Lange Zeit blieb die St. Galler Stadtheilige Wiborada vergessen. Die Theologin und Seelsorgerin Hildegard Aepli hat sie aus der Versenkung geholt. Wer war Wiborada, und was hat sie – die vor 1100 Jahren gestorben ist – uns heute noch zu sagen?
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Hildegard Aepli [00:00:01]
Es ist nicht nachvollziehbar
2
:für uns. Das war es für mich auch lange
nicht. Und ich sage aber unterdessen,
3
:ja wir müssen das nicht letztlich verstehen, was
Wiborada gelebt hat. Aber wir dürfen es deshalb
4
:nicht einfach beiseiteschieben, was Frauen und
Männer lange gemacht haben. Mit dem Ausdruck,
5
:das ist so eine sperrige Geschichte, so krass,
damit kann ich nichts anfangen. Sondern es ist
6
:wichtig, sich ihr anzunähern. Wir müssen
das sehen, was dieses Leben bis heute für
7
:eine Ausstrahlung hat, an Ausstrahlung durch
diese Initiativen immer wieder bekommen soll.
8
:Sandra Leis [00:00:45]
Das sagt Hildegard Aepli.
9
:Die Theologin und Seelsorgerin ist
die Initiantin des Wiborada-Projekts
10
:der St. Galler Kirchen. Wer ist die
heilige Wiborada? Und was hat sie,
11
:die vor 1100 Jahren gestorben ist, uns heute
noch zu sagen? Und was braucht es, damit
12
:Frauengeschichte sichtbar wird? Ich bin Sandra
Leis und spreche darüber mit Hildegard Aepli im
13
:Domzentrum in St. Gallen. Hildegard Aepli,
herzlich willkommen zu unserem Gespräch.
14
:Hildegard Aepli [00:01:18]
Dankeschön.
15
:Sandra Leis [00:01:19]
Wiborada ist eine
16
:bedeutende St. Galler Stadtheilige
und die erste Frau, die von einem
17
:Papst heiliggesprochen wurde. Trotzdem
ging sie lange Zeit vergessen. Warum?
18
:Hildegard Aepli [00:01:33]
Ein wichtiger Grund ist die Reformation.
19
:Die Kirche Sankt Mangen, damals natürlich
eine gemeinsame katholische Kirche, an der die
20
:Wiborada-Zelle, also der Ort, wo die Frau zehn
Jahre als Eingeschlossene gelebt hat, wurde in
21
:der Reformation gestürmt. Und der Altar mit den
Wiborada-Reliquien, also ihr Grabort auch, nach
22
:aussen geschossen, und die Reformatoren haben die
Heiligenverehrung natürlich streng unterbunden.
23
:Sandra Leis [00:02:12]
Trotzdem, es ist erstaunlich,
24
:denn Wiborada hat St. Gallen quasi gerettet vor
einem Sturm der Ungarn. So konnten Menschen,
25
:die St. Galler Klosterbibliothek und der
Kirchenschatz gerettet werden. Sie hat
26
:allerhand für die Stadt geleistet und trotzdem
war sie über Jahrhunderte lang vergessen.
27
:Hildegard Aepli [00:02:35]
Immer wieder ist sie in
28
:Vergessenheit geraten, es gibt so
ein paar Auftaucher, aber es stimmt,
29
:und das ist auch das, was uns zum ökumenischen
Wiborada-Projekt motiviert hat bis heute. Der
30
:Grund ist der Umgang mit Frauengeschichte,
nicht nur in unserer katholischen Kirche,
31
:sondern überhaupt in patriarchalen Gesellschaften.
Ist die Frau, die sogar als Märtyrerin starb,
32
:die also katholischerseits noch
über Otmar und Gallus stehen würde.
33
:Sandra Leis [00:03:07]
Die zwei anderen großen
34
:Heiligen der Stadt St. Gallen.
35
:Hildegard Aepli [00:03:08]
Ja, genau. Ja, hat man ihre Geschichte
36
:einfach nicht gelesen und eingeordnet als wichtige
Frauenbiografie, als wichtiges Zeitdokument.
37
:Sandra Leis [00:03:21]
Sie sind die Initiantin. Was
38
:war der Auslöser, das Sie sagten, jetzt
hole ich sie aus der Versenkung raus?
39
:Hildegard Aepli [00:03:29]
Der Auslöser war die Tagung zum
40
:100-Jahre-Jubiläum Silja Walter im Bad Schönbrunn.
Nach einem Referat über das Leben von Silja Walter
41
:kam eine Kollegin von mir, auch eine Seelsorgerin
aus St. Gallen, zu mir und sagte, Hildegard,
42
:das Bistum St. Gallen hat es verpasst, Silja
Walter über Wiborada schreiben zu lassen. Ein
43
:Mysterienspiel, irgendwas, ein Oratorium.
Und dann sagte sie so auf mich zeigend,
44
:ja, oder du schreibst etwas. Und dann ist dieser
Gedanke, du schreibst etwas, in mich eingefahren
45
:wie ein Blitz. Aber nicht so sehr, dass ich etwas
schreiben könnte, sondern der Blitzgedanke war,
46
:wenn wir heute, wenn jemand heute über
diese Frau, die eine Lebensform gelebt hat,
47
:die wir nicht nachvollziehen können, dann
sollte sich diese Person mindestens kurzzeitig
48
:einschliessen lassen und an die Erfahrung
der Wiborada ein bisschen näher ran spüren.
49
:Sandra Leis [00:04:36]
Das war dann der Grundgedanke.
50
:Schauen wir noch mal kurz auf Wiborada. Sie
hat sich also zehn Jahre lang, man muss ich
51
:das vorstellen, in einer Zelle einsperren
lassen, in der Kirche, die Sie vorhin erwähnt
52
:haben. Das ist ja für heutige Menschen eher ein
abschreckendes Frauenbild. Finden Sie nicht?
53
:Hildegard Aepli [00:04:54]
Ja eben, ich sage darum,
54
:es ist nicht nachvollziehbar für uns. Das war
es für mich auch lange nicht, oder es gibt immer
55
:diese Denkgrenze. Und ich sage aber unterdessen,
ja, wir müssen das nicht letztlich verstehen,
56
:was sie gelebt hat, aber wir dürfen es
deshalb nicht einfach beiseiteschieben,
57
:was Frauen und Männer lange gemacht haben. Mit
dem Ausdruck, das ist so eine sperrige Geschichte,
58
:so krass, damit kann ich nichts anfangen. Sondern
es ist wichtig, sich ihr anzunähern, wie wir das
59
:zum Beispiel auch mit Bruder Klaus tun. Da sagen
auch die wenigsten, mit dem Bruder Klaus will ich
60
:nichts zu tun haben, wie der mit seiner Familie
umgegangen ist, dass der nicht gegessen hat. Wir
61
:müssen da einen Umgang finden und das sehen, was
dieses Leben bis heute für eine Ausstrahlung hat
62
:oder im Falle von Wiborada an Ausstrahlung durch
diese Initiativen immer wieder bekommen soll.
63
:Sandra Leis [00:05:54]
Aber im Unterschied zu
64
:Bruder Klaus, sie hat sich eingemauert.
65
:Hildegard Aepli [00:06:00]
Sie hat sich nicht selber eingemauert.
66
:Sandra Leis [00:06:01]
Sie ließ sich einmauern,
67
:sie hatte keine Türe, aber sie hatte
zwei Fenster. So die Überlieferung.
68
:Ein Fenster in die Kirche hinein und
das andere zu den Menschen. Ist es das,
69
:was Sie fasziniert an dieser Figur Wiborada,
diese zwei Fenster, diese zwei Seiten?
70
:Hildegard Aepli [00:06:18]
Ja, das ist das eine. Das andere ist,
71
:dass sie sich selber Grenzen gesetzt hat. Das
72
:ist jetzt meine Interpretation
des Sich-einschliessen-Lassens.
73
:Sie hat innerhalb dieser Grenzen ihr
Leben gefunden. Ich kann das so auch
74
:nicht nachvollziehen, aber für sie war das so. Sie
ist eine tief freie Frau gewesen, sonst hätte sie
75
:zwischen diesen beiden Fenstern wahrscheinlich
auch nicht ein gesundes Leben gefunden.
76
:Sandra Leis [00:06:45]
Wissen wir nicht genau, oder?
77
:Hildegard Aepli [00:06:47]
Es war körperlich bestimmt nicht gesund,
78
:weil sie zehn Jahre ohne Vitamin D gelebt
hat. Kein Sonnenstrahl zehn Jahre lang.
79
:Ihre Füsse vor allem waren verkrüppelt. Aber die
Frau war in ihrem Herzen, ihrem Geist hellwach.
80
:Sonst hätte sie diesen erwähnten Ungarn-Einfall
nicht vorhergesehen und kommuniziert. Und das
81
:ist ja für mich das Erstaunliche, dass man
auf ihren Rat, auf diese Warnung gehört hat.
82
:Sandra Leis [00:07:21]
Der Abt hat auf sie
83
:gehört und dann alles eingeleitet.
84
:Hildegard Aepli [00:07:24]
Genau. Da wurden ganze Evakuierungspläne
85
:umgesetzt und rechtzeitig umgesetzt, sodass diese
Stadt leergefegt war, als diese brandschatzenden
86
:Horden kamen. Nur die Wiborada in ihrer
Zelle blieb und wurde dann erschlagen.
87
:Sandra Leis [00:07:42]
Kommen wir zu Ihrem Projekt,
88
:Hildegard Aepli, Sie haben gedacht,
jetzt bauen wir diese Zelle nach,
89
:versuchen diesem Leben ein Stück weit
nachzuspüren, in dem Menschen eine Woche
90
:lang da drin sind. Das ist ja auch schon
sehr lange, in 12 Quadratmetern Umfang.
91
:Ich kann mir vorstellen, dass es da in der
Stadt St. Gallen auch Widerstand gegeben
92
:hat diesem Projekt gegenüber. Aber was waren die
Hauptargumente, die Ihnen entgegengebrandet sind?
93
:Hildegard Aepli [00:08:15]
Einerseits war es die Corona-Zeit, in der
94
:wir dieses Projekt gestartet haben, und das hat
Menschen vor den Kopf gestoßen. Sie sagten sich
95
:ja, spinnen die, jetzt müssen so viele Menschen
unfreiwillig zu Hause bleiben. Und da machen die
96
:ein Projekt, wo sich Freiwillige einschliessen
lassen. Also das ist wie, haben die gedanklich
97
:nicht zusammengebracht, diese Menschen. Dann
gab es Widerstand aus meinem Kollegen-Kreis. Ja,
98
:die Hildegard Aepli macht schon wieder so etwas
Gesponnenes. Da weiss ich auch nicht ganz genau.
99
:Im Einzelnen ist das auch ein bisschen tabu
geblieben, was da genau der Widerstand war.
100
:Eine Aussage, die mich natürlich sehr verletzt
hat, war, die soll mal zuerst ihre Arbeit im
101
:Ordinariat recht machen und nicht so quasi
diese mediale Aufmerksamkeit für sich suchen.
102
:Sandra Leis [00:09:12]
Vielleicht als Ergänzung
103
:noch für diejenigen, die das nicht wissen oder
nicht mehr ganz präsent haben. Sie sind von St.
104
:Gallen nach Rom gepilgert, wurden mit
dieser Pilgereise auch schweizweit bekannt,
105
:unter dem Slogan «Für eine Kirche mit den Frauen».
Das war ja auch etwas Medienwirksames. Vielleicht,
106
:wenn Sie sagen, die Anderen dachten, wieso schon
wieder? Das ist jetzt ein ganz anderes Projekt,
107
:aber Sie sind schon jemand, d er auffällt
mit Ideen und etwas auch umsetzt.
108
:Hildegard Aepli [00:09:44]
Ich gehe diesen Gedanken nach.
109
:Sandra Leis [00:09:45]
Ja, genau, wenn Sie einen haben.
110
:Hildegard Aepli [00:09:47]
Ich gebe denen Raum und schaue,
111
:ob das etwas fruchtet oder nicht.
112
:Sandra Leis [00:09:52]
Hatten Sie selber nie Zweifel an diesem Projekt?
113
:Hildegard Aepli [00:09:53]
Daran kann ich mich jetzt
114
:nicht mehr erinnern. Meine Erinnerung ist,
dass mit diesem Blitzgedanken und mit dem
115
:Äussern nachher, ich habe ja dann angefangen
mit anderen Menschen darüber zu sprechen,
116
:vor allem zum Beispiel mit der reformierten
Kirchgemeinde St. Gallen Zentrum, weil da
117
:ging es ja um diese Kirche St. Mangen und den
Nachbau dieser Wiborada-Zelle. Und da habe ich
118
:beim ersten Kontakt gespürt, dass die Türen offen
sind. Und so ist es eigentlich weitergegangen.
119
:Ein ganz wichtiges Moment war das Gespräch mit
einem befreundeten Architekten. Wir überlegten,
120
:wie machen wir das? Stellen wir da einen
Container hin oder kaufen wir ein Gartenhaus?
121
:Und dann hat dieser Architekt gesagt, nein,
nein. Da muss etwas Solides hin. Und er hat
122
:ja dann in Freiwilligenarbeit, hat uns
seine ganze Architektenarbeit geschenkt,
123
:und das sind so wichtige Anfangsmomente gewesen,
wo ich gemerkt habe, es ist Zeit für die Wiborada.
124
:Sandra Leis [00:11:05]
:
125
:wurde nachgebaut und Sie waren die Allererste,
die sich da eine Woche reinsetzte. Wenn Sie
126
:sich zurückerinnern, was ist Ihre prägendste
Erinnerung an diese eine Woche in der Zelle?
127
:Hildegard Aepli [00:11:24]
Es gab eine ganz prägende Anfangserfahrung,
128
:ich wurde eingeschlossen von aussen von meinem
Patenkind und dann war plötzlich Ruhe nach einem
129
:umtriebigen Tag mit viel Vorbereitung und so.
Dann habe ich mich ein bisschen eingerichtet
130
:und dann habe ich mein Gebetbuch, das «Te
Deum», hervorgenommen und habe gelesen,
131
:was denn da für eine Tageslesung ist. Und da war
ein Text aus der Apostelgeschichte. Wo es hieß,
132
:dass der Petrus sich irgendwo einschliessen ließ.
Es ging um eine Heilung und mir ist einfach das
133
:so eingefahren, dieses Einschliessenlassen und ich
habe mich jetzt einschließen lassen. Das hat mich
134
:so dermassen getroffen, diese Übereinstimmung von
biblischem Tagestext und meiner Aktion. Und dann
135
:die ganz prägende Erfahrung am Schluss meiner
Woche. Ja, ich habe ja unterdessen mich dann
136
:mit Wiborada immer wieder beschäftigt gehabt,
bin jetzt eine Woche, siebenmal 24 Stunden,
137
:in der nachgebauten Zelle gewesen und am letzten
Tag oder am zweitletzten Tag sah ich plötzlich
138
:ein Bild wie eine Drohne so über der Stadt St.
Gallen. Ich sah den Stiftsbezirk, Klosterkirche,
139
:Stiftsbibliothek, Unesco-Weltkulturerbe, die
ganze Energie der Stadt St. Gallen liegt da drauf.
140
:Das ist wichtig in St. Gallen.
Und dann eben ganz bescheiden,
141
:die Kirche St. Mangen, das Wiborada-Grab,
das es nicht mehr gibt. Und dann sah ich, ja,
142
:die Stadt St. Gallen lebt mit einem weit offenen
Auge und mit einem geschlossenen Auge. Und das
143
:hat in mir dann die Wiborada-Geschichte nochmals
wie weiter runterrutschen lassen. Und es tauchte
144
:die Skandalenergie auf. Was für ein Skandal in
dieser Stadt, in diesem Geschichtsbewusstsein
145
:dieser Stadt, die einfach noch nicht
sieht, was diese Frau für diese Stadt ist.
146
:Sandra Leis [00:13:27]
Nochmal zu Ihrem Leben in
147
:der Zelle. Wurde es Ihnen da nie zu eng, dass Sie
dachten, ich will jetzt da raus, ich habe genug.
148
:Hildegard Aepli [00:13:35]
Die Enge war nicht mein Problem, aber die Stühle
149
:da drin sind nicht ganz so bequem. Und irgendwie
am Donnerstag konnte ich nicht mehr auf diesem
150
:Stuhl sitzen und ich sehnte mich nach Bewegung und
grünen Matten und Spaziergang und frischer Luft.
151
:Sandra Leis [00:13:57]
Dieses Projekt ist ja mehr als ein
152
:Selbsterfahrungstrip, es geht ja auch darum,
dass man Kontakt mit den Menschen aufnimmt,
153
:dass die Menschen zu einem kommen können, man
ist da, man ist präsent, man kann auch Fürbitten
154
:hinterlegen und die Inklusin oder der Inkluse
nimmt es dann mit in sein oder ihr Gebet. Erinnern
155
:Sie sich noch, was für Menschen sind zu Ihnen
gekommen, und was haben sie Ihnen anvertraut?
156
:Hildegard Aepli [00:14:25]
Ja, also zuerst mal war ich überrascht,
157
:wie viele Menschen kamen. Ich hatte 147 Besuche in
dieser Woche und eine grosse Menge an Fürbitten.
158
:Und die Fürbitten der Kinder, die haben mich
umgehauen. Ja, weil da standen halt so ehrliche
159
:Sätze wie Lieber Gott, mein Vater trinkt und
dann eine Bitte. In dieser Dünnhäutigkeit,
160
:in der man dann ist, auch in dieser
Zelle, es hat mich erschüttert. Ja,
161
:und an eine Begegnung erinnere ich mich mit einem
Mann, den kannte ich, der kam. Ich öffnete das
162
:Fenster und da kam fadegrad eine Geschichte,
die ihm schwer auflag. Die legte er einfach
163
:so hin und da staunte ich einfach darüber, dass
er so gezielt kam, um das bei mir zu deponieren.
164
:Sandra Leis [00:15:21]
Wer sich da einsperren lassen wollte
165
:für eine Woche, musste sich bewerben. Welche
Kriterien haben Sie da gesetzt in der Gruppe?
166
:Hildegard Aepli [00:15:32]
Ja, es ist eine ganze Reihe von Kriterien. Also,
167
:die Leute haben sich verpflichtet, an drei
Vorbereitungstreffen teilzunehmen. Sie mussten
168
:sich mit Wiborada auseinandersetzen. Dann haben
wir gefragt, bist du psychisch stabil? Nimmst du
169
:Medikamente? Hast du eine Gebetspraxis? Kannst du
alleine sein? Bist du bereit, mit diesen Anliegen,
170
:von denen wir gerade gesprochen haben, für die
Menschen, die ein Anliegen hinterlegen, zu beten?
171
:Das mussten die Leute alles schriftlich
beantworten bei der Bewerbung.
172
:Sandra Leis [00:16:07]
Dann haben Sie auch
173
:welche abgelehnt? Also hatten Sie genug
Anfragen, Menschen, die das machen wollten’
174
:Hildegard Aepli [00:16:12]
Wir haben in den letzten
175
:Jahren immer fast doppelt so viele
oder noch mehr Bewerbungen gehabt.
176
:Sandra Leis [00:16:19]
Sie konnten auswählen, heisst das?
177
:Hildegard Aepli [00:16:21]
Wir mussten auswählen, und die
178
:negative Seite war, dass es
Absagen gab für manche Bewerbende.
179
:Sandra Leis [00:16:30]
Darf ich fragen, hat jemand,
180
:der eine Zusage bekommen hat, dann das
auch mal abbrechen müssen nach vier,
181
:fünf Tagen, weil sie oder er es einfach
nicht mehr ausgehalten hat in der Zelle?
182
:Hildegard Aepli [00:16:39]
Bis heute nicht.
183
:Sandra Leis [00:16:41]
Nicht passiert?
184
:Hildegard Aepli [00:16:42]
Nein.
185
:Sandra Leis [00:16:43]
Und trotzdem, Sie haben gesagt,
186
:man werde auch sehr dünnhäutig. An
was liegt das, was vermuten Sie?
187
:Hildegard Aepli [00:16:48]
Es ist dieses Eingeschlossensein und es sind
188
:die Erfahrungen, die man in dieser Woche macht,
die einzigartig sind. Eine Erfahrung ist ja auch,
189
:die Eingeschlossenen sind total angewiesen auf
die Versorgung von aussen. Sie haben keinen
190
:Kühlschrank, keinen Kochherd. Das Essen wird
gebracht, und sie wissen nicht von wem. Es kommt
191
:jemand, eine freiwillige Person, die eine warme
Mahlzeit zu Hause vorbereitet hat und beschenkt
192
:diese Inklusin oder diesen Inklusen mit dem Essen.
Und am Morgen kommt immer eine Seelsorgerin oder
193
:ein Seelsorger, bringt ein frisches Brot,
bringt frisches Wasser und kommt für ein
194
:seelsorgerliches Gespräch. Das ist mit ein Grund
denke ich auch, warum niemand abbrechen konnte,
195
:weil wir wirklich gesagt haben, diese Menschen
müssen geistlich begleitet werden in dieser Zeit.
196
:Sandra Leis [00:17:41]
In der Vorbereitung auf
197
:diese Podcast-Folge bin ich in
«St. Galler-Tagblatt» auf einen
198
:Artikel gestossen mit dem Titel «Der letzte
Versuch für ein Jubiläum». So stand das in
199
:«St. Galler Tagblatt» vor zwei Jahren.
Was ist in der Zwischenzeit passiert?
200
:Hildegard Aepli [00:17:59]
Genau, wir haben früh
201
:verschiedenen Menschen gesagt, unter anderem
der Stadt Sankt Gallen, der Stadtpräsidentin,
202
:dass wir, unser ökumenisches Team, nicht
die Kapazität haben für ein Jubiläumsjahr,
203
:um etwas Zusätzliches noch aufzugleisen.
Und außerdem war es uns ein Anliegen,
204
:die Wiborada aus dem kirchlichen Kreis
herauszuholen, weil wir sahen, welche
205
:Relevanz sie hat für uns als Gesellschaft, für uns
als Kultur hier vor Ort. Ja, und diese Versuche
206
:sind immer gescheitert mit diesen Gesprächen.
Also man hat uns immer gesagt, ja genau, klar,
207
:das braucht ein Jubiläum unbedingt. Und wenn
es dann aber konkret darum ging, um personelle
208
:oder finanzielle Ressourcen, dann ist das immer
wieder versandet. Und dann gab es einen Stadtrat,
209
:der hat gesagt, das kann doch gar nicht sein,
diese Frau muss gewürdigt werden und das war
210
:ein entscheidender Impuls. Und dann gab es
eine Sitzung mit der Stadtratspräsidentin,
211
:mit diesem zweiten Stadtrat und da wurde dann
beschlossen, dass es eine kleine finanzielle
212
:Basis gibt, um ein Vorprojekt zu starten. Eine
Kommunikationsfrau wurde dafür angefragt und die
213
:hat eine Projektskizze mit uns zusammen und mit
einigen Leuten, die für Brainstorming gefragt
214
:wurden, erstellt. Und sie selber ist dann aber
wieder abgesprungen, aber auf dieser Basis ist
215
:es schlussendlich wirklich im letzten Moment,
eigentlich erst letztes Jahr im März, haben wir
216
:diesen Wiborada-Jubiläumsverein gründen können
und da ist jetzt auch viel ins Rollen gekommen.
217
:Sandra Leis [00:19:39]
Wenn man sich das anschaut auf der
218
:Webseite, das ist ein sehr umfangreiches Programm
durch das ganze Jahr hindurch. Ausstellungen,
219
:Diskussionen, auch partizipative Möglichkeiten.
Und was anders ist als in den anderen Jahren,
220
:an jedem Tag sitzt ein Mensch in der Zelle.
Also es gibt immer noch diese Wochen dann,
221
:die sind im Mai, aber seit Januar sitzt ein Mensch
den ganzen Tag in der Zelle. Wie schwierig oder
222
:wie einfach war es da, Menschen zu finden, die
im Winter in der Zelle sitzen den ganzen Tag?
223
:Hildegard Aepli [00:20:15]
Schnell vorweg, wir haben eine
224
:kleine Heizung in der Zelle, es ist da nicht
kalt und da sind auch alle immer überrascht,
225
:wenn sie in die Zelle reinkommen und merken,
ist das gemütlich hier. Aber die andere Frage,
226
:ja, wir habe uns zum Ziel gesetzt, vom 1.
. Dezember:
227
:Tag jemand in der Zelle präsent sein
wie Wiborada. Ja, wir haben die ersten
228
:Tage im Januar, haben sich eigentlich schnell
gefüllt und zwar mit ehemaligen Inklusinnen.
229
:Sandra Leis [00:20:49]
Für die war es keine Sache,
230
:natürlich. Die waren es ja schon gewohnt.
231
:Hildegard Aepli [00:20:52]
Genau. Und dann sagten wir uns,
232
:wenn es uns gelingt, den Januar und dann auch den
Februar zu füllen, dann fliegt das wahrscheinlich,
233
:weil dann genug Menschen drin waren, die
anderen sagen, hey, das musst du auch machen,
234
:das ist toll, so ein Tag, eine andere Erfahrung
und so. Und so ist es jetzt auch gekommen.
235
:Es ist ja jetzt ausgebucht, ich habe jetzt
nicht mehr den Blick, Mitte August bestimmt.
236
:Sandra Leis [00:21:18]
Und Sie haben auch
237
:stadtprominente Persönlichkeiten, die sich
da reinsetzen. Beispielsweise Bischof Beat
238
:Grögli war während der Fastenzeit an
einem Samstag präsent einen ganzen Tag.
239
:Und auf der Webseite habe ich gelesen, auch die
von Ihnen schon erwähnte Stadtpräsidentin Maria
240
:Pappa wird im Juni einen Tag in der Zelle
verbringen. Sind solche Persönlichkeiten
241
:Publikumsmagnete? Kommen da noch mehr Leute? Das
stelle ich mir jetzt mal vor, aber ist das so?
242
:Hildegard Aepli [00:21:47]
Ich glaube nicht.
243
:Sandra Leis [00:21:49]
Warum? Hemmschwelle?
244
:Hildegard Aepli [00:21:52]
Also es gab bei Bischof Beat bestimmt Besuchende,
245
:aber ich bin ja im Kontakt fast jeden Tag mit den
Leuten. Es gibt Leute, die haben 25 bis 30 Besuche
246
:pro Tag. Es kommt immer ein bisschen darauf an,
wie man selber Werbung macht im eigenen Umfeld und
247
:sagt, komm mal vorbei. Ja. Aber wir haben auch
gedacht, zum Beispiel war Marius Tschirky, ein
248
:bekannter Musiker mit Kinderliedern, einen Tag in
der Zelle, und er hatte praktisch keinen Besuch.
249
:Da hätten wir gedacht, dass er so magnetisch
wirkt, das ist aber nicht eingetroffen.
250
:Sandra Leis [00:22:27]
Das Projekt selbst verkündet jeden
251
:Tag auf Social Media, wer jetzt da ist und auch
noch warum. Das finde ich interessant zu lesen,
252
:weshalb sich diese Person jetzt entschieden hat
zu sitzen. Also gibt auch noch einen kurzen Text.
253
:Hildegard Aepli [00:22:41]
Ja, das ist total spannend,
254
:was die Leute schreiben.
255
:Sandra Leis [00:22:44]
Was sie schreiben, finde ich eben auch spannend.
256
:Ende Jahr schließen Sie dieses Projekt ab,
257
:weil Wiborada 1100 Jahre tot ist. Das war
von Anfang an klar, dass:
258
:Die Zelle wird zurückgebaut. Aber was bleibt
jetzt? Gibt es hier einen Gedenkort und eine
259
:Tafel? Gibt's da schon Pläne, wie man jetzt
künftig an Wiborada erinnern soll oder will?
260
:Hildegard Aepli [00:23:14]
Das ist im Moment noch nicht spruchreif. Es ist
261
:auch noch gar nichts entschieden. Es ist nur von
uns her entschieden, dass wir abschließen werden,
262
:dass wir das Projekt beenden werden. Wir
haben auch die Auflage von der Stadt her
263
:mit der Baubewilligung der Zelle. Das mussten wir
jedes Jahr neu einholen und der Denkmalschutz. Ja,
264
:letztlich ist es eine grosse Frage der
reformierten Kirchgemeinde St. Gallen Zentrum,
265
:was sie sich vorstellen, was an diesem
Wiborada-Ort in Zukunft geschehen soll.
266
:Da laufen diese Überlegungen erst
noch, das ist noch nicht geboren.
267
:Sandra Leis [00:23:55]
Sie haben sich jetzt insgesamt
268
:sieben Jahre mit Wiborada intensiv beschäftigt.
Sie haben:
269
:2021 ist es dann losgegangen. Was würden Sie
jemandem raten, der auch ein Projekt stemmen
270
:möchte? Was ist das Wichtigste, wenn man so
etwas in Angriff nehmen will und auch durchzieht?
271
:Hildegard Aepli [00:24:21]
Ja, das Wichtigste ist bei mir jetzt der
272
:Blitzgedanke gewesen und dann die Entscheidung,
ich gebe dem Raum, also ich investiere mich und
273
:für mich ist es auch immer klar gewesen, wenn
die Türen nicht aufgehen, dann gebe ich es sofort
274
:wieder her. Dann habe ich es versucht und ich boxe
nichts durch, sondern da, wo die Türen aufgehen,
275
:da gehe ich mit, da scheint etwas reif zu sein,
und für mich ist das ein wichtiges Kriterium.
276
:Sandra Leis [00:24:54]
Wer ein langjähriges Projekt stemmt
277
:und es dann zu Ende bringt, fällt manchmal
auch in ein Loch. Kennen Sie dieses Gefühl?
278
:Hildegard Aepli [00:25:06]
Nein.
279
:Sandra Leis [00:25:07]
Dann kommt das Nächste.
280
:Oder wie gehen Sie damit um? können
Sie das einfach gut abschließen?
281
:Hildegard Aepli [00:25:12]
:
282
:mit den Frauen ein grosses Pilgerprojekt
nach Rom. Und danach gab es noch ein Buch,
283
:also die Arbeit ging noch weiter. Und danach
kam die Idee mit dem Wiborada-Projekt. Also
284
:das ging irgendwie vom einen ins andere über.
Ja, jetzt mal schauen. Vielleicht habe ich
285
:dann ein Loch nächstes Jahr. Für mich wäre es
auch in Ordnung, ein bisschen mehr Freizeit
286
:zu haben und in einem Loch, in den Löchern
entstehen ja immer da, wo etwas fehlt oder da,
287
:das ist für mich wie auch der Humus oder der
Boden, wo dann das Neue wieder sprießen kann.
288
:Sandra Leis [00:25:59]
289
:Sie haben es gesagt, für eine Kirche
mit den Frauen, so hieß und heißt der
290
:Slogan. Sie kämpfen seit vielen Jahren für mehr
Gleichberechtigung in der katholischen Kirche.
291
:Sie sind nach Rom gepilgert, nur weder Papst
Franziskus noch Kurt Koch, der Kardinal, der
292
:Schweizer Kardinal haben Sie empfangen. Hildegard
Aepli, wie gehen Sie mit Enttäuschungen um?
293
:Hildegard Aepli [00:26:24]
In diesem Fall bin ich dieser Enttäuschung schon
294
:lange vorher begegnet. Ich habe nämlich unserem
Team schon ein Jahr bevor wir losgelaufen sind,
295
:gesagt, jetzt stellt euch mal vor, wir investieren
uns jetzt vorbereitungsmässig mit zig Stunden für
296
:dieses Projekt. Dann laufen wir sieben Wochen
lang nach Rom, investieren Zeit, Geist und Geld.
297
:Und in Rom werden wir nicht empfangen. Stellt
euch das mal vor und es ist mir wichtig, dass
298
:wir unsere Entscheidung vor diesem Hintergrund
fällen. Machen wir es trotzdem? Oder machen wir
299
:uns davon abhängig, was in Rom geschieht? Und
es haben alle gesagt, wir machen es trotzdem.
300
:Also von daher war die Enttäuschung schon
mal ein bisschen abgefedert. Und es ist
301
:einfach auch Realismus. Weil wir haben dem
Papst vorgängig über sein Staatssekretariat
302
:Briefe geschrieben. Auch Kurt Koch haben wir
geschrieben und die Antworten kamen schriftlich,
303
:nicht gerade sofort, aber sie kamen irgendwann,
und es hieß klar, dass wir nicht empfangen werden.
304
:Sandra Leis [00:27:35]
Also Sie wussten das schon,
305
:wollten aber gleich wohl ein Zeichen setzen.
Sie bleiben hartnäckig. Ich habe gelesen,
306
:dass am 2. Mai, also das ist dann der Todestag
von Wiborada, es auch wieder eine Pilgereise,
307
:also eine kleinere, hier in der Umgebung gibt.
Und auch da ist wieder der Slogan da, für eine
308
:Kirche mit den Frauen. Also es ist Ihnen bis heute
ein grosses Anliegen und das ziehen Sie durch.
309
:Hildegard Aepli [00:28:01]
Ja, das war die Entscheidung
310
:dann nach diesem Pilgern nach Rom. Was kann
denn davon weitergehen? Und hier im Bistum St.
311
:Gallen haben wir gesagt, wir machen am 2.
Mai, dem Wiborada-Tag, einen Pilgertag,
312
:wo wir das einfach wachhalten, dieses
Anliegen für eine Kirche mit den Frauen.
313
:Sandra Leis [00:28:21]
Sie bleiben da dran,
314
:an diesem Thema, doch Hand aufs Herz, puncto
Frauenfrage. Was hat sich in diesen zehn Jahren,
315
:sind es jetzt ja 2016 bis heute, zehn Jahren
positiv entwickelt aus Ihrer Sicht für die Frauen?
316
:Hildegard Aepli [00:28:38]
Wenn man einfach so kurz drüberschaut,
317
:könnte man sagen, es bewegt sich nichts.
Jetzt gab es aber im März im Kloster Fahr
318
:eine Tagung von einer Gruppe, die sich da
regelmässig trifft, zusammen mit der Priorin
319
:Irene. Und die haben sich gesagt, wir machen ein
Wochenende, wo es darum geht, zurückzuschauen,
320
:was ist geschehen in diesen zehn Jahren.
Professorin Eva-Maria Faber und Professor
321
:Franz Mali waren da. Und Franz Mali hat eine
kleine Recherche gemacht. Was lässt sich denn
322
:konkret sagen, was in diesen zehn Jahren sich
verändert hat? Und das dann von ihm so zu hören,
323
:war dann für mich doch eindrücklich. Von
geschieht schon was. Es ist einfach nicht da,
324
:wo wir Schweizerinnen oder Mitteleuropäer,
fortschrittlich Denkende uns das wünschen.
325
:Da sind wir längst nicht und das ist für
diese Pioniere oder ja, ist das immer hart
326
:und frustrierend. Aber es ist heilsam, dann
im Kleinen zu sehen, was geschieht. Und für
327
:mich ist die Synodalität, die Papst Franziskus
uns aufgetragen hat, als Erbe mitgegeben hat,
328
:ist für mich schon auch ein wichtiger Schlüssel
für Entwicklung, nochmals von einem anderen
329
:Ansatz her. Ich finde ihn unglaublich klug und
hilfreich. Also diese synodale Gesprächskultur.
330
:Sandra Leis [00:30:10]
Und Frauen hatten ja da
331
:auch zum ersten Mal ein Stimmrecht. Also Sie
denken an solche Schritte, wenn ich Sie richtig
332
:verstehe oder dass Frauen in Führungspositionen
berufen wurden. Da gibt es ja auch verschiedene.
333
:Hildegard Aepli [00:30:21]
Vor zehn Jahren haben wir gesagt, ja, der
334
:Papst beruft ja Frauen in diese Untersekretariate.
Aber unterdessen haben sie richtig grosse
335
:Verantwortung. Und das finde ich auch wichtig
zu sehen. Es beginnt klein, aber es wächst.
336
:Sandra Leis [00:30:37]
Glauben Sie, dass Papst Leo
337
:XIV. sich für Gleichberechtigung
der Geschlechter einsetzen wird?
338
:Hildegard Aepli [00:30:44]
Da muss ich jetzt ehrlicherweise sagen,
339
:dass ich diese Frage noch nicht beantworten kann.
Ich glaube, er hat schon mal was in eine andere
340
:Richtung gesagt. Ich habe so etwas mal gehört.
Aber das ist für mich immer schwierig, weil
341
:ich mich dann nicht vertieft dem widme und ich
finde, das schnelle oberflächliche mir ein Bild
342
:machen gefährlich. Ich finde, er ist jetzt einfach
sackstark mit seinen Worten den Kriegen gegenüber.
343
:Sandra Leis [00:31:12]
Sie haben vorhin gesagt,
344
:Sie können sich auch vorstellen, künftig
ein bisschen mehr Freizeit zu haben. Gibt
345
:es trotzdem etwas, was Sie denken, das
packe ich vielleicht an, im 27 oder 28?
346
:Hildegard Aepli [00:31:26]
Es gibt ein Projekt,
347
:das jetzt schon am Laufen ist. Das sind die
grossen ökumenischen Exerzitien im Alltag.
348
:Die boomen ja gerade. Und da bin ich daran, das
ugleisen. Das wäre dann für:
349
:spruchreif. Da bin ich dann schon pensioniert.
Und das werde ich aber trotzdem begleiten.
350
:Sandra Leis [00:31:50]
Hildegard Aepli, vielen Dank für dieses Gespräch
351
:und viel Energie und Power für das Wiborada-Jahr,
. Dezember:
352
:Hildegard Aepli [00:32:01]
Ich danke auch sehr für dieses Gespräch.
353
:Sandra Leis [00:32:07]
Das ist die 68. Folge des Podcasts «Laut + Leis».
354
:Zu Gast war die Theologin Hildegard Aepli. Sie
hat das Wiborada-Projekt in SG initiiert. Alle
355
:Links zum Jubiläum findet ihr in den Shownotes.
Über Feedback freuen wir uns: Schreibt gerne per
356
:Mail an [email protected] oder per WhatsApp auf die
Nummer 078 251 67 83. Und: Abonniert den Podcast
357
:und bewertet ihn positiv, wenn er euch gefällt.
In der nächsten Folge von «Laut + Leis» begrüsse
358
:ich Graziella Contratto. Die international
tätige Dirigentin und Musikpädagogin wagt
359
:mit bald 60 den Schritt in die Literatur und
hat soeben ihren ersten Roman veröffentlicht.
360
:Darin schreibt sie über ihre katholische Kindheit
in der Innerschweiz und verrät, wie sie die
361
:Tonhöhe der Kirchenglocke erkennt. Bis in zwei
Wochen – und bleibt laut und manchmal auch leise.