Shownotes
Ein Roller stürzt einen Tag nach dem Kauf auf der Autobahn. Ein Auto geht wenige Wochen später in Flammen auf. Und am Ende soll der Händler haften – obwohl gar nicht feststeht, dass das Fahrzeug schuld war.
Im Mai 2025 hat der Bundesgerichtshof zwei wegweisende Urteile zur Beweislastumkehr beim Verbrauchsgüterkauf (§ 477 BGB) gesprochen und damit die Spielregeln zwischen Käufer und Verkäufer grundlegend verschoben.
Silvia Lulei spricht mit Rechtsanwalt Joachim Otting über die Tragweite dieser Entscheidungen – und darüber, wie sich Händler jetzt absichern sollten.
In dieser Episode:
- Die Grundlagen der Beweislastumkehr und warum ein Mangel mit einer Virus-Inkubationszeit vergleichbar ist
- Die dramatische Verschärfung durch den EuGH: Heute reicht eine denkbare mangelbedingte Ursache, damit der Händler das Gegenteil beweisen muss
- Warum beide Urteile auch nach neuem Recht (12-Monats-Frist) gelten
- Wie die Haftung weit über das Fahrzeug hinausgeht – bis hin zu Schmerzensgeld und Folgeschäden
- Warum der Kaskoversicherer Regress beim Händler nehmen kann
- Welche konkreten Schritte Händler jetzt prüfen sollten: Risikoaufschläge kalkulieren und den Versicherungsschutz klären
Wheels & Crime – Der True-Crime-Podcast mit Rechtsfällen aus der Kfz-Branche. Eine Produktion der Medienmarke »kfz-betrieb«