Shownotes
Klimawandel, Wasserknappheit und grenzüberschreitende Nutzungskonflikte verstärken den Druck auf die rechtlichenSchutzmechanismen von Wasser. Bisher ist Wasser im Strafrecht meist nur mittelbar geschützt, etwa über den Schutz von Menschen oder staatlichen Sicherheitsinteressen. Zudem ist der internationale Wasserschutz äusserst fragmentiert, verankert insbesondere in einer Vielzahl von Verträgen.
Larissa Fricke, Doktorandin am Departement für Strafrecht der Universität Fribourg schreibt ihre Dissertation über den strafrechtlichen Schutz des Wassers. Im Gespräch zeigt sie auf, wo das völkerstrafrechtliche Instrumentarium an seine Grenzen stösst, warum massive Eingriffe in Wasserressourcen als eigenständige Straftaten gehandelt und Ökozid im Römer Statut verankert werden sollte.