In dieser Folge spreche ich mit Gilbert Plugowski über eine der schwierigsten Übergänge im Berufsleben: den Schritt in die erste Führungsrolle. Vom Fachexperten zur Führungskraft. Vom „selber machen“ zum „andere wirksam machen“.
Gilbert arbeitet seit vielen Jahren genau an dieser Schnittstelle und entwickelt Führungskräfte, die zum ersten Mal Verantwortung für Menschen übernehmen. Wir sprechen darüber, warum Führung kein Titel ist, sondern ein Identitätswechsel. Warum viele neue Führungskräfte scheitern, obwohl sie fachlich brillant sind. Und warum alte Erfolgsrezepte plötzlich nicht mehr funktionieren.
Wir gehen sehr konkret durch, was First-Time-Leaders wirklich brauchen: einen inneren Kompass für Entscheidungen in Unsicherheit, die Fähigkeit, Verantwortung abzugeben und einzufordern, Wirkung ohne formale Macht zu entfalten und Beziehungen bewusst zu gestalten. Es geht um situative Führung, laterale Führung, Ownership, Accountability und um die Frage, wie Lernen wirklich funktioniert – nicht auf dem Papier, sondern im Alltag.
Ein zentrales Thema ist dabei auch Führungsausbildung selbst. Warum Zwei-Tage-Seminare nicht reichen. Warum Kompetenz nur durch Anwendung entsteht. Und warum Organisationen Führung oft unmöglich machen, weil ihre Strukturen und Erwartungen dagegenarbeiten.
Diese Folge ist ein ehrlicher Deep Dive für alle, die neu in Führung sind, oder die Verantwortung tragen, diese Menschen gut auf ihre Rolle vorzubereiten.
Viel spaß beim hören.
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So erreicht Ihr Gilbert Plugowski:
LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/gilbert-plugowski/
Homepage: https://www.unleashing-potential.de/
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Und so erreicht Ihr mich:
Homepage: https://www.odonovan.de/veraenderungsstabil
Wenn dein Mitarbeiter Sonntag -Napend an Montagmorgen denkt, dann gibt's im Wesentlichen
nur zwei Reaktionen. Entweder steckt sich die Finger in den Hals und denkt "Oh Gott!
Montag !" Oder er denkt "Montag, gute Sache !" Hallo und herzlich willkommen da
draußen zu einer weiteren Episode des Podcasts "Vänderungsstabil", in dem wir uns
anschauen, was Organisationen, Menschen, Führung und Teams drauf haben sollten, damit
sie in dieser wilden Welt erstens nicht untergehen und zweitens möglichst dauerhaft,
gesund und erfolgreich wirtschaften können. Ich hol mir gerne Gäste, die mehr davon
verstehen als ich und ich habe heute einen ganz tollen Gast, nämlich den Gilbert
Blugovsky. Lieber Gilbert, herzlich willkommen. Ja, vielen Dank für die Einladung,
Holger. Der Gilbert ist Managing Partner und Gründer eines Unternehmens namens
Unleashing Potential. Der Background ist tatsächlich viel Leadership Development,
also als Principle und als Managing Consultant bei großen und namhaften Häusern. Hast
du dich wirklich richtig verstehe seit deinem Sozialpädagogik -Studium damit beschäftigt,
wie man Menschen, wie man Erwachsene entwickeln kann, wie man Skills transferiert? Und
eines der liebsten Themen ist Führungsausbildung und genau darüber wollen wir heute
reden, nämlich für euch da draußen. Der Gilbert hat ein, ja, es ist ein Produkt,
dann wirst du auch wissen, ein Ausbildungsangebot für First -Time Leaders. Und ich bin
direkt draufgesprungen und habe gesagt, lass uns darüber reden. Ich will rausfinden.
Vorm Experten, was sollten Menschen, die das erste Mal in eine Führung kommen, denn
lernen? Was muss man denn eigentlich drauf haben? Was ist denn so das Standard
-Toolset, was man braucht? Und vor allen Dingen jemand, der nichts anderes macht. Wie
lehrt ihr denn? Weil wir möchten hier ja auch die Lanze brechen für moderne
Lernarchitekturen und endlich mal dieses Klassenraum. "Ah, du bist jetzt Manager. Ich
knödle dir jetzt hier zwei Tage lang irgendwie Zeugaufhalte in die Birne und dann
läuft das schon. Das ist hier Käse." Das alles gucken wir uns heute an mit dem
Gilbert. Lieber Gilbert, herzlich willkommen. Ja, vielen Dank noch mal. Freu mich. Wir
steigen mal direkt ein First Time Leaders. Ich bin jemand, der kommt jetzt das erste
Mal in eine Führungsrolle. Was muss ich ihn drauf haben? Was muss ich ihn können?
Ganz eins einfach unterbrechen. Vier Dinge sind aus unserer Perspektive absolut
relevant. Das erste ist, du brauchst ein Kompass. Da geht es um Identität. Wenn wir
uns die Welt anschauen, die wird immer komplexer, es wird alles immer undurchsichtiger
etc. Da gehe ich jetzt nicht in die Tiefe, das weiß jeder, wir fühlen das. Wir
mussten nur die Tagesschau aufschlagen oder gucken, weil es sofort bescheiden ist.
Krise, Krise, Krise. Und wie ich in diesem Umfeld navigiere, hat ganz viel damit zu
tun, wie ich innerlich aufgestellt bin. Habe ich ein Kosette, das mich trägt in
Situationen, wo es eben nicht klar ist. In der Schifffahrt würde man sagen, fahren
auf Sicht. Was trägt mich dabei? Was ist mein Navigationssystem? Das ist das Erste,
was ich brauche und auch am häufigsten unterschätzte Element. Zweiter Element ist, ich
muss wissen, wie ich Verantwortung, wie ich Menschen in Verantwortung bringe und wie
ich Verantwortung abgebe. Zentrales Element, also führen bedeutet, also Wirkung zu
multiplizieren und andere in Verantwortung zu bringen. Genau, in den Worten von einem
meiner Auftraggeber, ich will hier jemanden, der 20 Leute in Wirkung bringt und
keinen Edelsach bearbeitet, der alles selbst macht. Wunderbar, besser kann man es
eigentlich nicht ausdrücken in dem Sinne. Das Dritte ist, wie wirke ich eigentlich?
Wie entfalt ich Wirkung? Und das hat ja die Herausforderung, dass in allen
Organisationen, insbesondere Matrixorganisationen, du ja ganz oft in Situationen bist,
wo du keine die krägte, disziplinarische Führung hast, aber Mitarbeiter leitest oder
in diesem Sinne in Projekten, riesige Projekte können es sein, kleine Projekte,
Mitarbeiter verantwortest oder Ergebnisse verantwortest, wo du die Leistung anderer
brauchst. Das heißt, gibt ja dieses Fachwort "laterale Führung", das muss man sich
nicht merken, aber die Idee dahinter ist, dass ich gar keine Führungsmacht habe,
keine Formelle und ich muss Menschen ohne Macht in Verantwortung bringen. Ich muss
sie dazu bringen, dass sie meinen Entscheidungen folgen, dass sie in meine Ziele
einzahlen, dass sie in meinen Projekten mitarbeiten, obwohl sie tausend andere ginge
auf dem Tisch haben und idealerweise meine Sache ganz nach oben auf den Stapel legen
und dort abarbeiten. Das letzte ist das Thema "Führung ist in einem Wort auszudrücken
Beziehung". Und ich bin ja so ein Buch nerd und ich habe diesen Satz dann auch
geklaut, und zwar von Paulo Coelho in einem seiner Bücher und der Satz lautet
"Beziehung ist wie ein Bankkonto und du musst erstmal was drauf einzahlen bevor du
es abhebst." Und das bedeutet, das ist auch einer der typischen Führungsfehler, dass
wir als Führungskräfte eine wahnsinnige Erwartungshaltung haben, was unser Mitarbeiter
alles tun muss und wir das tun sollte und wann er das tun sollte, etc. Pp. Uns
aber keine Gedanken machen, was zahlen wir eigentlich ein, damit der andere mehr
folgt. Also, welchen Grund habe ich denn zu folgen? Und ich mache mal ein Beispiel
aus meiner persönlichen Praxis. Ich war ja beim Mercedes -Benz -Consulting viele Jahre
und ich hatte einen Teamleiter, den ich sehr vertraut habe von Anfang an. Wir hatten
eine gute Beziehungsebene und ich kam in eine persönliche Krise, eine seriöse,
wirkliche, echte persönliche Krise. Ich gehe da jetzt nicht ins Detail ein und ich
war so weit reflektiert und ich war noch so weit besammelt, dass ich zu meinem
Teamleiter hingegangen bin, weil ich im Vertrauter war und gesagt, du, pass auf. Ich
habe da echt ein Thema und ich werde die nächsten paar Wochen nicht ganz derjenige
sein, den du kennst. Ich werde nicht das leisten können, was ich jetzt die letzten
Monate und Jahre geleistet habe. Und dann hat er sich zurückgelehnt, hat mich
angelächelt und hat gesagt, Gilbert, da bin ich schon durchgegangen. Ich weiß
Bescheid. Und ich sag dir noch was, je nach Hause mach Homeoffice, ich halte den
Rücken frei. Und die Realität ist, dass ich kann es jetzt nicht auf den Tag
runterbrechen, aber ich sag mal, drei bis vier Wochen streng genommen nicht gearbeitet
habe, sondern morgens mich eingeloggt und abends mich ausgeloggt habe, formell, Aber
faktisch habe ich erst mal einen Kram geregelt und innerlich, ja, so. Und nach so
drei, vier Wochen kam dann ein Anruf von ihm und sagte er so ganz nett und etwas
hüsselnd. "Du, Gilbert, es wär jetzt mal total toll, im Punkt Punkt." Und dann habe
ich gesagt, ja, bin mit einer gebrochenen Hand im Auto. Die war tatsächlich damals
angebrochen, nach Hamburg gefahren zu meinem K -Account. Hab dort Training geleistet,
hab mir einen Prognant geschnappt, der mich gefahren hat, der mich begleitet hat und
mich mich dann ein bisschen unterstützen, weil ich halt sehr plädiert war an der
Stelle und habe mir den Wolf abgearbeitet und zwar mit einem Lächeln im Gesicht,
weil auf meinem Beziehungskonto war auf meiner Seite des Vertrauens ein ganz großes
Minus, weil er mir ein riesen Vertrauenspaket gegeben hat und dann habe ich gesagt,
das zahle ich zurück um jeden Preis und das bedeutet Beziehungspflege, sich wirklich
für den anderen und für seine Lebenssituationen zu interessieren und wenn ich da
investiere, dann bekomme ich auch was Wenn ich nur Frage und abrufen will und gib
bitte die extra Meile für mich, aber ich habe gar nichts eingezahlt, da hat der
andere gar keine Veranlassung und das ist das Ding.
Hey, kurze Durchsage, wenn euch Veränderungsstabil gefällt, dann nehmt euch doch mal
kurz Zeit und gebt dem Podcast eine Bewertung auf dem Streamingdienst, mit dem ihr
gerade hört. Es hilft uns enorm, weil dann noch mehr Menschen im Podcast entdecken
können und so können wir die Community weiter wachsen lassen. Vielen Dank fürs
unterstützen, vielen Dank fürs Zuhören und jetzt geht's weiter mit der Episode. Wenn
ich mir jetzt die vier Sachen angucke, ich habe es gerade mitgeschrieben. Also ich
brauche diesen Kompass, ich brauche Richtung, zweitens ich muss verstehen, wie ich
Menschen in Verantwortung bringe, Verantwortung, Wirksamkeit verteile, drittens, wie
wirke ich, wie kriege ich Leute dazu, das zu tun, was ich tun soll und viertens,
ich mache bewusste Beziehungsarbeit. Dann ist das ja viel davon wirklich etwas, was
man anfängt, also ich vom Ministerstrage, das fange ich jetzt an zu tun. Also ich
war jetzt in einem Team, ich war Fachexperte für etwas und jetzt habe ich meine
erste Führungsrolle bekommen. Viele
Führung ist ein Identitätswechsel. Also die erste Führungsrolle ist ein
Identitätswechsel und nicht nur an Sprung auf der Karriereleiter. Das heißt, alles
das, was ich jetzt gemacht habe und all das, was mich vom Elite -Sachbearbeiter
hierhin gebracht hat, das hilft mir nur noch sehr bedingt, weil es nicht der Job
ist. Der Job ist jetzt Menschen in Wirkung zu bringen, eine Wirkung zu multiplizieren
durch andere Menschen. Da brauche ich eine andere Kompetenz wie der Elite
-Sachbearbeiter zu sein. Mein Job ist nicht das beste Pferd im Stall zu sein, sondern
andere zum besten Pferd zu machen. Dass die leisten können, da brauche ich ganz
andere Fähigkeiten dafür. Das ist ein anderer Job. Und es hat ganz viel was mit
ihnen drin zu tun, weil ganz oft ist ja mein persönlicher Selbstwert damit verbunden,
dass ich Wert produziere im Unternehmen. Ob das gut ist oder nicht, mal
dahingestellt, aber ganz viele Menschen ziehen daraus Wert. Und wenn ich jetzt gar
nicht mehr Wert produziere, dann habe ich ja ein Werteproblem im Inneris. Das, was
ich bis hierhin getan habe, wo Leute gesagt haben, super Holger, das machst du
richtig gut. Das ist ein toller Wertbeitrag. Da, wo ich mal selbst wieder rausgezogen
habe, das darf ich jetzt gar nicht mehr machen. Das muss ich jetzt aufhören zu tun
und ich muss etwas tun, indem ich nicht gut bin, weil ich das erste Mal mache,
indem ich mich nicht wohlfühle und wo ich sehr viel länger brauche, um Schulterklopfe
zu kriegen. Absolut. Und genau das ist ja da, wo auch die Falle drin lebt. Das ist
die Falle. wir tendieren ja dann zu Dinge zu ignorieren, die wir nicht gut können.
Also dann vermeiden wir sie, ignorieren sie, vermeiden sie. Also ich tue mehr von
dem, was ich gut kann, weil das kann ich und da kann ich dann performen, da kann
ich dann Schulterklopfer abkassieren und merke dabei aber nicht, dass ich dabei Dinge
nicht tue, weil ich sie ja verdränge, die wirklich relevant sind. Also zum Beispiel
eine strategische Ausrichtung in dem Team zu sorgen oder eine Nachfolgeplanung zu
bedenken oder so, weil ich dann in irgendwelchen Kunden -Accounts rumhänge und operativ
irgendwelche
Wir dürfen Führung nicht nur von Menschen ausdenken, wir nennen es Leadership
Architecture, sondern du musst ein Unternehmen haben, das eine Architektur baut, in
der Führung überhaupt möglich ist. Also wenn ich eine Führungskraft zu 60 % operativer
Tätigkeit verdonnere, faktisch, du musst noch Accounts führen und du musst noch so
viel Umsatz generieren, etc., pp, dann wird Führung nie zum Daily Business, aber was
ich dann habe ist Daily Chaos, weil der zwischen unterschiedlichen Dimensionen
navigiert.
Target -Operating -Model, Neuorganisation und so weiter. Und es geht jetzt nicht darum,
Sachen umzuhängen, sondern es geht wirklich darum, grundlegend drauf zu gucken, welche
Architektur brauchen wir, um das, was wir hier tun, am allerbesten Delivernt zu
können. Ja. Und das ist so ein Fall, das ist auch nicht das erste Mal, dass ich
das sehe. Da haben wir so eierlegende Wohlmilchsau -Manager. Mhm. Und wir haben das
jetzt auseinandergerissen. Also wir haben quasi geguckt, was ist dort alles zu tun?
Und haben festgestellt, okay, Ein Manager dort muss für seinen Bereich der fachliche
Experte sein und fachliche Entscheidungen treffen. Mit welchen Tools arbeiten wir, mit
welchen Frameworks arbeiten wir und so weiter. Er muss das immer alles aktuell
halten. Er muss Personal machen, also Personalgespräche, Personalentwicklungen,
Urlaubsplanungen, alles was da so dazugehört, Konfliktschlichtungen, Streitstimmen.
Dann muss er Sales machen, ist der Obervertriebler für seine Bude, hat im
Zweifelsfall P &L Verantwortung, ist derjenige, der aufgehängt wird, wenn sie nicht
genug Marge bringen und so weiter und muss Finanzkontrollen machen und kostet. Und
das dann noch in dem Führungsschlüssel von 25. Das klingt danach als während des
optimale Voraussetzungen für einen waschechten Burnout? Bei den Personen ist das so,
also du hast dann schon so eine Stresssymptomfabrik auch so ein bisschen. Und aber
auf der anderen Seite hast du natürlich auch ganz ganz viele Engpässe und Bottlenecks
und auf diesen Schreibtischen von diesen fünf Super -Heroes stapelt sich natürlich das
Zeug völlig klar, ne? Ich mag sehr den Begriff, ich glaub, der ist vom Walter,
zumindest der Walter Härter hat mir den gesagt, liebe Walter, wie schöne Grüße, einen
Regular in diesem Podcast, das Post -Heroische -Management. Also, wenn wir keine Helden
für Ehrung mehr hätten, wie würden denn dann das aufziehen und dort sind wir dann
hingegangen und haben gesagt, so viel verteilen das jetzt. Wir gehen jetzt hin und
sagen, die 100 Leute werden jetzt nicht mehr von fünf Leuten, die das alles auf
sich für einen geführt, sondern wir gehen hin und nehmen uns zwei, die können gut
Kontrollen und Kostenkontrollen und die machen halt das und die machen das auch gerne
und gut, weil die Wahrscheinlichkeit jemanden zu finden, der fachlich richtig gut ist,
Personen führen kann, hier so mit Kompass - und Beziehungsarbeit und Zeugsarbeit, dann
auch noch Sales kann und dann auch noch Kontrollen kann, also ganz im Ernst, wenn
du so jemanden hast, dann gründet der wahrscheinlich eine sehr erfolgreiche Firma,
weil du hast halt echt ein Superstar und findest du halt nicht irgendwie für das
Gehalt eines Teamleiters oder Abteilungsleiters. Genau das ist das Thema, ne? Du
möchtest jemanden haben, der ist eigentlich Topmanagement -Level, ja? So von den ganzen
Skillsets, aber dein Budget gibt das gar nicht her. Deswegen wirst du den nicht
halten können, wenn es ihn überhaupt gibt. Das heißt aber, wenn du jetzt von
Leadership sprichst und von der Leadership -Ausbildung hättest du Glückwunsch, du bist
jetzt das erste Mal im Management, du meinst nicht finanzend kann ich und selbst
kann ich und fachlich und so weiter, sondern es geht um Personalführung an der
Stelle oder wie schneidest du es? Erst mal geht es wirklich um Führung. Wenn ich
deine Frage jetzt gerade richtig verstehe, geht es erst mal wirklich um
Personenführung und nicht um Fachkompetenz. In First -Time -Leaders sind die Menschen,
um das auch mal zu übersetzen. Das heißt ja Menschen, die das erste Mal in Führung
sind auf dem ersten Führungslevel. Grundsätzlich das erste Führungslevel, was in aller
Regel ein Teamleiter ist oder Gruppenleiter, was aufs Gleiche rauskommt. Wir haben
noch ein besonderes Problem, dass sie unterscheidet von allen anderen, denn dort ist
organisatorisch ganz oft noch ganz viel operative Verantwortung hinterlegt. Was wir ja
schon beleuchtet haben, was einfach schwierig ist und was es für sie schwierig macht.
Und gleichzeitig fehlt ihnen auch noch faktische Macht in der Organisation. Also sie
sollen eigentlich Strategie machen, aber sind gar nicht an strategischen Entscheidungen
beteiligt. Das findet dann meistens ersten Level oder zwei Level drüber statt. Und
Und trotzdem erwartet man strategisches Handeln und Denken und ein positives
Beeinflussen der Ergebnisse in Richtung Strategie von eben. Und das ist natürlich so
ein bisschen ein Widerspruch. Und das ist eine besondere Belastung für die noch mal.
Also da muss ich auch, das hängt dann sehr von der Organisation ab, wie stark ist
diese Doppellast oder die stark sind diese unterschiedlichen Zugrichtungen. Und da
reden wir eben von eben diesem Thema Architektur. Ich muss schauen als Unternehmen,
wie baue ich Führung so, dass die wirklich auch top performen können. Genauso wie
ich das für jeden anderen Job auch mache. Ist nichts anderes, wie ein Jobprofil. Und
wenn der halt zu viel auf dem Tisch hat, dann wieder zum bottleneck und du hattest
doch diesen einen Podcast über die Engpässe. Und dann ist der dauerhafte Engpass und
den muss sich entlasten und nicht belasten, diesen Top -Performer. Ich komme gerade
aus einem Training, wo wir genau darüber geredet haben, sodass wir die Tendenz haben,
unsere Top -Performer zu überlasten. Also, wir haben immer noch mehr auf dem
Schreibtisch, weil der kann es ja, der macht es ja gerne und er macht es toll. Das
gilt dann für diese junge Führungskraft in aller Regel auch. Also, zumindest fachlich
hat sie alles toll gemacht bisher, also gebe ich ja immer noch mehr auf den Tisch.
Ja, was aber dazu führt, dass das, was sie wirklich jetzt neu tun soll, gar nicht
zum Greifen kommen, die kommt ja ja gar nicht dazu. Und ohne da jetzt in
Jammelplatitöne zu gehen, aber das ist ja oft ein kulturelles Problem, dass der
wichtigste und schlauste ist der Engpass. Und das heißt, ich möchte auch dafür
sorgen, dass ich der Engpass bin, damit die anderen halt auch merken, dass ich der
mächtigste Unterschlauste bin. Und das wird dann manchmal auch zu so einer selbst
erfüllenden Prophezeiung. Zumindest, also ich will es nicht mal den Menschen
unterstellen, dass sie jetzt künstlich dafür sorgen, dass sie der Engpass werden,
sondern die Organisation findet das schon okay. Der Engpass von dieser Abteilung oder
von diesem Team ist halt die Führungskraft, weil natürlich ist die das, weil wir
haben ja den Schlausten zur Führungskraft gemacht. Absolut und das entspricht ja auch
diesem leistungsorientierten Führungstil, denn viele eben haben die genau aus diesen
Expertenrollen, aus dieser Top -Performer -Rolle kommen und sagen, so wie ich es mache,
ist es richtig. Und ich habe dann schönes Beispiel dafür, ich habe mal den
Personalvorstand einer französischen Bank gecoached und der war ein ehemaliger McKinsey
Berater. Da sagte mir im Coaching, also Gilbert weißt du was, ich bin sehr
unzufrieden, so ich die besten Slides in den ganzen Unternehmen. Ich bin einfach
nicht zufrieden, wie das aussieht. Und habe ich nur genickt, habe ich einen
Angelegler gesagt. Also du warst bei McKinsey und du hast da auch eine Position
gehabt. Also das wird niemand auf der Welt infrage stellen, dass du die besten
Slides der Welt baust, weil eure Tagessätze waren halt die höchsten etc. Also ja, du
kannst das, das glaube ich dir. Ich habe eine einzige Frage an dich. Du bist ja
Personalvorstand, richtig? Ja. Was ist eigentlich dein Job als Personalvorstand? Also,
wo findet sich diese Tätigkeits -Slide -Bound da im Organigramm deiner
Stellenbeschreibung? Und dann hat ganz lange Ruhe auf der anderen Seite. Und dann
haben wir ein Gespräch darüber geführt, was eigentlich seine wirkliche Verantwortung.
Das war halt ein Top -Performer, der leistungsorientiert geführt hat und gesagt hat,
so wie ich es mache, ist es richtig. Und wenn da die Graduierung in der Farbe
nicht so ist, wie ich mir das vorstelle, und das ist jetzt ein Dreieck mit harten
Kanten anstatt mit abgerundenen, dann ist das für mich nicht richtig, dann gehe ich
da selber ran und verbessere das vom Bereichsleiter nochmal, dann produziere ich mir
da auf ganz vielen eben Schwierigkeiten. Vertrauen geht verloren, ich bin operativ
verantwortlich, obwohl ich auf Exekutive Level unterwegs bin, übernehme ich operative
Verantwortung auf einmal das, was normalerweise ein Praktikant macht, das kann ja
nicht sein, dann stolpert er selbst. Ich gehe nochmal zurück zu dem, was du vorhin
gesagt hast, ich glaube, das ist sehr, sehr wichtig zu sagen, wenn ich in eine
Führungsrolle gehe, wenn ich das erste Mal da reingehe und selbst ich würde fast
schon sagen, das ist dann später sogar auch noch mal ein bisschen abgeschwächt, wenn
ich dann von der Abteilungsleitung zu der Bereitsleitung oder sowas gehe, das habe
ich ja auch im Coaching. Ich habe vorher mit einem hohen operativen Anteil eine
operative Einheit geführt und gehe jetzt eher ins strategische Management. Das Wichtige
ist ganz, ganz explizit für sich selbst, aber also im Innen - und im Außen zu
sagen, ich nehme eine neue Identität an, absolut, einen neuen Auftrag und eine
Flosche, mit der ich immer viel arbeite, ist, was schulde ich dem System? Und die
Antwort ist, ich schulde dem System was anderes. Vorher warst du Berater, du
schuldest dem System richtig geile Folien. Jetzt bist du Personalvorstand, da ist es
vielleicht sogar das Gegenteil, wenn du jetzt das andere wieder machst und Leute in
Folien kritisierst, dann eigentlich musst du denen halt Vertrauen geben und musst sie
aufbauen und jetzt kritisierst du sie die ganze Zeit, weil du eine Folienhandschaft
bist, dann machst du eigentlich das Gegenteil von dem, was du hier der Organisation
schuldest. Und das ist eine der Sachen, die wir unterrichten, das ist, unterrichten
klingt so unglaublich 80er. Eine Sache, auf die wir sehr viel wert legen, ist in
diese Transitionen, diese Führungstransitionen von einem Level aufs andere und es ist
jedes Mal eine neue Herausforderung und es ist jedes Mal ein Identitätswechsel. Und
ich muss jedes Mal aufhören, Dinge zu tun, die ich vorher gut und gerne gemacht
habe. Und das ist der Grund, warum viele dann scheitern, weil das so schwer fällt.
A) Muss ich etwas tun, was ich nicht kann, faktisch was ich noch nicht kann, sei
denn ich bin von Gott begnadet und bringe es einfach schon mit, was bei 0 ,01
Prozent aller Menschen auf dem Planeten dann der Fall ist, im Grunde genommen muss
ich es lernen. Und da hat keiner so richtig Lust drauf, gefühlt erstmal, ja.
Und das ist worüber die Menschen stolpern, weil sie dann in das alte gehen, was sie
gut können, womit sie bisher erfolgreich waren. Und wenn wir uns Management und
Topmanagement auch anschauen, das ist genau das Ding. Wir packen dann die alten
Methoden aus, weil die waren ja früher
diese Herausforderungen, dann werde ich scheitern. Deswegen scheitern viele in diesen
Transitionsphasen, und zwar auf allen Ebenen. Wenn man dann scheitern würde und sagt,
okay, war nix, ich gehe wieder zurück, das wäre ja noch was, bei vielen ist ja so
ein Zombie scheitern, also es hat nicht wirklich funktioniert, ich führe nicht so
richtig, ich bin noch halb im alten Job, treten den Mann ja auch nicht mehr so
richtig gut und auch überlastet, aber ich bin noch halb drin, den neuen Job auch
nicht so richtig gut, aber es gibt niemanden, der sagt, okay, der Mist ist
gescheitert, wir müssen jetzt neu aufsetzen oder aufhören, sondern ich laufe dann wie
halt so ein Untoter, bisschen nach dem Führer. Ja, absolut und im Idealfall so ein
bisschen das Peter -Prinzip, werden die Menschen dann nach oben befördert, weil man
sagt, naja, der taugt da nicht so richtig viel. Was machen wir mit dem jetzt? Aber
irgendwie war er wertvoll in der Vergangenheit. Er war ja das beste Pferd im Stall.
Den können wir jetzt nicht einfach in Schanne vom Hofe jagen. Da haben wir da nicht
noch eine Abteilung, wo jetzt nicht gerade so zentral wichtig ist. Da stecken wir
den rein und ja soll er da mal ein bisschen aufräumen oder er soll das sein.
Genau, oder Stabsstelle im Range eines Abteilungsleides. Oder das. Pass auf, ich will
mal tiefer in deine vier Faktoren hier oder dann dann vier Skills reingehen und
fangen erstmal beim ersten an, den mir natürlich direkt wieder auf den Keks gegangen
ist. Weil du kommst um die Ecke mit deinem Kompass, das verstehe ich alles, aber
ich sitze halt hier und denke mir, warum muss es denn immer alles eh so werden?
Warum kommt er jetzt um die Ecke und sagt, ich muss jetzt hier mein inneres Kind
finden und jetzt muss ich hier Atemübungen machen und wahrscheinlich immer gut, wenn
ich mehr Vollkorn esse und mehr Ballaststoffe, muss das jetzt schon wieder alles
sein. Das war eine unvollständige Aufzählung, du hast nämlich die Räucherstäbchen
weggelassen und ohne die geht gar nichts. Die Plasmatiker habe ich raus. Für mich
hat das nichts mit Esoterik zu tun, sondern wenn du dir, um das nochmal zu
zitieren, nochmal zu gebrauchen, wenn du dir anschaust, wie komplex die Welt geworden
ist, die undurchsichtig, wie vielschichtig und niemand weiß es. Ich hatte gerade erst
in diesem gleichen Training, das ich gerade erwähnt habe, wo ich wirklich gestern
erst war. Es waren alles Standortleiter und die haben gescholten über den Vorstand,
der in die falsche Richtung marschiert. Alle glauben, dass der Vorstand es weiß, dass
er die richtige Richtung kennt. Die Wahrheit ist ja, dass er sie nicht kennt, weil
niemand die richtige Richtung kennt, weil niemand auf diesem Planeten eine Glaskugel
hat und in die Zukunft gucken kann und exakt mit 100 -prozentiger Sicherheit weiß,
wie sich Dinge entwickeln. Wir können uns annähern und genau das ist eine der
zentralen Kompetenzen, die wir jetzt in Führung neu lernen müssen, ist, mit
Unsicherheit und mit Vielschichtigkeit umgehen zu lernen und Entscheidungen zu treffen
in Situationen, wo ich nicht alle Fakten zur Verfügung habe, die ich im Idealfall
bräuchte, um eine perfekte Entscheidung zu treffen und ich muss sie trotzdem treffen.
Ich muss trotzdem entscheidungsfähig werden. Genau das ist eine Riesenherausforderung,
vor der viele Führungskräfte ...
Das hat ganz viel mit meinem Selbstwertgefühl zu tun, loszulassen, zuzulassen, nicht
alle Informationen haben und trotzdem hinter der Entscheidung zu stehen und sie zu
fällen. Also um vielleicht mal ein eigenes Pöbel immer so ein bisschen zu
relativieren. Soweit ich weiß, ich bin nicht sprachlich gebildet, aber esoterik heißt
ja einfach nur die innere Welt. Ja. Die Aussage dahinter ist ja, ich arbeite halt
auch als Führungskraft in der inneren Welt und in der äußeren Welt, aber ich kann
halt nicht alles alles in der äußeren Welt lösen. Das, was du jetzt gerade sagst,
Ambigotest -Toleranz, ich spreche ja gerne von der Inkompetenz -Kompetenz. Ich weiß
nicht, ob unser Produzent uns noch Untertitel macht, dann hat er jetzt Spaß, weil
jetzt kommen lange Wörter. Früher hat man ja mit der Inkompetenz -Kompensationskompetenz
gearbeitet. Ich weiß nicht, ob ihr auch noch gelehrt hast. Also die Fähigkeit zu
verstehen, da habe ich keine Ahnung. Und das dann zu überspielen oder damit dann
trotzdem immer noch funktional zu bleiben, auch wenn man keine Ahnung hat. Die ist
meiner Meinung nach überholt. Wir müssen nicht mehr kompensieren, sondern eben genau
wie in deinem Beispiel, ich muss halt in der Lage sein zu sagen, ja, keine Ahnung,
weiß ich nicht und mich trotzdem noch hinzustellen. Ich hatte selber, ich meine, wir
sind eine AG, wir haben eine Aufsichtsrat, dann kommt uns eine Aufsichtsrat um die
Ecke und sagt, wir haben eine Aufsichtsratssitzung. Es wäre ja schon schön, wenn ihr
mal ein 3 -Jahres -Plan hinlegen würdet. Und er sagt, ja, das wäre total toll. Es
wäre auch total toll, wenn ich wüsste, wo Eintracht Frankfurt die Saison beendet,
weil da würde ich das Geld draufsetzen und dann müsste ich hier nicht mehr arbeiten.
Aber beides ist unmöglich. Wir wissen das einfach. Ich laufe durch die Gegend und
sage den Leuten, ihr müsst Agil führen, ihr müsst euch damit von dieser Kontroll
-Illusion und dieser vermeintlichen Sicherheit, ich weiß wie die Welt in drei Jahren
oder in einem Jahr aussieht, verabschieden, aber gleichzeitig haben wir sie immer noch
tief drin, dass wir als Beratern so. Und das ist halt auch. Und ich habe aber auch
gemerkt, mein erster Reflex war eigentlich zu sagen, ja gut, mach ich. Ich kann auch
ganz toll Präsentationen behauen, dass da drin steht, steht halt auf dem anderen
Blatt. Also das ist das, was du hier mit Kompass meinst und mit dieser Haltung und
da muss ich mit mir arbeiten, damit ich halt auch nicht in dieses "Ich bulschete
mich da jetzt durch", wo ich keine Ahnung habe, falle Tappe. Und es geht darüber
hinaus, weil es geht auch darum, mit welchen Werten führe ich, weil das ausdrückt,
wie ich führe auch. Die Werte, die mir am wichtigsten sind, definieren die Art und
Weise von Persönlichkeit, die ich bin und die Art und Weise, wie ich führe. Je
besser ich das weiß, je besser ich auf dem Schirm, was mir wichtig ist, desto
besser kann ich am Ende des Tages hören. Okay, pass auf. Ich muss kurz ein Foto
rausziehen und dann habe ich eine Frage für dich als Experte. Werte. Ich bin bei
einem Kunden und führe dort, wenn ich Kultursanierung mache, gucke mir die Kultur an
und führe Einzelgespräche. Ich bin im fünften Einzelgespräch mit einer Führungskraft im
fünften. Die erste Führungskraft, die mich anguckt und sagt, warum soll ich mit ihnen
reden? Wir haben doch ein Führungsleitbild. Ja. Oh, das ist toll. Ja, da stehen
Werte drauf. Bist du die Werte hören? Pass auf. Ja, gerne. Also, man muss jetzt
aufpassen, weil es völlig revolutionär. Vertrauen, Empathie, Ehrlichkeit, Verlässlichkeit,
Respekt und Verantwortung. Also, weißt du, das ist jetzt hier anonymisiert, weil würde
ich Chat -GPT fragen und sage, ich habe hier so einen Poster und da müssen sechs
Werte für Führung rein. Dann ist die Wahrscheinlichkeit 90 Prozent, dass fünf fünf
von diesen sechs genannt werden. Du sagst Werte mit Recht, aber was muss man denn
tun, damit das eben nicht so geduldige, generische Brr -Poster werden, die halt keinen
Wert entfalten? Erstmal sind es ja zwei Sachen. Erstmal gibt es meine persönlichen
Werte, die haben mit denen der Organisation in erster Linie nichts zu tun, weil es
ist einfach mein innerer Kompass, an dem ich mich orientiere und dann muss ich
kennen. Das kann man ganz hervorragend tun. Es gibt eine schöne Übungen dazu, so
nennt es Lifeline, da haben wir jetzt auch nicht erfunden, sondern es geht einfach
darum, dass du dir den Leben anguckst, also wirklich von Geburt an bis jetzt bis
heute und dir anschaust, was waren die großen Events, was war das, was dich wirklich
geprägt hat? Impostiven wie im Negativen und dann schaust, wie hast du diese
Situation gemeistert? Welche Qualitäten, welche Kompetenzen haben dir dabei geholfen,
durch die Situation zu gehen oder was hast du daraus gelernt? Was ist daraus
entstanden. Manchmal scheiterst du auch und hast auch daraus eine Qualität entwickelt.
Im Nachgang dann, ja, es ist nie schön, aber auch da passiert ja was mit dir,
gerade dann, wenn du scheiterst. Und dann entsteht ein neuer Wert, ein neuer
Ausrichtung, eine neue Kompetenz, anders mit Dingen umzugehen. Und wenn du dir das
dann vergegenwärtigst, wirst du Muster erkennen, sozusagen. Und das sind deine
Kernwerte, wo du sagst, jetzt erkenne ich das. Da gibt es so Qualitäten, die tragen
nicht schon euch mein ganzes Leben. Also Ich hab ihn ganz oft gescheitert, ich bin
aber immer wieder aufgestanden. Das heißt, ich kann gut mit Krisen umgehen und ich
weiß, ich falle immer wieder auf die Füße. Das ist eine Qualität, die ich habe.
Also noch kein Wert, aber es ist eine Qualität, mit der ich arbeiten kann. Geht es
in so Richtung, was ist meine Persönlichkeitsstruktur? Was ist mir wichtig, was ist
mir weniger wichtig, oder? Absolut, ja, absolut. Weil das hilft mir ja dann auch,
durch Stress zu navigieren oder überhaupt durch Situationen zu navigieren. weiß, okay,
es gibt die und die Kompetenzen, auf die kann ich mich verlassen. Ich weiß auch, es
gibt die und die Kompetenzen, auf die sollte ich mich vielleicht nicht so sehr
verlassen. Da brauche ich dann in meinem Team jemanden, der das ausgleicht. Und genau
da kommen wir hin. Wenn ich jetzt ein Team habe mit Menschen, die alles so sind
wie ich, also schöne Klone von mir, dann habe ich ein Problem, weil dann
multipliziere ich ja meine Schwachstellen. Wenn ich ein Team habe, das divers ist, im
besten Sinne des Wortes, nämlich mit Menschen, die anders sind, wie ich, die andere
Werte haben, die andere Kompetenzen mitbringen und das bedeutet für mich nämlich
Diversity, Menschen zu haben, die andere Backgrounds haben, damit andere Kompetenzen
entwickelt haben, dann kann ich das ausgleichen und dann habe ich eine bessere
Chance, gut durch eine Situation durchzugehen und gute Ergebnisse erzählen. Tatsächlich
habe ich gerade deine Frage nicht mehr auf dem Schirm. Nee, ich kam von den Werten
und du hast gesagt, ich muss meine Werte kennen und meine Frage mal auf den Punkt
gebracht. Wie kann ich denn als Führungskraft, ich habe verstanden, ich brauche Wert,
ich muss damit arbeiten, aber wie kann ich dann sicherstellen, dass das ernsthaft
konkret und mit Auswirkungen auf den Alltag passiert und ich bei der Wertediskussion
nicht in dieses gefällige Allgemeinplätze, wo alle sagen ja super, finde ich,
Respekt, finde ich total geil, aber es hat keine Wirkung, der Alltag läuft trotzdem
noch weiter und das Wuster hängt geduldig an der Wand und wenn könnten, wird
schreien. Ich würde sagen, war es das haltet ihr für Respekt? Können wir bitte
ernsthaft werden. Das sind schwierige Frage, die ich aber trotzdem versuchen zu
beantworten. Der erste Punkt ist beteilige Dimensionen daran. Also ganz häufig ist es
ja so, dass Menschen wie du und ich gerufen werden vom Vorstand und dann sagen die,
wir wollen ein neues Führungsleitbild entwickeln oder wir wollen neues Führungsleitbild.
Wir brauchen Führungswerte. Meine Antwort ist dann immer, nee, wollt ihr nicht. Ihr
wollt das eure führungskräfte Dinge anders machen? Richtig, aber die erste Anfrage
lautet erst mal genauso. Wir brauchen ein neues Führungsbild. Da brauchen wir
irgendwie fünf bis zehn Werte. Das wird schon so mal in den Raum gestellt, weil das
kennt man von der letzten Firma und so weiter. Und die müssen wir jetzt gemeinsam
entwickeln. Wir haben uns gedacht, dass wir uns dafür irgendwo auf dem Lämmerbuckel
oder auf irgendeiner anderen Kaderelite -Schmiede dieser Welt zurückziehen. Und da sind
irgendein ganz, ganz tolles, teures Hotel. Und dann gehen wir da in unseren
Elfenbeinturm, haben ganz teure Berater dabei und beauftragen wir noch eine
Marketingagentur, die das auch noch supersägt.
Kultur und an den gelebten Werten, die real im Unternehmen vorhanden sind, vorbei
geht. Ich kann das nicht einfach definieren. Ich kann nicht einfach sagen, morgen
sind wir ja ganz viel Vertrauen. Wenn ich Vertrauen im Unternehmen verankern will,
dann muss ich Maßnahmen etablieren, Prozesse etablieren, Strukturen etablieren,
die Vertrauen überhaupt ermöglichen. Wenn meine Führungskräfte ganz wenig
Entscheidungskompetenz haben, dann können die auch ganz wenig abgeben. Auf der Basis
kann ganz wenig Vertrauen weiter gegeben werden, wenn ich gar nicht weitergeben kann.
Die ADV -Systeme haben gar nicht die Berechtigungen, alles zu sehen, das fängt dann
bei so banalen Sachen an, wie die können gar nicht die gleiche Marge an Rabatten
geben, die können aber auch gar nicht die ganzen Details des Kunden sehen, die eben
der Standortleiter sehen kann. Das heißt, die Standortleiter werden im Urlaub
angerufen, du, ich muss hier nochmal 1 % mehr geben oder wie ist das jetzt hier
genau und so weiter, das heißt, die können gar nicht entspannen im Urlaub, weil ihre
dass sie nicht vollwertig vertreten können. Dann ist es nicht ein Problem der
Führungskraft. Dafür kann die Führungskraft nicht. Weil sie kann es ja nicht
weitergeben. Sie kann diese systemischen EDV -Rechte nicht weitergeben. Dann ist es
nämlich ein Architekturproblem. Die Organisation ist so gebaut, dass eine vernünftige
Führung Beantwortungsübergabe ja gar nicht stattfinden kann. Dann habe ich ein Problem,
das sich manifestiert. Und das ist das. Dann gehen wir weg zu einfach hier eins
meiner Lieblingsthemen. Und ich glaube, dann wird so diese Wertearbeit oder was, da
wird halt einfach versucht, ein Systemfehler zu kompensieren. Da geht man hin und
sagt, du hättest nicht das Werkzeug zu arbeiten. Aber wir machen jetzt mal ein
Werteding damit ihr auffällt. Mein Bild ist dann immer, du hast irgendwie auf den
Familienfeiern immer den einen Onkel, der zu viel säuft und statt hinzugehen und zu
sagen, ich lade dich nicht mal ein oder du musst auch mit dem Saufen aufhören, häng
ich Poster auf, auf dem steht es wäre gut, wenn wir mal weniger säufen würden. Aber
übersehe den Fakt, dass es einzige antialkoholische Getränk, dass es auf den
Familienfeiern gibt, Apfelsaft ist und von denen muss muss der auch gepuchsen.
Richtig. Wenn wir nochmal festhalten, ich kann vier Dinge tun, wenn ich Werte im
Unternehmen verankern will. Das erste ist, ich muss Erfahrungen schaffen, dass Menschen
diese Werte auch erleben. Ich muss Handlungen herbeiführen und vorantreiben, die diese
Werte ausdrücken. Und ich muss gucken, dass diese Handlungen Resultate erzeugen, weil
wir sind ja in einem Wirtschaftsunternehmen und nur wenn es Sinn macht, am Ende wird
es getan. Und ich muss Überzeugungen nähern, das heißt, ich muss wirklich ein gutes
Storytelling auch haben. Ich muss die Leute bei ihren Werten abholen, bei ihren
inneren Realitäten abholen, damit sie da mitgehen. Und das sind die vier Dinge, die
ich tun muss, damit aus dieser PowerPointslide oder dieser grafisch hochwertig
aufgearbeiteten Wandbemalung nicht ein leeres Gebet wird, sondern dass es gelebte Werte
werden. Mein bestes Beispiel, mein allererster Job, da standen die Unternehmenswerte
beim Bereichsleiter im Büro hinter der Tür mit, also das Bild dann auch sozusagen
zur Wand geneigt. Ich gucke da hinter der Tür und er hatte eine Open -Dor -Policy,
deswegen war das Postel immer verdeckt. Sehr gut. Und er konnte es selber nicht
lesen, weil das Bild ja auch zur Wand hin war. Ja, sehr gut. Also es war so
maximale Wertstiftung an der Stelle und das sind diese Werte. Aber wenn ich jetzt
diese vier Dinge tue, diese vier Werte nehme und die Leute beteiligen vor, haben wir
der Auswahl dessen und gucke, wie kann das denn real bei uns etabliert werden, die
können wir den Verantwortung abgeben und die dann erfahren, hey ich habe das getan,
das war richtig gut, weil wir haben dann ein neues Projekt geholt, weil ich habe
das einfach mal mit dabei gegeben, der hat das gemacht, er hat es gut gemacht, er
hat es besser gemacht, wie ich, dann habe ich auch Resultate erzeugt und da habe
ich eine neue Erfahrung geschaffen und dann lassen die beim nächsten Mal viel
leichter los, weil sie wissen, hey ich habe Leute, die können das wirklich, ich kann
loslassen und das ist gut. Und dann wird der Forscher auch sagen, hey du hast da
losgelassen oder der weiß gar nicht, dass du losgelassen hast, sondern der sagt, hey,
du hast tolle Ergebnisse. Und dann sage ich, ja, wann meine Mitarbeiter, weil ich
das nicht mehr selber gemacht haben, die können das viel besser, will ich. Jetzt
fangen an, diese Werte zu leben. Genau, jetzt kommen wir in diese anderen
Dimensionen. Wir haben jetzt viel beim Kompass angefangen und ich nehme mit, die
Aussage ist, die neue Führungskraft muss halt auch wirklich bereit sein, zu
reflektieren, sich selbst zu reflektieren. Was sind meine Werte, hinzugehen und sagen,
was ist denn eigentlich den Menschen wichtig, mit denen ich hier arbeite? Wie kann
ich da auf die Beziehungen einzahlen, wer braucht Sicherheit, wer braucht Chaos, wer
braucht Freiheit, wer braucht Anleitung. Das ist ja alles Reflexionsarbeit, ganz viel
und ganz viel differenzierte Reflexionsarbeit auch tatsächlich. Jetzt hast du noch
diese anderen Dimensionen. Wie bringe ich Menschen Verantwortung, wie wirke ich mit
oder ohne disciplinarische Funktion? Da hast du doch bestimmt aber auch handfeste
Werkzeuge, die ihr in eurer Ausbildung dann macht. Absolut, ohne die geht's nicht am
Ende. Also du kannst keinen Handwerker auf die Bauchelle schicken und in den
Mineraldi -Bau -Maschinen die Hand drücken. Lass uns doch mal von diesem philosophischen
Kram weggehen. Das wird nicht alles verstanden, aber lass uns da mal in das Konkrete
reingehen. Welche Werkzeuge muss denn in deiner Erfahrung, in deinem Programm, hier
eine Führungskraft beherrschen? Naja, also müssen ist immer relativ, aber was gut ist,
ist eine Idee zu haben von situativer Führung. Das ist nach Blindstadt, das ist ein
uraltes System, das ist sehr bekannt. Wo es ganz einfach Einfach ausgedrückt darum
geht, ich schaue mir meinen Mitarbeiter und die Situation an und betrachte, wie ist
denn sein Wissensstand, wie ist denn seine fachliche Kompetenz einerseits und auf der
anderen Seite, wie ist seine Motivationslage? Also will der wirklich? Und je nachdem,
wie viel er will und wie viel er kann, muss ich meine Führung anpassen, indem ich
nämlich mehr faktisch führe oder mehr loslasse. Im Idealfall, wenn jemand krass
motiviert ist und krassfähig ist, bedeutet Führung aus dem Weg zu gehen und ihn
machen zu lassen. Wenn ich den A zu B habe oder jemanden, der ganz frisch ist, der
es noch nicht können kann, der kann noch so motiviert sein. Das bringt nichts, weil
er einfach keine Kompetenz hat. Er kann sie noch nicht haben. Den muss ich an die
Hand nehmen und muss ihm zeigen mal, wie das funktioniert. Wie machen wir das denn
hier? Da brauche ich eine andere Art von Führung. Das ist ein relativ gutes
einfaches, es ist nicht einfach, aber es ist ein relativ klares Tool. Das weitere,
was wir nutzen, sind die Leadership -Style nach Goldman oder von Goldman
weiterentwickelt, wo es am Ende darum geht, und das ist ein sehr spannender Ansatz,
weil der Kerneinsatz ist ja der, dass er geguckt hat, was ist denn eigentlich Klima?
Und Klima ist ja das Ding. Wenn dein Mitarbeiter Sonntag -Napend an Montagmorgen
denkt, dann gibt es im Wesentlichen nur zwei Reaktionen. Entweder steckt sich die
Finger in den Hals und denkt, oh Gott, ja, Montag. Oder Oder er denkt, Montag,
coole Sache. Habe ich meine coolen Kollegen und wir haben gerade ein geiles Projekt,
das rocken wir jetzt richtig durch. Und in beiden Fällen ist ziemlich klar, was es
mit der Leistung dieser Person macht, oder? Das heißt also, zum einen habe ich als
Führungskraft eine enorme Auswirkung, nämlich bis zu 70 Prozent, auf das Klima in
meinem Team, die ich führe beeinflusst das Klima im Team. Und wie das Klima im Team
ist, hat bis zu 30 Prozent Einfluss Einfluss darauf, wie die Ergebnisse im Team
sind. Das zu wissen, bedeutet, das ermächtigt mich und sage, hey, das ist relevant,
wie ich führe, nicht wie ich manager, nicht wie ich von A nach B schiebe, sondern
wie ich diese Menschen führe, wie ich die situative führen anwende, ob das Sinn
macht oder nicht Sinn macht, ob ich in den richtigen Momenten aus dem Weg gehe oder
in den richtigen Momenten zur Seite stehe und unterstütze, wo es notwendig ist. Das
heißt aber auch, oh, das ist ein Spall, dann will ich jetzt wissen, wie du das
siehst. Also, ich habe ja verschiedene Führungsdiele, egal welchen Modell, aber da
gibt es ja verschiedene Raster und dann habe ich Führungsdiele, ja Autoritäre und
laissez -faire oder direktiv und einbindend und demokratisch und participatisch, ist es
völlig egal. Es gibt verschiedene Arten, Menschen zu führen. Und da ist ja immer
zwei Menschen, einer hat ein Bedürfnis, wie ihr geführt wird, eine Nachfrage und dann
habe ich als Führungskraft quasi, ich biete einen Führungsdeal an. Und dann ist ja
die alte Diskussion, wenn das kompatibel ist, reden wir dann nicht drüber und zu
wuppt einfach. Wir reden ja nur drüber, wenn es nicht funktioniert. Wenn es nicht
funktioniert, weil es eben kompatibel ist, weil die Art wie geführt wird und die Art
wie geführt werden will, nicht zusammen ist. Wer muss sich bewegen? Also ist es der
Job der Führungskraft, sich mehrere Führungsstile drauf zu schaffen, sich drauf zu
schaffen, zu analysieren, die Situation und den Gegenüber und dann in eine Art zu
führen, die gar nicht meiner Natur oder dem womit ich es natürlich machen würde,
entspricht. Oder ist es auf der anderen Seite, dass man halt hingeht, bei der
Gegenentwurf zu sagen, das ist nicht die Führungskraft, die jetzt hier sich in Asenal
drauf schafft, sondern ich führe halt so und du musst dich darauf einstellen, dass
das funktioniert oder muss ihr einen Job suchen. Ich will Option A mit ein kleines
bisschen Option B. Okay. Also erst mal ist es so, dass es meine Aufgabe ist, als
Führungskraft mir möglichst ein möglichst breites, reportuaren Führungsstil zuzulegen,
also zu wissen, wie man auf unterschiedliche Artenweisen führt. Und es hat überhaupt
gar nichts mit Authentizität. Das ist eine meiner Lieblingsthemen. Das hat nichts mit
Authentizität zu tun. Authentizität heißt nicht, ich mache so, worauf ich gerade Lust
habe und wie ich gerade Lust habe, sondern wenn wir einen guten Schauspieler nehmen,
wenn man das mal kurz so betrachtet, weil es eigentlich ein relativ gutes Bild ist,
guter Metapher ist, Jack Nicholson ist in allen seinen Rollen immer Jack Nicholson.
Du guckst ihn, du siehst ihn, du weißt sofort, das ist er. Punkt. Er bleibt immer
er selbst. Und trotzdem ist er einmal Serienmörder einmal ist er liebender
Familienvater, einmal ist er was weiß ich verrückter Banker oder Mafiosi, spielt gar
keine Rolle, kann es ihm jede Rolle geben, er wird sie alle erfüllen, er wird sie
alle so spielen, dass du denkst ja das ist ein Mafiosi, ja das ist ein
Familienvater, ja das ist was auch immer. Und gleichzeitig wirst du sagen und ja das
ist Checknick Listen. Das heißt also nicht, dass ich nicht eine
Persönlichkeitsausrichtung habe, in der ich grundsätzlich nicht so stark bin, zum
Beispiel in Direktivität. Also ich bin nicht so dominant in meinem Verhalten, heißt
das nicht, dass ich mir erlauben kann, gar kein dominantes Verhalten an den Tag zu
legen und sagen, ja ich bin halt nicht.
Wenn ich das jetzt mich verstelle oder so was, mir hat mal ein Coach gesagt, ich
esse manchmal Ausdären. Aber so einmal im Jahr oder alle zwei Jahre. Und wenn ich
die esse, dann genieße ich das auch. Aber ich esse es halt ganz, ganz selten. Ich
esse viel öfter Hamburger. Aber ich bin nicht authentischer, wenn ich Hamburger esse
und nicht weniger authentisch, wenn ich die Ausdären esse, nur weil ich es nicht so
oft mache. Schön ausgedrückt. Genau das Ding. Ja, ich habe Führungsdiele, die fallen
mir leichter und das ist auch so. Ich kann nicht aus einem wenig dominanten Menschen
einen dominanten machen. Das geht nicht. Und der kann auch nicht so tun, als ob,
weil es glaubt ihm sowieso niemand. Das fühlen die Menschen ja, ob das wirklich von
innen kommt oder nicht. Ich kann das in Ansätzen umsetzen und vor allen Dingen ist
ja im besten Sinne des Wortes "fake it till you make it". Je häufiger du dich in
diese ungequeme Situationen begibst, dann doch mal etwas dominanter zu werden. Ist zu
leichter wird es dir über die Dauer fallen. Warum? Weil du es trainierst. Alles, was
du trainierst, wird rüber oder später besser werden. Und es wird ja leichter von der
Hand gehen. Und das bedeutet Training im allerbesten und im allwasen Sinne des
Wortes. Dinge zu wiederholen, die einem vielleicht noch schwer fallen, deswegen erst
recht zu wiederholen, auch wenn es einmal auf den Keks geht und dann Stückchen für
Stückchen graduell besser zu werden darin. Und dann merkt man auf einmal auch, hey,
es gar nicht so schlimm, tut gar nicht so weh, wie gedacht. Und vielleicht macht es
sogar am Ende Spaß. Ich habe mal jemanden gecoacht, die hat am Anfang panische Angst
gehabt, reden zu halten und vor die Führungsposition gekommen, HR -Leiterin. Und als
sie HR -Leiterin wurde, musste sie dann eben auf der Jahresversammlung eben vor
versammelter Mannschaft einen Bericht halten vor mehreren hundert Menschen. Und da hat
sie sich, hat gezittert, die Espenlauben. Wir haben mehrere Wochen darauf
hingearbeitet, dass das funktionieren, dass sie da stehen kann, dass in diese
Situation. Erst Erstmal ging es nur um diese Situation. Wir überleb ich diese eine
konkrete Situation. Das Ende von mir, ich habe sie jetzt vor drei Jahren, das ist
vor sieben Jahren gewesen, und ich habe sie vor drei Jahren wieder getroffen, und
sie sagte so, hey Gilbert, ich halte zurzeit total gern Workshops. Das ist der
Wahnsinn. Ich bin mittlerweile total gern von Menschen. Das ist natürlich für mich
als Coach und als Trainer ging das Herz auf, weil da wirklich etwas passiert ist
auf der anderen Seite. Das ist nicht der Standard, und das muss auch nicht immer in
so eine krasse Transformation gehen. Aber das ist es. Wenn ich das regelmäßig tue,
kann ich feststellen, am Ende macht mir sogar Spaß. Was hast du denn für den
Bereich, wie wirke ich und gerade so diese laterale Führung? Also ich muss jetzt
noch mal fragen, ne? Jetzt bin ich Führungskraft, jetzt habe ich das erste Mal
Leute, denen ich Befehle geben kann. Da ist ja quasi das, was passiert. Und viele
sind dann ja erst mal, naja, nicht macht, besoffen oder sowas. Aber tatsächlich so
ein bisschen erfüllt von, ah, jetzt kann ich was richten, weil wenn ich jetzt sage,
du dahin, dann müssen die das machen. Ich habe jetzt formelle Autorität, Hura. Jetzt
kommst du um die Ecke und fängst direkt an von Werkzeugen für laterale Führung, wo
ich keine formelle Autorität habe zu reden. Bring mir das mal bitte übereinander. Ist
mein Problem ist doch eher, dass ich jetzt eine Kompanie führe und dass die alles
machen, was ich sage, oder? Machen die ja nicht. Machen die ja so oder so nicht.
Der ist in nicht in die Falle gegangen. Du hast ja grad so ein Wort genannt und
ich erlaube mir, dass ich darauf eingehe, Kompanie, da sind wir beim Militär. Und
jetzt muss man mich...
Und das geht nur über eine einzige Sache, über Beziehungen.
Und deswegen kann man Beziehungen, kann man Führungen in ein einziges Wort gießen in
Beziehung. Ich muss Beziehungen aufbauen. Und um die Marke nochmal zu nennen, Confery,
die haben ja so verschiedene, weil es ja eine globale Unternehmensberatung,
verschiedene Karrierefaktoren herauskrisselt, die sind über 10 .000 von Führungskräften
hinweg. Und eine der drei Allerwichtigsten ist Netzwerk. Netzwerk baue ich auf über
Beziehungen. Und nicht über Beziehungen, die da sind. Ja, ich meld mich einmal im
Vierteljahr und dann frage ich, hast du ein Projekt für mich oder so? Sondern das
bedeutet, ich interessiere mich wirklich, wirklich für diese Menschen und ich zahle in
die Beziehung ein, das sind wir beim Beziehungskonto. Ich gebe den, ich bin erstmal
nützlich und dieses Netzwerk brauche ich, um aufzusteigen. Habe ich das nicht, habe
ich keine Seilschaft, die man das auch im etwas abwärenden Sinne sagt, werde ich
nicht aufsteigen. Denn am Ende führt die Seilschaft in den Unternehmen, die nicht
geschriebene Hierarchie führt, stärker wie die geschriebene Hierarchie. So, und jetzt
hört sich das hier Peter Realitätsführungskraft an, was wir hier alles erzählen und
in der Theorie und die Herren Berater, das ist ganz wundervoll, mit ihren eigenen
Unternehmen und sagt, das ist ja toll, was jeder erzählt, Freunde, aber ich habe ja
nicht mal genug Zeit in der Woche, um meinen Job zu machen. Ich habe ein schlechtes
Gewissen, weil ich Personalgespräche verschiebe, weil ich meinen Job mache und jetzt
wollt ihr auch noch, dass ich durch die Gegend laufe und Netzwerke und irgendwie so
tun muss, als ob ich mich interessiert, was da irgendjemand in der anderen Abteilung
tut. Ja, dann haben wir ja schon mal ein Kernproblem. Wenn jemand so tut, als wäre
interessiert, dann sollte das besser bleiben lassen. Sorry for my French. Es geht
nicht darum, so zu tun, als ob wer interessiert wäre an Menschen. Wenn man nicht an
Menschen interessiert ist, dann sollte man nicht in Führung gehen. Ich sage es mal,
wie es ist. Ich sage es mal, wie es ist. Das ist so, wenn wenn du
Lehramtsstudierst und im siebten Semester feststellt, oh, Mister sitzen ja Kinder vor
mir. Ich hasse Kinder. Ich weiß, wie es bei dir war gefühlt, die Hälfte der Lehrer,
die ich hatte in meinem Leben haben, ganz offensichtlich Kinder gehasst. Ich freu dir
nicht, warum die das gemacht. Ja, warum? Weil es keinen Assessment gab im Vorgang,
keine Erprobungsmöglichkeit, weil es keinen Reality -Check für die gab und dann standen
die irgendwann vor Kindern und dachten sie, ah, Mist, okay, muss jetzt irgendwie mit
gehen, aber gut. Also ganz wichtig, wir unterstreichen, wir müssen es gar nicht
rausführen. Ich muss für mich für Menschen interessieren, wenn ich führen will.
Genau. Wenn ich mich bisher nicht für Menschen interessiert habe, ich bin ja schon
der Meinung, ich kann das lernen, ich kann schon von einem, das interessiert mich
nicht zu einem. Ah, okay, das ist ja doch ganz... Das ist eine Entwicklung, die ich
machen kann. Das ist nicht angeboren oder nicht angeboren. Manchmal habe ich
vielleicht sogar das Problem, dass ich der beste Experte in meinem Bereich geworden
bin, weil ich mich auf die Sachen konzentriert habe und nicht auf die Leute und
muss das auch wieder ein bisschen entlernen und anders lernen. Aber ich kann nicht
laufen und sagen, ich habe kein Bock auf Beziehungsarbeit. Die Typen aus der anderen
Abteilung verursachen uns die ganze Zeit Schmerzen, aber ich interessiere mich nicht
für dich. Das wird nicht funktionieren, richtig? Richtig. Und da kann man ja konkrete
Dinge tun, die kann man nebenbei tun. Im Sinne von Handwerkszeug oder im Sinne von
Tools. Es gibt ganz viele Dinge, die ich tun kann, um in, also Einfluss zu nehmen
auf andere Menschen und damit in Beziehung einzuzahlen. Und das unterrichten wir unter
anderem. Also auf welche Art und Weise, wie kann ich denn konkret Einfluss nehmen?
Das hängt bei Sprache an, das geht über Storytelling weiter, das geht aber dann aber
auch wiederum um innere Werte oder Werte oder Art und Weise, wie ich arbeite, indem
ich konsistent, verlässlich bin, für andere da bin, indem ich ein Verständnis
entwickle für das, was der andere braucht und ihm proaktiv Dinge auch zuspiele, all
das zahlt darauf ein, dass ein anderer mich auf einmal wichtiger nimmt. Man sagt,
hey, der hat mir jetzt schon dreimal irgendwie eine Information rübergeschoben, die
war wirklich wertvoll. Es hat mich wirklich, da war ich im Vorstandsmeting und konnte
punkten, weil ich jetzt diese Information hatte. Und das wird sich eine Person merken
und dann irgendwann kriegst du von dem auch was zugespielt. Und jetzt fängt es an
zu spielten. Dann geht es darum um Storytelling. Wie verkaufe ich mich? Wie kauf ich
die Sache, die ich mache und verkaufen sie immer so ein böses Wort, aber wie
präsentiere ich meine Idee? Und zwar so, dass sie dem anderen schmeckt und nicht wie
sie mir schmeckt, dass sie Sinn macht für den anderen. Das sind Dinge, die du ganz
konkret tun kannst, und die wir auch unterrichten. Und es gibt noch eine ganze Latte
anderer im Detail. Das ist etwas, was du ganz konkret tun kannst zu lernen, wie du
Einfluss nimmst auf andere. Wenn wir es aber runterbrechen und wir kreisen uns um
diesen einen Wert geht es immer darum wirklich Interesse am anderen zu haben,
wirklich, nicht vorgetäuscht ist, sondern wirklich. Und weil ich zum Beispiel Physik
studiert habe und per se nicht so wahnsinnig Menschen orientiert bin, jetzt um mal
ein Klischee zu bedienen, dann bin ich schon bei dir. Ich kann das zumindest in
einem gewissen Maß lernen. Das geht. Und das ist meine Aufgabe das zu lernen, das
zu realisieren, dass auch wenn ich der beste Fachexperte, der beste Informatiker, der
beste, was auch immer war, der beste Verkäufer war auf dem Planeten. Es ist nicht
mehr deine Aufgabe. Deine Aufgabe ist jetzt Beziehungen zu pflegen, zu hegen, zu
entwickeln, Netzwerke aufzubauen und andere erfolgreich zu machen. Und jetzt,
das ist der große Twist. Deine Aufgabe ist nicht erfolgreich zu sein, sondern andere
erfolgreich zu machen. Denen, alles aus dem Weg zu räumen, was die davon abhält,
top zu performen. Das ist die Aufgabe einer modernen Führungskraft, Müll aus dem Weg
zu räumen in der Organisation, der meiner Mannschaft den Weg steht, damit die das
tun können, was ich gar nicht kann, mindestens nicht in der Masse. Ja, das ist ja
nicht nur das. Die Diskussion habe ich auch oft. Es reicht jetzt nicht hinzugehen zu
sagen, ich bin eine super Führungskraft, weil meine Mannschaft hat Freiheit und kann
Zeug tun, sondern ich muss mich schon an dem messen lassen, wofür dieses Team oder
diese Abteilung existiert. Also wenn das die Abteilung ist, die, weiß ich nicht, IT
-Sicherheit herstellt, weil sie Server pflegt, dann ist es jetzt nicht so, wenn ich
in der nächsten Mitarbeiterbefragung nur tolle Noten krieg, weil die haben richtig
Spaß bei der Arbeit, aber die Server kacken die ganze Zeit ab, also muss mich schon
an dem Purpose auch messen lassen, oder? Absolut. Das Ganze hat ja drei Elemente.
Wir nennen es DEA. Zum einen brauchst du Empowerment. Das heißt, du musst Menschen
ermöglichen, überhaupt Verantwortung zu übernehmen. Das kann systemisch sein, also
wirklich EDV -Berechtigungen etc. pp. Du musst sie ausbilden, dass sie das überhaupt
tun können. Also ich muss ihnen das Wissen vermitteln und du musst ihnen auch den
Support bieten. Empowerment. Dann aber kommt eine ganz wichtige Dimension, die ganz
häufig verloren geht. Das ist das Thema Accountability. Wundergebrochen heißt das, du
musst sie in Verantwortung bringen und du musst sie verantwortlich halten.
Das heißt, wenn wir sagen, wir haben eine Deadline am 17 .12. dann ist nicht
hat gut gearbeitet, sondern der, der die Ergebnisse erzählt. Und wenn er das halt in
der halben Zeit macht, ist auch schön. Und dass die Leute Verantwortung übernehmen,
sondern das Endergebnis von dem wäre Ownership. Und Ownership ist nichts anderes, ich
übernehme die komplette Verantwortung von Anfang bis Ende für einen Prozess,
für einen Produkt, für einen organisatorischen Ablauf. Das heißt nicht, dass ich alles
tue, sondern dass ich mich in jeder Phase dieses Prozesses darum kümmere, dass es
funktioniert. Und andere dazu bewege,
Führungskraft, das tust, ob du die Führung ins System reingibst, die das System
braucht, damit auf der anderen Seite Ownership entstehen kann. Ownership ist nichts,
was über Nacht entsteht. Das ist auch so, wenn wir uns das ja in der Agilität zu
verschrien oder deswegen ist Agilität zu verschrien, weil du ganz viele Teams hast,
die nicht reif genug sind, reif im Sinne von, die sind nicht in der Lage, echtes
Ownership zu leben für sich selbst, weil sie noch nicht gelernt haben, wirklich in
Verantwortung zu gehen. Das hat ein strukturelle Komponente, wie gesagt, auf der einen
Seite, aber es hat auch eine persönliche Komponente, nämlich, das bedeutet, ich bin
echt verantwortlich und ich kann mich hinter nix verstecken. Und das will gar nicht
jeder zunächst. Das heißt, ich muss die Menschen dorthin bewegen, dass sie das dann
wollen, was echt kompliziert ist, weil das heißt, Einfluss nehmen auf Menschen. Das
heißt, sie wirklich beeinflussen und sie wirklich entwickeln. Auch in Bereiche und
gerade auch in Bereiche, die ihnen nicht leicht fallen. Also wenn ich ein guter
Verkäufer bin, aus dem nochmal zehn Prozent mehr rausholen, ist wirklich das
leichteste überhaupt. Aber aus dem guten Verkäufer, der schlechteren ist, die
Backendprozesse zu pflegen, das aber ein Problem ist, dort zu pushen,
dass er da besser wird. Das ist die große Kunst. Also die fünf Prozent mehr
Verkaufraus zu holen, sozusagen bei jemand, der sowieso talentiert ist, ist in der
Regel nicht schwierig. Aber die Leute dort zu schubsen, wo es wirklich notut, das
ist die Kunst. So, jetzt darfst du mich mal enttäuschen. Also wenn ich jetzt hier
zuher Gilbert und sage, ja, das klingt alles cool, würde ich haben, hoffentlich kann
ich das noch nicht, das würde ich gerne lernen. Da kann ich, wenn ich das jetzt
vom Gilbert lerne, dann werde ich eine bessere Führungskraft. Dann kann ich jetzt bei
dir irgendwo was buchen, komme einen Tag hin und du bringst mir das an einem Tag
alles bei und dann kann ich das danach. Wir machen das in zwei Stunden, wir machen
das virtuell und wir haben da so ein Audiobook, das hörst du dir einmal an und
dann ist fertig. Nein, oh Gott, das Oh Gott! Wie bei Matrix damals, kennst du das
noch? Ja, du musst dann nur mit diesem Knopf in den Kopf stellen. Kannst du ein
Helikopter fliegen? Ja, jetzt kann ich's. Genau. So funktioniert das bei uns aus. Nur
bei uns sieht es schöner aus. Du siehst, das macht nicht so komische Bewegung mit
den Augen. Anyway, nein, real. Unser Ansatz ist, dass Entwicklung Zeit braucht. Wir
nehmen uns sechs Monate, in den sechs Monaten durchläufst du sieh Module auf drei
Ebenen. Nein, haben wir ein Element, Wo du selbst lernst, wo du wirklich Klassisches
kriegst, ein Workbook von uns und da findet die tatsächlich Theorie -Vermittlung statt.
Das heißt, du musst dich selbst mit der Theorie auseinandersetzen, weil wenn wir
trainieren im Trainingsraum, dann trainieren wir. Dann erwarten wir, dass du das
kannst, also dass du es... Ich lehste nicht Theorie vor, sondern ich lehste mal und
habe es gehört. Ich hasse, dass mir die Pässe vergeutete Zeit. Ich möchte da weg.
Forschungsstand, so dass man sagt, das ist einfach Zeitverschwendung, da da sitzt ein
Profi und er liest dir irgendwas vor und ne, liest das fast in deiner
Geschwindigkeit, wo es dir passt, wie es dir passt und bringt es schon mit. Wenn
was so komplex ist, dass es nicht mehr reicht, es selbst sich anzulesen, dann macht
ein Lehrvortrag Sinn, weil die Theorie so komplex ist. Das ist aber in der Regel
nicht der Fall. Das versuchen wir zu vermeiden maximal. Das heißt, wir geben die
Theorie vor, die darfst du dir selbst erarbeiten und dann kommst du ins Training und
dann trainieren wir an Praxisfällen. Das heißt, wir haben fertige Praxisfälle, die wir
entwickelt haben, die extreme Realität sind und an denen wir das trainieren,
was gerade Thema ist. Also zum Beispiel, wie bringe ich jemand in Verantwortung? Dann
geht es darum. Da ist der David, der ist Abteilungsleiter, der soll jetzt die Nordic
-Strategie entwickeln. Er hat fünf Teamleiter in seinem Team und über 25 Mitarbeiter,
die denen wiederum untergeordnet sind, etc. pp. Und jetzt muss er die Strategie
umsetzen. Wie macht er das denn jetzt? So, So, jetzt muss ich Menschen in
Verantwortung bringen, jetzt müsste ich eventuell die Strategie delegieren oder das
Entwickeln der Strategie. Oder ich tue es nicht und gehe weiterhin zu den Kunden,
weil ich der beste Vertriebler der Welt war und mache weiter Key -Account -Management
und versuche selbst, obwohl ich nie in dem Markt in Norwegen war, irgendwie eine
Strategie zu entwickeln. Ich könnte aber auch meinen Schwedenleiter fragen, also den
Vertriebsleiter Schweden fragen, wie er den Markt kennt und wie er den Markt
einschätzt und was er denn tun würde und genau daran arbeiten. Wir arbeiten also in
realen Cases, zum einen die, die wir ja tatsächlich gebaut haben und zum anderen
arbeiten wir an Cases, die die Teilnehmer mitbringt. Also wo wir sagen hier, Holger,
du hast ein eigenes Unternehmen, du bist jetzt Vorstand in einem eigenen Unternehmen,
was liegt denn gerade bei dir auf dem Tisch und dann nehmen wir diese Situation und
arbeiten an deiner Situation konkret ein Thema ab. Genau, mein Aufsichtsrat möchte,
Wir haben eine Zeitmaschine gekauft, aber ich habe kein Geld dafür. Das ist schade.
Wir starten also Theorie über so Lehrbriefe und dann Anwendungen. Genau, dann sind
wir im Training und dann haben wir eine weitere Ebene, die wahnsinnig wichtig ist,
nämlich die Peer -Ebene. Also wir organisieren Treffen, wo sich die Teilnehmer selbst
organisiert treffen. Und die kriegen von uns eine Aufgabe, meistens einen Case,
manchmal eine Challenge, dass sie was wirklich in der Praxis tun sollen, in ihrer
wirklichen Berufspraxis tun und umsetzen sollen, dann müssen sie die Ergebnisse mit in
das nächste Peer -Meeting bringen und müssen berichten. Was habe ich da getan, was
ich habe erlebt, was hat mich zurückgehalten, so findet da eine Reflektions - und
Arbeit und einen Austausch statt. Und da das alle getan haben, wird es sehr
spannend. Das sind unterschiedliche Organisationen, weil es ein offenes Programm ist,
die sehr, sehr unterschiedlich sind und das ist deswegen so spannend, weil dann ganz
unterschiedliche Dinge auf einmal funktionieren und da da kann die Idee raus
entstehen, sagt, ach Gott, kann man doch anders machen. Hätte ich nie probiert, hätte
ich mich nie gewagt, aber jetzt versuche ich es mal. Also dieses am Ende geht es
ja darum, die Kompetenz entsteht beim Tun in der Praxis. Nicht im Trainingsraum,
nicht im Lehrbuch, nicht in irgendeinem e -Learning -Modul, sondern in dem Moment, wo
ich meine Mitarbeiter gegenüber sitze und einen Personalgespräch führen muss. In diesem
Augenblick entsteht eine Kompetenz. Und da brauche ich natürlich ein Background. Ich
muss mir Theorie aufarbeiten, ich muss diese Theorie verinnerlichen und reflektieren
und dann muss ich sie aber anwenden. Ich finde, diese Anwendung ist statt und vor
allen Dingen ist der Zeitraum von "Ich habe mir etwas angeeignet". Egal wie YouTube
-Video, Lehrbuch, Training, wie auch immer ein Coaching. Und dann sind drei Monate
vergehen, bis ich das das erste Mal anwenden kann. Dann weiß jeder, dass er
eigentlich keine Ahnung mehr hat, was er da geguckt hat, was er gehört hat, was er
da sich aufgearbeitet hat. Es ist weg. Weil tausend andere Dinge wichtiger waren in
der Zwischenzeit und das Thema Strich - und Arreifen überschrieben. Dann sitzt du vor
deinem Mitarbeiter und bist völlig planlos. Und dann passieren Dinge, wie gerade
neulich im Training gehört, dann sitzt mir ein Reichsleiter gegenüber, der sagt, naja,
wir haben wieder Mitarbeiter, Jahresgespräche, dann habe ich gefragt, wie er den
vorbereitet und dann so, ja, ich habe ja ein gutes Gefühl, Ich bin seit 25 Jahren
Führungskraft, ich kenne meine Leute, die sind da bei uns alle ... Die sind bei uns
ganz lange im Haus schon, also wir haben so ein Unternehmen, das sehr
traditionsgeprägt ist, was auch eine sehr schöne Komponente ist, das heißt eine ganz
niedrige Fluktuation, das heißt seine Teamleiter sind alle schon 10, 15 Jahre
mindestens im Unternehmen, das heißt ich kenne die, wir gehen gemeinsam golfen oder
Bierchen trinken etc. Ich weiß ja, was da passiert. Es ist so über meine Frau, wir
sind seit 20 Jahren Ja, ich muss mir auch keine Mühe mehr geben, oder? Total. Also
es ist bestimmt eine ganz gute Anleitung für eine unglückliche Ehe, sich keine Mühe
mehr zu machen. Das ist doch die Argumentation. Ich kenne ihn schon lange, ich muss
mir keine Mühe geben. Ich wusste auch nicht mehr so richtig, was ich sagen sollte,
momentlang, ich habe ganz tief durchatmen müssen und musste in mich gehen, um ihm
nicht an die Gurgel zu gehen. Ich bin ihm dann verbal in die Gurgel tatsächlich
gegangen und also tatsächlich und habe gesagt, was ist nicht dein Ernst jetzt. Du
bist Abteilungsleiter und du gehst in ein Bewertungsgespräch, wo über die Karriere
dieser Person entschieden wird und du hast keine Idee, was der das Jahr übergemacht
hat, sei doch mal herrlich. Wenn deine Frau dich heute fragt, was du im Januar,
diesen Jahr, was am 12. Januar getan hast, weißt du das noch? Nein, weißt du nicht,
tu nicht so. Das wissen wir Männer nicht und das wissen die Frauen meistens übrigens
auch nicht so richtig, richtig, aber wie zu tun so. Es ist egal, aber das ist
nicht das Thema. Das Ding ist, ich muss mit Fakten da reingehen. Das ist meine
verdammte Pflicht. Da bin ich mal so deutlich, wie es nur irgendwie geht. So als
Führungskraft, wenn ich jemanden bewährte, meine verdammte Pflicht mit Fakten zu
kommen. Vorbereitet zu kommen. Ich muss nicht nur sagen, hast du toll gemacht und du
kriegst ein Bonus, sondern ich muss sagen können, hast du toll gemacht, weil A, B,
C, D, E. Das habe ich beobachtet und deswegen sage ich, hast du top performt. Und
wenn er nicht top performt, das muss ich auch sagen können. A, B, C, D, E. Weil,
und jetzt nehmen wir mal die Extremsituation, die ihr keiner gerne möchte, aber die
Realität von Führung ist, wenn ich eine disziplinarische Maßnahme umsetzen will und
das Ganze landet vor Gericht, dann wird der Richter sagen, ja, sie sagen, der
performt, ich sie wollen, denn ich sehe hier liegt eine Kündigung vor, aber wann
haben sie den mal ermahnt? Ne, haben wir nicht. Wann haben sie den mal abgemahnt?
Ne, haben wir nicht. Wann haben sie den mal ein Gespräch über Performance mit der
Person gefühlt? Ja, haben wir nicht dokumentiert. Ah ja, spannend. Dann sagt der
Richter, jetzt gehen sie wieder nach Hause und kommen bitte nicht mehr wieder.
das ist ja schon ein Fehler, den wir machen, dass wir dann im Zweifelsfalle, wenn
wir in Richtung Abmahnung gehen, in Richtung Minderleistung, in Richtung Negativ, dann
auf einmal anfangen, in Anführungszeichen professionell zu arbeiten, zu dokumentieren
und vorzubereiten, aber die Leute, die funktionieren und die gut laufen, sagen wir,
kompäler, wir kennen uns doch alles super, wie letztes Jahr ist geil, und es
funktioniert halt auch so lange, bis es nicht mehr funktioniert. Und dann ist auf
einmal mein Superstar weg und dann sagt er ja ich habe ja keine Wertschätzung für
meine Arbeit gekriegt, ich habe euch zehn Jahre meines Lebens geschenkt und keine
Wertschätzung und ich stehe da und sucht das über vor Lohnpferd, hat sich nie
beschwert, dass er keine Wertschätzung kriegt. Also ich fasse mal zusammen lieber
Gilbert. Führung ist, das ist jetzt platitulisch, aber es ist einfach immer wieder
so, es ist halt ein Job, es ist nichts, was ich nebenher mache, es ist ein
Handwerk. Das kann ich erlernen, das muss ich erlernen, wenn ich es habe, aber ich
kann es dann auch erlernen. Wir haben gar nicht darüber geredet und ich wollte
irgendwie noch fragen, ihr habt jetzt so ein offenes Programm und da kommen da Leute
aus verschiedenen Unternehmen rein. Neue Programme gibt es ja nicht. Kompatibilitäts
-Isschuss. Aber ich kenne die Antworten. Die Antwort ist nein. Wir alle, die wir mit
Führung uns beschäftigen, wir reden alle immer dasselbe Zeug. Es ist erforscht. Es
gibt keine Schule der harten Führung und keine Schule, der weiß ich nicht hier wie
beim Karate oder sowas, die sich widersprechen und die sagen, das was die machen,
das misst. Wir sind uns alle einig, was zur Führung dazugehört. Wir haben vielleicht
unterschiedliche Modelle, kategorierend anders ein und nennens anders. Aber am Ende des
Tages, es ist Storytelling, es ist Beziehungsarbeit, es ist Reflexionsfähigkeit, das
ist Inkompetenz, Kompetenz. Es ist dieses Bewusst damit umgehen. Was ist denn
eigentlich meine Rolle von Führung? Was schulde ich dem System? Das hat oft was zu
tun mit Klarheit, das hat oft was zu tun mit Verbindung. Und genau das, was du
sagst, mein Job ist es jetzt nicht mehr die Arbeit zu machen, sondern mein Job,
also ich bin jetzt nicht mehr der, der die Tore schießt, sondern mein Job ist es
vom Zeugwart zu gucken, dass der, der die Tore schießt, eine anständige Hose hat und
anständige Schuhe, dass der Ball aufgepumpt ist, dass die Halle geheizt ist, alles
andere zu machen und alles zu tun, was notwendig ist, damit das gesichert ist. Das
ist jetzt mein neuer Job und den kann ich lernen. Und wenn ich ihn lerne, dann
bitte nicht auf Halde, dann bitte nicht, ich kaufe mir ein Buch oder ich gehe jetzt
mal zwei Tage hier, ich fahre in die Zentrale, zwei Tage werden wir da bestäubt und
dann können wir es auf einmal alle, weil die uns mit ihrem Zauberstab da irgendwie
zu Liedern machen, sondern ich muss meinem Gehirn halt Zeit geben, neue Synapsen zu
kleben, ich muss es anwenden, ich muss in eine Diskussion gehen und ich muss mir
selbst auch einfach Zeit geben, um diesen Identitätswechsel hinzukriegen, weil es ist
halt auch, ich gehe ja nicht Freitag aus dem Büro als Experte, streift den
Expertenkittel ab, ziehe mir eine neue Jacke an und am Montag bin ich auf einmal
Führungskraft. Ganz so funktioniert es ja auch.
dieser innere Werte verpasst, dann einmal Führungsstile, situative Führung. Wie führe
ich eigentlich? Also da nochmal wirklich Handwerkszeug, dann das Thema
Verantwortungsabgabe, Delegation, Empowerment und Accountability. Und dann schauen wir
uns ein ganz wichtiges Thema, nämlich digitale Führung. Wie funktioniert das eigentlich
im digitalen Kontext und laterale Führung? Also wie führe ich eigentlich ohne direkte
Führungsmacht? Und das letzte Thema ist das Thema Komplexität und Unsicherheit. Wie
navigiere ich eigentlich in Situationen, die unklar, vielschichtig, viel deutig sind
und die fällig Entscheidungen, wenn mir eigentlich ganz viel an Detail noch. Also
tatsächlich an der Stelle nicht nur ihr müsst Ambiguitätstoleranz haben, sondern wir
zeigen euch jetzt zur Erzeugung, wie ihr sie kriegt. Wir haben einen
Entscheidungskompass, also wirklich ein Tool, das man nutzen kann, um besser
Entscheidungen zu treffen, solche Dinge. Und wir suchen das für jedes Thema. Schauen
wir immer, dass wir auch wirklich ein Tool haben, wirklich was Handfestes haben, das
wir mitgeben können, das sofort umsetzbar ist und zwar unmittelbar. Zum Beispiel haben
wir eine Delegationsmatrix, wo es so unterschiedliche Ebenen gibt von
Verantwortungsabgabe. Wir haben ja gerade das Feedback aus der Gruppe bekommen. Die
hat auch jemand angewendet, der ist im Moment noch Projektleiter, der ist noch gar
kein Teamleiter und ist jetzt zu seinem Chef gegangen, sagt, Moment mal, das ist mir
jetzt gerade noch gar nicht klar. Was sind die Definitionen auf dann hier? Ups, da
hat er ganz blöd geguckt und hat gesagt, danke, dass du nachgefragt hast. Das hat
einem Nachgang, hat er dann sehr positives Feedback dafür bekommen. Also auch, wenn
ich noch nicht führe, kann ich auch nach oben führen und wenn ich das Wissen über
Delegation habe, dann nachhangen und sagen, Moment mal, mir fehlt da noch ein
Element. Bin dann noch gar nicht klar. Und solche Tools haben wir, ja, eine
Delegationsmatrix, auch eine Checkliste, wie wir durchgehen können, durch Delegationen,
die ich wirklich an meinen Arbeitsplatz erlegen kann und sagen kann, okay, ich muss
jetzt eine Aufgabe abgeben oder ich muss ein Stück verantworten und abgeben, was muss
ich beachten? Dann kann ich das durchgehen. Und das haben wir auf allen Ebenen.
Schauen also, dass wir da maximal praxisnah sind. Und das wext auch nicht auf
unseren Mist, sondern wir haben uns angeguckt über all die Unternehmensberatung und
damit über all die Konzerne, kleine Unternehmen, Mittelstände, in denen wir waren. Was
sind eigentlich so diese Kernthemen? Woran scheitert es eigentlich wirklich oder
ungekehrt? Was sind die Themen, die wirklich einen Unterschied machen? Und das sind
diese fünf Themen. Führungstransitionen Verstehen, Purpose haben, das Handwerkszeug von
Führung verstehen, situative Führung im wesentlichen Führungsstille, Verantwortung abgeben
können, delegieren können, digital und lateral führen können und Komplexität aushalten
und mit Unsicherheit umgehen können und Entscheidungen treffen zu können in genau
diesen Situationen. Dann habe ich das wichtigste Handwerkszeug und alles was danach
kommt, ist dann Kunst. Das ist ein Bonusprogramm, das in meistens aber auch auf dem
Level noch gar nicht gefragt wird. Politisches Geschick und alles, was dann sonst
noch dazukommt, das wird dann ab Abteilungsleiter eben und darüber hinaus, dann
verändert sich das Spiel wieder. Aber das ist nicht unsere Zielgruppe. Unsere
Zielgruppe sind Menschen, die jetzt gerade in Führung gekommen sind oder in Kürung
kommen werden auf dem ersten Level. Und dann brauchst du genau diese fünf Fälder,
die musst du auf dem Schirm haben. Und genau, das war es heute. Das war unser Deep
Dive. Was muss ich drauf haben als First -Time -Lieder, wenn ich das das mal
Teamleiterin werde, Gruppenleiterin oder so was in der Art, was ist das Handwerkszeug,
das ich mitbringen muss, was ist diese neue Identität, die ich annehme, ich muss
erst mal akzeptieren, dass es eine neue Identität ist. Naja und ich muss halt auch
viele Sachen loslassen, schlichtweg wegen der Zeit, ich habe jetzt neue Jobs, die ich
machen muss und für die brauche ich Zeit und dafür muss ich halt auch alte Jobs
abstreifen und dann muss ich mich in die Kompetenzentwicklung begeben. Ihr findet
Gilbert in den Show Schoenoutz natürlich wird verlinkt. Da findet ihr dann ihn auf
LinkedIn, findet das Programm, wenn euch das interessiert. Lieber Gilbert, ich danke
dir, dass du uns einmal den Rundflug gegeben hast. Ja, ganz herzlichen Dank für die
Einladung, war mehr für Gnügen. Und euch da draußen vielen Dank fürs Zuhören. Wie
immer, wenn ihr es bis hierhin geschafft habt, vielen Dank fürs Zuhören, vielen Dank
für euren Support. Abonniert in dem Podcast Catcher eurer Wahl, schreibt Kommentare,
gebt uns Bewertungen, am Liebsten Gute, ich glaube tatsächlich sogar schlechte sind
besser als gar keine, da gibt keine schlechte PR. Ich freue mich immer über
Feedback, was mich erreicht, Themenvorschläge oder Intros. Wenn ihr sagt, ich kenne
hier jemanden, der sollte auch mal hier in diesem Podcast sein oder dieses Thema
sollte mal hier drin sein, meldet euch, ich nehme das immer sehr, sehr gerne an und
bis zum nächsten Mal. Tschüss. Ciao.