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Leadership – Rita Famos lässt Chefinnen zu Wort kommen
Episode 7310th July 2026 • Laut + Leis • kath.ch
00:00:00 00:32:39

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Shownotes

Rita Famos ist die erste Präsidentin der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (EKS). In ihrem Buch «Leadership. Weibliche Perspektiven» versammelt sie Texte von 18 Führungspersönlichkeiten. So unterschiedlich ihre Biografien sind, etwas verbindet alle Frauen: geteilte Erfahrungen.

Die Themen dieser Folge:

  • Im Juni 2026 ist Rita Famos mit einem Glanzresultat im Amt bestätigt worden: Was ist ihr Erfolgsrezept?
  • Die EKS steckte 2020 in einer veritablen Krise, hinzu kam Corona: Ist Famos besonders furchtlos?
  • Stichwort Führung: Wer hat die heute 60-Jährige geprägt oder zumindest inspiriert?
  • Religiöse Organisationen als Hort der Tradition: Ist es für eine Frau schwieriger, in der Kirche Karriere zu machen als anderswo?
  • 16 Frauen aus verschiedenen Konfessionen und Religionen schreiben über Leadership, Männer habe abgelehnt: Warum?
  • Zwei Essays stammen von Führungspersönlichkeiten ausserhalb der Kirche: Weshalb gerade Karin Lenzlinger und Stephanie von Orelli
  • Es gibt weder einen männlichen noch einen weiblichen Führungsstil, so der Tenor, doch es gibt geteilte Erfahrungen: Welche?
  • Hang zur Harmonie oder «fear of friction»: Was bedeutet die Scheu vor Konflikten für Transformationen in religiösen Organisationen?
  • Gleichberechtigte Teilhabe der Geschlechter sei kein Nice-to-Have, sondern ein theologischer Imperativ, schreibt Rita Famos. Warum?
  • Das Buch von Rita Famos (Hg.): «Leadership. Weibliche Perspektiven», 283 Seiten, Theologischer Verlag Zürich 2026.

Transcripts

Speaker:

Rita Famos [00:00:01]

Das ist der Schlüsselmoment, den alle Frauen durchleben müssen. Diese Widersprüche, auch überhöhte Erwartungen. Ich meine diese Zeitungsartikel über mich, als ich dieses Amt antrat, die haben mich total irritiert und auch überfordert. Ich habe gesagt, ich bin nicht die Hoffnung. Wir können nur miteinander diese Krise überwinden. Und dort zu sich selber zu finden und sich da nicht zu irritieren zu lassen, weil es ist eigentlich eine Falle, die sich uns stellt.

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Sandra Leis [00:00:37]

Das sagt Rita Formos, die Präsidentin der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz. Sie hat soeben das Buch «Leadership. Weibliche Perspektiven» herausgegeben. Darin schreiben 18 Frauen vorwiegend aus dem kirchlichen Umfeld über ihre Herausforderungen und ihren Führungsstil und sagen auch, was es braucht, um zu reüssieren. Ich bin Sandra Leis und besuche meinen Gast in der Zentrale der Evangelisch-reformierten Kirche in Bern. Rita Formos. Herzlich willkommen zu unserem Gespräch.

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Rita Famos [00:01:10]

Vielen Dank, dass Sie die Reise zu mir unternommen haben. Ich freue mich darauf.

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Sandra Leis [00:01:15]

Im Juni sind Sie mit einem Glanzresultat als oberste Reformierte der Schweiz bestätigt worden. Auf den Punkt gebracht: Was ist Ihr Erfolgsrezept?

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Rita Famos [00:01:27]

Ich glaube, es ist, dass ich Menschen einbeziehe in meine Position, in meine Führungsfunktion. Ich glaube, die Leute finden sich wahrgenommen mit ihren Fähigkeiten, mit ihren Ausgangslagen, und ich glaube, das ist ein Teil, wie ich führe, und das wird sehr geschätzt.

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Sandra Leis [00:01:50]

den wir kurz zurück ins Jahr:

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Rita Famos [00:02:30]

Ja, man sagt das mir ein bisschen nach. Ich kann mich noch erinnern, in meiner Jugendgruppe hatten wir so eine Aufgabe zu lösen, und da hat mir ein Kollege gesagt, du bist wirklich mutig. Darüber habe ich noch gar nie nachgedacht. Ich denke, ich nehme Herausforderungen an und es wird mir erst im hinein dann mal bewusst, wie schwierig das war. Aber ich glaube, das ist eine Eigenschaft von mir.

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Sandra Leis [00:02:55]

Braucht es ja schon. Das Medienecho damals, das war sehr groß, und in Ihrem Buch «Leadership. Weibliche Perspektiven» schreiben Sie in der Einleitung: «Ich rieb mir die Augen und fragte mich, ob denn nur die Tatsache, dass ich eine Frau war, mir diese Aufmerksamkeit schenkte.» Wie ist Ihre Antwort heute auf diese Frage?

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Rita Famos [00:03:19]

Ja, ich glaube, es hat damit zu tun, dass, für mich war es immer selbstverständlich, als Frau Rollen auszuführen. Deshalb war ich so erstaunt über dieses Echo. Und heute oder so während den fünf Jahren habe ich gemerkt, nein, es ist nicht überall selbstverständlich, als Frau solche Rollen, Funktionen auszufüllen. Und deshalb reibe ich mir nicht mehr so sehr die Augen, insbesondere auch weil Frauen Ähnliches beschreiben in ihren Beiträgen in meinem Buch, dass auch sie, also Emmanuelle Seyboldt oder auch Anna-Nicole Heinrich, Frankreich, Deutschland, überall eigentlich emanzipierte Länder, wo auch das so für Echo gesorgt hat. Das hat, glaube ich, auch zu tun, wie es auch Karin Keller-Sutter schreibt, dass Religionen eher traditionell patriarchal konnotiert werden und deshalb das Erstaunen, dass jetzt eine Frau an der Spitze einer Religionsgemeinschaft, einer Kirche steht.

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Sandra Leis [00:04:23]

Sie galten aber auch als Hoffnungsträgerin und mussten die reformierte Kirche aus der Krise führen. Ist Ihnen das gelungen?

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Rita Famos [00:04:32]

Das sollen dann die Geschichtsschreibenden beurteilen, ich weiss es nicht, aber was ich spüre, ist schon eben gerade jetzt auch in dieser Wiederwahl, man hat sich wieder zusammengerauft, die Teams, die Gremien waren gespalten, die einen bedauerten diese schwierige Situation, die anderen begrüssten den Wechsel, und hier das zusammenzuführen und zu sagen, hey, jetzt müssen wir uns aufmachen in ein neues Kapitel. Ich glaube, das ist mir schon gelungen. Und auch die Aufarbeitung und auch das Thema zu platzieren, das war nicht ein Einzelfall. Wir haben ein Problem in unserer Kirche mit der Machtfrage, mit Missbrauch. Auch wir haben ein Problem und das hat man anerkannt und ist daran, das aufzuarbeiten, Maßnahmen zu greifen. Ich glaube, das ist mir schon gelungen, aber es hat noch ganz viele Herausforderungen, die werde ich dann auch weitergeben an eine nachfolgende Person.

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Sandra Leis [00:05:38]

Wenn Sie sich ein bisschen zurückerinnern, wer hat Sie am meisten geprägt oder inspiriert im Thema Führung?

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Rita Famos [00:05:47]

Ich glaube, das ist nicht eine Person, das sind verschiedene. Ich beginne immer bei meiner Mutter, weil für sie war das selbstverständlich – sie war alleinerziehend –, ihre Frau zu stehen. Für mich war das nie eben ein Zweifel, dass Frauen alles tun können, weil meine Mutter hat alles getan, uns erzogen, gearbeitet, eine Freizeit gestaltet, wenn noch irgendetwas übrigblieb. Das war für mich eigentlich ein unbewusstes Vorbild.

Je mehr ich reflektiere, merke ich, das habe ich irgendwie eingesogen mit der Muttermilch. Dann waren aber auch zum Beispiel politische Frauen, also gerade die ersten Bundesrätinnen, die ersten Parlamentarierinnen, die waren für mich sehr wichtig, wenn ich ihre Biografien gelesen habe, wie sie da ihre Frau gestanden haben. Und dann ganz viele Frauen, die auch hier im Buch vorkommen, eine Karin Lenzlinger, die ich sehr früh kennengelernt habe in Uster, weil sie auch aus Uster ist, eine Unternehmerin, wie sie da ihr Familienunternehmen übernommen hat von ihrem Vater mit ihrer Schwester zusammen und das weiterentwickelt hat. Also es gibt keine einzelnen Personen, es gibt ganz viele, die mit unterschiedlichen Aspekten ihrer Frau gestanden sind.

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Sandra Leis [00:07:09]

Kommen wir zum Buch. Darin schreiben 18 Frauen über weibliche Leadership. Wie definieren sie Leadership?

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Rita Famos [00:07:18]

Leadership hat zwei Aspekte. Das eine ist so das Visionäre, eine Idee zu haben, wohin man will, was man gestalten will, wo die Herausforderungen sind und wie man sie anpacken will. Das ist das eine. Und das andere ist das Handwerk. Das ist vielleicht eher das Management. Also wie bringt man Prozesse in Gang? Wie integriert man die verschiedenen Machtkräfte? Wie ändert man Strukturen, Change-Management, das ist dann das Handwerk. Und ich glaube, das gehört zusammen. Und etwas Drittes muss ich noch ergänzen, die Beziehungen.

Welche Menschen werden mir anvertraut, miteinander zu führen? Bei uns in der reformierten Kirche oder in einer demokratischen Struktur wähle ich mir ja die Leute, mit denen ich führen will, nicht selber aus. Operativ vielleicht dann schon das Team, aber die, die mit mir im Gremium sitzen, das ist das Volk, das sie wählt, wir sind ein Rat von sieben und die, die man mir zumutet, mit denen führe ich, und das ist eine grosse Beziehungsarbeit auch, die mal wahrzunehmen, welchen Hintergrund bringen sie, welche Ideen bringen sie und wie raufen wir uns zusammen als Team. Und das ist so der dritte Aspekt, also das Visionäre, das Management. Aber dann eben auch der Beziehungs- und Gestaltungsaspekt mit den Menschen, die einem da mit auf den Weg geschickt werden.

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Sandra Leis [00:08:50]

Und was war eigentlich der Auslöser für dieses Buch? Ihre Agenda ist gefüllt, wie ich weiß. Was war der Auslöser, jetzt dieses Buch herauszugeben über weibliche Leadership?

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Rita Famos [00:09:02]

Die Idee kam mir, als ich mir überlegt habe, ob ich noch einmal kandidiere für eine letzte Amtsdauer. Ich habe eine Amtszeitbeschränkung. Und da habe ich mir so überlegt, was war denn das Wertvolle auch, das ich mitnehmen möchte. Und da sind mir all die Frauen in den Sinn gekommen, die ich in diesen fünf Jahren angetroffen habe und mit denen ich auf eine sehr ermutigende Weise austauschen konnte über unsere Führungserfahrung. Das ist interessant, mit Frauen habe ich immer anders gesprochen über unsere Führungserfahrung als mit Männern. Ich habe auch mit vielen Männern mich ausgetauscht, all diese Bischöfe, Präses, da war es immer sehr häufig sehr sachliche, fachliche Gespräche, die habe ich auch sehr geschätzt, und mit den Frauen war es immer sehr persönlich. Und es hat mich sehr berührt, welche Erfahrungen sie gemacht haben.

Vieles war total unterschiedlich, aber einiges war gemeinsam. Ich dachte, ich will das zeigen. Ich will zeigen, wie diese Frauen führen. Und das andere ist, ich habe auf meinen Reisen Kirchenkontexte, evangelische Kirche, reformierte Kontexte kennengelernt. Die haben zwar Frauen ordiniert oder ordinieren Frauen, aber Frauen sind noch nicht in Führungsposition angekommen. Und meine Idee war auch, zu zeigen, wie der Weg anderer Frauen war, um diese Frauen in anderen Kontexten zu ermutigen, deshalb wird es dann auch auf Englisch noch übersetzt, das Buch, für diesen internationalen Kontext. Es waren diese zwei Ideen, die ich hatte.

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Sandra Leis [00:10:40]

Es gibt ja auch englischsprachige Beiträge, französische, die meisten sind auf Deutsch. Alle haben in ihrer Muttersprache geschrieben. Wie haben Sie diese 18 Autorinnen ausgewählt?

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Rita Famos [00:10:52]

Ich wollte drei Bereiche eigentlich: Ich wollte Kirchenfrauen, und ich wollte auch Frauen aus anderen Religionen und anderen Kontexten, also Politik, Beruf und ich wollte auch Männer, die schreiben.

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Sandra Leis [00:11:09]

Hat aber keinen drin.

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Rita Famos [00:11:11]

Am Schluss, genau. Und dann habe ich ganz viele angefragt und das sind diese 18, die zugesagt haben. Die meisten, die abgesagt haben von den Frauen, haben gesagt, das sei eine wunderbare Idee, aber sie haben einfach keine Zeit. Das sind die, die habe ich alle aktiv ausgewählt. Ein paar weitere, die ich auch gerne gehabt hätte, hatten einfach keine Zeit. Die Männer waren sehr zurückhaltend. Sie haben alle abgesagt, weil sie gesagt haben, das sei nicht mein Thema, sie haben sich nicht getraut. Das ist schade. Es ist aber schön, dass jetzt diese 18 Frauen da versammelt sind.

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Sandra Leis [00:11:51]

Beispielsweise ist da Simone Curau-Aepli, sie spricht auch von einer Trotzkraft, das ist ein Begriff, der mir gut gefällt und den braucht sie besonders auch in der römisch-katholischen Kirche. Die Frauenärztin Stephanie von Orelli schreibt auch, oder die Theologinen Brigitta Rotach und Silvia Schroer, auch eine katholische Theologin, die lange Professorin war hier in Bern. Es gibt auch muslimische Frauen, die schreiben, also die Palette ist wirklich breit. Und ökumenische Zusammenhänge, also man muss sich das wirklich auch so vorstellen, und Sie haben das dann lustigerweise nicht gruppiert nach irgendwelchen Kriterien, sondern einfach alphabetisch.

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Rita Famos [00:12:31]

Genau, wir haben uns lange überlegt, wie wollen wir das jetzt gruppieren, und es gab aber auch dann Überschneidungen, die katholische Frau, die an der evangelischen Fakultät Professorin ist. Und da haben wir gemerkt, nein, wir machen es einfach alphabetisch, dann findet man auch schnell, und die Beiträge sind alle so unikat, dass man sie gar nicht irgendwie gruppieren kann.

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Sandra Leis [00:12:56]

Sie haben vorhin Karin Keller-Sutter erwähnt, die Bundesrätin, und sie schreibt eben, gerade religiöse Organisationen sind ein Hort der Tradition. Ist es denn für eine Frau schwieriger, in der Kirche Karriere zu machen, als anderswo?

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Rita Famos [00:13:11]

Nein, das glaube ich eben nicht. Also in der reformierten Kirche sowieso nicht, weil wir ja eigentlich so parallel mit der Schweizer Gesellschaft häufig auch ein bisschen als Vorläuferinnen, also die reformierte Kirche war manchmal weiter, auch heute, ich bin eigentlich stolz, unser Frauenanteil in der nationalen Synode ist höher als der Frauenanteil im Nationalrat. Der Kontext ist entscheidend, und da gibt es patriarchale Kontexte auch in Unternehmen, wie Simone Curau schreibt, die war ja zuerst in der Baubranche, Karin Lenzlinger auch. Das sind auch patriarchale Strukturen, die man zuerst durchwälzen muss, bevor Frauen führen können.

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Sandra Leis [00:14:02]

Sie sagen jetzt, im reformierten Kontext in der Schweiz sei das kein Problem. Im Buch schreiben Sie allerdings, wenn man dann interreligiös unterwegs ist, das sind Sie auch, oder ökumenisch und auch im internationalen reformierten Kontext, das sei es noch keine Selbstverständlichkeit, als Frau eine Führungsposition zu haben. Und Sie schreiben sogar, das könne Irritation auslösen. Können Sie ein Beispiel nennen? Da schreiben sie keins im Buch.

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Rita Famos [00:14:30]

Stimmt, ich schreibe keines. Irritation würde ich jetzt nicht sagen, aber als es darum ging, im Rat der Religionen jetzt zu schauen, wer wird die nächste Vorsitzende, da war dann schon zuerst ein Zögern. Also die einen sagten, ja wir wollen gerade eine Frau, um zu zeigen, Religionsgemeinschaften sind progressiv auch unterwegs. Und andere, die waren etwas zögerlicher und haben gesagt, ja, passt das zu uns? Das hat dann schon ein bisschen zuerst Irritation oder Zurückhaltung ausgelöst. Wollen wir jetzt die einzige Frau in unserem Rat gerade zur Vorsitzenden ernennen, aber es war dann klar, aber da war zuerst zum Beispiel eine kleine Irritation.

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Sandra Leis [00:15:17]

Eben, das erleben Sie schon auch.

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Rita Famos [00:15:19]

Ja, genau.

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Sandra Leis [00:15:21]

Es gebe keinen weiblichen Führungsstil, genauso wenig wie es auch keinen männlichen gebe. Das schreibt Anna-Nicole Heinrich. Sie ist Vorsitzende der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland. Sie sagt aber, es gibt geteilte Erfahrungen unter Frauen. Das fand ich sehr interessant. Und sie sagt, sie schreibt, ich zitiere sie: «Als junge Frau bewege ich mich ständig zwischen Erwartungen, die sich widersprechen. Ich soll klar führen, aber bitte nicht zu deutlich, empathisch sein, aber nicht zu weich. Präsenz zeigen, ohne zu viel Raum einzunehmen. Sicherheit ausstrahlen, ohne dominant zu wirken.» Da musste ich wirklich das zweimal unterstreichen im Buch, denn das erleben sehr, sehr viele Frauen in Führungspositionen, diese Widersprüche.

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Rita Famos [00:16:10]

Genau, das würde ich auch sagen. Es ist auch sehr schön, wie Anna-Nicole Heinrich das beschreibt, wie sie dann diese Erwartungen, diese widersprüchlichen Erwartungen, die einem ja nur versagen lassen können, wie abstreifen musste und zu ihrem inneren Kompass finden musste, der sie jetzt in dieser Position, Synodevorsitzende, dann autorisiert und in ihren eigenen Führungsstil zu entwickeln. Und ich glaube, das ist der Schlüsselmoment, den alle Frauen durchleben müssen. Diese widersprüchlichen, auch überhöhten Erwartungen. Ich meine, diese Zeitungsartikel über mich, als ich dieses Amt antrat, die haben mich total irritiert und auch überfordert und gesagt, ja, ich bin nicht die Hoffnung, wir können nur miteinander diese Krise überwinden und dort zu sich selber zu finden und sich da nicht zu irritieren zu lassen, weil es ist eigentlich eine Falle, die sich uns stellt. Und die geteilte, also das hat mich auch sehr berührt, jetzt als ich das wieder gelesen habe, was diese Frauen beschrieben haben, nur geteilt ist das eine, dass sich fast alle, oder eigentlich alle beschreiben, sie haben sich gefragt, kann ich das?

Alle Frauen schreiben, bevor sie da zugesagt haben, und ich schließe mich da auch ein, obschon ich ja mutig bin, habe ich mir aber doch überlegt, ja kann ich das, will ich das? Das schreiben alle. Also diese Selbstkritik, ich finde, das macht weibliche Führungsstärke auch aus. Diese Fähigkeit, sich kritisch zu fragen. Es ist auch eine Falle, dass man sich dann eben am Schluss nicht zutraut und viele Frauen dann sagen, nein, ich kann es nicht. Das ist das eine, und das andere ist der hohe Reflexionsgrad, als sie dann in der Funktion waren. Das Buch ist ja voll von Reflexion, mache ich das wirklich richtig? Genüge ich den Ansprüchen jetzt, da ich in diesem Amt bin? Das ist so das andere. Dass viele Frauen dann wirklich auch hier zeigen. Das ist diese geteilte Erfahrung, zuerst die Selbstkritik, bevor man einsteigt, aber dann auch die permanente Selbstreflexion. Und das gefällt mir sehr gut und ich würde sagen, das ist vielleicht auch ein Aspekt, ein weiblicher Aspekt von Führung.

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Sandra Leis [00:18:45]

Hinzu kommt noch ein anderer Aspekt, der gerade im kirchlichen Umfeld sehr typisch ist, nämlich der Hang zur Harmonie. Oder wie es die Muslima im Buch Azza Karam, und sie ist im interreligiösen Dialog tätig, sie schreibt von der «fear of friction». Also das heisst, Tabuthemen werden wenn möglich vermieden, das beschreibt sie sehr gut. Wie gehen Sie, Rita Formous, mit der Scheu vor Konflikten um? Die gibt es ja in den Kirchen.

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Rita Famos [00:19:14]

Ja, also zwei Aspekte. Ich würde mich eher auch zu den Personen zählen, die eher diese Scheu vor Konflikten in sich tragen. Und für mich war so ein Schlüsselmoment, nachdem die EKD die Forum-Studie veröffentlicht hat über Missbrauch in der evangelischen Kirche. Und ich ein Interview bei Radio SRF gegeben habe und dort gemerkt habe, jetzt muss ich in diesen Konflikt mit meiner Kirche eigentlich hinein und dass ich benennen musste, ja, es ist auch ein Problem in der reformierten Kirche, und es gibt auch reformierte Aspekte. Es ist nicht einfach so wie überall in der Gesellschaft. Und da habe ich gemerkt, das hat irritiert, weil die einen gesagt haben, du machst die Kirche schlechter, als sie ist.

Also da merke ich, das geht eigentlich ein bisschen gegen meine Natur. Meine Natur ist, lieber alle miteinander auf den Weg zu nehmen. Und dort merkte dich, jetzt muss ich da einen Schritt machen, der wird Kritik auslösen, gerade in der Kirche. Er hat weniger Kritik außen ausgelöst als in der Kirche bei den Präsidien auch der Kirchen. Mittlerweile sind wir miteinander auf dem Weg. Aber das war es so, diese fear of friction. Aber das andere gibt es eben auch. Es gibt auch Frauen, die sehr lustvoll streiten und in diese friction hineingehen. Und das löst dann bei den Männern häufig Irritation aus. Aber wenn Frauen, auch bei Anna-Nicole Heinrich, sie schreibt ja das, wenn Frauen dann in die Konfrontation gehen, dann sagt man ja, diese Harmoniebedürftigkeit wird eigentlich eher den Frauen zugeschrieben.

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Sandra Leis [00:21:03]

Oder Esther Straub ist auch eine Persönlichkeit, die in den Konflikt reineingeht.

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Rita Famos [00:21:06]

Die sucht den Konflikt, und das löst dann manchmal auch Irritation aus. Und das finde ich aber auch gut so, dieses andere Gesicht auch zu zeigen.

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Sandra Leis [00:21:16]

Und das braucht es ja manchmal auch, um weiterzukommen.

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Rita Famos [00:21:21]

Ja, ich musste das lernen. Ich glaube, Esther war ja eine Zeit lang meine Vorgesetzte in der Zürcher Kirche, und ich habe es dort von ihr gelernt, dass man das auch lustvoll machen kann, und andere müssen vielleicht lernen, irgendwie auch andere mitzunehmen.

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Sandra Leis [00:21:35]

Ein Highlight in diesem Band ist für mich auch der Aufsatz von Sonja Skupch mit dem Titel «Leadership von Frauen in Lateinamerika». Und darin sagt sie, dass Frauen gerade im lateinamerikanischen Kontext diese patriarchalen Strukturen nur überwinden können, wenn sie eine gewisse Illoyalität praktizieren. Wie sieht das konkret aus? Wie stellen Sie sich dazu? Mit dieser Illoyalität, braucht es die, um erfolgreich sein zu können.

39

:

Rita Famos [00:22:06]

Also um eine Organisation zu verändern und jetzt in einer lateinamerikanischen patriarchalen Gesellschaft Frauen in Führungsfunktionen zu etablieren, da muss man illoyal sein mit dieser patriarchalen Struktur und die hinterfragen. Und das finde ich, ja, das muss man, aber das ist eben allgemein so, wenn man in Organisationen, Firmen, Kirchen nicht Menschen hat, die das Überkommene kritisch hinterfragen und sich auch ein Stück weit illoyal dem Überkommenen gegenüberstellen, dann bleibt man stehen.

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Sandra Leis [00:22:47]

Oder der Tradition gegenüber.

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Rita Famos [00:22:48]

Also der Tradition, das, was schon immer selbstverständlich war, und es wird einem dann eben diese Illoyalität zugeschrieben. Es ist eigentlich gar keine Illoyalität, sondern wenn man ein Herz hat, eine Leidenschaft für eine Kirche, für eine Organisation, dann will man sie weitertreiben und ist eigentlich äusserst loyal, wenn man auch die kritischen Dinge anspricht. Und die Illoyalität wird einem von aussen zugesprochen, man sagt, du bist eine Nestbeschmutzerin, du akzeptierst nicht, wie wir sind. Und mit dieser Zuschreibung umzugehen, das ist sehr herausfordernd.

42

:

Sandra Leis [00:23:29]

Sonia Skupch schreibt auch, es brauche Ausdauer, Geduld und Weisheit, um Vorurteilen aufgrund des Geschlechts zu begegnen. Sind diese Eigenschaften matchentscheidend für weibliche Führungspersönlichkeiten?

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Rita Famos [00:23:45]

Also ich glaube, in Transformationsprozessen, und ich finde, hinkommen zu geteilter Führung ist ein Transformationsprozess, braucht es sehr langen Atem für alle, aber jetzt wenn wir von Frauen in Führungsfunktion sprechen, insbesondere vom Moment, wo die erste Frau Theologie studiert hat in der reformierten Kirche bis zum Moment, wo ich gewählt wurde als erste Präsidentin auf nationaler Stufe, sind 100 Jahre durchs Land gegangen. Das sind etwa drei Generationen. Das braucht einfach einen langen Atem, und man muss dranbleiben, man muss Niederlagen einstecken, Häme einstecken. Resilienz ist auch ein Schlüsselwort, das bei Sonia Skupch genannt wird.

44

:

Sandra Leis [00:24:35]

Silvia Schroer, die emeritierte Professorin von Bern, sie schreibt, es brauche ein dickes Fell. Ohne das geht es nicht.

45

:

Rita Famos [00:24:41]

Ja, genau. Es braucht einen Neopren-Anzug ab und zu. Aber der darf auch nicht zu dicht sein, weil man sonst nicht mehr selbstkritisch ist. Daran leiden wir vielleicht etwas weniger. Aber es braucht ein dickes Fell.

46

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Sandra Leis [00:24:54]

Zwei Essays in diesem Band sind von nicht-kirchlichen Führungspersönlichkeiten geschrieben. Der Unternehmerin Karin Lenzlinger, sie ist auch Präsidentin der Zürcher Handelskammer. Und die langjährige Chefärztin der Frauenklinik des Zürcher Stadtspitals Triemli, Stephanie von Orelli. Diese beiden Frauen sind nicht im kirchlichen oder religiösen Bereich. Weshalb gerade diese beiden? Das wirkt ein bisschen zufällig

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Rita Famos [00:25:21]

ang an gesagt hat, ich glaube:

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Sandra Leis [00:25:38]

Ein Dokumentarfilm.

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Rita Famos [00:25:39]

Sogar ein Dokument dafür, wo sie gesagt hat, wenn ich jetzt diese Führungsfunktion habe, dann will ich in diesem äusserst patriarchalen Umfeld, was Spitäler auch sind, Frauen fördern. Und sie hat einerseits Frauen gefördert, indem sie junge Ärztinnen ermutigt hat, diese Funktion zu übernehmen. Auf der anderen Seite eben auch Strukturen geschaffen hat, die das ihnen ermöglicht. Also Teilzeit, Jobsharing in einem Umfeld, wo alle sagen, ja aber Ärzte brauchen und so viel Praxis, das kann man gar nicht mit Teilzeit und sie hat das bewiesen.

Also auch, sie hat auch Forschungen zitiert oder, dass das möglich ist und das ist ja jetzt, würde ich sagen, der erste Bereich in der die Medizin, wo Frauen jetzt wirklich zum Teil die Mehrheit in den Leitungsteams ausmachen. Hat vielleicht auch damit zu tun, weil meine Tochter Gynäkologin werden will. Sie ist Assistenzärztin und weil mich das so angesprochen hat und ich mir gewünscht habe, dass sie auch solche Chefärztinnen hat, was sie jetzt im Unispital auch hat. Eine Chefärztin, die sagt, also wenn ihr Familie vereinbaren wollt, da finden wir Lösungen, wir schaffen Strukturen. Deshalb bin ich auf Stephanie von Orelli gekommen, und bei Karin Lenzlingen habe ich es ja schon gesagt. Kenne ich aus Uster und sie ist für mich wirklich auch ein Vorbild, wie sie diese Führungsrollen übernommen hat.

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Sandra Leis [00:27:21]

ämlich im letzten Jahr, also:

51

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Rita Famos [00:28:07]

Ich kenne eigentlich die Hintergründe nicht genau, weshalb es zu dieser Trennung kam.

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Sandra Leis [00:28:11]

Die kennt niemand genau. Aber es ist ein Fakt.

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Rita Famos [00:28:15]

Es ist ein Fakt, dass sie gegangen ist, aus welchen Gründen auch immer, ob das bei einem Mann, das würde ich nicht sagen, aber ich glaube, Frauen, irgendjemand schreibt es, ich weiß jetzt nicht mehr, ich glaube es ist Fathima Ifthikar, die sagt, wenn es für mich nicht mehr stimmt, dann gehe ich, egal, welchen Titel und welchen Grad ich habe. Und ich glaube, es könnte auch damit zusammenhangen, dass Frauen dann auch sagen, okay, dann trete ich einen Schritt zurück. Sie ist jetzt in einer privaten Praxis und auch an der Hirslanden-Klinik. Und ich glaube, sie ist sehr zufrieden dort und braucht das nicht unbedingt bis. Ich glaube, das hat auch damit zu tun. Und ich weiß nicht, ob Männer das dann auch tun würden.

54

:

Sandra Leis [00:29:02]

Also es gibt ja schon so Beispiele, dass auch Männer mit 50, 55 noch mal was ganz anderes machen. Das gibt es. Die Frage ist einfach, haben sie das freiwillig gemacht oder nicht. Aber es ist doch erstaunlich jetzt bei Stephanie von Orelli. Also es war für mich auf jeden Fall erstaunlich, als ich es dann gelesen habe. Kommen wir nochmals zurück zum Buch. Zum Schluss, Sie schreiben in der Einleitung im Rahmen der Theologie: «Gleichberechtigte Teilhabe der Geschlechter ist kein Nice-to-Have, sondern ein theologischer Imperativ.» Woran machen Sie diesen Befehl fest?

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Rita Famos [00:29:40]

Gut reformiert an der Bibel. Es gibt zwei Zitate. In meiner Jugendgruppenzeit war ich eher so in einem konservativ-pietistischen Umfeld unterwegs. Das hat mich auch sehr genährt, hat mir sehr gutgetan, aber ich musste mich emanzipieren. Als ich gesagt habe, ich studiere Theologie, da haben sie gesagt, ja, aber Frauen können doch nicht Pfarrerin werden, können doch auch nicht Gemeinde leiten. Und da hatte ich zwei Leitsterne und die habe ich bis heute: Das eine ist die Gottebenbildlichkeit, Gott schuf Mann und Frau zu seinem Ebenbild. Das heisst, Männer und Frauen können in alle Rollen und Funktionen hineinwachsen, mit ihrer Verschiedenheit. Sie fühlen es verschieden aus, aber sie können in alle Funktionen hineinwachsen.

Das andere ist das älteste Taufbekenntnis. Galater 3, 28, hier ist weder Jude noch Grieche, weder Sklave noch Freier, weder männlich noch weiblich, alle sind wir eins in Christus. Also dieser Paulus, mit dem ich mich ja wirklich viel auseinandergesetzt hatte, der sagt, männlich und weiblich ist auf Augenhöhe, ist eins in Christus, männlich und weiblich gehören zum Leib Christi und führen auch den Leib Christi. Das waren für mich diese Schlüsseltexte von Anfang an. Und deshalb ist es kein Nice-to-Have, sondern die Kirche vergibt sich etwas, wenn sie nicht beide Talente, männliche und weibliche, nutzt in allen Funktionen dieser Kirche.

56

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Sandra Leis [00:31:19]

Rita Famos, vielen herzlichen Dank für Ihre Ausführungen.

57

:

Rita Famos [00:31:23]

Danke fürs Gespräch.

58

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Sandra Leis [00:31:28]

Das ist die 73. Folge des Podcasts «Laut + Leis». Zu Gast war Rita Famos. Die Präsidentin der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz ist Herausgeberin des Buches «Leadership. Weibliche Perspektiven». Erschienen ist es im Theologischen Verlag Zürich. Die Buchvernissage findet am 9. September im Stellwerk in Bern statt. Über Feedback freuen wir uns: Schreibt gerne per Mail an [email protected] oder per WhatsApp auf die Nummer 078 251 67 83. Und: Abonniert den Podcast und bewertet ihn positiv, wenn er euch gefällt. Gast in der nächsten Folge von «Laut + Leis» ist Philippa Rath. Die berühmte Benediktinerin spricht über ihre Hoffnung als grösste Kraft, ihren Umgang mit Krankheit, und sie ist überzeugt, dass es in der römisch-katholischen Kirche eines Tages in allen kirchlichen Ämtern geweihte Frauen geben wird. Bis in zwei Wochen, und bleibt laut und manchmal auch leise.

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