Artwork for podcast Der Klang des Dienens
Servant Leadership
Episode 925th May 2023 • Der Klang des Dienens • Fail Better Media
00:00:00 01:01:03

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Shownotes

In Krisenzeiten brauchen wir keine machthungrigen Karrieretypen an der Spitze - sondern Menschen, die ihren Mitmenschen dienen wollen und sich so deren Anerkennung und Respekt verdienen. Das ist die Grundidee der “Dienenden Führung” (im Original Servant Leadership). Diese Theorie stammt aus den 1970er-Jahren, aber sie klingt in weiten Teilen immer noch erstaunlich aktuell - weswegen wir in dieser Folge etwas genauer eingehen auf das, was Robert K. Greenleaf vor über 50 Jahren mit dem Essay “The Servant as Leader” zum ersten Mal ausformuliert hat. Was heißt das eigentlich - dienen? Wie kommt man vom Dienen zum Führen? Was hat das mit Christentum zu tun? Sind Servant Leader immer selbstlos? Und warum soll mich das alles interessieren, wenn ich gar keine Führungskraft bin?

Und was können wir für dich tun? Sag es uns unter derklangdesdienens.de

Transcripts

Georg Dahm:

Herzlich willkommen zu Der Klang des Dienens. Wie

Georg Dahm:

man hört, bin ich nicht Christoph Brosius Aber keine

Georg Dahm:

Sorge, der kommt gleich. Mein Name ist Georg Dahm und ich bin

Georg Dahm:

neben Christoph Brosius und Carolin Braun Teil des Teams,

Georg Dahm:

das diesen Podcast macht. Wir haben uns überlegt, dass es

Georg Dahm:

Zeit wird für einen genaueren Blick auf das Gedankengebäude

Georg Dahm:

hinter dieser ersten Staffel, nämlich das Konzept der

Georg Dahm:

dienenden Führung im Original Servant Leadership. Christoph

Georg Dahm:

geht am Anfang jeder Folge kurz darauf ein. Aber heute wird er

Georg Dahm:

uns ein bisschen mehr dazu erzählen. Warum ist das so

Georg Dahm:

spannend? Vereinfacht gesagt ist die Kernaussage von Servant

Georg Dahm:

Leadership Menschen, die einen natürlichen Hang zum Dienen

Georg Dahm:

haben, geben auch die besten Führungskräfte ab. Bzw die

Georg Dahm:

Führungskräfte, die wir jetzt brauchen, um den Krisen unserer

Georg Dahm:

Zeit zu begegnen. Und wenn ich sage unsere Zeit, dann ist das

Georg Dahm:

eigentlich ein bisschen widersinnig. Denn den ersten

Georg Dahm:

Essay über Servant Leadership hat Robert Greenleaf schon 1970

Georg Dahm:

geschrieben, also vor über 50 Jahren. Aber schon auf den

Georg Dahm:

ersten Seiten denkt man manchmal Hey, das könnte auch letztes

Georg Dahm:

Jahr oder letzte Woche geschrieben sein. Und das macht

Georg Dahm:

es so interessant. Dieser Aufsatz The Servant als Leader

Georg Dahm:

ist nicht die allereinfachste Lektüre, aber wir haben in den

Georg Dahm:

bisher acht Folgen ja so ein bisschen was zusammengebaut,

Georg Dahm:

womit wir das Ganze ein bisschen anschaulicher gestalten können.

Georg Dahm:

Und dazu begrüße ich jetzt den Mann, der uns das alles

Georg Dahm:

aufgetischt hat. Christoph Brosius Herzlich willkommen in

Georg Dahm:

deinem Podcast.

Christoph Brosius:

Danke.

Christoph Brosius:

Ach, wie schön. Begrüßt zu werden im eigenen Format.

Georg Dahm:

Oder? Wie fühlst du dich so?

Christoph Brosius:

Toll. Ich bin ja auch gerne auch selber Gast.

Christoph Brosius:

Das ist gut.

Georg Dahm:

Du bist ja auch ein sehr guter Gastgeber, das haben

Georg Dahm:

wir jetzt gehört in den bisherigen Folgen auch. Und

Georg Dahm:

bevor das jetzt wieder so ein Selbstbeweihräucherung Podcast

Georg Dahm:

wird, wenn sich die Host zu lange gegenseitig mit ihren

Georg Dahm:

großen Pfauenfedern bürsten und sich stundenlang nach ihrem

Georg Dahm:

Befinden erkunden, gehen wir direkt rein in die Materie.

Christoph Brosius:

Und müssen. Die wichtigste Frage vorneweg.

Christoph Brosius:

Eigentlich wollte ich so anfangen, das hatte ich mir ganz

Christoph Brosius:

fest vorgenommen. Georg, was kann ich für dich tun?

Georg Dahm:

Du kannst mir heute erzählen, was es mit Servant

Georg Dahm:

Leadership auf sich hat

Christoph Brosius:

Souvenirshop ist das Ergebnis der Gedanken,

Christoph Brosius:

die sich ein Management Berater bei Atlantis nach 30 Jahre

Christoph Brosius:

Karriere gemacht hat. Und ich würde formulieren, er hat sich

Christoph Brosius:

angeguckt, was funktioniert, Welche Art von Führung, welche

Christoph Brosius:

Art von Haltung hat Wirkung oder am meisten Wirkung entfaltet?

Christoph Brosius:

Und das, was er als Servant Leadership um und überschrieben

Christoph Brosius:

hat, war die Menge an Verhaltensweisen, eins an

Christoph Brosius:

konkreten Dingen, die Menschen tun, wenn sie in Führung sind,

Christoph Brosius:

die dafür gesorgt haben, dass am meisten Warum kommt und dann

Christoph Brosius:

steigen schon ganz viel aus. Aber ich bin ja gar kein Manager,

Christoph Brosius:

das hat ja mit meinem Leben gar nichts zu tun. Und dann versuche

Christoph Brosius:

ich immer zu sagen na ja, Führung kannst du auch

Christoph Brosius:

übernehmen, ohne eine Führungsperson sein zu müssen.

Christoph Brosius:

Führung übernimmst du auch schon in deiner Familie oder

Christoph Brosius:

gegenüber deinen Partnern gegenüber. Vielleicht dann auch,

Christoph Brosius:

wenn die älter werden. Deinen eigenen Eltern. Also das hat

Christoph Brosius:

nichts damit zu tun, dass ich eine Führungskraft in einer

Christoph Brosius:

Organisation sein muss, sondern bei Self Leadership geht es im

Christoph Brosius:

Kern eigentlich darum, wie ich anderen Menschen begegne, mit

Christoph Brosius:

welcher Haltung ich das mache.

Georg Dahm:

Du nennst das ja auch eine dienende Haltung. Und

Georg Dahm:

ich finde, das klingt sehr nach einer christlichen Idee. Also

Georg Dahm:

Greenleaf sagt ja, Servant Leader, die streben erstmal gar

Georg Dahm:

keine Führungsposition an, die sind in ihrem Wesen zuerst

Georg Dahm:

Diener. Heißt also, sie sorgen dafür, dass es den Menschen um

Georg Dahm:

sie herum besser geht. Und weil sie diese Qualitäten haben,

Georg Dahm:

diese dienenden Qualitäten, steigen sie dann zur

Georg Dahm:

Führungskraft auf und die Menschen folgen ihnen. Also erst

Georg Dahm:

kommt das Dienen und dann das Führen. Und ich finde, das

Georg Dahm:

verkörpert die Figur Jesus Christus ja perfekt, nicht? Er

Georg Dahm:

ist der Sohn Gottes, könnte sich also direkt zum König auf

Georg Dahm:

Erden machen. Und das erwarten ja auch viele von ihm sind

Georg Dahm:

enttäuscht, dass er das nicht macht. Und bis zum bitteren Ende

Georg Dahm:

geht das so, nicht? Dieser Spott, Wenn du der Sohn Gottes bist,

Georg Dahm:

dann steigt herab vom Kreuz. Aber Jesus sagt Nein, ich muss

Georg Dahm:

Seelen retten und ich muss Liebe predigen. Und ich muss Füße

Georg Dahm:

waschen und mit den Ausgestoßenen essen und mich am

Georg Dahm:

Ende wie ein Verbrecher qualvoll hinrichten lassen. und dadurch

Georg Dahm:

wird er zum König. Ist also Servant Leadership ein

Georg Dahm:

christliches Konzept?

Christoph Brosius:

Um das zu beleuchten, kann man einmal

Christoph Brosius:

zurückgreifen auf die Inspirationsquelle die den

Christoph Brosius:

Menschen inspiriert hat. Robert Greenleaf, der das ursprünglich

Christoph Brosius:

formuliert hat. Und der hat sich einen Roman von Hermann Hesse

Christoph Brosius:

angeschaut Die Morgenland fahrt eins von den Werken, die nicht

Christoph Brosius:

so wahnsinnig populär oder bekannt sind. Eigentlich aber

Christoph Brosius:

spannend, weil es nämlich genau im Kern darum geht, dass eine

Christoph Brosius:

Reise Gemeinschaft in den Fernen Osten zieht und zerfällt. In

Christoph Brosius:

dem Augenblick, wo der eine Diener Leo plötzlich von einem

Christoph Brosius:

Tag auf den nächsten verschwunden ist. Und niemand

Christoph Brosius:

hat gemerkt, dass der eigentlich aus dem Hintergrund heraus die

Christoph Brosius:

Reise Gemeinschaft so substanziell unterstützt hat,

Christoph Brosius:

dass ohne den nix mehr lief. Da war nix mehr los. Im späteren

Christoph Brosius:

Verlauf kommt heraus, dass Leo nicht nur ein Diener war,

Christoph Brosius:

sondern tatsächlich eigentlich der, der als Oberhaupt der

Christoph Brosius:

Organisation diese gesamte Reise überhaupt erst mal veranlasst

Christoph Brosius:

hat. Also genau genau diese drastische Umkehr ist ist das

Christoph Brosius:

Herzstück des Romans.

Georg Dahm:

ist das für eine Organisation?

Christoph Brosius:

Das wird so ein bisschen nebulös geheim

Christoph Brosius:

gehalten. Ich habe nur den Eindruck, es hat irgendwas

Christoph Brosius:

zwischen Kirche und Freimaurer. aber es wird jetzt nicht gesagt,

Christoph Brosius:

dass das der Papst war oder irgendwie der der Bischof von

Christoph Brosius:

Nee, das nichts. Aber Das ist natürlich was ur religiöses

Christoph Brosius:

oder auch ur christliches, eben Ego und die fokussiert halt auf

Christoph Brosius:

den eigenen Vorteil ziehen zu lassen und dafür sich selbst in

Christoph Brosius:

den Dienst von anderen zu stellen, ohne dass man das

Christoph Brosius:

deswegen so nach vorne kehrt. Und das ist der spannende

Christoph Brosius:

Unterschied jetzt eigentlich typische Führungskräfte oder

Christoph Brosius:

wenn man mit Menschen über über über Führungsfrage

Christoph Brosius:

spricht, die reden und denken auch immer über Macht. Also ich

Christoph Brosius:

darf dir was sagen, Du hast zu tun, was ich zu sagen, weil ich

Christoph Brosius:

Macht über dich habe. Ich kann dich feuern, ich kann dich

Christoph Brosius:

entlassen. Ich kann dir eine Hals Kürzung reindrücken, ich

Christoph Brosius:

kann dir Urlaub streichen oder zumindest nicht erlauben, den zu

Christoph Brosius:

nehmen, wen du hinwillst. Ich hab Macht über dich. Eltern

Christoph Brosius:

haben keine Macht. Eltern haben Autorität, wie du, glaube ich,

Christoph Brosius:

jetzt mittlerweile immer mehr. Auch merkst. Bei deiner eigenen

Christoph Brosius:

wachsenden Familie, zumindest wenn die Kinder älter werden,

Christoph Brosius:

wird vielleicht die Autorität irgendwann größer.

Georg Dahm:

Ich würde sagen, das mit der Autorität jetzt mal

Georg Dahm:

so, mal mehr, mal weniger ausgeprägt.

Christoph Brosius:

Geduld, Geduld. Man munkelt, das kommt

Christoph Brosius:

dann, weil es nicht darum geht, dass du die Macht ausübst,

Christoph Brosius:

sondern dass du den dir anvertrauten Menschen das gibst,

Christoph Brosius:

was sie brauchen. weil du liebst, weil du, weil du denen was Gutes

Christoph Brosius:

tun möchtest. Und aus diesem Gefühl heraus. Ich spüre dass

Christoph Brosius:

du es gut mit mir meinst entsteht ein ganz automatischer

Christoph Brosius:

Wille, dass ich sehr gerne bereit bin, dir zu folgen oder

Christoph Brosius:

zu tun, was, was du vorschlägst oder wo du uns hin hin leiten

Christoph Brosius:

möchtest. Und das, das ist eigentliche Führung. Führung

Christoph Brosius:

ist dem Sinne von Servant Leadership nicht ein Führen qua

Christoph Brosius:

Macht. Ich zwinge dich, sondern ein Führen, weil du selber

Christoph Brosius:

einsiehst, dass ich es gut mit dir meine und dir helfen möchte,

Christoph Brosius:

dass du das Bestmögliche aus dir heraus holst, so wie es alle

Christoph Brosius:

guten Eltern machen.

Georg Dahm:

Wie bist du auf dieses Konzept gekommen? Wo ist

Georg Dahm:

dir das zum Ersten Mal begegnet?

Christoph Brosius:

Ich habe versucht herauszufinden, wie ich

Christoph Brosius:

noch besser selber diese Haltung nachgehen kann. Da habe ich

Christoph Brosius:

wirklich einfach wahllos recherchiert bei der Suche nach

Christoph Brosius:

dem Wort dienen. Früher oder später stößt du dann auf auf

Christoph Brosius:

Servant Leadership und auf dienende Führung ist gar kein

Christoph Brosius:

Weg dran vorbei. Deswegen ist eigentlich für mich damals viel

Christoph Brosius:

erhellender gewesen, auf das Wort dienen überhaupt erst mal

Christoph Brosius:

zu kommen, weil das so ungewöhnlich eigentlich ist.

Christoph Brosius:

Das stößt bei so vielen Leuten auch auf. Also warum? Warum

Christoph Brosius:

machst du jetzt was mit dienen? Was soll das denn? Also sag

Christoph Brosius:

doch unterstützen oder sag doch was Gutes machen oder

Christoph Brosius:

Selbstlosigkeit. Aber ich komme aus einer Dienstleistungs

Christoph Brosius:

Familie. Meine Eltern waren über 30 Jahre lang

Christoph Brosius:

selbstständig und ich bin so im Einzelhandel aufgewachsen, im

Christoph Brosius:

Service, in der Dienstleistung, in der Kundenberatung. Und ich

Christoph Brosius:

glaube, das ist mir in Fleisch und Blut übergegangen. Das

Christoph Brosius:

zieht sich wie ein roter Faden durch mein ganzes Leben. Das

Christoph Brosius:

Gefühl, dass es mir tiefste Freude bereitet, wenn ich

Christoph Brosius:

anderen helfen kann und das für mich ist. Die beste Vokabel, die

Christoph Brosius:

ich dafür kenne, ist Dienen.

Georg Dahm:

Wir haben ja auch schon ganz am Anfang dieses

Georg Dahm:

Projektes auch viel darüber gesprochen, dass das ja

Georg Dahm:

eigentlich für viele erst mal ein schwieriges Wort ist. Und in

Georg Dahm:

den USA so der Begriff Service ganz anders und viel positiver

Georg Dahm:

konnotiert ist. Also diese diese Dankes Formel Thank you for your

Georg Dahm:

service, die eigentlich zum guten Ton gehört, wenn man

Georg Dahm:

mitbekommt, ein Mensch, mit dem man gerade spricht, hat irgendwo

Georg Dahm:

gedient in den Streitkräften, in der Feuerwehr. Sonst so und

Georg Dahm:

Vielleicht müssen wir auch einfach wieder lernen, diese

Georg Dahm:

diese Begriffe auch anzunehmen und sagen Ja, dienen ist. Es ist

Georg Dahm:

ein guter Begriff. Liebe ist ein guter Begriff,

Christoph Brosius:

ich glaube, die wichtigsten Sachen, die wir

Christoph Brosius:

brauchen für ein gutes Leben, für ein gutes, gelingendes

Christoph Brosius:

Leben, die sind alle schon da und die sind auch alle schon

Christoph Brosius:

benannt. Das heißt aber nicht, dass wir die immer noch so

Christoph Brosius:

nennen oder dass wir die Begriffe immer noch so haben.

Christoph Brosius:

Und manchmal hecheln wir so mit Anglizismen oder mit so allein

Christoph Brosius:

in New Work, also allein. Allein diese Klammer hecheln wir ja

Christoph Brosius:

eigentlich Ideen hinterher, die sind ja nicht neu. Die Idee ist

Christoph Brosius:

was Wie kann ein gutes Leben auch auf Arbeit gelingen? Wie

Christoph Brosius:

geht dann das? Wie kann das dazu beitragen? Ist aber nicht neu

Christoph Brosius:

und einfach da dann Liebe drüber zu schreiben, das holt

Christoph Brosius:

irgendwie keinen ab. Und das ist aber eigentlich schade. Warum

Christoph Brosius:

müssen wir neue Hülsen, neue Effekthascherei erschaffen für

Christoph Brosius:

Wahrheiten, die so alt sind?

Georg Dahm:

Und ist das eine Haltung, die du auch bei

Georg Dahm:

Führungskräften erlebst? Oder ist das eher selten bei den

Georg Dahm:

Führungskräften, mit denen du arbeitest?

Christoph Brosius:

Nicht bei allen Menschen ist das der

Christoph Brosius:

intuitive Zugang oder das intuitive Verständnis, wie

Christoph Brosius:

Führung funktioniert oder was Führung ist. Das hat nämlich

Christoph Brosius:

am ehesten was damit zu tun. Wie ich geprägt wurde, wenn du in

Christoph Brosius:

deiner Vergangenheit Chefs oder Vorgesetzte da hat, es die sehr

Christoph Brosius:

autoritär durch Macht mit dir umgegangen sind, dann ist das

Christoph Brosius:

das Rollenmodell in deinem Kopf, wo du denkst, so funktioniert

Christoph Brosius:

Führung. Führung bedeutet Ich mach mich klein, ich halt die

Christoph Brosius:

Klappe, Wenn das das ist, was du gelernt hast, dann steigt die

Christoph Brosius:

Chance, dass du selber eine solche Führungskraft wirst.

Christoph Brosius:

Wenn du in deiner Familie, in deinem Umfeld, in den Jobs, die

Christoph Brosius:

du hattest, Menschen hattest, die deswegen die Formulierung

Christoph Brosius:

auch so das Gefühl transportiert haben, immer zu

Christoph Brosius:

fragen Was kann ich für dich tun, damit du deinen Job besser

Christoph Brosius:

machen kannst? Nicht, damit du machst, was ich will, sondern

Christoph Brosius:

damit du machen kannst, worin du am besten bist, damit du in

Christoph Brosius:

deine volle Kraft wachsen kannst. Dann wird es und das hat Rene

Christoph Brosius:

seit 1970 auch schon gesagt, Dann wird es wahrscheinlicher,

Christoph Brosius:

dass ich selber diese Haltung annehme in meinem

Christoph Brosius:

Führungsverhalten. Deswegen brauchst ja meiner Meinung nach

Christoph Brosius:

mehr Menschen, die sich so verhalten, damit sich so eine

Christoph Brosius:

auf Wachstum orientierte Haltung weiter in der Gesellschaft

Christoph Brosius:

verbreiten kann. Und deine Frage zu beantworten ich glaube, ich

Christoph Brosius:

bin vielleicht in so einer Bubble, wo ich versuche auch

Christoph Brosius:

mich viel mit Leuten zu umgeben, die diese Haltung haben und so

Christoph Brosius:

wohlwollend selbstlos mit Menschen, um die sie um sich

Christoph Brosius:

haben, agieren. Ist das die dominante Art der Führung in

Christoph Brosius:

der Gesellschaft, in Deutschland, in Europa? Da bin ich jetzt

Christoph Brosius:

nicht so richtig sicher,

Georg Dahm:

wir haben jetzt ja so verschiedene Folgen gehabt,

Georg Dahm:

wo wir so auf Aspekte eingegangen sind wie wie

Georg Dahm:

zuhören. Ja, dass der Service, die da sehr aktiv zuhört und

Georg Dahm:

sich zurücknimmt und versucht wirklich zu verstehen und ganz

Georg Dahm:

viele von diesen Themen, die wir aufgegriffen haben, das klingt

Georg Dahm:

so ein bisschen nach

Christoph Brosius:

ESO,

Georg Dahm:

so ne Nacht, nach nach so Chefarzt Behandlung.

Georg Dahm:

Also als ob sich die Führungsperson wirklich mit

Georg Dahm:

jedem, den er führt, sehr individuell, sehr intensiv

Georg Dahm:

auseinandersetzen muss. Was brauchst du denn jetzt? Also

Georg Dahm:

dieser Anspruch,

Christoph Brosius:

Aspekt

Georg Dahm:

dass ich immer

Christoph Brosius:

in deiner Stimme gerade? Was brauchst

Georg Dahm:

Ja,

Christoph Brosius:

du, machst es selber gerade schon klein,

Georg Dahm:

ja,

Christoph Brosius:

während du es darstellst?

Georg Dahm:

ja, ja, ja, aber weil es. Weil es eben ein sehr

Georg Dahm:

hoher Anspruch ist. Also wenn ich

Christoph Brosius:

Aber muss es das nicht der Anspruch sein? Ich

Christoph Brosius:

will das, zumal wenn ich da rein grätsche. Aber muss nicht genau

Christoph Brosius:

das der Anspruch sein, dass wir versuchen, so auch im

Christoph Brosius:

professionellen Kontext, wo wir unseren Lebensunterhalt

Christoph Brosius:

verdienen oder die wichtigen Dinge des Lebens tun und genauso

Christoph Brosius:

verhalten, wie wir es in unseren eigenen Familienmitgliedern und

Christoph Brosius:

unseren Kindern machen würden. Warum glauben wir denn, dass das

Christoph Brosius:

angemessen ist? Dass eine Führungskraft Dutzende oder

Christoph Brosius:

Hunderte von Menschen führt? Das ist ein absurder Gedanke.

Christoph Brosius:

Dann kann ich ja vielleicht noch mal den Namen erahnen oder

Christoph Brosius:

irgendwie ablesen vom Namensschild aber über den

Christoph Brosius:

Menschen und das, was ihn ausmacht, was der eigentlich

Christoph Brosius:

wirklich braucht, weiß ich dann nichts mehr. Könnte es demnach

Christoph Brosius:

sein, dass die Spannweite in der Führung einfach kleiner sein

Christoph Brosius:

müsste, wenn es mehr darauf ankommt, dass sich die Leute

Christoph Brosius:

ernsthaft ausbilden und weiterbringt? So, und jetzt? Na

Christoph Brosius:

klar, Wenn wir darüber sprechen würden, dass wir im

Christoph Brosius:

Niedriglohnsektor sind oder wir sind in Restaurants hinter der

Christoph Brosius:

Kasse oder wir sind bei Lagerist oder so, dann könnte man jetzt

Christoph Brosius:

argumentieren u ist da das Verhältnis noch gegeben? Ich

Christoph Brosius:

kann mich da im gleichen Ausmaß quasi Aufmerksamkeit Liebe

Christoph Brosius:

schenken, wie ich das machen würde. Bei einer Führungskraft,

Christoph Brosius:

die 200.000 € verdient, muss ich das für den billigen Gaul

Christoph Brosius:

Ich bin mal drastisch genauso machen wie das supertolle

Christoph Brosius:

Rennpferd. Was ist denn das für eine? Also wenn man das mal auch

Christoph Brosius:

ausspricht,

Christoph Brosius:

was für eine fast schon, glaube ich, dann Menschenführung, eine

Christoph Brosius:

Haltung da eigentlich dahinter steckt. Weil wer sagt denn, dass

Christoph Brosius:

der eine Mensch es nicht wert ist? Genauso wertgeschätzt

Christoph Brosius:

werden, weil da auch acht Stunden da stehen, so seine

Christoph Brosius:

Tätigkeit macht. Und vielleicht möchte der ja auch entweder mit

Christoph Brosius:

noch mehr Freude machen, was er da eh schon liebt oder sich

Christoph Brosius:

irgendwo anders hin entwickeln. Und das ist das, was ich als

Christoph Brosius:

Muster wieder und wieder und wieder erkenne. Der größte

Christoph Brosius:

Bindungs Zusammenhang zwischen Menschen ist so eine Schenkung,

Christoph Brosius:

wenn ich dir schenke, mehr als du erwartet hast. Daraus

Christoph Brosius:

entstehen Empfehlungen. Das werden im Nachgang noch bessere

Christoph Brosius:

Leute kommen. Le werden höhere Loyalität entwickeln, etwas

Christoph Brosius:

länger bleiben. Du wirst freiwillig eine Überstunde

Christoph Brosius:

machen. Also man kann das auch ausbeuterisch sehen, was da an

Christoph Brosius:

Effekten dann wieder entsteht. Aber ich würde sagen, das

Christoph Brosius:

besteht dann ja alles aus Liebe wieder heraus, aus

Christoph Brosius:

Freiwilligkeit, aus Dankbarkeit heraus. Und das hat nichts zu

Christoph Brosius:

tun mit dem Lohnniveau oder mit dem Tätigkeitsfeld oder auch

Christoph Brosius:

der Branche. Aber manche Branchen haben eine krassere

Christoph Brosius:

Tradition in Peitsche und Zuckerbrot als andere. Das, was

Christoph Brosius:

vor 20 Jahren eigentlich Werbung war, da habe ich angefangen, mal

Christoph Brosius:

ursprünglich in der in der Werbebranche, damals so um die

Christoph Brosius:

2000, da war das hipp da, alle wollten in der Werbung arbeiten,

Christoph Brosius:

dann war das wie so ein Privileg, da überhaupt Arbeit zu dürfen.

Christoph Brosius:

Und dafür hast du dann Überstunden genommen. Niedrige

Christoph Brosius:

Bezahlung, das war halt alles so, Spiele lustigerweise dann genau

Christoph Brosius:

das Gleiche und da war ich noch beim Film auch das gleiche

Christoph Brosius:

Modell. Ist das nicht toll, dass du hier in Babelsberg mit so

Christoph Brosius:

tollen Menschen dich umgeben darfst und mit Jackie Chan hier

Christoph Brosius:

ein Kinofilm drehen darfst? Dafür brauchst jetzt aber nicht

Christoph Brosius:

so viel Geld, oder? Das ist doch okay. Ist doch toll, dass du

Christoph Brosius:

hier einen Siedler mit programmieren darfst, dass du

Christoph Brosius:

hier mitarbeiten darfst an einem Anno teil. Ist das nicht super,

Christoph Brosius:

dass das nicht so Gothic Rollenspiel mitmachen darfst? Ja

Christoph Brosius:

und wie lange trägt das jetzt? Aber weil das diese

Christoph Brosius:

kurzfristigen Effekte sind, die mich hypen. Aber es berührt

Christoph Brosius:

nicht wirklich mich als Person ist da jetzt auf der anderen

Christoph Brosius:

Seite jemand, der wirklich mich fördern möchte und der mich

Christoph Brosius:

mitnehmen möchte. Und das war deine Frage vorhin Woher kommt

Christoph Brosius:

das eigentlich, wenn ich zurückgeblickt habe? Und das

Christoph Brosius:

habe ich jetzt, seitdem wir den Podcast machen, immer mehr habe

Christoph Brosius:

ich gemerkt. Ich hatte in meinem Leben scheinbar das Privileg, an

Christoph Brosius:

verschiedenen Menschen, nicht nur an meiner eigenen Familie

Christoph Brosius:

vorbei zu kommen, die diese Haltung hatten, die mir gezeigt

Christoph Brosius:

haben, was passiert, wenn man den Fokus wirklich legt auf den

Christoph Brosius:

Menschen und nicht nur die Arbeitskraft oder das

Christoph Brosius:

Humankapital gegenüber. Und wie sich das anfühlt und was für

Christoph Brosius:

eine Bindung diesem Menschen gegenüber dann entsteht. Ich

Christoph Brosius:

wäre für die durchs Feuer gegangen. Bin ich zum Teil auch,

Christoph Brosius:

habe richtig viel Scheiß mitgemacht. Warum? Weil die für

Christoph Brosius:

mich einen fürs Team genommen haben. Weil die sich für mich

Christoph Brosius:

eingesetzt haben, Weil die mir Zeugnisse geschrieben haben, wo

Christoph Brosius:

andere darauf geguckt haben. Sie, Herr Maier, das sind

Christoph Brosius:

Arbeitszeugnisse. Wo kommt das denn her? Ja, der hat mich

Christoph Brosius:

gesehen. Der wollte, dass es mir gut geht. Da war ich Praktikant.

Christoph Brosius:

Aber der, der der wollte, dass ich das, dass aus dem Typen was

Christoph Brosius:

wird.

Georg Dahm:

mein erster Chef. Bei dem habe ich schon im

Georg Dahm:

Studium gearbeitet, und bei dem hatte ich meinen ersten Job nach

Georg Dahm:

dem Studium. Carl-Eduard Meyer das war wirklich der beste Chef,

Georg Dahm:

den ich je hatte, würde ich sagen. weil der auch mehr daran

Georg Dahm:

interessiert war, glaube ich, dass ich mich entwickeln kann,

Georg Dahm:

als dass er jetzt unbedingt einen kurzfristigen Vorteil für

Georg Dahm:

seine eigene Firma rausgezogen hat. Also als ich damals gesagt

Georg Dahm:

habe, So, ich habe jetzt das Volontariat bekommen, ich werde

Georg Dahm:

kündigen. Hat er in einem Atemzug gesagt Scheiße und

Georg Dahm:

herzlichen Glückwunsch!

Christoph Brosius:

geil!

Georg Dahm:

Und es gab überhaupt keinen Groll. Und ich

Georg Dahm:

habe auch noch einen Bonus bekommen im letzten Jahr. Also

Georg Dahm:

es war wirklich. die hat mir einfach gezeigt, wie, wie

Georg Dahm:

Führung und wie Loyalität geht.

Christoph Brosius:

und jetzt stell dir vor, alle würden so

Christoph Brosius:

leben, also alle würden so handeln und arbeiten. Wir

Christoph Brosius:

bräuchten kununu gar nicht mehr. Also weil das einfach geklärt

Christoph Brosius:

wäre, dass niemand mehr mit Groll rausgeht, Wenn du gehst,

Christoph Brosius:

gehst du mit Freude raus und sagst Ich ich darf eine nächste

Christoph Brosius:

Wachstums Stufe antreten, aber ich gehe nicht hier raus, weil

Christoph Brosius:

es so schreckliche war.

Georg Dahm:

eigentlich müssten ja diese Gedanken, dass Servant

Georg Dahm:

Leadership bis heute total en vogue sein, weil gerade so

Georg Dahm:

dieser Grundgedanke. Meine Aufgabe als Führungsperson

Georg Dahm:

besteht darin, dafür zu sorgen, dass du dich bestmöglich

Georg Dahm:

entwickeln kannst. Das ist eigentlich der Inbegriff von New

Georg Dahm:

Work. Also nicht warum kriegt man die ganzen Massagen und

Georg Dahm:

Kurse und und was nicht noch alles und die Möglichkeiten

Georg Dahm:

sich zu entfalten und in Teilzeit zu arbeiten, so, damit

Georg Dahm:

man einfach als Persönlichkeit gesehen wird und reifen kann.

Georg Dahm:

Also es müsste doch eigentlich gerade total die Epoche von

Georg Dahm:

Servant Leadership sein.

Christoph Brosius:

Ja, ich bin nicht so sicher. Ich bin. Ich

Christoph Brosius:

bin nicht so sicher. Weil du hast gefragt, wen ich treffe,

Christoph Brosius:

wer mich umgibt. Ich sehe in meinem Umfeld nah oder fern

Christoph Brosius:

viele Unternehmen, wo ich zumindest den Eindruck habe,

Christoph Brosius:

dass diese Zentrierung und dieses, dieses Abzielen auf die

Christoph Brosius:

Vorteile für die Mitarbeitenden eher was zu tun haben mit einer

Christoph Brosius:

Gegenmaßnahme für den demografischen Wandel und für

Christoph Brosius:

Fachkräfte, Schwund und nicht so sehr mit der tiefen

Christoph Brosius:

Überzeugung, dass das die richtige Haltung ist. Ist es

Christoph Brosius:

deswegen schlechter? Also wird der Yogakurs, wird die Tatsache,

Christoph Brosius:

dass ich eine App bezahlt kriege, um mich mit meinem eigenen

Christoph Brosius:

Stresslevel zu beschäftigen oder so? Macht deswegen das

Christoph Brosius:

schlechter? Nein, irgendwie erst mal nicht. Aber ich glaube, dass

Christoph Brosius:

es deswegen trotzdem noch nicht die Art der authentischen

Christoph Brosius:

Führung ist, die eine ernsthafte Bindung erzeugt,

Christoph Brosius:

sondern ich bin ja nur gebunden und an die Tischtennisplatte.

Christoph Brosius:

Oder ich bin gebunden an den Benefit, den mir das

Christoph Brosius:

Sportprogramm gegeben hat, aber nicht an die Menschen dahinter,

Christoph Brosius:

weil die es nämlich nicht authentisch und aufrichtig

Christoph Brosius:

gemeint haben. Ich glaube, das ist die große Chance, die

Christoph Brosius:

besteht, dass mehr Menschen das nicht nur machen, weil man das

Christoph Brosius:

jetzt mehr und mehr so machen muss, um überhaupt noch

Christoph Brosius:

Mitarbeitende zu kriegen, sondern dass man es macht, weil

Christoph Brosius:

man es ernst meint. Und ich glaube, das ist dann auch der

Christoph Brosius:

substanzielle Wettbewerbsvorteil, wenn man jetzt mal so hart

Christoph Brosius:

formulieren möchte, den sich Organisationen

Christoph Brosius:

selber beibringen können, weil weil Menschen das spüren. Also

Christoph Brosius:

ich weiß nicht, wie das geht. Man merkt doch auch, ich merke

Christoph Brosius:

das jedes Mal, wenn ich in den Laden reingehe und da kommen

Christoph Brosius:

Verkäufer und du merkst, das ist eine Schallplatte, die jetzt

Christoph Brosius:

abläuft. Guten Tag. Was kann ich für Sie tun? Ich schaue nur

Christoph Brosius:

und wenn dann noch nicht mal was kommt, weil die können ja

Christoph Brosius:

irgendwas antworten, aber dann kommt gar nichts raus, weil

Georg Dahm:

das

Christoph Brosius:

das war eine Floskel. Und wenn, dann manchmal

Christoph Brosius:

bist du aber auch in Läden. In so guten Tagen kann ich was für

Christoph Brosius:

sie tun. Ich schaue nur. Da sind Sie zum richtigen Laden her. Wie

Christoph Brosius:

haben wir gespannt, was Sie gleich finden. Wenn Sie was

Christoph Brosius:

Schönes gefunden, sagen Sie mir Bescheid. Das würde mich

Christoph Brosius:

interessieren. Du lachst, aber das ist. Dann fühle ich mich

Christoph Brosius:

doch gesehen. Das ist das, was ich. Was wir brauchen. Wir

Christoph Brosius:

müssen kriegen die Gänsehaut. Wenn ich mir das vorstelle, auch

Christoph Brosius:

Mir geht es ja darum. Ich möchte in einer Welt leben, wo

Christoph Brosius:

ich öfter in solche Läden gehe. Ich möchte in einer Welt leben,

Christoph Brosius:

wo ich mit mehr Menschen abends im Restaurant sitze und nicht

Christoph Brosius:

drüber gesprochen wird, wie schlecht der Job ist und wie

Christoph Brosius:

sehr man den Job wechseln möchte, sondern wie sehr man

Christoph Brosius:

ihn liebt und wie sehr man gerade noch mehr von sich

Christoph Brosius:

entfalten könnte. In so einer Welt möchte ich leben.

Georg Dahm:

wenn man es sich mal genau anschaut, ist ja Servant

Georg Dahm:

Leadership eigentlich nicht nur eine Führungs Philosophie, weil

Georg Dahm:

dem ganzen ja der Gedanke zugrunde liegt. Es beginnt mit

Georg Dahm:

dienen. Also jemand dient aus Überzeugung, weil er gerne

Georg Dahm:

dienen möchte, nicht weil er sagt das qualifiziert mich jetzt

Georg Dahm:

für eine Führungsposition, sondern erst mal will ich dienen,

Georg Dahm:

weil weil ich das für ein erstrebenswertes Gut, für eine

Georg Dahm:

gute Einstellung halte. Wie beschreibt Robert Greenleaf die

Georg Dahm:

diesen Weg von einer dienenden Haltung, zur führenden Position?

Georg Dahm:

Weil es kann dann ja nicht jeder eine Führungsposition einnehmen.

Georg Dahm:

Es ist vielleicht auch nicht jeder dafür gemacht. Also wie

Georg Dahm:

stellt er sich das vor, diese Transition?

Christoph Brosius:

Ich hätte ihn gerne mal kennengelernt. Es

Christoph Brosius:

gibt ein paar Videos, wo man ihn sehen kann und ich hätte solche

Christoph Brosius:

Sachen gerne mit ihm persönlich diskutiert. Das wäre super.

Christoph Brosius:

Also ganz schlanker, dünner Mann, Brille, sehr sehr stark

Christoph Brosius:

seine Beine, die so übereinander geschlagen sind.

Christoph Brosius:

Und da hätte ich Robert, ich glaube, ich hätte ihn geduzt.

Christoph Brosius:

Robert sag mal, jetzt mal ernsthaft, du schreibst, es muss

Christoph Brosius:

immer erst das Verlangen da sein, dienen zu wollen, dass damit die

Christoph Brosius:

Grundlage für alles gelegt sein muss. Das ist ja nett, Wer hat

Christoph Brosius:

das denn? Und dann würde er mir wahrscheinlich Beispiele nennen

Christoph Brosius:

von Menschen, die er kennengelernt hat. Und wenn ich

Christoph Brosius:

drüber nachdenke, kenne ich die auch, die wenn du das so in dir

Christoph Brosius:

trägst, als Gedanken oder als Gefühl, siehe vorhin, weil du

Christoph Brosius:

es vielleicht irgendwo gelernt hast, weil es irgendwo gesehen

Christoph Brosius:

hast, dann ist das ja für dich gar keine Anstrengung, das zu

Christoph Brosius:

leben im Alltag durch Dinge, die ich tue, durch ganz konkrete

Christoph Brosius:

Haltung, die ich so vollziehe. Und davon gehen wir im Podcast

Christoph Brosius:

ja einige durch und die würde er mir wahrscheinlich auch

Christoph Brosius:

aufzählen. Er würde dann Beispiele nennen. Das nennt er

Christoph Brosius:

in seiner Lektüre auch von Menschen, die einfach zum

Christoph Brosius:

Beispiel einen neuen Job angetreten haben, als CEO und

Christoph Brosius:

drei Monate lang im Grunde nur durch die Organisation gegangen

Christoph Brosius:

sind und zugehört haben. Nicht hingehen und Ansagen machen. Nur

Christoph Brosius:

das ist nur der Aspekt des Zuhörens. Nur zuhören, mit

Christoph Brosius:

allen Leuten reden. Was brauchst du? Wie geht's dir, was hier los?

Christoph Brosius:

Und dann überhaupt das Entscheidung treffen. Das sagt

Christoph Brosius:

bis heute auch jeder Management Berater. Der oder jener Coach,

Christoph Brosius:

der dich in die nächst Führungsebene bringen möchte.

Christoph Brosius:

Nicht zu früh, da jetzt in so eine neue Firma reingehen und

Christoph Brosius:

Bambule machen, sondern erst mal schön auf die Bremse treten und

Christoph Brosius:

zuhören. Jetzt zeig mir mal die Leute, die das wirklich

Christoph Brosius:

hinkriegen und nicht sofort unter Druck kommen von dem

Christoph Brosius:

Vorstand, dem Board, den Aktionären, denn den

Christoph Brosius:

Gesellschaftern so vor Wir haben dich doch jetzt geholt, das

Christoph Brosius:

macht jetzt musst du doch mal richtige Kapelle machen. Ja, nee,

Christoph Brosius:

nee, eigentlich. Ich müsste erst mal lernen, ich müsste

Christoph Brosius:

erst mal einmal hören, wie es der Organisation wirklich geht.

Christoph Brosius:

Und es braucht Zeit. Und bis dahin werde ich ja nichts

Christoph Brosius:

entscheiden. Welche? Nichts machen es kontraintuitiv und

Christoph Brosius:

Gremien hat gesagt, die die Menschen, die das intuitiv

Christoph Brosius:

machen, die müssen nicht deswegen sofort schon

Christoph Brosius:

Führungskraft sein, sond werden von ihrem Umfeld so respektiert

Christoph Brosius:

dafür, dass die das durchziehen, dass sie so ein dickes Fell

Christoph Brosius:

haben. Jetzt an dem Beispiel zum Beispiel nicht zu agieren sofort,

Christoph Brosius:

das ihnen das Autorität vermittelt. Warum wieder das

Christoph Brosius:

Beispiel mit den Kindern? Weil dadurch plötzlich die Chance

Christoph Brosius:

massiv steigt, dass die Organisation, dass die Menschen,

Christoph Brosius:

die nicht umgeben, wirklich das kriegen, was sie brauchen und

Christoph Brosius:

nicht das, was ich dachte, was du brauchst. Also ich bin nicht

Christoph Brosius:

gekommen. Ich bin geholt worden mit einem Management Plan. Im

Christoph Brosius:

Interview wurde ich gefragt Was werden Sie tun, Herr Dahmen,

Christoph Brosius:

wenn Sie einen neuen Job anfangen? Das sind die fünf

Christoph Brosius:

Sachen, die ich hier einführen werde. Das sind die sechs Regeln,

Christoph Brosius:

die mir ganz wichtig sind, sagt Herr Rose jetzt im Einstellungs

Christoph Brosius:

Interview. Und an Tag zwei hat er die eingeführt, an die Wand

Christoph Brosius:

plakatierten. Seitdem wird das so gelebt und lalala. Oder du

Christoph Brosius:

lernst erst mal deine Mannschaft kennen. Also Lenz, deine

Christoph Brosius:

Belegschaft kennen und du guckst erst mal, was die brauchen und

Christoph Brosius:

dann gibst du denen vielleicht auch ein bisschen was von dem,

Christoph Brosius:

was du denkst, was sie brauchen. Aber du, du hörst halt wirklich

Christoph Brosius:

hin Und deswegen entsteht die Fähigkeit zu führen, Was

Christoph Brosius:

heißt das überhaupt? Andere zu beeinflussen, automatisch daraus,

Christoph Brosius:

dass ich mich nicht über andere erhöhe und sage ich weiß es

Christoph Brosius:

besser, sondern es entsteht daraus, dass ich im Tun und im

Christoph Brosius:

Handeln ganz offen, euphorisch und wach bleibe und wahrnehme

Christoph Brosius:

und spüre, was mein Umfeld braucht. Und das ist eine

Christoph Brosius:

Grundhaltung. Wir haben gesprochen mit, mit Katy, mit

Christoph Brosius:

der Trauer. Rednerin Das war ein ganz tolles Beispiel für einen

Christoph Brosius:

Menschen, die deswegen so toll in ihrem Job ist, weil die so

Christoph Brosius:

offen ist, weil die mit so krassen Antennen durch die

Christoph Brosius:

Gegend läuft und so wahrnimmt, was die Menschen, mit denen sie

Christoph Brosius:

sprechen darf und über die sie sprechen darf, ausmacht und was

Christoph Brosius:

die brauchen, das die Menschen was an ihren Lippen kleben, wenn

Christoph Brosius:

sie denn dann ihre Rede hält, weil sie nicht sagt, was sie

Christoph Brosius:

denkt, was gesagt werden muss. Biographische Daten gestorben,

Christoph Brosius:

gelebt, fünf Kinder, lalala Einkommen hat sechs Häuser

Christoph Brosius:

gebaut, sondern die Sachen sagt, die den Menschen wirklich

Christoph Brosius:

wichtig waren und das oder auch was war das Beispiel Rosinen

Christoph Brosius:

Brötchen backt auf eine Trauerfeier Was ist das denn?

Christoph Brosius:

Das hat ja nicht gemacht, weil sie sich überlegt hat, dass das

Christoph Brosius:

jetzt das Lehrbuch sagt. Das macht man so man isst immer

Christoph Brosius:

Rosinen, Brötchen auf Trauerfeiern, näht die hat

Christoph Brosius:

genau hingehört und hat was gemacht, was den Bedürfnissen

Christoph Brosius:

der Menschen entspricht. Und das, das ist schwer. Das ist schwer,

Christoph Brosius:

sich so zurückzunehmen und die Zeit dafür auch frei zu boxen,

Christoph Brosius:

gegenüber allen anderen nicht zu machen, was die Welt meint,

Christoph Brosius:

was ich machen müsste, sondern was ich spüre, was jetzt gerade

Christoph Brosius:

dran ist.

Georg Dahm:

Eigentlich ist es ja auch eine eine Grundhaltung, die

Georg Dahm:

wir von uns jetzt viel mehr einfordern als früher. Empathie,

Georg Dahm:

Zuhören, wie es dem anderen geht, und nicht einfach drauf

Georg Dahm:

bolzen. Vielleicht nicht mehr die alten rassistischen oder

Georg Dahm:

sonstigen Stereotypen raushauen, mit denen man in seiner

Georg Dahm:

Landjugend irgendwie aufgewachsen ist. Also einfach

Georg Dahm:

mal so ein bisschen so ein bisschen reflektieren, wem sitze

Georg Dahm:

ich denn da eigentlich gegenüber? Und ein bisschen

Georg Dahm:

verständnisvoller, liebevoller auch durch die Welt gehen ist ja

Georg Dahm:

eigentlich das Gebot der Stunde. Gerade

Christoph Brosius:

sollen jetzt setz dich mal in so ein Managed

Christoph Brosius:

Meeting rein und sagt Können wir mal über Liebe reden,

Christoph Brosius:

liebevoller umgehen können? Wenn man über Liebe redet, dann

Christoph Brosius:

können wir mal einfach mal dafür sorgen, dass wir mehr

Christoph Brosius:

Liebe in unsere Organisation haben.

Georg Dahm:

Das werden Sie nicht sagen, sondern es wird dann eine

Georg Dahm:

Diversity Beauftragte geben. Und ich glaube, ganz oft reagieren

Georg Dahm:

Unternehmen und Organisationen mehr Angst getrieben, dass sie

Georg Dahm:

merken Oh Mist, wir müssen jetzt wirklich aufpassen, dass

Georg Dahm:

wir uns nicht unmöglich machen in bestimmten Zusammenhängen.

Georg Dahm:

Und jetzt folgen wir mal, mal bestimmten Vorgaben und machen

Georg Dahm:

bei Hashtags und beteiligen uns da, wo es uns nicht kostet an

Georg Dahm:

der Pride Kampagne und gendern auf den Werbeplakaten, weil es

Georg Dahm:

von uns verlangt wird. Aber hat es dann wirklich was zu tun mit

Georg Dahm:

mit Liebe, mit Hingabe, mit wirklich Empathie für Menschen?

Georg Dahm:

Frage ich mich des Öfteren. Ich glaube, ganz oft ist die Antwort

Georg Dahm:

Nein. Also es tut mir leid, aber wenn. Wenn H und M auf seinen

Georg Dahm:

Plakaten eine bessere Welt beschwört, dann denke ich mir

Georg Dahm:

so gucken wir doch mal in Bangladesch, wie schön es da

Georg Dahm:

wirklich ist.

Christoph Brosius:

Gibt es viele Beispiele für. Und das Tolle

Christoph Brosius:

ist Genau darauf kommt es immer und immer und immer wieder

Christoph Brosius:

runter. Das lerne ich jetzt. Dankbar, das lernen zu dürfen.

Christoph Brosius:

Noch mal mehr im Podcast. Es kommt immer nur darauf an, was

Christoph Brosius:

ich tue. Es sind nicht die Lippenbekenntnisse, es sind

Christoph Brosius:

nicht die Kampagnen, die ich fahre. Zeig mir, was die Leute

Christoph Brosius:

wirklich tun. Täglich in der Fabrik, in der Halle, im Büro

Christoph Brosius:

und lass uns darüber dann sprechen. Und das merken wir

Christoph Brosius:

eigentlich alle menschlich im Alltag. Jeder von uns merkt das.

Christoph Brosius:

Also wie gehen wir, wie gehen wir miteinander um? Und das, das

Christoph Brosius:

ist nicht neu, dass ich liebe das Verhältnis unter den

Christoph Brosius:

Menschen manifestiert dadurch, wie wir miteinander umgehen.

Georg Dahm:

Dieser erste Essay Servant aus Lieder, der ist ja

Georg Dahm:

schon 1970 erschienen, also in der Bugwelle der

Georg Dahm:

Achtundsechziger eigentlich. Und ich finde, das liest sich zum

Georg Dahm:

Teil auch wie eine Krisen Reaktions Schrift. Greenleaf

Georg Dahm:

schreibt da immer mehr Leute nehmen das nicht mehr hin, Wie

Georg Dahm:

ungerecht es zugeht in der Gesellschaft. Sie wollen eine

Georg Dahm:

bessere Gesellschaft, und sie wissen Die bessere Gesellschaft

Georg Dahm:

ist ja auch möglich. Wir können das ja, wir haben die

Georg Dahm:

Mittel dazu. Das Problem ist Die Institutionen, die wir haben,

Georg Dahm:

die kriegen das nicht hin, die sind zu schlecht, die sind nicht

Georg Dahm:

reformfähig. Das dauert alles zu lange. Also weg damit.

Georg Dahm:

Radikale Neuanfang. Und an diesem letzten Punkt, da steigt

Georg Dahm:

er dann aus und sagt Man kann nicht auf einen Schlag alles

Georg Dahm:

perfekt machen, Das geht nicht, das ist eine Illusion. Und

Georg Dahm:

diejenigen, die den Abriss fordern, die machen sich

Georg Dahm:

meistens nicht so viele Gedanken darüber, wer sich denn danach

Georg Dahm:

um den Wiederaufbau kümmern soll, wer denn dann die ganze

Georg Dahm:

Arbeit macht. Und Server Leader ticken da anders.

Christoph Brosius:

Und das alles, Das darf man, weil es vorher

Christoph Brosius:

auch gesagt hast Christentum oder Glauben nicht vergessen. Er

Christoph Brosius:

selber war gläubig und er war in einem Umfeld von gläubigen

Christoph Brosius:

Menschen, die quasi schon systemisch mit einer Wert mit

Christoph Brosius:

einem Wertekanon aufgeladenen Brille die Welt betrachtet haben

Christoph Brosius:

und das natürlich dann sehr kritisch sich angeguckt haben.

Christoph Brosius:

Also eine sich immer schneller drehende Welt, eine immer

Christoph Brosius:

automatisierte Welt, eine damals ja auch zunehmend mit, mit ganz

Christoph Brosius:

neuartigen Krisen aufgeladene Welt, Die immer mehr Chancen

Christoph Brosius:

bietet. Ich meine, der Mann, der hat bei Etihad Amerika verkabelt.

Christoph Brosius:

Ich weiß, dass der da an der Speerspitze der damaligen

Christoph Brosius:

technologischen Welle war und miterlebt hat mit den Köpfen,

Christoph Brosius:

die da so rum liefen, wie die Zukunft aussehen könnte. Das

Christoph Brosius:

war der Job. Dann aber gleichzeitig zu merken, das

Christoph Brosius:

reicht nicht, es reicht nicht, wenn wir nur auf das Materielle

Christoph Brosius:

gucken. Wir müssen uns überlegen, wie Menschen in

Christoph Brosius:

Gemeinschaft leben und in Gemeinschaft damit nebeneinander

Christoph Brosius:

leben. Das hatten, das hat einen ganz tiefen Wertekanon, der

Christoph Brosius:

Jahrtausende alt ist. Und der manifestiert sich dann da

Christoph Brosius:

einfach so wie so eine Bugwelle hat sich gebrochen. Dann, 1970,

Christoph Brosius:

das stimmt und fällt in einem Umfeld. Das ist bis heute so,

Christoph Brosius:

dass noch mehr Glaubensgemeinschaften folgt, in

Christoph Brosius:

Amerika auch noch mehr auf fruchtbaren Boden als zum

Christoph Brosius:

Beispiel in Deutschland. Seit einem halben Jahr rechne ich

Christoph Brosius:

damit jetzt in Deutschland intensiver durch die Gegend. Und

Christoph Brosius:

ich glaube, die ersten Folgen für den Podcast sind vor

Christoph Brosius:

zweieinhalb Jahren oder so aufgenommen. So Anfang der

Christoph Brosius:

Pandemie.

Georg Dahm:

Ja, das war sozusagen unser Sauerteig

Georg Dahm:

Projekt.

Christoph Brosius:

Ja, das war unser Sauerteig. Es geht aber

Christoph Brosius:

auf das Brot gut und in Deutschland ist das, ist das

Christoph Brosius:

kulturell schwieriger. Wenn ich mir angucke, wie viele Leute ich

Christoph Brosius:

aus Kirchenaustritten nicht mehr angucke, wie viel Menschen hier

Christoph Brosius:

er selbst zentriert, selbst fokussiert, mit der Veränderung

Christoph Brosius:

der Welt umgehen, anstatt jeden Sonntag im Gottesdienst zu

Christoph Brosius:

sitzen, im Gottesdienst zu sitzen. Da kommt es ja auch her.

Christoph Brosius:

Und ich weiß, dass du zum Beispiel auch hier in der

Christoph Brosius:

Gemeinde mit singst und wir haben da öfter schon drüber

Christoph Brosius:

gesprochen, wie sehr das ja auch was was bedeutet für einen

Christoph Brosius:

selber in Gemeinschaft zu agieren, in Gemeinschaft, in dem

Christoph Brosius:

Fall zu singen, aber auch zu arbeiten, Das macht doch was mit

Christoph Brosius:

einem. Also dieses Erlebnis auch in Gruppe zu sein, in

Christoph Brosius:

Gemeinschaft zu sein, da kann man doch gar nicht anders als

Christoph Brosius:

davon, eine andere Scheibe sich abzuschneiden, als wenn ich

Christoph Brosius:

alleine vorm Rechner sitze. U irgendwie mein nicht ich. Ich

Christoph Brosius:

habe ja, ich komme aus der Industrie, aber mein nächstes

Christoph Brosius:

Spiel spiele alleine. Das ist eine andere Art der

Christoph Brosius:

Verbundenheit, eine andere Art des Zugangs. Und ich glaube auch,

Christoph Brosius:

vielleicht auch ein ganz anderer Aspekt. Es ist auch viel

Christoph Brosius:

einfacher, ins Handeln zu kommen in der echten Welt, wenn ich mit

Christoph Brosius:

echten Menschen zusammensetze. Also ganz viele. Der Beispiel im

Christoph Brosius:

Podcast, die wir auch durchgehen, die leben ja davon, dass da

Christoph Brosius:

echte Menschen auf echte Menschen im echten Leben

Christoph Brosius:

aufeinandertreffen. Da wird ein physischer Schuh drüber

Christoph Brosius:

gereicht oder da wird an Füßen gearbeitet oder da sitzt jemand

Christoph Brosius:

einem weinenden Menschen, der trauert gegenüber oder, da

Christoph Brosius:

brennen Haus und ich renne da rein mit meinen Kameraden, da

Christoph Brosius:

wird geschwitzt und es ist heiß. Und hier geht es, hier geht es

Christoph Brosius:

wortwörtlich um Leben und Tod. diese Haltung zu erleben und

Christoph Brosius:

sich selber anzueignen im Handeln fällt im echten Leben

Christoph Brosius:

mit echten Artefakten, mit viel mehr Sinneseindrücken viel

Christoph Brosius:

leichter, als wenn es alles digital und abstrakt und nur vor

Christoph Brosius:

dem zweidimensionalen Bildschirm bleibt. Und das merkt man sehr

Christoph Brosius:

deutlich Immer, wenn wir bei einer Schäferin auf einem Hof

Christoph Brosius:

sind und dann sie mit leuchtenden Augen erzählt, dass

Christoph Brosius:

da die ersten Städter kommen und im Bauwagen Wochen oder ich

Christoph Brosius:

glaube nicht, Monate, aber Wochen mindestens auf dem Hof

Christoph Brosius:

sind. Und dieses, was die da erleben, was man bei Peter, dem

Christoph Brosius:

Förster, im Wald erlebt, das bildet Haltung so viel leichter,

Christoph Brosius:

stärker und besser aus als jetzt. Nur das Buch oder nur die

Christoph Brosius:

Webseite, die ich gelesen habe. Und in der Welt sind wir aber

Christoph Brosius:

gerade. Wir sind in einer Welt, wo wir ganz oft glauben, glaube

Christoph Brosius:

ich, dass das substituiert, dass das total ausreichend wäre.

Christoph Brosius:

Aber wenn man dann mal im Chor singt, wenn man mal im Wald

Christoph Brosius:

steht, wenn man mal bei der Schäferin auf der Farm steht,

Christoph Brosius:

dann merkt man Tut mir leid, ist leider nicht das Gleiche. Es ist

Christoph Brosius:

kein ist nicht die gleiche Begegnung Qualität.

Georg Dahm:

Ja, es ist das sich einlassen, sich wirklich

Georg Dahm:

einlassen auf eine Situation auf den Menschen und dadurch

Georg Dahm:

natürlich auch gewisse Risiken eingehen. Viele Menschen mögen

Georg Dahm:

ja heute auch schon gar nicht mehr Telefon mieten, weil ihnen

Georg Dahm:

diese soziale Situation des Telefongesprächs zu

Georg Dahm:

unkontrollierbar ist. Sie müssen sofort reagieren, Sie

Georg Dahm:

können ihre Antwort nicht kuratieren. das ist ein

Georg Dahm:

Phänomen. Das hat vor Ich glaube, vor über zehn Jahren

Georg Dahm:

schon. Die Forscherin Sherry Turkle beschrieben, die seit

Georg Dahm:

Jahrzehnten die gesellschaftlichen Auswirkungen,

Georg Dahm:

technologische Entwicklungen verfolgt, erforscht und dieses

Georg Dahm:

Buch hieß Alone Together. Ich glaube, der deutsche Titel ist

Georg Dahm:

alleine unter 100 Freunden und die hat sich da unter anderem

Georg Dahm:

auseinandergesetzt mit genau diesem Wechsel, gerade im

Georg Dahm:

Kommunikationsverhalten vor allem von Teenagern damals, wie

Georg Dahm:

die diese Transition machen von Ich möchte eigentlich gar nicht

Georg Dahm:

mehr angerufen werden, aber auch schon bei Erwachsenen und Sie

Georg Dahm:

führt jetzt ein Interview mit ihren Probanden und sagte Warum

Georg Dahm:

mögt ihr denn nicht mehr telefonieren? Und eine Antwort

Georg Dahm:

war What you really want to talk? Also diese. Diese Angst davor,

Georg Dahm:

jetzt wirklich ein Gespräch führen zu müssen, so dass man

Georg Dahm:

sich da wirklich, wirklich drauf einlassen muss. Und das fand ich

Georg Dahm:

damals schon sehr verstörend. Und seitdem ist es ja auch nicht

Georg Dahm:

unbedingt besser geworden.

Georg Dahm:

Ich finde es sowieso spannend bei Greenleaf, wie wie

Georg Dahm:

aktuell da manches klingt. Er schreibt zum Beispiel, dass die

Georg Dahm:

junge Generation ein ganz stark ausgeprägtes kritisches

Georg Dahm:

Bewusstsein hat, was an sich auch eine super Sache ist.

Georg Dahm:

Problem ist eben nur, wenn sie sich komplett auf die Kritik

Georg Dahm:

versteifen und dann zu wenig ins Handeln kommen. Und er führt es

Georg Dahm:

darauf zurück. Damals, Na ja, die Jugend ist ja auch ganz

Georg Dahm:

lange ausgeschlossen von gesellschaftlicher Teilhabe. Die

Georg Dahm:

können ja gar nichts machen. Ihm bleibt ja nur die Kritik.

Georg Dahm:

Und jetzt haben wir heute eine Jugend, die so ein paar Jahre

Georg Dahm:

lang komplett zu Hause eingesperrt war. Kann man sich

Georg Dahm:

ja auch überlegen, was das nach sich zieht. Und das Problem ist,

Georg Dahm:

sagt Greenleaf, reine Kritik ist steril, die bewirkt nichts. Und

Georg Dahm:

was eben fehlt ganz oft ist der Schritt zur Tat. Also erst, sich

Georg Dahm:

zu fragen Was kann ich denn tun? Ich ganz konkret? Und dann auch

Georg Dahm:

wirklich ins Handeln zu kommen.

Christoph Brosius:

Eine der schönsten Rückmeldungen, die

Christoph Brosius:

ich bisher bekommen habe, ist eine Hörerin, die nach der

Christoph Brosius:

Folge mit dem Feuerwehrmann sich bei der Freiwilligen Feuerwehr

Christoph Brosius:

angemeldet hat. Und die macht jetzt gerade ihre ganzen Scheine

Christoph Brosius:

Warum? Die wollte was machen. Der hat gemerkt ich, ich wäre

Christoph Brosius:

so stark mit dem, worüber er spricht und was das als Haltung

Christoph Brosius:

beschreibt. Ich habe nur noch gar kein Vehikel, ein Container,

Christoph Brosius:

kein kein Gefäß, in das ich meine Zeit von mir hinein

Christoph Brosius:

gießen könnte, um solche Erfahrungen, solche Erlebnisse

Christoph Brosius:

zu machen, um nicht nur von mir aus 5 € zu spenden oder zu

Christoph Brosius:

sagen Ja, es wäre toll, wenn wir mehr Ehrenamt hätten in

Christoph Brosius:

Deutschland, sondern ins Ehrenamt reinzugehen. Und viele

Christoph Brosius:

der Menschen, mit denen wir sprechen entweder sind die

Christoph Brosius:

Ehrenamtler oder die machen mehr. Das war auch eine der

Christoph Brosius:

Formulierung, die wir immer am Anfang hatten, als wofür sie

Christoph Brosius:

bezahlt werden. Also die gehen quasi in die extra Leistung

Christoph Brosius:

quasi mit rein. Aber es hat immer, immer, immer was mit dem,

Christoph Brosius:

mit dem eigenen Tun, der eigenen Erfahrung und dem eigenen

Christoph Brosius:

Handeln zu tun. Das ist nicht theoretisch, es ist nicht es ist

Christoph Brosius:

nicht abstrakt. Ist das nicht nur ein drüber schreiben, es

Christoph Brosius:

ist das Machen. Und ganz oft, ich glaube, am stärksten hatte

Christoph Brosius:

ich das im Wald mit Peter, dem Förster, dass das da so ein

Christoph Brosius:

Gefühl davon brach. Jetzt würde ich so gerne die Menschen,

Christoph Brosius:

di unseren Podcast hören, hier mit hinnehmen. Ich würde das

Christoph Brosius:

gern hier machen. Ich hätte das gerne hier vor Ort. Ich würde

Christoph Brosius:

Ihnen gerne dieses Erlebnis zeigen, wie das ist mit ihm in

Christoph Brosius:

seinem Waldhaus zu sitzen oder mit ihm durch den Wald zu gehen

Christoph Brosius:

oder dieses Wald Bild anzuschauen, wie das hier so wie

Christoph Brosius:

das hier so wirkt oder aussieht. Das fände ich toll, wenn wenn

Christoph Brosius:

denn zum Beispiel wieder so ein mini Beitrag zu leisten könnten,

Christoph Brosius:

Leute ins Handeln reinzubringen. Und ich weiß nicht, inwiefern

Christoph Brosius:

man das jemals nachverfolgen könnte, überhaupt wie viel

Christoph Brosius:

Menschen Greenleaf ins Handeln gebracht hat. Aber ich glaube,

Christoph Brosius:

das war sein Anlass. Sein sein Wunsch war, mehr Menschen in

Christoph Brosius:

Aktion zu bringen, in die Welt ins echte Leben zu bringen und

Christoph Brosius:

nicht auf irgendwas zu warten, sondern sich selber zu

Christoph Brosius:

legitimieren und zu fragen. Wenn ich das möchte, dann warum

Christoph Brosius:

mache ich das nicht einfach? Denn ich kann heute anfangen,

Christoph Brosius:

anders zu denken und anders zu agieren.

Georg Dahm:

Also das Wörtchen Glieder ist derjenige oder

Georg Dahm:

diejenige, der dann wirklich auch sagt Ich mache jetzt auch

Georg Dahm:

ich gehe dieses Risiko ein, ich begebe mich da rein

Christoph Brosius:

und wieder dann noch mal und dann noch mal

Christoph Brosius:

und dann noch mal,

Georg Dahm:

Auch wenn es unbequem ist,

Christoph Brosius:

wenn es unbequem

Georg Dahm:

ist

Christoph Brosius:

ist, die der Wille, sich das vorzunehmen,

Christoph Brosius:

wenig wert ist, einmal zu machen. Nett. Das Spannende ist, was

Christoph Brosius:

passiert, wenn ich das jeden Tag mache oder wiederholt? Was

Christoph Brosius:

passiert, wenn ich da. Da gibt es diesen tollen Spruch aus dem

Christoph Brosius:

Talmud achte auf deine Gedanken. Sie werden dann zu deinen Worten

Christoph Brosius:

ein Wort werden, zu den Handlungen und dann dann. Die

Christoph Brosius:

Handlungen, die du durchführst, werden zu deinem Charakter.

Christoph Brosius:

Darum geht es. Es geht darum, dass das, was ich nicht nur

Christoph Brosius:

einmal mache, sondern wiederholt mache,

Christoph Brosius:

meine Persönlichkeit, mein Charakter ausmacht und schärft.

Christoph Brosius:

Ich glaube, das ist einer der großen Vorteile, den man hat,

Christoph Brosius:

wenn man zum Beispiel jeden Sonntag in die Kirche geht. Es

Christoph Brosius:

ist jede Woche die Erinnerung, weil wir vergessen, als Menschen

Christoph Brosius:

an die Werte, an die Themen, an die Rituale, die uns wichtig

Christoph Brosius:

sind. Und ich muss das nicht in Frage stellen. Es wird jede

Christoph Brosius:

Woche in mein Leben gespült und dadurch wach und frisch und in

Christoph Brosius:

Erinnerung und immer vorne auf mein Frontallappen gehalten.

Christoph Brosius:

Wenn ich solche Rituale nicht habe, weil ich nicht in der

Christoph Brosius:

Gemeinschaft bin, wo ich quasi automatisch erinnert werde, dann

Christoph Brosius:

muss ich mir das selber bauen, dann muss ich das selber machen,

Christoph Brosius:

dann muss ich mir selber jetzt was ist das? Da gibt es Leute

Christoph Brosius:

die ja nur angefangen mit Journalisten. Also ich, ich

Christoph Brosius:

mache das jetzt auch alleine, Ich gehe nicht mehr in

Christoph Brosius:

Gemeinschaft, ich gehe nicht beichten. Ich schreibe mir jetzt

Christoph Brosius:

selber immer auf, was ich gut, was ich schlecht gemacht habe,

Christoph Brosius:

was was, wo ich besser werden kann, was ich erlebt habe. Und

Christoph Brosius:

über diese Selbstreflexion versuche ich mir diese Konstanz

Christoph Brosius:

vor Augen zu führen. Habe ich diese Woche, habe ich heute

Christoph Brosius:

schon eine gute Tat getan? War ich heute schon selbstlos, was

Christoph Brosius:

mir heute Gutes, Positives passiert und das weiß man. Man

Christoph Brosius:

weiß psychologisch, neuronal, das sind genau die Werkzeuge,

Christoph Brosius:

die helfen, ne Verhalten auszubilden, die die Verhaltens

Christoph Brosius:

verändernd wirksam sind. Und wenn ich das alleine machen,

Christoph Brosius:

muss es schwieriger. Wenn ich das aber mit anderen machen kann,

Christoph Brosius:

viel einfacher. Das ist auch bis heute bei den Großen meistens

Christoph Brosius:

amerikanischen Instituten, die es gibt, die sich sehr intensiv

Christoph Brosius:

mit Self Leadership beschäftigen, wenn man da von

Christoph Brosius:

außen guckt, man fragt Wie macht ihr das, wie, wie bringt

Christoph Brosius:

ihr das Führungskräften bei? Durch Wiederholung. Das hat

Christoph Brosius:

schon fast mantraartig ist ja nun so zehn Wochen Programm und

Christoph Brosius:

dann wird jede Woche sich getroffen und gesagt Hast du

Christoph Brosius:

denn diese Woche schon gut zugehört? Wie ich komme? Ich,

Christoph Brosius:

ich ich mache es ja selber schon gerade ein bisschen lustig, wenn

Christoph Brosius:

ich es erzähle. Es ist überhaupt nicht lustig. Warum?

Christoph Brosius:

Weil es genau das Brauch hast du ist einer der Sprüche. Think

Christoph Brosius:

about you thinking. Hast du diese Woche schon eine

Christoph Brosius:

Viertelstunde Zeit genommen und über dein eigenes

Christoph Brosius:

Führungsverhalten und deine eigene Haltung mal nachgedacht?

Christoph Brosius:

Nur allein das hast du in diese Zeit rausgeschnitten. Jemand

Christoph Brosius:

muss diese Frage stellen. Jemand muss sich die Zeit nehmen und

Christoph Brosius:

muss die Antworten verdauen und muss dann das ganze noch

Christoph Brosius:

erinnern in der nächsten Woche, um es dann noch mal zu machen

Christoph Brosius:

daraus. Daraus entsteht Haltung, daraus entsteht Charakter und

Christoph Brosius:

Charakter folgen Menschen?

Georg Dahm:

Was sind das für Institutionen Die Servant

Georg Dahm:

Leadership verbreiten? Es

Christoph Brosius:

es gibt so zwei große, zumindest zwei sich

Christoph Brosius:

raus kehren würde? Also es gibt verschiedene Universitäten,

Christoph Brosius:

wozu geforscht wird, Es gibt das Green Greenleaf Center, die so

Christoph Brosius:

ein bisschen die Nachlassverwalter sind. Die

Christoph Brosius:

bringen aktuell auch so die verfügbaren Publikationen dazu

Christoph Brosius:

und nicht nur so ein bisschen Nachlassverwalter sind. Die

Christoph Brosius:

sehen sich auch so als moralische Erben, so das

Christoph Brosius:

weiterzuführen, was der gemacht hat. Und dann gibt es Beispiele,

Christoph Brosius:

wie ich glaube, Dex Thron heißt die Firma Art, Barta ist der

Christoph Brosius:

Geschäftsführer, der die Firma übernommen hat. Die machen

Christoph Brosius:

Funkgeräte und der hat aus einer nicht zwangsläufig

Christoph Brosius:

defizitären, aber nicht wahnsinnig profitablen Firma

Christoph Brosius:

eine extrem florierende Unternehmung gemacht, weil er in

Christoph Brosius:

seiner Firma Servant Leadership eingeführt hat. Und die Art,

Christoph Brosius:

wie er das eingeführt hat, die war nicht ganz billig, weil er

Christoph Brosius:

dafür quasi ein eigenes Programm entwickelt hat. Und um

Christoph Brosius:

das, ich glaube, wirtschaftlich anders in Wert zu setzen, aber

Christoph Brosius:

auch weil er der Sache dienlich sein möchte, hat er das Servant

Christoph Brosius:

Leadership Institut, gegründet und hat quasi das, was er für

Christoph Brosius:

sein eigenes Unternehmen entwickelt hat. Bietet er jetzt

Christoph Brosius:

als Kurse, als Fortbildung, hat zwei drei Bücher mittlerweile

Christoph Brosius:

schon darüber geschrieben an, das heißt Es gibt die

Christoph Brosius:

Akademiker, die es erforschen, es gibt die, Kuratoren und

Christoph Brosius:

Historiker, die es bewahren. Und dann gibt es die Unternehmer,

Christoph Brosius:

die es leben und die aus diesem tiefen Geist, aus dieser tiefen

Christoph Brosius:

Überzeugung heraus das weitertragen. Wobei viele von

Christoph Brosius:

denen, die die die dienende Führung in Deutschland und nach

Christoph Brosius:

vorne gebracht haben und benannt haben, ganz häufig christliche

Christoph Brosius:

Unternehmer sind. Tatsächlich

Georg Dahm:

Tatsächlich das wäre auch meine Frage gewesen,

Georg Dahm:

ob das eine bestimmte Szene ist, eine bestimmte Unternehmer Szene,

Georg Dahm:

die sich, die sich da hingezogen fühlt,

Christoph Brosius:

also eindeutig zumindest man im

Christoph Brosius:

deutschen Raum vollkommen geklärt, Also wenn man zu

Christoph Brosius:

Unternehmens verbünden wie Faktor C schauen, w sich

Christoph Brosius:

Führungskräfte mit Glaubens Hintergrund treffen, Christen,

Christoph Brosius:

die Führungsaufgaben haben. Einer der aktuell

Christoph Brosius:

Geschäftsführer ist einer der Kuratoren von einem der großen

Christoph Brosius:

Bücher, die es im deutschsprachigen Raum zum Thema

Christoph Brosius:

dienende Führung gibt. Also das macht für mich Sinn, Ich muss

Christoph Brosius:

niemand davon überzeugen, dass die zehn Gebote eine gute Idee

Christoph Brosius:

sind, ich muss nur gucken, wie ich das übertragen kriege in

Christoph Brosius:

meinem Führungsverhalten, Also ich überlege gerade, ob ob ich

Christoph Brosius:

in dem letzten halben Jahr einen Menschen hatte, bei dem ich das

Christoph Brosius:

Gefühl hatte, weil wir diesen Podcast produziert haben, haben

Christoph Brosius:

wir den irgendwie inspiriert oder davon überzeugt, sich

Christoph Brosius:

jetzt damit zu beschäftigen, sein Führungsverhalten zu

Christoph Brosius:

verändern?

Georg Dahm:

Na ja, eigentlich behandeln wir bisher in dem

Georg Dahm:

Podcast ja auch nicht Führung Situation, sondern wir behandeln

Georg Dahm:

ja die Verhaltensweisen. Also wir sind ja noch auf der Ebene

Georg Dahm:

der Verhaltensweisen, die jeder in seinem Alltag leben kann

Georg Dahm:

leben sollte. Wenn man den Gedanken von Robert Greenleaf

Georg Dahm:

folgt, um eine Haltung zu kultivieren und in die Tat

Georg Dahm:

umzusetzen. Und dann irgendwann kommt vielleicht der Schritt mit

Georg Dahm:

diesem Verhalten, dann in eine Führung reinzugehen.

Christoph Brosius:

aber automatisch. Also das wäre

Christoph Brosius:

eigentlich, wie wir es auch vorhin schon besprochen haben,

Christoph Brosius:

eigentlich die automatische Konsequenz. Wenn ich mich so

Christoph Brosius:

verhalte, dann gehe ich in Führung, dann werde ich dafür

Christoph Brosius:

anerkannt, dass ich ja gerade eine vertrauenswürdige Person

Christoph Brosius:

bin.

Georg Dahm:

was würdest du sagen, ist dann so der der

Georg Dahm:

treibende Faktor, dann in Führung zu gehen? Ist das dann

Georg Dahm:

ein Gefühl? ich möchte Verantwortung übernehmen? Oder

Georg Dahm:

mir sind die Menschen um mich herum so wichtig? Mir ist das so

Georg Dahm:

wichtig, dass es ihnen gut geht, dass ich versuche, eine Position

Georg Dahm:

anzustreben, in der ich dazu beitragen kann. Was ist also der

Georg Dahm:

der Motivator?

Christoph Brosius:

Green Greenleaf war da sehr geklärt

Christoph Brosius:

und ich glaube, ich würde das unterschreiben. Das ist ein,

Christoph Brosius:

wenn man wirklich ehrlich mit sich ist ein egoistischer

Christoph Brosius:

Motivator, weil jemandem anderen zu helfen, einem selbst Freude

Christoph Brosius:

bereitet. Ich glaube, alles andere ist am Ende glaube ich

Christoph Brosius:

nicht ehrlich, wenn man so, so das so sehr löst von sich. Und

Christoph Brosius:

nein, ich, das ist alles, das hat mit mir nichts zu tun. Und

Christoph Brosius:

das mache ich. Der sagt ja nicht klar, macht das der Sache wegen

Christoph Brosius:

und den Menschen weg und so, aber am Ende

Christoph Brosius:

gibt mir das ganz egoistisch gesprochen, ein gutes Gefühl,

Christoph Brosius:

wenn ich dafür sorgen kann, dass es wem anders besser geht

Christoph Brosius:

als vorher. Und ich finde, es darf auch warum wir noch nicht.

Christoph Brosius:

Also warum darf das denn nicht auch ein Motiv sein, dass es mir

Christoph Brosius:

Freude macht, anderen zu helfen? Und das muss man aber mal

Christoph Brosius:

gespürt haben, glaube ich. Also wenn man das nicht mal erlebt

Christoph Brosius:

hat, wie viel besser man sich fühlt, wenn jemand lächelnd

Christoph Brosius:

ein Geschenk entgegennimmt, egal ob das jetzt eine Handlung ist,

Christoph Brosius:

ein Objekt, eine Kette, ein Auto. Lolly Es ist vollkommen egal,

Christoph Brosius:

wenn wenn. Wenn du noch nicht erlebt hast, wie wie leuchtend

Christoph Brosius:

Menschenaugen dir entgegen funkeln können, wenn sie was

Christoph Brosius:

kriegen, von dem sie nicht gedacht haben oder es nicht

Christoph Brosius:

erwartet haben, dass sie das kriegen und dann erkennen, dass

Christoph Brosius:

du es genau so

Christoph Brosius:

bedingungslos schenkst und einfach nur rüber reichst, wie

Christoph Brosius:

sie es nicht erwartet hätten, dass jemand anders das für Sie

Christoph Brosius:

tut. Was was das macht, was, was, was das auslöst in mir und wie

Christoph Brosius:

das resoniert mit mir. Das ist, das ist Hartmut Rosa sagt

Christoph Brosius:

unverfügbar da, das kannst du weder kontrollieren noch für

Christoph Brosius:

Geld kaufen. Das ist, das ist eine Schwingung, die zwischen

Christoph Brosius:

Menschen entsteht. Die musst du erlebt und erfahren haben. Aber

Christoph Brosius:

wenn du das mal erfahren hast, ich glaube, dann kann man da

Christoph Brosius:

Blut lecken. Dann merkt man, dass das vielleicht sogar einen,

Christoph Brosius:

der der größten.

Christoph Brosius:

Tja, interessant, was erst mal was in meinen Kopf kommt ist

Christoph Brosius:

Segen. Also eines der größten Geschenke ist, die man so haben

Christoph Brosius:

kann als Mensch, weil alles andere viel flüchtiger ist.

Christoph Brosius:

Aber die Sachen hatte ich über viele Jahre später noch

Christoph Brosius:

nachdenke. Ich weiß nicht, wie die das geht. Es sind nicht die

Christoph Brosius:

Momente, wo ich alleine im Sonnenuntergang auf Kreta okay,

Christoph Brosius:

da denke ich tatsächlich öfter drüber nach irgendwie saß und

Christoph Brosius:

irgendwie an diesem abgelegenen Strand was geschlürft habe und

Christoph Brosius:

dachte, wie toll mein Leben ist. Blablabla. Ja, das war auch toll,

Christoph Brosius:

aber die Momente, wo ich wirklich drüber nachdenke, sind

Christoph Brosius:

meistens die, wo es mich tief berührt und erfüllt hat, wenn

Christoph Brosius:

es anderen gut ging. Und ich merke schon richtig, wenn ich es

Christoph Brosius:

ausspreche, dass ich das Gefühl habe Oh, krass, das hört sich

Christoph Brosius:

bestimmt jetzt voll arrogant an, oder Das hört sich

Christoph Brosius:

selbstsüchtig an, oder oder selbstverliebt oder irgendwas.

Christoph Brosius:

Ja, ja, das ist okay. Es geht doch genau darum, das zuzulassen,

Christoph Brosius:

dass man anerkennt, dass das sein darf. in der

Christoph Brosius:

Selbstlosigkeit selber Lust zu empfinden. Und ich hatte da

Christoph Brosius:

andere Worte für. Aber da hat es genau so auch beschrieben.

Christoph Brosius:

Lass das doch mal zu, Freunde, lass das doch mal einfach sein,

Christoph Brosius:

das ihr die Hosen runter lasst und sagt ich mache das auch für

Christoph Brosius:

mich. Ich mache das, weil mir das Freude macht. Ich mache das,

Christoph Brosius:

weil mich das weiterbringt. Und ich abends besser einschlafen

Christoph Brosius:

kann, wenn ich nicht nur was für mich gemacht habe, sondern

Christoph Brosius:

für andere,

Georg Dahm:

ist das eine Haltung, die man lernen kann und

Georg Dahm:

regelmäßige Hörerinnen und Hörer dieses Podcasts werden

Georg Dahm:

jetzt ein Deja vu haben, weil das ist eine Frage, die

Georg Dahm:

Christoph eigentlich immer stellt. Ist das eine Haltung,

Georg Dahm:

die man lernen kann, oder muss man die mitbringen? Was würdest

Georg Dahm:

du sagen, mittlerweile

Christoph Brosius:

Also wenn ich zum Anfang unserer Podcast

Christoph Brosius:

Arbeit noch gezweifelt habe, ob man es lernen kann, was ich

Christoph Brosius:

glaube ich nicht wirklich habe, dann ist der Zweifel spätestens

Christoph Brosius:

jetzt weg. Ich bin der festen Überzeugung, jetzt ein paar

Christoph Brosius:

Jahre später, dass man das lernen kann und dass das was

Christoph Brosius:

damit zu tun hat, dass ich am Ende des Tages ganz einfache

Christoph Brosius:

Verhaltensweisen wiederholt ausführe, wiederholt ausführe

Christoph Brosius:

und dass mein Denken und deswegen meine grundlegende

Christoph Brosius:

Haltung und dann auch mich verändert. Und das ist und es

Christoph Brosius:

fällt mir selber schwer, bei körperliche Betätigung und dem

Christoph Brosius:

Antrainieren, dass Sport und körperliche Bewegung zu meinem

Christoph Brosius:

Leben gehört, genau das Gleiche, dass ich mit wenigen Schritten

Christoph Brosius:

am Tag, mit einer halben Stunde spazieren gehen, mit einer

Christoph Brosius:

Stunde laufen, mit zwei Stunden Sport. Das Ich muss es langsam

Christoph Brosius:

als Verhalten aufbauen und dann konstant in meinem Leben halten.

Christoph Brosius:

Jede Person kann genauso sich körperlicher Betätigung

Christoph Brosius:

hingeben und das zum Teil seines Lebens machen. Wie man diese

Christoph Brosius:

Haltung und diese dienende Haltung zum Teil des eigenen

Christoph Brosius:

Lebens machen kann, bin ich da ganz festen Überzeugung von.

Christoph Brosius:

Die Frage ist will ich das? Ist das in meinem Interesse? Und die

Christoph Brosius:

Chance, das Menschen Lust darauf bekommen, steigt, wenn sie

Christoph Brosius:

selber die Gnade hatten? Interessant auch, dass das Wort

Christoph Brosius:

Gnade mir jetzt schon wieder sagen, dass das sie aber das

Christoph Brosius:

Aber das ist das aber auch angemessen das Wort, dass Sie

Christoph Brosius:

die Gnade hatten zu erleben, was passiert, wenn jemand anders das

Christoph Brosius:

für mich tut, Uneigennützig, uneingeladen, freiwillig, mir

Christoph Brosius:

einfach was schenkt, einfach mal gut für mich ist und vielleicht

Christoph Brosius:

sogar nicht nur einmal, sondern wiederholt, weil es dann

Christoph Brosius:

vielleicht erst auf die Idee zu kommen, dass es selber auch

Christoph Brosius:

möchte. Und das wäre toll. Deswegen mache ich das Beispiel

Christoph Brosius:

schon so, dass wir schon mal jemanden erwischt haben, die

Christoph Brosius:

schon so an der Grenze war, vielleicht was machen zu wollen,

Christoph Brosius:

sich jetzt bei der Feuerwehr angemeldet hat. Wer weiß, wen

Christoph Brosius:

wir noch inspiriert haben.

Christoph Brosius:

Wiederholung auch mit jeder neuen Episode, mit jedem neuen

Christoph Brosius:

Gespräch. Hoffentlich macht genau das immer wieder ins

Christoph Brosius:

Gedächtnis zu rufen. Ach ja, so könnte man das auch, so kann

Christoph Brosius:

man es auch machen. Das ist auch ein Weg, wie man dahin kommen

Christoph Brosius:

kann, dass auch ein Winkel, das auch ein Aspekt. Und welcher

Christoph Brosius:

davon am Ende Leute, später mal so ein Tipp, dass sie ins

Christoph Brosius:

Handeln oder mal wieder oder wiederholt ins Handeln kommt,

Christoph Brosius:

das wissen wir ja gar nicht. Wir können ja nur so ein mini

Christoph Brosius:

Beitrag dazu leisten. Bestenfalls. Abgesehen davon,

Christoph Brosius:

dass jetzt wir wieder bei Egoismus, dass wir Spaß haben

Christoph Brosius:

im Prozess. Also ich weiß wir auch ganz oft schon Gespräche

Christoph Brosius:

hatten, was wir schon dafür mitgenommen haben aus den

Christoph Brosius:

Gesprächen, aus den Stunden, den wir auch mit dem, was wir

Christoph Brosius:

immer sagen, mit dem Schnitt verbringen. Also wie viel, wie

Christoph Brosius:

viele Stunden ich bestimmte Gespräche meinem Leben jetzt

Christoph Brosius:

hier schon gehört habe. Ich finde das für mich selber ganz,

Christoph Brosius:

ganz tief bereichernd, dass da Menschen sind, die uns ihre Wir

Christoph Brosius:

bezahlen unsere Gäste ja nicht in ihre Zeit geschenkt haben und

Christoph Brosius:

ihre Gedanken und ihre Gefühle geschenkt haben, ihre

Christoph Brosius:

Erfahrungsräume aufgemacht haben. Und deswegen ist

Christoph Brosius:

eigentlich das der Podcast für mich. Auch meine eigene bezahlte

Christoph Brosius:

Fort und Weiterbildung. Das ist, das ist mein regelmäßiges

Christoph Brosius:

einmal im Monat in mich gehen und wieder neu drüber

Christoph Brosius:

nachdenken. Und ich merke, das hilft mir mir genauso wie es mir

Christoph Brosius:

hilft, in der Haltung zu bleiben und sie zu vertiefen. Hoffe ich

Christoph Brosius:

glaube, ich kann jeder, der das möchte, sich anderen Menschen

Christoph Brosius:

noch mehr zuwenden, als er das vielleicht eh schon jetzt macht.

Georg Dahm:

Könntest du denn aus dem, was du bisher gelesen

Georg Dahm:

gelernt hast, über über Servant Leadership so was

Georg Dahm:

ableiten wie ein Übungsprogramm? Also du hast vorhin schon

Georg Dahm:

angesprochen, das Thema Journalisten oder speziell jetzt

Georg Dahm:

zum Beispiel das Thema Dankbarkeit, Tagebücher, wo

Georg Dahm:

klar und erwiesen ist, wenn man das regelmäßig macht, eben

Georg Dahm:

genau diese Routine aufbaut, von der du sprichst, dass das

Georg Dahm:

wirklich dauerhaft positive Folgen für das eigene

Georg Dahm:

Wohlbefinden hat. Also gibt es analog zu Übungen wie

Georg Dahm:

Dankbarkeit, Tagebuch, Führung, Übung, in denen man diese

Georg Dahm:

Haltung, üben, kultivieren und auch spüren kann, wie gut einem

Georg Dahm:

das tut.

Christoph Brosius:

Also die kurze Antwort ist Ja, und jetzt

Christoph Brosius:

könnten wir entweder vielleicht mache ich das auch

Georg Dahm:

Jetzt kommt der Teil, wo wir anfangen, den Kurs zu

Georg Dahm:

verkaufen.

Christoph Brosius:

ja genau selber so ein Kurs zu entwickeln.

Christoph Brosius:

Oder Ich habe mit Freunden neulich darüber gesprochen, die

Christoph Brosius:

den Podcast auch scheinbar, was mich erfreut, wirklich gern

Christoph Brosius:

hören und die sagen es gibt so rote Fäden, die sich

Christoph Brosius:

durchziehen. Und eigentlich könnte man aus den Gesprächen,

Christoph Brosius:

die wenn man es destilliert, dass das ganz toll zusammen

Christoph Brosius:

tragen, was in Summe Self Leadership eigentlich ausmacht.

Christoph Brosius:

Und ich versuche ja auch bei jedem Gast am Ende einer jeden

Christoph Brosius:

Folge immer so eine so eine innere Frage zu formulieren.

Christoph Brosius:

Wenn man die oder auch die anderen Themen, die in jeder

Christoph Brosius:

Folge mitschwingen, einfach mal so zusammentragen würde. Also

Christoph Brosius:

absolut, könnten wir da selber was schreiben? Check. Es gibt es

Christoph Brosius:

aber auch schon. Also es gibt schon beim habe ich vorhin

Christoph Brosius:

erwähnt beim Servant Leadership Institute, Checklisten und

Christoph Brosius:

Bücher und Erinnerungs Karten und ein paar Wochen lange

Christoph Brosius:

dauernde Ausbildungsprogramm Programme, wo ich genau das

Christoph Brosius:

machen kann. Also es hat englischsprachig es nicht

Christoph Brosius:

übersetzt. Vielleicht müssen wir das auch lizensieren und

Christoph Brosius:

müssten das einfach nach Deutschland bringen. War auch

Christoph Brosius:

eine Idee. Vielleicht gibt es halt kleinere Varianten davon.

Christoph Brosius:

Also eine kleinere Variante davon könnte auch sein, Einfach

Christoph Brosius:

mal zuhören und das kann jetzt jemand sein, der in der

Christoph Brosius:

Gesellschaft so wird. Am Rand steht, dass niemand mehr zuhört.

Christoph Brosius:

Das kann aber auch einfach sein, dass es jemand ist, mit dem ich

Christoph Brosius:

ständig rede. Aber ich rede mal rein und das ist aggressiv. Das

Christoph Brosius:

kommt in allen möglichen Texten vor. Also die Übung lautet Lass

Christoph Brosius:

den Mann stundenlang. Das ist schon krass. Eine halbe was

Christoph Brosius:

erzählen. Aber nix sagen, nicht antworten und. Also ich höre ja

Christoph Brosius:

gerne zu. Ich glaube auch nicht so schlecht. Das ist schwer,

Christoph Brosius:

weil dann der Kopf fängt an so zu rasen oder die ganze Zeit so,

Christoph Brosius:

aber dazu würde ich das sagen. Oh, da fällt mir das ein. W war

Christoph Brosius:

das denn für ein Müll, so dass jetzt die ganze Zeit irgendwas

Christoph Brosius:

sagen, aber dann einfach nur dem Gegenüber die Chance zu geben,

Christoph Brosius:

nur abzuladen. Eine krasse Übung in Achtsamkeit, in

Christoph Brosius:

Nächstenliebe, in Aufmerksamkeit, in Respekt. Ich

Christoph Brosius:

glaube aus diesem Gespräch, nämlich mit Das will ich mal

Christoph Brosius:

versuchen. Ich werde mir jetzt einen Menschen suchen, dann

Christoph Brosius:

werde ich dieses Experiment wagen. Darf ich immer eine

Christoph Brosius:

Stunde nicht lang? Ich darf dir mal 30 Minuten lang nur zuhören

Christoph Brosius:

Das finde ich gut. Ich bin. Ich will mich das machen kann.

Georg Dahm:

Vielleicht können wir daraus irgendwie ein Aktion

Georg Dahm:

machen, ei Preisausschreiben gewinnen Sie eine halbe Stunde

Georg Dahm:

zu hören mit Christoph Brosius.

Christoph Brosius:

Und das, das ist ein Versprechen, dass das

Christoph Brosius:

können Wir. Das können wir senden,

Georg Dahm:

finde Podcast Bewertung Liebe Zuhörerinnen

Georg Dahm:

und Zuhörer, dieses Podcast ist, wenn ihr eine halbe Stunde

Georg Dahm:

zuhören mit Christoph bekommen wollt, lasst uns eine fünf

Georg Dahm:

Sterne Bewertung da

Christoph Brosius:

lasst uns das nicht machen. Ich möchte das

Christoph Brosius:

gerne bedingungslos schenken. Ich will keine Gegenleistung.

Christoph Brosius:

Das ist der ganze Witz. Der ganze Witz ist Ich möchte das

Christoph Brosius:

bedingungslos schenken. Das tut mir echt leid für den Podcast

Christoph Brosius:

Imperium und so,

Georg Dahm:

So wird das nichts mit den Matratzen,

Christoph Brosius:

Ja,

Georg Dahm:

die

Christoph Brosius:

ich weiß, ich weiß irgendwie. Die

Christoph Brosius:

Werbewirtschaft wird diesen Podcast noch lange meiden, aber

Christoph Brosius:

so ist das halt. Also vielleicht müssen wir das anders machen.

Christoph Brosius:

Es geht aber auch noch kleiner. Ich bin ein wahnsinnig großer

Christoph Brosius:

Fan von Random Acts of keines random acts of, keines. Und das,

Christoph Brosius:

was diese Bewegung ist ein ganz toller Mann ist auch ein tolles

Christoph Brosius:

Buch da, tolle Vorträge. Was der propagiert ist eigentlich

Christoph Brosius:

ganz simpel. Such dir doch vielleicht mal eine Sache aus,

Christoph Brosius:

suche eine Sache raus, wo du das Gefühl hast, wenn ich die mache,

Christoph Brosius:

kann ich anderen Leuten was Gutes tun. Aber macht die eine

Christoph Brosius:

Sache, Dann habe ich jetzt jedes Mal, jeden Tag und da hat er

Christoph Brosius:

Beispiele von da ist der Schüler, wo man so denkt, was

Christoph Brosius:

soll ein Schüler, da sich das der Schüler, der sich an die

Christoph Brosius:

Eingangstür stellt und jeden Tag morgens als erster da ist

Christoph Brosius:

und allen Schülern die Tür aufmacht, ist eine hoch

Christoph Brosius:

respektierte Person, Weil es ja die Frage ist, welche Haltung

Christoph Brosius:

ich das mache, ob ich mich scheiße dabei fühle oder ob

Christoph Brosius:

ich alle anlächeln. Also Funfact deswegen hat das auch so

Christoph Brosius:

mit mir resoniert. Zum Abiball ich war damals Jahrgangsstufen,

Christoph Brosius:

Sprecher habe ich mir einen Frack geliehen und einen

Christoph Brosius:

Zylinder und weiße Handschuhe an, habe jeder Person die

Christoph Brosius:

reingekommen ist, jeder Person die reingekommen ist die Hand

Christoph Brosius:

gegeben. Der Handschuh war in der nicht mehr weiß, aber alle

Christoph Brosius:

Gesichter haben gelächelt Na klar hatte das was Albernes

Christoph Brosius:

irgendwie. Das war drüber, das war irgendwie weird. Und

Christoph Brosius:

trotzdem muss ich jetzt mir vorstellen, ich hätte so was

Christoph Brosius:

wie das jeden Tag gemacht. Es gibt Schulklassen, gerade mit

Christoph Brosius:

Grundschülern, wo, wenn die reinkommen können, das Kind

Christoph Brosius:

sich aussuchen, möglichst high five geben möchte, so umarmen

Christoph Brosius:

oder es einfach nur einmal kurz die Hand schütteln und dann und

Christoph Brosius:

dann reingehen. Dieses den Menschen sehen, den Menschen

Christoph Brosius:

wahrnehmen, wenn der an mir vorbei zieht. Das hat, das hat

Christoph Brosius:

einen ganz krassen Effekt und das kannst du überall machen.

Christoph Brosius:

War nur ein Beispiel. Was ist die eine kleine Sache, die ich

Christoph Brosius:

machen kann? Beispiel Ich habe häufig so einen Versuch von Ich

Christoph Brosius:

versuche wirklich Kassiererin, denn Menschen an Kassen als

Christoph Brosius:

Mensch zu sehen und nicht nur als Humankapital, das da

Christoph Brosius:

irgendwie Geld einsammelt und Objekte übrigens genau sieht,

Christoph Brosius:

was ich fünf Kassen weiter auch selber machen könnte, sondern

Christoph Brosius:

ich versuche den Menschen zu sehen. Gelingt Mir nicht immer,

Christoph Brosius:

finde ich wirklich. Finde ich richtig schwer, finde ich. Aber

Christoph Brosius:

eigentlich eine tolle Sache und manchmal komplementär ich das

Christoph Brosius:

Puffer. Manchmal sage ich nur ich, das war aber vielen Dank.

Christoph Brosius:

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag. Oder Ich war

Christoph Brosius:

gerade am Wochenende auf einer Messe, sondern kann regional

Christoph Brosius:

schau. Heißt das bei uns, wo so alle möglichen wirtschaftlichen

Christoph Brosius:

und nicht wirtschaftlichen Verbände ausstellen. So auch

Christoph Brosius:

ein kleiner Video Graph, der ein viel zu großen Stand gemietet

Christoph Brosius:

hatte. Für sein Ein Mann Unternehmen und links und rechts

Christoph Brosius:

waren alle beschäftigt mit Vorwerk Staubsaugervertreter

Christoph Brosius:

anzureden oder mit dem Roten Kreuz. Und er stand da auf

Christoph Brosius:

dieser Regional schau so ein bisschen alleine in seinem

Christoph Brosius:

großen Stand. Dabei konnte man sehr gut erkennen, dass es ein

Christoph Brosius:

Stand war, weil sein Bild nämlich in drei mal drei Metern

Christoph Brosius:

hinter ihm hing. Und dann bin ich weggegangen und habe gedacht

Christoph Brosius:

Nee, du bist es heute und bin zurückgegangen.

Georg Dahm:

Du, du musst heute meine Liebe erdulden.

Christoph Brosius:

Und habe mir hab gebeten, ob ich eine Karte

Christoph Brosius:

mitnehmen darf, weil ich eh auch ernsthaft, wirklich vielleicht

Christoph Brosius:

mit ihm arbeiten möchte und hab gesagt das ist übrigens eine

Christoph Brosius:

wirklich schöner Stand, den du ja hast. Du hättest er angucken

Christoph Brosius:

müssen, wie der wieder plötzlich gelächelt hat. Der

Christoph Brosius:

stand davor total verloren. Und das also in meinem, meiner

Christoph Brosius:

Vorstellung hat dieser Satz Mann mindestens die nächste Stunde

Christoph Brosius:

gerettet oder so, weil er gesehen wurde, weil er, weil er

Christoph Brosius:

anerkannt wurde. Und es war so es war wirklich ein schöner

Christoph Brosius:

Stein, was ist das eine Ding, was man pro Tag machen kann, um

Christoph Brosius:

in Resonanz treten mit seiner Umwelt kann jeder für sich

Christoph Brosius:

selber entwickeln und vielleicht muss es nicht mal so

Christoph Brosius:

festgeschrieben sein. Wenn nur allein das schon so wäre. Muss

Christoph Brosius:

ja nicht mal nur auf der Arbeit sein, nicht nur zu, nicht im

Christoph Brosius:

Supermarkt, nicht nur auf der Messe, wo wir gerade waren. Egal.

Christoph Brosius:

Stell dir mal vor, wie wir, wie wir, wie wir als Gesellschaft so

Christoph Brosius:

werden. Wenn. Wenn das wäre das wenn das der Grund Filter wäre,

Christoph Brosius:

mit dem wir durch den Tag. Wo kann ich heute, wo ist der

Christoph Brosius:

Moment sein, wo ich heute besonders aufmerksam mit meiner

Christoph Brosius:

Umwelt sein kann, mit toll

Georg Dahm:

Und ich glaube, vielen rollen sich dann erst mal

Georg Dahm:

die Fußnägel auf bei dem Gedanken und gerade dann eben

Georg Dahm:

auch noch bei dem bei dem weiterführenden Gedanken. Ich

Georg Dahm:

gehe raus mit dem Gefühl, dass ich ihn bestimmt seinen ganzen

Georg Dahm:

Tag gerettet habe. Ich glaube, auf viele Leute wirkt es ja noch

Georg Dahm:

erst mal so ein bisschen so befremdlich, wie du vorhin

Georg Dahm:

gesagt hat. Es ach, du machst das ja nur weiß, was sie selber

Georg Dahm:

auch gut tut.

Christoph Brosius:

Ich aber das hat mich mit der ganzen

Christoph Brosius:

Beschäftigung mit Greenleaf total erleichtert, von Greenleaf

Christoph Brosius:

gelernt zu haben, dass das sein darf und dass ich diesen

Christoph Brosius:

Egoismus nicht verstecken muss. Ich muss mich nicht schlecht

Christoph Brosius:

dafür fühlen, dass was Gutes für andere tun, mich gut

Christoph Brosius:

fühlen lässt bitte alle, die Geld spenden wollen und so durch

Christoph Brosius:

so ein Ablassbriefe sich gut fühlen. Bitte, wie mache ich es?

Christoph Brosius:

Kann ja jeder machen, ist ja okay, ist ja, das ist auch

Christoph Brosius:

wichtig Dinge, Die Gesellschaft braucht auch diese Ressourcen,

Christoph Brosius:

aber es braucht nicht das Geld und den Ablassbriefe damit so

Christoph Brosius:

ein gutes Gefühl entsteht. Und das kann ich mir auch so abholen.

Christoph Brosius:

Und das darf ich und das mache ich und ich scheiß ich mir gar

Christoph Brosius:

nichts, kann ich auch hier der ganzen Welt erzählen, weil ich

Christoph Brosius:

gar nicht weiß, ob ich es genauso gerne gemacht hätte,

Christoph Brosius:

wenn ich nicht wüsste, dass es mich auch freut und auch zu also

Christoph Brosius:

auch zu spüren, dass es mich freut, weil ich glaube, am Ende

Christoph Brosius:

leben wir über positive Verstärkung. Also wir machen

Christoph Brosius:

was, was ich für uns gut erfüllt und wenn sie es für

Christoph Brosius:

uns gute führt, machen wir da mehr von. Na klar fühlt sich

Christoph Brosius:

das gut an, wenn ich was Schönes mache. Für immer.

Georg Dahm:

das ist sehr interessant. Das spielt auch

Georg Dahm:

eine große Rolle. Ja, in buddhistischen Meditations

Georg Dahm:

Tradition. Es gibt diese, diese Metta Meditation, die Lawinen,

Georg Dahm:

heilendes Meditation, wo es wirklich darum geht, eine, eine

Georg Dahm:

liebende, Gutes wünschen, eine Haltung gegenüber zu entwickeln,

Georg Dahm:

ganz klar. Aber eben auch mit der mit dem Hintergedanken

Georg Dahm:

Anführungszeichen, dass es einem selber dadurch besser geht,

Georg Dahm:

dass man der eigenen Seele etwas Gutes tut, indem man anderen

Georg Dahm:

Gutes wünscht man übt die, die Liebe und die Zuneigung anderen

Georg Dahm:

gegenüber. Um sich selber auch Liebe und Zuneigung geben zu

Georg Dahm:

können.

Christoph Brosius:

ist eine tolle Brücke. Zu den Sachen, di

Christoph Brosius:

mich wirklich begeistern würden als nächste Staffeln. Wie gehen

Christoph Brosius:

Glaubensgemeinschaften auf der ganzen Welt, wie gehen

Christoph Brosius:

Glaubensrichtungen, wie gehen Religionen mit dem Dienen um, um

Christoph Brosius:

eben dem Rechnung zu tragen, dass ja scheinbar der Kern was

Christoph Brosius:

helfen die deshalb uns automatisch dahin geführt, dass

Christoph Brosius:

es irgendwie wieder Religions Wurzeln hatte? Wo wo die

Christoph Brosius:

Gedanken hergekommen sind und dass alle großen Beispiele für

Christoph Brosius:

die tollen dienenden Personen spätestens bei Jesus dann

Christoph Brosius:

sowieso immer enden vor 2000 Jahren also warum dann nicht

Christoph Brosius:

gleich mal unter anderem nicht nur im Christentum, bei

Christoph Brosius:

Buddhismus, im Islam überall mal nachzugucken, wie, wie

Christoph Brosius:

definiert denn da die jeweils Heilige Schrift dienen? Wie wird

Christoph Brosius:

das gelebt in der Praxis? Was sind die Praktiken da wahnsinnig

Christoph Brosius:

Lust drauf zu sprechen, weil ich würde auch wahnsinnig gerne

Christoph Brosius:

oder ich guck mir mal was du noch mal tiefer in dieses Urbild

Christoph Brosius:

reingucken. selber hat beim Leo in Hesses Morgenland das Motiv

Christoph Brosius:

des Dieners ja von Anfang an mit drin gehabt. Egal mit wem ich

Christoph Brosius:

spreche, Dienen ist dann immer sofort bei Butler und bei

Christoph Brosius:

Downton Abbey und bei bei Batmans Butler und so,

Christoph Brosius:

vielleicht muss ich das selber mal erleben. Vielleicht muss ich

Christoph Brosius:

selber mal eine Butler Ausbildung machen an der Butler

Christoph Brosius:

Schule und dann einfach mal gucken ob meine These stimmt,

Christoph Brosius:

dass Butler Schulen gar nicht Butler ausbilden, sondern

Christoph Brosius:

eigentlich bilden die Haltung aus eigentlich eine Haltung

Christoph Brosius:

Schule erst lernen kann. Dem würde ich gerne auf den Grund

Christoph Brosius:

gehen oder historisches dienen fänd ich auch super. Also weil

Christoph Brosius:

offensichtlich sprechen wir über 50 Jahre alte Theorien

Christoph Brosius:

hier, gerade. Green, Greenleaf Greenleaf die schon lange tot

Christoph Brosius:

leider. Aber es gibt so viele Beispiele von. Menschen, die

Christoph Brosius:

noch älter sind, die in der Historie die Zeiten überdauert

Christoph Brosius:

haben, weil deren dienende Haltung so außergewöhnlich war

Christoph Brosius:

und das ja Jesus, Mutter Theresa, Mahatma Gandhi, Martin Luther

Christoph Brosius:

King, die so sehr sich in den Dienst einer Sache und von

Christoph Brosius:

anderen Menschen insbesondere gestellt haben, dass ich das

Christoph Brosius:

noch mal gern ein bisschen genauer mir vergleichend

Christoph Brosius:

angucken würde. Was ist denn da der rote Faden, der sich durch

Christoph Brosius:

das historische Dienen zieht? Wie, wie, wie, wie hat sich das

Christoph Brosius:

entwickelt? Vielleicht auch ich habe sogar eine Forscherin

Christoph Brosius:

gefunden in unserer Recherche Datenbank mal drin steht, die

Christoph Brosius:

auch sprachlich dem Begriff des Dienens nachgegangen ist, würde

Christoph Brosius:

ich auch gerne wissenschaftlich angucken. Also ich könnte, ich

Christoph Brosius:

könnte mit dem dienen da, da könnte ich ja noch richtig viel

Christoph Brosius:

Zeit verbringen.

Georg Dahm:

schauen wir mal, was so Staffel 2 bis 27 dann so

Georg Dahm:

bringen.

Christoph Brosius:

Weiß irgendwas. Die nächste Folge

Christoph Brosius:

ist

Georg Dahm:

äh, der Bürgermeister

Christoph Brosius:

der Bürgermeister, das war der

Christoph Brosius:

jüngste Bürgermeister Deutschlands. Da kann man sich

Christoph Brosius:

drauf freuen. Marian Schreier Ganz richtig klasse.

Georg Dahm:

Wir sind gespannt. Danke fürs Zuhören und bis zum

Georg Dahm:

nächsten Mal.

Christoph Brosius:

Bleib gesund, Bis bald.