In dieser Q&A-Folge geht es um eine Situation, die viele kennen, aber kaum jemand offen anspricht: ein Top-Führungsteam, das eigentlich kein Team ist. Ein Geschäftsführer, der spaltet statt integriert. Schuldzuweisungen statt Lösungen. Politik statt Zusammenarbeit.
Ich reagiere auf die Frage eines Bereichsleiters, der sich genau in so einem System wiederfindet – verloren, isoliert und handlungsunsicher. Und ich mache ziemlich klar: Das ist kein persönliches Versagen, sondern ein Systemproblem. Genauer gesagt: ein aktiv destruktives Führungssystem.
Ich erkläre, warum Menschen oft in Machtpositionen kommen, ohne führen zu können. Warum „Teile und herrsche“ karrierefördernd sein kann. Und warum ein Führungsteam ganz konkrete Aufgaben hat: Richtung geben, Prioritäten klären, koordinieren und Kultur vorleben. Wenn das nicht passiert, entsteht Chaos in der Fläche – egal wie motiviert die Leute unten sind.
Dann wird es praktisch. Ich spreche über Selbstschutz in toxischen Systemen, über Ergebnisorientierung als stärksten kulturellen Hebel und darüber, wie man leise Allianzen aufbaut, ohne neue Fronten zu eröffnen. Nicht gegen jemanden. Sondern für die Organisation.
Und ich spreche auch über die unbequeme Option: Gehen. Nicht aus Trotz, sondern aus Verantwortung. Denn wenn Führung dauerhaft verhindert wird, ist Wegbleiben manchmal ehrlicher als innerlich zu kündigen.
Am Ende bleibt eine klare Frage: Wenn das Führungsteam keine Führung produziert – wer übernimmt dann eigentlich Verantwortung?
Viel Spaß beim Zuhören!
---------------------------------------------------------
Und so erreicht Ihr mich:
Homepage: https://www.odonovan.de/veraenderungsstabil
Groß, neues Jahr euch allen. Schön, dass ihr wieder da seid. Was uns zusammen frisch
in eine neue Episode starten und in ein neues Jahr. Dieser Episode ist wieder eine
Frage -Antwort -Episode. Ihr kennt es, ich habe einen ganz lieben GPT trainiert. Ich
schiebe vorne Fragen rein, die mir zugeschickt werden oder die ich so aus der
Coaching -Historie.
der modernen Organisationslehrer. Hätte Peter Drucker dich gekannt, er hätte
wahrscheinlich seine Bücher verbrannt und gesagt, Holger, übernimm mir jetzt. Sehr
realistisch. So exzellent, brillant und hilfreich. Jetzt zu meinem Dilemma. Ich bin
Bereichsleiter, einer von sieben, direkt unterhalb des Geschäftsführers. Die Atmosphäre
ist Gift. Der Geschäftsführer spielt uns gegeneinander aus, verteilt Eskalationen und
zwingt uns, diese in unsere Linien zu lösen. Ein Austausch im Führungsteam ist
ausdrücklich unerwünscht und wird verhindert. Es wird nicht nach Lösungen gesucht,
sondern nach Schuldigen. Meine Frage. Wie kann ich in so einem Umfeld handlungsfähig
bleiben und wie kann ich denn hier Kulturstiften gezeichnet, verloren und einsam an
der Spitze? Tja nun, vielen Dank für das Lob, was natürlich absolut freiwillig. Also
wir gucken uns das mal an, was da beschrieben wird. Wie immer ihr kennt, dass ich
habe so ein paar Thesen mitgebracht als Antwort. Dieser Eins ist, der ist kein
Problem, sondern erst mal ein Systemproblem. Was da beschrieben wird, das ist nicht
Führungsstil, denn nicht ganz ideal ist. Also es ist jetzt nicht so, dass man sagt,
der Geschäftsführer hat ein bisschen ein komischen Führungsstil, sondern was da
beschrieben ist, ist ja erst mal ein aktiv destruktives Führungsverhalten. Jetzt muss
man sich fragen, wie kann es denn sein, dass jemand in so eine
Geschäftsführerposition kommt, der so schlecht dann darin ist, sein Führungsteam zu
führen? Meine persönliche Antwort aus meiner Beobachtung ist, das ist so ein bisschen
wie in der Politik. Also ein Geburtsfehler unserer Demokratie ist ja, dass die
Kompetenzen, die ich brauche, um in eine Machtposition zu kommen und die Kompetenzen,
die ich bräuchte, um diese Machtposition dann sinnvoll auszufüllen, eher nichts
miteinander zu tun haben oder sich manchmal schon widersprechen. Was ich damit meine,
um Minister zu werden oder hier, Ministerpräsidentin oder sowas, muss sich politisch
agieren können. Ich brauche Seilschaften, ich muss Menschen in der Tasche haben. Ich
muss Netzwerken wie ein Weltmeister. Ich muss gut in der Beliebigkeit unterwegs sein
und ich muss vielen Leuten Dinge versprechen. Im Zweifelsfall auch Sachen, die sich
widersprechen, solange sie es nicht rausfinden. So komme ich in die Machtposition. So,
dann bin ich Minister. Dann habe ich ein Ministerium unter mir und jetzt merke ich,
oh shit, ich habe ja mein ganzes Leben lang, bin ich ja trainiert worden,
Seilschaften zu knüpfen, zu Netzwerken, Leuten Zeug zu versprechen, irgendwie hoch zu
kommen, ich habe irgendwie gar keine Sachkompetenz entwickelt. Ganz besonders nicht in
dem, wo ich hier gerade auf diesem Ministerium sitze. Und das passiert nicht nur im
Verteidigungsministerium, aber ganz besonders dort, weil solange ich auf dieser Welt
bin, noch keine General - oder keine General -Linnen im Verteidigungsministerium gelandet
ist. Und ähnlich ist das, wenn wir uns Organisationen angucken, ohne auf dieses Peter
-Prinzip jetzt zu sehr einzugehen, das kennt ihr vielleicht auch, diese Idee, solange
ich einen guten Job mache, werde ich befördert und irgendwann mache ich ja keinen
guten Job mehr, werde ich nicht mehr befördert. Und dann sitze ich auf dem letzten
Job, in den ich hinein befördert wurde, den ich nicht so gut mache. Da sitze ich
aber die meiste Zeit meines Lebens. Das heißt, die meisten Führungskräfte steigen auf,
bis sie auf einen Job kommen, ihre individuellen Inkompetenz entspricht und da sitzen
sie dann und terrorisieren dann unfähig andere Leute. Das muss gar nicht immer so
sein, das ist halt auch eine sehr populistische, sehr gefällige These, die man nutzen
kann, um sich abfällig über die da oben auszulassen. Das meine ich nicht mal so
sehr, aber wir sehen halt schon in Geschäftsführungen und so im Topmanagement, dass
es gewisse Skills gibt, die mir helfen, da hinzukommen. Und wenn ich jetzt in alten
Organisationen bin, in Unweifend, in toxischen Organisationen, und dann habe ich zum
Beispiel den Skill anderen Leuten die Schuld, in die Schuhe zu schieben. Ich habe
diesen Skill Teile und Herrsche. Ich habe diesen Skill hinzugehen und zu sagen, ja,
ja, ich kümmere mich drum, und das Geben, das kann ich mich delegieren sagen will,
weil da steckt so ein bisschen drin, dass mich interessiert, ob es auch wirklich
passiert. Also das sind alles Skills, die können durchaus karrierefördernd sein, die
auf der anderen Seite dann aber eben dazu führen, dass sich gar nicht so richtig
gut darin bin, jetzt hier so ein Führungsteam zusammenzuschweißen, dafür zu sorgen,
dass das funktioniert. Muss nicht immer so sein, aber es ist schon etwas, was man
beobachten kann. Also das ist so diese Subfrage, wie kann es denn eigentlich sein,
dass da jemand auf dem Chefsitzel sitzt, der gar nicht so gut führen kann und sagt,
naja, Führung ist auch nicht immer genau das, was dich auf die Chefs dazu
draufbringt. Wenn ich jetzt ein System habe, das auf Misstrauen, auf Spaltung und auf
Verantwortungsvermeidung aufgebaut ist, was ist typisch in dem Fall? Also ich habe
eine Geschäftsführung, die spielt "Divide et impera", Teil und Herrsche. Führungskräfte
werden einzeln adressiert, nicht im Team. Die wichtigen Sachen werden in
Einzelgesprächen geführt. Ich kann nicht in einem großen Raum bilden, das war das
hier in der Frage 7 Leute, also im Führungsteam. Ich kann nicht die Wahrheiten mit
den sieben Leuten besprechen, teilweise auch, weil ich vielleicht verschiedenen von
denen verschiedene Sachen sagen will, weil ich gelernt habe, mich politisch zu
verhalten, weil ich hingehe und ich habe halt, wir sind Organisationen, wir haben
immer Konflikte, wir haben immer Ressourcenkonflikte, wir haben immer Engpässe, das ist
ja das, was das ganze System am Laufen hält. Und wenn ich jetzt hingehe und sage,
naja, wir haben hier 10 Projekte, die wir machen müssen, und allen muss die Attivers
tun, die Attiv bräuchte 10 Millionen Euro Budget, um das zu machen, die haben wir
nur 5 Millionen Euro Budget. wenn ich das auf den Tisch lege mit den sieben Leuten
im Raum und bin ehrlich, dann habe ich ja quasi einen Grundkonflikt auf den Tisch
gelegt und er muss dann interessiert werden. Ich habe keine Lust darauf habe, weil
ich zum Beispiel gelernt habe, dass offene Konflikte nicht besonders karriereförderlich
sind, dann halte ich das unter der Decke und dann rede ich einzeln mit dem IT
-Leiter und sage ja, ich weiß ja, dein Budget reicht überhaupt nicht, um diese ganzen
Projekte zu befriedigen, guck halt, wie es geht und die anderen hältst du halt
einfach hin. Und dann gehe ich zu einem anderen Bereichsleiter, der weiß ich nicht,
Materialwirtschaftsbereichsleiter und sagt, ja, ja, deine Projekte sind alle total
wichtig. Geht zur IT, sagt denen, dass das wichtig ist, dann werden die dir
zuarbeiten. Und das sage ich den anderen drei Bereichsleitern auch. Und auf einmal
stehen die halt mit den zehn Projekten bei der IT. Und die IT sagt, äh, hä, was?
Und ich habe aber gut Wetter gespielt als Geschäftsführer mit all diesen
Bereichsleitern im Einzel, weil ich sie gegeneinander ausgespielt habe, weil ich diesen
Konflikt nicht integriert habe.
Hey, kurze Durchsage, wenn euch Veränderungsstabil gefällt, dann nehmt euch doch mal
kurz Zeit und gebt dem Podcast eine Bewertung auf dem Streamingdienst, mit dem ihr
gerade hört. Das hilft uns enorm, weil dann noch mehr Menschen im Podcast entdecken
können und so können wir die Community weiter wachsen lassen. Vielen Dank fürs
unterstützen, vielen Dank fürs zuhören und jetzt geht es weiter mit der Episode. Also
Teil und Herrscher, ich adressiere sie einzeln, ich löse die Eskalationen und die
Konflikte nicht, sondern ich nutze sie als Machtmittel, vor allem selber keine Lust
darauf sie hier zu lösen oder auch gar keine Lust darauf, die unangenehmen
Entscheidungen zu treffen, ist auch wieder so ein Ding. Es gibt Entscheidungen, die
sind unangenehm. Es gibt Entscheidungen, die sind mir persönlich unangenehm, aber es
gibt Entscheidungen, wo mein Bauchgefühl mit Blick auf meine Karriere, mit Blick auf
meine Reputation einfach sagt, halt dich von denen fern, da kannst du nicht gewinnen.
Wenn du richtig liegst, dann klopft ihr kein auf die Schulter, weil von dir erwartet
wird, dass du richtig liegst. Wenn du falsch liegst, dann ist das aber ein
Karriereknick, also halte ich mich von denen weg und delegiere die weg. Das ist
nicht gut für das System, das ist auch nicht gut für die Rolle, die ich ausfühle,
sondern das Geschäftsführung, aber das ist halt das, was ich gelernt habe auf dem
Weg nach oben. Also nochmal, das ist kein Zufall, das ist auch jetzt in dem Fall
kollegale Austausch halt nicht erwünscht ist, sondern Schuldzuweisungen, so das Mittel
der Wahl sind. Es ist ein Muster und das ist ein Muster, das ich erlernt habe,
weil es hat bis hierhin funktioniert. Schuldigen zu finden hat mir mehr geholfen,
Karriere zu machen, als eine Lösung zu finden, wo keiner so richtig gewinnt. Aber
das Problem ist halt natürlich, dass dieses Verhalten Wirkung hat und dass dieses
Verhalten Kultur stiftet. Und im Falle dieser Frage, ich kann auch direkt dazu sagen,
das ist nicht unüblich, das sehe ich nicht selten. Ich sage mehr dazu, ich sehe
auch keine funktionalen Organisationen, die holen sich ja keine Coaches und keine
Organisationsentwicklereien, insofern sehe ich die Uni immer nur. Aber das ist wirklich
ein so verbreitetes Ding, dass wir statt einem Führungsteam da oben so eine Handvoll
Geschäftsführer von eigenen Bereichen haben, die nur politisch miteinander agieren,
teilweise sogar mehr machen wollten. Aber im Zollfall am Ende der Vorstand oder die
Geschäftsführung ist verhindert, weil sie gar nicht diese Kultur gestiftet. Und das
ist ein Problem. Weil, Tese 2, was ist eigentlich die Aufgabe von so einem
Topfführungsteam? Das muss hier etwas tun. Das ist ja nicht einfach da, weil es da
sein muss. Und das ist auch keine Repräsentanz. Das ist nicht irgendwie hier so G7.
Einmal im Monat treffen sich die mächtigen Gebietsführsten und machen gefangenen
Austausch. Das ist ja nicht Sinn von so einem Führungsteam. Ich habe ja als
Organisationssystem Notwendigkeit eines Führungsteams. Und das Führungsteam hat auch ganz
klaren Output, was das Führungsteam der Organisation schuldet. Klarheit, Richtung,
Prioritäten. Also ein bisschen ausführlicher. Erstens muss dieses Führungsteam eine
Strategie und eine Ausrichtung produzieren. Die ganze Organisation guckt dahin und
sagt, wo gehen wir hin, was tun wir und was lassen wir. Eben in meinem Beispiel
dieser Projekte. Welche von den zehn Projekten machen wir, denn wir haben ja
offensichtlich nur Kohle für fünf. Da müsst ihr Führungsteam da oben, ihr vertreten
die ganzen Bereiche, ihr vertreten diese ganzen funktionsgetrennten,
funktionsspezialisierten Bereiche. Ihr setzt euch zusammen und Danach sagt ihr, was die
beste Antwort ist, auf welche fünf von den zehn Projekten machen wir. Das ist eure
Aufgabe. Zweite Aufgabe, Koordination und Kohärenz. Also wie greifen die Bereiche
ineinander und wo sind da Abhängigkeiten? Wenn ihr jetzt um die Ecke kommt und wählt
fünf Projekte aus, aber eins von diesen fünf Projekten macht überhaupt keinen Sinn
ohne ein anderes Projekt, was ihr gerade abgewählt habt, was wir nicht machen. Das
ist doch demlich, das vernichtet doch Wert. Und die Erwartung an dieses Führungsteam
ist es da drauf zu gucken.
und Entscheidungen müssen aus diesem Führungsteam gehen. Und das Dritte ist, auch hier
haben wir eine Kaskadierung, wir haben einen Kulturwasserfall, so wie in diesem
Beispiel der Geschäftsführer dieses Führungsteam vergiftet und das dann das Gift
natürlich weitergibt. Und wir kennen das, das ist wie so ein Peitschen -Effekt. Oben
wird ein bisschen gewackelt und unten mit ein bisschen gewackelt am Organigramm und
am Ende, ganz außen am Ast des Tannenbaums, da gibt es richtig auf die schnauze,
weil da stehen sich jetzt auf einmal Menschen mit völlig widersprüchlichen Zielvorgaben
gegenüber und dann kommt am besten noch irgend so ein Berater um die Ecke und so,
du hast einen Sido -Krieg gehabt, ein Mindset -Problem. Nein, nein, nein, ihr habt
kein Mindset -Problem, sondern die sind in der Mitte zusammengebunden, weil sie in
derselben Organisation arbeiten und der Chef von der Einer gesagt, lauf nach Osten
und der Chef von der Einer gesagt, lauf nach Westen. Dann laufen die los, weil sie
gute Arbeiterinnen sind und dann Knallzeiten und so. Also das heißt, die dritte
Aufgabe des Verfügungsteam ist, kulturelle vorbildfunktion zu haben und zu sagen wie
gehen wir denn mit konflikten um wie entscheiden wir wie führen wir miteinander was
lassen wir zu lassen wir silo konflikte zu lassen wir konflikte ungelöst diskutieren
wir die mal an und dann packen wir sie unter den teppich also auch das ist eine
wichtige aufgabe die kultur stiftende vorbildfunktion wenn das führungsteam das nicht
macht dann habe ich eine orientierungslosigkeit in der fläche dann misstrauen auf
einmal alle dem System, ja klar, dem kann man ja auch nicht vertrauen, weil das
System ja keine abgestimmten Vorgaben irgendwie produziert. Und es bilden sich silos
und Schattenpolitik, weil ich nur noch, naja, ich kann ja nur noch quasi der Sache
dienen, die ich irgendwie verstehe. Und wenn die Sache, die in der Gesamtorganisation
vertreten wird, komplett unlogisch ist und sich ihnen sich widerspricht, dann gehe ich
irgendwann runter und dann sage ich, okay, mach die IT noch halt wegsehen, weil ich
eine IT bin, ja, auch nur geht's so. Okay, mein Bereich, Mainframe, okay. Und Dann
bin ich auf einmal nur noch meinen Mainframe verpflichtet und gucke nur noch, dass
unser Stall sauber bleibt. Und dann habe ich dieses Silo -Problem, aber es fängt halt
ganz oft in der Kultur von oben herunter an. Also wenn das Silo -Team nicht als
Team funktioniert, warum sollte die gesamte Organisation als Team funktionieren? Sie
kriegt ja vorgelebt, dass Teamarbeit nicht angesagt ist. Das ist das Problem. So,
jetzt hat ja derjenige, der die Frage gestellt hat, nun gesagt, ich möchte das nicht
so. Ich sehe das und ich will das nicht so. So was mache ich jetzt? Ja, wenn das
Steuerzentrum ausfällt, dann muss ich halt selber übernehmen. Also wenn der
Geschäftsführer diesen Output verhindert, mit den Dingen, die er da tut, verhindert,
dass das Führungsteam als Führungsteam arbeiten kann. Vielleicht nochmal an der Stelle,
was ist ein Team? Ein Team ist eine Menge von Menschen, die verschiedene Dinge
können, die sich unter einem Ziel zusammenfinden und die sich Regeln und Ressourcen
geben, um gemeinsam dieses eine Ziel zu erreichen, was sie alleine nicht erreichen
könnten. Da wird klar, wenn ich so ein Führungsteam in Anfangszeichen habe, wo
einfach nur Gebietsfürsten einmal im Monat zusammenkommen, Politik machen. Das ist kein
Team. Wenn ich also kein Führungsteam habe, dann ist das nicht nur unangenehm,
sondern es ist eine Gefährdung des Unternehmens. Weil ohne funktionierende
Führungszusammenarbeit gibt es kein gemeinsames Handeln und ohne gemeinsames Handeln
gibt es keine Wirksamkeit und es gibt dann auch am Ende keine gemeinsame
Wertschöpfung. Deswegen, dieser Bereichsleiter der das gefragt hat, du musst nicht
einfach irgendwie klar kommen, sondern musst gucken, dass du handlungsfähig bleibst,
für dich, für dein Team, aber auch eben für die Gesamtorganisation. Zuerst
Selbstschutz. In so einem vergifteten System ist es erstmal das Wichtige, sich selber
nicht reinziehen zu lassen, sich selber gesund zu halten. Das ist so wie wenn das
Flugzeug abstürzt und es gibt keine Luft mehr zum Atmen, immer erstmal selbst die
Maske aufsetzen, damit man bei Sinnen bleibt. Also erstmal gucken, ich für mich
selbst keine Schulspiele mitspielen, keine politischen Lagerbilden, sich nicht da
reinziehen zu lassen, wenn irgendwelche Rabenkämpfe, keine Rechtfertigungsturniere machen,
ja wie geht das? Das geht, indem man immer erstens bei der Sache bleibt und diese
ganzen persönlichen Angebote ausschlägt und wie funktioniert das durch die
Ergebnisorientierung, sich hier immer wieder mehr mittlerweile vielleicht sogar schon
predige. Also hinzurehen und zu sagen, ich bin hier in der Rolle eines
Bereichsleiters, ich habe die Rolle übernommen um ein Ergebnis zu produzieren, das
Ergebnis ist mein Bereich, bringt folgendem Beitrag für die Gesamtorganisation, Aber
ich bin halt auch Führungskraft, top Führungskraft an der Gesamtorganisation, also auch
die gute Zukunft und die Wertschöpfung dieser Gesamtorganisation ist meine Aufgabe.
Darauf fokussiere ich. Ich diskutiere nicht darüber, ob die IT -Schuld ist, dass das
Projekt nicht funktioniert oder die Materialwirtschaft oder das Controlling mit den
Zahlen. Ich rede nicht darüber, ob der Controller auf eine Art und Weise mit
jemandem aus der Materialwirtschaft geredet hat, die nicht akzeptiert hat, sondern was.
Ich fokussiere mich auf die Ergebnisse, die wir hier bringen wollen und ich kläre
Dinge. Und ich muss mir auch darüber im Klaren sein, was ich eben runtergerattet
habe. Ich nehme diese Verantwortung klar. Ich setze hier und meine Verantwortung.
Meine Verantwortung ist die Verantwortung dieses im Moment nicht existenten
Führungsteams. Und das bedeutet, wir produzieren Strategie und Ausrichtung,
Koordination und Coherenz und eine kulturelle Vorbildfunktion. Und ich fange jetzt
erstmal selber an, das zu übernehmen. Wenn ich mich darauf konzentriere. Das ist
leichter gesagt als getan natürlich, wenn ich im toxischen Umfeld bin, aber dann
lasse ich erstmal diese ganzen Dramaangebote, diese ganzen Kampfangebote, diese ganzen
persönlichen Emotionalisierungen von mir abrollen und abtropfen, wenn es geht und gucke
immer nur auf. Hat das hier etwas zu tun, damit das Klarheit fehlt? Dann gebe ich
sie dir. Hat das hier etwas damit zu tun, dass Richtung fehlt? Dann gebe ich sie
dir. Hat das hier etwas damit zu tun, dass Koherenz fehlt? Dann gebe ich sie dir.
Und das ist natürlich sportlich, zu sagen, ich gebe sie dir, wenn ich eine von
sieben bin und die sechs andere ziehe nicht im selben Strang. Aber ich fange erst
mal damit an, so gut es geht. Aus Topführungskraft habe ich mich ja lange davon
verabschiedet, von dem Anspruch oder dem Anrecht den ganzen Tag 100 Prozent richtig
zu liegen. Also ich versuche hier sowieso meistens aus den nicht ganz so tollen
Optionen die halb die beste Hochstatt suche. So, damit fange ich an. Ich gebe
Koärenz, ich gebe Richtung, ich gebe Strategie und dann fange ich an, P -Allianzen
aufzubauen, wo es eben geht. Wenn der Geschäftsführer uns teilen will, und ich bin
der Meinung, das Gegenteil brauchen wir, dann fange ich an diese Teilung auf zu
heben. Dann fange ich an, Allianzen zu bauen. Nicht gegen irgendjemanden, das ist
natürlich immer das Einfachste, sich gegen jemanden zusammenzurotten, sondern ich
versuche mich für etwas zusammenzurotten. Und das ist jetzt immer wieder, wir sind
Topfführungskräfte dieser Organisation. Wir dienen der Wertschöpfungsfähigkeit dieser
Organisation. Wir produzieren Strategie Richtung Coherenz und Koordination. Wer macht
mit? fange ich mit ein oder zwei oder drei an und fange an diese Allianzen
auszubauen. Und wie gesagt, nochmal wichtig, nicht gegen andere, sondern für andere.
Also wenn ich eine Allianz habe mit zwei oder drei von denen und dann wird wieder
so ein Krieg inszeniert, dann wird wieder so ein Silo -Kampf inszeniert, gewollt oder
nicht gewollt. Also in dem Beispiel würde ich im Geschäftsführer niemals unterstellt,
dass er den Absicht macht, das ist hier Tapsigkeit. Aber wenn dann wieder irgendwie
Schuldzuweisungen passieren oder sowas, dann hinzugehen und die Allianz nicht zu
verwenden, um die Schuld außerhalb der der Allianz zu verorten, soll hinzugehen, zu
sagen, stopp, stopp, stopp. Wir drei sind uns einig, wir wollen eigentlich diese
Schuldspiele nicht spielen, sondern wir wollen gucken, was der Universität so braucht.
Okay, cool. Dann lass uns das doch dem Vierten anbieten und gucken, ob er auch Lust
hat, diese Schuldkämpfchen und dieses Drama aufzukündigen und nicht mehr mitzuspielen.
Am Ende ist es so, wenn ich dann diese P -Allianzen knüpfe, diese Ergebnisorientierung
ist der stärkste kulturelle Hebel, den ich habe. Ich muss immer wiederholen. Ich bin
Bereichsleiter in der Situation. Ich habe eine Verantwortung, nicht gegenüber der
Politik auch.
dadurch einfach ganz viel von diesem Drama "Kampf Quark" abprallen lassen. Und dann
stifte ich Führung, dann stifte ich, wir dienen diesem Ergebnis. Selbst in einem
toxischen Umfeld. Also ich reagiere nicht auf die Spielchen, ich normalisiere sogar
Spielchen zu ignorieren, sondern ich gucke auf die Ziele, auf die erwünschten
Ergebnisse. Ich frage, was dient unserem Unternehmen und unserem Unternehmenszweck und
nicht wer hat Schuld. Ich gucke mir auch an, was bedroht unseren Unternehmenszweck
und packt es dann weg und guckt halt nicht drauf, wer von euch bedroht unseren
Unternehmenszweck. Wenn ich jemandem unternehmen habe, wo ich der Meinung bin, der
bedroht mein Unternehmen, dann muss ich sowieso raus anführen. Das heißt, ich benutze
meinen Handlungsspielraum und als Bereichsleiter habe ich halt einen ziemlich großen
Handlungsspielraum, der ist immer größer, als ich glaube und den benutze ich, um
Klarheit zu schaffen in meinem Bereich, aber eben auch darüber hinaus, im besten Fall
in einer Allianz mit anderen zusammen. Und damit spiegel ich das System. Tese 7 ist,
ich spiegel das System professionell, nicht passiv aggressiv, weil, naja, der
Geschäftsführer, der ist halt erstmal so, wie er ist. Und wie ich hier schon ganz
oft in anderen Folgen gesagt habe, wenn mein Glück davon abhängt, dass ein anderer
Mensch sich plötzlich so benimmt, wie ich es gerne hätte, dann ist das eine sehr,
sehr schwache, sehr abhängige Position. Wenn ich erstmal hänge und sage, das ist halt
der Geschäftsführer, den ich hab, der ist so, wie er ist. Aber da drumherum baue
ich jetzt ein sauberes System, was halt nicht seine Angebote annimmt, sich gegenseitig
zu zerfleischen, dann kann ich dem Drama so ein Halt gebieten. Langsam, ne? Und dann
kann ich es auch ansprechen, können sagen, hey, ich nehme wahr, dass wir als
Führungsteam nicht gemeinsam arbeiten. Und ich habe das Gefühl, dass wir das nicht
dürfen, aber ich glaube, dass schwächt unsere Gesamtleistung als Führungsteam und das
führt zu Fehlern. Und ich würde gerne folgende Dinge in diesem Führungsteam
vorschlagen, dass wir die anders machen. Und dann, wenn ich mit weiter Rennen habe,
kann der Balancerollen kommen. Und auch hier, Abschnitt 8 ist die Antwort. Wenn ich
merke, es geht nix, muss ich eine Entscheidung treffen. Wenn ich merke, dass ich
mich persönlich nur noch verbrauche, wenn ich merke, dass ich gegen Strukturen
arbeite, die stärker sind als ich. Und das ist manchmal so. Es kann sein, dass die
Toxizität, das System of a Downer Linkin Park, Toxicity, also wenn die Giftigkeit des
Systems und der Kultur so stabil ist, dass ich da alleine nicht gegen ankomme. Dass
ich da gegen Mauernlauf oder gegen Windmühle, dass ich keine verbündeten Kriege, weil
sich keiner traut, da rein zu gehen. Kultur ist was sehr Mächtiges, was sehr
trägiges. Dann muss ich mich entscheiden und muss sagen, lasse ich das jetzt so und
akzeptiere ich es und spiele ich diese toxischen Spielchen hiermit. Gucke ich, was
ich noch ausrichten kann, oder gehe ich? Auf dieser Ebene finde ich es völlig
legitim und man sieht es ja auch immer mal wieder, dass jemand so eine
Bereitsleitung oder irgendein C -Posten übernimmt, gucke guck sich das an und sagt,
ich leg das jetzt wieder nieder. Ich habe mir angeguckt, was von mir erwartet wird.
Ich habe gesagt, was ich dafür brauche. In dem Fall, ich brauche ein Führungsteam,
was funktioniert. Das hat jetzt über sechs Monate nicht funktioniert, zu etablieren,
dann kann ich einen Job auch nicht machen. Dann muss ich halt gehen. Oder das ist
das, was ich ganz oft rate. Die Impulse sind oft gar nicht radikal genug. Also wenn
ich eine wirklich stabil toxische Kultur habe, auf Führungsteam -Ebene, dann muss ich
als einer von sieben halt schon sehr drastische Veränderungen reinbringen. Ich kann
nicht mal vorsichtig nachfragen, mich aber wieder zurückziehen, wenn es Gegenwind gibt,
das geht nicht. Ich schon auf dem Weg nach draußen bin und nicht schon kündigen
will, dann kann man auch mal ein bisschen drastische damit arbeiten. Also,
Handlungsempfehlung zum Ende. Nimm das System ernst, das ist erst mal so wie es ist,
aber bleib das System klug. Versuch nicht in Zynismus abzudriften, also man sollte
nicht Opfer zweiter Ordnung werden, ich wüsste ja wie es anders geht, ich würde es
mir auch wünschen, fühle mich aber ohnmächtig und deswegen resigniere ich hier so in
meinem Zynismus und rede nur noch schlecht über diesen unfähigen Geschäftsführer.
Drittens, ich gucke auf mein Selbstschutz, nicht abkapseln, aber gucken, dass ich
sauber bin, dass ich gesund bleibe. Dann, viertens, baue ich leise Kooperationen auf,
versuche immer wieder darauf hinzuweisen, was ist der Inhalt der Kooperation, was ist
das Ziel des Führungsteams, nämlich den Output zu generieren, den den Führungsteam
generieren sollte. Und dann, fünftens, kann ich mich radikal am Ergebnis orientieren
und hingehen und sagen, wir produzieren das Führungsteam nicht das Ergebnis.
hin und lade drei oder vier von meinen Kollegen ein und wir reden zusammen über das
Thema. Wenn das mir hart verbietet, dann muss ich gehen. Dann sehe ich ja, dass er
in der harten Konfrontation nicht ein Verhalten akzeptiert, was ich als notwendig für
uns in Erfolg sehe. Und dann kann ich meinen Job nicht machen. Also ich orientiere
mich radikaler im Ergebnis und schifte damit Kultur und ich treffe eine klare
Entscheidung. Sie sind mir besser gerade auf dieser Ebene. Also ich erwarte von
Topführungskräften, dass sie hingehen und sagen, pass auf, du hast mich hier geholt,
um 500 Leute und 10 Millionen Euro zu verantworten. Dafür brauche ich das und das
und das. Wenn ich das nicht kriege, kann ich den Job nicht gut und gewissens
übernehmen. Und auf der Ebene wird auch bitte nicht innerlich gekündigt oder
resigniert oder irgendwie Dienstervorschrift gefahren, sondern dann sucht man sich einen
anderen Job, wo man was gestalten kann. Und wenn das genug Leute machen, in der
Situation nicht Entwicklung in solchen Gremien hat ja viel mit Massenträgheit zu tun.
Ich habe dort 7 Leute drinsetzen und einen Geschäftsführer. Einer läuft gegen die
Wand. der versucht vielleicht zwei drei PS zu finden mit den Allianzen gründen kann,
das klappt nicht mehr gut. Dann geht der zweite und der dritte auch und dann kommen
da neue rein, die gucken sich an und sagen, was ist denn das hier für ein Schrott
und dann ziehen sie vielleicht noch zwei weitere mit, so und jetzt habe ich auch
mal fünf von sieben, die sagen, also keine Ahnung was ihr für Spielchen spielt, aber
so führt mir noch kein Unternehmen und dann endet sich es auch für das gesamte
System und für die gesamte Organisation und wird halt mit den Füßen abgestimmt. Das
Ja, die Antwort auf die Frage, was mache ich denn, wenn mein Führungsteam, ein Top
-Führungsteam, kein Führungsteam ist, wie gehe ich denn damit um, was kann ich denn
machen? Vielen Dank für die Ein -Sendung, falls es eine war. Ich hoffe, wir haben
ein bisschen Spaß an meinen Aufbereitungen mit meinem etwas lobhutelten GPT. Ich
glaube, da ist irgendwas schiefgegangen im Training. Aber das ist wie es ist. Ich
nehme es gerne. Ich danke euch für die Aufmerksamkeit fürs Zuhören, für die Abos,
für die Rett -Sensionen und bis zum nächsten Mal. Tschau.