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Ep. 117: Die Zermürbungsmaschine frisst Führungskräfte (Talk mit Sascha Büttner)
Episode 11726th January 2026 • Veränderungsstabil • Holger Heinze
00:00:00 00:57:38

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Shownotes

In dieser Folge spreche ich mit Sascha Büttner über ein Thema, das in fast jeder Organisation rumliegt wie ein offenes Stromkabel: Erschöpfung. Überforderung. Zermürbung.

Sascha hat dazu einen Text geschrieben, der genau dahin zielt, wo’s weh tut: auf die Zermürbungsmaschinen, in denen vor allem Führungskräfte landen. Von außen prasseln Erwartungen rein. Von oben, von unten, von der Seite. Und zusätzlich kommt noch die ganze Coaching- und Management-Industrie mit ihren Dauerdiagnosen. Du musst nur noch resilienter werden. Noch besser führen. Noch achtsamer sein. Noch mehr Tools beherrschen. Und irgendwann bist du nicht mehr Führungskraft, sondern eine wandelnde Selbstoptimierungsbaustelle.

Wir sprechen darüber, warum der Heldenkult in Organisationen so gefährlich ist. Warum Führungskräfte oft in ein unmögliches Rollenbild gedrückt werden. Und warum Methoden wie Atmen, Meditation oder „noch ein Tool“ manchmal eher Teil des Problems sind, statt die Lösung.

Und wir reden darüber, wie man da rauskommt. Nicht mit dem nächsten Hack. Sondern indem man sich ehrlich hinschreibt, was einen gerade zermürbt. Indem man aufhört, alles auf sich zu ziehen. Und indem man anfängt, wieder zwischen Funktion, Rolle und Erwartungen zu unterscheiden.

Das ist eine Folge für alle, die sich irgendwo zwischen Anspruch, Kalender und Dauerstress selbst verlieren.

Viel spaß beim hören.

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Transcripts

kommen wissen wohin sie wollen aber sie wissen nicht wie oder sie kommen weil sie

nicht wissen wohin sie wollen aber sie wissen dass sie weg wollen.

Hallo und herzlich willkommen da draußen zu einer weiteren Folge des Podcasts

"Veränderungsstabil". In diesem Podcast schauen wir uns an was Organisationen, Menschen,

Führungskräfte Teams heutzutage drauf haben sollten, weil die Welt ist wild und in

dieser wilden Welt wollen wir nicht nur geradezu überleben, sondern wir wollen gesund

bleiben und wir möchten gerne erfolgreich wirtschaften, was auch immer das heißt.

Mein heutiger Gast hat mich eben schon mit einer angezogenen Augenbraue angeguckt,

dass ich das Wort wirtschaften gesagt habe und wir werden mal gucken, was hier

passiert. Ich begrüße heute Coach, Team - und Gruppencoach, Trainer der Arbeitswelt,

Transaktionsanalyse -Experten, 3VQ -Practitioner, Organisationsentwickler, Spezialist für

Macht - und Mikropolitik in Organisationen, einen Tai Chi -Kuan -Lehrer, einen Kigong

-Lehrer, einen Meditationserfahrenen, Dozent, Fotografen, Autor und den ehemaligen

Bassisten, glaube ich, der Gruppe "Bluetige Mischwold". Sascha, Lieber Sascha,

herzlich willkommen. Ja, herzlich willkommen. Ich muss gleich korrigieren. Was ist das?

- Das ist gleich nie. Ich habe aber mitgespielt und mitgegründet, weil ich einen Ton

von mir geben konnte. Das war die Maxime. Wer einen Ton von sich gibt, macht Musik.

Und ist auch überqualifiziert für den Bass, wenn wir ehrlich sind. Am Ende, ja. Ja,

so ist das. - Genau. Danke für die Einleitung. Ich fange mal mit einer Frage an.

Das ist nicht abgesprochen. Mal gucken, wie gut das läuft. Die gute Jule Jankowski,

die du auch kennst und magst du nicht auch, startet Ihren Podcast immer mit der

Frage, wie ist denn dann morgen verlaufen? Wie bist du denn heute in den Tag

gestartet? Entspannt, wemer, nein, Quatsch, nicht wemer, es gibt ja Woche und

Wochenende, da wir noch Woche haben, Freitag, aufgestanden, in die Küche gegangen,

meinen guten Kaffeebohnen gemahlen, Handmalen, um meinen Espresso vorzubereiten und

während der dann auf meinem Herd steht und vor sich hinbrödelt oder brodelt, habe

ich, was sie im genannten Tai Chi -Kwan geübt. Das heißt, es reicht aus, die

Kochzeit eine erste Form zu laufen, zu entspannen, um dann mit entspanntem hier und

jetzt oder imentspannenden hier und jetzt Kaffee zu trinken und rauszuschauen. Und da

ich in der Sichtachse, sehr wichtig, in der Sichtachse, ich kann rausschauen in

meinen Garten, die Vögel sehe, die an der Futtersäule auch ihr Frühstück zu sich

nehmen, ist das ein harmonisches Miteinander. Da ich spät aufstehe, ist meine Frau

schon im Büro und arbeitet und ich habe wirklich Ruhe. Das ist so ein kleiner. Ich

habe jetzt schon zu viel. Also für euch da draußen, das ist schon nicht verkennen

uns und kann sein, dass das hier ein bisschen derbe zugehen wird. Der Sascha hat

einen Traktat geschrieben mit dem Namen "Die Zermümungsmaschinen" und darüber wollen

wir heute reden. Da geht es über Überforderungen, da Da geht's über, weiß ich nicht,

vielleicht über Disziplin, über Anforderungen und so weiter. Und ich krieg schon so

viel und ich hab das war jetzt natürlich auch eine Falle, die ich dir gestellt

habe, ne? Weil, also ich bin heute Morgen aufgewacht, dann habe ich geflucht, weil

es immer noch dunkel war. Ich habe mich aufs Klo gegangen, ich habe 3 /4 Stunden

auf dem Klo mit dem Handy in der Hand, die katastrophisch gemacht. Ich habe gestern

mir angeguckt. Ich habe irgendwie fünfmal meinen Kalender geöffnet, um mich darauf

vorzubereiten, was der Tag so vor mir hat. Ich habe dann darüber die Zeit vergessen,

vergessen natürlich, musste mir dann in 45 Sekunden die Zähne putzen, einen Kaffee

machen, meinen Müsli machen und hier an den Arbeitsplatz hetzen, war immer noch zwei

Minuten zu spät zu meinem ersten Meeting. Und während ich das tue, denke ich an

euch selbstgefällige, selbst disziplinierte, ich bin um 4 Uhr aufgestanden, habe in

der Eistone Kaffee gemahlen, auf dem Kopf meditiert, du hast ja quasi schon 108

Samkheitspunkte gesammelt, da habe ich noch nicht die Klopapirole angefasst. Warum tust

du mir das an? Weil ich dich belogen habe, ich muss ehrlich sagen, ich habe

natürlich auf dem Handy schon die ersten Nachrichten gecheckt, im Geiste, die nix

ersten Meetings vorbereitet, war allerdings scheinbar im Gegensatz zu dir pünktlich im

ersten Meeting und habe mit dem Team über diesen Call hier gesprochen. Ein bisschen

Spaß muss ja sein und natürlich, was der Tag heute noch bringen wird und was zu

erledigen ist. Aber anscheinend, um da eins drauf zu setzen, Gibt es da einen

Unterschied in unserer Morgenroutine, wie es dann so schön heißt? Genau. Und jetzt

will ich zu meiner Verteilung sagen, das ist tatsächlich eine Routine bei mir, weil

es jeder Morgen, jeder Morgen ist so, also insofern ist das hier schon mal etwas

schön. Nein, wir wollen reden über Erschöpfung, über Zermürbung, über Ansprüche. Wir

hatten unsere 111. Podcast -Episode, da waren ganz viele Gäste da. Da haben wir auch

wieder ein paar Gäste da gehabt, die nochmal was gesagt haben. Einer davon war der

Lars Boebach, ein Experte für Fokus, ein Experte für, ich würde mal sagen, sowas wie

Entschleunigung, ich will nicht länger das Klav in meiner To -do -Liste sein und so

weiter. Und wir sind dort wieder draufgekommen, dass bei jetzt in diesen über 100

Folgen des Podcasts, wenn wir darüber reden, was für Challenges, für Herausforderungen,

für Risiken gibt es in Organisationen, gibt es in der Arbeitswelt, dann ist

Überforderung und Erschöpfung ganz, ganz schnell im Kern dessen, was es ist. Also in

den Filmen früher hieß es doch immer, wenn du rausfinden willst, woher hier diese

Verschwörung kommt und so weiter, findet den reichen weißen Mann, der profitiert und

dann hast du's. Und bei organisatorischen Fuck -ups oder größeren Krisen oder sowas

bin ich mittlerweile fast schon an den Punkt zu sagen, Folge der Spur bis zum

erschöpften weißen Mann, weiß ich nicht, Unweise mit der Karriere erschöpft werden.

Aber Folge der Spur bis zum erschöpften Manager MVDX und du hast den Kern deines

Problems gefunden, oder? Ja, in den letzten zehn Jahren auf jeden Fall. Das ist ein

super super Trend, also ich würde so fast sagen Trend, wobei es Anforderungen, die

nicht erfüllt werden können, wenn das der Zustand der Schöpfung ist, länger als zehn

Jahre ist. Das haben wir sicherlich schon sehr, sehr lange. Was ich nur beobachte

ist, oder was, wo ich mich frage, in unserer Branche, der Coaching -Branche oder

Coaching -Industrie ist es ja mittlerweile so, benenne ich das ja auch, aber das ist

nicht auf meinen Mist gewachsen. Beobachte ich, dass unheimlich viele Defizite

diagnostiziert werden und Erkenntnisse von täglichen Erkenntnissen von x und y auf

Plattformen wie LinkedIn, Instagram oder jenlicher bis hin zu auch seriöseren, also

die dann sich in einem Buchformat vielleicht wiederfinden, wissenschaftlich fundiert

en was geschafft, in das Jahr:

zu kommen, weil das scheint ja eigentlich unmöglich. Bei all diesen Defiziten und die

komolieren für mich, da ich ja als Coach unterwegs bin, sowohl auf die Mitarbeitenden

in einem Unternehmen, die allesamt erschöpft, überfordert oder tragensaliert sind, aber

auch auf die Führungskräfte und das Traktat, wie du es schön nennst, ich nenne es

einen kritischen Beitrag, zählt hier aber auch Führungskräfte auf diese Rolle, auf

diese Funktion vor allem. Da möchte ich ja unterscheiden zwischen Funktion und Rolle

auf die Funktion Führungskraft und was da so alles einprasselt über Allerlei Medien.

Und dann habe ich mich mal in die Rolle und ich habe natürlich auch mit

Führungskräften meines Vertrauens gesprochen, wie die das so wahrnehmen. Und ja, in

der Tat ist Prasselt, du machst irgendein Kanal, ein Medium auf und es prasselt auf

dich ein, auch weil du vielleicht hier und da mal gesucht hast und entsprechend die

Algorithmen sich das gemerkt haben. Du wirst traktiert, ob du willst, wenn ich will

es mit Diagnosen, was du darstellt und was dann die Grettung die Heilung deines

Missstandes. Ja, so und das, wie gesagt, Eingangs befragt mit dem ja und wie,

wie konnten wir überhaupt hierher kommen und wie konnten weiterhin Unternehmen groß

werden? Natürlich gibt es Unternehmen, die auch in ihnen insolvenz gehen, aber

irgendwo stimmt doch da was nicht in meiner Wahrnehmung.

Hey, kurze Durchsage, wenn euch Veränderung stabil gefällt, dann nehmt euch doch mal

kurz Zeit und gebt dem Podcast eine Bewertung auf dem Streaming -Dienst, mit dem ihr

gerade hört. Es hilft uns enorm, weil dann noch mehr Menschen im Podcast entdecken

können und so können wir die Community weiter wachsen lassen. Vielen Dank für's

unterstützen, vielen Dank fürs Zuhören und jetzt geht's weiter mit der Episode. Jetzt

muss ich erst mal fragen, ist das Worttrakt hat negativ belegt? Auch nein. Schade.

Gartus Nieder, Wittgenstein, du hast ja auch zur Vorbereitung unseres Termins auf die

53 Literatur -Hinweise verwiesen und der Wiesen wahrscheinlich... Verwiesen, gelesen,

verwiesen. Nein, verwiesen. und dass ich sie vermutlich gelesen habe, blamme auf,

natürlich nicht alle, aber ich habe sie zitiert oder entsprechend aufgelistet für den,

der alle lesen möchte und es gibt sicherlich noch mehr. Aber Traktatus, sonst was,

gibt es ja von Wittgenstein ein Logikus Traktatus, Logikus glaube ich heißt das.

Nicht zwingend negativ, nein. Okay, okay. Also du gehst in dem Ding, wir verlinken

das natürlich, gehst du ein auf die Führungskraft und dass da viel Erschöpfung ist

und dass da viel Zermürbung ist und dass da auch viel, also das habe ich

reingelesen, ich weiß nicht, ob das so benenzt "Heldenkult" auch drin ist. Und aus

allen Ecken und Enden, also das ist ja, glaube ich, was uhrmenschliches, dass wir ja

gerne in solchen Heldenkategorien denken, das Projekt irgendwie im Risiko, das

funktioniert nicht richtig. Wir brauchen die eine Hyper -Projektmanagerin, die den

Karren aus dem Dreck zieht und wenn sie es nicht schafft, dann haben wir einen

Menschen, der daran Schuld ist. Also wir sind ja, möchte ich jetzt mal uns

unterstellen, eher dazu geneigt, so in Personen, in Personifizierung zu denken und

damit dann eben auch in so einem Heldenkult. Und wir sind eher nicht mit unserem

Standardbetriebssystem dazu bereit, systemisch zu denken und zu sagen, das System tut

irgendwie etwas. Und durch diesen Heldenkult haben wir natürlich diese völlig

übersteigerten Anforderungen an Führungskräfte, die können alles, die können Finanzen,

die können Vertrieb, die können Personen führen, die können positive Psychologie, die

können Konflikte und also unfassbar, also ist auch als Unternehmensberater gesprochen,

völlig unmöglich so jemanden zu finden, weil gäbe es denjenigen, dann hätte der halt

SpaceX gegründet und würde das alleine führen quasi und wir möchten gerne, dass

unsere 65 .000 Euro Proto im Jahr Teamleitungsführungskraft beim deutschen Mittelständler

all das auf sich vereint. Das ist erstmal der erste Denkfehler, kann das sein? Auf

jeden Fall, ja. Ich lerne es ja eingehend in dem Artikel, den verlinken wir, das

ist es. Die Eier legende Wollmilchsau, das ist eigentlich der Begriff. Der kann alles

in jeder Situation zu jedem Thema und irgendwo hattest du in einem der letzten

Podcasts oder einem Beitrag, ich glaube auf linken Beitrag hast du geschrieben, quasi

das Führungskräfte auf alles in Antwort haben müssen. Das beobachte ich ganz oft in

verschiedenen Kontexten. Das ist so für jeden wahrnehmbare Externalisierung diese

Anforderung. Führungskräfte müssen zu allem etwas beitragen können, sprechen können,

ihre fünf Cent dazugeben können, schweigen oder ein "Ich weiß das jetzt nicht, aber

ich kläre es", das findet man selten nicht höhere schon, dass das gibt. Aus anderen

Unternehmungen, meine Frau arbeitet beim großen Versicherungskonzern, da hört man solche

Töne auch, aber es ist marginalisiert und eher die Minderheit an Personen,

die sich glaube ich sogar auch trauen, weil das hat gar nichts Heldenhaftes richtig,

wenn man das auf dieses Narrativ der Heldengeschichten, die ja tief in unserer Kultur

verwurzelt ist, also in der westlichen, in der weißen Mannkultur, es gibt andere

Kulturen, da ist das nicht so, da wird das eher infabeln werden, Wissen weitergegeben

oder in anderen Formaten, aber bei uns ist der Heldenkult die Heldengeschichte und

alle wollen Helden sein. Entsprechend sind die auch Beiträge aufbereitet. Genau, genau.

Der Artikel, den du meinst, der ist bei mir aus dieser Serie, wie ich eine

schlechte Führungskraft werde, oder wie ich meine Karriere als Druckkraft beende. Und

eines wegen Warn. Also ich nehme das an, dass ich ihm eine Antwort haben muss. Du

hast es, ich lese einfach mal kurz vor, du hast es so schön auf den Punkt

gebracht, weil, und das muss uns auch klar sein, in dieser männlich geprägten Welt,

das sind ja nicht nur Männer, die das Spiel spielen. In deinem Traktat ist es eine

Frau. Zitat Anfang, sie ließ die neuesten Management -Bestseller als Hörbuch während

des morgendlichen Lauftrainings. Absolviert regelmäßig Führungstertifikate, holt sich

Inspiration aus Vorträgen über Gehirn und Führung, praktiziert zwischen Terminen,

Atemübungen zur Stressbewältigung. Ihre Sprache, geschlechtersensible, ihre Haltung

inklusiv, ihr Bewusstsein geschärft für alle Diskriminierungsformen, sie kennt die

aktuellen Diverse, die Kennzahlen ihres Unternehmens auswendig, hat den Workshop zu

unbewussten Verurteilen absolviert, praktiziert verbündeten Tum mit der gleichen

Selbstverständlichkeit wie "bewusstes Atmen". Darfst du dich als Tai Chi, Qui -Kong

-Tübi da eigentlich überatmen? Lustig mal. In diesem Sinne ja. Das sind ja diese

Techniken auch, wenn du dir die einzelnen Techniken anschaust. Methoden, Kompetenzen.

Dann fallen mir da auch zwei Sachen auf. Also, ich bin viel im Austausch auch mit

Menschen, die Coach werden wollen, also in irgendwelchen Ausbildungszyklen drin sind,

Ausbildungsschleifen. ich bin mit Coaches, die ihre Ausbildung abgeschlossen haben. Im

besten Falle auch wirklich eher eine Ausbildung und nicht eine drei -tages

-Weiterbildung. Und das große Mantra ist Tools und Methoden. Dann kannst du Coaching.

Ja, du hast also... Und deswegen ist ja auch allein schon der Markt befeuert. Du

siehst hier hinter mir die Bibliothekswand. Das ist auf einen Regalmeter über wie

viel? 1, 2, 3, 4, 5, 6 Bretter. Also 6 Regalmetern. Das sind die Bücher, die du

geschrieben hast? Nee, die sind weiter rechts. Eigentlich links. Wir müssen ja schon

da genau schauen. Das sind sechs Regalmeter Coaching -Literaturen. Das ist nur ein

Ausschnitt von dem, was du auf dem Markt bekommst. Du hast mir mal vor ein, zwei

Jahren als der ganze KI -Krempel noch mal so mehr in die Unternehmen und in unsere

Hiernereinsuppte gesagt, hey, warte mal, das ist doch geil. Ich gehe ins Internet,

also ja, eines KI -Agenten oder sonstigen und habe auf einmal eine viel größere

Bibliothek als das Bescheidene, was ich habe. Ich möchte aber noch darauf hinweisen,

hinter mir ist ja die eigentliche Bibliothek. Mit noch mal paar Regalmetern. Aber

ganz vielen Coaching -Literatur und das sind alles Methoden, die gehen alle auf

Methoden auf Tools. Du brauchst nur ein bisschen mit eigener Note anwenden und dann

löst du ein Problem und so wird auch dem Atmen begegnet. Du brauchst nur richtig

Atmen, was immer richtig ist und dann hast du ein Problem gelöst und das ist

Albern, weil wer sich mit Atem beschäftigt, sei es literarisch oder in selbst

versuchen, der weiß, dass man da sehr viel Umfug treiben kann, dass man sich in

gesundheitliche Schwierigkeiten bringen kann, aber auch gesundheitlich was Wohliges

produzieren kann. Das ist aber etwas, was wir in anderen Kulturen, in der Yoga

Kultur, also der Yogikultur, und damit meine ich nicht unser Yoga Pilateskrempel,

sondern in der indischen Kultur, wo es viel mehr eingebettet ist, in anderen

Kontexten noch, in den ayurvedischen Medizin. Ich glaube, der Ingo hat mir mal auch

erzählt, dass er da Erfahrungen gemacht hat. Ingo Scheidweiler, von uns beiden ein

wohlgelittener Zeitgenosse, sehr lieber Kollege und Mensch. So, und da kannst du

mitatmen, das ist, wenn du damit arbeitest, ist das eben ein Lernweg für sich und

den Masto erst mal auch für dich vielleicht und nicht als eine Technik. Dreimal

tiefer atmen. Ich habe auch solche Postschirmen lesen, dreimal beim Problem weg atmen.

Das ist halbern. Das heißt aber auch da ist im Grunde noch unsere Verkürzung. Wir

machen mal diesen Heldenkult oder dieses Heldendenken. Also ich muss hier der Held

sein, weil ich Führungskraft bin, weil ich Berater bin, weil ich Coach bin oder

sowas. Oder aber eben auch umgekehrt, du bist meine Chefin, du musst meine Heldin

sein und das alles für mich lösen. Und dann ist eine sehr ähnliche Denke eigentlich

bei dieser Verwechslung zwischen Methode und Intention oder diese Verwechslung zwischen

Werkzeug und was ich mit dem Werkzeug tue. Das Atmen ist ein Werkzeug, das kann mir

was bringen oder eben auch nicht. Aber alleine das Werkzeug zu nehmen und ob das

jetzt Atmen ist, irgendeine andere Managementmethode oder irgendwie sowas und denken

die Methode allein, das Werkzeug allein, das ist ja dieses naive Ding, das ist wie

wenn ich bei jemandem zu Besuch bin und der hat eine total leckere Soße gemacht,

dann gehe ich in die Küche und versuche heraus zu finden, was der für einen Topf

hat, weil ich mir den Topf kaufen will, weil ich davon ausgehe, dass oder so soll

er kehr werden? Ich habe mich mit einer Tajikwan -Lehrerin, hat mir einen ungewollten

kritischen Disput über das Atmen, weil ich sage, gerade bei Tajikwan, die Bewegungen

sind alles andere als Atem, Frequenz, manipulierend, also wir sind nicht außer Atem

im Tajikwan, also sage ich, die Bewegung drückt den Atemflussatemrhythmus aus,

das heißt, die Bewegung folgt dem Atemrhythmus. Sie hat dem Wehement widersprochen,

Das kann auch anders sein, es entpuppte sich und das dockt genau an dem Mann, was

du ihm sagtest. Ihr Sohn ist Asthmatiker mit häufigen schweren Atemnotzanfällen.

Hier fange ich natürlich an, nicht Bewegung, also mit dieser entspannten Übung,

sondern hier setze ich den Atemversuch, den zu manipulieren, um aus dieser kritischen

Situation das Astmanfalls herauszukommen. Und ich setze da entsprechend an. Aber das

ist dann eben ja auch kein Alltägliches. Nicht jeder von uns hat Asthma und schon

gar nicht so schlimm, dass das am Ende vielleicht sogar eine medizinische Behandlung

benötigt, Krankenhausaufenthalt oder ähnliches, sondern wir reden hier vom Alltagsfall.

Und dann sollte hier die Kirche im Dorf gelassen werden. Ja, das ist interessant,

weil ich meine, wenn man jetzt alleine mal diesen Podcast hier nimmt, wir haben ja

hier schon ungefähr den Ansatz, ich mein Vorbild ist ja Telekolleg Physik. Also, das

ist so ungefähr mein, So viel Esoterik möchte ich gerne hier haben. Und trotzdem,

ich wähle die Gäste auch danach aus und bisher auch mit sehr hohem Erfolg. Und

trotzdem landen wir ganz oft bei Atmung. Und da ich stecke dir auch was dahinter,

weil das ist ja meine These. Wir haben im Kern vieler organisatorischer Probleme,

vieler Führungsprobleme, ist überforderte Mensch. Überforderte Mensch ist im Stress und

wie wir Hessen sagen, macht dich mal locker. Also ganz viel Zeug wird überhaupt

nicht passieren, wenn du dich mal locker machst und mit Atemtechniken kann ich mich

halt locker machen. Also relativ einfach, wir haben das ja auch in der 3VQ

-Ausbildung oder so, dass wir sagen, wenn du im Drama bist, dann liegt es daran,

dass du getrickert bist, wenn du bemerkst, dass du getrickert wirst, dass da eine

Stress - oder Überlebensreaktion ausgewählt ist, dann setz dich hin, mach dich gerade,

mach die Augen zu und atme 3 Sekunden ein und 3 Sekunden aus, schlichtweg, weil

dein Organismus versteht. Also erst mal denkt dein Organismus, Wir werden gerade

angegriffen, jemand will uns umbringen, dann setze ich mich hin, mach die Augen zu

und atme 3 Sekunden lang ein, dann merkt der Organismus, okay, hab wohl überreagiert.

Wenn der Pilot jetzt hier hingeht und die Augen zu machten, 3 Sekunden einatmet,

dann saust wohl gerade doch keine Axt auf uns zu. Also das scheint ja schon zu

funktionieren und es muss ja einen Grund geben, warum wir hier in diesem

hochintellektuellen Podcast ständig über dieses dämliche Atmet reden.

Na dann lenken wir mal zur anderen Möglichkeiten um, also zwei Sachen wollte ich

gerade sagen. Das eine ist, statt wir da überatmen, kann ich mir auch die Frage

stellen, wenn ich mich bedroht oder unter Stress fühle, was ist es? Also die Frage

ist, steht da einer und mit einer Waffe vor mir und bedroht mich. Also geht es

hier um mein Leben im wortwörtlichsten Sinne oder ist es was sehr eingebildetes? Das

muss ich ein bisschen trainieren, um das im entscheidenden Moment abrufen zu können,

präsent zu haben. Aber dann brauche ich keine Atmung, sondern es ist einfach nur

nochmal ein kurzes Gans. Ich möchte das realisieren, geht es hier um eingebildete

Dinge, Karriere, Obdachlosigkeit oder Ähnliches. Also je nachdem, wo ich natürlich

gesellschaftlich stehe, ich möchte da jetzt keinen zu nahe treten, oder geht es

tatsächlich um mein Leben, geht es tatsächlich um mein Leben, dann greifen die Dinge,

die du auch in der Progenie -Hausbildung, Weiterbildung sagst, also Deflexe,

Todstellen, Wegrenn, solches. Dass wir die Zitierende und Gedankenlos sagen, es geht

darum. Gedankenlos würde ich jetzt mal so in Raum stellen. Das ist nicht gut. Das

meine ich mit der Zermürbungsmaschine. Bringen wir die Dinge doch auch auf den Boden

der Tatsachen. Mach dich locker. Und was geht es eigentlich? Geht es um dein Leben?

Oder geht es darum, dass du etwas erreichen willst? Und dann sind wir hier bei

Sachen wie ein Sörgläuf. Was kannst du kontrollieren? Was kannst du beeinflussen? Und

was steht außerhalb deiner Einflussphäre? Kannst du das Koffe -Spiegelei, diese drei

konzentrischen Kreisen, mit der man sich kontrollieren, dass man sich beeinflussen kann

und dann das, was ich aktuell muss? Du sind dann wieder kleine Methoden, Tutschniffe,

ob ich die bewusst -underwuster einsetze, dass sei dann alles dahin. Und auf eine

Methode zurückführe manche, haben das einfach irgendwie so auch drauf. Ich wollte noch

einen Aspekt reinbringen. Es ist ja nicht nur eine Zermürbungsmaschine, in der die

Führungskraft steckt, ist ja nicht nur was von uns Coach und Berater, dass der

Industrie folgt über alles, was irgendwie rausgefeuert wird vom Buch. Wir hatten es

ja bis zum LinkedIn -Post. Es ist ja in den Anfangstrichen, wenn ich schon in dieser

kritischen Krisensituation bin, der Feind liest ihr mit, sprich die Mitarbeitenden, die

ja nicht der Feind sind, sondern du hast es eben so gesagt, die haben ja auch

ihre, meine Chefin soll Heldin sein. Das sind ja auch noch mehr Erwartungen. Also

ich habe es in meiner Hieraschie auf der horizontalen Ebene, meiner Hieraschie -Ebene,

in der vertikalen Ebene, den ich überstellt bin und die mir überstellt sind. Allein

das im Organisatorchen plus wie es dann interpretiert wird und quasi in Anschlag

gebracht wird auch. Also es gibt eine Unternehmung, bei der ich im Jahr lang als

Externer Berater drin war. Da führen wir irgendwann auf, was sind das unter uns? Wir

dürfen ja hier ein bisschen schnottrig sein, was sind das für eine harmes Säue? Ich

habe selten bis gar nicht ein Unternehmen getroffen als Selbstständiger, wo die

Führungskräfte so an der Leine ihren Mitarbeitenden sind, dass selbst wenn sie jetzt

eine Idee von uns Coaches aufgreifen würden, zurückgeprügelt würden, wieder in das,

was etabliert ist. Und auch das gilt dann zu beobachten. Und da entsteht tatsächlich

Hilflosigkeit. Ich möchte was ändern, vielleicht nur an mir selber, weil ich mich mit

dem, wie ich mich bisher gegeben habe, als Führungskraft unwohl fühle. Das entspricht

nicht mehr den Erkenntnissen, die ich habe. Ich möchte nicht mal wie in den 80ern

autoritärer Sack sein, sondern ich möchte anders führen. Aber wenn dann meine

Mitarbeiter dann den autoritären Sack möchten, ich aber persönlich nicht mehr. Dann

komme ich in ziemlicher Untiefen. Was natürlich klingelt, wie

Bitte da, da hat jemand den Mundball gehabt, bitte mal, bitte, mit dem Mob.

Ja, genau. Wahnsinn, mal die Blutlache weg. Aber du hast jemanden, der die Tür für

dich aufmacht? Ja, ich könnte es auch ignorieren, weil die Postbotin legt es eh vor

die Tür. Okay, ja. - Und sich unten hin. Aber sie klingeln trotzdem noch, warum? Ja,

um auch das sei noch gesagt, um Pakete von den Nachbarn, die nichts davon wissen,

bei mir zu gehen. Genau. - Aber alles, Alles, was du sagst, ist doch diese Last,

der Rucksack, der wird immer schwerer und das muss ich noch können. Und das muss

ich noch können. Teilweise, wenn wir über Fügungskräfte reden, muss ich ja tatsächlich

auch paradoxe Dinge können irgendwie. Wo man drauf guckt und sagt, mit ein bisschen

Abstand, es schließt sich doch eigentlich aus. Also ich soll hier klare Orientierung

geben, aber allen Leuten möglichst hohe Freiheit geben. Ich soll irgendwie volle

Kontrolle haben mit KPIs führen und Kennzahlen und Leistungsmessung, aber auch voll

agil und total offen für das neue. Ich soll Pläne haben und jeder, der um die Ecke

kommt, der sagt, ich hatte es noch nicht wieder, ich habe schon mal ein Szene im

Podcast, kommt einer um die Ecke und sagt, Holger, was ist denn der Zwei -Jahres

-Plan für die O'Donovan? Und ich habe wirklich erst mal geantwortet, bis ich gemerkt

habe und habe gesagt, stopp, stopp, stopp, bitte alles löschen, es gibt keinen. Ich

laufe durch die Gegende, sagt die Leute, so was gibt es sich, das ist absurd, aber

wenn ich dann selbst mich in den Muster wieder finde, gehe ich sofort dahin und

versuche diese Erwartung an mich zu befriedigen, sondern das ist verständlich, ich bin

da vorstand, ich muss hier irgendwie ein 2 -Jahrsplan der Tasche haben. Also wir

haben ja diese ganzen Paradoxien, die wir irgendwie erfüllen sollen und das geht ja

nicht. Also das wäre keine Paradoxie, wenn ich das machen könnte, ne? Also das

heißt, das ist noch alles mit drin und dann haben wir, wenn ich mir dann Text hier

weiterhin angucke, hast du da noch das böse Wort der Resilienz? Da will ich gerne

nur noch 5 Minuten drauf rumprügeln. Weil das ist ja auch so ein Ding, ne? Also es

wird ja erwartet, dass man an seiner Resilienz arbeitet. Ich bin da immer so ein

bisschen erinnert an viele Leute, die machen Sport und wenn du sie fragst, was

genießt du denn am meisten am Sport? Gucken die dich mit fragenden Augen an und

sagen, ich genieße überhaupt nichts daran. Ich mache das aus Pflichtbewusstsein. Also

ich bin quasi meiner Familie schuldig, Sport zu machen, damit ich nicht so fett

werde und sie lange aufwachsen sehe und lange für sie da sind. Ich bin der Firma

schuldig, dass ich fit bin, damit ich halt die 8 Stunden durchballern kann und nicht

irgendwie nickrigen brauchen oder die 10 zehn Stunden oder sowas. Also ich mache den

Sport ja nicht für mein eigenes Interesse oder meine eigene Freude, sondern es ist

ein Teil meines Pflichtpackages, dass ich mich als, ich jetzt mal hart formuliere,

dass ich mit den Produktionsfaktor Holger warte, damit der möglichst lagener und

ausfallfrei funktioniert. Und so ähnlich ist es ja mit diesem Begriff der persönlichen

Resilienz, der ja auch erwartet wird. Also das ist ja nicht mal meine Auszeichnung,

dass man sagt, oh Sascha, du bist aber besonders resilient, sondern auch das ist ja

so ein Defizit -Ding. Ich gehe davon aus, wenn ich deinen Gehalt bezahle, dass du

bei dir für eine ausreichende Resilienz sorgst, damit du den Blödsinn das System dir

antut, aushältst. Genau. Also das hat sich ja in den letzten, seitdem ich der

Arbeitswelt zur Verfügung stehe, sprich das Abitur hinter mir gelassen habe und einen

langen Urlaub mit einem Kumpel gemacht habe, der selbst verdient war, also sprich da

schon sprich, da schon der Arbeitsweltsverwöhnungsstand, geht es ja darum, wie werde

ich leistungsfähig? Wie ist die zu halten? Und ich sage mal so in den letzten 15

Jahren, 20 Jahren, das ist also schon länger anhaltend, steigt der Druck durch viel

allein Maßnahmen, dass du dich bitte fit zu halten hast. Deine vermeintliche Freizeit

ist eine, so haben wir früher natürlich auch gesagt, wie heißt das? Ach komm ich

gerade nicht drauf, den Begriff, also muss ich weiter mehr ändern. Also du hast dich

fit zu halten, du hast für den Job parat zu sein. In meiner Studentzeit hier ist

es, saufen wir die Großen, jammern wir die Kleinen, wenn ich mit Kopfschmerzjammer am

Job erschienen bin, da wurde es also auf diese schnottrige, humorvolle Art

kommentiert. Aber im Prinzip hat sich das nämlich verschärft, dass du bitte dich

arbeitsfähig als deine Freizeit ist, du hast dich arbeitsfähig zu halten. Resilienz

passt da als schönes Mordewörtchen rein und es hat viele positive Aspekte. Darin

steckt aber hier sowas wie eine Enttäuschungsstabilität, also um an Dein

Veränderungsstabilität anzugreifen. Lerne ich mit Enttäuschungen umzugehen. Das heißt im

Unternehmen habe ich es hier mal wieder mitbekommen, egal welche Hierarchie -Stufe.

Jemand macht etwas, vielleicht mit Herzblut, mit Engagement und es wird nicht

gewürdigt. Würdigung heißt hier, Dein Vorschlag wird nicht angenommen oder erst mal

zur gelegt. Warum auch immer welche Begründungen? Und sagen wir mal auch, das ist

eine völlig nachvollziehbare Begründung, aber ich brauche eine Ablehnungsstabilität. Ich

muss mit diesen Enttäuschungen umgehen. Das ist also eigentlich was ganz banales. Das

scheinen viele Menschen nicht mehr zu haben, sei es weil sie Unternehmen gerade 80er

/90er hatten ja eine Endmüdigungskultur. Die Führungskraft ist im besten Fall zwar

autoritär, aber fürsorglich dennoch. Patreon -Schale -Muster aus den Fünfzigern

weitergeschleppt, solange du deine Füße unter meinen Tisch steckst, entscheide ich

hier, und zwar über Wohl und W. Aber ich hab 'nen Stehschreib, dich. Alles gut,

ich kann meinen aber auch absinken. Und meine Tochter ist aber aus dem Haus, ich

kann sie nicht mehr sagen, sie würde auch mehr, du kennst sie, du hast den

Stinkefinger zerkriegen und mich auseinandernehmen. Nein. Also, und diese Anforderung

nennt sich dann heutzutage Resilienz, dass du das damit verklassert ist, klingt viel

schöner, aber es verlagert v .a. in die Person wieder rein. Du musst das tun und

wenn du es nicht bist, bist du auch für einen Job vielleicht gar nicht mehr

tauglich, als es geht auch in. Ich sage mal, nee, wie sie jetzt Anforderungen gehen

auf den normalen Mitarbeiter über. Kampfschwimmer, Ausbildungen, ich habe einen gekannt,

ehemalige LVA -Soldat, in der Coachingausbildung kennengelernt, der muss sich drei Tage

irgendwo einbuddeln, einer im belebten Strand wird nicht wahrgenommen. Geht zurück, der

Mann war mit seinen Übungen seinsetzen irgendwann sehr eigen geworden, nennen wir es

mal so. Aber das sind Anforderungen für Spezialisten in speziellen Krisensituationen

und nicht für das normale Miteinander in einer Unternehmung. Ja, aber das Bild ist

total spannend, finde ich, weil ich noch nie so drüber nachgedacht. Ich hänge da

immer bei der Resilienz mittlerweile an einem Punkt, dass ich öfter mal jetzt auch

verweigert habe, wenn eine Personalabteilung sagt, hier coach den mal, Der braucht

mehr Resilienz. Jetzt muss man ja sagen, es gibt ja persönliche Resilienz und es

gibt organisationelle Resilienz. Also die Durstandsfähigkeit des Einzelnen und der

Organisation. Und das steht ja durchaus im Wechselspiel zueinander. Das kann sich ja

gegenseitig kompensieren. Wenn die Organisation sehr schlecht darin ist, mit Krisen

umzugehen, dann produziert das ja mehr Schmerz und mehr Last beim Einzelnen. Und wenn

ich jetzt hingehe und sage, wir bringen den Einzelnen jetzt mehr Resilienz bei, dann

verdeckt das ja den Fakt, dass das System da Probleme hat. Bei den Navy Seals kann

ich jetzt hingehen und sagen, naja, ich brauche ein maximal Resilientes eingespieltes

Team, weil wir können das Umfeld in dem die operieren. Ja, nicht, also wenn wir die

hinter gegnerischen Linien abwerfen, haben wir ja nicht viel Kontrolle über das

System. Aber wenn ich so über meine eigene Organisation nachdenke und hingehe und

sage, ich habe nicht die Möglichkeit das System besser zu machen oder schlauer zu

machen. Deswegen muss ich jetzt gucken, dass alle meine Mitarbeitenden so resilient

sind wie ein Navi -Seal hinter den Enemy -Lines, dann ist das auch schon ein bisschen

ein Armutzeugnis für meine Organisation und meine Organisationsentwicklung, weil ich

auch wieder diese Last mit dem Quatsch umzugehen, auf den Schultern von Individuen

ablege. Genau. Ich kenne solche Coaching -Anfragen auch und dann sage ich mir so, ich

stelle mir erst mal die Frage, freche ich mir noch mal auf und was geht das, Also

geht es darum, nicht gleich, was die Zündschnur losgeht und in einen Verhalten

mündet, was eine Führungskraft bedauert. Also ist da eine kurze Zündschnur, ist da

Affektkontrolle nicht ganz so gut ausgeprägt. Also solche Sachen, die man gut durch

Training, Sparring, Coaching bearbeiten kann, sofern die Person es möchte. Absolute

Freiwilligkeit, sonst funktioniert ja eh nichts. Okay, da können wir schauen. Da gibt

es Modelle, Methoden ein bisschen zu einfach manchmal Situationen produzieren,

also im Sinne wie eine Traumreise, also setzen nicht mal in die Lage und dann wird

gestresst und dann zu schauen, weil das in einem Safe Space ist, in einem

geschützten Raum, dass man auch reflektieren kann und sich die Person, die

Führungskraft selber andere Verhaltensmuster erarbeiten kann, die sie, die ihr

weiterhelfen. Geht es aber darüber hinaus, als es nicht nur einfach die kurze

Zündschnur, Sondern es lässt sich eher darauf zurückführen und das würde ja spätestens

im Erstgespräch mit einer Führungskraft spätestens dann vielleicht sich offenbaren, dass

die Person mit der Struktur, in der sie, also der Organisation, in der sie verankert

ist, nicht zurechtkommt. Dann wird es absurd, weil das ein nicht aufhebbarer Konflikt

ist. Da ist ja der Konflikt zwischen persönlicher Einstellung und was die Organisation

tatsächlich vermeintlich verlangt. Da Resilienz zu werden heißt eigentlich friss und

stirb. Passt dich dem an, erdulde Ertrage oder wenn es positiv nimm es die Schwäche

zur Stärke, wie es ja dann auch so schön heißt. Ob das Sinn macht für die

betroffene Führungskraft oder Führungskräfte, müssen sie entscheiden. Dann kann man da

zusammenarbeiten. Von außen gesehen, darauf zielt ja quasi der Beitrag das Traktat,

das Vermöwungsmaschinen ab. Zu sagen, so einfach ist es hier nicht. Ich mache bis

sie resilient, sodass alle müssen resilienter werden. Das sind dann diese

Plastikwörter, wie Perkson es geschrieben hat, systemische Autor, fühlen in der

systemischen Literatur unterwegs, Philosoph, meine ich, und auch andere Autoren. Also

das ist Plastikwort, das ist Bullshitbingo zum Stückwärt auch, so wie es uns viel

begegnet. Auch hier wieder, du musst auf den Kern schauen, auf den Einzelfall, um

was geht es, wer hat welches anliegen und du spürst ja auch von einem

Dreiksverhältnis, ne? Du wirst kauft um Führungskräfte. Die beauftragt dich nicht

selber, sondern die Organisation im Sinne H .A. möchte dich engagieren, dass du

reparierst oder motivierst oder whatever was. Wenn ich an dieses Wort "Zermürbung"

denke, ich muss die ganze Zeit an meinen Fiat Tipo denken. Pass auf, mein erstes

Auto war ein Fiat Tipo, war ich für 500 Mak,

ich glaube das waren noch Mak, jeden Bar vom Nachbarn gekauft. War okay so als

Auto, als erstes Auto vor allen Dingen. Und dann bin ich mit dem Ding gefahren,

halb ein Jahr, drei Viertel Jahr. Denken wir euch hier auf so eine Kreuzung in der

Beurse, will schalten, dreht auf die Kupplung und tut einen Schlag und das

Kuppelpedal legt auf dem Boden. Das war es, Auto tot. Abschleppen lassen, reparieren

lassen. Und mein Vater, Selix Seier, Kfz -Meister, sagte dann, hat sich das angeguckt,

weil ein Kumpel von ihm die Garage hatte der gemacht hat. Er sagte, die Kupplung

war komplett rund geschliffen. Die Kupplung ist ja so ein Zahnratsatz, was da

irgendwie vermittelt, wenn man die Gänge wechselt. Man muss sich aber nur ein

Zahnratsatz vorstellen eigentlich. Und was war passiert? Ich bin, weil mir einfach

niemand gesagt hat, dass man das nicht machen sollte, immer gefahren, rechter Fuß,

Gasbremsen, linker Fuß, hat immer auf der Kupplung gelegen. So, auf Englisch sagt man

"Riding beclutcht". Das heißt, die Kupplung war immer so ein bisschen aktiviert, hatte

nie Ruhe und darüber wurde die rund geschliffen. Das war nicht genug, dass sie

greift und sie wurde rund geschliffen. Und Also irgendwelchen Gründen, ich weiß gar

nicht, ob der das damals zu mir gesagt hat, da ist die Kupplung zermürbt, aber ich

denke, da ist er immer dran. Also du bist dieses Zahnrad, das eine Funktion hat,

aber weil du dauerhaft aktiviert bist, aber nur so ein bisschen schleift es deine

Kanten rund. Und das ist ja das, was hier dann passiert. Also das System wehrt

sich, das System lädt viele, viele Erwartungen und auch viel Kompensationsdruck, sei

mal resilient, dann hältst du meinen Blödsinn besser aus. Bei den Führungskräften ab,

die sind da auch ganz klassisch, natürlich Sandwich -Positionen, aus allen Richtungen

kommen Erwartungen von oben, von unten, von der Seite, von zu Hause, aus der Kita

und von sich selbst, so wie ich, hat ja jeder seinen Vater auf der Schulter sitzen,

der erzählt, was man nicht alles tun sollte, weil ich fahre nur noch automatik, weil

ich Angst habe, dass ich wieder ein Anschiss kriege wegen der Kupplung. Witzigerweise

habe ich jetzt eine Auto, das man im 2 -Pedal -Betrieb fahren könnte, habe ich

gelesen, aber ich traue mich nicht, das zu machen, weil ich denke, dass er dann

auch versteht von mich anscheinend. Aber wir tragen ja dann diese all diese

Erwartungen mit uns rum und das ist ja am Ende das, was zermürbt. Und meine Frage

an dich ist jetzt zum Schluss, was ist denn dann die Lösung? Weil das natürliche

ist jetzt zu sagen, ich steig jetzt aus, ich spiele das nicht mehr mit. Und die

andere Seite, also ich gehe jetzt vom blind alle Erwartungen erfüllenden guten

Soldaten, der aber halt absäuft, weil er in diesem Treibsand der Erwartung ja

eigentlich gar keine Chance hat. Und ich gehe jetzt auf die andere Seite und mache

jetzt hier genosser Arschloch, was im Körbchen ist, wird abgearbeitet, was nicht im

Körbchen ist, wird nicht abgearbeitet, um 17 Uhr fällt der Stift und aus Selbstschutz

heraus gibt es jetzt hier Dienst nach Vorschrift und sonst gar nichts. Und damit

löse ich ja das Problem offensichtlich nicht, sondern aktiviere ja nur andere Helden,

die jetzt die Kack am Hacken haben, weil ich mich aus dem System ausgezogen habe.

Das kann ja auch nicht die Lösung sein, das muss doch irgendwas schlaueres geben,

oder? Mit "ich" meinst du "ich" Führungskraft. Genau. Als falls die Frage "gut, dann

sind wir jetzt hier in unserem Podcast sehr vorbildlich, weil die Zermürbungsmaschine

bist ja du nicht, weil wir die Anforderungen und wir gönnen ja, wir sind einer

derer, die die Führungskraft ja abschleift." Das Zahnrad, die Funktion... Du meinst,

wie als Putsch ist. Du meinst, wir verbrunnen die Überfreundung. ...den Beiträgen, wo

ich jeden Tag wunderbar diktiere, was Kräfte alles können sollten. Unter anderem. Ich

weiß, wo du wohnst, also wähle deine Worte, wähle deine Worteweise, die jetzt kommt,

ne? Aber ja, mein Lieber, um diesen Podcast versöhnlich oder Hausbesuche zu Ende zu

bringen, geht es darum, dass wir nicht sagen, was die Lösung für die Führungskraft

ist. Das ist ja das Übergriff, ihr seht ja auch gar nicht hier. Wir reden hier

über wen, aber eigentlich möchte ich über uns reden. Die Beratungsindustrie, die

Coaching -Industrie und das, was wir tun oder nicht tun. Die erste Frage ist also,

bin ich Bestandteil dieser Zermürbungsmaschine? Zermürb ich? Bin ich der? Die

Kupplungspital ständig traktiert? Kann ich anders mit umgehen, wenn ja, wo und wie?

Weil natürlich können wir differenzieren zwischen, ich reiziere ein eigenes Profil in

sozialen Medien, in der Hoffnung, es ist ja letztlich und Verkaufsstrategie, um

darüber Kunden Aufmerksamkeit positiv oder negativ zu bekommen. Zwei und das die

Heine, das ist also die Showseite und wo sind wir tatsächlich im Gespräch mit

Auftraggebern, mit unseren Kunden, die wir durch einen Prozess begleiten, weil wir

sind Prozessbegleiter. Wir bieten einen Prozess an, in dem ein Thema bearbeitet wird

mit offenem Ausgang, weil wir ja nicht Ergebnisverantwortlich sind. Das liegt ja bei

unserem Kunden, ob er das Ergebnis, wie gewünscht erreicht oder nicht. Das liegt

nicht in unserer Macht. Das heißt, wir haben keine Antwort auf deine Frage, im

besten Sinne, weil wir ja gerade mal nicht jetzt in diesem Moment nicht Teil der

Zermürbungsmaschine sein wollen. Wir ermutigen aber unsere Kunden, auf uns zuzukommen,

damit sie mit ihrem Anliegen auf offene Ohren, auf kluge Fragen stoßen und der

Möglichkeit, das Ergebnis eher ein persönliches Ziel, ihren Wunsch nahe zu kommen oder

zu erreichen. Das wäre so mein Beitrag dazu, in der Hoffnung, dass ich jetzt nicht

einen Hausbesuch bekomme. Obwohl ich mich da freuen würde. Das glaube ich auch.

Dass das ganz nett sein könnte, wenn ich bei dir vorbeikomme, wenn du nicht halb

nackt mit deinen Vögeln im Gartenatemübungen machen müsstet, das wirst du jetzt nicht

so mal hinzubekommen. Du kannst ja dabei Gitarre spielen. Dann ist es wieder okay.

Das ist übrigens, um das mal, also guck mal, jetzt kommt eine Brücke, mal gucken,

ob die funktioniert. Ich stelle mir ja auch die Frage, wie ich auf der einen Seite

hingehen kann und kann sagen, was sollte denn hier passieren, damit das Unternehmen

funktioniert? Weil das ist meiner Meinung nach auch ein Teil unseres Jobs hinzugehen

und zu sagen, basierend auf unserer Erfahrung, wäre es eine gute Idee, wenn Folgendes

passiert und eine schlechte Idee, wenn Folgendes passiert. Gleichzeitig macht man sich

mit zu einem Träger der Zermürbungsmaschine. Und man macht sich dadurch zu einem der

Autoren dieser Schriften. Ich muss da immer an diesen alten Witz denken. So eine

Frauenzeitschrift, die ersten 20 Seiten. Liebe dich, wie du bist. Die zweiten 20

Seiten Fitness -Tipps, weil du bist zu dicken, musst abnehmen. Und die dritten 20

Seiten sind Kochezepte. Gutes mit Speck und Zucker. So ein bisschen ist das ja auch

so, dass wir abwechselnd sagen, Ey, Führungskraft, mach dich mal locker, lieb dich

selbst. Du bist dir selbst genug, aber übrigens, hier ist eine Liste von 25 Dingen,

wenn du die nicht machst, bist du disqualifiziert. Also in diesem Paradox bewegen wir

uns da ja so ein bisschen. Und ich finde meine Lösungen ganz oft darin und ich

freue mich, wenn du mir dazu gleich Feedback zu gibst oder auch die Hörerinnen und

Hörer, dass ich halt über Kompetenzen rede oder über Fähigkeiten rede und sage, es

ist gar nicht so wichtig, wie du irgendetwas tust, aber in deiner Funktion musst du

halt folgende Dinge irgendwie in der Lage sein oder folgende Dinge ermöglicht. Und

ich habe persönlich mein Leben lang kleine Handvoll Selbsthass für mich gehabt, weil

ich bin nicht in der Lage, zu meditieren so richtig. Ich habe jahrelang so eine

innere Okinawa Karate praktiziert, da mussten wir immer am Anfang Meditation machen,

am Ende Meditation machen. Ich habe auch ein paar Jahre lang Yoga gemacht. Da war

es okay, weil ich durfte einfach schlafen. So, da machst du am Ende Schawassana, da

redet der Typ irgendwie so ein bisschen und dann kannst einschlafen. Das habe ich

hier hingekriegt, bei Karate habe ich sie mir gefaked tatsächlich und ich habe

einfach immer hingesetzt und habe irgendwelche Tetris -Melodien in meinem Kopf gesogen,

bis der Blödsinn natürlich vorbei ist. Also ich kann das nicht so richtig, so dass,

wie man sich das sieht, also ich erst mal mich so dick um die Beine dazu verknoten

und dann in meinen Hochofengehirn, wenn das Leerlauf kriegt, dann passiert enorm ist.

Und das habe ich mir selbst aber immer übel genommen. Ich habe mir das immer übel

genommen, dass ich das nicht kann. Ist irgendwann mal jemand zu mir gesagt hat,

jemand schlau ist, was machst "Machst du denn, wenn's dir nicht so gut geht oder

wenn du deine Gedanken sortieren musst?" Und ich sagte, na ja, früher bin ich

Motorradfahren gegangen, dann war ich nicht mehr. Und heute nehme ich mir eine

Gitarre und dann nudelig auf der Gitarre rum. Und dann merke ich, das geht dann

auch irgendwann von alleine und so weiter. Und dann sagte die Person, neuer, gut,

dann meditiere ich mal eine Gitarre in der Hand. Das ist halt deine Meditation. Und

diese Trennung zwischen Form und dem, was man rauskriegt, wie auch immer man's nennen

will, in diesem 3VQ -Drama -Frei -Welt würden wir halt vom Ergebnis reden. Das baut

mir eine gute Brücke. Deswegen würde ich heute sagen, ja, wenn ich die Gitarre

spielen kann dabei, dann ist genau der Tatbestand einer Meditation für mich erfüllt.

Dann funktioniert das. Ob das dann für die anderen Leute im Raum immer noch

meditativ ist, sei mal dahin gestellt. Aber dafür gibt es ja Kopfhörer. Insofern, ja,

und das wäre dann eben auch für mich so ein bisschen der Weg, vielleicht aus diesen

ganzen Paradoxien und diesem ganzen Gewicht der Zermürbungsmaschine immer.

Das versuche ich auch zu machen, in der Kommunikation hinzugehen und nicht zu sagen,

du musst das und das und das und das machen. Also nicht hinzugehen und sagen, du

musst Atemübungen machen können, du musst meditieren können, du musst diese Art von

Führung können, du musst die positive Psychologie drauf schaffen, du musst das können.

Sondern aber auf der anderen Seite hinzugehen zu sagen, mach was du willst, aber du

musst als Führungskraft dafür sorgen, dass dein Team versteht, wofür es existiert und

diesen Existenzgrund auch irgendwie realisiert bekommt. Zum zum Beispiel, also ist

jetzt sehr abstrakt gesprochen, ein bisschen konkret, aber einfach von diesem Ergebnis

her argumentieren. Da suche ich mein Bein. Passt doch absolut, erinnert mich oder

bringt mehr spontan der Situation auch das Prozess ist. Du hast lauter Tools genannt,

die geht es nicht. Es wird dem Tool Meditation als Werkzeug betrachtet, wird eine

Heilkraft dann zugesprochen, aber das ist Quark, weil die Meditation ja in ein

Prozess eingebettet sind. Entweder dem Prozess, ich kommen zur Ruhe als Ergebnis oder

ich erlange eine Erleuchtung als Ergebnis. Und das einfach rausnehmen, Krabber Zink

oder wie er heißt, hat dafür quasi die Grundlagenarbeit gemacht. Er hat ja damit

Erfolge gefeiert in seiner Klinik in Amerika, für Gangbar, aber es ist dann in

dieses Ausschwappen und dieses in die Wirtschaft reinschwappen, dann das ticken zu

viel nach der Sehnsucht nach Werkzeugen. Also sprich, es geht eigentlich um den

Prozess, in dem zwei Varianten zur Auswahl stehen, die du eben nanntest. Also es

funktioniert oder es funktioniert nicht. Du bist ja nicht deiner selbst da, sondern

du hast eine Aufgabe für die Organisation, wenn du einen Team leitest. Direkt ist

deine Funktion, deine Aufgabe, dieses Team zu leiten und es ist möglich Ergebnisse,

dass sie die produzieren können. Und wie du da hinkommst, Prozessual, also dir deine

Rolle zu arbeiten ist, dass wir einen Prozess anbieten, indem ihr Fragen klärt für

sich. Immer mit dem Ergebnis, was er selber natürlich als ein Ziel formuliert, ich

nicht vorgeben kann. Vielleicht ist sein Geheimplan jetzt völlig abstrus, alles zu

zerstören, weil er Drucker falsch verstanden hat oder Drucker oder wie er heißt, ja,

mit der Kreativen zu zerstören, glaube ich jetzt nicht, halbern. Also, wie kann ich

das erreichen? Ich formuliere mein Ziel aufgrund dessen, wie ich als Kunde meine

Herausforderung wahrnehme, wie als Coaches Fragen kritisch. Was ist das Problem hinter

dem Problem sozusagen. Wo steht das? Ist es die persönliche Unzufriedenheit? Ist es

eine organisatorische Funktionale wie auch immer? Und dann, dass sich der Kunde ein

Ziel erarbeitet, um organisatorischen, eigenen, Team -Erwartungen gerecht zu werden,

in dem, und das ist dann kein Paradox, sondern es ist das ein Dreieck von vielen

Dreiecken, die wir in einem Unternehmen haben, in dem ich mich immer wieder täglich

aushandeln muss. Es sind Aushandlungsprozesse von Macht ohne Ohne macht nichts anderes.

Und dass das Spiele der Erwachsene von Börne auf die Idee des Tarmatreik dann

zurückgeht, oder vielmehr das basiert ja darauf. Wir müssen immer wieder aushandeln,

deswegen quasseln wir viel, deswegen sitzen wir auch in Meetings, um das Miteinander

auszuhandeln. Du hast eben so ein "Vorm Beigehen" glaube ich, eine Schlüssel -Phrase

gebracht und ich würde mal behaupten, dass es etwas, das haben wir zwei oder man

als Coach vielleicht viel eher verfügbar als ein Tool, mit dem man arbeiten kann,

als die Führungskraft an, für sich über die wir hier so reden und nämlich du hast

gesagt, bestmögliche Ergebnisse. Naja, da steckt ja eine riesen Freiheit drinnen,

wenn man wirklich sagen kann, ich trete hier an, um die bestmöglichen Ergebnisse zu

produzieren, weil die bestmöglichen Ergebnisse sind nicht die besten Ergebnisse. Das

sind nicht alle Ergebnisse. Das ist nicht immer das Beste zu geben. Und wenn man

das internalisiert hinzugehen und zu sagen, ich gebe mein Bestes und ich kann auch

vor mir selbst und vor anderen das gut darstellen, dass ich mein Bestes gegeben

habe. Ich habe mich nicht fertig, also ich kriege das auch hin ohne zu beweisen,

ich habe Blut in den Schuhen, ich habe mich völlig fertig gemacht oder sowas. Und

dann kann ich aber eben auch akzeptieren, dass ich nur die Bestmöglichen abgegeben

habe und halt nicht die Besten und halt nicht immer alle. Ich glaube, da ist ein

Riesen, also kommt mir bei den Coachings auch immer wieder unter, ich erzähle gleich

nochmal die Geschichte vom Detlef, dass der Anspruch an sich selbst ja ist, alles zu

schaffen und alles gut zu schaffen. Und ich würde behaupten, du kannst sagen, ob du

zustimmst oder nicht, dass das fast schon der Motor der Zermürbungsmaschine ist. Diese

Anforderung, ich krieg das alles hin und ich krieg das alles gut hin. Genau, das

ist so ein Naturgesetz. Also das ist nicht zu befragen, genau in diesem Anforderung

und die kann dann tatsächlich Leute kaputt machen, weil sie in sich sicher nach

Schulz suchen. Genau. Und dann meinen oder tatsächlich Scheitern verzweifelt sind und

aus dem Job rausfallen, weil sie glatt gesagt kaputt sind, um nicht das Wörtchen

Börner zu nennen, was ja ein breiter Sammelbegriff ist. Sie sind einfach kaputt. Und

ich kenne aber auch einen Fall, eine Führungskraft Personala damals bei Quelle, glaube

ich war das, bei Quelle ja, die ja dann insolvent und viele, er musste sehr viele

entlassen. Und Er hat mal in einem Vortrag, dem ich bei Wundwürftel gesagt habe,

dass sie irgendwann den Punkt hatten, also er und sein Team, nicht kaputt zu gehen,

in diesem miesen Job hunderte Tausend Leute hinlassen zu müssen. Schicksalige,

Karrierewege zu beenden, Familien, die Einnahmequelle zu nehmen, etc. Pepe, was da

alles dran hing, nicht kaputt zu gehen. Spoiler, er ist kaputt gegangen, er ist

nicht kaputt gegangen. Was war denn die Lösung? Wie haben Sie das denn geschafft,

nicht kaputt zu gehen? Das ist gezogen haben, aber er selber, ich weiß nicht, wird

die Einzelperson des Teams, ist über Jahre in tiefe Depressionen, also ein depressive

Zustand heute, das war noch vor Burnout -Zeiten sozusagen, in einem absolut tiefen

Burnout, abgeschlittert zu nichts mehr fähig, weil ihn das persönlich dann so

mitgenommen hat und er gesagt hat aber zwischen dem "Ich mach das nicht", "Ich

gehe", gesagt "Ja, wenn ich gehe, macht sie irgendwer anderes und er macht es

vielleicht nicht so gut wie ich, bestmöglich. Und ich glaube, er wollte tatsächlich

irgendwann nur noch bestmöglich, als auch das schützt nicht. Aber es ist eine

Möglichkeit, da haben wir was zu herden. Was ist bestmöglich, was kann ich gerade?

Und dann ist natürlich die Frage, bei bestmöglich, akzeptiert die Organisation das.

Meine überstellten Vorstände, je nachdem, wo ich bin. Auch da immer Vorsicht für den,

also ich zu mir gesagt, nicht zu dir, Vorsicht vor schnellen Erkenntnissen, aber es

ist bestmöglich, erst mal sich hinzuarbeiten von dem "an das geht's nicht", ja, diese

Perfektionsansprüche, das kann so ein Schritt sein für Führungskräfte. Ich würde da

jetzt aber auch hart warnen vor dieser Abhängigkeit, vor der externen Validierung,

also hinzugehen, also wenn ich dort bin, dass ich wirklich mich schütze, das müssen

alle tun, nicht nur in so einem Extremszenario, wie du es gerade aufgemalt hast,

also ich würde behaupten auch, die Führungskräfte, die hier zuhören, haben das

tagtäglich. Ich muss mich irgendwo schützen, abgrenzen und sagen so. Und das ist

jetzt der Punkt, dass ich mir selbst sagen kann, ich habe das Bestmögliche getan.

Aber da darf jetzt nicht hinten dran hängen. Mal gucken, ob es der Vorstand auch so

sieht. Weil der hat seine eigene Geschichte, der hat seine eigenen Interessen und

seinen eigenen Kontext. Das wäre ja das, was du in der Situation befragst. Ja,

angenommen, du arbeitest und merkst, das hängt an dem und es kommt das Bestmögliche

auf. Ja, und dann kannst du als Coach sehr wohl fragen oder sich nochmal schildern

lassen. Was heißt denn bestmöglich? Und dann kannst du eine paradoxe Intervention, wie

es so schön heißt, machen. Ich bin jetzt hier vorhin schon gesagt, das ist der

Pillepalle. Also mal ganz rabiat reingehen, was kein Coach sagen würde, dass er es

tut, aber ich habe Erfahrung, dass es sehr hilfreich sein kann, wenn ich weiß, es

anzuwenden. Und dann kommt dann auch, oh stimmt, nee, oh, dann kommen vielleicht

diese Abhängigkeit noch. Also das war davor, ging es mir nur um. Nur weil ich

bestmöglich sagen kann und ich orientiere mich danach, muss es das noch nicht sein,

dann dann kann immer noch ein Momentum drinstecken, was mir dann durch den Spaß

verdirbt. Ich wusste das nicht, dass man nicht rabiat reingehen darf als Coach. Ich

hätte das jetzt nicht gehört. Unter anderem zum Beispiel, ich erzähle kurz die

Geschichte vom Detlef. Ja, wirklich Detlef heißt Detlef war mein erster Chef. Da war

ich 17, ich wurde Detlef gearbeitet und Detlef war ein unheimlich guter Chef, der

mich viel zu verdanken habe, der hat mich an die Hand genommen, der hat mir

beigebracht, wie man Rechnungen schreibt, der hat mir beigebracht, wie man Kunden

redet und so weiter. Und das Tolle an Detlef war, ich habe hier da war. Ich habe

ja da gearbeitet und ich wusste nicht, wie arbeiten geht so richtig. Das hat er mir

beigebracht. Und dann lernt man so die Grundtechnik des Arbeitens. Chef gibt die

Arbeit und dann machst du Arbeit. Jetzt hast du ja auch nicht so richtig viele

Einordnungen, bist du schnell, bist du langsam, wie viel Arbeit es eigentlich machbar.

Und Detlev hat immer mir so viel Arbeit gegeben, wie schaffen. Das war seine

Funktion. Ich hatte einen Chef, er hatte auch nur mich tatsächlich. Und ich behaupte,

viele Leute hören sich das an und sagen, ja, so war es bei mir auch. Mein erster

Chef hat mir beigebracht zu arbeiten oder meine erste Chefin und ich habe gelernt,

die Menge von Arbeit, die ich bekomme, die ist machbar. Also, die Anforderung an

mich, wie viel Arbeit ich schaffen muss, bis der Bergarbeit in die Ablegt so, in

den allermeisten Fällen. Das Problem ist, ich habe den Detlef immer noch im Kopf

heute. Ich habe immer noch im Kopf, die denke, die Arbeit, die auf meinem

Schreibtisch landet, muss machbar sein, weil mir der Detlef damals beigebracht hat,

ich gebe dir nur so viel Arbeit, wie du auch schaffst. Natürlich ist der nicht mehr

in meinem Leben der gute Mann und natürlich habe ich heute nicht nur einen Chef,

der völlig überblickt, was ich alles zu tun habe, sondern ich habe zehn Kunden, zwei

Vorstandskollegen, acht Mitarbeiter, zwei Kinder, eine Frau, eine Mutter. Die reden

auch alle nicht miteinander, der musste ich feststellen. Also es ist durchaus nicht

so, dass meine Frau bevor die mir Arbeit gibt, mal kurz bei O'Donovan anrufen sagt,

hat er heute eigentlich Zeit irgendwas zu tun, macht die nicht, umgekehrt machen, die

das auch nicht. So, das heißt, ich kriege ja ohnehin viel mehr Arbeit, als ich

schaffen könnte, weil alle meine Anforderer nicht miteinander koordiniert sind auf

meinen Schreibtisch. Ich habe aber immer noch den kleinen Detlef in meinem Kopf, der

sagt, alle Arbeit, die bei dir ankommt, müsstest du schaffen. Und das zu realisieren,

hinzugehen und sagen, die Menge ist überhaupt nicht machbar. Ich muss akzeptieren,

dass ich enttäusche. Ich muss akzeptieren, dass es Dinge gibt, die ihr landen zu

denen, die werde ich nicht schaffen. Und das Einzige, wo ich Einfluss drauf habe,

ist, wie früh ich sage, dass ich nicht schaffe. Wozu ich das sage? Ich kann

priorisieren, ich kann mir Sachen aussuchen und ich kann irgendwie gucken, wie ich

Schamanthichs mache. Also, ich muss akzeptieren, dass es Erwartungen geben wird, dich

enttäuschen und ich muss akzeptieren, dass es Arbeit geben wird, ich nicht schaffe,

weil der Detlef halt nicht mehr da ist. Und das ist etwas, das ist eine der

Interventionen, die ich relativ oft im Coaching anwende. Hinzugehen und zu sagen, du

musst raus, viel so Erstführungskräfte Führungskräfte oder sowas, hinzugehen und zu

sagen, in dem Moment, wo du diese Führungsfunktion, Führungsrolle, vielleicht klasse

mal gleich mal ein Unterschied, aber in dem Moment, wo du das übernommen hast, hast

du akzeptiert, dass du jetzt nicht mehr die Chance hast, alles zu schaffen. Du hast

akzeptiert, dass Teil deines Jobs ist, andere und dich selbst zu enttäuschen. Wenn du

das nicht schaffst, dich damit zu arrangieren, dass du Tage haben wirst, wo du

sagst, ich habe heute nicht alles geschafft, was ich wollte, ich habe heute nicht

alles geschafft, was von mir erwartet wurde. Aber ich bin trotzdem immer noch okay.

Dann hast du eine gewisse Überlebenschancen. Du hast im Rolle Funktionen. Du hast es

eigentlich gut beschrieben. Also mit dem, was du da gelegt hast. Die Funktion ist,

die Detlef sagt, das Arbeit, die hast du zu tun in deiner Funktion als Mitarbeiter

mit den Aufgabengebieten oder wie auch immer formuliert. Das hast du abzuarbeiten.

Und natürlich hast du die Hand zuheben, wenn du etwas nicht schaffst zu dem

gewünschten Termin, also sprich, wenn Zeitdruck da ist. Im besten Falle bekommst du

ja auch Aufgaben delegiert, mit was, wann, in welcher Qualität, bla bla bla. Die

Rolle ist dann das Bündel an Erwartung, das hast du ja auch beschrieben. Nicht nur

von deinen Vorstandskollegen, deinen Mitarbeitenden, Kunden, Frau, Kinder, Haus,

Auto, Garten. Das sind Erwartungenhaltungen. Ich erwarte, dass du es macht, aber

unklar in der Präzision. Ich würde mal sagen, dein privates Umfeld hat Rollen, die

Mutterrolle, die Ehefraurolle, die Kumpelin -Rolle, wie auch immer. Du hast die Rolle

des Getachenspielers, des besten Papas der Welt und ähnliches. Ja, das sind neue

Rollen und dahinter stecken neue Erwartungen, die dich überraschen und erwartbarer

Erwartungen, weil du sie kennst. Die hast du gelernt zu händeln, mal enttäuschend,

mal mal zu vollster Zufriedenheit und alles, was dazwischen sich bewegt. Und auf der

Arbeit, das ist dann die Trennung auch, bin ich im Arbeitskontext, da habe ich

Funktion, du als Finanzvorstand der Autonomen AG hast gewissig Tätigkeiten, die sind

an Verantwortung geknüpft, daraus leiten sich Aufgaben ab, Budgetverantwortung wirst du

haben, solche leise Sachen. Und diese Differenzierung, weil das sozusagen synonym

verwendet wird, ist es jetzt eine Aufgabe ist es eine Rolle, ist vielleicht ein

Teil, das sich überfordert fühlen, wenn ich das als Führungskraft oder auch als

Coach. Ich möchte ja gar nicht der Coaching -Industrie übel als das Vorwerfen, also

all der einzeln Personen, aber dass sie vielleicht selber mit der Klarheit, als für

sich die Klarheit nicht hinbekommen. Coach als Funktion und was ist die Rolle,

sprich was erwartet der Kunde von mir, das sind zwei Paar Schuhe, nur weil er es

erwartet mache ich es ja nicht, aber ich biete meine Funktion an. Prozessbegleiter,

aus dem er anders rausgeht aus dem Prozess im besten Falle als er reingegangen ist,

das kann dich vielleicht als Versprechen mitgeben, kann sich natürlich auch negativern

hören. Am Ende sind sie ein ganz wehr anderes. Aber es ist im Prozess um in die

Bearbeitung einer Herausforderung, Problem oder eines Wunsches, wohin er sich hinbewegen

möchte. Das würde ich mal so ein bisschen differenzieren. Damit ist das Problem aus

dem Schildetast noch nicht gelöst, aber es ist ein Einstieg da sich zu orientieren

und klar zu schaffen. Ist aber auch nicht selten etwas, was man am Anfang von so

einem Coaching den klarstellen muss. Ich coache nicht die Funktion, also gerade wenn

du in diesem Coaching 3 -Eck drin bist, eine Personalabteilung, holte ich ran, weil

ein Mensch seine Funktion nicht erfüllt. Richtig. Also gehst du nicht hin und sagst,

ich kann hier nicht die Funktion heilen, ich kann immer nur mit dem Menschen

arbeiten und wenn das dem Menschen besser geht, dann geben allgemeinen, entweder

performt er dann besser in der Funktion oder fängt an, sich mit euch über die

Missstände im System auseinanderzusetzen? Beides wäre Fortschritt. Aber ich kann nicht

eine Funktion coachen. Ich glaube, das ist echt wichtig. Was würdest du denn zum

Abschluss jetzt raten? Was jetzt viel den Coaches auch geraten, da haben wir jetzt

auch nicht wenige, die zuhören. Aber was redest du denn der Führungskraft, die sich

in der Zermürbungsmaschine wiederfindet? Was ist denn der Weg nach draußen? Sascha

bürtner Anti -Zermürbungsmaschinen. Maschinenmarathon. Nee, das wäre eine Alliteration,

aber es soll hoffentlich kein Marathon sein. Also, der Sascha bürt eine

Antizermöwungsmaschinen drei Step. Ich komme auf meine Aussage zurück. Beratung und

Ratschlag. Spannendes Buch. Natürlich würde ich keinen Ratschlag geben, aber ich würde

anregen, sich einen Moment hinzusetzen, zu schauen und irgendwie zu notieren,

möglichst notieren. Also, ich bin sehr erfreund von notieren, ob das digital oder

noch klassisch auf ein Stück Papier, sich einfach zu notieren, Stichpunkte hatte ich,

wo stehe ich denn gerade, was tut mir weh, was bemerk ich, was erzeugt, ein ganz,

sagen wir so etwas wie ein Unwohlsein, das nicht zufrieden sein. Das wäre man

allererst es umzuschauen, was ist das alles allein mit dem Externalisieren, deswegen

nicht nur im Kopf so eine Liste machen, sondern aufschreiben, sich sichtbar machen,

weil darüber schon ein Denkprozess der erste Wege raus aus einer Situation, dass der

Baby -Step, wie wir in 3VQ sagen, sein erster Mini -Baby -Step um zu sehen,

was ist das denn da? Vielleicht erschrocken zu sein über Begriffe, die da auf einmal

stehen, von denen man gar nicht dachte, dass sie da sind und die ja im Helfen und

sagen, Uppsala, vielleicht ist dann das Gespräch mit Personen des Vertrauens, guck mal

Schatz, was sagst du dazu oder nicht dazu und das ist natürlich auch die jetzt hier

natürlich wieder Kundenwerbung die Möglichkeit zu sagen kann ich das alleine bin ich

in der Situation das was ich mir jetzt quasi sichtbar gemacht habe mich alleine an

den Haaren aus dem Sumpf sozusagen zu ziehen oder brauche ich wen außenstehendes der

mir hilft daraus zu kommen und zwar dahin wo ich hin möchte was immer das ist weil

das sind ja die zwei Anlässe konnten kommen, wissen wohin sie wollen, aber sie

wissen nicht wie oder sie kommen, weil sie nicht wissen wohin sie wollen, aber sie

wissen, dass sie weg wollen. So, das war der Ratschlag. Keine Methode, kein tiefes

Atmen, kein Yoga, kein Verknoten von kurz geratenem Beinchen, nichts dergleichen,

sondern einfach sich selber aufschreiben, was ist denn da eine ruhige Minute,

vielleicht Stunde und das dann aber damit nicht wegtun, sondern immer wieder nie an,

drauf rumkauen, auf die Begrifflichkeiten. Vielleicht ne Mindmap -Trosmann, was auch

immer, um sich das Vorgang zu führen. Und wenn es dann dieses "Sich für die Person

selber" klarstellt, "Nee, das kann so nicht weitergehen", dann halt so "Schau, kann

ich selber alles gut? Kann ich's nicht selber? Suche ich mir Hilfe." Vor vielen

Jahren war es schlag genug. Ich fand das super.

Für mich jetzt gerade wäre ich vor vielen Jahren mal in einem Unternehmen gearbeitet.

Dann war Weihnachtsfeier und der Geschäftsführer schenkte mir zum Weihnachtsfeier ein

Blechschild auf dem Draufstand, man muss die Schuld manchmal auch bei anderen suchen

und kurz danach legte er mir meine Kündigung hin. Und ich habe damals gedacht, das

ist jetzt also ganz komisch, ich habe das Blechschild immer noch in meiner

Gitarrenwerkstatt an der Wand hängen, weil ich gedacht habe, irgendwann werde ich mal

verstehen, was hier passiert ist. Ich habe es mittlerweile ein bisschen besser

verstanden, wenn ich ein bisschen Backgrounds dort gehört habe. Und ich nehme das

Schild aber auch für mich, also natürlich nicht im Sinne von Schuldige finden. Das

ist ja oft infantil, aber auch menschlich. Wenn wir im Drama -Dreik sind, dann wenn

ich eine Opferrolle bin, dann suche ich das Schulter dran und so weiter. Das bringt

selten Fortschritte. Ich kann aber das mit dem Schuld aber ja auch umdrehen. Also

ich rede oft, wenn ich in Befüllungskräfte oder mit Teams oder so sagen, was

schuldet ihr denn dem System? Und was schuldet das System denn euch? Also eher im

Sinne von, was ist die Gebeverpflichtung? Und das wäre so das, was ich jetzt

mitnehme, dass diese Zermürbungsmaschine, ich würde auch behaupten, da gehören ja auch

zwei dazu. Da gehört hier quasi das System dazu, das mich zermürbt und ich muss es

aber auch mit mir machen lassen. Und auch wenn das jetzt wieder ein bisschen schräg

ist, weil wir wollen ja eigentlich so ein bisschen Last wegnehmen von dem Subjekt,

von dem der Zermürbt wird, aber da ist halt der Punkt mit, naja, ich lass es aber

auch geschehen. Ich gehe auch hin und sage, ich bin Schuld an allem, also dieses,

was man dann hochtrabend Selbstattribution nennt, hinzugehen und zu sagen, hier ist

irgendetwas und ich bin Schuld und ich bin derjenige, der was ändern muss und ich

bin derjenige, der die Last tragen muss und alle gucken zu mir. Also am Ende stecke

ich mich dann selbst in die Zermürbungsmaschine, weil ich an mir selbst diesen

Heldenkult quasi exekutiere und sage, ich bin derjenige, um den hier dreht und wenn

man da ein bisschen den Abstand hinkriegt und auch mal die Schuld im Sinne von, da

muss was passieren bei einem anderen und auto muss auch nicht ein Anderer Held sein,

sondern das kann ein anderer Faktor im System sein sucht, dann kann das meiner

Meinung nach durchaus ein erster Ansatzpunkt sein, nicht ganz so in der

Zermürbungsmaschine zerfleischewolft zu werden. Jetzt sind wir fertig, oder? So, Punkt.

Ich könnte jetzt natürlich noch Futter geben und Zucker dem Affen geben und wir mehr

hindern weiter, aber ich fand es einen schönen, abschließenden Punkt. So machen wir

das, das weitere Gespräch auf LinkedIn, am nächsten Meta -Labor vielleicht. Sascha ist

der Ruhepriester, Gründer und Hausvater des Meta -Labors, des kleinsten Thinktanks der

Milchstraße.

Ja, der Milchstraße. Danke dir. Da werden wir uns wieder sehen. Wenn euch das

interessiert, wenn euch der Sascha seine Arbeit, seine Traktate interessieren, dann

werdet ihr links, um ihn zu folgen und ihn zu stalken, in den Shownotes finden.

Lieber Sascha, ich bedanke mich sehr für deinen Besuch und die Unterhaltung. Danke

dir. Wir haben ja eine Ehre, eine Freude. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht. Und

euch da draußen vielen Dank fürs Zuhören. Das war eine weitere Folge des Podcasts

"Veränderungsstabil". In dem wir uns anschauen, was Organisationen, Menschen, Führung,

Teams drauf haben sollten, um aus dieser wilden Welt was Sinnvolles zu tun. Heute

haben wir darüber gesprochen, was ich machen kann, was ich für Ansätze habe, damit

ich nicht in der Zermürbungsmaschine aus systemischen Anforderungen,

Überforderungen wilder Welt und Coachingmaschine rundgeschliffen werde, bis ich zerbrösel

und mich in einem Sanatorium wiederfinde. Vielen Dank fürs Zuhauen. Gebt uns Sterne,

Daumen hoch, irgendwelche Bewertungen, irgendwelche Kommentare, schickt uns euer

Feedback. Wir freuen uns immer, wir danken für eure Zeit und bis zum nächsten Mal.

Schönen Mitteln.

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