Nudeln – aber bitte ohne Sauce.
Das Brot nur von einer bestimmten Sorte.
Die Kartoffeln nur als Pommes.
Und wehe, das Lieblingsessen schmeckt plötzlich ein bisschen anders als sonst.
Kommt dir das bekannt vor?
Wenn Kinder nur eine kleine Auswahl an Lebensmitteln akzeptieren, hören Eltern schnell Sätze wie:
„Das Kind ist einfach wählerisch.“
„Ihr müsst konsequenter sein.“
„Wenn es richtig Hunger hat, wird es schon essen.“
Doch so einfach ist es nicht immer.
Gerade bei autistischen Kindern können Konsistenz, Geruch, Geschmack, Temperatur oder Aussehen eines Lebensmittels eine wichtige Rolle spielen. Auch Sicherheit und Vorhersehbarkeit können dazu beitragen, dass ein Kind immer wieder dieselben Lebensmittel bevorzugt.
In dieser Folge von NeuroKompass Eltern sprechen wir darüber, warum selektives Essen mehr sein kann als bloßes „Nicht-Wollen“.
Du erfährst:
- warum Essen viel mehr als nur Geschmack ist
- welche Rolle sensorische Empfindlichkeiten spielen können
- warum vertraute Lebensmittel Sicherheit geben können
- weshalb Druck am Esstisch die Situation verschärfen kann
- wie neue Lebensmittel ohne ständigen Machtkampf kennengelernt werden können
- warum selektives Essen allein nicht automatisch Autismus oder ADHS bedeutet
- und wann es sinnvoll ist, das Essverhalten fachlich abklären zu lassen
Dabei geht es nicht darum, dem Kind für immer nur Nudeln oder sein Lieblingsessen zu servieren.
Es geht darum, zuerst zu verstehen:
Was genau macht anderes Essen für mein Kind schwierig?
Vielleicht brauchen wir am Esstisch manchmal weniger Druck und dafür etwas mehr Neugier.
❤️ Die Botschaft dieser Folge:
Hinter einem vermeintlich „wählerischen“ Essverhalten kann mehr stecken, als wir von außen sehen.
Und wie so oft gilt:
Verstehen bedeutet nicht, alles einfach laufen zu lassen. Verstehen hilft uns, einen besseren Weg zu finden.
NeuroKompass Eltern – von Eltern für Eltern.
Mehr verstehen. Weniger bewerten. Gemeinsam wachsen.