Artwork for podcast Das Schwere leicht gesagt
Trauer am Arbeitsplatz - Suizid und Unternehmensreaktion
Episode 12030th March 2026 • Das Schwere leicht gesagt • Stefan Hund
00:00:00 00:33:35

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Shownotes

Suizid - und wie reagiert der Arbeitgeber?

Romina Ericksen im Trauermanager-Podcast bei Stefan Hund

Ihr Ehemann und Vater ihrer gemeinsamen Kinder ist diesen letzten Weg gegangen. Der Fokus in diesem Gespräch liegt auf der Reaktion der Unternehmen, für die sie und ihr Mann arbeiteten. Der Unterschied könnte kaum krasser sein. Er spiegelt die Reaktion von Unternehmen, die auch für eine Trauersituation am Arbeitsplatz Vorbereitung getroffen haben. Er spiegelt aber auch die Reaktion von Mitarbeitern. Wer nicht vorbereitet ist, riskiert Kündigungen.

Kontakt: https://www.linkedin.com/in/romina-ericksen/

Herzlichen Dank für das Gespräch

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Wir sind das

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Impressum

Mentioned in this episode:

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Transcripts

Speaker:

Suizid, ein Thema auch für Unternehmen,

Speaker:

auch und gerade immer mehr zu Beginn des 21.

Speaker:

Jahrhunderts. Darüber

Speaker:

möchte ich heute mit einer Fachfrau sprechen,

Speaker:

die, ja, ihr werdet es selbst gleich hören, einerseits

Speaker:

miterlebt hat und andererseits Unternehmen zu diesem Thema

Speaker:

berät. Seid gespannt.

Speaker:

Liebe Hörerinnen und Hörer, herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Das

Speaker:

Schwere leicht gesagt. Heute geht es um das

Speaker:

Thema Suizid und wie gehe ich damit im Unternehmen um?

Speaker:

Was heißt das für mein Unternehmen? Und ich begrüße euch

Speaker:

ganz herzlich und ich begrüße dich ganz herzlich,

Speaker:

Romina Eriksen. Hallo, schön,

Speaker:

dass du mich eingeladen hast. Hallo, danke.

Speaker:

Es ist kein leichtes Thema. Das Thema

Speaker:

sucht man sich nicht, sondern man wird von diesem Thema, ich

Speaker:

sag mal, gefunden. Wie war das bei dir? Wie bist du

Speaker:

zu diesem Thema gekommen? Genau, also

Speaker:

ja, erstmal schönen Dank für die Einladung. Danke, dass ich hier sein

Speaker:

darf und auch über dieses einerseits sehr traurige,

Speaker:

aber auch sehr, sehr wichtige Thema sprechen darf mit dir.

Speaker:

Ich Ich spreche heute aus einer Doppelperspektive tatsächlich,

Speaker:

weil ich selbst Hinterbliebene bin eines Suizids. Mein

Speaker:

Mann hat den Weg vor 2 Jahren selbst gewählt

Speaker:

und bin mittlerweile oder habe

Speaker:

danach herzwärts gegründet,

Speaker:

weil ich gemerkt habe, was ein großes

Speaker:

Tabuthema Suizid doch ist und wie

Speaker:

viel Sprachlosigkeit danach entsteht. Nicht nur bei

Speaker:

Hinterbliebenen, sondern auch bei

Speaker:

Unternehmen und Organisationen jeglicher Art,

Speaker:

die mit solchen Schicksalsschlägen

Speaker:

konfrontiert werden?

Speaker:

Hast du eine Ahnung, was könnte das sein? Also

Speaker:

was ich so beobachte, ich beschäftige mich ja

Speaker:

nun schon länger, auch damals als Gemeinde- und Klinikpfarrer mit dem Thema.

Speaker:

Manchmal habe ich so den Eindruck, Menschen beschäftigen sich deshalb nicht mit

Speaker:

dem Thema, weil es ihnen zu nahe ist, weil sie möglicherweise selbst

Speaker:

betroffen sein könnten oder jemand im Umfeld haben. Wie siehst du das?

Speaker:

Richtig, genau. Also selbst aus meiner Hinterbliebenenperspektive,

Speaker:

man ist am Anfang geschockt, man ist sprachlos,

Speaker:

einem fehlen tatsächlich die Worte. Das

Speaker:

Gehirn kann das Erfahrene, das Erlebte, diesen

Speaker:

Moment überhaupt nicht richtig einordnen.

Speaker:

Man weiß, was passiert ist, man hat es gegebenenfalls sogar selbst

Speaker:

gesehen, aber es kommt einfach nicht an. Und da

Speaker:

entsteht eine ganz, ganz große Sprachlosigkeit. Und man ist

Speaker:

natürlich auch immer so ein bisschen, man weiß, es ist ein

Speaker:

Tabuthema, man möchte nichts Falsches sagen, auch im Hinblick

Speaker:

auf die Hinterbliebenen, auf den Menschen

Speaker:

vielleicht, der jemanden direkt verloren hat. Man möchte

Speaker:

nichts falsch machen. Und ich denke, aus aus diesem Gedanken, aus

Speaker:

dieser Angst, die viele Menschen dann natürlich auch verspüren,

Speaker:

wird einfach lieber nichts gesagt und das Ganze so ein

Speaker:

bisschen totgeschwiegen, weil dann kann man natürlich auch nichts

Speaker:

falsch machen. Aber für mich ist es immer ganz klar zu sagen,

Speaker:

Schweigen ist eigentlich so das Schlimmste, was man da tatsächlich machen kann.

Speaker:

Du hast gerade eben gesagt, nach dem Motto, nichts machen, da kann man nichts

Speaker:

falsch machen. Das sehe ich ein bisschen anders. Ich

Speaker:

denke, du hast es auch ein bisschen anders erlebt, von was ich von unserem Vorgespräch

Speaker:

weiß. Wie können so Reaktionen bei Unternehmen

Speaker:

aussehen? Kannst du da mal so zwei Beispiele nennen? Vielleicht so gerade

Speaker:

auch gegensätzliche Beispiele? Genau, also

Speaker:

aus meiner Erfahrung der Hinterbliebenen habe ich natürlich ganz klar

Speaker:

nach dem Suizid meines Mannes einmal zwei Perspektiven

Speaker:

erleben dürfen. Da ging es dann um das Unternehmen meines

Speaker:

verstorbenen Mannes. Und auf der anderen Seite

Speaker:

das Unternehmen, wo ich damals noch angestellt gewesen bin,

Speaker:

im direkten Vergleich. Und

Speaker:

seitens des Unternehmens meines Mannes wurde

Speaker:

meiner Seite, meiner Sicht, sage ich mal, schon relativ

Speaker:

gut und professionell reagiert. Das heißt, die

Speaker:

oberste Führungsebene hat sich relativ zeitnah

Speaker:

persönlich bei mir gemeldet und hat natürlich

Speaker:

das Beileid bekundet. Wollte wissen, wie es mir

Speaker:

geht, wie es den Kindern geht, ob alles in Ordnung ist, ob sie

Speaker:

irgendetwas tun können, um uns zu unterstützen.

Speaker:

Mitarbeitende wurden direkt aufgefangen, ja, da geht es dann

Speaker:

primär auch nicht um die gesamten Mitarbeiter

Speaker:

des Unternehmens, sondern im Kern erstmal das direkte

Speaker:

Team, das mit meinem Mann zusammengearbeitet hat.

Speaker:

Da war es so, die wurden direkt aufgefangen, es wurde

Speaker:

klar kommuniziert, dass es sich um einen Suizid

Speaker:

behandelt hat, aber auch im Hinblick darauf, dass

Speaker:

natürlich ganz schnell Gerüchte entstanden sind. Es wurde

Speaker:

ja spekuliert, was kann denn da jetzt passiert sein, gerade in dem

Speaker:

Alter. Mein Mann war 42, da

Speaker:

ist es ja meistens entweder eine kurze, schnelle Krankheit,

Speaker:

eine schwere, oder es ist ein Unfall, oder es ist halt

Speaker:

Suizid. Und um da natürlich den ganzen Spekulationen

Speaker:

und den Gerüchten so ein bisschen, die so ein bisschen abzufedern und

Speaker:

abzudämpfen, hat man natürlich im kleinen Team

Speaker:

kommuniziert. Im großen Rahmen, was die gesamte Firma

Speaker:

angeht, hat man natürlich auch per Aushang das Ganze

Speaker:

bekannt gemacht, aber als Todesfall deklariert.

Speaker:

Na, das ist auch vollkommen in Ordnung. Es wurden

Speaker:

Gesprächsangebote organisiert für die Mitarbeitenden,

Speaker:

Verantwortung wurde in dem Fall sichtbar übernommen, und

Speaker:

ja, ich Sichtbarkeit schafft einfach auch für die Mitarbeitenden in so einem

Speaker:

Fall Orientierung. Also kann ich nur

Speaker:

sagen, so einen Arbeitgeber kann man sich wirklich

Speaker:

suchen. Das ist die absolute Ausnahme.

Speaker:

Ja, denn andere schweigen es tot.

Speaker:

Und da muss man natürlich auch immer mit bedenken, es gibt außenrum die

Speaker:

Kolleginnen und Kollegen, die das natürlich auch beobachten.

Speaker:

Und es

Speaker:

hat Auswirkungen. Und dann fragt sich natürlich jeder,

Speaker:

das muss ja nicht gerade Suizid sein, aber wie ginge jetzt mein

Speaker:

Unternehmen oder meine Führungskraft damit um, wenn ich heute

Speaker:

nicht mehr da wäre? Und wenn da mal auch nur noch

Speaker:

Schweigen ist oder noch Schlimmeres.

Speaker:

Wobei, was ist an dem Moment schlimmer als nur zu schweigen?

Speaker:

Nicht da an dieser Stelle so mit mir umgegangen haben. Ja,

Speaker:

richtig. Und genau das habe ich natürlich dann auf der anderen Seite

Speaker:

mit dem Unternehmen erlebt, leider, für das ich

Speaker:

gearbeitet habe. Wohlgemerkt war mein Mann

Speaker:

vor einigen Jahren selber in diesem Unternehmen tätig,

Speaker:

hatte dann gewechselt, und meines

Speaker:

Unternehmensseite hat es nicht für nötig gehalten, sich

Speaker:

bei mir zu melden. Es wurde nicht nach den

Speaker:

Kindern gefragt, gefragt, es wurde keine Hilfestellung angeboten, es

Speaker:

gab keine Beileidsbeurkundung, es

Speaker:

gab ja keine Kontaktaufnahme. Und selbst

Speaker:

nach direkter Ansprache meinerseits, also ich

Speaker:

habe dann irgendwann gesagt, ich muss das jetzt einfach mal ansprechen,

Speaker:

habe das auch getan, und selbst dann blieb es beim

Speaker:

Schweigen. Und Schweigen ist einfach kein

Speaker:

neutraler Zustand. Wie in der Partnerschaft, dann ist die

Speaker:

Beziehung beendet. Punkt. Genau, und den Schritt bin ich dann

Speaker:

auch gegangen. Daraufhin folgte dann meine Kündigung

Speaker:

tatsächlich, weil es für mich ein ganz, ganz großer

Speaker:

Vertrauensbruch auch gewesen ist. Und wo du gerade

Speaker:

noch gesagt hast, es wirkt ja auch nach in einem Unternehmen,

Speaker:

ich weiß, dass im Nachgang selbst noch ein oder zwei

Speaker:

Mitarbeitende gegangen sind. Tatsächlich,

Speaker:

ja. Nicht nur das, das, was ich auch

Speaker:

weiß, selbst wenn die beteiligten

Speaker:

Mitarbeiter schon das Unternehmen verlassen haben, sprich

Speaker:

5 Jahre, vielleicht auch 10 Jahre danach, es

Speaker:

ist Teil der DNA, wie das Unternehmen mit der Situation damals

Speaker:

umgegangen ist. Und selbst wenn keiner mehr aktiv dabei

Speaker:

ist, es wissen doch noch alle. Zumindest unterstelle

Speaker:

ich.

Speaker:

Ja. Wenn das Ereignis

Speaker:

nun außerhalb der Organisation geschieht, ja, das war

Speaker:

ja nun kein Suizid innerhalb

Speaker:

der Firma, ja, wie gesagt, auch das gibt es,

Speaker:

dann hat es ja Auswirkungen auf das Team,

Speaker:

auf die Leistungsfähigkeit. Und auf das Vertrauen.

Speaker:

Wie siehst du das an dieser Stelle?

Speaker:

Genau, also grundsätzlich erstmal: Sprachlosigkeit

Speaker:

ist am Anfang absolut verständlich, ja. Sie darf halt einfach

Speaker:

nicht zum Dauerzustand werden. Und schon wenige

Speaker:

ehrliche Worte wie: Ich weiß gerade nicht die richtigen Worte,

Speaker:

aber ich sehe dich, können natürlich auch viel mehr Halt geben

Speaker:

als ein perfektes Schweigen. Ja, und es geht da auch nicht

Speaker:

um psychologische Fachkenntnisse, sondern um Haltung, Klarheit

Speaker:

und einfach menschliche Präsenz.

Speaker:

Ja, also manch einer, den wir

Speaker:

kennenlernen durften, meinte dann,

Speaker:

ich sag mal mit gewissen

Speaker:

psychologischen Ohren, denen jetzt nahezutreten zu wollen,

Speaker:

diese Situation retten zu können. Aber das sind

Speaker:

meistens Menschen, die dann ein halbes Jahr später selbst in Richtung

Speaker:

Burnout tendieren. Und es

Speaker:

gibt im, aus dem

Speaker:

Oktober oder November letzten Jahres eine britische Untersuchung,

Speaker:

wonach die Suizide in Großbritannien

Speaker:

einen jährlichen

Speaker:

Kostenumfang von ungefähr 11

Speaker:

Milliarden Euro verursachen.

Speaker:

Und das wurde dann eben halt für ein Gesetz

Speaker:

innerhalb des Unterhauses eingebracht. Und diese Zahl

Speaker:

11 Milliarden, mich an dieser Stelle schon etwas, ich

Speaker:

sag mal, überrascht.

Speaker:

Ja, ja, wenn da keine

Speaker:

Reaktion da ist.

Speaker:

Wie erlebt, wie erlebst du das,

Speaker:

dass du sagtest eben gerade, die wollen mit mir nichts zu tun haben?

Speaker:

Was siehst du da aber an der Stelle auch einfach so, dieses Thema,

Speaker:

wie könnte ich in diesem Moment in Bewegung kommen?

Speaker:

Also in Bewegung kommen, definitiv. Also ich spreche hier

Speaker:

ganz klar, ich meine, man kann von einem Team nicht erwarten,

Speaker:

dass einer oder mehrere aus dem Team natürlich

Speaker:

sagen, wir müssen da jetzt was tun, und hier geht es den

Speaker:

Mitarbeitenden schlecht. Es ist ja auch immer wieder

Speaker:

das Thema, man gibt sich selbst die Schuld vielleicht,

Speaker:

ne, das sind Schuldgefühle im Spiel. Ich hatte das bei einem

Speaker:

sehr guten Kollegen meines Mannes, mit dem ich dann privat danach Kontakt

Speaker:

hatte, weil er immer immer wieder zu mir gesagt hat, ich hätte es doch sehen

Speaker:

müssen, ich hätte doch irgendwas tun müssen, ich habe doch auch versucht,

Speaker:

aber, ne. Und da ist wirklich so dieser Punkt,

Speaker:

es ist nicht die Aufgabe der Mitarbeitenden,

Speaker:

da für Handlungsfähigkeit, Orientierung und

Speaker:

Struktur zu sorgen, sondern da ist tatsächlich die

Speaker:

Führungsebene gefragt, die natürlich auch in dem Moment

Speaker:

selbst betroffen und belastet ist, ganz

Speaker:

klar. Das geht auch an diesen Menschen nicht spurlos vorbei.

Speaker:

Und da darf man ganz ehrlich sagen,

Speaker:

sie müssen aber trotz alledem natürlich,

Speaker:

ich sag mal, Verantwortung übernehmen

Speaker:

dem Team gegenüber und ganz klar

Speaker:

Präsenz zeigen und natürlich auch dafür

Speaker:

sorgen, dass die Mitarbeitenden weiter handlungsfähig

Speaker:

bleiben, weil Auch wenn es hart klingt,

Speaker:

das Leben geht tatsächlich weiter. Und auch die

Speaker:

Arbeitskraft darf natürlich darunter nicht leiden. Und

Speaker:

dementsprechend ist es da ganz, ganz wichtig,

Speaker:

den Ball nicht den Mitarbeitenden

Speaker:

zuzuspielen. Ihr müsst euch halt um irgendwie,

Speaker:

ja, ich sag mal, Gesprächspartner kümmern oder um

Speaker:

therapeutische Angebote, sondern sowas sollte doch tatsächlich von

Speaker:

der Führungsebene kurz, klar kommuniziert

Speaker:

sein. Man sollte es nicht überdramatisieren,

Speaker:

aber die Angebote sollten einfach mal in den Raum

Speaker:

gestellt werden, sodass die Mitarbeitenden dann auch

Speaker:

selber entscheiden können, okay, ich nehme das Angebot an oder nicht.

Speaker:

Das heißt also, wir springen gerade noch mal zurück. Für mich sind immer so

Speaker:

Punkte in dem Moment, wo ein Kollege, ich

Speaker:

sag mal, von dunklen Momenten erzählt. In dem

Speaker:

Moment macht er dir ja quasi ein Fenster auf

Speaker:

und du hast dann die Möglichkeit, der

Speaker:

jeweilige Mitarbeiter hat die Möglichkeit, einfach auch zu sagen,

Speaker:

du, ich sehe, im Augenblick geht es dir nicht gut.

Speaker:

Sag mal, bist du möglicherweise auf dem

Speaker:

Weg in Richtung eines Suizides? Also am besten auch ganz klar

Speaker:

aussprechen. Wie siehst du das an der Stelle?

Speaker:

Ja, finde ich auch, weil ich denke halt, dass dieses

Speaker:

Schweigen, diese Kommunikation— wir

Speaker:

haben in den letzten Jahren oder Jahrzehnten, muss man schon fast sagen,

Speaker:

verlernt, miteinander offen und ehrlich zu kommunizieren.

Speaker:

Jeder kümmert sich erstmal um sich, ne. Es wird— und naja gut, man

Speaker:

sieht dem Kollegen XY, dem geht es nicht so gut, aber was

Speaker:

kümmert mich denn, das ist nicht meine Sache, ich möchte da jetzt auch nicht

Speaker:

zu privat, ins Private mit eingreifen. Man hat

Speaker:

vielleicht auch Angst vor der Reaktion, ne, das geht dich nichts an.

Speaker:

Aber ich finde, jeder von uns hat die Verantwortung

Speaker:

hinzuschauen und auch zu handeln, wenn einem

Speaker:

was komisch vorkommt, wenn man nur ansatzweise das Gefühl hat, da

Speaker:

könnte irgendwas sein, der Mensch braucht vielleicht einfach ein offenes Ohr oder

Speaker:

er braucht Hilfe, Unterstützung, dass man da einfach wirklich

Speaker:

mal wieder zu sich zurückkehrt und sich

Speaker:

fragt, was möchte ich denn in dieser Situation?

Speaker:

Was würde ich mir wünschen, wenn ich genau mein Kollege

Speaker:

oder meine Kollegin wäre? Es einfach zu

Speaker:

versuchen, einfach wirklich offen und ehrlich, wie du eben gesagt hast, zu

Speaker:

kommunizieren, auch diesen Suizidgedanken eventuell

Speaker:

anzusprechen. Weil klar, viele fühlen sich dann

Speaker:

ertappt, sollte es wirklich so sein. Aber man merkt dann auch,

Speaker:

okay, mein Gegenüber geht offen damit um. Vielleicht kann ich mich

Speaker:

dann auch öffnen. Ansonsten wird man es

Speaker:

nicht tun, weil man nämlich weiß, die Gesellschaft empfindet es als großes

Speaker:

Tabu. Es wird nicht darüber gesprochen. Somit haben natürlich auch

Speaker:

diese betroffenen Menschen, die diese Gedanken

Speaker:

hegen, dieses Gefühl: Ich spreche lieber nicht darüber.

Speaker:

Ich bin zu viel. Und das darf einfach nicht sein. Also es muss in

Speaker:

unserer Gesellschaft wieder die Möglichkeit geben, über

Speaker:

jegliches Thema zu sprechen und hier auch ganz klar den Suizid.

Speaker:

Ja, zumal die meisten der Betroffenen, die

Speaker:

signalisieren ja etwas, und es ist immer die Frage,

Speaker:

geht dann der Kollege darauf ein oder hat er

Speaker:

Angst? Auf der anderen Seite ist es von vornherein klar, es

Speaker:

ist nicht seine Aufgabe, dieses Problem zu lösen,

Speaker:

sondern es geht darum, erstmal einen Fuß in die Tür zu kriegen oder

Speaker:

das Fenster aufzuhalten, dass eben halt Hilfe kommen kann.

Speaker:

Und manchmal hilft es auch schon, wenn an dieser Stelle einfach auch Druck

Speaker:

abgebaut wird.

Speaker:

Ja, genau. Und jetzt gucken wir mal in die nächste

Speaker:

Runde. Also wir haben ja ganz bewusst

Speaker:

Handlungsleitfäden entwickelt, zum Beispiel nach

Speaker:

Suizid, also die 6 wichtigsten Traueranlässe. Und

Speaker:

wie siehst du das? Sollte da ein Unternehmen vorbereitet sein, wenn

Speaker:

man sich so was hinlegt und auch genau auf das Unternehmen

Speaker:

abgestimmt, dass man eben halt direkt weiß,

Speaker:

beispielsweise den Hinterbliebenen,

Speaker:

denen können wir erstmal dieses und jenes zum Beispiel anbieten,

Speaker:

auch an psychologischer Unterstützung, an finanzieller Unterstützung und

Speaker:

so weiter und so fort.

Speaker:

Ist das hilfreich oder könnte das

Speaker:

bei manchen eher so den Gedanken auslösen, wenn ich mich darauf

Speaker:

vorbereite, dann wird es irgendwann passieren?

Speaker:

Nein, also das, ich sehe das auf jeden Fall so:

Speaker:

Prävention reduziert Schockstarre, ja. Und wer sich

Speaker:

vorher mit gewissen Themen in jegliche

Speaker:

Richtung einmal befasst und wirklich auch auf

Speaker:

spezielle Fälle mal vorbereitet ist, das heißt nicht, dass ich jeden Tag damit

Speaker:

rechne, dass sowas passiert. Bei mir war das so,

Speaker:

bis vor 2 Jahren hätte ich nicht damit gerechnet, dass mir sowas

Speaker:

generell mal widerfahren wird. Aber genau da ist nämlich dieser

Speaker:

Punkt, Ich habe mich vorher nie damit beschäftigt, ich hatte keine

Speaker:

Berührungspunkte, und dann kam die Schockstarre, wirklich, also

Speaker:

absolut keine Handlungsfähigkeit mehr. Und wenn ich

Speaker:

mich jetzt in ein Unternehmen, in eine Führungskraft

Speaker:

hineinversetze, die von heute auf morgen

Speaker:

mit so einer Situation tatsächlich dann Berührung

Speaker:

hat, es in den eigenen Reihen passiert ist, oder sei es ein

Speaker:

Mitarbeiter, der den Lebenspartner, das Kind

Speaker:

etc. verloren hat durch so ein Ereignis,

Speaker:

dann ist das einfach ein Moment,

Speaker:

da hätte ich damals wirklich gerne gehabt, hätte ich es mir wirklich mal, hätte ich

Speaker:

mich mal kurz damit beschäftigt gehabt vorher. Denn

Speaker:

wer vorher darüber nachdenkt, kann im Ernstfall natürlich auch

Speaker:

handlungsfähig reagieren. Ja,

Speaker:

und am besten ist es da, und das arbeiten wir eben halt für

Speaker:

Unternehmen aus, einen schriftlichen Handlungsleitfaden, sodass ich

Speaker:

im Notfall in mein Handy reingucken kann, den

Speaker:

Leitfaden sehen kann und direkt reagieren kann.

Speaker:

Denn erfahrungsgemäß innerhalb der ersten 3 Minuten im ersten

Speaker:

Kontakt entscheidet sich, wie es weitergeht. Wenn ich im

Speaker:

Endeffekt als Führungskraft signalisiere, ich kann nicht damit

Speaker:

umgehen, das ist mir egal, dann weiß ich ganz genau, die Beziehung

Speaker:

ist zerbrochen. Zwar sehe ich im Augenblick maximal

Speaker:

ein Jahres, aber es ist ganz klar, innerhalb eines

Speaker:

Jahres wird dieser Mitarbeiter das Unternehmen verlassen.

Speaker:

Ja, und da ist auch ganz klar, vielleicht noch mal zu erwähnen, im Rahmen der

Speaker:

Prävention ist es mit diesem Leitfaden, finde ich absolut

Speaker:

super, dass man da wirklich wie so ein Erste-Hilfe-Anker

Speaker:

hat. Was muss ich machen? Wie gehe ich damit um?

Speaker:

Aber vielleicht ist es dann auch intern, ich weiß nicht, ob der Leitfaden das vielleicht

Speaker:

auch beinhaltet. Aber dass man natürlich auch intern schon

Speaker:

eine gewisse Struktur sich vorbereitet, dass man

Speaker:

da natürlich auch ganz klar in der

Speaker:

Führungsebene kommuniziert hat, wer ist dafür zuständig, wer

Speaker:

ist Ansprechpartner erstmal für die Mitarbeiter, ne, dass genau

Speaker:

die Rollen dann auch verteilt sind. Somit müsste

Speaker:

es natürlich dann auch nicht eine Führungskraft ganz alleine tragen, die

Speaker:

Verantwortung. Ist damit ganz klar überfordert, nee, von vornherein wird auch abgefragt,

Speaker:

Bisschen, das soll eben mal die Chefsache im Vorfeld zum Beispiel auch schon

Speaker:

festlegen. Darf ich als Führungskraft in diesem Moment

Speaker:

eine externe Beratung dazuholen? Wer

Speaker:

entscheidet darüber? Haben wir möglicherweise sogar einen

Speaker:

Pool von Menschen, die wir dazu natürlich wieder fragen können

Speaker:

als Traumaspezialisten, die in diesem

Speaker:

Moment möglicherweise sogar schon dazukommen? Wenn

Speaker:

ich als Führungskraft meinem Team sage, was Sache ist.

Speaker:

Denn in dem Moment bin ich ja, ob ich will oder nicht,

Speaker:

auch Teil des Problems als Führungskraft.

Speaker:

Bis hin dazu, dass es dann möglicherweise auch,

Speaker:

ich weiß nicht, ob du das schon erlebt hast, dann irgendwo auch

Speaker:

Vorwürfe gibt. Ich habe jetzt gerade mit jemand gesprochen,

Speaker:

Da gab es dann auf einmal die Vorwürfe, das Unternehmen habe sich zu wenig um

Speaker:

diesen Mitarbeiter gekümmert, er war total überarbeitet und deshalb hat er

Speaker:

diese Konsequenz gezogen. Unabhängig, ob das richtig oder

Speaker:

falsch ist. Aber in diesem Moment ist die Führungskraft auf

Speaker:

jeden Fall mit beteiligt und man braucht auf jeden Fall einen Externen, sonst kriegt man

Speaker:

die Kuh nicht vom Eis. Richtig. Ja, aber

Speaker:

das, was du da gerade erzählst, das habe ich auch schon gehört,

Speaker:

weil klar, man sucht in diesem Moment ja auch irgendwo

Speaker:

einen Schuldigen. Ja, man versucht das

Speaker:

Ganze zu verstehen, man versucht es irgendwie

Speaker:

plausibel erklären zu können, auch wenn es das in

Speaker:

den wenigsten Fällen tatsächlich ist.

Speaker:

Und es ist auch letztendlich keiner dafür verantwortlich, muss man ganz klar

Speaker:

so sagen, für das, was dieser Mensch entschieden

Speaker:

hat. Ja, wenn dieser Mensch diesen Weg gegangen ist, da hat keiner

Speaker:

oder muss sich keiner dafür die Schuld geben. Klar,

Speaker:

es bleibt nicht aus, die Schuldgefühle, es ist absolut normal,

Speaker:

die werden immer kommen, die werden auch noch Jahre später vielleicht das ein

Speaker:

oder andere Mal kommen in Gedanken. Aber

Speaker:

da ist es tatsächlich so, ja, habe ich schon erlebt, dass

Speaker:

natürlich dann auch mit dem Finger auf die Führungsebene gezeigt wird,

Speaker:

auf das Unternehmen als Ganzes. Ist tatsächlich auch, also mit

Speaker:

verschiedensten Abteilungen, mit

Speaker:

Ablaufplänen, mit Arbeitsablaufplänen in der,

Speaker:

in dem Unternehmen. Und da ist es

Speaker:

tatsächlich so, also das alleine hinzubekommen,

Speaker:

das ist sehr schwer.

Speaker:

Zumal in dem Moment bleibt es auf jeden Fall auch in den Klamotten

Speaker:

der Führungsebene hängen. Und das hatten wir ja

Speaker:

vorhin schon, dann ist es ein Teil der DNA und

Speaker:

kann in dem Moment auch nicht wirklich positiv als Thema

Speaker:

verabschiedet werden. Vor

Speaker:

allem denke ich, sollten wir auch noch mal dran denken, es ist

Speaker:

ja, zumindest ist es so meine Erfahrung aus 30 Jahren,

Speaker:

keiner möchte sterben, sondern jeder möchte

Speaker:

im Endeffekt und notfalls im Stolper sitze und koste es, was es

Speaker:

wolle, aus dieser Situation, die als

Speaker:

unerträglich, als nicht mehr veränderlich und so

Speaker:

weiter und so fort ist, raus.

Speaker:

Ja, also das ist ja keine

Speaker:

Entscheidung für, also maximal

Speaker:

nach dem Motto, dann sind meine Schmerzen beendet.

Speaker:

Ja, darf man von außen her nicht sagen, aber das sind verschiedene

Speaker:

Gespräche, die ich zum Beispiel auch mit Menschen geführt

Speaker:

habe, die einen Suizidversuch überlebt haben.

Speaker:

Und die sagten einfach auch,

Speaker:

ich wollte da auf jeden Fall raus. Und ja.

Speaker:

Ja, was, was mir noch ganz wichtig ist, klar, in

Speaker:

großer Hinsicht betrifft es auch Unternehmen,

Speaker:

aber man darf ja nicht vergessen, es betrifft ja noch

Speaker:

ganz, ganz viele andere Organisationen. Schule,

Speaker:

Kindertagesstätten, Spielkreise, Vereine,

Speaker:

Bildungsträger, das sind auch alles natürlich

Speaker:

Organisationen, die mit solchen

Speaker:

Verlusten, mit solchen, ja, Suiziden auch schon

Speaker:

Berührungspunkte hatten. Gerade wenn man auch mal in den Bereich Schule,

Speaker:

weiterführende Schule, Berufsschulen, das

Speaker:

betrifft eigentlich da tatsächlich fast jeden, würde ich sagen.

Speaker:

Doch, ja, kann man so sagen. Und

Speaker:

von daher,

Speaker:

ja, ist da natürlich dann immer die Frage, ne, wer gibt Orientierung? Sind Sie

Speaker:

vorbereitet? Möchte man sich vorbereiten? Viele, wie gesagt, gehen auch

Speaker:

gar nicht an das Thema ran, weil man möchte davon ja gar nichts wissen

Speaker:

und im besten Fall auch gar nicht drüber sprechen, weil hoffentlich passiert

Speaker:

so was hier nie. Auf der anderen Seite, wir waren

Speaker:

letztes Jahr im September bei einer Veranstaltung in

Speaker:

Altenstadt. Für diejenigen, die in Geometrie nicht

Speaker:

so aufgepasst haben, das ist in der Wetterau. Und

Speaker:

dort gab es eine ganze Reihe von Suiziden,

Speaker:

unter anderem auch in einem Unternehmen. Und die haben dann

Speaker:

von sich aus gesagt, wir wollen hier aktiv werden

Speaker:

und haben eben halt auch ein Podium

Speaker:

aufgemacht, damals mit Walter Pohl als Keynote-Speaker. Und

Speaker:

wir haben von unserer Seite her unterstützt.

Speaker:

Das ist ein Thema, ja. Und wenn in einer Schule

Speaker:

mehrere Schüler hintereinander, teilweise

Speaker:

auch mit erweitertem Suizid, diesen Weg gehen, dann macht das

Speaker:

etwas.

Speaker:

Vor allem auch im Hinblick auf, wie viele Menschen

Speaker:

betroffen sind, wenn sich ein Mensch das

Speaker:

Leben nimmt.

Speaker:

Da sprechen wir ja nicht von maximal 1, 2 Leuten, sondern

Speaker:

da sprechen wir ja schon

Speaker:

pro Person. Ich gehe mal ganz stark davon aus,

Speaker:

gut im engsten Kreis würde ich mal sagen, so bis zu 10 Leuten. Aber

Speaker:

im erweiterten Kreis können das ja Freundeskreis, Kollegenkreis,

Speaker:

Vereinsmitglieder. Da sprechen wir schon über eine riesige

Speaker:

Menge an Menschen, die mit einem Suizid

Speaker:

letztendlich, ja, betroffen sind,

Speaker:

sprachlos sind, schockiert sind. Und

Speaker:

das ist schon eine ganze Menge. Ja, ja, ich habe die

Speaker:

Zahl nicht mehr genau im Kopf, aber ich glaube, in der britischen Studie wurde

Speaker:

von 71 Betroffenen gesprochen

Speaker:

pro Suizid. Wahnsinn.

Speaker:

Ja. Dann drehen wir es doch einfach mal rum. Wir wollen natürlich nicht so enden,

Speaker:

dass jetzt jeder direkt denkt, ich müsste jetzt auch diesen Weg

Speaker:

gehen. Nein, bitte nicht.

Speaker:

Nö, auf jeden Fall nicht. Nee, aber

Speaker:

was, du gehst ja auch in Unternehmen, was bietest du in diesem

Speaker:

Moment an? Wie kann ich da aus dieser Schockstarre rauskommen?

Speaker:

Genau, also es ist natürlich immer individuell,

Speaker:

jedes Unternehmen ist anders, jede Struktur ist anders, ganz klar.

Speaker:

Das wird dann auch in einem Vorgespräch

Speaker:

ganz klar kommuniziert, was sich vorgestellt

Speaker:

wird, wie die aktuelle Struktur ist, was vielleicht bereits auch schon

Speaker:

passiert ist, was unternommen worden ist. Und

Speaker:

dann kann man ganz klar natürlich auf das Unternehmen abgestimmt

Speaker:

da Struktur anbieten, Gespräche anbieten,

Speaker:

die Führungskräfte, die Führungsebene unterstützen, damit

Speaker:

sie einfach auch in der Lage sind, das

Speaker:

nicht alleine machen zu müssen. Und ja, dem Team und

Speaker:

dem Unternehmen dann Struktur, Handlungsfähigkeit

Speaker:

und ja, organisiertes Handeln letztendlich

Speaker:

bieten zu können. Und da bin ich dann dabei und

Speaker:

versuche ganz klar mit Gesprächen, da so ein bisschen

Speaker:

zu stabilisieren, auch im Hinblick aus der Sicht natürlich

Speaker:

von jemandem, der weiß, wie es sich anfühlt. Und da ist

Speaker:

natürlich so dieser, der Blick da auf das, was ich erlebt

Speaker:

habe in Unternehmen,

Speaker:

gegenübergestellt dem, wie man sich fühlt, wenn man

Speaker:

es im direkten Umfeld miterlebt,

Speaker:

denke ich, ein ganz guter Hebel, da zu schauen, wie kann man

Speaker:

am besten natürlich auch mit dem hinterbliebenen

Speaker:

Mitarbeitenden Sollte es im privaten Bereich passiert sein

Speaker:

oder natürlich auch, wenn es ein Mitarbeiter direkt gewesen

Speaker:

ist, dann korrekt umgehen.

Speaker:

Wir hoffen mal, dass das Thema uns nicht mehr

Speaker:

weiter so beschäftigt. Ich befürchte, es könnte das

Speaker:

Gegenteil sein. Aber ich sage

Speaker:

an der Stelle mal ganz, ganz herzlichen Dank.

Speaker:

Liebe Zuhörer und Zuhörer, wenn ihr Fragen

Speaker:

habt, die einfachste Variante: Schickt mir eine

Speaker:

Mail an podcast@trauermanager.de

Speaker:

und ich leite sie dann gerne an Romina weiter.

Speaker:

Wir möglicherweise beantworten das auch zusammen.

Speaker:

Also, ein Suizid ist

Speaker:

kein Endpunkt. Sollen da gerne auch ein Doppelpunkt sein.

Speaker:

Und in diesem Sinne sage ich dir ganz

Speaker:

herzlichen Dank und euch, liebe

Speaker:

Zuhörerinnen und Zuhörer.

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