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Elefantenkorridore, gestärkte Communities und Slow Safari: Das ist Chem Chem
Episode 2910th June 2026 • Africa with André - auf Deutsch • André Thomas
00:00:00 00:35:52

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Shownotes

Was passiert, wenn Luxussafari-Tourismus zu einem Instrument für Naturschutz und die Stärkung lokaler Gemeinschaften wird?

In dieser Folge spreche ich mit Fabia Bausch von Chem Chem Safaris im Norden Tansanias. Zusammen mit ihrem Partner Nicolas hat Fabia dazu beigetragen, eine der inspirierendsten Erfolgsgeschichten im Naturschutz in Ostafrika zu schreiben: die Wiederherstellung des Kwakuchinja-Wildkorridors zwischen dem Tarangire Nationalpark und dem Lake Manyara Nationalpark.

Der Korridor, der 2009 aufgrund von Überweidung, Landwirtschaft und zunehmendem Druck durch Menschen, als aufgegeben galt, wird nun wieder von Wildtieren genutzt – darunter Elefanten, die nach fast 40 Jahren Abwesenheit zum Lake Manyara zurückkehren.

Fabia erklärt, warum Conservation nur dann funktioniert, wenn lokale Gemeinschaften direkt davon profitieren, und warum langfristiges Vertrauen, Bildung und wirtschaftliche Stärkung genauso wichtig sind wie der Schutz der Wildtiere selbst.

Die «Chem Chem Association» arbeitet mit lokalen Dörfern durch Bildungs-, Beschäftigungs- und Wirtschaftsförderungsprogramme zusammen, die darauf abzielen, langfristige Perspektiven auch ausserhalb vom Tourismus zu schaffen. Von Naturschutz-Schulungen für Kinder bis hin zu Unternehmertrainings in Bereichen wie Imkerei, Hühnerzucht und Landwirtschaft ist es das Ziel, den Gemeinschaften dabei zu helfen, eine nachhaltige Zukunft aufzubauen und gleichzeitig die Umwelt um sie herum zu schützen.

Wir sprechen auch über Chem Chems Erfindung der „Slow Safari“ – ein persönlicheres, flexibleres und intensiveres Safari-Erlebnis, das Gäste dazu ermutigt, sich wieder mit der Natur zu verbinden, anstatt nur Tiere auf einer Liste abzuhaken.

Chem Chem Lodge: https://auberge.com/safari/camp/chem-chem-lodge-burunge-lake-manyara/

Little Chem Chem and Forest Chem Chem: https://auberge.com/safari/camp/burunge-tarangire/

Chem Chem Association: https://www.chemchemassociation.org/

Tarangire Nationalpark: https://de.wikipedia.org/wiki/Tarangire-Nationalpark

Lake Manyara Nationalpark: https://de.wikipedia.org/wiki/Lake-Manyara-Nationalpark


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Transcripts

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Am wichtigsten, ist der Erfolg mit der Wiederherstellung des Kwakuchinja-Korridors. Das ist ein Landstrich zwischen dem Nationalpark und dem Manyara-See. Der Korridor wurde 2009 für aufgegeben erklärt, aber dank der Arbeit der Chem Chem Association, zusammen mit den lokalen Gemeinden nutzen die wilden Tiere diese Verbindung nun wieder erneut.

Elefanten haben vor kurzem begonnen wieder im See zu baden, nachdem sie über 40 Jahre lang ferngeblieben waren. Das muss ein wirklich beeindruckender Anblick gewesen sein. Zweitens hat Chem Chem die Slow Safari erfunden, eine Art Safaris zu machen, die viel entspannter und persönlicher, und auf den Moment ausgerichtet ist.

Traditionelle Safaris beginnen ja meistens sehr früh und enden recht spät und man verbringt viel Zeit mit anderen Gästen. Die Slow Safari hat all das verändert. Fabia ist Miteigentümerin von Chem Chem und ist heute zu Gast bei uns.

Hi Fabia, herzlich willkommen!

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[00:01:24] André: Sehr, sehr gerne. Erzähl uns doch mal kurz, wer ist Fabia? Wo bist du aufgewachsen und wie bist du in Tansania gelandet sozusagen?

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Und somit hatte ich dann mich entschieden, einfach mal zu sagen, das war schön und jetzt mal schauen, was sonst auf mich zukommt. Ich bin dann zu Freunden gefahren und habe dort Nicolas, meinen Partner, der Franzose ist, kennengelernt.

Er war:

[00:03:02] André: in a sense, nicht nur Touristen was zeigen, sondern auch einen Unterschied machen vor

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[00:03:39] André: Ja, Und dann bist du nach Tansania gezogen, und verbringst jetzt mehrere Monate im Jahr auch dort?

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Das stimmt bestimmt in diesem Fall. Und dann hatten wir die während zwei Jahren für so eine Concession, ein Reservat gesucht, haben dann 2008 unterzeichnet 2009 und 2010 haben wir dann die erste Lodge gebaut, und 2011 haben wir dann die Chem Chem Lodge aufgebaut, eröffnet.

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[00:04:39] Fabia: Tarangire und Manyara sind südlich von der Serengeti, beim Grabenbruch unten. Die Serengeti ist dann auf der Plattform. Wir liegen etwa auf 1000 Meter Höhe.

Der Unterschied zur Serengeti, Serengeti ist ja sehr bekannt von ihren Steppen, von der Weite, und dann die Kopjen, diese großen Felsblöcke, die da rumliegen.

Tarangire ist sicherlich am meisten bekannt für seine eher sehr liebliche Atmosphäre mit den ganz vielen Baobab, Affenbrotbäumen heisst das glaube ich, auf Deutsch, die sich am Fluss Tarangire entlang wachsen.

opulation hat, das sind über:

Lake Manyara ist ein Alkalin haltiger See, der sehr bekannt ist auch für die Zugvögel, der roten Flamingos, die dorthin kommen, wenn der Wasserpegel korrekt ist und der Alkalin Gehalt genug ist, liegt direkt vor dem Escarpment, also da gehen die Felsen relativ dann steil in den See rein.

Und ist bekannt, wenn man so hört, von den Löwen, die da in den Bäumen wohnen. Die klettern da auf die Bäume. Das ist also das USP von diesen zwei. Der Lake Manyara hat einen Zugang zum Ngorongoro Krater und zum Serengeti-Ökosystem, aber der Nationalpark vom Tarangire ist isoliert. Der hat keinen Nationalpark, ein anderes Reservat, das an den Nationalpark grenzt.

Deswegen ist es sehr wichtig, dass der Tarangire-National weiterhin Möglichkeiten hat, sogenannten Korridors, wo diese Tiere von einem Ecosystem ins nächste wandern können. Und das ist der Korridor wo Chem Chem drin ist.

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Und ich glaube, das ist so ein bisschen die Essenz, was ihr da macht. Genau diesen Freiraum den du gerade gesagt hast, für die Tiere zu schaffen, aber die Communities, die dort in der Umgebung leben, nicht sozusagen rauszuschmeißen, dass die quasi mit eingebunden werden.

Wieso ist dieser Korridor so wichtig?

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Wenn diese Korridore aussterben und die Tiere nicht mehr die Möglichkeit haben, frei zu wandern, dann sind das für die abgeschotteten, sogenannten Insel-Ecosysteme, lebensgefährlich. Und das ist dann eine große Bedrohung für die Biodiversität. Und deswegen war es sehr wichtig, speziell für Tarangire, der sehr wenige solche Korridore hat, die meisten sind ausgestorben, dass wir wirklich alles darangesetzt haben, dass wenigstens dieser Korridor wiederbelebt werden kann.

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[00:09:10] Fabia: Das ist das Wachstum der Menschheit, die natürlich sich ausbreiten, und es hat ein bisschen mehr Menschen in dieser Region. Die Bevölkerungsexplosion in Tanzania ist ja sehr groß, hat immer noch eine der größten Bevölkerungs Wachstüme in Afrika. Das heißt, für die Bevölkerung, wenn sie nicht wirklich einen Profit sehen, von den wilden Tieren, und sie nicht merken, dass Wildschutz eigentlich etwas positives ist für sie, dann sehen sie in diesen ganzen wilden Tieren nur eine Bedrohung. Wir müssen nicht weit schauen, also was bei uns in den Bergen mit den Wölfen und den Bären passiert, das ist genau das Gleiche.

Das Zusammenleben zwischen Wildtieren und Mensch, kann für beide sehr bedrohlich sein. Und deswegen hatte natürlich die Bevölkerung nicht großes Interesse sich irgendwie da um Wildschutz zu kümmern, weil sie überhaupt nicht vom Tourismus profitiert haben, weil der Tourismus fand ja nur im Nationalpark statt.

Und alles, was im Nationalpark stattfindet, da profitieren die umliegenden Communities nichts davon.

Und deswegen war es dann so wichtig, wie wir ankamen, dass wir diesen Korridor zusammen mit zehn Dörfern, also den zehn Dörfern gehört dieses Land, die haben es uns verpachtet. Und die werden jetzt jedes Jahr durch die Pacht von uns entgeltet.

Wir stellen ja über 70 Prozent der Leute aus diesem Korridor an. Jeder Gast bezahlt so eine Tourismus-Tax, die direkt zu diesen Dörfern geht. Und das ist eigentlich das erste Mal, dass sie gelernt haben, dass Wildschutz, auch wenn es bedrohlich für sie ist, wenn man das richtig managt, durchaus ein sehr interessantes Investment sein kann.

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[00:11:34] Fabia: ...haben keine Häuser gebaut. Gesetzlich war das immer ein geschütztes Land, aber wenn da natürlich niemand richtig hinschaut. Und Tansania, das ein Entwicklungsland ist, hat natürlich so viele andere Baustellen als sich da um diesen Korridor zu kümmern. Man muss sich einfach immer in Erinnerung rufen, 40% der tansanischen Fläche ist geschütztes Land oder war und das ist natürlich ein wahnsinniges Erbe die sie damit sich schleppen, um das zu finanzieren, und gleichzeitig zu ermöglichen, dass das Land auch sich entwickelt, so wie der Westen sich das vorstellt, ist eine große Herausforderung.

War so meistens dass die Leute dieses Land dann gebraucht haben, um Acker zu betreiben oder mit den Kühen zu grasen, die Felder haben sie so, aber nicht wirklich da jetzt Im Kwakuchinja Korridor, Gott sei Dank, weil da andere Korridore da hat man dann Siedlungen und dann ist es eigentlich heutzutage unmöglich, diese Menschen umzusiedeln.

Aber bei uns hat... es keine Siedlungen gehabt.

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Aber trotzdem war es ja wichtig, die Community mit einzubeziehen. Das war, glaube ich, ein großer Teil eurer Vision. Wie habt ihr die Community einbezogen und sichergestellt, dass sie auch Verantwortung mit übernehmen, dass das erfolgreich wird?

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Dann hat man sich mit der Dorfregierung zusammengesetzt, dann hat man sich mit der Bundeslandregierung, und so hat man sich da hochgeschaffen. Und da ging es dann zwei Schritte vorwärts und ein Dreiviertel zurück, und dann ging es mal drei Schritte wieder zurück, aber das Wichtigste war, dass man geduldig ist, dass man Präsenz zeigt, dass man der Bevölkerung erlaubt, sehen dass wir es ernst meinen.

Es gibt ja viele Organisationen die kommen mal rein, dann sind sie zwei, drei Jahre dort, dann klopfen sie sich selbst auf die Schultern und gehen wieder. Aber das bringt meistens weniger als mehr.

Aber es war wichtig, dass nicht nur wir brauchten Mut, um das zu machen, sondern die Communities mussten auch Mut erweisen, dass sie uns vertrauen und dass sie sehen, dass wir nicht nur sagen du darfst du nicht und das darfst du nicht. Sondern dass sie mit uns begannen die Vision zu teilen, dass man aus diesem Land viel mehr machen kann, wenn man es richtig mit Wildlife Conservation verwaltet.

Das ist ein stetiger Dialog, wo man mit den Leuten zusammen diese Entwicklung machen kann. Und sie müssen schlussendlich wollen. Und sie müssen schlussendlich realisieren, dass sie mehr rausbekommen von einem lebenden Elefanten, denn von einem toten Elefanten.

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[00:15:05] Fabia: ... ja ja, sie haben sehr schnell verstanden, dass sie Geld bekommen, Aber dass es ein Vertrag ist, der beidseitig respektiert werden muss, das war... dann eine andere Geschichte.

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[00:15:37] Fabia: Wir mussten auf jeder Ebene, oder wir müssen auf jeder Ebene daran bleiben, das heißt, wir beginnen schon in der Primarschule, dass wir den Kindern so Umweltunterricht offerieren, zusammen mit der staatlichen Schule. Wir machen alles über staatliche Schulen, dass das, da gibt es verschiedene Organisationen wir arbeiten mit Lesson in Conservation, die kommen dann in die Schule, machen dann so eine Woche. Dass die Kinder den Zugang bekommen, was ein Schmetterling ist und wie schön es ist, wenn man einen Baum pflanzt.

Wir nehmen die Kinder selbst auf Safari. Wenn sie dann in die Oberstufe gehen, haben sie die Möglichkeit, drei, vier Tage auf eine Safari zu gehen wie die Gäste. Dann haben wir jedes Jahr ein großes Fußball Tournament, wo die zehn Dörfer gegenseitig gegeneinander spielen. Das sind jetzt über 36 Teams. Das ist Nationwide, wird das Gesendet. Also wir hatten schon zwei Spieler, die gescoutet wurden, die in der Nationalliga jetzt spielen, und es ist so ein Abwägen von wie viel wollen wir nur Polizist sein, aber wie viel wollen wir auch wirklich den Leuten sagen, "das ist euer Land, wir sind nur hier, euch zu zeigen oder mit euch eine Lösung auszuarbeiten, wie ihr längerfristig Viel mehr aus diesem Korridor bekommen könnt, als wenn ihr es einfach overgrazing macht mit all euren viel zu vielen Kühen".

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[00:17:29] Fabia: Ich glaube, die Wurzeln sind da. Ich würde jetzt noch nicht die Hand ins Feuer legen, dass wenn wir jetzt morgen abreisen, dass in fünf Jahren da noch der Korridor so steht und dass da nicht irgendjemand wieder versucht, im Korridor irgendwelchen Mais anzupflanzen und Kühe da reinzubringen. Aber wir sehen unterschiedliche Entwicklungen in einzelnen Dörfern und es gibt zwei, drei Dörfer, die Die werden auch anders geführt, die haben eine andere Leadership, wo mehr Engagement und mehr Verständnis gezeigt werden wie andere.

Aber ich denk das ist normal.

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[00:18:20] Fabia: das erste Mal, wie dann... Und Guides die gesehen haben, wie die Elefanten jetzt da in den See gehen, das war sehr emotional. Das war schon ein sehr bewegender Moment und ist immer noch bewegend, weil daran gewöhnt man sich nicht so schnell. Das ist auch schön so.

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Ich finde es übrigens toll, Fabia, das, was du vorhin gesagt hast, dass ihr die Kinder auf Safari nehmt so wie die Gäste. Das heißt, die schlafen dann auch in Chem Chem und machen dann die Pirschfahrten?

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Da sind dann 20 Kids und fünf Betreuungspersonen und die lernen dann was anderes als das Zuhause, weil die gehen ja nie auf Schulreisen. Wir nehmen sie dann einen Tag zum Krater. Dort wohnen sie in einer Jugendherberge, gehen sie in die Serengeti, dort schlafen sie in Zelten, die sie selbst aufbauen und am Lagerfeuer kochen.

Aber viele dieser Kinder wohnen ja wirklich noch in sehr bescheidenen Häusern wenn man den Häusern sagen kann. Und das ist der Impact, glaube ich, dass die Kinder auch mal den Horizont öffnen, dass man denen mal was Neues Zeigt, und ihnen auch die Schönheit ihres eigenen Landes ermöglicht zu entdecken, finde ich sehr wichtig.

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Ich habe ja auch ein Interview gemacht mit der Hilma aus Namibia die ein Kinderatlas von Namibia und Kinderatlas von Afrika aus genau dem Grund geschrieben hat, um zu zeigen, "hey, wie sieht mein Kontinent aus, wie sieht mein Land aus", aber auch eben, damit sie erfahren, weshalb kommen Touristen nach Tansania, was wollen die hier sehen.

Und wenn sie verstehen, das verankert dann nochmal genau die Arbeit, die ihr dort gemacht habt und wofür sie dann diesen Korridor haben. Finde ich super, finde ich wirklich toll.

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[00:21:15] André: Die Chem Chem Association, die ihr gegründet habt, ist in vier Bereichen tätig mit vier Säulen. Also eine ist Naturschutz, eine ist wirtschaftliche Stärkung, eine ist Bildung und eine ist soziales Engagement. Leider haben wir hier nicht genug Zeit, um über alle zu Sprechen, aber ich mache eure Webseite in die Shownotes, damit die Zuhörer da ein bisschen durchstöbern können.

Aber Fabia erzähl mir von einem deiner Lieblingsprojekte oder Lieblingserfolge, was nicht der Korridor ist.

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Wir machen so ein "Economical Empowerment Programm", das geht drei Jahre, wo wir die Leute dazu animieren einen Kurs zu belegen. Da lernen sie zuerst zu sparen. Und dann machen die so Community Banks, dann sind das vielleicht zehn Frauen, die tun sich zusammen, die machen dann so wie eine kooperative Bank, da legt jeder mal, weiß ich, drei, vier Dollars rein und dann muss, müssen alle einen Businessplan schreiben. Und dann können sie von dieser Bank dann einen Loan beziehen. Und dann werden sie ausgebildet.

Wir haben vier Business Branches eruiert, was in unserer Area gut möglich ist. Das ist Honig, Sonnenblumen, Hühner, und eine spezielle Art von Agrikultur. Und da werden sie dann speziell von Spezialisten während drei Jahren ausgebildet, wie man eben am besten so eine Hühnerfarm aufbaut, wie man die Hühner züchtet, wie man die dann aber auch verkauft.

Sie lernen wirklich wie eine Lehre eigentlich.

Und nach den drei Jahren, wir haben eine Erfolgsrate von etwa 85 Prozent, die diese Lehre sage ich mal, abschließen. Die meisten verdoppeln ihr Einkommen und wir gehen jetzt in die zweite Phase, wo dann die, die wirklich Ambitionen haben, die Möglichkeit haben, einen neuen Businessplan uns vorzustellen, und dann zusammen mit einer lokalen Bank wieder einen aufnehmen können, aber nicht zu Wucherzinsen von 18, 19, 20, was immer, sondern wir konnten das so mit einem Incubation Fund ausrichten, dass wir das für 5% ihnen ausgeben können.

Diese Loans werden auch zu 90% zurückbezahlt, ist relativ ein kleines Risiko aber man muss ja den Leuten wirklich die Möglichkeit haben, einen erfolgreichen Start zu haben.

Dann werden sie nochmals drei Jahre von uns begleitet, um halt auch, Rückschläge gibt es immer, und dann ist es ja sehr wichtig, dass sie den Zugang haben, mit jemandem das zu besprechen um den Rückschlag als eine positive Learning Curve zu integrieren und weiterzumachen.

Und das kommt bei der Bevölkerung extrem gut an, hilft natürlich, es sind etwa 80% Frauen, die daran teilnehmen, hilft natürlich das häusliche Einkommen und das Selbstbewusstsein Frau und die Unabhängigkeit der Frau auch zu stärken.

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Was machen die Männer? Die Männer haben doch nicht alle Arbeit?

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Das sind dann meistens so, ich würde mal sagen, die Altersgruppe so zwischen 30 bis 40 die sich in Programme anmelden. Und jetzt haben wir in diesem Jahr angefangen bei den Jugendlichen etwas ähnliches zu machen, und zwar bevor sie die Schule abschließen. Es hat ja nicht jeder die Möglichkeit zu studieren, sondern die müssen ja dann oft auch verdienen oder haben kein Geld.

Und jetzt machen wir da auch für die Jugendlichen die Möglichkeit, dass sie untereinander eigentlich etwas Ähnliches machen, wobei ich bei den Jugendlichen mehr auf Informatik, Administration und Englisch setz, weil es kann, nicht jeder Bauer werden, es gibt nur so und so viel Land, und sonst plötzlich haben wir... Eigentlich, "we create our own enemy".

Dann haben wir so viele Leute, die von der Landwirtschaft abhängig sind, dass der Korridor schlussendlich nur mehr Druck ausgesetzt ist als eigentlich, was uns recht ist.

Und deswegen sind dann für das Youth Empowerment, mehr mit Computer, mit Englisch Dass die Jugendlichen dann halt auch so ihre Praktiken mehr in diese Richtung, oder natürlich im Hotelbereich, aber wir wollen auch unter keinen Umständen, dass die Region noch mehr abhängig von uns wird, und deswegen sind wir da sehr zurückhaltig.

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[00:26:48] Fabia: Ja.

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Da sind ja drei. Wo sind die, wie groß sind die und wie unterscheiden die drei sich voneinander?

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[00:28:23] André: Und der Grund für diese Slow Safaris war einfach um was? Ich will jetzt keine Worte in deinen Mund legen, aber die Slow

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Und ich bin auch nicht so ein Fan, meinen ganzen Urlaub irgendwie mit sieben anderen Gästen zu verbringen, mit denen ich vielleicht nicht so viel in Common habe, aber es ist mein Urlaub. Und die Engländer sagen dem Urlaub ja "Holy Days", heilige Tage. Und ich denke, oft vergessen wir, was es eigentlich bedeutet, im Urlaub zu sein.

Man sollte Celebration. Und so kam eigentlich das zustande, dass wir mit Slow Safari eigentlich vor allem dem Gast die Freiheit geben, möchten das zu tun, wann er es möchte und so wie er es möchte. Das ist so die Essenz. Das heißt nicht, dass es langweilig ist oder dass man nichts sieht, oder

Wir hatten jetzt gerade auch eine Familie, die jeden Morgen um fünf aufgestanden, am Abend um neun nochmals raus auf eine Nacht Pirschfahrt. Solange das passt, und das der Gast wünscht, das finde ich wunderbar, aber es ist nicht an mir diesem Menschen zu sagen, wie er seinen Urlaub verbringen

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[00:30:06] Fabia: Genau. Man kann essen, wann man will und wo man will. wir legen auch sehr viel Wert auf sehr gutes und gesundes Essen. Also wir haben "Ponya", heißt "Healing" auf Swahili. Das ist so unser Wellness Programm. Da haben wir, wenn man möchte, ein gesundes Menü, das halt auf dem Superfood aufgebaut wird, die ja oft bei uns wachsen.

Und dann haben wir noch das Mama-Menü, wo du dann Pizza und Pasta essen kannst. Du bist ja im Urlaub, es ist nicht ein Bootcamp.

Aber ich denke, wenn man so viele Tage in der Natur verbringt, und dieses Grounding wieder hat und diese Verbindung mit der Natur, Und unsere Gäste, unsere Generation, sich bewusster wieder ernährt und sich bewegt, schätzen das die Leute sehr.

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Nochmal kurz zurück zu den den Lodges.

Chem Chem Lodge ist ja an der Manyara Seite, und da hast du von dem Grabenbruch gesprochen, und das finde ich an Manyara so toll, wo man da wirklich sehen kann, wie ein Teil des Great African Rift Valleys, also von dem großen Afrikanischen Grabenbruch, wie der aussieht, das finde ich mega beeindruckend.

Also die eine Lodge ist dort und die anderen Beiden?

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Und da haben wir Little Chem Chem, das hat sechs so richtige Safari-Zelte, wie man sich das vorstellt.

Und alle 3 Camps haben Pools und Gyms, und alles, was man sich wünschen kann, das ist überall das gleiche. Und da ist es, würde ich jetzt mal sagen eher so die traditionelle Safari Aktivitäten. Das schönste, oder Das warum man auf Chem Chem kommt, ist sicherlich die Zeit mit diesen großen Elefanten zu verbringen.

Wir haben ja die größten Gruppen von Elefanten mit so großen Stoßzähnen. Das ist wirklich ganz selten, dass man das noch sehen kann, und das Schöne ist ja bei uns, wenn man mit Elefanten ist, oder wenn man die Löwen sieht, auch wenn es ein Kill ist oder was auch immer, da hat es kein anderes Auto. Weil es ist ja eben, wir haben das exklusive Recht für diese Region, und da können wir wirklich jedem Gast das auch ermöglichen, dass er fühlt, "it's mine", und das finde ich sehr schön.

Und das Kleinste ist Forest, das ist eigentlich so wie Little, aber das ist ein exklusives Camp, das hat vier Zelte und beherbergt zehn Personen. Und das ist so ein bisschen ein Private Camp.

Also da kann man alleine sein oder zehn, aber man ist dann nur unter sich, was sehr gut natürlich für Familie auch passt.

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[00:33:14] Fabia: Genau

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Da wird man nicht rausgedrängt, weil dahinter ist noch ein Fahrzeug.

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[00:33:54] André: Es macht sehr viel Sinn, was du da mit Slow Safaris erzählst. Fühlt sich Es fühlt sich sehr richtig an, um so die Tierwelt und die Naturwelt besser kennenzulernen.

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[00:34:08] André: Fabia, ich beende meine Folgen gerne mit Fragen zu Favoriten. Was ist dein Lieblingsort in Tansania und warum?

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Auf der anderen Seite muss ich sagen, ist es natürlich auch wunderschön, wenn man Richtung Tanganyikasee geht oder in den Süden Richtung Ruaha Nationalpark.

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[00:34:42] Fabia: Kommt drauf an. Also wenn es ganz heiß ist, dann wäre ich gerne ein Hippo, so schön im Wasser. Bin ich immer etwas neidisch.

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Hey Fabia, vielen, vielen Dank, dass du heute dabei warst.

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[00:35:03] André: Sehr, sehr gerne, es war wirklich toll von euren Erfolgen zu hören, von der Stiftung und ganz herzlichen Glückwunsch an euch beide und an das ganze Team.

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[00:35:14] André: Wir haben heute mit Fabia über die Chem Chem Safaris gesprochen, die sie gemeinsam mit ihrem Partner Nikolas aufgebaut hat. Wir haben von ihrer Slow Safari Experience gehört, die mir sehr, sehr gut gefällt.

Und so will ich auch gerne das nächste Mal den Busch erleben. Und vor allem haben wir aber erfahren, wie sich die Chem Chem Association für die Förderung der Local Communities,  und für Wiederherstellung des wichtigen Wildkorridors eingesetzt hat. Links zu den Lodges und der Association findest du in den Shownotes.

Und wenn du Fragen oder Kommentare hast, schreib mir gerne auf Instagram oder per E-Mail: podcast at africa with andre dot com.

Bis zum nächsten Mal.

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