riechnerb, das ist zwar kein Thalies von der Polyvagalen Theorie, aber der ist auch
Speaker:sehr wichtig. Der ist ja direkt verbunden an die unserem olympischen
Speaker:Anfallsding sein, einfach 'n ätherische Öl zu haben, in die Hände
Speaker:reiben, riechen und dass man das einfach bewusst
Speaker:aufnimmt. Das kann schon mal eine Sache sein, ja. Mhm.
Speaker:Wobei ich denke mal, die meisten haben im Büro jetzt keine Sammlung
Speaker:ätherischer Öle.
Speaker:Glaube ich. Ja, ich ich hab schon 'n paar Leute, die
Speaker:das dabei haben. Also ich hab persönlich immer dabei. Ja. Das ist bei mir
Speaker:immer unterwegs und je nach Fälle tatsächlich
Speaker:nur zu easy.
Speaker:Ob man das im Büro hat in der in der Tasche, in dem Rucksack oder
Speaker:nicht, das ist natürlich jedem überlassen. Ich hab sie gerne dabei
Speaker:tatsächlich. Das 1., was ich
Speaker:jetzt als fast eine Grundübung
Speaker:mache, dauert auch 30 Sekunden. Ja. Das
Speaker:ist die Hände zu verkreuzen.
Speaker:Mhm. Als ob Du beten würdest, aber die die Handfläche nicht zusammen,
Speaker:sondern ausgebreitet. Mhm. Und dann
Speaker:packst Du deine beide Hände hinter deinem deinem deinem
Speaker:Kopf. Als ob Du gemütlich da liegen würdest wie im Urlaub,
Speaker:weißt Du? Mhm. Und
Speaker:ganz hinten unter dem Schädel, wo der
Speaker:Nackengerade ansetzt, hast Du den Hirnstamm. Mhm.
Speaker:Das Spannende ist, wenn das Nervensystem in
Speaker:die Unsicherheit gerät, dann
Speaker:fängt sich dieser Taille total zu verkrampfen, sondern auch, dass gewisse
Speaker:Hormone nicht mehr ins Gehirn geleitet werden. Ja.
Speaker:Das heißt, was ich da suche, was auch extrem entspannend ist,
Speaker:besonders wenn man wiegt, ist es dieser Teil wird
Speaker:nur drauf zu liegen mit den Händen oder Du nimmst deine Finger
Speaker:und dann fängst Du an, eine Richtung zu streicheln,
Speaker:probierst alle Richtungen auf beide Seite der Wirbelsäule. Und
Speaker:Du wirst merken, es gibt dann eine Seite,
Speaker:die immer mehr Widerstand gibt als die anderen. Und diese
Speaker:streichst Du in die Gegenrichtung von dem Widerstand
Speaker:ganz leicht nur ins Gewebe gehen. Das ist keine Massage, ja, das ist zu
Speaker:viel, sondern nur einfach da
Speaker:schon mal rein massieren. Reine das erlaubt schon
Speaker:eine gewisse Grundentspannung in der
Speaker:Situation, weil wir da den Hirnstamm schon entlasten.
Speaker:Okay. Und das da brauchst Du keine 2 Stunden
Speaker:dafür. Das geht schon innerhalb 30 Sekunden.
Speaker:Mhm. Ja. Das kann man auch wie gesagt mit ätherische Öle noch
Speaker:mal an der Stelle auch kombinieren. Am besten Öle, die entweder
Speaker:entspannen, ein typischer Lavendel zum Beispiel. Ja. Aber
Speaker:auch die aktivieren, wenn Du merkst, Du bist eher im
Speaker:In der Straße oder im Ohnmacht, dann nimm mir vielleicht lieber
Speaker:etwas, was dich aktiviert, was dich aus dieser
Speaker:Immobilisierung rausnimmt. Mhm. Ja? Ich hab
Speaker:Zitrone oder eine Orange, irgendwas mit bisschen Pep. Ja?
Speaker:Mhm. Das war das eine, das ist eine Grundübung, die ich immer
Speaker:mache. Ziemlich egal, was los ist.
Speaker:Die geht sehr schnell und kann man überall
Speaker:anwenden, auch im Sitzen würde es gehen. Bisschen schwieriger, weil man Spannung
Speaker:auf dem auf dem Nacken hat, den Kopf zu halten. Aber das
Speaker:geht auch, wenn man weiß, wie es geht. Ja.
Speaker:Ja, wie gesagt, die Situation ist da ja dann möglicherweise, ich habe
Speaker:die Nachricht bekommen. Der Flurfunk hat schon
Speaker:angefangen. Das heißt, dass ich dann maximal
Speaker:noch mal meine Bürotür zumachen oder ich geh grad mal kurzerhand auf die Toilette, dann
Speaker:kann ich, wie Du eben sagtest, die Hände
Speaker:verschränken und was für meinen Nacken tun,
Speaker:mich an dieser Stelle neu zu, ich sag mal, zu resetten.
Speaker:Genau. Genau. Das ist auch schon mal ein erster Schritt. Ja.
Speaker:Was ein sehr guter Tool ist und bei jedem Mensch auch funktioniert,
Speaker:ist, dass der Bereich Atem.
Speaker:Presswork, Atemübungen. Es gibt tausende von
Speaker:Übungen, tausende von Techniken,
Speaker:aber der Mensch ist auch unter den Tieren der einzige,
Speaker:der seinen
Speaker:Atem nutzen kann, sein Nervensystem zu
Speaker:beeinflussen. Mhm. Denn normalerweise funktioniert nur andersrum.
Speaker:Also typischerweise das Nervensystem schlägt Alarm.
Speaker:Was macht die Atmung? Die wird kürzer und schneller.
Speaker:Mhm. Meistens nicht über die Nase, sondern oft auch über den
Speaker:Mund. Ja. Das kann jeder beobachten
Speaker:tagsüber, wie er atmet. Wenn Du anfängst über den Mund zu
Speaker:atmen, aktivierst Du den Sympathikus. Ich hab
Speaker:noch eine 3. Sache gebracht und zwar es ist
Speaker:ziemlich mein mein meine Lieblingstechnik auch zur Regulierung.
Speaker:Es gibt 'n Hack zum zum Nervensystem und zwar
Speaker:die Fingerspitzen, die Hände, aber besonders die Fingerspitzen.
Speaker:Wir haben in den Fingerspitzen die meisten Nervenende,
Speaker:ja. Mhm. Und wenn man sie vernünftig und
Speaker:richtig nutzt, dann ist man tatsächlich in
Speaker:der Lage Oxytocin selbst zu produzieren.
Speaker:Das bedeutet, da komme ich auch zurück auf meine Aussage von von
Speaker:relativer am Anfang. Wenn dir Amy anfängt dieses
Speaker:Cortisol auszuschütten, das kannst Du gut balancieren mit Oxytocin.
Speaker:Die Frage ist nur, wo findest Du Dioxidocin gerade ne? Mhm. Und
Speaker:das findest Du gut mit den Fingerspitzen und ich
Speaker:hab jetzt eine kleine Übung, 3 Minuten das Mindeste,
Speaker:sich zu regulieren, aber bei 8 oder 10 Minuten, wenn
Speaker:ich das mache, sagen die Leute, boah ich bin total müde und ich sag immer
Speaker:nein, Du bist nicht müde. Du bist reguliert, nur diesen
Speaker:Zustand kennst Du gar nicht mehr, ja? Die
Speaker:sind so voll von uns hin zu ziehen, dass sie da einfach richtig
Speaker:richtig gut und entspannt da sitzen oder liegen,
Speaker:ja. Ja. Und für dich okay ist, könnten wir die
Speaker:Übung also miteinander machen gerade, ja, dass die Teilnehmer, dass
Speaker:auch weiß, die Zuhörer auch das mit genießen
Speaker:können. Ist das für dich okay? Fangen am besten
Speaker:mal an. Ich hoffe, dass wir es einfach auch ohne Bild
Speaker:so hinkriegen, dass es einfach eine Wirkung hat. Das
Speaker:das kriegen wir auch ohne Bild hin, definitiv. Dann würde ich dich
Speaker:einladen, jetzt ein Objekt in deine Hand zu nehmen. Das ist auch
Speaker:ziemlich egal was für ein Objekt. Ja. Vielleicht nicht schwer wie ein Hand
Speaker:oder so, aber etwas, was Du auch berührst oder vielleicht sogar gerne berührst.
Speaker:Ich hab Kartenstück in meiner Hand. Ja, ich auch. Ich hab auch gerade ein
Speaker:Stift, genau. Das könnte eine Brille sein, es könnte ein Heilstein sein, das könnte
Speaker:alles nur gerne Socke
Speaker:ja. Und dann dein Körper in eine
Speaker:angenehme Position zu bringen, etwa zurücklehnen oder sogar
Speaker:hinlegen und wichtig ist,
Speaker:dass die Arme und Schulter, besonders
Speaker:Ellbogen, eine entspannte Position haben,
Speaker:ja? Mhm. Bist Du schon so weit?
Speaker:Ja. Okay, dann lass uns
Speaker:starten. Dann fang an
Speaker:dieses Subjekt, das Du dir ausgesucht hast, einfach zu berühren.
Speaker:Einfach nur mit den Fingerspitzen
Speaker:an diesem Objekt fahren
Speaker:und bei dieser
Speaker:Berührung wirst Du merken,
Speaker:dass dein Körper, dein Gehirn anfängt dir zu erzählen,
Speaker:was für 'n Objekt das ist, wie das
Speaker:heißt, woher das kommt, vielleicht was es gekostet
Speaker:hat, was ist ein Zweck? Alle
Speaker:Infos, die Du gerne zur Seite legen kannst.
Speaker:Mhm. Und bei dieser Gelegenheit reduzierst Du die
Speaker:Geschwindigkeit deiner Berührung die Hälfte.
Speaker:Mhm.
Speaker:Und berührsend.
Speaker:Vielleicht nimmst Du noch andere Informationen wahr wie
Speaker:die Form, die Textur, vielleicht
Speaker:die Temperatur vom Objekt. Alles, was Du
Speaker:wahrnimmst, legst Du auch wieder zur Seite bei den anderen
Speaker:Sachen. Mhm.
Speaker:Und dabei reduzierst Du normal die Geschwindigkeit deiner Berührung
Speaker:auch wieder die Hälfte. Mhm.
Speaker:Es gibt nix zu tun, nirgendwo
Speaker:hinzugehen. Einfach nur
Speaker:dieses Hier und Jetzt.
Speaker:Die Zeit, die Du jetzt für dich kurz
Speaker:nimmst,
Speaker:sonst nix Weiteres.
Speaker:Bleib bei deinen Fingerspitzen bei der Kontaktstelle
Speaker:und bring immer wieder deine Aufmerksamkeit dahin.
Speaker:So langsam, wie Du's
Speaker:kannst, fast wie eine Pause an dem Objekt.
Speaker:Und wenn Du so
Speaker:weit bist, komm langsam zurück
Speaker:Mhm. In den Raum, wo Du bist.
Speaker:Und dann wieder zum Bildschirm ganz langsam.
Speaker:Das werden jetzt 3 Minuten etwa. Mhm. 3
Speaker:Minuten wird's gebraucht. Magst Du
Speaker:vielleicht teilen, was Du an der Stelle gemerkt
Speaker:hast? Also ich merke für mich, ich bin einfach noch mal
Speaker:deutlich runtergekommen. Mhm. Konnte mich
Speaker:etwas entspannen und auch der Nacken
Speaker:hat sich bei mir entspannt. Also
Speaker:ich war jetzt nun vorher also ich war jetzt nun vorher nicht groß aufgeregt, aber
Speaker:ich merke im Augenblick schon den Unterschied und wenn ich jetzt so
Speaker:dran denke, so manches schwierige
Speaker:Gespräch, was ich ja früher noch mal mehr beruflich hatte
Speaker:und einfach auch in der kürzeren Taktung,
Speaker:gerade dann, wenn es Leben und Tod gegangen ist, da kann
Speaker:ich mir schon gut vorstellen, da auch wirklich für mich runterzukommen.
Speaker:Das waren nur 3 Minuten. Bei 5, 8 oder 10, dann
Speaker:kommst Du noch in eine ganz andere Ecke von von dem Wort
Speaker:regulieren oder Entspannung. Ja. Das ist,
Speaker:wenn wenn man das gelernt hat, was wir gerade machen, wenn wenn
Speaker:man's lang genug üben weiß, wie das geht und so weiter,
Speaker:kann man das auch tagtäglich machen. Also
Speaker:wenn ich eine Schulung mache zum Beispiel, ja, bin ich manchmal
Speaker:total unbewusst am irgendwas mit mit meinen Händen
Speaker:spielen. Mhm. Ich nenn's mal spielen jetzt einfach.
Speaker:Irgendwie so ein Stift, irgendwie so ein Klammer, irgendwas. Ja. Und
Speaker:ich rigur mich einfach ständig damit. Produziere ich ständig Oxytocin
Speaker:oder sowas. Mhm. Ja, das
Speaker:das ist so verankert bei mir jetzt, teilweise beim Fahren auch
Speaker:am am am Lenkrad. Ja, Du musst ja nicht die Augen schließen beim Fahren, das
Speaker:ist schlecht. Aber 1 dieses automatisch
Speaker:berühren ist bei mir zu In, das
Speaker:ist das ist ein magischer Tool, finde ich. Ja.
Speaker:Innerhalb kürzester Zeit hast Du schon mal Cortisol entgegengewirkt.
Speaker:Mhm. Aber bist Du in diesem Moment auch für dich noch mal wirklich
Speaker:präsent? Also grade, wenn ich jetzt an das Autofahren denke,
Speaker:bin ich in diesem Moment auch wirklich präsent, denn ich muss
Speaker:gegebenenfalls schneller in den Eisen sein als derjenige, der
Speaker:gerade von rechts oder links versucht mich zu überholen.
Speaker:Ja, also was wir jetzt gerade gemacht haben, ist sozusagen
Speaker:die Anfängerversion. Ja. Das heißt da
Speaker:meistens sind die Leute eine entspannte Körperlage
Speaker:und haben meistens Jaugen und zu und versuchen, da sich wirklich zu entspannen.
Speaker:Oft ist das schwierig, weil das Gehirn immer angerannt kommt
Speaker:und sag, oh was war gestern noch was bekommst Du mal morgen machen? Was haben
Speaker:wir heute vergessen bla bla bla bla bla bla. Und der blattert dich voll,
Speaker:ja? Wenn Du es lang genug machst,
Speaker:normalerweise kommst Du irgendwann an eine Grenze, an eine
Speaker:Schwelle, wo Du es automatisch machst. Mhm.
Speaker:Du merkst Du merkst das teilweise nicht mal,
Speaker:weil das ist automatisch und der Körper mag das einfach, weil das
Speaker:ist das ist ein super Zustand. Ja. Das ist jetzt unheimlich viel
Speaker:Oxytocin, wo alles richtig funktioniert im Körper,
Speaker:ja. Blockiert wird von irgendwelche Spannungen
Speaker:und der der der Körper ist einfach, er will das. Ja. Er
Speaker:sucht, ja. Wer will schon mit Kortison
Speaker:rumlaufen?
Speaker:Jeder will sich wohlfühlen, ja, also da macht's gut
Speaker:dafür. Ja. Ich bin ein Pragmatiker, weißt
Speaker:Du? Ja. Ja, zumal ich denk
Speaker:auch mal Wir hatten ja am
Speaker:Anfang auch gesagt, Du bist jemand, der macht
Speaker:Abschurzicherung. Das heißt also Ja. Du bist möglicherweise
Speaker:auch mit 'nem Team unterwegs. Die müssen erst mal die
Speaker:Bäume oder den Masken oder was auch immer hochkapseln und wenn
Speaker:man dann auf einmal merkt, das sind 20 Meter unter mir,
Speaker:da kann da schon einmal das Herz in die Hose gehen.
Speaker:Ja, das ist witzig, dass Du das ansprichst, weil ich hab ab und zu habe
Speaker:ich Leute in der Höhe, die haben Höhenangst. Mhm. Also
Speaker:der die kriegen eine Arbeit, wo sie selber Höhenangst haben. Das
Speaker:passt überall nicht zusammen, das ist unfall vorprogrammiert.
Speaker:Ja. Meistens und und ich hab tatsächlich einen Fall so
Speaker:gehabt auf 8 Meter Höhe auf ein auf ein Gittermast,
Speaker:wo der Mitarbeiter beim Training praktisch bei der Schulung, ja. Er ist mir
Speaker:da oben stehen geblieben. Er war er war einfach eben in der Strache.
Speaker:Und ich bin wieder zu ihm hochgegangen und
Speaker:bin langsam zu ihm und hab mit ihm angefangen zu reden und so weiter
Speaker:und er hat mir, das einzige was er mir sagen konnte
Speaker:ist, ich habe Höhenangst. Und ich kann da auf 'n Meter mit ihm
Speaker:und dachte, na toll, was machen wir jetzt? Das heißt, ich muss
Speaker:selber schon dermaßen reguliert sein und
Speaker:auch meinen Sympathikus aktivieren können, selber aber nicht in den
Speaker:Ohnmacht fallen und den den habe
Speaker:ich da oben mal ja, was heißt beruhigt und auch
Speaker:aktiviert, dass er mit mir relativ
Speaker:sicher noch von da gegangen ist. Ja. Also das ging. Das hat
Speaker:seit paar Minuten gedauert, ja. Wir haben die Zeit genommen auch
Speaker:alles, aber dann ist ganz klar so ein Mensch hat nix in der Höhe
Speaker:verloren, weil er gefährdet sich selber, gefährdet die Firma, vielleicht
Speaker:andere Kollegen. Aber in meinem Job habe ich da schon mal
Speaker:gehabt, Leute auch mit Platzangst, die in die Tiefe gehen, in beengte Räume.
Speaker:Mhm. Das gibt's auch, da ist alles in diesem Beruf. Ja.
Speaker:Und da bin ich froh, wenn ich diese Tools für mich und für den
Speaker:Kollegen, auch für den Mitarbeiter hab. Ja. Weil in kürzester
Speaker:Zeit, dann kriege ich die wieder da zu sich und in 'nem
Speaker:sicheren Rahmen können wir das lösen. Ja? Das
Speaker:ist Ja und in letzter Konsequenz ist es ja auch nichts
Speaker:anderes. Da stehst Du da oben, merkst Du
Speaker:auf einmal, Du hast Höhenangst, auch wenn Du's vorher nicht wusstest. Oh.
Speaker:Jetzt musst Du irgendwas damit tun oder Du sagst,
Speaker:ich bin einfach auch die gute Führungskraft, die Du sicherlich auch
Speaker:bist, aber mit dieser Situation bin ich
Speaker:noch nicht konfrontiert worden. Ich weiß nicht, wie ich damit umgehen
Speaker:soll, wenn ich eben halt jetzt die Trauernachricht habe oder
Speaker:gegebenenfalls auch die Suizidnachricht. Und in diesem Moment ist es
Speaker:einfach wichtig, dann solche Techniken, wie Du
Speaker:sie grad gezeigt hast, einbringen zu können, sich da
Speaker:runterregulieren zu können. Ganz genau und im
Speaker:Endeffekt würde ich auch vorhin ganz normal fragen, sagte die Strukturen und
Speaker:Mechanismen sind gleich. Ob jemand jetzt in der Höhe eine Angst hat oder
Speaker:diese Trauennachricht ja weitergeben muss. Ja. Dann
Speaker:ist der sowieso im Überlebensmodus geschoben worden in der
Speaker:Unsicherheit vom Nervensystem und damit muss man irgendwie
Speaker:umgehen können, weil das ist kein guten Zustand für uns. Ja.
Speaker:Und das ist da, wo die Trigger individuell sind, wo die Lösungen
Speaker:allgemein sehr universell sind. Ein paar Dinge funktionieren besser
Speaker:als andere bei individuellen Menschen, aber
Speaker:im Endeffekt finde ich es immer wichtig, Tools an der Hand
Speaker:zu haben und da rauszukommen. Ganz klar.
Speaker:Ich sag dir jetzt mal ganz ganz herzlichen Dank.
Speaker:Da können wirklich viele auch was damit anfangen und wer
Speaker:da sich wirklich einarbeiten will, soweit ich weiß, bietest Du ja
Speaker:auch in dieser Richtung Übungen, Kurse und Ähnliches
Speaker:an. Ja, ganz genau. Ich
Speaker:hab ich hab 3 Programme einmal 2 Tage Seminar,
Speaker:das Ganze bisschen tiefer kennenzulernen. Mhm. Und
Speaker:dann habe ich einen 3, 6, neunmonatigen Follow-up
Speaker:Programme, den man online verwaltet Woche für nach Woche
Speaker:und ich habe gleich Atem noch ein CO2 Toleranztraining
Speaker:für Leute, die das noch nie gehört haben, noch nicht wissen, was
Speaker:wirklich atmen bedeutet und so weiter. Auch basiert auf der
Speaker:Polyvagale Theorie über 3 Monaten.
Speaker:Ich hab auch sonntags, der 1. Sonntag im Monat habe
Speaker:ich noch einen kostenlosen Symbol über Zoom,
Speaker:der öffentlich ist und über mein Webseitenfach erreichen kann, das heißt wenn
Speaker:jemand da Lust hat, Sonntag Abend 18 Uhr,
Speaker:startet Call für oder Der Preis kann die Shownotes sein.
Speaker:Genau, also jeder ist willkommen und braucht keine Kuh, irgendwas,
Speaker:sondern einfach einen Willen. Kann auch jederzeit gehen, Du hast keine Pflicht in
Speaker:diese Veranstaltung, das ist einfach Wer will
Speaker:kann, fertig. Pragmatisch wieder.
Speaker:Pragmatisch wieder, genau. Und für besondere Situationen
Speaker:oder besondere Anfragen bin ich immer da. Man kann natürlich
Speaker:alle Tools anpassen, manche weglassen, andere
Speaker:nehmen. Es gibt genug, ja. Hauptsache die Leute
Speaker:haben eine vorhandene Lösung an der Hand. Ich sag ganz
Speaker:ganz herzlichen Dank. Ich danke dir auch
Speaker:Stefan. Hat mich sehr gefreut. Ja, liebe Hörerinnen und
Speaker:Hörer, wenn ihr noch Fragen habt, wer immer
Speaker:mich nicht mitschreiben kann, der schreibt einfach an Podcast at
Speaker:Trauermanager Punkt d e und ich leite die
Speaker:Anfragen gerne weiter und ja, damit wir
Speaker:eben halt nicht das nächste Mal, wenn der Säbelzahntiger sich
Speaker:umdreht, gleichen Herzinfarkt kriegen, dafür
Speaker:war die heutige Episode, sich eben
Speaker:halt wirklich da runter zu regulieren.
Speaker:Herzlichen Dank fürs Zuhören und bald kommt die
Speaker:nächste Episode.