In dieser Folge spreche ich mit Christoph Burchartz über eine Frage, die gerade viele Agenturen, Beratungen und Dienstleister beschäftigt:
Was passiert, wenn das Geschäftsmodell auf Stunden basiert, die plötzlich niemand mehr braucht?
Christoph hat seine Agentur durch eine der schwierigsten Phasen der Branche geführt. Nach dem Corona-Boom kamen Auftragsrückgänge, Budgetstopps und die Erkenntnis, dass das alte Modell nicht mehr funktioniert.
Stunden verkaufen. Menschen auslasten. Mehr Umsatz durch mehr Köpfe.
Für ihn war klar: So geht es nicht weiter.
Wir sprechen darüber, warum klassische Time-and-Material-Modelle an ihre Grenzen stoßen. Warum Zeiterfassung oft Misstrauen statt Wertschöpfung produziert. Und weshalb viele Unternehmen immer noch Aufwand mit Wert verwechseln.
Christoph erklärt, wie seine Agentur heute arbeitet. Weg von Stunden. Hin zu echtem Kundennutzen. Weg von Leistungsverkauf. Hin zu Wertschöpfung.
Dabei geht es nicht nur um neue Preismodelle. Es geht um eine andere Haltung.
Mehr Vertrauen. Mehr Verantwortung. Mehr echtes Interesse an den Problemen der Kunden.
Natürlich reden wir auch über KI. Über eine Technologie, die viele Geschäftsmodelle gerade fundamental verändert. Denn wenn Aufgaben, die früher Tage gedauert haben, heute in Minuten erledigt werden, stellt sich eine unbequeme Frage:
Wie sinnvoll ist es dann noch, Zeit zu verkaufen?
Für mich ist das Gespräch vor allem eine Geschichte über unternehmerischen Mut. Über die Bereitschaft, lieb gewonnene Gewissheiten loszulassen. Und über die Erkenntnis, dass Veränderung oft genau dann beginnt, wenn das alte System noch funktioniert, aber nicht mehr lange.
Viel spaß beim hören.
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So erreicht Ihr Christoph Burchartz:
LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/christophburchartz/
Homepage: https://www.pixolith.de/
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Und so erreicht Ihr mich:
Homepage: https://www.odonovan.de/
LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/holgerheinze/
Bücher: https://shop.haufe.de/
Ich glaube, dass der Unternehmensberatungsbereich Schwierigkeiten haben wird, weil er ja
oder sich
behaupten muss, gegen solche Berater wie mich, die aufkommen, die zehn Jahre die Hände im
Dreck
hatten und technisch gearbeitet haben und jetzt sozusagen die Beratung mitmachen.
Hallo und herzlich willkommen zu einer weiteren Folge des Podcasts Veränderungsstabil. In
diesem
Podcast gucken wir uns an, was Organisationen, Unternehmen, Menschen, Führungskräfte
heutzutage
drauf haben sollten, um in dieser wilden, sich ständig verändernden Welt erstens nicht
unterzugehen
und zweitens möglichst nachhaltig, gesund und erfolgreich zu wirtschaften. Ich hole mir gerne
Gäste, die einen Teil von dieser Veränderungsstabilität durchgespielt haben, beherrschen,
geknackt haben, manchmal auch darin gescheitert sind, um zu sagen, wie es nicht funktioniert.
Einen
habe ich heute auch wieder für euch im Netz. Und zwar ist das der liebe Christoph Burchardt.
Du hast mir gesagt, wie man es sagt im Rheinland. Wir kennen uns seit einigen Jahren.
Christoph, du bist Unternehmer, also gehörst zu zwei Kategorien von Menschen, die ich sehr
mag. Du
bist erstens Unternehmer und zweitens Gitarrist. Dann ist eigentlich schon mal alles gut. Wir
kennen uns jetzt so seit acht, neun Jahren, schätze ich. Ich war damals in einer Agentur,
habe dort Organisationsentwicklung gemacht, Projektleitung und so ein Kram. Christoph hat
eine
Agentur. gegründet, aufgebaut, hat sie über mehrere Phasen immer wieder umgebaut an
absolute
Experimentierer. Und über einige dieser Experimente wollen wir heute sprechen,
weil, um es euch direkt mal vorweg zu sagen und mal zu ankern, als ich den Christoph
kennengelernt
habe, war das ein unheimlich misstrauischer Chef, zumindest habe ich so wahrgenommen. Und
heute
fährt er seine Bude komplett ohne Zeiterfassung. Und ich will wissen, was da passiert ist,
in welchem Winkel er auf die Badewanne gefallen ist oder welchen Zen-Guru er getro6en hat.
damit
diese Transformation passiert ist. Darum wird es heute gehen. Herzlich willkommen, lieber
Christoph. Ja, Holger, grüß dich. Spannendes Intro. Ich finde mich in den meisten Fällen wieder.
Ob
ich der misstrauische Typ damals war, ich glaube, da werden die Symptome interpretiert und die
Absichten vielleicht zusammengeschmissen. Aber das lässt sich auf jeden Fall ableiten von
damals,
weil ich ein sehr rigides, umfassendes Stundenerfassungs- und Auswertungssystem gebaut
hatte,
welches ich dir auch vorgestellt habe. Und ich glaube nicht, also ich erinnere mich noch an dein
Gesicht, das hat nicht gesagt, ja, so muss es sein.
misstrauisch kommt. Du darfst dich dafür gleich rechtfertigen. Aber bevor wir anfangen, immer
die
Einstiegsfrage, die wir immer haben. Kommende Woche, worauf freust du dich? Worauf hast du
gar
keinen Bock? Boah, das ist so ein bisschen Zwiegespalten. Also wo ich mich darauf freue, ist, ich
baue gerade extrem viele Sachen mit der KI, habe tief integrierte Systeme, da macht es Spaß
einzutauchen. Worauf ich mich dann nicht so freue, ist, den Anschluss zur Welt zu verlieren,
wenn
man dann da eintaucht. Ich merke schon, dass das sehr vereinnahmende Themen sind und man
dann in
Kreisen ist, die man nicht einfach besprechen kann. Also wenn jemand fragt, was tust du da,
sage
ich, ich weiß jetzt nicht, wie ich das in zehn Minuten erklären soll. Und das ist jetzt so ein
bisschen Fluch und Segen gerade gleichzeitig. Es spart mir viel Zeit. Also ich habe gesehen, du
hattest auch eine Folge da. KI euch keine Zeit spart oder entlastet. Ich kann vielleicht später mal
darauf eingehen, warum das doch der Fall ist. Aber es kostet gerade auch viel Zeit. Vor allem
kostet es viel menschliche Nähe. Und das sind so ein bisschen die Up- und Downsides gerade.
Und
ich spüre die ganze Zeit so eine Dringlichkeit in der Thematik. Dieses Fear of Missing Out, was
wahrscheinlich auch viele andere haben. Und auf der einen Seite finde ich es cool, weil du
weißt,
ich experimentiere viel. Auf der anderen Seite ist das halt belastend. Und deshalb Bruch und
Segen
gleichzeitig. Guck mal mal, wie ich durch die Woche komme. Also jetzt zu dem Zeitpunkt, wo wir
aufnehmen, ist ja die große Frage. Hast du denn schon so ein Stapel Mac Minis in der Ecke
stehen,
die für dich per Cloud irgendwie Zeugs bauen oder nicht? Das ist doch die Frage. Mac Minis
nicht.
Wir hatten noch so das ein oder andere MacBook rumliegen. Tatsächlich Moldboard oder
Claude oder
was weiß ich. Wir nutzen Claude selber als Setup, also Claude Code. Und ich habe das mit
einem
Kollegen sehr hart individuell ausgearbeitet. Und gerade rollen wir es auf die ganze Firma aus.
Das
ist natürlich hinsichtlich Komplexität nochmal eine ganz andere Stufe, wie du das mit
Distillierprozessen und Rack-Systemen und Co. baust, sodass am Ende nicht die Memory-
Dateien sich
überschreiben und halt kein Quatsch rauskommt und es nicht verwässert wird. Und das ist halt
jetzt
so ein bisschen gerade Struktur. Norella Payne auf der individuellen Seite habe ich kaum noch
Wünsche o6en. Das ist schon brutal, was du da mit, weiß ich nicht, einer Handvoll MCPs und
ein
bisschen Hirnschmalz und der richtigen Haltung machen kannst. Deine Firma, hol uns doch mal
ab.
Erzähl uns mal, wer seid ihr, was macht ihr, wie viele seid ihr, was macht ihr nicht, wo kommt ihr
her? Ja, gucken wir mal in der Reihenfolge, ob ich es hinkriege. Wer sind wir? Pixolid, GmbH und
Co. KG, seit:Ich bin CEO oder Chefsführer. Vielleicht passt das im deutschen Raum besser. Wir sind aktuell
20
Leute. Wir waren auch mal 40. Das war tatsächlich vor der Krise, 24, 25, zur Hochzeit von
Corona.
Und was tun wir? Wir haben am Anfang Bauchladen gemacht. Ja, wie fängt man halt an? Man
macht halt
alles. was der Kunde fragt und wenn man es nicht kann, fake it till you make it. Dinge, die man in
Browsern anguckt, oder? Das war so der Oberbegri6. Das war das. Also alles, was man so
früher,
irgendwas mit Medien. Ich mache was mit Medien. Und heute ist es halt eine starke
Fokussierung auf
E-Commerce, dort auf B2B-Prozesse oder komplexe B2C-Prozesse. Wir sagen,
wir sind B2B-driven und B2C-inspired und da halt mit Shopware, Shopify und Scale zunehmend
aber
agnostisch mit 20 Leuten jetzt, wie ich gesagt habe. Und wir haben uns aus der Krise von 24 und
erste Halbjahr 25 schön rausgearbeitet, aber die Branche ist halt komplett im Umbruch, nicht
zuletzt durch KI. Das macht es für Experimentierer wie für mich spannend, aber natürlich auch
links
- und rechtsgefährlich. Und wenn du sagst 20 Leute, dann 15 Techies, die sich irgendwie in
Backend
und Frontend aufteilen und der Rest sind Aufpasser, Vertriebler und Assistenz. Ja, das Bild
würde
ich so nicht zeichnen. Nein, tatsächlich sind es weniger Techies. Und das ist auch so ein Punkt,
den wir vielleicht heute noch sehr häufig streifen werden. Also dieses Cross-Funktionale,
verschiedene Rollen einnehmen können, verschiedene Identitäten. Also du kommst ja auch aus
dieser
holokratischen Welt. So weit würde ich nicht gehen. Ich habe da mit der einen oder anderen Idee
aus
der Holokratie auch das Problem oder Probleme. Aber ich würde schon sagen, dass wir uns
nicht...
cross-funktionalen, geteilter Ownership, Verantwortungsding nähern. Und bei den heutigen
Herausforderungen geht es aus meiner Sicht auch gar nicht anders mehr, weil wir keinen Code
mehr
verkaufen, sondern Lösungen.
Hey, kurze Durchsage. Wenn euch veränderungsstabil gefällt, dann nehmt euch doch mal kurz
Zeit und
gebt dem Podcast eine Bewertung auf dem Streaming-Dienst, mit dem ihr gerade hört. Das hilft
uns
enorm, weil dann noch mehr Menschen den Podcast entdecken können und so können wir die
Community
weiter wachsen lassen. Vielen Dank fürs Unterstützen, vielen Dank fürs Zuhören und jetzt geht's
weiter mit der Episode. Ja, und vielleicht mitten in der Krise haben wir uns entschieden, einfach
mal alles umzustoßen wieder, weil am Ende der Druck groß war und ich gesagt habe, so kann
das nicht
weitergehen. Die Zeichen von KI und der Branche standen da und dann haben wir gesagt, lass
uns das
mal ändern. Lass doch mal ganz kurz, wir müssen mal zurückgehen. Erstmal musst du uns
erklären, was
die Krise ist, weil für Leute, die nicht in der Agenturbranche sind, ist die Krise Corona. Aber das
meinst du gar nicht. Du meinst was ganz anderes. Ja, stimmt. Man setzt immer so viel voraus,
wenn
man in seinem Zirkel ist. Also Corona ist der Ausgang der Krise und ich sage mal,
das Öl ins Feuer. Also vor Corona war die Agenturbranche relativ gesetzt, würde ich mal sagen.
Stetiges, leichtes Wachstum. Agenturen haben ihre Claims verteilt. Es war kein harter Red
Ocean,
aber es kam mal hier links einer dazu und einer ging weg. Und dann kam Corona. In den ersten
Monaten war es die Hölle, weil einfach keiner Geld hatte, keiner Geld ausgeben wollte, alle Panik
hatten. Und dann haben natürlich alle gemerkt, wenn keiner mehr rausgehen kann in den
Baumarkt,
dann muss ich das online kaufen. Und dann fing sozusagen so eine Hyperwachstumsphase für
Agenturen
an. Also was bei drei nicht auf dem Baum war, wurde eingestellt oder beauftragt. Und das war
auch
diese Extremwachstumszeit von Pixolid, teilweise 50 Prozent in einem Jahr. Und das noch auf,
ich sag mal, älteren Strukturen. Ich dachte immer, ich hätte sehr moderne Strukturen, aber es
gab
immer noch Abteilungen, Abteilungsleiter. Und das Ziel war es, möglichst viele Entwickler und
Designer und Frontendler binden und diese dann nach Stunden zu verkaufen. Und das ist
vielleicht
ein schöner Satz da. Wenn du nach Stunde abrechnest, dann kannst du ja eigentlich nur über
Personen
skalieren, über nichts anderes. Und das war halt das Mantra, was alle Agenturen hatten. Und ich
erinnere mich noch sehr genau daran, als so die Corona-Krise vorbei war und dann mir die
ersten
Händler und Kunden von uns gesagt haben, du Christoph, bei uns gehen die Umsätze gerade
runter. Und
da war ich ganz altklug und habe gesagt, ja, das hattet ihr ja erwarten können, dass der
Überkonsum
aus Corona nicht linear weitergeführt wird. habe dann aber einen Schritt nicht weiter gedacht,
weil
kurze Zeit später haben sie die Budgets bei uns gekürzt, weil sie gesagt haben, weniger Umsatz,
weniger Budget für die Umsysteme und Dienstleister. Und das ist eigentlich das, wo die Krise so
richtig hart durchgetreten wurde. Im B2C ist eigentlich alles weggebrochen, gleichzeitig
gekoppelt
ie so einfach gewesen, wie in:Geld
zu investieren. Jeder IT-Leiter konnte sagen, nee, dies Jahr nicht. Und das war sozusagen die
Agenturenkrise. Die hat auch einige im Umfeld natürlich getro6en. Und an der Stelle sind die
Agenturen so ein bisschen auch der Kanarienvogel im Bergwerksschacht. So wie die Gastro.
Wenn die
Leute kein Geld haben, gehen sie nicht mehr essen und beauftragen nicht ihre Dienstleister. Und
jetzt hat sich das Ganze wieder so ein bisschen stabilisiert, weil auf der einen Seite dieser
Investitionsstau nicht mehr aufgehalten werden konnte. Es musste jetzt investiert werden. Und
es
sind einfach einige Player umgekippt. Also ganz große Agenturen, kleinere, mittlere. Und die
Konsolidierung hat da durchgegri6en. Ich würde mal schätzen, 25 bis 30 Prozent des damaligen
Umsatzvolumens sind verloren gegangen und die müssen jetzt wieder aufgebaut werden.
Warum habt ihr
überlebt? Was habt ihr besser gemacht, als die, die umgekippt sind? Also der Hauptpunkt war,
sehr
schnell und früh zu reagieren. Also ich habe das so gemerkt, dass auch andere nachgezogen
haben
irgendwann, aber teilweise erst ein Dreivierteljahr oder Jahr später. Für uns gab es halt so ein
Ereignis, wo wir einen großen Pitch, da ging es um über eine Million, verloren hatten.
Beziehungsweise wir hatten den gewonnen und dann durch unsere nicht ganz angepasste
Haltung zu dem
Zeitpunkt wieder verloren. Und da habe ich dann gemerkt, wir waren gerade so in diesem
Umbruch vom
Denken, das mit den Stunden kann doch so nicht weitergehen und hatten aber noch gar nicht so
die
richtige Antwort, wie es weitergehen sollte und sind dann natürlich auf einen Kunden getro6en,
der
eher konservativ war und der sozusagen unsere ganze Gelabere von Value und Paketen und
sowas,
der fand das nicht so gut. Und wir konnten es auch nicht wirklich gut rüberbringen und da war
eher
die Theorie als die gelebte Praxis das, was wir verkauft haben. Und links und rechts hat man
auch
diese alte Welt noch gespürt, dieses extreme Wachstum. Aber der Kunde hat halt gesagt, nee,
ich
reis. Ich brauche jetzt keine:sondern
lass uns mal klein und schnell anfangen. Und das haben unsere Prozesse und die Haltungen bei
uns
damals noch gar nicht abgebildet. Und als das dann sozusagen uns entglitten ist, habe ich
gesagt,
das reicht, jetzt geht es nicht mehr weiter. Wir müssen jetzt radikal da durchgreifen. Und dann
haben wir sozusagen einen orchestrierten Schlag gemacht mit Kündigungen, mit einer
Orientierung auf
einen engeren ICP. dass wir bestimmte Zielgruppen ansprechen, wo wir wirklich sagen, da
haben wir
noch mehr Relevanz. Das war in diesem Fall B2B-Portale, stark gebunden an Shopware und die
Prozesse umgebaut. Und das hat so, ich würde mal sagen, in der Erstphase ein halbes Jahr
gedauert,
bis das so durch ist. Auch das haben wir sehr schnell über die Bühne bekommen und
insbesondere, da
fragen mich viele zu, wie habt ihr das damals gemacht, sehr verträglich. Also was Mitarbeiter
angeht, wie wir mit den Leuten umgegangen sind. Und jetzt würde ich sagen, sind sehr viele
Prozesse
etabliert. Da sprechen wir ja gleich drüber. Also das wäre jetzt auch mein Reflex gewesen, weil
wenn du sagst, wir mussten schnell reagieren und wir mussten auch Leute abbauen. So wenn
du 40
Leute hast, dann bist du im vollen deutschen Kündigungsschutzrecht drin. Dann musst du
Sozialpläne
machen. Dann kannst du im Zweifelsfalle, behältst du Leute, die in dieser Sozialpläne. Planlogik
viele Punkte haben und nicht unbedingt die, die du behalten willst. Also das ist ja auch... Ohne
da
zu tief reinzugehen, weil es natürlich auch Menschen betri6t, die mir wichtig sind. Alle
Mitarbeiter, die ich jemals führen durfte oder die bei uns waren, haben wir ja nicht aus Not
eingestellt, sondern weil wir glauben, dass sie zum System passen. Du hast also einiges
gemerkt.
Ich würde mal sagen, so ein Drittel hat selber gesagt, das ist nicht mehr das, was ich machen
möchte. Da haben wir dann ehrliche Gespräche geführt und das war dann fein. Ein Drittel hat
das so
eingesehen und ein Drittel hat gesagt, sehe ich jetzt nicht so, dann muss... miteinander
sprechen.
Das Sozialplan-Thema lag gut für uns, weil wir auch relativ klar, sagen wir mal, nicht jetzt
Abteilungen, aber bestimmte Linien abbauen konnten. Also unsere Aussage und meine Aussage
war
damals, wir trennen uns von allen Frontend-Entwicklern. Punkt. Und das habe ich nicht aus der
Lameng heraus gesagt, sondern weil ich gesagt habe, diese Art der Spezialisierung kann aus
meiner
Deutung der Zukunft nicht mehr der Weg sein. Also Frontends können weniger wertvoll verkauft
werden
und diese Spezialisierung braucht man nicht eher hin zum Cross-Funktionalen, das heißt der
Full
-Stack-Entwickler. Und bei den Backend-Entwicklern, ja, da gibt es auch noch im B2B sehr viel
zu
tun. Also haben wir uns von den Frontend-Entwicklern getrennt. Auch das hat gut funktioniert
und
das Ganze halt sehr schnell. Also wir haben einen Monat gebraucht, um das durchzuziehen
alles. Also
zu kommunizieren, aufzubauen, mit Anwälten und mit dem Amt zu besprechen, mit den
Mitarbeitern
natürlich zu besprechen. Das ist der härteste Teil. Das muss man ganz klar sagen. Aber auch da
kann
ich sagen, wer Menschen um sich herum gut behandelt und nach klaren Values kommuniziert
und die
auch ausstellt, der wird halt auch in einer schweren Situation andere Reaktionen erhalten als
vielleicht. jemand, der von oben herab die Menschen behandelt. Und nach ersten
Frustsituationen,
das war ja für alle eine Horrorzeit, haben wir dann gutes Verständnis und viele von denen, die
sind
nochmal immer wieder bei uns. Man sieht sich Karneval zu feiern oder ähnliches. Ich habe mit
gar
keinem irgendeinen harten Bruch. Die Rheinländer, spätestens zum Karneval sehen wir uns
wieder. Ich
habe nochmal eine Frage dazu, weil natürlich, wenn du mit Unternehmern, Führungskräften
über sowas
redest, die erste, eigentlich ist es klar, was passieren müsste. So ein erstes Gegenargument, das
kriege ich nicht hin, Sozialplan, man kann Leute nicht so einfach vor die Tür setzen, das hast du
gelöst. Die zweite ist, hattest du nicht auch Zweifel, was ist denn, wenn du falsch liegst? Was ist
denn, wenn du jetzt Frontendentwickler alle raus, das ist ja drastisch, das könnte ja auch
einfach
drastisch eine Scheißidee sein, weil das die Firma platt. Ich habe mal so gesagt, wenn ich nichts
tue, dann ist die Firma platt. Das ist die erste Sache. Also in Krisensituationen ist die
schlimmste Entscheidung, nichts zu tun. Die zweitschlimmste Entscheidung ist, halbherzig zu
agieren. Und die dritte ist, du musst nach deinem Best Guess reingehen. Natürlich geht ja die
Düse.
Du weißt nicht, ob das die richtige Entscheidung ist. Und ganz ehrlich, das sieht immer noch
nicht
jeder so. Also der ein oder andere Entwickler bei uns sagt auch, naja, jetzt haben wir halt hier
den Stress, weil wir keine Frontendler mehr haben. Jetzt haben wir sehr viel Frontend-Arbeit
gerade gehabt durch Updates. Und dann stehst du halt da. Und die Fullstackler machen nichts
anderes, können kotzen, weil sie sagen, boah, jeden Tag das Schrubben und so. Aber das sind ja
Übergangsschmerzen. Und diese Weitsicht muss man auch aufbringen können in so einem
Transformationsprozess. Und ich glaube einfach, dass das vielen schwerfällt. Und da gehört halt
auch ein gewisser organisatorischer Mut dazu. Und natürlich auch, du brauchst gute Kollegen.
Du
brauchst ein gutes Netzwerk an Unternehmern. Ich habe viel mit Mio geredet, den kennst du ja
auch,
und einem Netzwerk um mich herum. Und dann kannst du daraus den Best Guest machen und
dann musst du
halt handeln. Mio war auch schon hier im Podcast. Ja, daher, genau. Und tatsächlich, da können
wir
mal den Bogen machen. Über den Mio kennen wir uns auch, weil der hat ja mit seiner Agentur,
den
Kellerkindern damals, nach wie vor, finde ich, brillant das Geschäftsmodell gehabt. Hat gesagt,
wir
haben keinen Kundenkontakt. Hat damit schon mal den größten Schmerz von jedem.
entwickelten Nerd,
den ich zumindest kannte, gelöst. Er hat gesagt, kein Kundenkontakt mehr. Wir arbeiten nur für
Typen wie für den Christoph. Der macht den Kundenkontakt und wir machen hinten die zweite
Reihe.
Als er hier zu Gast war, hat er darüber geredet, wie seine Agentur Opfer dieser Krise wurde, von
der du gerade geredet hast. Er hat damals was organisiert und hat gesagt, ich bringe alle meine
Kunden, verschiedene Agenturen, für einen habe ich gearbeitet, eine andere hat dir gehört, da
waren
noch andere, zusammen und wir legen mal unsere Karten auf den Tisch. Wir vergleichen mal.
Großartige Denke, nicht hingehen und natürlich haben wir herausgefunden damals, dass wir alle
dieselben Schmerzen haben. Und wir saßen damals zusammen, ich meine sogar bei euch oben
in
Düsseldorf, um einen Tisch herum und irgendeiner traut sich. und sagt, sag mal, habt ihr auch
so
ein Problem mit euren Kalkulationen? Und alle im Raum so gucken, ungläubig in dir, sagen, das
ist
bei euch auch so schlimm. Und dann stellten wir heraus, dass eins der Kernprobleme war, wie
kalkulierst du was? Also du gehst hin und sagst, wir wollen jetzt hier diesen Online-Shop bauen,
dann können wir das zerlegen, das ist ja unser Beruf, das kriegen wir hin, in Arbeitspakete, wir
wissen das so ungefähr. Und dann läufst du los. Und dann sagst du, hier Entwickler, wie lange
brauchst du dafür? Und dann, das sind ja Verhandlungsdinger gewesen, die waren teilweise
schlimmer
als so gewerkschaftliche Tarifverhandlungen. Da werden Sachen aufgeschlagen, weil ich weiß,
dass
ich runtergehandelt werde. geht Angstkultur rein? Was ist denn, wenn ich mit meiner Kalkulation
daneben liege? Dann irgendwelche Aufschläge, dann teilweise werden Sachen unter der
Kalkulation
verkauft, weil der Kunde es sonst nicht nimmt und man macht interne Aufschläge. Also wir
hatten
alle Lösungen, alle waren scheiße und alle haben sich schlecht gefühlt mit dem, was da so
abging.
Da haben wir uns kennengelernt. Ja, ich würde mal sagen, sehr beschreibungsadäquate
Zusammenfassung. So war es. Und das war eigentlich ein ganz schöner Moment, weil wir alle
irgendwie
gemerkt haben, was krank ist an dem System. Wir haben aber keine Antwort drauf. das natürlich
auch
so ein bisschen abhängig davon, in was du arbeitest. Und natürlich hatten wir vor fünf Jahren
oder
vor zehn Jahren andere Herausforderungen in der Tech-Branche. Es gab viel weniger etablierte
Technologie. Die Technologie war auch viel mehr im Zentrum. Also der Business-Case war
damals gar
nicht so wichtig, sondern es war eher, welchen Shop mache ich? Wie mache ich die Anbindung?
Das hat
sich heute mittlerweile verändert und das ist, glaube ich, auch ein Punkt, warum ich überhaupt
so
arbeiten kann und so reden kann. In der Zeit, in der wir damals waren, war so viel Unsicherheit
und
so viel unterschiedliche Wissensstände auf beiden Seiten. das sehr schwierig war, darüber eine
Einheitlichkeit zu bekommen. Das hat sich geändert, aber das Grundproblem ist für viele noch
da,
weil wie kalkuliere ich oder wie mache ich meine Preise? Ich würde gar nicht sagen, kalkuliere
ich,
weil das ist ja die Stufe davor. Wie mache ich im Ende6ekt das Verhältnis zwischen dem, was du
als
Kunde bezahlst und was ich letztendlich als Preis nehme? Und das war damals ganz klar auf
Time &
Material, also die Zeit, die du gebraucht hast. Und du hast halt gesagt, wie viel Zeit brauche ich,
wie viel Material habe ich? Und da sind wir ehrlich, das war bei uns nicht viel. Da hast du mal ein
paar Lizenzen eingekauft. Aber du hast ja kein Holz, kein Lager, kein nix. Und dann wurden
Stunden
abgerechnet. Und das war einfach katastrophal. Das war eine scheiß Lösung, aber es war
irgendwie
die beste, die wir hatten, weil am Ende, wenn ich als Kulturfussi drauf gucke, es ging ja immer
um
Unsicherheit. Da kommt jemand und sagt, guten Tag, ich hätte gerne. Das ist so, wie jeder von
uns
kennt das irgendwie, der schon mal eine Handwerkerin beauftragt hat und sagt, hier einmal Bad
fließen, was kostet das? So ungefähr das. Wirklich wissen tun wir es erst am Ende, aber die
Unsicherheit muss irgendwo verteilt werden. Ich will sie gerne, das Risiko irgendwie möglichst
nicht bei mir haben oder fair verteilen. Und dann habe ich es noch innerhalb meiner Kultur, dass
ich dort Layer drin bin. Der Vertriebler sagt, das könnte so sein. Der Architekt sagt, nee, so. Der
Entwickler sagt wieder was anderes und dann muss man gucken, wie man miteinander umgeht.
Sind wir
ein funktionales Team oder grenzen wir uns gegeneinander ab, dass ich als Entwicklerin sage,
naja,
Hauptsache ich liege nicht falsch. Hauptsache ich habe das Risiko nicht auf meinen Schultern.
Solange es jemand anderes hier in der Firma hat, bin ich happy. Also das ist ja auch so ein
bisschen die Perversion des Systems. Bevor ich aber darauf eingehe, würde ich nochmal sagen,
du
hast jetzt ein Handwerkerbeispiel genommen. In diesen Diskussionen gibt es immer wieder
Handwerkerbeispiele oder ob ich jetzt den Mercedes oder den VW Das sind aber keine guten
Beispiele,
weil diese Beispiele halt eben nicht die unsere Arbeit, die Wissensarbeit tre6en und die
Risikofaktoren dort eher aufgrund von Betrug oder mangelnden Materialien oder wenig Knowhow
der
Person rufen oder sich berufen. Bei uns ist es aber der Fall, dass in der Wissensarbeit eher
Steuerungsprozesse wichtig sind, Erkenntnisprozesse wichtig sind und deshalb kann man die
nicht
vergleichen. Und das ist auch so ein Punkt, ich spreche am Ende immer von Value-Based
Working, das
ist sozusagen die Antwort auf das Ganze, was kann man denn jeden der Stunden machen, auf
den Wert
abstellen. In solchen Bereichen funktioniert Value-Based Working einfach nicht gut. wo es sehr
stark um Stundenleistung geht. Also ich habe damals einen Handwerker gehabt. Ich wollte
einen
Durchbruch machen zwischen beiden Büros. Und da sage ich, und was kostet das? Dann meint
er, ja
mal, Freund, ich sprach jetzt hier den Durchbruch. Das ist ein 150 Jahre altes Haus. Ich weiß
nicht, was ich da hinter der Wand finde. Normalerweise kostet das 2.000 Euro. Schauen wir mal,
was
wir da hinten finden. Und dann sage ich dir Bescheid. Da ist aber natürlich, wenn ich jetzt einen
anderen Handwerker hole, wird der mir das Gleiche sagen. Das heißt, entweder kommt er durch,
dann
kostet das 2.000, bei dem einen vielleicht 1.900, ist mir aber egal. Gucke ich auf den
Nasenfaktor. Und wenn da was hinfällt, Das heißt, es ist sehr schön und einfach überschaubar.
Aber
das ist halt kein komplexes Beispiel. Und wir haben in sehr komplexen Welten gearbeitet. Und
das
System, was etabliert wurde, baute dann irgendwann auf Absicherungsprozessen ab. Also es
war nicht
eigentlich das Ziel im Auge, wie scha6en wir als eine Einheit, Auftraggeber, Auftragnehmer,
gleich noch andere, das bestmögliche Ergebnis. Sondern es war eher, wie scha6e ich, meinen
Arsch
abzusichern. Und dann habe ich gesagt, das Schlimmste, was mir passieren kann, dass ich
mehr
Stunden arbeite, als ich verkauft habe. Wenn ich weniger arbeite, hast du schön. Dann war
nämlich
die übliche Thematik, dann haue ich dem da nochmal was rein. Das ist wie beim Kellner, da wird
ja
nochmal eine Kiste Sekt reingebucht. Aber das ist ja letztendlich von der falschen Sichtweise
heraus. Das ist aus Misstrauen heraus gesehen. Ich habe Angst, dass du mich überforderst und
umgekehrt hat der Kunde das aber auch. Und wenn wir anders arbeiten wollen, müssen wir
diese
Grundhaltung ändern. Es ist gar nicht so sehr der Mechanismus, sondern es ist die
Grundhaltung. Wir
müssen beide das gemeinsame Optimum suchen. Wenn wir das Gefühl haben, in dem Rahmen,
den wir
gemeinsam definiert haben, können wir das Optimum halten, dann müssen wir Mechaniken
etablieren,
die uns auch die Möglichkeit geben, schnell zu erkennen, wenn wir das Optimum nicht liefern.
Und
die hatten wir eigentlich. in unseren Prozessen gar nicht. Es gab keine KPIs dafür. Das ist das
eine und das andere, du sagst es ja richtig, du hast ja nicht gesagt, das ist ein Haltungsproblem,
sondern das sind Grundhaltungsprobleme. Also das heißt, ich habe die Grundhaltung, bevor ich
dich
kennengelernt habe, bevor der Handwerker hier auf den Hof fährt, ich habe den noch nicht
kennengelernt, ich habe den noch nicht gerochen, ich weiß nichts über ihn, habe ich die
Grundhaltung, Holger, pass auf, der zieht dich über den Tisch, wenn er kann. Und das ist
natürlich
halt auch sehr stark gelebte Realität. Stärker natürlich noch, wenn man in die Corporate
-Strukturen hineinkommt, wo wir dann halt auch noch weniger Vertrauen haben, noch härtere
Abgrenzung und wo die Bewertungen der Mitarbeiter teils in sehr rigiden Systemen stattfinden,
die
entmenschlicht sind. Das ist zum Beispiel auch ein Grund, warum wir lieber mit größeren KMUs
zusammenarbeiten, wo man den Geschäftsführer einfach auch mindestens einmal im Jahr am
Tisch sitzen
hat. Denn der muss ja Vertrauen zu dir als Dienstleister haben. Und diese Art, also Vertrauen ist
wirklich die Grundlage für das komplette Handeln vom Value-Based Working. Nur so kann es
funktionieren. Weil wenn du durch Ägypten gehst, dann weißt du doch, wenn du da in Kairo bist,
dass
jeder dich über den Tisch ziehen will. Und selbst die ehrliche Haut, das kannst du gar nicht
herausfinden. Und deshalb gibt es einfach Bereiche, in denen kann man, das ist jetzt der zweite
Bereich, in denen kann man Value-Based Working nicht machen, wenn nämlich ein hohes
Misstrauen
herrscht. Also mit einer Firma, die durch Misstrauen geprägt ist, und das sind leider viel, viel
mehr, als wir uns klar machen wollen, kann ich Value-Based Working nicht etablieren, weil
immer
die Schuldvermutung vor der Unschuldsvermutung steht, vor dem Vertrauen steht. Das ist also
der
zweite Bereich, in dem ich Value-Based Working gar nicht machen kann. Und der dritte ist stark
regulierte Bereiche. Anwälte, Ärzte, Steuerberater, wo es einfach preisliche Regulatorien gibt aus
Gründen, auf die will ich gar nicht eingehen, da kannst du es nicht machen. Also der Arzt kann
nicht zu dir sagen, na, was ist der denn wert, dass ich dich jetzt am Leben halte? Nö, dann
nehme
ich jetzt mal lieber den anderen, dann mache ich das dort. Und das ist ein bisschen so das ganz
andere Thema, neue Folge in zwei Jahren. Warum werden Krankenhäuser privatisiert? Aber nicht
jetzt.
Ich wollte gerade noch reinwerfen, ich erinnere mich an so einen komischen Fall, auch schon
lange,
lange her, da war ich im Studium. Da hat jemand eine Überweisung gemacht und irgendwie das
Online
-Banking von seiner Bank war kaputt und hat anstatt 1.000 Euro eine Million oder sowas
überwiesen.
Nee, stimmt. Das war die Telekom. Die hat abgebucht und hat statt 1.000 Euro eine Million
abgebucht. Also hat ein Komma-Fehler in der Software. Und derjenige hat dann vom Anwalt ein
Schreiben aufgesagt und hat gesagt, das ist zu viel. Und dann hat die Telekom gesagt, oh,
stimmt,
ja, machen wir korrekt. Hier, bitte, zurück. Und dann hat der Anwalt seine Rechnung gestellt und
die war auf den Streitwert angelegt. Genau. Und dann hat er halt irgendwie 100.000 Euro,
weil 10% vom Streitwert gekriegt, für einen Brief hingeschrieben hat. Aber ich habe jetzt etwas
anderes vor Augen. Du erzählst das und du hast jetzt gesagt, im Grunde genommen, da sind
zwei, du
möchtest weg von diesem... skaliert nicht richtig. Es passt irgendwie nicht richtig. Und jetzt hast
du aber zwei Probleme. Das eine ist Misstrauen im Außen. Also ich kann es eigentlich nur mit
Kunden
machen, wo eine vertrauensvolle Beziehung da ist. Weil das Stundending ist ja die Lösung fürs
Misstrauen. Und das andere ist aber auch im Innen. Wir haben auch im Innen ein Misstrauen.
Was hast
du denn gemacht? Wie hast du das denn gelöst? Ja, das war schwer. Hast ein Poster gemacht,
hast draufgeschrieben, Trust. Wir vertrauen uns. Also ich sage immer, je größer es an den
Wänden
steht, desto weniger kannst du dem glauben. in Agenturen präsentiert wird oder in Firmen
generell.
Das kann es nicht sein. Natürlich musst du eine gewisse Art von Pionierarbeit machen. Also ich
habe
dann relativ schnell den Markus Hartmann kennengelernt, der ja Value Pricing in Agenturen
vertritt
und dann mich in andere Literatur eingelesen. Da gibt es relativ viel zu. Ich kann Alan Wise nur
empfehlen, wenn es in die Beratungsecke geht, also bei euch. Und dann merkst du so ein
bisschen, du
kriegst die Grundidee. Und vielleicht so ein Buch von Markus Hartmann, das kann ich jedem
empfehlen. Ich höre mal die Bücher als Hörbuch zweieinhalbfach und dann habe ich da
angefangen und
dachte, boah. ey, der Markus, der spricht ja über alles, was ich ändern will. Genau diese Welt
will
ich haben. Und in der Mitte des Buches habe ich gesagt, erzähl mir doch mal, wie es jetzt zu tun
ist. Du erzählst doch eigentlich nur die Werte darunter. Und am Ende habe ich gesagt, das kann
doch
nicht dein Ernst sein. Ich habe doch jetzt gar keine Anleitung, wie ich das hier zu tun habe. Und
war stinksauer. Und eine Woche später saß ich in einem Meeting und plötzlich kam in meinem
Kopf,
die Stimme von Markus an und die sagte, warte mal, das, was hier gerade passiert, das würde
der
Markus doch anders sehen. Und dann habe ich angefangen, mit den Leuten bei mir darüber zu
reden.
Und zum Glück habe ich natürlich auch mit den Jahren Menschen um mich gescharrt, die
ähnliche
Meinungen haben oder ähnliche Denkweisen haben. Du hast natürlich eher den Konservativeren
dabei,
der dann die Operative leitet und ich bin dann eher so der Schmetterlingstyp oben drüber. Aber
grundsätzlich haben dann alle gesagt, die Idee ist cool, aber keiner hat eine Ahnung da, wie wir
das machen. Und dieses Trennen aus dem alten Paradigma hat viel, viel länger gedauert,
als ich es erwartet hätte. Also selbst jetzt nach anderthalb Jahren konsequentem Arbeiten da
dran
und eine extrem hohe Evolutionsgeschwindigkeit, hören wir immer wieder noch Aufwand und
ich brauche
so lange. Ich habe es gerade eben nochmal im Slack gelesen. Ich schätze nicht nach Value,
sondern
nach Aufwand. Sag ich, ist ja auch erstmal okay, weil Aufwand messen oder schätzen ist erstmal
eine
Kenngröße. Und die machen wir natürlich auch da mit rein. Und das sind ja so die ersten Ängste,
die
jetzt viele sagen werden. Also guckt ja nicht mehr, wie lange ihr braucht. Nee, nee, das macht
man
schon. Also man muss ja auch irgendwie trotzdem noch seinen Tag planen und sich überlegen,
wann man
die... aus der Kita holt und was man bis dahin fertig kriegt, oder? Und das ist der Punkt, den
kriegst du in Menschen, die aus der alten Denke kommen, meistens erst mal am Anfang nicht
rein. Das
muss erlebt werden. Es gibt keine Revolution im Prozess. Wir haben einen schönen Prozess
dafür
gebaut, den kann ich gleich auch mal erzählen, für den einen oder anderen schon mal so als
Denkanstoß. Die Revolution ist, dass du dein Denken radikal änderst. Und ich mache es jetzt
mal aus
der Sicht eines Entwicklers. Der Entwickler in der alten Welt denkt sich, wie viele Stunden
brauche
ich dafür? Ja, wenn ich zu wenig angebe, packe ich lieber nochmal zwei, drei Stunden obendrauf
und
wenn ich schneller bin, habe ich ein bisschen Zeit und dann frage ich meinen Projektmanager,
soll
ich da nochmal Stunden drauf buchen? Und dann kann ich die entweder weiterarbeiten, weil die
meisten haben eigentlich eine ziemlich gute Arbeitsethik und dann arbeiten die trotzdem weiter
an
was anderem, aber haben schon mal die Stunden noch untergebracht. Das ist ja Betrug
eigentlich,
weil ich habe ja einen Vertrag mit einem Kunden und der sagt was anderes. Und der liefert genau
das, was er denkt, was der Kunde gerade gefragt hat. Und da ist das Problem, weil Kunden,
egal wie kompetent sie sind, sind ja nicht die Fachexperten in unserem Bereich. Die holen uns ja
auch für Beratungsleistungen rein. Muss ich jetzt dir als Berater nicht erklären, aber bei uns ist
dieser Beratungsansatz oft lange gar nicht so gesehen worden. Das heißt, Kunde fragt,
ich möchte das und wir liefern das. Aber auf beiden Seiten übrigens. Also der Kunde hatte keine
Wertschätzung für Beratung und hat nicht damit gerechnet. Und der Entwickler hat auch gesagt,
ich
mache halt einfach, was mir gesagt wird und denke, ich werde hart gesagt. Man hat also
sozusagen
diesen gemeinsamen Lösungsweg, den Beratungsansatz. Das Co-Kreationelle hat man einfach
getilgt
aus dieser ganzen Zusammenarbeit. Zu was hat das geführt? Das hat dazu geführt, dass ein
Entwickler
dann nicht nachhört, was will der der Kunde denn eigentlich damit erreichen? Oder vielleicht
sogar
noch, im Agilen hat man das gemacht. Was will der Endkunde? Aber die Fragen, die man sich
nicht
gestellt hat, womit verdient denn mein Kunde sein Geld da an der Stelle? Welchen Wert hat das
denn
für den? Der sagt, ich brauche einen Slider auf der Startseite. Wir denken, was ist der beste
Slider für den Endkunden, der die Seite nutzt? Aber wie unser Kunde damit Geld verdient,
hinterfragen wir doch gar nicht. Und jetzt der eine Spruch, die Kunden wissen meistens sehr gut,
was sie wollen, aber häufig nicht, was sie wirklich brauchen. Und wir kriegen das gar nicht raus,
indem wir gar nicht wissen, was die Kunden brauchen, weil wir nicht nachfragen. Und das ist so
in
einem ersten Pitchgespräch. Wird gar nicht nach dem Value gefragt. Also verdient ihr jetzt durch
den neuen Shop mehr Geld? Habt ihr euer Risiko reduziert? Sind eure Total Cost of Ownership
runter?
Habt ihr CapEx versus Opex? Habt ihr Time to Market? Ich habe jetzt mal so die üblichen Value
Driver nennen wir das oder Business Driver reingepackt. Den Business Case hinterfragt man gar
nicht. Weil der will ja einen Shop und wir liefern einen Shop. Und diese grundlegende Haltung zu
ändern, das ist eine harte Aufgabe, weil sie mit einem Risiko verbunden ist, dass ich nämlich
dem
Kunden widerspreche in seinem initialen Need. Aber wir wissen alle, dass gute Verkäufer sowas
tun.
Und das Zweite, was wir wissen, ist, dass natürlich die Leute nicht ohne Grundentwickler oder
Konzepter geworden sind, weil sie eben nicht Lust hatten, Sales zu sein. Und das ist dann
sozusagen
eine tiefsitzende Angst, wie du eben gesagt hast, oder Abneigung gegen das Verkäuferthema,
weil dort auch immer die Idee ist, jeder, der dir was verkauft, will dich eigentlich über einen
Tisch ziehen. Also sind wir wieder in dieser Grund... pessimistischen Haltungen. Und die
müssen wir
auch loswerden. Und das heißt, ich muss mit den Menschen über ihre Glaubenssätze sprechen.
Und die
sind tief verankert. Und ich merke es auch bei uns. Es gibt einige, die wirklich sagen, ich mache
lieber fünf Stunden umsonst, als dass ich dem Kunden eine Stunde, also jetzt nochmal in
Stunden
gedacht, oder ich schenke dem lieber 500 Euro, als dass ich dem 100 Euro zu viel abgerechnet
habe.
Also ein bisschen das Robin-Hood-Prinzip. Das ist aber keine richtige Denke. Das ist einfach
Angst vor dem Konflikt. Genau. Was steckt da drin? Genau. Und dann kommen wir so in das
Drama
-Dreieck und alles, was du so erzählst. Dann fangen wir mit... Themen an und am Ende müssen
wir
also unseren Mitarbeitern beibringen und sie enablen, wie kannst du echten Wert liefern? Und
deshalb die erste Frage ist halt dann, schau auf den Wert. Wie kannst du Wert bemessen? Und
da
spricht Markus Hartmann von dem wertschätzenden Gespräch. Ich finde das großartig als
Germanist,
weil es natürlich ambig ist, es ist eine Doppeldeutung, das ist wertschätzend, wenn ich mit dir
lange rede, weil ich dir zuhöre und gleichzeitig schätze ich aber auch den Wert, deine
Kaufbereitschaft über die Wertsignale in dem Gespräch. Und oftmals sind die Wertsignale an
einer
anderen Stelle, als du sie vielleicht sagst. Also was du sagst und was du eigentlich meinst oder
was ich durchhöre, ist oft nicht immer deckungsgleich. Dann wird davon gesprochen, wir
brauchen ein
PIM-System, aber eigentlich will der Typ nur seine nächste Gehaltsverhandlung mit dem Chef
durchkriegen und irgendwie beweisen, dass er was Gutes gemacht hat. Und dann sage ich, ja,
das ist
doch hier eigentlich eine Totgeburt. Lass uns doch mal gucken, wie du gut dastehst. Was können
wir
denn Gutes tun? Und dann gucke ich auf den Wert. Und das ist jetzt sicherlich auch ein sehr
extremes Beispiel, aber das kennen wir immer wieder. Und ganz oft kommen wir dann am Ende
von so
einem Gespräch, wenn ich immer wieder hinterfrage, macht das eigentlich Sinn, das
rumzusetzen? Weil
ja klar, ich nehme gern die 50.000 Euro dafür. Da habe ich gar kein Problem, das kann ich gerade
brauchen, setz mal um. Aber ist das wirklich sinnvoll, dass du das machst? Und das braucht
natürlich auch Mut auf der Dienstleister-Ebene. Es kann auch mal sein, dass ein Kunde zu einem
Ergebnis kommt, den brauche ich eigentlich gar nicht. Dankeschön, du hast mir geholfen. Und
würde
ich immer nur Einzelprojekte verkaufen, dann wäre das natürlich tödlich. Aber da ich natürlich
Bestandskunden haben möchte, die ich über einen langen Zeitraum betreue, der wird mir beim
nächsten
Mal extrem mehr vertrauen wie der Handwerker. Und da können wir die Parallele ziehen. Der
Handwerker sagt zu dir immer, dein Abfluss ist nicht kaputt. Da war nur eine Mu6e nicht richtig
festgedreht. 5 Euro und fertig. Oder geht aufs Haus. Und beim nächsten Mal kommt der Ahnung,
du
freust dich, den zu sehen. Und diese Angst, die viele Kunden haben, dass bei diesem Value
Base,
dass du verarscht wirst, die ist ja gar nicht da. Weil in unserem Bereich ist es jetzt auch nicht
so, dass kein Kunde eine Ahnung von etwas hat. Sondern die haben meistens relativ ordentliche
Ahnung. Also können wir die schon mal gar nicht verarschen. Selbst wenn wir wollten. Und das
zweite
Thema ist, wenn du auf Vertrauen aufbaust und einmal erwischt wirst, dass du betrügst. Dann
hast du
zehn Jahre Vertrauensaufbau kaputt gemacht. Da sage ich meinen Kunden immer wieder,
unseren Kunden
sage ich, Leute, wir können euch, selbst wenn wir wollten, was wir nicht wollen, würden wir
niemals
wagen, euch zu betrügen, weil dann funktioniert unser ganzes Modell nicht. Deshalb muss es
anders
funktionieren. Aber ist es nicht sogar am Ende des Tages schwieriger? Also du musst gleich
nochmal
erklären, wie ihr dann arbeitet, Value-Based. Aber so wie ich es verstehe, ist es nicht sogar
schwieriger, dort zu betrügen als in der Stundenwelt? Weil in der Stundenwelt hast du ja dieses
Problem. Du machst etwas, was vorher gedacht hat, das kostet 10 Stunden. Gunnar hat gesagt,
prima,
das ist mir 10 Mal deinen Stundensatz wert. Und jetzt kommst du zu einem Punkt, dass du sagst,
okay, ich war nach 2 Stunden fertig. Was machst du denn jetzt? Betrügst du dich selbst um die 8
Stunden, die du eigentlich auch im Plan hast? Oder gehst du hin und schreibst 10 Stunden auf,
obwohl du nur 2 gebraucht hast? Also einen Fall. von beiden Kontrahenten betrügst du oder
einer von
beiden Kontrahenten verliert. Während in dem Value-Based ist es ja nicht so. Da ist der Kunde ja
relativ sicher, oder? Ja, so wie du es jetzt dargestellt hast, auf jeden Fall. Also die Antwort, ob
ich jetzt unterhebe. Habt ihr schon eine eigene Fachsprache jetzt oder was? So hieß es früher,
ja.
Da kannst du nochmal zwei, drei Stunden unterheben. Unterheben? So wie beim Backen oder
was? Heben
Sie jetzt den Eischrauben unter? Okay, verstanden. Das habe ich jedenfalls einmal in so einem
Meeting gehört. Das war noch gar nicht bei uns, sondern das war an anderer Stelle. Das können
wir
da unterheben. Das ist aber ein schöner Euphemismus. Und ja, die Planzahlen sind ja dann da
und du
hast halt begrenzte Zeit. Du musst diese Zeiten erreichen, du musst sie faktorierbar machen.
Dann
bist du in sowas mit Kostendeckung. Das ist ja eher so ein BWL-Thema, Kostendeckungsbeitrag
und 1,
2, 3. Du musst so und so viele Stunden haben, abrechenbare Stunden, also Billable Hours. Das
sind
ja alles solche Begri6e, die sagen, ich muss eine bestimmte Zeit abrechenbar machen. Und
dann sind
wir bei der Thematik von Goodhart's Law, dass wir sagen, wenn du eine Messgröße hast und die
dann... aber irgendwann zum Target erklärt wird, zum Ziel, dann entsteht eine Perversion,
weil du misst ja nicht nur etwas, sondern du sagst Du musst dieses Ziel erreichen in der Größe
und
dann kommen wir zu sowas. Du sagst, meine Messgröße ist Stunden, aber ich gebe auch das
Ziel vor,
zehn Stunden müssen abgerechnet werden. Dann messe ich nur sechs, dann sage ich, aber ich
habe ja
das Ziel vorgegeben. Und dann kommen wir zu der Perversion, das ist dann später auch noch in
verschiedenen Wissenschaftlern benannt worden. Ja, dann fangen die Leute an zu manipulieren
und
gehen weg von dem wirklichen Ziel, weil das Ziel ist ja maximal viele Stunden unterzubringen.
Und
nehmen wir es mal in der Technik, ist es ganz pervers. Wenn ich jetzt einen Techniker frage, hör
mal, können wir das mit einem Hack lösen oder müssen wir da ein teures System reinbringen?
Dann ist
in seinem Kopf, naja, das teure System kann ich ja viel teurer abrechnen. Kann ich viel mehr
Stunden unterbringen. Ich bin fest der Annahme, dass wir 50 Prozent der Infrastruktur, die wir da
draußen finden, nur haben, weil diese Denke dort war. Ah ja, ein PIM ist ja viel wichtiger, als
kein PIM reinzubringen. Und dann baust du ein PIM für, weiß ich nicht, 500 Produktdaten auf in
einer Sprache. Braucht ja keiner. Und somit müssen wir aufpassen, dass die Messgröße nicht
zum Ziel
wird. Das tut sie aber in der Stundenerfassung. Also ist es relativ gut belegt, dass das nicht
funktioniert. Aber welche Größe nehmen wir denn dann? Und das ist jetzt vielleicht so der
Übergang
zum Was-is-Value-Based-Working? Ich habe es ja gerade schon gesagt. Wir gucken sehr stark
auf
den Kunden-Value. Den ersten Teil davon haben wir durchgenommen. Nämlich das ist das
wertschätzende Gespräch. Lass es uns durchspielen. Ich bin der Kunde. Ich komme zu dir an
und sage,
guten Tag. Ich hätte hier gerne, wir haben so einen alten Webshop. Den wollen wir relaunchen.
Dann
ist der frisch. Dann verdient er mehr Geld. Dafür habe ich ein Budget. Augenroll. Ich hätte keinen
Shopware, weil das mir gefällt. Super. Ja, und dann in der alten Welt hieß es jetzt, super, was ist
dein Budget? Ich glaube, das ist eine gute Wahl für dich. Machen wir sowieso. Bin ich glücklich?
Muss ich jetzt nicht hinterfragen? Ja, dann reden wir mal über technische Sachen und dann
mache ich
dir ein Angebot. Und jetzt in unserem Gespräch würde ich erstmal sagen, alles klar, womit
machst du
denn? Verdienst du denn eigentlich dein Geld in dem Shop? Und dann sagst du? Spielzeugautos.
Sammlerware, besondere Spielzeugautos. Okay, was ist denn deine Zielgruppe? Meistens sind
es Papas,
die an ihrer Jugend hängen, die das von früher immer noch sammeln und die so ihre Kids mit
anstecken wollen. die Kaufbauend. Und jetzt spielen wir es nicht komplett durch. Jetzt würde ich
weiter erstmal darauf eingehen, ein tiefes Verständnis oder ein ordentliches Verständnis für
deine
Monetarisierungswege, für deine Firma, für deine Haltung, bist du jetzt aufzubauen. Bist du jetzt
Branchenleader oder bist du Nischenplayer oder ähnliches. Weil natürlich, wenn du einen
Engpass
konzentriert arbeitest und sagst, ich gehe in eine enge Nische oder wenn du so ein Broadplayer
bist, das macht einen ganz anderen großen Unterschied. Und dann würde ich reingehen, warum
willst
du nur Shopware einsetzen? Ja, ich habe gehört, Shopware ist toll. Aber das ist besser. Ich habe
im
Moment hier so eine Strato-Geschichte. Das ist sehr beschwerlich. Für mich so im Einstellen
irgendwie, oder so ein Strahleband, das kann ja was anderes sein, also irgendein Ding. Im
Moment,
das passt mir irgendwie nicht so mit dem Einstellen. Und ich denke einfach, wenn ich, und es
sieht
ein bisschen altbacken aus. Und wenn es ein bisschen moderner aussieht, ich glaube, dann
läuft es
besser. Verdienst du, wenn das moderner aussieht, mehr Geld damit? Hast du dann mehr
Umsatz? Naja,
also ich glaube schon, wenn so ein Laden, wenn du in den Laden reingehst und das Staub in der
Ecke,
dann bist du vielleicht nicht so wahrscheinlich, dass du da was kaufst, als wenn das irgendwie
alles neu und shiny und modern ist, oder? Okay, also deine Vermutung ist, du siehst nicht
konkurrenzfähig modern aus und wenn du dann die User Experience, das User Interface
veränderst,
werden Leute eher bei dir kaufen oder du verlierst keine Kunden. Okay, genau. Wenn das
Content
Management einfacher ist, dann kann ich schneller mehr Zeit einstellen. Okay, das ist ja
nochmal
ein Ding. Also das heißt, das eine ist ja, du willst Absatz erhöhen, du willst vielleicht auch
Retention Rate runter. also dass nicht so viele abspringen. Das Zweite, was du jetzt gesagt hast,
das sind aber eher deine internen Kosten. Also das wäre so eher Total Cost of Ownership, so im
Personalbereich. Was würdest du denn machen, oder wie viel Zeit glaubst du und kannst du
denn
einsparen, wenn du so einen neuen Shop hast? Ja, also im Moment brauche ich zum Einstellen
von
einem neuen Artikel eine Stunde ungefähr. Und die Artikel verkaufen sich auch ganz gut. Das
heißt,
ich bin wirklich dadurch begrenzt, wie viele Artikel ich listen kann. Und wenn ich jetzt das
halbieren könnte, die Zeit, die ich brauche, um einen Artikel einzustellen, dann könnte ich
doppelt
so viele Sachen listen. Ich glaube, dann würde ich auch der Umsatz noch umgehen. Und hier
sind
wir... merkst ja, wie das Gespräch in eine ganz andere Richtung geht. Wir sprechen nicht über
Shopware, wir sprechen nicht über diese Themen, die du eigentlich angefragt hast, sondern wir
sprechen darüber, wie machst du dein Business? Und an der Stelle habe ich jetzt ein ganz
starkes
Wertesignal. Dem würde ich jetzt weiter nachgehen. Also ich versuche immer nach den Engpass
zu
finden. Und vielleicht einmal terminologisch auseinandergehalten. Stefan Mehrert erklärt das
immer
schön. Er sagt, es gibt Engpass, Schmerzpunkt und Punkt der größten Aufmerksamkeit. Punkt
der
größten Aufmerksamkeit wäre gerade KI. Schmerzpunkt wäre, boah, das nervt dich, dass dir die
Kunden
immer wieder sagen, der Shop sieht scheiße aus. Aber dein Engpass ist eigentlich, du bist die
limitierende Ressource da drin. Du als Chef kannst gar nicht mehr einstellen. Meistens erkennen
die
Kunden ihren Engpass selber aber nicht oder denken, sie hätten einen anderen. Hängen viel
mehr am
Schmerzpunkt oder am Aufmerksamkeitspunkt. Und schon viel zu schnell lässt man sich darauf
ein, mit
dem Kunden über seine Schmerzen zu reden. Aber ich sage immer, kannst du damit noch ein
Jahr leben?
Ja, könnte ich. Ist halt nervig. Content einstellen ist nervig, aber verdiene ich keinen Cent mehr
mit, wenn ich das jetzt anders hätte. Und dann kommst du an die wirklichen Engpässe. Und ein
System
ist ja immer durch einen Hauptengpass begrenzt. Ich erkläre das gerne so mit einer Pflanze. Die
Pflanze braucht Licht, die braucht Wasser, die braucht Dünger, die braucht vielleicht
Bestäubung.
Aber wenn du der Pflanze kein Wasser gibst, kannst du so viel Licht drauf machen und so viel
Bestäubung und so viel anderes Zeug ist die tot. Und wenn gerade da ein Fuß auf dem Schlauch
ist,
musst du den runternehmen. Und das gilt es zu erkennen. Weil du baust Interesse auf für den
Kunden.
Der Kunde denkt nicht, der will mir jetzt was verkaufen, sondern du baust erstmal ein echtes
Interesse auf. Das scha6en schon viele nicht, weil sie kein Interesse an ihren Kunden haben.
Aber
das ist ein anderes Thema. Dann redet erstmal der Kunde recht viel. Und nicht du. Gerade für so
Typen wie mich, die gerne lange reden, ist das eine große Herausforderung. Deshalb muss man
das
auch üben. Und dann merkst du, dass beim Kunden ein Verständnis für eine Partnerschaft ist.
Nach
dem ersten Gespräch sagen die, cool, du hast ja gar nicht versucht, mir was zu verkaufen,
obwohl
ich schon kaufwillig war, sondern du hast erstmal versucht, mich zu verstehen, mich zu beraten,
da
reinzugehen. Und was bin ich dir jetzt schuldig? Ich sage ja erstmal gar nichts. Das ist jetzt
Akquise. Und wie machen wir jetzt weiter? Ja, dann schreiben wir dir das mal zusammen. Und
dann
schreiben wir eher, so wie du das gewohnt bist, auch als Unternehmensberater zusammen, wo
sehen wir
eigentlich deine Potenziale jenseits von der Umsetzung der Technik. Also erstmal agnostisch so
ein
bisschen. Und dann versuchen wir herauszufinden, wie könnte man das denn später auch
messen? Und
ich bin ganz ehrlich, das haben wir zehn Jahre gar nicht gemacht. Mir war das doch total egal, ob
der Shop danach 3,5 Prozent Uplift hat oder das oder das oder das war. Wir haben ja unser Ding
verkauft und wir sind ja Techniker. Und dieses Selbstverständnis, wir setzen dir da ein Stück
Technik hin und das ist unsere Aufgabe, das ändert sich. Und das muss sich aus meiner Sicht
ändern,
weil wenn ich nur Techniker bin, bin ich irgendwann viel weniger wert. Das heißt, wir nehmen mal
das Beispiel an, um es leicht zu halten und sagen mal, der Konsens ist jetzt, der Engpass ist, wie
viel Content kann ich da reinstellen? da muss sich irgendetwas verbessern. Da könnt ihr jetzt
eine
Lösung vorhaben. Es könnte sein, dass man tatsächlich sagt, wir können ein neues Shop-
System
nehmen, weil das ist dann tatsächlich mit einem besseren Content-Prozess hintendran oder ihr
baut
irgendwie etwas, wie auch immer. Du machst mir jetzt ein Value-Based-Angebot für meinen
Engpass,
um den zu verbessern. Richtig. Das Erste, was wir gemacht haben, ist, wir haben gesagt, wir
gehen
da nicht deterministisch drauf, wir glauben dir erstmal nicht, wir nehmen dich ernst, aber stellen
erstmal alles in Frage. Jetzt gehen wir in dem vereinfachten Beispiel rein und ich mache dir jetzt
ein Value-Based-Angebot. Ich vereinfache den Prozess jetzt sehr, aber dann kriegst du von mir
nicht ein Angebot, sondern ein Angebot mit drei Stufen. Das ist der Good-Better-Best-Ansatz.
Aber der hat an dieser Stelle sehr, sehr viel Sinnhaftigkeit für beide Seiten. Für dich als Kunden
ist es so, du kriegst ein Essential, ein Pro und ein Boost-Paket oder Stufe. Essential ist der
schnellste Weg zu deinem Ziel, der günstigste Weg zu deinem Ziel, das ist aber meistens auch
der,
der richtig wehtut. Beispiel dazu wäre Ryanair. Ich habe mal gehört, dass der Chef von Ryanair
gesagt hat, du musst in jeder Sekunde bei deiner Reise mit Ryanair wissen, dass du hier
wahnsinnig
wenig Geld bezahlt hast. Und deshalb hast du tausende Durchsagen, es ist unbequem, du
musst deinen
Ko6er da reindrücken. Das ist das Essential-Paket. Das ist so wie diese Geschichte, ich habe
immer gelesen, dass diese Discounter-Eigenmarken, so ja oder sowas, dass die ganz bewusst,
also es
wäre ja einfach, die haben ja auch Marketing-Budgets, es wäre ja einfach hochwertige
Bildsprache
und Branding zu machen, aber es wird ganz bewusst nicht gemacht. Das darf nicht hochwertig
aussehen, weil das soll sich billig anfühlen, damit du das Gefühl hast, das ist billig. Ich habe
das mal auf dem Shopware Community Day gesehen, da haben die über den Relaunch vom
Pearl Shop
geredet. Ja, sie sind am Schladen. Er meinte ja so, das ist der Pearl Shop und ihr fragt euch
jetzt, ist das vor oder nach dem Relaunch? Das ist nach dem Relaunch. Und das war halt wie so
ein... halt scheiße aus für mich. Voll aussehen wie so eine restanten Rampe, ne? Genau. Das
bedeutet ja erstmal, wenn ich jetzt da hingehe und dem Pearl ein Hochglanzding gebe, ja, dass
der
aussieht wie was weiß ich was, dann arbeite ich an der Zielgruppe vorbei. Dann mache ich
vielleicht
eine qualitativ hochwertige Leistung, die aber meinem Kunden keinen Umsatz bringt. Das Pro-
Paket.
Ich habe jetzt das Essential erzählt. Ja, das heißt, schnellste Weg muss wehtun, aber du sagst,
ja,
Value ist für mich jetzt nicht riesig hoch. Ich will das super. In deinem Beispiel könnte das zum
Beispiel heißen, nee, wir machen da gar keinen Shopware-Shop hin, sondern wir machen dir so
ein
Uploader-Skript da rein für deinen aktuellen Shop, da ratterst du das hin, das musst du in Excel
einmal vorbereiten, sparst dir 30% deiner Zeit, der Shop sieht zwar immer noch nicht geil aus für
deine Endkunden, aber du hast den einen Engpass bei dir gelöst. Punkt. Pro Paket ist das beste
Preis-Leistungs-Verhältnis. Auf das wird in der Regel zu 60% abgestellt. Zu 60% empfehlen wir
das. Heißt, in dem Paket würde ich sagen, was können wir denn für ein relativ wenig mehr Geld,
zum Vergleich zum Essential-Paket, dir mehr Value liefern. Und das wäre in diesem Fall, würde
ich
sagen, ja und weißt du was, wir machen auch noch dein Frontend neu. Aber auch da brauchen
wir nicht
Shopware, sondern wir machen dir erstmal einen Facelift. von deinem jetzigen System, weil das
läuft
ja. Wir machen dir also die Uploader-Maske, wir machen dir einen Facelift und gleichzeitig
geben
wir dir noch ein bisschen Content-Beratung, dass der noch geiler aussieht, der Content. Weil
das
ist noch nicht so toll, wie du das da machst. Und dann gibt es das Boost-Paket. Und das Boost
-Paket ist das, wenn es ein bisschen mehr Geld sein darf, da würden wir sagen, weißt du was,
lass
uns direkt einen Shop-Ware-Shop an der Stelle aufsetzen. Der kostet aber eine gute Stange
mehr
Geld als das Pro-Paket. Dafür hast du aber X, Y und Z. Und in der Regel hast du in dem Boost
-Paket ein oder zwei Sachen drin, wo der Kunde schon sagt, ah, das wäre schon geil. Jetzt haben
wir
eine ganz wichtige Regel, auch nachlesbar bei Markus Hartmann oder bei Alan Weiss. Keines
der
Pakete darf ein Schein-Paket sein. Also gerne sagen, der Boost ist natürlich der Preisanker, das
ist ja ganz klar. Also man muss ja nicht Psychologie dafür studiert haben. Aber wenn da ein
Preisanker ist, der dumm daherkommt, wo mein Kunde sagt, das Paket würde ich niemals
nehmen, dann
ist das so, wie wenn du dir ein Auto kaufen gehst und dann sagt er, du könntest hier den Skoda,
du
könntest hier den Mini und da steht der Lamborghini. Da sagst du auch, okay, Mini und Skoda
verstehe ich, aber Lamborghini, warum hast du mir den gezeigt? Und dann gehst du hin als
Kunde und
hast jetzt nicht die Frage, mache ich es mit dir oder nicht, sondern sagst, wie mache ich es mit
dir? Mache ich Paket 1, 2 oder 3? Und das ist schon aus psychologischer Sicht ein Unterschied
wie
Tag und Nacht. Es geht also nicht ein Hopp oder Top, sondern ich habe eine
Auswahlmöglichkeit. Ihr
kennt das aus der Kinderpsychologie, wenn ich einem Kind sage, räum dein Zimmer auf, dann
sagt er,
will ich nicht. Wenn du aber sagst, du kannst jetzt das Zimmer aufräumen oder kannst unten den
Tisch decken, dann überlegt er sich eins von beiden. Naja, und wenn das Paket dann
abgestimmt ist,
es gibt noch Schritte dazwischen. Das Allererste, was du nicht tust, ist, jegliches Paket muss
immer persönlich besprochen werden. Niemals Pakete schicken. Aus einem einfachen Grund.
Die Kunden
sind das nicht gewohnt. Das heißt, du musst sie da durchführen und du musst
Einwandsbehandlung
sofort machen können. Das ist immer noch der wertschätzende Prozess. Wenn du das Paket
nämlich
falsch geschnürt hast oder der Kunde es falsch verstanden hat, dann kann er es auch nicht
wertschätzen. Schickst du die vorher und redest dann danach mit ihnen drüber oder ist es
wirklich
so ein Reveal? Es ist ein Reveal-E6ekt. Natürlich gibst du in den wertschätzenden Gesprächen
vorher schon mal Indikationen, Ideen, schickst vielleicht auch mal links und rechts was rüber.
Aber
dieser Moment, dieser abgepasste, intensivierte, verdichtete Präsentationsmoment, der ist
wichtig.
Wir haben da wirklich intensive Präsentationen zu. Jetzt nicht Beraterpräsentationen, sondern
wir
haben immer die gleichen Folien und dann heißt es, das ist das Paket, das ist das, das ist der
Value da drin. Passt das Paket für dich? Macht das Sinn oder ist da irgendwas drin, was du sagst,
das brauche ich nicht? Dann nehme ich das raus. Hätte ich jetzt schon den Preis gezeigt, ist
schwierig, das wieder rauszubuttern, weil dann weiß er, ah, jetzt hat er das rausgenommen, das
sind
1000 Euro, ah, habe ich verstanden. Es geht aber immer darum, dass du einen Gesamteindruck
hast.
Deshalb erstmal die Pakete zeigen, drüber sprechen, willst du was ändern, danach nochmal
präsentieren, wenn du sie angepasst hast. Und wenn der Kunde sagt, die passen, jedes von den
Paketen ist spannend für mich, sag mir doch mal, was kostet das? Dann präsentierst du den
Preis und
der wird nicht mehr geändert. Das ist der Preis für dieses Paket. Die Kundenseite habe ich
verstanden. Jetzt guckt ein Kunde drauf, das fühlt sich ja auch gut an. Also ich in meinem
Beispiel
gucke jetzt drauf und kann genau sagen, ich kriege das da für dieses Geld. Ob mir das persönlich
jetzt angemessen vorkommt oder nicht. Also ich gucke jetzt nicht mehr drauf, das ist ja das
Spannende, da will ich ja auch hin. Ich gucke jetzt nicht mehr drauf, glaube ich dir, dass dieses
Ergebnis so viel Arbeit dauert und glaube ich dir, dass deine Arbeit so viel in der Stunde wert
ist, sondern ich gucke jetzt, du hast mich jetzt dahin geführt zu sagen, ist die Welt, also du
beschreibst mir in drei Versionen eine neue Welt und ich sage, ist mir diese neue Welt das wert?
Und wahrscheinlich, wenn ich Unternehmer bin und Händler und so weiter, rechne ich auch
direkt, ob
die Veränderung, wann die sich für mich amortisiert und all so ein Kram. Den Teil verstehe ich.
Jetzt erklär mir doch mal, wie kommst du denn zu den Preisen? Weil du musst ja immer noch
eine
interne Kalkulation machen. Du musst ja auch deine Risiken hedgen. Du musst wahrscheinlich
auch
viel mehr Arbeit vor der Unterschrift investieren. Du als Vertriebler, weil du musst ja,
also in der alten Welt gedacht, ich weiß jetzt nicht, ob das die Antwort ist, aber hast du ja
dreimal 80 Seiten Pflichtenheft geschrieben, um dich abzusichern und um dich abzusichern
einfach
nur, oder? Ja, also die Frage ist sehr gut. Danke, mach das beruflich.
Ich gebe dir jetzt aber keine Unternehmensberater-Antwort darauf, sondern wie kommst du zu
dem
Preis? Du hast mehrere Näherungen. Und das ist jetzt nicht so, dass es eine neue Welt ist. Aber
natürlich schaust du, was glaubst du, wie viel Aufwand wirst du dafür haben? Das ist eine
Näherung.
Wenn du in dem Aufwand sagst, ja, da bin ich safe. Also dann ist es okay. Da wird gesagt, okay,
da brauchen wir zehn Tage für. Und wir sagen aber, der Perceived Value beim Kunden ist viel, viel
höher. Und nach dem fragen wir dann. Und du kannst das ja mal mit Devs oder mit Kollegen
machen und
die mal hinsetzen und sagen, was glaubst du, wie lange wirst du dafür brauchen?
Bauchschätzung.
Meiner Erfahrung nach ist die Bauchschätzung von denen fast die gleiche, die später rauskommt
nach
einer Woche Lastenheft- und Pflichtenheft-Transformation. Dann kommt dann hinten das raus,
ja,
spannenderweise sind wir wieder auch bei 150.000 gelandet. Also die Frage ist, haben die so gut
geschätzt? Oder ist das vielleicht ein deterministischer Prozess oder eine self-fulfilling
prophecy, die am Ende aufs Gleiche hinauskommt? Ich würde sagen, irgendwas in der Mitte.
Weil auch
ich schätze das aus dem Bauch heraus und bin dann nicht mehr beteiligt bei der Aufbereitung
und es
ist immer relativ nah dran. Das heißt, es gibt schon so einen Konsens dafür, weil wir natürlich
auch immer wieder das Gleiche machen. Die Schätzung ergibt nicht mehr den Preis, sondern
die
Schätzung ergibt quasi die Risiko-Bottom-Line. Es darf nicht weniger als das sein, weil dann
legen wir drauf und sind tot. Ja, da kommen aber gleich noch so ein paar verändernde Faktoren
dazu.
Also zum Beispiel der erste Faktor ist, dass wir Projekte nicht mehr als geschlossene Einheit
sehen, sondern wir müssen sozusagen eine fließende Wirtschaftlichkeit erreichen. Also ich sage
nicht, in diesem Projekt bin ich positiv oder negativ, sondern ich sage auch nicht in diesem
Monat,
sondern im fließenden Mittel der letzten drei Monate habe ich unterm Strich deutlich mehr
eingenommen als ausgegeben. Und das ist fein für mich. Das ist ein System der
Quersubventionierung.
Muss man ganz klar sagen. Und da könnte schon jeder Kunde sagen, oh, das kann ja nicht sein,
wenn
es bei mir gut läuft und bei dem anderen schlecht, dann quersubventionierst du das. Ist aber ein
Geben und Nehmen. Niemals läuft es immer bei einem Kunden gut. Weil du einfach nie oder
seltenst
sich Aufwand und Wert die Waage hält. Du hast immer dieses Missverhältnis, etwas braucht
ganz, ganz
viel Aufwand für einen kleinen Wert, aber das ist irgendwie der Türö6ner. Oder du hast einen
Riesenwert für wenig Aufwand. Oder du bist zum Beispiel gerade mit einem Kunden, ist sehr viel
Unsicherheit drin. Und das belastet ja Systeme und Aufwände. Der fragt zehnmal nach. Und bei
dem
anderen ist gerade sehr viel Sicherheit drin. Und wenn du aber sagst, Leute, uns soll es ja
zusammen allen gut gehen und du erweiterst also das gemeinsame Optimum suchen, was du
mit dem einen
Kunden hast, nicht nur auf das Projekt, sondern auf die gesamte Zusammenarbeit und auf das
ganze
Agentursystem. Das heißt, wenn es meinem Kunden Paulmann gut geht, geht es auch meinem
Kunden zur
Brüggen gut, weil wir aufeinander Acht geben. Und spannenderweise haben wir es mittlerweile
so,
dass die auch miteinander reden. Wir machen Roundtables, wir bringen die zusammen und
dann kommt
das Vertrauen, dann sagen die auch, ach, ihr habt auch diese Themen. Ja cool, wie können wir
denn
zusammen lernen? Lasst doch mal zusammenschmeißen. Also ein Vertrauenssystem, was über
dieses
gemeinsame Optimum suchen eine Stärkung erfährt. Jetzt gibt es aber noch in der
Grundhaltung,
wenn ich den Entwickler wieder anschaue, eine ganz, ganz wichtige Entscheidung. Wenn der
Entwickler
sich Gedanken machen muss zu Essential Pro und Boost, Dann fragt er nicht, was ist denn die
beste
Lösung für den Kunden? Weil das war ja vorher so. Sagt mal, der Kunde wollte das, das und das.
Jetzt kriegt er einen Shopware mit einem Redesign mit dem, dem und dem. Und wir wissen, das
ist
fast immer die teuerste Lösung gewesen. Der wollte das doch so. Aber der hat doch gesagt, dass
der.
Ich weiß nicht, in wie vielen Hunderten von Meetings ich saß, wo der gesagt hat, aber der Kunde
wollte doch das Ding. Und ich habe gesagt, ja. Aber der wusste gar nicht, wie viel das kostet. Ja
gut, aber dann soll er das nicht anfragen. Ich habe mal im alten Büro, wollte ich so eine
Zwischenwand einziehen lassen aus Glas, so aus Schallschutz. Und dann fragte ich so einen
Architekten, der gerade bei uns durchlief, ich habe das schon leise im Kopf geplant, was kostet
das
denn, hier so eine Glastür reinmachen? Der sagt, ja, das ist überschaubar, 15.000, 18.000 Euro.
Da habe ich gesagt, okay, dann lassen wir das. Weil ich gedacht, das sind 3.000 Euro. Ja, ich
hatte gar keine Ahnung. Aber dumm bin ich ja auch nicht. Sondern der Entwickler oder der
Konzepter
oder der Designer fragt sich, wie komme ich am schnellsten dahin für meinen Kunden? Was ist
der
günstigste Weg, für ihn dahin zu kommen? Ja, hartgecodete IDs. Der mittlere Weg, was ist das
Beste
in der Mitte? Und was ist der Premium-Weg. Und wenn wir ehrlich sind, viele, gerade die guten
Entwickler, sind eher beim Premium als bei dem Essential. Das ist die noch härtere Änderung,
weil die Kunden finden das eigentlich alles ganz cool. Also Festpreis sagt ja keiner, nee, das will
ich nicht. Du musst denen nur die Ängste nehmen, dass sie am Ende auch für den Festpreis das
kriegen, was du denen versprochen hast oder was ihr abgemacht habt. Jetzt kommt das
Lastenheftpflichtenheft. Für die, die jetzt nicht den Prozess kennen, der Kunde kommt mit dem
Lastenheft an, also er sagt, was ist, was ich gerne hätte? Und dann wird in einem
Transformationsprozess mit vielen Gesprächen und Workshops ein detailliertes Pflichtenheft
dazu
erstellt. Und beide haben eigentlich nur einen Sinn. Das Lastenheft soll so viel wie möglich aus
dem Projekt rausholen. und das Pflichtenheft soll so viel wie möglich an Risiko rausstreichen.
Mit
welcher Haltung gehe ich denn rein, wenn so ein Prozess durchgekämpft ist und wir am Ende
uns auf
ein 80-Seiten-Dokument geeinigt haben, von dem wir alle wissen, dass es nach 30 Prozent des
Projektes sein Geld nicht mehr wert ist auf dem Papier, auf dem es gedruckt ist. Und trotzdem
machen wir es immer und immer wieder und lügen uns in die Tasche. Wir brauchen ein
Pflichtenheft.
Nein. Und dann kommt aber die Schreckenserfahrung von Agile. Agile wurde angefangen ohne
Lastenund
Pflichtenheft. Und dann haben wir so eine Traumstory mit hier Story und da. Und am Ende
wurde
für viel zu viel Geld viel zu wenig Value geliefert. Aber wir haben alles schön in Sprint, in
Velocity und mit Storypoints und Gummipunkten gemessen. Das funktioniert auch nicht, weil
das
entkoppelt ist von dem Kundennutzen. Das nur auf den Endkundennutzen abzielt. Was machen
wir denn
jetzt? Ja, ganz einfach. Nee, einfach ist es nicht, aber eigentlich sehr sinnvoll. Wir müssen einen
guten Ausgleich zwischen detaillierter Beschreibung und überliegenden Zielen definieren.
Das heißt, wenn ich nur reinschreibe, der Shop soll mehr Umsatz bringen, dann ist das ein sehr
gutes Ziel, aber keiner hat eine Ahnung, wie erreichen wir das. Wenn ich aber reinschreibe, auf
dem
Checkout im zweiten Schritt muss ein Button mit einem Haken eingeführt werden, der von Grün
auf Rot
umspringt, wenn der Kunde das und das gemacht hat. Und dann merken wir aber, ja, Grün ist
eigentlich falsch und der Haken sitzt auch nicht in Shop, wäre da, sondern da. Dann heißt es ja,
aber steht halt im Pflichtenheft. Zwischen Pedanterie und fahrlässiger Verallgemeinerung
müssen wir
uns bewegen. Und das muss man auch üben. Das hat auch ganz viel damit zu tun mit dem Wie
und dem
Was. Also man einigt sich viel mehr darauf, was soll erreicht werden und ist dann flexibler. Und
wie setzen wir das um? Und diese ganze Pflichtenheft, Lastenheft, alte Werkvertragsdenke,
die ging ja hin und hat gesagt, es muss jedes Wie vorher festlegen. Und mittlerweile wissen wir,
dass wir uns dann einfach zwingen, völlig überholte Wies und Denkfehler und so weiter dann
später
umzusetzen, weil sie halt im Vertrag stehen. Also das ist Käse, das wissen wir. Es ist aber
schwierig, man muss schon ehrlicherweise zugeben, wenn natürlich ein Projekt viel Dynamik
entwickelt. Wünsche reinkommen, dann ist das sehr schwer, das zu steuern. Wir reden über
Change
Requests und Co. Scope Creep. Exakt. Scope Creep ist eine schwierige Sache, aber auch da
geht es
wieder um die Haltung. Du darfst nicht bei jedem kleinen Ding an der Klingel drücken und sagen,
sorry, das musst du jetzt mehr bezahlen. Du darfst aber auch nicht zulassen, dass sich Sachen
verselbstständigen. Und das braucht wieder eine Haltung. Eine ganz klare Haltung, dass du zum
Kunden gehst und sagst, lieber Kunde, das, das und das sehen wir nicht. Das ist was Neues. Und
dann
sagt der Kunde, ja, aber denke ich nicht. Und dann muss man miteinander reden. Und das
Schöne ist,
wenn man einen o6enen gemeinschaftlichen Diskurs pflegt und das nicht überstrapaziert, dann
funktioniert das auch. Und am Ende muss man natürlich auch die Bereitschaft haben, mit dem
Kunden
ins Risiko zu gehen. Und das ist zum Beispiel das, was man den Agenturen in den Corona-Jahren
ganz
klar unterstellen kann. Da ist keiner mit ins Risiko gegangen. Das heißt dann vielleicht mal, dass
ich sage, so, wir haben jetzt hier 50.000 oder wir brauchen jetzt einen Monat mehr in Arbeit. Den
teilen wir uns. Eigentlich müsste ich dir dafür 50.000 abnehmen, aber wir machen 25.000, am
Ende
kriegen wir das zusammen hin. Und das hatten wir neulich mit dem Kunden. Und der Kunde hat
gesagt,
ja scheiße, dass wir mehr Geld ausgeben müssen, aber ich finde es fair, dass ihr so da reingeht
und
jetzt nicht mit Stunden oder irgendwas ankommt, sondern wieder, wir haben das Ziel nicht
erreicht,
aber es ist eine Mischlage. Und so ist es ja immer. Wie ist es denn in unserem Beispiel? Also ich
nehme jetzt die Lösung, die dazu führt, dass ich halb so lange brauche, um ein Produkt
einzustellen
in meinen Shop. Und das ist auch das, worauf wir uns einigen. Sagen wir erstmal so, wir einigen
uns
auf, ich brauche eine Kennzahl. Am Ende geht ja bei diesem Value-Based Pricing viel über die
Kennzahl und die Kennzahl ist, am Ende ist der Wert, dass ich nicht mehr eine Stunde, sondern
eine
halbe Stunde brauche, um was einzustellen. Jetzt habe ich Diskussionen und sage, ich hätte
gerne
den Knopf noch anders, den Knopf noch anders, den Knopf noch anders. Ein paar macht ihr mit
und
irgendwann sagt der Kollege, ganz im Ernst, das zahlt überhaupt nicht darauf ein, was wir hier
vereinbart haben. Das sind so deine Privatwünsche, die kannst du nochmal nachlösen und
nochmal die
Münzen einwerfen, dann kannst du kriegen. Aber es zahlt nicht auf den Wert ein, den wir
ausgemacht
haben. Okay, verstehe ich, cool. Aber was passiert denn jetzt? Du tri6st ja auch Annahmen,
wenn
wir dir dieses Ding bauen. Dann bist du doppelt so schnell und jetzt ist es nicht so. Richtig, also
da musst du natürlich unterscheiden. Es gibt zwei Arten von Annahmen. Eher funktionale
Annahmen.
Das wäre in diesem Thema eher, ich kann 500 Dateien auf einmal hochladen. Bilder werden
automatisch
runtergerechnet. Das sind ja funktionale Annahmen. Die sind in der Regel wirklich einfacher zu
beweisen. Und dann gibt es natürlich am Ende wertliefernde Maßen. Dass du sagst, ich kann
zwar 500
Dateien auf einmal hochladen, aber ich bin trotzdem nicht schneller, weil die dann eine
Stunde...
bis sie bearbeitet werden. Ich habe also einen disruptiven Prozess und bin hier nicht vorwärts
gekommen. Zwischen diesen muss man also erstmal unterscheiden. Und natürlich machen wir
sowohl
funktionelle Annahmen als auch Rahmenannahmen und Wertannahmen. Eine
Rahmenannahme wäre jetzt als
Beispiel, das steht ja auch in jedem guten Vertrag drin, mit Wirkungspflicht des Kunden. Ja, ich
konnte dich fünfmal nicht erreichen, du hast meine Sachen nicht abgenommen, hast mir nicht
die
Materialien gegeben. Dann muss ich einfach sagen, funktioniert nicht in der Zusammenarbeit.
Die
muss man bedienen. Aber diese Value-Annahme kommt letztendlich am Ende. Haben wir
wirklich das an
Value erreicht zusammen, was wir wollten? Und das ist eine Mixtur aus KPIs, aus einem
Bauchgefühl,
aus Erkenntnissen, die wir auf dem Weg gewonnen haben. Und um vielleicht hier noch eine
weitere gut
greifbare Direktive mitzugeben, halte das Projekt klein und kurz. Weil dann gibt es weniger
Abweichungen, dann hast du relativ schnell auch Live-Messpunkte, wenn du mit dem Ding
online bist,
als sechs, sieben, acht, neun Monate da rumzufummeln und dann am Ende kommt der Big Bang
und das
funktioniert nicht. Dann kannst du schneller nachsteuern. Ist auch eine Abkehr, ne? Früher war
es
ja, lieber große Projekte, länger Ruhe. Ja, ist einfach so. Also ich mache auch lieber kleinere
Projekte mittlerweile und habe dann etwas, was... ist, mit dem wir lernen können und vor allem,
du
hast auch sofort Value geliefert. Also wir haben zwar noch nicht dein neues Frontend im
schönen
Design oben, aber du kannst schon mal die Produkte schneller hochladen. Und dann fällt uns
auf,
während du die Produkte hochlädst, ey geil, ich kann ja jetzt das und das machen, das wusste
ich
vorher gar nicht, können wir das nicht in der nächsten Stufe mit einbauen? Dann sagen wir,
super,
das bringt doch nochmal Value, weil die Kunden wird das interessieren. Das Sicherheitsblatt
kann
ich auch noch mit hochladen. Heißt, kurze Projekte maximal auf den wichtigsten Value
fokussierte
Projekte. Ich frage immer, was kannst du weglassen? Ich sage auch den Kunden immer,
essential Paket
ist vollkommen in Ordnung, dann sind wir schneller fertig. Dann machen wir den Rest hinterher.
Und
da gibt es auch noch einen Trick, den man sagen muss, weil den machen viele falsch. Die
Pakete, das
sagt Alan Wise, sind nicht more of the same kind. Also du sagst nicht, in dem ersten kleinen
Paket
mache ich drei Features, im nächsten sechs und im größten zehn. Sondern du sagst, im ersten
mache
ich relativ viel Features, im zweiten mache ich zum Beispiel noch Betreuung dazu und im dritten
mache ich noch Schulungen und Werbemaßnahmen und ähnliches. Weil die Pakete müssen
jeweils einen
anderen Wert liefern und nicht einfach im ersten sind fünf User-Tests, im zweiten acht und im
nächsten zehn. Das bringt nichts. Weil da sagt der Kunde, ja, gib mir direkt zehn und pack mir die
ins kleinste Paket rein. Das ist übrigens das Schwerste bei dem Ganzen, diese Pakete so zu
schneiden, dass sie auch wirklich passen für den Kunden, dass der Kunde sie als maximal
wertvoll
ansieht. Da haben wir uns auch schon zig blutige Nasen abgeholt. Aber mittlerweile ist das eine
Frage gewesen. Gib doch mal Beispiele, wo der Kunde gesagt hat, das ist mein Paket und du hast
da
gesagt, nein. Ja, gerne auf Updates. Wenn das kleinste Paket heißt,
du machst das Testing. Und weil für uns als Agentur ist es natürlich besser, wenn wir das Testing
nicht dann von jemand extern machen lassen. Das ist sehr disruptiv, das ist ein Ping-Pong hin
und
her. Ist aber eine Möglichkeit, dem Kunden, für weniger Geld ein ähnliches Ergebnis zu liefern,
seinen eigenen Teil. Aber das ist natürlich kreuznervig. Und in so einem Prozess machst du das
wirklich nur, damit der Kunde intern sagen kann, ich habe leider nur 10.000 für das Update, ich
kann nicht mehr machen. Und dann sagst du ja, dann mach Eigenanteil. Senkt unsere E6izienz
für
uns, aber da geht es so ein bisschen darum, ich mache dir einen Weg auf. Andersherum gibt es
dann
natürlich Pakete, wo wir froh sind, wenn der Kunde sagt, ich nehme das große Update-Paket und
gleichzeitig baut er mir noch den Facelift dazu ein und macht das und das. Ich sage dann immer,
wenn der Patient einmal o6en ist, dann mache ich auch das Facelift noch mit, weil spare ich mir
Zeit. Und die Aussage muss auch immer sein, du kannst natürlich immer nachträglich noch die
Sachen
aus dem Pro oder Boost. machen, die sind nur günstiger jetzt, wenn du sie mitmachst.
Manchmal rate
ich denen auch dazu, sagen wir haben das Bußpaket gemacht, aber Risiko ist, wir machen zu
viel auf
einmal. Aber ich habe das Gefühl, du willst es schon wenigstens wissen, was sich das kostet.
Und
das kannst du nicht in Handbücher schreiben. Das musst du einfach üben und lernen. Dafür
musst du
auch ein verkäuferisches Talent haben im positiven Verkäufer-Sinne. Ich habe dein Interesse im
Sinne. kann dir das aber auch erklären, dass du das verstehst und dass du den Value siehst. Ja,
das
muss man einfach üben. Jetzt habe ich noch eine Frage und zwar, ihr habt ja diese
Transformation
aus der Krise heraus gemacht. Jetzt unterstelle ich, ihr seid aus dieser Krise nicht mit unendlich
gefüllten Konten und Kriegskassen rausgegangen. Ich würde aber auch sagen, am Anfang muss
man
experimentieren und lernen und man liegt auch ein paar Mal daneben. Und wenn man daneben
liegt, hat
man einfach etwas versprochen, das man jetzt bringen muss und es ist defizitär. Wie seid ihr
denn
damit umgegangen mit diesen Fehlschlägen? Also erstmal mit der Angst vor den Fehlschlägen,
das ist
ja das Erste. Und dann das Zweite, wie habt ihr die denn dann tatsächlich gehandelt, als sie
passiert sind? Also das ist ja so ein bisschen darwinistisch. Also da entsteht ein extrem großer
evolutionärer Druck. Und dann passt halt auf. Also dann guckst du, dass das nicht zu oft
passiert.
Und dann machst du die Retro schon mal intensiver oder ein Post-Mortem. Das ist uns auch
relativ
schnell passiert. Großer, guter Kunde von uns. Da haben wir ein sehr umfangreiches Abo-System
gebaut. Aber Mischung aus Produkt-Abo und Digital-Abo und hier noch und so, da haben wir uns
locker um 40 Prozent verkalkuliert. Haben wir dann getragen. Zum Schluss haben wir dem
Kunden das
auch gesagt. Wir haben gesagt, wir liefern dir das. Wir haben uns da ordentlich verhauen. Wir
machen das. Der Kunde war auch so fair, dass er sagte, wir haben jetzt noch ein neues Feature.
Dann
nehme ich das Boost-Paket. kalkuliert das mal luftig. Und das ist ja so ein Geben und Nehmen
dann.
Ich sage dem Kunden, ich habe dir gesagt, du kriegst den Festpreis, den kriegst du jetzt auch. Er
hat auch bei der einen oder anderen Sache gesagt, wenn ihr es so macht, reicht. Du musst das
jetzt
nicht noch den Knopf polieren. Komm, gib mir das so. Und das geht aber nur, wenn du ein
grundpositives, vertrauensvolles Verhältnis zu deinem Kunden hast. Der andere wird sagen, er
ist
doch nicht mein Problem jetzt. Und wenn ihr pleite geht, dann wechsle ich die Agentur. Vor allen
Dingen ist es wahrscheinlich dann auch ein Kunde, wenn du dreimal zu dem sagst, ah ja, super,
das
ist ein Change, kostet dann gleich auch mehr, merkst auf der nächsten Rechnung, dann geht der
nicht
mehr so mit. dir um, wie du es gerade beschrieben hast. Exakt. So ein bisschen kategorischer
Imperativ von Kant. Also ich fange mal ganz knapp, so wie du willst, dass andere mit dir
umgehen
und die Gesellschaft mit dir umgeht, so musst du auch mit der umgehen. Und der ist auch in der
KI
-Ethik, wir haben ja noch gar nicht viel über KI gesprochen, ist das gerade auch ein wichtiges
Thema. Nutz die KI so, wie du möchtest, dass du auch von anderen behandelt wirst oder von ihr
behandelt wirst und sei kein Arschloch. Glaubst du denn, dass KI in unserem Bereich, Agentur,
Beratung, diese ganzen Dinge, die früher viel Time and Material waren, tatsächlich Time and
Material sinnlos machen? Also ich meine, das ist ja ein relativ einfaches Beispiel jetzt in meinem
Bereich. Wir haben früher eine Woche abgerechnet und haben Paper geschrieben und haben
auch eine
Woche daran gesessen. Heute sitzen wir nicht mehr eine Woche lang dran. So, heißt das jetzt,
dass
ich das, wofür ich früher einen Berater eine Woche ausgelastet habe und habe Umsatz für eine
Woche
gekriegt, jetzt tatsächlich in einem halben Tag verschenken muss? Oder muss ich den Kunden,
also
das ist ja der Punkt, wo wir sind. Also ich beantworte es mal wie ein Reel, was ich neulich
gesehen
habe. Ich gebe die Antwort wie Goethe in Faust, der erste Teil, Auerbachs Keller, Absatz 3,
Wort 7, Ja. Natürlich. Also ehrlicherweise muss ich sagen, hatte ich KI nicht auf dem Schirm als
so
ngen haben umzustellen, so in:das
hatte keiner, außer die, wenn du eher in diese dystopischen Zukunftsvisionen reingehst. Dass
das so
schnell kommt, habe ich mir nicht gedacht. Ja, natürlich ist das so. Also ich habe selber, du wirst
das auch sehen, Sachen, die vorher Tage, Wochen gedauert haben, sind teilweise in Stunden
durch,
manchmal in Minuten. In der Entwicklung ja auch, ne? Ich habe mir jetzt von meinem System,
was ich da aufgebaut habe, habe ich mir ein Dashboard bauen. lassen. Das war in 20 Minuten
durch
das Thema. Das hätte bei uns intern nach altem Weg eine Woche, zwei Wochen gedauert. Wann
mache ich
jetzt? Und jetzt frage ich nach dem Stundenabrechner. Du hast jetzt eine Programmierung
gemacht,
die hättest du vorher fünf Tage für abgerechnet. Die ist jetzt nach zwei Stunden durch. Rechnest
du
zwei Stunden ab, dann bist du innerhalb von x pleite. Oder hebst du unter oder änderst du dein
Modell. Und ich glaube, keiner wird darum herumkommen, das Modell zu ändern. Nur in den
eher
resilienten oder veränderungsfernen Berufen, wo einfach durch die KI gar nicht viel an Hebel
reinkommt. Was weiß ich, Klempner oder sowas, wie wir sie hatten. Da herrschen andere
Marktsituationen. Aber für uns, auch in der Beratung, ist das ganz klar. Spannenderweise
passiert
das aber nicht. Also ich glaube, McKinsey hat auch nur 25% nach Value abgerechnet. Der Rest
ist
immer noch nach Stunden. Das heißt, dass dann Gewerk geschuldet wird, da haben ja die
Unternehmensberater gar keinen Bock drauf. Der Steuerberater auch nicht und der Anwalt
meistens
auch nicht. Hat man da auch hart für gekämpft, dass man das nicht machen muss? Ich weiß
nicht, ob
das lange so haltbar ist. Und da ist noch eine Postulation von mir. Ich glaube, dass der
Unternehmensberatungsbereich Schwierigkeiten haben wird, weil er ja oder sich behaupten
muss gegen
solche Berater wie mich, die aufkommen, die zehn Jahre die Hände im Dreck hatten und
technisch
gearbeitet haben und jetzt sozusagen die Beratung mitmachen. Ich habe die Leute digital
damals
miterlebt, wie das gegründet wurde, von der anderen Seite zu kommen und als Berater die
Technik
mitzumachen, hat noch nie funktioniert. Weil da ist ja die Beraterethik dabei. Anderes Thema,
aber
für deine Zuhörerschaft natürlich sehr relevant. Also glaube ich, der Bedarf nach Authentizität
und
nach Leuten, die Authentizität ausstrahlen, der ist groß. Weil denen traue ich doch eher die
Value
-Produktion zu, als den Berater, der alles beraten kann. Ja, auch den Superbowl. Und deshalb
glaube
ich, ist das ein knallharter Change, den wir erleben werden. Ich wüsste gar nicht, wie man das KI
-Thema anders abrechnen kann. Weil, überleg mal, wonach rechnet denn Claude ab? Nach
Zeit?
Zeitnutzung? Nee, nach Tokens? Nach Aufrufen pauschal, also Festpreis für dein Paket, mit
einer
gewissen Begrenzung, die aber wieder auf Tokens ist, die zwar so zeitlich daherkommt. Heute
hast du
seine Sachen aufgebraucht, aber Zeit ist da nirgendwo drin, weil das ja verrückt ist, weil das ein
überexponentielles Wachstum ist, was die Technik hat. Wobei Tokens auch wieder so ein
spannendes
Ding ist, weil es ist so ein bisschen gleichzeitig eine Einheit des Aufwands, weil dahinter, hinter
einem Token steckt ja Einheit Rechenpower, wahrscheinlich am Ende Kilojoule Erderwerbung.
Und auf
der anderen Seite hast du ja, ist es aber auch eine Einheit des Wertes irgendwie. Aber das ist ja
auch das Schwierige mit Stunden. Es geht ja um das Mittelbare und Unmittelbare. Also wenn ich
die
Stunden nur für die Messung der Arbeit messe, dann habe ich eine unmittelbare Messung. Aber
sobald
ich sie dann für die Wertzuweisung nehme, ist sie wieder mittelbar. Da hängt dann was
dazwischen,
dieser Umrechnungsfaktor. Und dann kommt noch Umrechnungsfaktor Geld dazu. Und diese
Schwierigkeiten haben wir ja auch mit Bitcoin und mit allem anderen. Deshalb der Value ist
meistens
relativ unmittelbar erkennbar, wenn du die richtigen Messgrößen da reinbringst. Hast du eine
halbe
Stunde gespart oder nicht? Das ist echter Value für dich. Der ist unmittelbar berechenbar. Auch
nicht alle, aber ein Time-to-Market ist auch absolut einfach berechenbar. Und da ist Zeit zum
Beispiel super. Du sagst, ich sag dir, wenn wir den Weg gehen, haben wir nicht sechs Monate für
deinen Launch, sondern drei. Und wenn wir das gehalten haben, brauchen wir nicht noch
Zwischenrechnungen machen. Und du bist glücklich. Du sagst, geil, hab da gescha6t.
Christoph, wenn
hier eine Unternehmerin zuhört, die solo, free unterwegs ist, die ein Unternehmen hat,
eine Agentur, eine Beratung, im Coaching unterwegs ist, sonst irgendwie etwas und im Moment
viel
Volumen, Time and Material Arbeit macht und hört uns zu und sagt, oh, da hätte ich so gern.
Was
redest du ihr? Erstmal die Erkenntnis, weiter so ist keine Option. Ich meine, das war es noch nie,
aber es waren noch nie so wenig Optionen wie jetzt. Gerade in Zeiten der KI und Co. Das gebe
ich
jetzt auch mal positiv auf den Weg. Gerade KI kann dir bei sowas extrem gut helfen. Dein
Geschäftsmodell umzustellen. Du hast einen Sparringspartner. Das hilft dir sehr gut, wenn du
grundlegend verstehst, worum es geht. Deshalb würde ich sagen, geh zu Leuten, die das schon
gemacht
haben. Der Markus Hartmann berät in die Richtung, mit mir kann man reden und schau mal,
dass du da
einen Anknüpfpunkt kriegst. Da wirst du nicht nach Stunde zahlen, sondern kriegst du ein Paket.
Ja,
das ist ganz klar, aber am Anfang hast du ja erstmal schön wertschätzende Gespräche. Und der
wichtigste Punkt, ich meine, was rät jeder, der mit der KI schon intensiv arbeitet, den Leuten, die
das noch nicht gemacht haben? Fang an. Und dann sagen die wie. Und ich sage, nutzt die KI, um
anzufangen. Frag die, was soll ich tun? Also Dogfooding, nutz dein System, um da reinzugehen.
Du
musst ja nicht gleich die ganze Firma umstellen. Geh mit einem Kunden rein, den du gut kennst.
wo
du siehst, der hat den maximalen Value, wenn ich das einführe. Und fang an, mit denen das zu
machen. Das war übrigens auch der größte Fuck-up, den wir hatten. Wir haben gedacht, wir
bauen das
schön im stillen Kämmerlein. Dann sind wir mit unserer Idee rausgegangen, haben die den
Kunden
präsentiert und die Idee damals war, eine geile Flatrate zu machen. Hier, 15.000 Euro Flatrate im
Monat, da ist Design drin, da sind Workshops drin, da ist das drin. Das, was du so regelmäßig bei
uns ausgibst. Das hat sich dann unser Kunde angeguckt und hat gesagt, bin ich mir nicht so
sicher,
da muss ich noch mal eine Nacht drüber schlafen. Da haben wir ein bisschen weiter vorgestellt
und
dann sagte die Kundin, da muss ich... drüber schlafen, das werden wir nicht machen. Dann war
das
Gespräch beendet. Freundlich, aber klar. Dann habe ich ihn Markus Hartmann angerufen, der
kam
direkt vorbei am nächsten Morgen, dann haben wir es analysiert und dann hat er uns sehr schön
den
Spiegel vorgehalten. Der meinte, also ihr habt jetzt eure Lösung entwickelt, ohne vorher mit dem
Kunden zu reden, ohne ihn einzubinden in die Lösungsfindung und ihr habt ihm direkt die Kosten
präsentiert. Ich dachte, macht das nochmal und andersherum. Also das heißt, dann bin ich
hingegangen, mehr Kulpa, wir haben Mittag gegessen zusammen und dann hieß es, können wir
das
zusammen entwickeln? Und dann meinte die Kundin, ja klar, gerne. Ich sage Ihnen mal, was
mich
stört. Ich weiß gar nicht, was da drin ist in der Leistung. Ich habe Angst, dass ich für was zahle,
was regelmäßig kommt, wo ich aber den Value gar nicht sehen kann. Dann meine ich ja, das
stimmt.
Deshalb ist diese Flatrate-Idee auch ziemlich scheiße in volatilen Bereichen. Wir haben eine
Flatrate unten drunter, aber wie der Sven bei uns sagen würde, da muss das Höschen hauteng
sein. Es
muss ganz eng sitzen, damit der Kunde ja nicht auf die Idee kommt, diese Flatrate ist üppig. Weil
sie ja einen gewissen Value sagt, wir müssen grundlegend miteinander arbeiten können, wir
müssen
Rechnungen stellen können, aber das war es dann auch. Und alles andere muss als Paket
definiert
werden mit eigenem Value. Und jetzt, wie fängst du an, um darauf zurückzukommen? Sprich mit
dem
Kunden, hol dir Hilfe, Berater, Leute, die schon mal da durchgegangen sind und schnapp dir in
der
Firma die, also Change Management. die eh schon auf diesem Trip sind. Binde aber auch die
Kritiker
mit ein. Es darf dann also nicht im Reagenzglas verdichtet werden und irgendwann kommt ihr da
aus
der Cheminate raus und sagt so, das ist jetzt unser neuer Weg, sondern holt die mit rein und
geht
gut mit den Menschen um. Und ich glaube, ich habe den größten Teil erzählt, der wichtig ist. KI
ist
da tatsächlich, wenn du die richtige Haltung vorher machst, Ownership und ähnliches, dann ist
die
KI da auch ein Unterstützer, der dir hilft. Dann kannst du es diskutieren. Kannst du sehr schnell
Szenarien aufbauen. Und auch diese Value-Pakete. Ich gehe jetzt mal einen Schritt weiter. Du
kannst ja alles aufzeichnen, wenn du dieses Value-Paket gezeigt hast. Ich habe 62 Calls. Und die
jagst du durch die KI, der gibst du vorher deine Systematik und die haut dir das halt knallhart um
die Ohren. Und deshalb haben wir daraus dann ein Playbook entworfen und daraus habe ich
jetzt viele
Auszüge benannt. Und in diesem Playbook, das musst du dir dann halt selber aufbauen. Das
Blöde ist
halt nur, wie jedes KI-System auch, das musst du halt selber machen. Das kannst du nicht
einkaufen. Vorletzte Frage. Wie hat sich euer Deckungsbeitrag entwickelt, seitdem ihr das
eingeführt habt? Ehrlicherweise messe ich den Deckungsbeitrag so nicht, wie die Leute das
regelmäßig tun. Ich würde aber eher sagen, aktuell ist es bei uns eine Nullnummer gegenüber
der
Zeit vorher. Das würde ich aber gar nicht so sehr auf den Mechanismus zurückführen. Vielleicht
5%
davon oder 10%, weil man sich mal ordentlich verhoben hat. Das kommt vor. Aber auch der
aktuellen
Situation geschuldet, dass der Markt sich noch nicht komplett erholt hat. Und wir aktuell nicht
so
gut den Value verkaufen können. Die Kunden sind nervös. Es gibt extrem viel Neues in dem
Markt.
Und ganz viele hauen halt auch Log-Angebote raus. Und wenn du damit konkurrieren musst,
eine
Agentur, die früher für den Shop 300.000 genommen hätte, verkauft den jetzt für 140, dann ist
das
schwierig, dann ist das eine extreme Marktverzerrung. Daher würde ich die endgültige
Bewertung
davon noch so ein bisschen ausstehen haben. Wir haben aber auch Bereiche, die sehr erträglich
sind
dadurch oder viele Erträge bringen. Und wo ich wirklich sagen kann, da haben wir, ich würde mal
so
als Pi mal Daumen sagen, 15% stabilen Mehrumsatz kannst du hinkriegen oder gewinnen,
wenn du sozusagen in diese Value-Thematik. reingehst. Das ist ein realistischer Wert. Bei KI,
mach
eine Eins davor oder mach eine Eins mit zwei Nullen davor, wie auch immer. Da ist ja alle Türen
und
Tore gerade o6en. Ich glaube nur, dass es in die nach unten Richtung für, wenn man nichts tut,
radikaler wird. Und die letzte Frage vor meiner Abmoderation. Du hast das letzte Wort. Was
möchtest
du noch sagen? Ja, war spannend. Ich habe letzte Woche auch über das Thema geredet, aber
eher mit
zwei Leuten, die aus dem Engineering, aus dem Technikbereich kommen. Man merkt, dass du
natürlich
einen anderen Fokus setzt, andere Fragen stellst. Wir haben schon viel über Mechanismus
gesprochen,
aber auch Motivation dazu. Wir sind nicht so sehr abgedriftet in Frameworks und Co. Das hätte
ich
mir eigentlich gedacht. Du bist ja auch der Framework-König, was das jetzt mit OKR zu tun hat
oder
mit dem, mit dem, mit dem. Aber das zeigt ja eigentlich, dass es ein tiefer liegendes,
grundlegenderes Thema ist. als ein Framework, was on top sitzt. Das VBW kannst du dir als
Framework
machen, aber das möchte ich als letzten Punkt mit reingeben. Die Grundhaltung, die muss
geändert
werden. Das hört sich jetzt sehr nach New Work und ESO an, aber das ist es an der Stelle
einfach.
Mutig die Grundhaltung verändern, Ownership aufbauen und auf echten Value abstellen. Ich
glaube,
damit kann man aktuell nicht viel falsch machen. Und genau deswegen warst du hier, weil mich
das
interessiert hat. Wir reden ja über die Veränderungsstabilität. Da steckt drin die Fähigkeit, in
Konflikte zu gehen. Über die haben wir geredet. Die braucht man auch. Die Fähigkeit,
Verantwortung
zu verteilen. Ich sage mal, Time and Material und dieses, wer ist denn jetzt schuld daran, dass
die
Schätzung nicht gestimmt hat? Das ist ja ein sehr hierarchisches Denken, das abzuscha6en.
Und am
Ende ist es auch eine Kompetenz der Veränderungsstabilität, dass das System in der Lage ist,
sich selbst zu verändern, zu lernen, neu anzusetzen. Das steckt in deinem Fall. und das ist ganz
oft so, halt natürlich auch ein Kopf in der Mitte. Da steckt eine Unternehmerin oder ein
Unternehmer drin, die sagt, so geht es jetzt hier nicht weiter. Ich reite dieses tote Pferd jetzt
nicht weiter. Ich habe zwar keine Ahnung und auch Schiss davor, wegzugehen von diesem
absichernden
T&M-Zeug, aber ich weiß, dass wir dadurch tot werden. Also machen wir jetzt was. Wir
versuchen
mal was rauszufinden. Und das war mein Interesse an der Unterhaltung. Das ist sehr gut
aufgegangen.
Du hast uns das sehr schön vorgetanzt. Einmal unternehmerisches Experiment und zwar auch
ein
bisschen scary, aber auch etwas, wovon viele träumen, glaube ich. wenn sie zuhören. Deswegen
vielen, vielen Dank für deine O6enheit, dass du uns das alles erzählt hast. Euch da draußen,
vielen Dank fürs Zuhören. Lasst ein Abo da, lasst ein Like da, lasst ein Kommentar da, pöbelt
mich
auf LinkedIn an. Ihr wisst, ich mag das alles. Lieber Christoph, vielen Dank fürs Vorbeikommen.
Olga, dank dir auch. Hat viel Spaß gemacht und fühlt sich gut an, die Reise auch mal so ein
bisschen erzählen zu können. Gucken wir mal, was in einem Jahr ist. Sehr gut, dann reden wir
vielleicht nochmal. Vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal. Tschüss. Ciao.