In dieser "Frag-Holgi-Folge" geht es um eine Frage, die mir ständig begegnet:
Wie kann ich das Mindset meiner Mitarbeitenden oder Kolleg:innen verändern, wenn es mich blockiert?
Ich steige bewusst einen Schritt früher ein. Denn oft ist „falsches Mindset“ nichts anderes als eine verkleidete Beschwerde. Menschen tun nicht das, was wir von ihnen erwarten. Und statt das System zu hinterfragen, etikettieren wir sie.
Ich erkläre, was Mindset eigentlich ist, woher der Begriff kommt und warum es kein gutes oder schlechtes Mindset gibt. Sondern Entscheidungen, die in einem bestimmten Kontext sinnvoll waren. Fixed Mindset und Growth Mindset sind keine Persönlichkeitsmerkmale, sondern Reaktionen auf Bedingungen. Auf Stress. Auf Erfahrungen. Auf Sicherheit oder deren Fehlen.
Ich spreche darüber, warum es übergriffig ist, das Mindset anderer ändern zu wollen. Und warum die eigentliche Führungsfrage eine andere ist:
Welche Rahmenbedingungen mache ich gerade attraktiv?
Welche Erfahrungen haben Menschen gemacht, dass Rückzug, Abwehr oder Abwarten für sie logisch sind?
Dann wird es konkret. Es geht um Veränderungskommunikation, Beteiligung, Beziehung, Sicherheit und darum, Widerstand nicht als Feind zu sehen, sondern als Information. Ich zeige, warum Veränderung mit Zuhören beginnt und warum Beziehung am Ende mehr verändert als jedes Argument.
Und ich spreche auch über die unbequeme Wahrheit: Nicht alle werden mitgehen. Das ist normal. Führung heißt nicht, alle zu überzeugen, sondern Bedingungen zu gestalten, unter denen Entwicklung möglich wird.
Am Ende bleibt eine klare Erkenntnis:
Mindset ist kein Knopf. Aber Systeme senden Einladungen. Und genau da beginnt Führung.
Viel Spaß beim Zuhören!
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Und so erreicht Ihr mich:
Homepage: https://www.odonovan.de/veraenderungsstabil
Hallo und herzlich willkommen zum Podcast "Veränderungsstabil" der Podcast, in dem wir
uns anschauen, was Organisationen, Menschen, Teams, Führungskräfte heutzutage drauf haben
müssten, damit sie in dieser wilden Welt nicht nur nicht untergehen, sondern
erfolgreich wirtschaften können. Wir haben diese Kurz Episoden hier, die "Frag Holgi",
ich glaube so heißen sie intern, jetzt heißen sie auch extern so, Episoden, in denen
wir Fragen beantworten, die uns zugesendet werden, die mir zugesendet werden, per
LinkedIn, Fragen, die in Coachings hochkommen, manchmal sind es Fragen, die immer mal
wieder hochkommen, manchmal sind es Fragen, die einmal gefragt wurden und ich versuche
hier so gut es geht, mit ein bisschen Struktur eine Antwort drauf zu geben. Die
Frage heute ist also, wie kann ich denn das Mindset Leute verändern, weil,
na ja, weil mich das blockiert. Also wenn ich Mindset -Probleme mit anderen habe,
dann ist es ja oft so was, dass ich dann Blockade habe oder es bewegt sich hier
nichts. Gucken wir uns erst mal das Wort Mindset an. Erstmal ist es ganz oft, wenn
jemand Mindset sagt, du hast das falsche Mindset, ihr habt das falsche Mindset, meint
derjenige damit eigentlich, ihr macht nicht, was ich will. Euer Verhalten passt nicht
zu meinen Zielen. Also wenn ich heute Abend richtig Bock auf Bolognese habe und
mache so eine richtig schöne fleischige Soße und stelle die in meiner Familie auf
den Tisch und mich freue gefragt oder so und dann machen ich, nee, oder, weil mein
Kind dann, ich habe vorher gefragt, das ist völlig egal, die Auskunft, die die mir
vorm Kochen geben und das Verhalten, was dann am Abendessenstisch, weil das hat keine
statistische Verbindung. Auf alle Fälle, ich habe Ihnen das jetzt hingestellt und dann
sagen, eh, kein Bock ist mir zu fleischig. Dann ist es sehr einfach hinzugehen zu
sagen, ah, ihr habt einfach nicht das richtige Mindset in meiner Bolognese hier zu
wertschätzen. Also das heißt, eigentlich ist dieses, die haben nicht das richtige
Mindset immer erstmal eine verkappte Beschwerde. Das ist erstmal auch okay. Ich kann
mich ja auch beschweren. Ich habe ja meine Ziele, ich habe meine Ziele auch im
beruflichen, also unser Szenario hier. Da geht's ja um das Ziel, das was umgebaut
werden soll, das was transformiert werden soll. Aber wir müssen erstmal uns klar
machen, dass diese Aussage, du hast das falsche Mindset, vielleicht oft einfach nur
heißt, du tust gerade nicht das, was ich von dir brauche oder was ich mir von dir
Wünsche. Es muss nicht zwingend wirklich heißen, dass diese Person da drüben wirklich
ein falsches oder schlechtes oder toxisches oder faules Mindset hat. Das heißt immer
erst mal, die treffen Entscheidungen, die passen nicht zu meinem Zielbild. Das zweite,
was wir uns angucken müssen, bevor es überhaupt richtig losgeht, ist die
Grunderkenntnis, dass Mindset anderer ändern zu wollen, wenn es besondere Gegendären
will, ist übergriffig. Jeder Mensch hat das Recht, sein eigenes Mindset zu willen.
Wir wählen alle unsere Haltung selbst und da gehen sehr, sehr viele Dinge rein. Da
geht zum Beispiel rein unsere Tagesform, wie wir geschlafen haben, was wir gerade in
unserem Leben, in unserem Privatleben, in unserem Alltag für Herausforderungen haben,
was wir für Schicksalsschläge gerade zu verarbeiten hatten. Das geht da alles rein.
Wir gucken uns gleich an, was wirklich Mindset sind, sinnvollerweise, wie man über
Mindset denken kann. Aber ich will direkt vorne vorneweg schicken. Es gibt kein gutes
und kein schlechtes Mindset, sondern es gibt das Mindset, das für einen Menschen
gerade in dieser Situation sinnvoll ist. Und da hat auch jeder Mensch erst mal sein
Recht drauf, das zu wählen. Ich kann umgekehrt jederzeit hingehen und sagen, pass mal
auf Kollege, du hast dir jetzt dieses Mindset ausgewählt. Das ist auch, ich
respektiere, dass ich akzeptiere, das ist deine Freiheit. Aber das Mindset, das du
dir gerade herausgenommen hast, das Mindset, was für dich gerade passt, ist ein
Mindset, das sagt, lass mich in Ruhe, sprich mich nicht an und verlang nicht, dass
wir irgendwelche neuen Dinge tun. Das ist dein Recht. Aber wir sind gerade eine
Lerngruppe an einer Universität und wir brauchen das exakte Gegenteil von dem, was du
gerade hast. Also entweder musst du gehen oder du musst dein Mindset ändern. Das ist
auch völlig okay. Aber hinzugehen und zu sagen, du hast das falsche Mindset, ändert
das jetzt, das übergriffig. Kann ich Ihnen sagen, dein Mindset, was du dir ausgesucht
hast, passt gerade nicht zu dem, was wir hier tun. Also fangen wir mal ernsthaft
an, was ist das Mindset eigentlich? Also Carol Dweck, die große Carol Dweck
Psychologin, hat vor roundabout 25 Jahren ein Buch geschrieben darüber und hat den
Begriff popularisiert. Sie spricht in diesem Buch von zwei Mindsets, die sie auch
beobachtet hat. Sie spricht von dem Fixed Mindset, also einem festen, einem starren
Mindset und einem Growth Mindset. Growth, GRO, WTH, Wachstum,
dann Wachstums an der Entwicklung, ein Lernameinset. Und wir kennen beide Mindset, wir
leben beide Mindsets, wir sind zu diesen beiden fähig. Man kann im Grunde genommen
alle Reaktionen auf Herausforderungen in Schublaten stecken, in zwei Schublaten,
entweder Fixed oder Growth. Die Idee dahinter ist folgendes, wie gesagt, ihr kennt
diese Beispiele, wir haben das alle. Jemand kommt um die Ecke mit einer unerwarteten
Herausforderung, hier ein Job ändert sich, hier ist ein Kind mit ner vollen Windel,
da vorne ist ein Autounfall, der Weg, den du dir herausgesucht hast, um zu diesem
Festival zu kommen, der funktioniert nicht, wo der war. Und dann können wir hingehen
und sagen, entweder wir wählen dieses Fixed Mindset, das heißt halt, Dinge sind wie
sie sind, ich bin wie ich bin, ich kann was ich kann, ich hab was ich hab. Und
mit diesen Ressourcen versuche ich jetzt zu überleben. Wenn die Ressourcen nicht
reichen, und das ist ja meistens so bei Herausforderungen, die sind ja herausfordernd,
weil das was wir haben nicht reicht, um Problemlos die Punkte einzusammeln, dann kann
das Fixed Mindset oft sein, einigeln, tarnen, täuschen und verpissen, Strategie
Schildkröte, langsam bewegen und einen Kopf einziehen, wenn jemand kommt. Das ist dann
das Fixed Mindset. Jemand kommt um die Ecke und sagt hier ist ein neuer Job, hier
ist ein neuer Aufgabe, das Gerät ist zu deinem Job dazu und dann gucke ich an, ne,
kann ich nicht, mach ich nicht, geh weg. Das ist ein Fixed Mindset. Oder der
Gegenentwurf ist ja so genannte Growth Mindset, das Entwicklungsmindset, wo ich halt
hänge und sage okay, prima, habe ich mich ausgesucht, muss ich lernen, kriege ich
irgendwie hin. Ich kann lernen, also ich bin mehr als das, was ich gerade habe. Ich
habe Potenziale, ich habe noch nie ein Kind gewickelt, aber kriege ich bestimmt
irgendwie hin. Es gibt ganz viele dünnere Leute auf der Welt, die es geschafft
haben, Kinder zu wickeln, also kriege ich es auch irgendwie hin. Wie auch immer ich
mich da rein motiviere, oder sonst was, das ist das Growth Mindset. Und in diesem
Kontext macht dieser Begriff eben auch Sinn. Und ihr merkt, da ist schon eine
gewisse Überdeckung mit unserem Beispiel hier, wenn jemand kommt und sagt, oh, voll
blöd, wir müssen hier transformieren, aber es gibt Leute, die wollen nicht mitziehen,
die haben das falsche Mindset. Da kann man schon sagen, passt, ja. Also da wird
jemandem dieses fixt, dieses starre Mindset diagnostiziert und es wird gesagt,
das verhindert, dass unsere Organisation hier als Ganzes sich bewegt und wächst und
das lernt. Das kann schon so sein.
Hey, kurze Durchsage, wenn euch Veränderung stabil gefällt, dann nehmt euch doch mal
kurz Zeit und gibt dem Podcast eine Bewertung auf dem Streamingdienst, mit dem ihr
gerade hört. Das hilft uns enorm, weil dann noch mehr Menschen im Podcast entdecken
können und so können wir die Community weiter wachsen lassen. Vielen Dank fürs
unterstützen, vielen Dank fürs zuhören und jetzt geht es weiter mit der Episode. Was
mache ich denn jetzt, wenn ich tatsächlich so ein Mindset -Problem habe? Na ja, das
Problem ist, das Mindset hat keinen Knopf. Also ich kann nicht hingehen und sagen so
jetzt hier anschalten. Wachstums Mindset, jubel die du, sondern Mindset ist immer ein
Spiegel des Systems. Der Mensch ist ein System, was ich eben schon gesagt habe, ob
ich jetzt gerade in der Lage bin, diese so der Genuss Mindset zu wählen, hat viel
mit meiner aktuellen Stressmenge zu tun, hat was damit zu tun, ob das Thema mich
interessiert, hat was mit meiner Motivationslage zu tun, hat was damit zu tun, ob es
jetzt am Ende eines harten Tages ist und meine Ressourcentöpfe sind noch ziemlich
leer oder ob es jetzt irgendwie morgens ist, ich habe gut gefrühstückt und ich habe
Bock, dann kann ich mich auch anders entscheiden. Das zahlt alles da rein, wie ich
dieses Mindset nehme. Also es ist ein Spiegel meines Systems. Jetzt bin ich als
Mensch, als System allerdings eingebettet in ein Unternehmenssystem und auch da ist es
so, dass das Mindset, mit dem ich auf Herausforderungen reagiere, ein Spiegel des
Systems ist. Wenn jetzt jemand mit dem fünften Change um die Ecke kommt, in einem
Jahr, wir sind alle schon völlig sauer gefahren, damit die letzten drei haben auch
nicht funktioniert. Die Kommunikation ist driss und dann kommt jemand und sagt, Wer
will sich aus dem Fenster lehnen mit diesem Change richtig gut Energie investieren,
emotional investieren? Naja, wenn ich dann sage, nee, lass mal stecken, dann ist es
nicht unbedingt, dass ich persönlich Holger Heinze hat jetzt hier irgendwie ein
angefaultes Mindset, sondern es ist halt ein Spiegel des Systems, es ist ein Spiegel
meiner Erfahrungen. Und das heißt also, wenn die Menschen auf eine Art und Weise
reagieren auf Veränderungen, auf Herausforderungen, die mir nicht passt, dann kann ich
mir den Menschen angucken. Wenn es jetzt wirklich so ist, dass ich da etwas
präsentiere und neuen Leute sagen, ja cool, machen wir, kriegen wir hin, das klingt
gut und einer ist Miese -Petrich, dann kann ich mich vielleicht mit dem einen
beschäftigen. Nicht unbedingt abfällig, nicht unbedingt, du bist aber hier ein Mindset
-Würstchen, sondern eher hingehen und gucken, was läuft gerade bei dir. Aber wenn ein
Großteil der Menschen, ein signifikanter Anteil meiner Mannschaft Wenn meine Mindset
reagiert, dann muss ich mir schon die Frage gefallen lassen, habe ich denn jetzt
wirklich nur kaputte Leute eingestellt, um es mal deutlich zu sagen? Nee, ist
meistens nicht so, also ganz selten ist es so. Sondern die Menschen haben einfach in
der Vergangenheit etwas gelernt, sie haben gelernt, dass diese Art von verhindernem,
vermeidendem Schildkröten Mindset eher sinnvoll ist als die "Naja, kriegen wir
irgendwie hin" Geschichte. Also, ich muss die Frage eigentlich anders stellen, nicht
die endere ich die Leute, sondern wie gestalte ich Bedingungen, unter denen dieses
Wachstums -Mindset attraktive für die Menschen wird. Da muss man immer sagen, alle
Menschen sind in den meisten Fällen, wenn sie jetzt nicht super krasse
Ausnahmesituationen sind, in der Lage, das eine oder das andere Mindset zu wählen. Es
gibt Gründe. Menschen sind schlau. Menschen sind insbesondere sehr schlau, wenn es um
Überleben geht. Und diese Mindset -Geschichte, das hat viel mit Überleben zu tun,
nicht immer existenzielles überleben, sondern auch überleben im Job, überleben im
Alltag. Und das heißt, wenn ich jetzt erstmal unterstelle, die sind alle schlau, die
sind alle in der Lage, das ein oder das andere Mindset zu wählen, dann muss ich
mir die Frage stellen, warum wählen sie denn das starre Mindset? Warum wählen sie
denn die Ablehnungshaltung? Was ist denn da passiert in der Vergangenheit, dass ihnen
beigebracht hat, das zu tun? Irgendetwas oder mehrere Dinge sind in dem System, die
es notwendig machen, das falsche oder das von mir als blockierend wahrgenommener
Mindset zu wählen. Und welche Notwendigkeit wegnehmen, dann währt sich auch das
Mindset -Mende. Und das sind verschiedene Faktoren. Also die Frage, wie ändere ich das
Mindset der Leute, eher mal umbauen in, wie baue ich denn Strukturen, wie zeige ich
Verhalten, damit dieses von mir erwünschte Mindset sinnvoll und attraktiv ist. Und da
kann ich mich fragen, ist das Zielbild meiner Transformationen klar? Spüren die Leute,
warum die Veränderung notwendig ist? Hab ich es anständig erklärt? Also es gibt hier
grundsätzlich immer dieses, wir müssen verändern, wir müssen jetzt verändern. Wie wird
es danach aussehen? Was verlieren wir? Was gewinnen wir? Also diese klassische Change
-Kommunikation, das wäre zum Beispiel etwas. Mal abprüfen, ist das denn allen klar?
Wir müssen verändern und wir müssen jetzt verändern sonst. Haben die Menschen ein
Beteiligungsfaktor, eine Beteiligungsmöglichkeit? Es muss nicht jeder Change -Grund
demokratisch sein oder so was in der Art, aber ich brauche trotzdem immer noch
Backchannels, ich brauche Kommunikationskanäle, dass Menschen mir sagen können, was
Blödsinn ist. Ist das da oder ist es alles nur so Einbahnstraßen -Kommunikation? Das
ist eine Einbahnstraßen -Kommunikation, eine Mitteilung, eine Befehlsgeschichte. Das ist
das, was ich will, kein Entwicklungsmindset. Wenn ich ein Militär bin, sage ich, so
freuen die ihr, Company XY, ihr lauft jetzt da hoch, die Flanke. Da will ich nicht,
dass einer da steht. "Huu, da werden wir bestimmt sehr viel lernen, da bin ich hier
mal gespannt, mal gucken." "Nein, da will ich nur einfach, dass die im Fixmindset,
ich kann das, ich will das, das ist meine Waffe, das sind meine Schuhe, das sind
meine Sorgen, da ist der Feind und los geht's. Das heißt, wenn ich nur so
Mitteilungskommunikation mache, muss ich mich nicht wundern, wenn auf der anderen Seite
ein Fixed Mindset entsteht. Wir haben Partizipation und wir arbeiten da mit so einem
Partizipationsmodell, dass man einfach klar macht, allen Beteiligten klar macht, dass
sie ist gerade eine Partizipation, dass sie sind die Kanäle der Partizipation, dann
kann ich auf einmal lernen und miteinander reden. Und dann ist auch die Frage, wird
denn das mitgehen in irgendeiner Form belohnt und das meint jetzt nicht wie Chris
Kohle, wenn du deine Transformationsziele schaffst. Das ist extrinsisch, das
funktioniert nicht auf Dauer. Aber sieht dann jeder Mensch, was er davon hat, ist
jedem Menschen klar, wie sich das schön anfühlen wird. Wenn wir das erwünschte
Transformationsziel erreichen, ist dann allen klar, was wir dann können und was es
für nutzen hat. Veränderung beginnt mit zuhören. Also wenn da jemand ist, der mir
mit seinem Mindset auf den Keks geht, dann ist nicht die Frage, was kann ich dem
denn mitteilen, damit es besser wird? Ich habe eben ein paar Beispiele genannt für
Sachen, die man mitteilen sollte, für Transparenz, die man schaffen sollte. Aber im
Anfang ist erst mal das zuhören. Also fragen, was brauchst du denn? Wo hängt's denn?
Rausfinden, ist der Mensch entschöpft, ist er Transformationserschöpft oder eine
Transformationserschöpfungstepression. Ist er einfach ausgebrannt? Ist er orientierungslos?
Ist er sich unsicher? Traut er der ganzen Geschichte nicht, weil er nicht wie
verbindlich die ist. Der Widerstand, der sich durch dieses vermeintlich falsche Mindset
zeigt, ist ja nicht der Feind, sondern dieser Widerstand ist Information, der ist
Feedback, der ist sehr wertvoll, wenn ich ihn zu nutzen weiß, wenn ich hingehe und
sage, hey, ich krieg mit, du hast hier keine Lust, so richtig mitzuziehen, ich will
das mal verstehen, weil ich schätze deine Einschätzung und ich nehme dich auf
Augenhöhe respektvoll, als ein wertvollen Menschen hier war. Diese ganze Diskussion mit
die Lutsche dahinten haben ein schlechtes Mindset, ist ja total respektlos. Die ist
ja von oben herab. Da geht man dahin und sagt, den alle am rumholen. Ich habe mal
aus Spaß auf einer Messe, mich auf eine Messe gestellt, unten FlipChat hingestellt
und auf das FlipChat drauf geschrieben. Was wäre, wenn hier keiner mehr rumheulen
würde? Und zwar eigentlich mehr so ein Scherz unter uns Messestandbetreibern, aber
wenn man war mein Stand voll, weil dass die Leute gezogen hat. Weil das hat mit
Leuten resoniert, dieses von oben herab, diese Würstchen sind ja alle nur am
Rumheulen und ich bin der krasse Transformationswarrior. Man muss mal drüber
nachdenken. Also so komme ich auf alle Fälle nicht an das Mindset der anderen. Ich
kann auch niemand das richtige Mindset in den Körper reinprügeln oder aus dem Körper
rausprügeln im Übrigen. Es funktioniert immer nur über die Notwendigkeiten. Es
funktioniert immer nur darüber, das Umfeld so zu verändern, dass die meisten Menschen
ein kompatibles Mindset wählen. Das ist nur Normalverteilung. Ich kriege nicht immer
alle. Das geht gar nicht, ne? Will ich auch gar nicht, weil er ist aus Respekt.
Weil es kann eben einfach sein, dass da 20 Leute sitzen und der Holger, der hat
halt gerade zu Hause Themen. Weil er halt gerade irgendwie Stress in der Familie hat
oder hat ein Pflegefall oder sonst was und dann kann ich mich auf den Kopf stellen
und Loppa Loma pupsen und da wird sich nichts ändern an seinem Mindset, weil der
Grund für seinen Mindset ist ist einfach, dass er seine Energie woanders ausgibt. Ne
will ich gar nicht. Man muss sich mir dann vorüberlegen, akzeptiere ich den? Oder
kann der im Moment mit seinen persönlichen Themen nicht Teil unserer
Transformationsteams sein? Das kann ja auch sein. Und umgekehrt ist es so einfach
immer, wenn ich genug Leute habe, wenn wir in so Transformationen reden, wo hunderte
Leute drin sind, es wird immer ein paar Prozent geben, 5 oder 10 oder 15, die ich
halt nicht erreiche. Das ist fein. Man muss sich überlegen, ob ich sie akzeptiere,
als nicht konvertierte und als nicht mitziehe oder ob ich sie entferne. Also, wenn
das Mindset von den anderen mich nervt, dann geht es darum, ich muss gar nicht so
sehr deren Mindset ändern, ich muss die Gründe für den Widerstand verstehen und ich
muss die Notwendigkeiten verstehen, warum sie dieses Mindset gewählt haben, dass mich
nervt, dass mich von meinem Ziel abhält. Und am Ende Beziehung schlägt Argument. Das
Growth Mindset, das Wachstums Mindset, braucht Sicherheit, das braucht Hoffnung oder
nennt das mal Optimismus. Ich kann das lernen, ich kriege das hin und da kann ich
ganz gut darauf einzahlen über über Beziehung. Es gibt diese ganz vielen verschiedenen
Resilienzfaktoren und da gibt es eben Netzwerk, da gibt es Beziehungen, da gibt es
sicher Leute, auf die ich mich verlassen kann. Wenn ich auf die Beziehung einzahle,
dann kann ich vielleicht demjenigen die Sicherheit geben, sagen wir, ihr habt alles
handwerkliche richtig gemacht, haben alle Informationen zu dem Chain drüber gebracht,
haben sauber kommuniziert, haben Partizipation geschaffen. Dann ist es immer noch ein
Beziehungsthema, dass ich über eine Beziehungspflege demjenigen oder derjenigen, die
Sicherheit geben kann, die gebraucht wird, um aus dem selbsterhaltenden Fixed Mindset
rauszugehen in ein Wachstums -Growth -Lehren -Entwicklungs -Mindset. Wenn wir uns jetzt
die andere Seite nochmal kurz angucken, nämlich den Menschen, um den es hier geht,
über den wir hier reden mit seinem Mindset, dann ist es schon so, man kann Mindset
-Kompetenz lernen. Und das sage ich jetzt als jemand, der beruflich anderen Menschen
Mindset -Kompetenz beibringt, so, dass als Disclaimer vorne weg. Jetzt fängt Dr.
Malbruh an, über Zigaretten zu reden. Ich wünschte, meine Methode würde so der
Vorweil macht schon ein bisschen süchtig, aber funktioniert nicht, ist nicht ganz so
cool. Aber die Botschaft hier, ich will gar nicht viel Werbung machen, die Botschaft
hier ist, zu verstehen, es gibt zwei Mindsets, zu verstehen, wie fühlt sich das denn
an, wenn ich das ein oder das andere wähle? Weil meistens ist es unbewusst, sich
das klar zu machen und zu bemerken, ah, okay, hier geht mir gerade was auf den
Keks, hier ist gerade was, was ich nicht so aus dem FF beherrsche. Ich habe mich
gerade für Mindset XY entschieden. Lass mal kurz drüber nachdenken, will ich das?
Also will ich im Fixed Mindset abwehren, mich verstecken, mich einigeln, warten bis
der Quatsch aufhört? Oder will ich das andere haben, mich dann bewusst zu
entscheiden? Das kann man lernen. Aber wir trainieren das. Und das ist etwas, was
ich auch durchaus empfehle. Damit kurieren wir auf Grundgelaufen Changes manchmal,
einfach weil zu viele Leute mit einem schlecht aufgesetzten Change konfrontiert sind
und die wiegeln sich dann ein und wenn man ihnen das dann beibringt und sagt, guck
mal, so fühlt sich das an. So bemerkst du, dass du in diesem Fixed Mindset bist,
das ist die Konsequenz daraus, du bist ganz okay, du bist cool. Aber überleg dir
doch mal, ob du es nicht anders haben willst, wenn man das mit einer signifikanten
Anzahl von Menschen tut, also 60 Prozent ist so die Zahl, in einem Team, dann wird
in diesem Team immer jemand da sein, der sagt, okay, Leute, wir haben uns jetzt
hier gerade in das falsche Mindset gerettet, das ist okay, das können wir uns
vergeben, aber lasst uns doch auch bewusst in das andere ausschalten. Nochmal, ich
verkaufe den Kram, aber ich empfehle das sehr, weil das kann einem Team und einer
ganzen Organisation eben diese Souveränität geben, dass ich nicht mehr nur noch auf
die Reize und auf die Trigger von solchen Change -Geschichten im Moment reagiere,
weil dann ist es halt oft so, dass die wehtun oder unverständlich sind oder
bedrohlich sind und ich einfach nur weg will, sondern ich versetze mich als
Individuum in die Lage, bewusst, strategisch zu denken und zu sagen, okay, hier kommt
jetzt was, das verwirrt mich, das bedroht mich, aber auf der anderen Seite sind
blöde Landschaften, auf der anderen Seite ist was Cooles, auf der anderen Seite ist
etwas eine neue Form dieser Organisation, eine neue Version dieser Organisation und
die brauchen wir auch und deswegen gehe ich da jetzt hin. Also einfach das bewusst
entscheiden zu können. Das ist ein großes Erste, kann keine Mindset -Umerziehungscamps
machen oder sowas, weil Mindset ist immer eine Reaktion eines Systems auf einer
Situation, aber ich kann eben die Kompetenz höher machen, dass diese Reaktion bewusst
gewählt wird. Und das ist sinnvoll, weil wir sind in einem Skriptstedt, wir stehen
vor einer zukunftvolle unbekannter Herausforderung, aber es ist Käse, weil wir sind in
einer gegenwahrtvolle unbekannter Herausforderung. Viel von dem Zeug, mit dem wir uns
heute beschäftigen, da hätten wir vor fünf Jahren nicht davon geträumt oder vor zwei
Jahren oder vielleicht letztes Jahr. Es gibt neue Technologien und neue Krisen und
neue Märkte und jetzt fangen halbwegs etablierte demokratische Kulturen an, andere zu
fallen und so weiter. Also das ist schwierig und das ist natürlich eine Weltlage und
dann runtergebrochen auf unsere Unternehmen und Organisationen, eine Alltagslage, die
sehr viele Angebote dafür macht, sich in dieses Fixed Mindset zu retten.
Das kann ich nicht, das ist nicht mein Problem, da kann ich nichts für, ich warte
das jetzt ab und ich sitze das jetzt aus, weil sich das auch in vielen Fällen
einfach auszahlt und weil es in vielen Fällen funktioniert. Es funktioniert halt
nicht, wenn ich einer von 20 Leuten bin, die eine Transformation eines
Unternehmensteils verantreiben sollen. Es ist halt ein transformationsverhindernendes
Verhalten und da will ich das nicht haben. Weil wenn ich in die Opferhaltung gehe,
mich einigel, dann werde ich einfach nicht lange bestehen oder meine Organisation wird
nicht lange bestehen. Wenn ich die Fähigkeit entwickel, mich ins Growth Mindset zu
bringen, mir das bewusst zu machen oder wenn ich die Fähigkeit entwickel als
Führungskraft zu verstehen, warum andere in dieses Fixed Mindset gehen und was ich
ändern kann, was ich fragen kann, was ich umbauen kann, damit das nicht mehr
notwendig ist, dann kann ich einen Entwicklungsmindset möglich machen und damit
flutscht dann im Zweifelsfall auch meine Transformation. Also haben wir zusammengefasst,
nicht alles was wir Mindset -Problem nennen ist ein Mindset -Problem, oft ist es
einfach nur jemand mag unsere Bolognese nicht, dann nicht versuchen die Köpfe der
anderen zu ändern oder die Haltung von anderen zu ändern oder noch besser in so
eine Meta -Opferrolle zu gehen und zu sagen, ich bin voll das Opfer von der
Opferhaltung von dem Fixed Mindset von anderen, sondern gestalte ich die
Rahmenbedingungen und sage, warum ziehst du gerade nicht mit, was muss sich hier
ändern? 90 Prozent der Leute erreiche ich auf die Art, 10 Prozent muss ich
abschreiben. Ich nutze den Widerstand, ich nutze dieses Fixed Mindset als Information,
nicht als Feind, nicht etwas unter dem ich leide, sondern als etwas, was mir was
beibringt. Ich pflege die Beziehungen zu den Menschen, weil ich im Zweifelsfall über
die Beziehung und über das Verständnis und die Wertschätzung dem anderen Menschen die
Sicherheit geben kann, die ihr braucht, um das Mindset zu wechseln. Ich entwickel für
mich die Kompetenz und vielleicht auch für mein Team, also ich ermögliche meinem
Team, die Kompetenz zu entwickeln, diese Mindset -Wahl zu bemerken, sich das bewusst
zu machen. Hier ist gerade was passiert. Ich habe gerade ein Mindset gewählt. Was
ich jetzt tue, mein erhalten jetzt ist eine Ausgestaltung von einem Fixed Mindset
oder einem Growth Mindset. Will ich das eigentlich? Bringt mir das das Ziel, was ich
haben möchte? Und wenn ich dann muss ich den anderen Weg nehmen und dann kann ich
dieses Growth Mindset trainieren und zwar genau da, wo eigentlich mein Überlebensreflex
mich ins Fixed Mindset gebracht hat. Wenn ich es vorlebe, kann ich andere damit ein
bisschen beeinflussen. Wenn ich in Notwendigkeiten und Umstände ändere, kann ich
eventuell es attraktiver machen, in das andere Mindset zu gehen. Und wenn ich
nachfrage, kann ich das machen. Und so habe ich eine gewisse Chance, Angebote zu
machen, anderen das Mindset zu ändern. Alle werde ich nicht erreichen, aber viele.
Und das war sie. Frag Holgi, wie kann ich denn eigentlich das Mindset meiner
Mitarbeiter und Kollegen ändern? Vielen Dank fürs Zuhören. Vielen Dank für euren
Support, für die Fragen, die eingeschickt werden, für euer Feedback, die Kommentare
und die Bewertungen, die es so auf den ganzen Podcast -Plattformen gibt. Die freuen
uns immer sehr und helfen ihr Podcast. Vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten
Mal.