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Vom CEO in den Hörsaal: Was Kreislaufwirtschaft und KI gemeinsam haben – mit Prof. Dr. Maik Steinmetz
Episode 15 • 12th October 2026 • Beyond AI • The Erium Podcast
00:00:00 00:56:22

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Shownotes

Produktionsleiter bei Jungheinrich, Einkaufschef bei Dräxlmaier, Geschäftsführer im Mittelstand – und dann der bewusste Schritt in den Hörsaal. Prof. Dr. Maik Steinmetz lehrt heute an der TH Rosenheim und berät gleichzeitig Unternehmen. Mit Theo spricht er über zwei Themen, die auf den ersten Blick nichts verbindet: Kreislaufwirtschaft und KI. Seine Antwort darauf, was sie gemeinsam haben, führt über die Dampfmaschine, ein Elektroauto mit 175 Kilometern Reichweite – und eine Zahl, die jeder Lean-Manager kennt.

Erst Nachhaltigkeit: Stimmt der böse Satz, dass man sie nur betreibt, solange man sie sich leisten kann? Warum rät Maik seinen Studierenden, in 50 bis 100 Jahren zu denken statt in fünf? Wieso liegen bei fast jedem zwei, drei alte Handys in der Schublade, obwohl wir beim Liefernlassen Weltmeister sind – und was passiert mit einem europäischen Auto, nachdem es nach 15 Jahren den Kontinent wechselt?

Dann KI: Warum werden Masterarbeiten im Schnitt gerade schwächer – und was muss ein Absolvent trotzdem so sicher beherrschen wie ein Ingenieur den Taschenrechner? Wie finden zehn Mittelständler gemeinsam heraus, auf welches KI-Pferd sie setzen sollen, ohne dass jeder dieselben teuren Fehler macht? Und was steckt hinter der Aussage, das jede SAP-Einführung neben der KI-Transformation wie ein Wochenendprojekt aussehen lässt?

Zum Schluss erklärt Maik, warum sein Leitmotiv „Don't Stop Believing" heißt und wieso er findet, dass wir längst im Paradies leben.

Transcripts

Speaker:

Als Wirtschaft haben wir es perfektioniert, uns jeden Quatsch innerhalb von vierundzwanzig Stunden an die Haustür liefern zu lassen.

Speaker:

Aber seid mal ehrlich: Wie viele alte Smartphones verrotten gerade bei euch zu Hause in irgendeiner Schublade?

Speaker:

Zwei, drei oder vielleicht sogar vier?

Speaker:

Beim Hinweg sind wir Weltmeister, aber wenn's darum geht, unser eigenes Zeug wieder in den Kreislauf zurückzubringen, stellen wir uns ziemlich dumm an.

Speaker:

Mit genau solchen Themen konfrontiert mein heutiger Gast regelmäßig seine Studierenden und die Chefetagen der Industrie.

Speaker:

Maik Steinmetz kennt den Maschinenraum der deutschen Industrie und Wirtschaft in- und auswendig.

Speaker:

Er war Produktionsleiter bei Jungheinrich, Einkaufschef bei Drexelmeier, Geschäftsführer im Mittelstand und hat dann den C-Level-Titel ganz bewusst gegen

Speaker:

die Freiheit des Hörsaals getauscht.

Speaker:

Heute ist er Professor an der TH Rosenheim und steht auf der Brücke zwischen Theorie und Praxis.

Speaker:

Wir sprechen darüber, wie viel von der Kreislaufwirtschaft übrig bleibt, wenn am Quartalsende die roten Zahlen drohen.

Speaker:

Wir sprechen über eine ziemlich deutsche Krankheit, nämlich Millionen und Millionen von Euro in Stahl und Beton zu gießen, anstatt die in helle Köpfe zu investieren.

Speaker:

Und wir sprechen über die anstehende KI-Transformation, die so gewaltig ist, dass selbst jahrelange SAP-Einführungen daneben wie ein Wochenendprojekt aussehen.

Speaker:

Willkommen bei Beyond AI.

Speaker:

Ich bin Theo und das ist Maik Steinmetz.

Speaker:

Es macht natürlich beides sehr viel Spaß.

Speaker:

Äh, ist 'ne ganz unterschiedliche, äh, Situation.

Speaker:

Ich bin der Meinung, in der Wirtschaft ist man mehr fremdbestimmt, ja, äh, selbst auch als, als Unternehmensentscheider oder Unternehmenslenker.

Speaker:

In der Wissenschaft kann man natürlich, äh, ist man deutlich freier, ne.

Speaker:

Und ja, heute ist natürlich bei mir, äh, ich hab beides, äh, ich bin, äh, an der Hochschule unterwegs, bin aber trotzdem auch, äh, als, als Berater in der, in der Wirtschaftsindust--

Speaker:

äh, unterwegs und dadurch habe ich eigentlich beide, beide Vorteile ganz gut zusammen.

Speaker:

Worin besteht deine aktuelle Arbeit als Professor?

Speaker:

Na ja, das fängt an zum einen Mal mit den, äh, mit den Vorlesungen.

Speaker:

Da habe ich, ähm, verschiedenste Vorlesungen über, äh, Risikomanagement, Wertschöpfungsmanagement, Einkauf, äh, Circular Economy und so weiter.

Speaker:

Und, ähm, ja, dann, dann habe ich natürlich viele Masterarbeiten, äh, Bachelorarbeiten zu betreuen.

Speaker:

Ich habe ein Labor für Fertigungsmaschinen, was permanent weiterentwickelt werden möchte und, äh, wir sind natürlich auch immer dabei, neue Forschungsthemen, ähm,

Speaker:

zu identifizieren und da auch, äh, Vorträge und, äh, Anträge auch zu schreiben.

Speaker:

Was ich total spannend finde, ist bei dir der Pivot im Lebenslauf, wenn man's jetzt erst mal ganz nüchtern betrachtet, ja.

Speaker:

Also wenn man sich die Station mal gibt, Jungheinrich, Drexelmeier, Kronbach und dann an die TH Rosenheim.

Speaker:

Wie kam's zu diesem Wandel, ja?

Speaker:

Also weil das war ja quasi in deiner, ich nenn's mal ersten Hälfte des Lebenslaufs, war's 'n super steiler Track, äh, durch die verschiedenen Positionen bis hin zu 'nem

Speaker:

CEO, äh, und dann jetzt der Wechsel eben in die Wissenschaft.

Speaker:

Was war 'n da der Trigger?

Speaker:

Gab's da 'n Moment, dass das ausgelöst hat?

Speaker:

Ja, man muss, äh, vielleicht ein bisschen, äh, weiter ausholen.

Speaker:

Ich hab ja, äh, Maschinenbau und, äh, BWL studiert und, äh, Maschinenbau auch an der Fachhochschule und BWL dann an der TU München.

Speaker:

Und, äh, nach der Promotion oder eigentlich auch mit der Promotion war das schon immer mal so 'n Gedanke, äh, wieder an die Hochschule, äh, vielleicht zurückzugehen, aber nie mit 'nem konkreten

Speaker:

Ziel, ja.

Speaker:

Und ich hab ja auch seit meiner Promotion mit der TU München sehr, sehr engen Kontakt gehalten, bin auch dort immer noch im Alumni, äh, Verein als Vorstand

Speaker:

tätig.

Speaker:

Deswegen bin ich nie aus der, aus der Hochschulwelt rausgegangen.

Speaker:

Und ja, du hast recht, hatte dann verschiedenste Sch, äh, Stationen gehabt, äh, über Produktionsleiter und, äh, Einkaufsleitung und, äh, ähm, ja, Geschäftsführer bei einem

Speaker:

mittelständischen Unternehmen.

Speaker:

Und, ähm, genau ich hatte aber dann auch, äh, tatsächlich, ähm, mal die Zeit gehabt, wo ich gesagt hab: „Okay, jetzt, äh, ich hab viele, viele Jahre lang

Speaker:

sehr, sehr, sehr viel gearbeitet, ja, äh, immer mehr als sechzig Stunden" und, äh, du kennst das als Unternehmer.

Speaker:

Und dann gab's irgendwann die Situation, dass, äh, dieser, äh, dass die Stelle in Rosenheim Supply Chain Logistik ausgeschrieben war und ich zu meiner Frau gesagt hab: „Hey

Speaker:

Mensch, das passt ja eigentlich genau im Bereich der Wirtschaftsingenieure.

Speaker:

Wenn ich die Stelle bekommen würde, das wär doch eigentlich 'ne tolle, ähm, Geschichte." Und, äh, so war es 'n bisschen früher eigentlich, als es vielleicht ...

Speaker:

Mein Lebenslauf kann man immer so 'n bisschen als Idee haben, aber nie richtig planen.

Speaker:

Und, äh, vielleicht war's dann fünf Jahre früher, aber es macht mir sehr, sehr viel Spaß an der, an der TH Rosenheim.

Speaker:

Ist auch 'ne sehr besondere Hochschule.

Speaker:

Inwiefern?

Speaker:

Ja, ich find, wir sind, äh, 'n sehr, sehr familiärer Haufen, wenn ich das mal so salopp sagen kann.

Speaker:

Also, ähm, das Du ist, äh, allgegenwärtig unter den Kolleginnen und Kollegen und auch, äh, Richtung-

Speaker:

Schulleitung.

Speaker:

Ich find auch, äh, die Studierenden, die, die machen extrem gut mit, die sind engagiert, die, äh, die, die, die beteiligen sich, äh, die, die bringen Themen

Speaker:

ein.

Speaker:

Und, ähm, ja, dadurch, dass wir auch vielleicht nicht die größte Hochschule sind, so mit knapp achttausend Studierenden, ähm, ist das alles noch 'n bisschen überschaubar,

Speaker:

also sehr familiär.

Speaker:

Ich glaub, das macht's, äh, macht's aus.

Speaker:

Und unsere Fakultät, äh, wir sind, äh, fünfzehn Professoren, Professorinnen und Professoren und das ist auch 'n sehr extrem gutes Miteinander.

Speaker:

Also das passt auch sehr gut.

Speaker:

Ich persönlich hab ja an der TU München Physik studiert.

Speaker:

Also war dann sozusagen absolut im Elfenbeinturm der Theoretiker.

Speaker:

Dann wurd's 'n bisschen praktischer, indem ich mich mit Supercomputern am Max-Planck-Institut auseinandergesetzt hab.

Speaker:

Also so viel zur Praxis, ne.

Speaker:

Man sitzt immer noch vorm Computer.

Speaker:

Und dann, ähm, äh, hatten ja Maxim und ich die Idee, 2017 mit 'ner Firmengründung zu starten und wir kamen aber halt total aus 'm universitären

Speaker:

theoretischen Umfeld und die TU, die hat zwar ja als, ich weiß gar nicht, wie der Slogan wortwörtlich geht, die unternehmerische Universität, glaub ich, ja.

Speaker:

Mhm, richtig.

Speaker:

Aber tatsächlich muss ich sagen, ich, ich glaube, was ich so mitbekommen hab, da hat sich viel getan die letzten Jahre.

Speaker:

Aber damals, als ich studiert hab, war das Thema Unternehmertum, äh, sehr, sehr weit weg von mir, ja.

Speaker:

Ich hab mal zufällig übern Professor Petri, äh, den Hint bekommen, hey, bewirb dich mal bei der Bayerischen Eliteakademie.

Speaker:

Wenn das nicht gewesen wär, also ich glaub, dann hätt ich mich auch nicht so getraut, in die Firmengründung reinzugehen.

Speaker:

Und dementsprechend seh ich meine persönliche Vita eher so wie 'n sporadischen, spontanen Glücksfall, ja.

Speaker:

Also und die wenigsten, äh, die mit mir damals zum Beispiel den Physikmaster gemacht haben, haben sich dann dazu entschlossen, sich selbstständig zu machen.

Speaker:

Also sehr, sehr viele in die Konzerne oder in die Unternehmensberatungen rein.

Speaker:

Aber so 'ne Selbstständigkeit, 'ne unternehmerische, äh, Rolle einzunehmen, wie gesagt, das haben die wenigsten gemacht.

Speaker:

Und wie ist das bei dir?

Speaker:

Also d-du hast ja quasi genau die andere Seite mal gesehen.

Speaker:

Man muss auch dazu sagen, meine Professoren waren selbst auch die allerallermeisten nie unternehmerisch tätig, also konnten die auch keine Vorbilder sein.

Speaker:

Wie, wie, wie handelst du das mit deinen Studenten?

Speaker:

Ja, also da möcht ich schon auch, ähm, ähm, Vorbild sein, weil grade natürlich an der, an der Technischen Hochschule Fachhochschule, ähm, dass das Praktische

Speaker:

natürlich auch, äh, im Vordergrund steht.

Speaker:

Und da bin ich auch froh, beide Systeme zu kennen, ne, also aus der Fachhochschule und aus der Universität.

Speaker:

Und ja, ich kann das nachvollziehen, wenn man Physik studiert.

Speaker:

Äh, meinem Sohn sag ich zum übrigens immer, er soll Physik und Volkswirtschaft studieren.

Speaker:

Ich, äh, finde immer, dann hat man eigentlich alle Grundlagen, dann kann man alles später machen.

Speaker:

Ja, aber das nur als, als, als, äh, Side Fact.

Speaker:

Ähm- Die Mathematik ist in beiden Disziplinen sehr ähnlich.

Speaker:

Ja, ja, ja, stimmt.

Speaker:

Da, da hast du recht.

Speaker:

Genau, ja.

Speaker:

Lagrange Formalismen zum Finden eines Optimums.

Speaker:

Ja, ja, absolut.

Speaker:

Nee, und ähm, ich mein, bei uns, ähm, also an der TU hatt ich's ja, ich hab ja bei Wildemann promoviert und er ist ja schon bekannt auch als, als, als starker

Speaker:

Unternehmer, ne.

Speaker:

Wir waren dort, äh, fünfzig, äh, Assistentinnen und Assistenten in der Zeit und, äh, haben natürlich auch viel über die Unternehmensberatung, die an seinem Lehrstuhl

Speaker:

angeschlossen ist, äh, viel, viel Beratung gemacht und dadurch natürlich auch, äh, A, sehr viele Unternehmerpersönlichkeiten kennengelernt, ne.

Speaker:

Also, ähm, da über das Münchner Men-Management Kolloquium hatte man auch hautnah zu tun, äh, mit, mit allen möglichen, äh, na, äh, Wolfgang Reitzle zum Beispiel, ne.

Speaker:

Den, den hat man kennengelernt, den hat man, äh, in den Vorlesungen betreut, äh, für den hat man Projekte gemacht.

Speaker:

Äh, den, den Menschen konnt man hautnah erleben.

Speaker:

Und, ähm, so fand ich das eigentlich immer sehr, sehr inspirierend für mich, weil ich komme aus 'ner, äh, 'ner, also aus 'ner landwirtschaftlichen Familie.

Speaker:

Mein, mein Vater war Kraftwerksmeister und, äh, so, äh, so war ich der Erste, der studiert hat.

Speaker:

Und, äh, natürlich das Praktische war mir viel mehr in die Wiege gelegt als das Theoretische.

Speaker:

Und ich glaub, das ist auch immer noch, was mich auszeichnet.

Speaker:

Äh, am Wochenende hab ich zum Beispiel, ne, die Radlager von meinem Junior aus seinem Auto, äh, gewechselt.

Speaker:

Also das sind so typ, äh, typische Tätigkeiten, die ich dann auch mal am Wochenende mache.

Speaker:

Und das versuch ich schon auch den Studierenden immer mitzugeben, dass die Praxis und die Theorie, wenn man beides kann, dass das das stärkste Element eigentlich

Speaker:

ist, ja.

Speaker:

Und, äh, auch das Unternehmerische versuch ich immer mitzugeben, weil das ja auch, äh, ich finde, grade der Mut zum Unternehmerischen in Deutschland manchmal 'n bisschen fehlt, weil wir eigentlich

Speaker:

uns viel zu viel auf den Staat verlassen.

Speaker:

Äh, bin ich der Meinung, sollten wir das sowieso den jungen Leuten viel mehr in die Wiege legen.

Speaker:

Und ja, bei, wenn anders eben Bayerische Eli-Eliteakademie oder andere Institutionen wie auch hier das Rocket zum Beispiel als, äh, als Start-up, ähm,

Speaker:

ähm, Möglichkeit oder die Unternehmertum.

Speaker:

Das sind natürlich tolle, tolle, äh, Institutionen, um dann aus der vielleicht

Speaker:

Sehr geprägten theoretischen Ausbildung in die Praxis zu kommen.

Speaker:

Wobei ich da auch schon noch hinzufügen muss, also ich bin über die theoretische Ausbildung sehr, sehr dankbar, ja, wenn's drum geht, zum Beispiel bei uns in der Helion-Plattform, wenn man

Speaker:

Prompt Trees zeichnet.

Speaker:

Ich kann mich noch sehr gut erinnern, äh, wir standen mal am Whiteboard und es war die Frage: Wie bin, wie verbindet man mit der richtigen Bézier-Kurve die Kärtchen auf dem Canvas?

Speaker:

Mhm.

Speaker:

Ja, und dann, äh, war ich stolz drauf, äh, das noch mal herrechnen zu können, ja, wie, wie man das auch ressourceneffizient ausrechnet.

Speaker:

Also für so was ist es dann auch echt gut- Ja.

Speaker:

-äh, noch mal, noch mal die entsprechenden, ähm, Grundlagen zu haben.

Speaker:

Ja, versteh mich da nicht falsch.

Speaker:

Also ich be-, äh, finde grade die Verbindung zwischen den Grundlagen und dann der Praxis, das ist immer das stärkste Element.

Speaker:

Ja.

Speaker:

Bin i, bin i absolut dabei.

Speaker:

Wir sind uns viel zu viel einig, ähm.

Speaker:

Okay.

Speaker:

Äh, g-genau, dann kommen wir vielleicht direkt zum, zum, äh, unter Umständen stritt-strittigeren Thema.

Speaker:

Ähm, du hast ja vorhin auch schon das Stichwort Circular Economy angesprochen und böse Zungen behaupten, Nachhaltigkeit macht man immer so lange, wie man sich's leisten kann.

Speaker:

Wenn's aber dann eng wird, dann pop, ja, dann fällt, äh, Circular Economy, Nachhaltigkeitsziele, auch das Thema Nachhaltigkeitsberichterstattung, CSRD Directive-

Speaker:

Mhm.

Speaker:

-und so weiter, das fällt dann hinten runter.

Speaker:

Wie ist denn dein Take dazu?

Speaker:

Ja, also, um auf die konkrete, äh, Aussage zu antworten, das, das ist natürlich, äh, schon sehr, sehr oft der Fall,

Speaker:

ne.

Speaker:

Also ich, äh, ich sehe auch in den letzten fünf Jahren hat sich da viel verändert.

Speaker:

Also wir hatten das Thema Nachhaltigkeit, äh, das war sehr präsent in den Medien, in den Unternehmen.

Speaker:

Äh, da war 'ne richtige Welle, ähm, wo das Thema, äh, sei es über das Reporting oder auch über viele konkrete gute Ansätze, die umgesetzt worden sind,

Speaker:

ähm, war, war das überall, äh, vorhanden, das, äh, das Thema.

Speaker:

Ich beobachte grade in den letzten zwei Jahren, dass es, ähm, deutlich in den Hintergrund tritt.

Speaker:

Warum?

Speaker:

Ja, einmal vielleicht, ähm, weil es vielleicht grade nicht mehr so en vogue ist, aber auch weil sich viele Unternehmen, die, äh, die Tätigkeiten oder die Investitionen,

Speaker:

wir sprechen ja häufig von Investitionen, ob es, äh, äh, alternative Energien sind oder Energieumwandlung oder Abfallvermeidung oder vielleicht auch

Speaker:

ein Produkt mit besseren Materialien auszustatten.

Speaker:

In der Regel bedeutet das grade jetzt auf die kurzfristige Sitz, äh, Sicht, äh, Investitionen oder höhere Kosten.

Speaker:

Und, ähm, das seh ich schon auch, ja.

Speaker:

Also, ähm, aber ich muss sagen, meinen Studierenden empfehle ich immer, sie dürfen nie die nächsten ein bis drei oder ein bis fünf Jahre im Fokus haben, sondern man

Speaker:

muss eigentlich bei dem Thema Nachhaltigkeit, äh, fünfzig bis hundert Jahre weiterdenken, weil, äh, wir werden nicht alles in, in den nächsten zwei, drei Jahren ändern können.

Speaker:

Das wird technisch nicht funktionieren und das wird auch, äh, nicht umsetzbar sein.

Speaker:

Aber wenn wir den Grundgedanken der Circular Economy verinnerlichen und dass wir auch versuchen, Kreislaufketten, äh, zu organisieren.

Speaker:

Wir sind ja sehr, sehr gut in der Forward-Logistik zu organisieren.

Speaker:

Da gibt's ja Heerscharen von Leuten, die, äh, Abteilungen und Bereiche, die sich da, äh, organisieren und drum kümmern.

Speaker:

Aber, äh, um die Reverse Logistics, also um diesen Kreislauf zu schließen, ich sag immer, das ist das Zusammenbringen der zwei Punkte der, der, der, der Kette, ähm,

Speaker:

da gibt es einfach noch nicht so viele Aktionen.

Speaker:

Und, äh, grade wenn mich Studierende fragen über Masterabschlussarbeiten, da sage ich immer: „Macht euch Gedanken über die Reverse Logistics", weil, äh, das ist wirklich 'ne Fragestellung, die für viele

Speaker:

Unternehmen noch offen ist.

Speaker:

Und da gibt's auch viele gute Ansätze und ich bin überzeugt davon, grade wenn die Ressourcen, ähm, na, ähm, eng werden, dass viele auch motiviert

Speaker:

sind.

Speaker:

Und, äh, na, ich hatt's grade jetzt am Wochenende hat jemand gesagt: „Na ja, den Trump werden wir mal feiern a-als den größten Klimaaktivisten", weil jetzt, wo das Rohöl knapp ist, äh, machen sich

Speaker:

natürlich viele, viele wieder Gedanken: Wie kann ich vielleicht etwas doch besser machen?

Speaker:

Und diese Knappheit der, der Ressourcen, die werden wir sehen.

Speaker:

Und, äh, umso früher da mal, äh, man damit anfängt, umso besser ist das, ja.

Speaker:

Versteh ich dich dann richtig?

Speaker:

Also das soll jetzt keine Suggestivfrage sein.

Speaker:

Mhm.

Speaker:

Aber ich hör da raus, dass das Konzept, das du da verfolgst, quasi ich benutze mal den, den un, äh, fachlichen Terminus grüner Kapitalismus.

Speaker:

Also man verdient Cash, man hat 'ne funktionierende Wirtschaft, 'ne funktionierende auch, äh, Supply Chain, aber mit dem Gedanken der Circular Economy und nicht,

Speaker:

dass man so-sozusagen Nachhaltigkeit subventioniert und's am Ende nur 'n Verlustgeschäft ist.

Speaker:

Ja, das wird ja, äh, langfristig nicht funktionieren, ja.

Speaker:

Es gibt, äh, zwei Seiten, die aktiv werden müssen.

Speaker:

Das sind wir als Consumer, ja.

Speaker:

Ich muss mir schon überlegen: Wie oft kaufe ich mir 'n neues Handy?

Speaker:

Wie oft kaufe ich mir ein, ein Laptop?

Speaker:

Wie oft kaufe ich mir 'n Auto?

Speaker:

Und auf der anderen Seite sind's die, die Hersteller, die 'ne gewisse, ähm, Verantwortung haben für ihre Produkte.

Speaker:

Wie lang lass ich, äh, eine Software laufen für ein Handy?

Speaker:

Wie stabil ist ein Computer?

Speaker:

Und dann natürlich auch in aus welchen Materialien bestehen diese?

Speaker:

Sind die einfach wieder zurückzubringen?

Speaker:

Sind die einfach wieder zu, zu recyceln?

Speaker:

Und, ähm, habe ich vielleicht auch irgendwelche Stoffe benutzt, die vielleicht giftig für die Umwelt sind, ja.

Speaker:

Und das beides in, in, in Kombination und natürlich immer im wirtschaftlichen, äh, wirtschaftli, bei wirtschaftlicher Sinnhaftigkeit, so

Speaker:

würde ich's, äh, nennen, weil alles andere wäre ja nur der Verzicht.

Speaker:

Natürlich kann ich auf alles verzichten, aber dann, äh, dann ist das Leben, was wir heute führen, eigentlich nicht mehr das, das Leben, ja.

Speaker:

Und dann wird auch die Wirtschaft nicht mehr funktionieren, ja.

Speaker:

Aber selbst als Konsument frage ich mich natürlich selbst auch immer: Brauche ich diese neue Anschaffung?

Speaker:

Mache ich dies?

Speaker:

Mache ich dies?

Speaker:

Ähm, fahre ich vielleicht auch mal mit dem Zug, äh, statt, statt mit dem Flugzeug zu fliegen?

Speaker:

Also genau diese Themen, ja.

Speaker:

Mhm.

Speaker:

Und wie siehst du das dann?

Speaker:

Ich hab mal in einem Radiointerview, das hat sich mir eingebrannt, ja.

Speaker:

Da meinte der Kommentator, äh, „Wenn's der Wirtschaft gut geht, geht's dem Klima schlecht".

Speaker:

Also das war wie so 'ne eins zu eins Analogie, weil da behandelt wurde, okay, wie waren die Wirtschaftsziele et cetera pp., wie, wie war die wirtschaftliche Entwicklung und gleichzeitig gegenübergestellt, äh, wie war die, ich glaub, das war

Speaker:

der CO₂-Footprint von, von Deutschland, wie sich der entwickelt hatte.

Speaker:

Und da war es quasi 'ne reziproke, äh, Entwicklung und da hat er diesen Satz gebracht.

Speaker:

Der hat sich bei mir eingebrannt.

Speaker:

Eben, geht's der Wirtschaft gut, geht's, äh, geht's der Umwelt schlecht.

Speaker:

Ähm, und Circular Economy war für mich 'ne Möglichkeit, konzeptionell, um da rauszukommen.

Speaker:

Ja, dass ich sag, ich hab ein System, das diesen Widerspruch auflöst.

Speaker:

Ist das 'ne erreichbare Utopie?

Speaker:

Oder sagst du, nee, also dieses Element des aktiv noch mal Reflektierens und letztlich Verzichtens, ja, weil genau das ist es.

Speaker:

Wenn ich drauf verzichte, mir ein neues Handy zu kaufen, wird es auch bei den besten Circular Economy Ansätzen immer erhalten bleiben.

Speaker:

Ja, also ich bin kein Fan von diesen, ähm, Eins oder Null Aussagen, ja.

Speaker:

Die machen's jetzt so schön einfach, ja.

Speaker:

Ja, ich, na, ich, ja, sie sind einfach, aber ich find sch, sie schwer zu, zu beweisen, ja.

Speaker:

Wenn ich jetzt sage, die Circular Economy macht die, äh, Wirtschaft oder Industrie komplett nachhaltig, ja, äh, und das in den nächsten fünf oder zehn Jahren, dann würde ich sagen, nein, das wird nicht funktionieren,

Speaker:

weil wir einfach Prozesse haben, die sind nicht so schnell umstellbar oder die werden immer Energie brauchen.

Speaker:

Und solange wir so 'n Energie-Footprint haben, wie wir heute haben, wird es nicht komplett Nachhaltigkeit, äh, nachhaltig sein.

Speaker:

Aber dennoch bin ich der Meinung, wenn wir jedes Jahr drei Prozent, ähm, äh, besser werden, dann haben wir ja schon in, in einigen Jahren, äh, 'ne Halbierung,

Speaker:

äh, oder 'ne Verdopplung der, der, des Gutens und, äh, daran würde ich arbeiten, ja.

Speaker:

Und, ähm, ich glaub, das ist möglich.

Speaker:

Nimm mal als Beispiel in der Industrie.

Speaker:

Die letzten dreißig Jahre wurde immer Lean Aktivitäten gemacht.

Speaker:

Wir haben Lean Leute ausgebildet, Six Sigma ausgebildet und so weiter.

Speaker:

Die, die Leute haben sich extrem viel Gedanken über Produktivitätsgewinne gemacht.

Speaker:

Mhm.

Speaker:

Und gerade in Deutschland, aber auch in anderen Ländern, haben wir jedes Jahr Produktivität draufgepackt.

Speaker:

Das Gleiche kann man doch auch mit, äh, Circular Economy machen, ja.

Speaker:

Und das ist ja auch das, was die Unternehmen machen.

Speaker:

Sie investieren in Photovoltaikanlagen, sie investieren in, äh, in Wärmetauscher, sie, äh, investieren in, äh, andere Materialien, sie reduzieren Materialien.

Speaker:

Also Stück für Stück, äh, wird, denk ich mal, auch die Wirtschaft, wenn man das so sagen kann, grüner werden, ja.

Speaker:

Ähm, aber nicht, nicht von heute auf morgen.

Speaker:

Und ja, wenn man 'n paar Parameter gleich lässt, dann würde natürlich mit 'ner steigenden Wirtschaft der CO₂-Aus, äh, -stoß größer

Speaker:

werden.

Speaker:

Das ist mal klar.

Speaker:

Wenn ich aber sage, von dem, was ich dort erwirtschafte, investiere ich wieder in genau die Themen, die ich eben genannt habe, dann wird sich dann der Ausstoß vielleicht auch langsam

Speaker:

runterentwickeln.

Speaker:

Und deswegen bin ich nach wie vor überzeugt, wenn wir in diese Richtung denken und vor allen Dingen die Menschen in die Richtung ausbilden.

Speaker:

Und da muss ich sagen, die Generation, die ich jetzt in der Hochschule, äh, in der Vorlesung, äh, habe, ne, die, die zwanzig bis 25-Jährigen, das ist ja genau die Generation,

Speaker:

die auch das möchte, ja, und die auch da kritisch drüber denkt.

Speaker:

Und, äh, ich hab da auch viele Diskussionen mit den Studierenden, die, ähm, die was verändern wollen.

Speaker:

Also ich bin da wirklich, äh, guter Dinge, dass das, äh, dass das zum Positiven geht.

Speaker:

Du hast vorhin jetzt gerade erwähnt, die Forward Logistics, die funktioniert gut, aber den Kreis zu schließen, da, da klemmt's noch.

Speaker:

Wo klemmt's da genau?

Speaker:

Hast du da so 'n, so 'n Klassiker, wo du sagst, ey, das müsste man mal lösen?

Speaker:

Weil letztlich ist es ja ein multifaktorielles Problem.

Speaker:

Man hat die Politik, Regulatorik, Technologie, äh, Gewohnheiten.

Speaker:

Kannst du uns das noch mal bissl auseinander zerlegen bezüglich diesen, w-wo, wo klemmt's, um diesen Zirkelschluss wirklich zu schließen?

Speaker:

Ja, das ist natürlich sehr produktabhängig, ja.

Speaker:

Aber wir können ja mal

Speaker:

Das Handy und das Automobil, äh, als, als zwei Beispiele nehmen, ja.

Speaker:

Äh, wenn ich jetzt das Handy nehme, äh, das ist immer eine, eine Frage, die ich am Anfang stelle: Wie neu sind eure Handys?

Speaker:

Ja, und dann frage ich immer durch und die meisten haben irgendwie zwischen ein, zwei Jahre.

Speaker:

Und dann gibt's auch immer so drei bis vier, die vielleicht ein fünf Jahre altes Handy haben.

Speaker:

Und dann kommen so Argumentationen: Ich kaufe aber mein Handy bei, bei, äh, bei Rebuy zum Beispiel als gebrauchtes, was ich auch mache, ja.

Speaker:

Und, äh, das sind natürlich schon mal, ähm, Ansätze, sage ich mal, ähm, dass man sagt, äh, man, äh, man steigert das Zirkulare,

Speaker:

indem der Verbrauch nicht so hoch ist, ja.

Speaker:

Um es aber dann, sage ich mal, mein altes Handy wieder zurückzubringen und das ist die nächste Frage, die ich stelle: Wie viel Handys habt ihr zu Hause in den Schubladen liegen?

Speaker:

Ja, und dann ist meistens auch zwei, drei Handys sind dann meistens in den Schubladen, ja.

Speaker:

So warum?

Speaker:

Weil der Prozess zurück, äh, manchmal gar nicht so einfach ist oder gar nicht so sichtbar ist.

Speaker:

Jetzt gibt's natürlich die Initiativen, dass der, dass der OEM oder der, der Hersteller, ähm, nach die Handys zurücknehmen, dass man die mit einschicken kann.

Speaker:

Ähm, Apple zum Beispiel hat auch mit Daisy, das ist so 'ne Montageanlage, die, äh, die ganzen iPhones, äh, äh, zurückbaut, also, ähm, zerlegt und dann

Speaker:

auch wieder versucht, die, die einzelnen Rohstoffe zu trennen und dann auch, äh, in den Recycle, Recyclingprozess zu bringen.

Speaker:

Das hat Apple organisiert, aber man muss ja auch überlegen, seit dem iPhone, ich weiß gar nicht, wie viele Milliarden Handys, äh, von Apple produziert wurden.

Speaker:

Wenn wir diese Rohstoffe alle wieder zurückhätten, das wäre ja fantastisch.

Speaker:

Ja, und wenn wir diese Rohstoffe auch alle wieder nutzen könnten, wiederum fantastisch, ja.

Speaker:

Und letztendlich, äh, muss die Consumer-Motivation muss angeregt werden, dass ich sage: Okay, mein Handy aus der Schublade, das bringe ich wieder

Speaker:

zurück in einen geordneten Kreislauf, wo dann auch entweder der Hersteller selbst oder ein unabhängiger Hersteller diese Elektronik, äh, Rohstoffe wiederverwenden kann,

Speaker:

ja.

Speaker:

Und beim Auto muss man sagen, ist ja, äh, der Prozess in Europa so: Die Hersteller bringen sie in den Markt.

Speaker:

Wir fahren die Autos zehn, fünfzehn Jahre und die europäischen Au, äh, Autos gehen dann häufig, wechseln den Kontinent, gehen Richtung, ähm, Richtung Afrika

Speaker:

und da ist halt dann die Frage: Wie werden sie dort, ähm, weiter, ähm, na, äh, bearbeitet, wenn sie noch mal zehn oder fünfzehn Jahr, Jahre genutzt werden?

Speaker:

Kommen denn die M, die Materialien wieder zurück?

Speaker:

Kann ein BMW den Stahl, vielleicht auch einen Teil des Kunststoffes wieder neu nutzen?

Speaker:

Und das ist nicht organisiert, äh, heutzutage und, äh, da müssen wir hin, dass, dass auch solche Stoffströme quasi dokumentiert sind und dann auch, äh,

Speaker:

das Material wieder zurück kann, weil die Automobilhersteller müssen ja, äh, bald, ähm, nach fünfundzwanzig Prozent recyceltes Mat, Material nutzen und dann noch mal fünfundzwanzig

Speaker:

Prozent davon, also glaube ich, dann sechs Komma zwei, fünf Prozent von den, von Autos als recyceltes Material nutzen.

Speaker:

Ja, das und das muss organisiert werden.

Speaker:

Und das ist halt schwierig, um deine an, Frage zu beantworten, weil die Kette geht einfach auf.

Speaker:

Wir sind viele Consumer über ganz viele Orte ver, ver, äh, verteilt und der Eigentümer oder der, der ins,

Speaker:

der das Produkt in den Markt bekommen ha, gebracht hat, der muss es eigentlich wieder zurücknehmen.

Speaker:

Und, äh, das ist einfach schwierig.

Speaker:

Es ist leichter, von einem nach viele zu verteilen als andersrum.

Speaker:

Wenn du auf die aktuellen Entwicklungen im Bereich KI draufguckst, bevor wir da in die Details, äh, einsteigen und das noch mal kognitiv

Speaker:

hier zerlegen.

Erst mal:

Wie ist dein Bauchgefühl hinsichtlich KI und den aktuellen Entwicklungen?

Erst mal:

Nicht nur, aber insbesondere auch vor dem Gesichtspunkt einer nachhaltigen Wirtschaft.

Erst mal:

Ja, also ich denk mal, in, in erster Linie kann man ja sagen, es ist schon faszinierend, was die KI, äh, für Fortschritte macht,

Erst mal:

ne.

Erst mal:

Also was sich da tut, was sich da entwickelt.

Erst mal:

Ähm, ich find's auch faszinierend, wie schnell jetzt, äh, zum Beispiel ChatGPT als vielleicht die, äh, äh, die Anwendung, die vielleicht am meisten, äh,

Erst mal:

genutzt wird, äh, von vielen, wie schnell die in die Breite gegangen ist.

Erst mal:

Und zwar weltweit, ja.

Erst mal:

Und zwar nicht nur bei meinen Kindern, sondern auch bei meinen Eltern, also auch von, von der Altersspreizung her.

Erst mal:

Ähm, alle nutzen es irgendwie.

Erst mal:

Ob's jetzt für Bilder machen oder für Texte generiert, äh, generieren ist, äh, es ist schnell, ähm, in die Welt gekommen.

Erst mal:

Und ich muss sagen, jetzt auch gerade bei uns in der akademischen Welt ist es natürlich ein wahnsinniges Hilfsmittel.

Erst mal:

Ja, ähm, es macht nicht alles besser.

Erst mal:

Also gerade bei Studierenden müssen wir ganz klar feststellen, dass zum Beispiel Masterarbeiten im Schnitt eher schlechter, schwächer werden, weil, äh, die Nutzung der KI,

Erst mal:

ähm, zu viel ist.

Erst mal:

Also es wird nicht als, als Hilfse

Erst mal:

Medium genutzt, das, was ich kann, vielleicht noch 'n Stück besser zu machen, sondern man man überlässt der KI zu viel von dem Ganzen.

Erst mal:

Aber dennoch ist es 'n neues Medium.

Erst mal:

Wir werden damit, äh, äh, umgehen zu lernen und, äh, und zu arbeiten und, äh, es wird uns extrem viel helfen.

Erst mal:

Wo ich momentan noch so bisschen, will nicht sagen skeptisch bin, aber zu schauen, ähm, weil ich auch so 'n KI Board gegründet habe

Erst mal:

mit, mit, äh, der Regionalentwicklung Oberland zusammen, wie die KI in die Unternehmen einfließt.

Erst mal:

Und zwar wirklich, um Produktivitätsverbesserungen, äh, zu erlangen.

Erst mal:

Äh, wir haben ja jetzt seit drei Jahren eigentlich eine stagnierende Arbeitsstundenproduktivität in Deutschland.

Erst mal:

Ich glaube dennoch, dass die KI oder auch die, äh, die Möglichkeiten, am Ende Prozesse zu optimieren oder auch zu digitalisieren durch die KI,

Erst mal:

äh, diese Arbeitsstundenproduktivität wieder, ähm, hochfahren wird.

Erst mal:

Also das, das werden wir sehen, ja.

Erst mal:

Arbeitsstundenproduktivität ist definiert als?

Erst mal:

Ja, das sind quasi, ähm, na, das hat was mit 'm Bruttoinlands-, äh, produkt zu tun und alle Arbeitsstunden, die in Deutschland geleistet werden und das ist dann, äh, 'n, 'n Koeffizient,

Erst mal:

um sicherzustellen oder festzustellen, äh, geht denn die Produktivität in Deutschland hoch oder runter.

Erst mal:

Also Outcome geteilt durch Arbeitsstunden.

Erst mal:

Okay.

Erst mal:

Ja, ganz genau.

Erst mal:

Ganz genau.

Erst mal:

Ja.

Erst mal:

All right.

Erst mal:

Ähm, du hast jetzt halt ganz viele Facetten angesprochen.

Erst mal:

Mhm.

Erst mal:

Lass uns mal mit dem studentischen universitären Lernen und Lehren beginnen.

Erst mal:

Wie ist dein Take?

Erst mal:

Was ist der optimale Sweet Spot für deine Studenten?

Erst mal:

Und daraus würd ich gern nämlich drauf extrapolieren, wenn ich jetzt was Neues lernen möchte, ja, obwohl ich nicht mehr Student bin.

Erst mal:

Was ist dein Sweet Spot, den du empfehlen würdest, um mit KI Technologie sich in ein neues Thema einzuarbeiten?

Erst mal:

Also ich würde immer, immer empfehlen, die KI natürlich zu nutzen.

Erst mal:

Ähm, aber man muss 'n bisschen aufpassen, dass man sie nicht nur als, äh, ähm, na, als, äh, ja, äh, generatives, äh, Instrument nutzt, weil dann

Erst mal:

hab ich schnell 'ne Lösung.

Erst mal:

Das ist aber nix anderes, als wenn ich aus 'nem Buch 'ne Seite kopiere und sage: "Schau mal hier, ich hab die Lösung." Äh, man muss sich schon damit, äh, auseinandersetzen.

Erst mal:

Äh, na, frei nach Goethe, es nutzt nix, äh, äh, zu wissen, man muss es auch, äh, auch tun, ja, und, äh, auch umsetzen und so weiter.

Erst mal:

Das heißt, man muss sich auch damit, äh, auseinandersetzen.

Erst mal:

Und, ähm, ich seh das manchmal, ich hab zum Beispiel meine Risikomanagement, äh, Vorlesung.

Erst mal:

Mhm.

Erst mal:

Da wird oder da, da möcht ich, dass die Studierenden aktiv, ähm, die KI nutzen, ja.

Erst mal:

Und, äh, man sieht dann schon, dass manche sehr schnell sind in der KI, also in der Nutzung des Tools, aber den Inhalt gar nicht, äh, mit beachten, ja.

Erst mal:

Die, die sind dann froh, ganz schnell 'ne, 'ne, 'n Ergebnis zu haben.

Erst mal:

Der Inhalt passt aber manchmal gar nicht, ja.

Erst mal:

Und dann gibt's wieder welche, die setzen sich extrem kritisch mit dem Inhalt auseinander.

Erst mal:

Und denen sage ich: "Und wenn ihr's jetzt noch 'n bisschen schneller, effizienter oder vielleicht sogar noch mal 'n bisschen besser haben wollt vom Boarding oder so was, dann nutzt die AI, äh, die KI zum

Erst mal:

Beispiel dazu." Ja.

Erst mal:

Und was ich selbst jetzt sehe, ist eigentlich, und das seh ich auch bei den Studierenden, um mir Hilfsmittel zu generieren, ja, auch zum Lernen meinetwegen,

Erst mal:

kann ich natürlich mit der KI extrem schnell programmieren und das, das, äh, versuch ich auch den Studierenden mitzugeben.

Erst mal:

Ich sag, sag eigentlich immer: "Ihr müsst hier die Hochschule verlassen und anwendungssicher sein in der KI." Ja.

Erst mal:

Das ist wie, wenn ich als Ingenieur 'n Taschenrechner bedienen, äh, kann, muss ich hier die Hochschule verlassen und muss aktiv KI anwenden können.

Erst mal:

Al-andernfalls find ich, äh, haben wir was falsch gemacht in der Ausbildung und der Wettbewerb ist zu groß draußen, dass die Studierenden ohne das auskommen würden.

Erst mal:

Ich find das Beispiel des Risikomanagements ganz spannend, das du grad angesprochen hast, weil das grad so 'n Paradebeispiel ist.

Erst mal:

Also wenn man sich jetzt Risiken identifizieren und dann auch 'nen Bewertungsvorschlag ausgeben lässt von 'nem generativen Modell, dann stelle ich fest, also wenn wir

Erst mal:

Automatisierungen für unsere Kunden bauen, dass es den Effekt gibt, dass nach dem dritten, vierten, ähm, Punkt, der bearbeitet wird, egal ob das

Erst mal:

jetzt 'n Risiko ist oder was man auch immer mit der KI gemeinsam bearbeitet, dass aber als sich so 'ne leichte kognitive Erschöpfung einstellt beim Menschen, dass man dazu neigt, dann

Erst mal:

einfach zu sagen: "Ah ja, ja, das wird schon passen." Und dann wird's gefährlich.

Erst mal:

Mhm.

Erst mal:

Und ich bin da momentan noch offen auf der Suche.

Erst mal:

Wir ver-- probieren da verschiedene Dinge aus, wie man das auch von der UI UX dann in den Griff kriegt, dass man eben nicht so in dieses, ah ja, ja, wird schon passen Muster verfällt.

Erst mal:

Äh, hast du dazu schon Erfahrungen gesammelt?

Erst mal:

Ja.

Erst mal:

Wenn man vielleicht eben als Studierender noch nicht die eiserne Disziplin sich erarbeitet hat.

Erst mal:

Äh absolut.

Erst mal:

Also das hab ich auch äh im Unternehmen äh festgestellt, dass die äh Mitarbeitenden teilweise der KI viel zu schnell alles zutrauen, ne.

Erst mal:

Da wird ganz schnell Text generiert, der auch häufig vernünftig klingt, ne und äh wo man schon auch bisschen mit was anfangen kann.

Erst mal:

Aber ich merke selbst, ich hat neulich 'n, 'n Freund getroffen, der hat gesagt: "Hey, du kannst doch alle Unterlagen jetzt per KI äh erstellen lassen." Da sage ich: "Ja, könnte

Erst mal:

ich, aber es reicht mir nicht." Ja, das Niveau reicht mir nicht, die Fachexpertise reicht mir nicht.

Erst mal:

Es sind vielleicht achtzig Prozent, aber das, was ich eigentlich äh äh selbst erstelle, das sind noch mal, da ist einfach noch mal was drauf, ja.

Erst mal:

Und das, das meine ich eben, das müssen die Studierenden auch sich erarbeiten.

Erst mal:

Und das er, äh-- das kannst du dir nur erarbeiten, wenn du Dinge miteinander vergleichst, dass du auch äh Dinge kritisch bewertest, ja, nicht sofort der, der KI

Erst mal:

äh jeglichen Glauben schenkst, nur weil, weil's gut formuliert ist.

Erst mal:

Weil die KI hat ja auch so 'ne Tendenz, immer, immer 'ne Aussage.

Erst mal:

Sie sagt ja nie, äh, da, da hab ich keine Antwort zu.

Erst mal:

Ja, also das, das ist ja schwierig.

Erst mal:

Deswegen muss man da tatsächlich aufpassen.

Erst mal:

Und ich denk zurück an meine Beratungszeit, ja.

Erst mal:

Da haben wir, man hat das immer Maschinenraum genannt, da haben wir viele Analysen gemacht.

Erst mal:

Wir haben Excel Tabellen ausgearbeitet, wir haben die Zahlen vom Papier in 'ne Excel Tabelle übertragen und so weiter.

Erst mal:

Was heute natürlich alles super, super schnell geht.

Erst mal:

Aber damals haben wir uns natürlich mit diesen Zahlen auseinandergesetzt.

Erst mal:

Wir haben auch verstanden, wo die Ko, äh-- Zahlen herkommen, wie sie fließen, warum sie dort sind und haben auch selbst erkannt, wo vielleicht Dinge nicht äh äh in Ordnung

Erst mal:

sind oder äh äh na, ähm jetzt äh nachvollziehbar sind.

Erst mal:

Und das kann man heute mit der KI alles sehr, sehr schnell machen.

Erst mal:

Aber dieses von Grund auf lernen, das geht natürlich verloren.

Erst mal:

Also da bin ich wirklich gespannt, wie grade jetzt die Beratungen, da arbeitet man sich ja als Berater und dann Projektleiter und Senior und so weiter hoch, wie die das in Zukunft machen,

Erst mal:

weil ähm die, die Mitarbeitenden dann vielleicht äh, ja, zu theoretisch dann unterwegs sind, weil sie ähm das Ganze nur mit der KI machen am Ende.

Erst mal:

Also ich vermute, dass es da noch 'ne Pendelbewegung geben wird.

Erst mal:

Mhm.

Erst mal:

Tatsächlich bin ich erschrocken.

Erst mal:

Viele Triple I Beratungen, mit denen wir zu tun haben, da find ich's immer krass, wie wenig die selbst auch noch mit KI arbeiten, auch in KI Implementierungsprojekten.

Erst mal:

Also muss man sich so vorstellen, ne: Ich geh als Consultant in 'ne Firma rein und will denen ein KI Transformationsprojekt da irgendwie durchsetzen und durchführen und arbeite aber

Erst mal:

persönlich noch mit Stift und Papier, ja, und komme noch nicht mal auf die Idee, dass ich mir für so stumpfe Tätigkeiten wie jetzt Note Taking, dass ich da was KI basiertes einsetzen könnte.

Erst mal:

Also das beobachte ich.

Erst mal:

Gleichzeitig gibt's jetzt auch schon, zum Beispiel bei den großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, der, der, die Bewegung, dass es heißt, okay, die Kosten müssen jetzt auf 'n Bruchteil der bisherigen Prüfungskosten runter.

Erst mal:

Und dann wiederum wird's aber vermutlich doch 'ne Rückholbewegung geben dahin, dass man sagt, okay, das kostet jetzt nicht 'n Zehntel, sondern vielleicht nur die Hälfte, ja.

Erst mal:

Aber Leute, wir brauchen dieses Budget und den Raum, damit wir hier Qualität abliefern können.

Erst mal:

Sonst kriegt ihr 'n hundert Prozent KI Ergebnis mit 'ner siebzigprozentigen Qualität.

Erst mal:

Ja, also ich denk mal, da, da, da steht uns noch einiges bevor.

Erst mal:

Ja, man, man muss aber auch sagen, Gott sei Dank aktuell, weil, ähm letztendlich, wenn die KI das komplett alles können würde und wahrscheinlich wird sie's irgendwann

Erst mal:

dann doch mal kennen, äh, können, weil natürlich die, äh, die Lernkurve da auch hochgehen wird.

Erst mal:

Aber letztendlich, dass es noch von 'nem Mensch beurteilt wird und auch die, die Kompetenz und die Erfahrung eines Menschen, äh, mit einfließt,

Erst mal:

äh, das find ich schon, find ich schon sehr wichtig tatsächlich, ja.

Erst mal:

Äh, du hast mir mal erzählt, dass du momentan für ein KI Kompetenzzentrum, äh, kämpfst.

Erst mal:

Ja, genau.

Erst mal:

Also das, äh, das nennt sich ein TTZ, ja.

Erst mal:

Das ist, äh, die Abkürzung für Technologietransferzentrum.

Erst mal:

Das sind, äh, also in Bayern wird das genutzt.

Erst mal:

Ähm, das sind so Förderprogramme für, für Hochschulen, die in die Landkreise, wo, äh, jetzt direkt keine Hochschule vor Ort ist, ähm, so Satelliten, ähm,

Erst mal:

äh, aufbauen, um dort Transfer, also Wissen, äh, in die Industrie, aber auch zurück in die Hochschule, äh, organisieren.

Erst mal:

Und, ähm, genau dadrum bewerben wir uns, äh, aktuell.

Erst mal:

Äh, das, äh, ist im Rahmen, äh, des, ähm, der Zusammenarbeit mit der Regional und, äh, Entwicklung, äh, Oberland, mit dem, äh, Landkreis Miesbach zusammen.

Erst mal:

Und, ähm, da wollen wir einfach, äh, die, die Tätigkeiten der TH Rosenheim mit in den Landkreis, äh, rein,

Erst mal:

äh, reinbringen, um dort die Han

Erst mal:

Viel, ähm, Pharmazie, Gesundheitsmanagement, also mit den Krankenhäusern.

Erst mal:

Die haben natürlich viel Gastgewerbe, ähm, ähm, Industrie.

Erst mal:

Die haben aber auch gute und sehr erfolgreiche Industrieunternehmen.

Erst mal:

Und dort wollen wir Digitalisierung und, ähm, und KI in die, äh, indirekte und direkte Wertschöpfung, äh, einbringen.

Erst mal:

Und wenn du, äh, äh, dir drüber Gedanken machst, warum macht ihr das besser als andere?

Erst mal:

Was sind da so deine, deine Grundprämissen, nach denen du vorgehst, damit das Ganze erfolgreich wird?

Erst mal:

Ja, ich hab tatsächlich dieses ganze Konzept, äh, mit dem Alexander Schmidt von der Reha, äh, infrage gestellt.

Erst mal:

Weil, ähm, die-- wir sprechen da immer von Förderungen, so zwischen fünf und sieben Millionen Euro, die der Freistaat, äh, über eine gewisse Zeit, fünf Jahre, äh, als Anschubfinanzierung,

Erst mal:

ähm, äh, fördert.

Erst mal:

Und wenn man sich die, ähm, die, äh, TTZs anschaut, dann ist das nicht selten, wird erst mal ein Gebäude gebaut, was dann, äh,

Erst mal:

meinetwegen 'n Investor baut.

Erst mal:

Das, das dauert dann seine Zeit lang und, ähm, dann werden Anlagen, Labore aufgebaut, die haben auch ihre Beschaffungszeit und so weiter.

Erst mal:

Und man sieht das.

Erst mal:

Ich hab da mal in 'nem, in 'nem, eher in 'nem Grenzgebiet, äh, ein, ein solches TTZ, äh, besucht.

Erst mal:

Äh, das kam mir jetzt nicht vor, als wenn das alles wirklich, äh, von der Nutzung her ausgelastet wäre.

Erst mal:

Und deswegen haben wir das kritisch beäugt und haben gesagt: „Hey, lasst uns doch, äh, das mehr virtuell denken, nicht in, in, in, in, in Beton und Eisen,

Erst mal:

sondern in der heutigen Welt, ähm, so wie wir jetzt kommunizieren, ja.

Erst mal:

Äh, es geht ja viel über Videokonferenzen, über kollaboratives Zusammenarbeiten in, in, in Dokumenten gemeinsam und so weiter.

Erst mal:

Lasst uns das doch viel mehr virtuell denken." Und so sind wir jetzt hingegangen und haben auch gesagt, wir brauchen viel weniger Geld, ja, und wir sind viel schneller am Start, weil wir das

Erst mal:

Ganze, äh, virtuell machen wollen.

Erst mal:

Und, äh, wir haben jetzt angefangen mit einem sogenannten KI-Board.

Erst mal:

Da sind, äh, zehn Unternehmen drinne, meistens mit ein oder zwei Unternehmens-, äh, -vertretern auf Managementebene und machen dort schon Transferleistungen,

Erst mal:

indem wir Unternehmen einladen, die sich mit KI, mit Digitalisierung auseinandersetzen, indem wir gemeinsame Probleme diskutieren,

Erst mal:

indem wir erste Lösungen, die vielleicht in einem oder im anderen Unternehmen mit KI, äh, entwickelt wurden, vorstellen und diskutieren.

Erst mal:

Und diese Transferleistung, da brauche ich kein Betongebäude dafür, da brauche ich keine, ähm, äh, Labore dafür.

Erst mal:

Das kann ich so machen.

Erst mal:

Und, äh, ich sage auch immer, die, diesen Begriff, den hast du ja auch schon mal gehört, äh, China Speed, ja.

Erst mal:

Wenn wir, ja, wenn wir zu lange warten, ja, die, äh, die Amis und die Chinesen, wenn ich das politisch, äh, mal sagen darf, die, die lächeln sich ja, äh, äh,

Erst mal:

in d..., in die, in die, wie sagt man, in die Hände oder in die Faust oder halt, äh, die, die schmunzeln ja dadrüber- Mhm.

Erst mal:

Mhm.

Erst mal:

-dass wir so lange diskutieren und vielleicht an unseren Vorschriften hängen bleiben, anstatt einfach zu machen, ja.

Erst mal:

Und mein ehemaliger Chef hat immer gesagt: „Machen kommt von machen", ja.

Erst mal:

Also anfangen.

Erst mal:

Und, äh, das wollen wir dort machen und, äh, hatten auch neulich mit Frau Aigner dazu 'n Termin und, äh, ich bin ganz guter Dinge, dass wir hier die, äh, die Regierung überzeugen

Erst mal:

können, dass so 'n leichtes Asset-Light-Konzept, äh, doch, äh, für die aktuelle Zeit, wo auch der Staat Kosten sparen muss, genau das Richtige ist in der Umsetzung.

Erst mal:

Und wenn wir jetzt mal auf diese zehn oder zehn Mitgliedsfirmen sind.

Erst mal:

Zehn Unternehmen sind das aktuell, richtig, ja.

Erst mal:

We-wenn wir jetzt mal auf die blicken.

Erst mal:

Äh, die Fragestellung, die m-mir häufig gestellt wird, wenn 'ne Firma am Anfang der KI Journey ist, das ist so: „Ey, Theo, wo soll man denn überhaupt anfangen?

Erst mal:

Ja, weil wir können irgendwie so vieles machen und es gibt eine Milliarde Tools.

Erst mal:

Brauchen wir Tools?

Erst mal:

Brauchen wir Technologie?

Erst mal:

Sollten wir auf 'n Hyperscaler gehen?

Erst mal:

Brauchen wir Use Cases?

Erst mal:

Brauchen wir Leuchtturmprojekte?

Erst mal:

Was kaufen wir ein?

Erst mal:

Was bauen wir selber?" Totale Desorientierung.

Erst mal:

Also das ist so 'ne Frage.

Erst mal:

Ich denk mal, das ist, glaube ich, selbst evident, dass, dass, dass Orientierung 'n wichtiges Thema ist, wenn sich 'ne Firma jetzt neu dem Thema KI widmet.

Erst mal:

Wie adressiert ihr das in dem, dem, ähm, Circle dieser zehn Firmen?

Erst mal:

Sind die am Anfang oder sind das alte Hasen?

Erst mal:

Und wie geht's ihr da vor, um mit denen jetzt 'n Schritt weiterzukommen?

Erst mal:

Na absolut.

Erst mal:

Alles, was du sagst, komplett richtig.

Erst mal:

Und dazu kommt noch eine Komponente: Die Sicherheit.

Erst mal:

Weil aktuell haben alle Unternehmen Angst, Daten – und da geht's ja wirklich um die, da geht's jetzt nicht mal um 'nen Vertrag oder so was, sondern da geht's um die Kernelemente

Erst mal:

des Produktes, ja.

Erst mal:

Mhm.

Erst mal:

Mhm.

Erst mal:

Die in die KI einzugeben und dann mit der Gefahr, oh, lernt das Modell jetzt oder lernt es nicht anhand meines, ja, eigenen Know-hows,

Erst mal:

wie kann ich damit umgehen?

Erst mal:

Wo sind meine Daten?

Erst mal:

Wo gehen die hin?

Erst mal:

Äh, wer nutzt die

Erst mal:

Vielleicht.

Erst mal:

Und auf deine Frage zu antworten: Wir haben am Anfang, äh, begonnen und, ähm, haben eigentlich genau diese Gespräche geführt und,

Erst mal:

ähm, ja, waren genau die Fragen-- Fragestellungen: Brauche ich ein eigenes Tool?

Erst mal:

Soll ich selbst was entwickeln?

Erst mal:

Gehe ich zu einem Hyperscaler?

Erst mal:

Was macht der mit meinen Daten?

Erst mal:

Ähm, setze ich vielleicht auf Karte A und merke gar nicht, dass Karte B aktuell schon, äh, viel schneller ist.

Erst mal:

Und, äh, es gibt ja auch viele kleinere Unternehmen, die momentan sehr, sehr agil am Markt sind.

Erst mal:

Macht es Sinn, auf so ein Unternehmen zu setzen oder muss ich auf einen großen gehen, ne?

Erst mal:

Und, äh, das sind die Fragestellungen und ich muss sagen, der Austausch zwischen den Unternehmen und jeder bringt Expertise ein, plus die externen

Erst mal:

Referenten, die wir mit reingebracht haben.

Erst mal:

Da haben wir so viel Wissen und da wieder Transferzentrum.

Erst mal:

Da haben wir so viel Wissen zwischen den Unternehmen, ähm, äh, transferiert.

Erst mal:

Man hat das neulich gesehen.

Erst mal:

Da waren dann noch mal, ähm, neue, äh, Unternehmen mit dabei und, äh, in dem Falle, ähm, hat man gemerkt, okay, die einen hatten

Erst mal:

jetzt schon spezifisches Wissen, was dann auch wieder auf die, auf die Neulinge, äh, zugekommen ist.

Erst mal:

Und, äh, man muss sagen, das, das Konzept funktioniert wirklich gut, weil man auf der einen Seite sieht, okay, die anderen haben die gleichen Probleme.

Erst mal:

Ja, man kann, wir sprechen ja hier häufig von kleinen, mittelständischen Unternehmen.

Erst mal:

Man kann sich auch mal zusammentun mit 'ner Idee und kann, äh, gemeinsam etwas in Erfahrung bringen, ja, weil die, die haben ja in den seltensten Fällen jetzt dreißig, vierzig IT-Fachkräfte,

Erst mal:

äh, im, äh, im, in im eigenen Unternehmen sitzen, sondern das ist ja meistens viel kleiner und durch die Gemeinschaft, äh, entsteht da eigentlich, äh, ein, ein

Erst mal:

Vertrauen und auch dieses Wissen.

Erst mal:

Und man muss auch sagen, die, die Manager, ich hab neulich zu dem einen gesagt, gesagt: In deiner Haut möchte ich eigentlich gerade nicht, äh, nicht, äh, äh, stecken, weil

Erst mal:

wenn ich jetzt, äh, zurückdenke, als meine, äh, als ich Geschäftsführer von, von, äh, der Firma Kronbach war, man muss ja immer Entscheidungen treffen, in was steckt man seine Investitionen.

Erst mal:

Und, ähm, da ist die Gefahr momentan schon groß, dass man vielleicht auf das Falsche ist.

Erst mal:

Zumindest hat man das Gefühl, man hat diese Unsicherheit: Setz ich auf das richtige Pferd aktuell, ja?

Erst mal:

Und aber diese Gespräche, wir treffen uns einmal im Monat, die helfen, ähm, ja, diese Fragestellungen, ähm, langsam stetig zu lös, äh, zu lösen,

Erst mal:

genaue Antworten zu finden und dann auch, äh, die ersten Projekte umzusetzen.

Erst mal:

Mhm.

Erst mal:

Ich hab neulich das Zitat aufgeschnappt.

Erst mal:

Ich weiß nicht mehr, wer's gesagt hat.

Erst mal:

Irgendeine schlaue, äh, äh, Managerin war das.

Erst mal:

Äh, diese KI-Transformation, die lässt uns die SAP-Einführung von S4 HANA wie ein Wochenendprojekt erscheinen.

Erst mal:

Das find ich gut.

Erst mal:

Das ist gut, ja.

Erst mal:

Okay.

Erst mal:

Das muss man sich mal vorstellen.

Erst mal:

Aber bin ich dabei und also ich find das auch extrem spannend, wenn man sich eben als kleiner Mittelständler in einer Gruppe zusammenschließen kann, weil jetzt mal vom Positiven gedacht, ich bin immer nicht

Erst mal:

so der Fan, drüber zu bashen und zu schimpfen, was alles nicht funktioniert.

Erst mal:

Wir haben einen Kunden, der macht 'n guten dreistelligen Millionen Jahresumsatz.

Erst mal:

Also die, die haben schon eine Firepower und bei denen, ich hab da echt Respekt vor deren Durch-, äh, äh, -Zug, ja, weil, weil die fahren mehrere Strategien gleichzeitig.

Erst mal:

Ja, die nehmen Standard-KI-Tools von der Stange, bauen sich Proprietäres im Haus, aber in der Cloud kosteneffizient, ziehen aber momentan genauso 'ne On-Prem-GPU-Strategie

Erst mal:

hoch, ja.

Erst mal:

Und also wirklich, ich hab da Respekt vor dieser Managementleistung, weil die dann auch total schnell Use Case ausprobieren.

Erst mal:

Ah, funktioniert nicht so wie erwartet, pivotieren wir rüber auf die andere Geschichte.

Erst mal:

Also die sind da super agil und ich glaub, also das musst du erst mal schaffen, ja.

Erst mal:

Und dann in der Gruppe zu arbeiten, dass du nicht alle diese Experimente selber durchführen musst.

Erst mal:

So hab ich dich verstanden, oder?

Erst mal:

Dass man das ein bisschen auch in der Gruppe verteilt.

Erst mal:

Das ist, glaube ich, ganz, ganz wichtig.

Erst mal:

Sonst landet man am Ende, wie du sagst, ne, bei: Okay, ich hab auf Option A gesetzt, aber Option B wär die bessere gewesen.

Erst mal:

Also das, was du jetzt beschreibst für das Unternehmen, wenn man das, das nötige Kleingeld hat, finde ich fast sogar die beste, äh, die be, das beste Vorgehen, weil's

Erst mal:

einfach tatsächlich, genau das beschreibt unser Board auch, unklar ist, was ist eigentlich das beste Pferd, auf das ich setzen kann, ja.

Erst mal:

Auch für das jeweilige Unternehmen.

Erst mal:

Du hast ja manchmal Unternehmen, die arbeiten aktuell gerade sehr stark im Verteidigungsbereich, ja.

Erst mal:

Mhm.

Erst mal:

Die haben ja noch mal ganz andere Sicherheitsauflagen, wie sie mit ihren Daten umgehen müssen, ja.

Erst mal:

Das heißt, die sind ja noch, die, die zweifeln ja noch mehr oder, äh, äh, haben natürlich noch stärkere Ketten an sich, wie sie mit den Daten umgehen müssen.

Erst mal:

Und, äh, da brauchen wir aber Geschwindigkeit in dem Bereich, ja.

Erst mal:

Also ist das, äh, natürlich so 'n Dilemma, ja.

Erst mal:

Und alle drei Sachen auszuprobieren, ähm, das find ich schon mal mutig, ja.

Erst mal:

Und das find ich auch stark, wie du's beschreibst.

Erst mal:

Und das ist zum Beispiel jetzt auch ein ander

Erst mal:

Satz, den ich in das KI-Board mit übernehmen würde, dass ich sage: Hey, lasst uns mal wirklich alle drei Wege beschreiten und dann bewerten, ähm, wer welche Erfahrungen

Erst mal:

mit gemacht hat, ja.

Erst mal:

Ich hätte jetzt noch, äh, 'n Thema auf der Agenda, äh, wo mich deine einerseits, äh, professorale Sichtweise auch aus wieder einer nachhaltigen Wirtschaftsperspektive

Erst mal:

interessiert, wie auch quasi klassisches Unternehmertum.

Erst mal:

Und zwar ist es ja so, dass KI-Technologie momentan-- Es ist teuer, ja, aber es ist eigentlich noch nicht real.

Erst mal:

Die realen Kosten, die wären noch nicht bis zum Endkonsumenten durchgereicht.

Erst mal:

Also was ich so mitbekomme, es wird immer noch viel subventioniert, einfach um Marktanteile zu gewinnen.

Erst mal:

Und, ähm, der Energiebedarf von KI ist ja heute schon massiv, sodass wir ja darüber sprechen: Ja, okay, wir können die Modelle nicht mehr größer machen

Erst mal:

und nicht noch mehr Daten fürs Training verwenden, weil die Erde und die Menschheit nicht mehr Strom zur Verfügung stellen kann, ja.

Erst mal:

Also wir, da, da sind wir wirklich schon an 'nem physikalisch fundamentalen Limit irgendwo angelangt, was ja vielleicht nur 'ne Idee davon vermittelt, äh, in welchen Größenordnungen

Erst mal:

vom Ressourcenaufwand wir uns hier momentan bewegen.

Erst mal:

Gleichzeitig haben wir die allerallermeisten KI-Use-Cases noch überhaupt nicht angedacht.

Erst mal:

Mhm.

Erst mal:

Und das ist so was, wo ich mir denke: Okay, also dafür hab ich quasi meine Perspektive viel zu klein irgendwo.

Erst mal:

Also ich hab deutlich zu wenig, insbesondere zu wenig volkswirtschaftlichen Überblick, um, um, um dieses, um diese Schere irgendwie einordnen zu können.

Erst mal:

Kannst du die einmal für uns einordnen?

Erst mal:

Wie, wie blickst du auf diese Ambivalenz?

Erst mal:

Ja, eigentlich so wie, ähm, na die, die, die Geschichte uns den, den Umgang mit, mit neuen Technologien eigentlich immer, immer gezeigt hat, ne.

Erst mal:

Wenn man das jetzt, äh, von der Dampfmaschine mal beginnt oder auch, äh, ganz modern Solar, Solarzellen nimmt, ne.

Erst mal:

Die Technologien haben sich ja immer weiterentwickelt und, äh, oder nimm noch das Elektrofahrzeug dazu.

Erst mal:

Ja, ich, äh, ich kann mich erinnern an Gespräche mit, äh, deutschen Automobilherstellern.

Erst mal:

Äh, das Elektroauto wird's nie schaffen, ist absolut ineffizient.

Erst mal:

Äh, na, der Tesla, der kann ja nicht mal Autos bauen et cetera, et cetera, ja.

Erst mal:

Die Geschichte hat uns bewiesen, sowohl die Dampfmaschine hat sich entwickelt, äh, wenn man das weiterdenkt an den Dieselmotor, an 'ne hocheffiziente, äh,

Erst mal:

äh, na, ähm, Kraftwärmemaschine.

Erst mal:

Mhm.

Erst mal:

Und, äh, das Gleiche bei den, äh, na, äh, PV, äh, äh, Anlagen.

Erst mal:

Die Preise sind gefallen, ich meine seit 2000 um neunundneunzig Prozent oder achtundneunzig Prozent.

Erst mal:

Also die, da ist einfach Effizienz in der Produktion reingekommen und so weiter.

Erst mal:

Und beim Elektroauto, mein erster Elektro, äh, äh, Wagen, der, der hatte, glaube ich, 'ne Reichweite von hundertfünfundsiebzig Kilometer, wo ich die Heizung im Winter ausgemacht hab.

Erst mal:

Und, äh, heute fahr ich, äh, würde ich, was weiß ich, bis ans Nordkap hochfahren, ohne mir eine-- Gedanken zu machen, weil ich weiß, ich komme da hoch, ja.

Erst mal:

Und da erwarte ich auch bei der KI, dass das ganze Thema effizienter werden wird.

Erst mal:

Es wird sicherlich auch-- Aktuell ist es sehr en vogue.

Erst mal:

Ja, es wird wahrscheinlich auch der Umgang damit vernünftiger werden, weil grade die Prozessverbesserungen in den Unternehmen, da bin ich tatsächlich noch kritisch,

Erst mal:

wie sehr uns die KI tatsächlich helfen kann.

Erst mal:

Also alles, was mit Sprache zu tun hat, muss ich sagen, funktioniert super.

Erst mal:

Alles, was mit Programmierung zu tun hat, wow, ja, was, was für eine Produktivitätssteigerung.

Erst mal:

Aber alles, was, äh, mit, äh, mit, äh, äh, Unternehmensprozessen zu tun hat, wo wirklich technisches Know-how gefragt ist, da sehe ich's tatsächlich noch 'n bisschen kritisch.

Erst mal:

Natürlich, wenn jetzt jemand, ähm, Kundenreklamationen bearbeitet, Qualitäts, äh, reklamationen, äh, bearbeitet und muss

Erst mal:

aus einer, sage ich mal, weltweiten Datenbank, äh, viele Informationen verarbeiten.

Erst mal:

Toll, da wird die KI extrem helfen.

Erst mal:

Ja, also da, da werden wir Produktivitäten sehen, aber wahrscheinlich nicht überall.

Erst mal:

Und deswegen glaube ich schon, wir werden realistischer mit der KI umgehen und, äh, die KI wird auch als Technologie wird sie effizienter

Erst mal:

werden, ja.

Erst mal:

Und wenn am Ende, wenn sie's nicht wird, dann werden die Leute irgendwann merken, okay, ist viel zu teuer und es wird dann doch keiner kaufen und dann wird auch der, der Einsatz

Erst mal:

vielleicht von KI wieder zurückgehen, weil diese Millionen, die aktuell investiert werden in den Hype, gar nicht mehr zur Verfügung stehen.

Erst mal:

Also auch da wird der Markt am Ende beweisen, wird's funktionieren oder wird's nicht funktionieren.

Erst mal:

Da würde ich noch e-einen Aspekt gerne mit einwerfen, den ich nämlich initial gar nicht am Schirm hatte hinsichtlich Effizienz.

Erst mal:

Äh, ich denk mal zurück an die Zeit, als ich am Max-Planck-Institut Code, wissenschaftlichen Code geschrieben hab, der dann auf 'nem kleinen Ableger des Supermuck, also

Erst mal:

des Supercomputers in Garching, ausgeführt wurde.

Erst mal:

Und ich will gar nicht wissen, welchen CO2-

Erst mal:

Footprint ich damit verursacht hab, ja.

Erst mal:

Weil du startest 'n Programm und dann läuft es nicht auf sechzehn oder zweiunddreißig, sondern zweiunddreißigtausend CPU-Kernen gleichzeitig.

Erst mal:

Und, äh, okay, Doktorarbeit fertig, ja, alles hat so weit funktioniert.

Erst mal:

Die Simulationen wurden irgendwann in endlicher Lebenszeit fertig.

Erst mal:

Passt.

Erst mal:

Aber dann später, als dann die KI-Modelle aufgekommen sind, ich hab mal 'n kleines, so 'n, so 'n Würfelholz, äh, Kombinatorikspiel geschenkt bekommen.

Erst mal:

Ich hab's zum Verrecken nicht hinbekommen, diesen Würfel wieder zusammenzusetzen.

Erst mal:

Aber ich war imstande, das Problem sozusagen erst mal als, äh, äh, Kombinatorikproblem zu formulieren und hab dann gemeinsam mit damals dem GPT-4

Erst mal:

Modell mir 'nen Python-Code schreiben lassen, um das zu lösen.

Erst mal:

So, Python-Code, viel zu viele Kombinationsmöglichkeiten hätte wieder vierundneunzigtausend Jahre gedauert, bis, bis das ausgerechnet war.

Erst mal:

Und dann innerhalb von, ich glaub, fünfzehn Minuten, ähm, haben wir, also dieser KI-Agent und ich haben diesen Code sukzessive verbessert.

Erst mal:

Am Ende bin ich hingekommen bei einem hypereffizienten parallelisierten Code, der direkt in C++ implementiert war, ja.

Erst mal:

Laufzeit vierzehn Sekunden.

Erst mal:

Ja, super.

Erst mal:

Und da denk ich mir so: Krass, wenn ich damals diese Optimierungsskills gehabt hätte, ja, weil als Doktorand, ich hab die, die Physik verstanden,

Erst mal:

war aber im Wesentlichen mittelmäßig guter Programmierer für Hyperscaled Programming, ja.

Erst mal:

Wenn ich das gehabt hätte, dann hätte das sozusagen den CO2-Footprint dieser KI-Prompt Faktor zehntausend wieder wettgemacht, ja.

Erst mal:

Und das find ich, das wird häufig übersehen.

Erst mal:

Da denkt man immer, Effizienzgewinn dadurch, dass man sich Arbeitszeit spart, ja, mit dem Impact dann auf 'm Arbeitsmarkt.

Erst mal:

Aber wie viel Software-Code läuft 'n dreißig Jahre lang auf irgendeiner Siemens SPS, verbrät permanent fünfundzwanzig Watt zu viel und das läppert

Erst mal:

sich dann auch über den Weg, ja.

Erst mal:

Also das, das denk ich, das sollten wir auch mit am Schirm haben und auch Use Cases in dem Bereich suchen.

Erst mal:

Also da hast du vollkommen recht.

Erst mal:

Ähm, ich glaube, wenn die KI so 'n bisschen ausgereifter ist, dann könnte man auch ganz viele, ich denk jetzt auch an Masterarbeiten oder auch, äh, Themen in der Industrie: Wo kann ich denn

Erst mal:

Energie einsparen, um zum Beispiel Software effizienter laufen zu lassen?

Erst mal:

Weil Software laufen lassen heißt Energie verbraten, ja, oder Energie nutzen und, äh, absolut, ja, und das, das zeigt's ja wieder, ne.

Erst mal:

Äh, wenn die Technologie dann mal etabliert ist und man weiß, wofür man sie nutzen kann und auch in der Breite angekommen ist und vielleicht dieses

Erst mal:

En-vogue-Thema mal bisschen rum ist und man sich auf die Basics konzentriert, dann, äh, dann wird das auch, äh, wieder Effizienzen gewinnen, ja.

Erst mal:

Und beim Programmieren, ich hab letzte Woche meine erste HTML-Seite programmiert, und zwar auch in wenigen Se-Sekunden, ja, äh, weil das auch aus diesem KI-Board rausgekommen

Erst mal:

ist als Idee und ich war total fasziniert, äh, wie schnell das ging, ja.

Erst mal:

Jetzt bin ich da überhaupt nicht zu Hause, aber ich hab's über die KI hinbekommen.

Erst mal:

Und wenn jemand da wirklich zu Hause ist, das täglich macht, ja, was kriegt der denn für 'ne Produktivitätssteigerung?

Erst mal:

Das ist ja faszinierend, ja.

Erst mal:

Mike, ähm, viele fallen momentan vom Glauben ab, äh, wenn die so sehen, wie KI auch ihr eigene Profession attackiert,

Erst mal:

muss man ja schon fast sagen.

Erst mal:

Mhm.

Erst mal:

Jetzt hast du aber auf deinem LinkedIn-Profile, "Don't stop believing", ja, als, als Leitmotiv hab ich gesehen.

Erst mal:

Richtig, ja.

Erst mal:

Wo-- hinsichtlich welchen Glaubenssatzes sollte man nicht vom Glauben abfallen?

Erst mal:

Auch in zehn Jahren nicht.

Erst mal:

Ja, ich find, dass es, dass es halt immer weitergeht, ja.

Erst mal:

Es hör-- Also der, äh, na, wie heißt der jetzt noch, der, der CEO von, von Bosch, der hat das mal in 'nem Interview gesagt, äh, na, es geht ja immer weiter, ja.

Erst mal:

Und es geht ja auch nie zurück und stehenbleiben tut man ja so, so oder so nicht.

Erst mal:

Und, ähm, grad dieses, was ich meinen Studenten mitgebe, ähm, wir dürfen jetzt nicht denken, dass wir in ein bis drei Jahren die Welt von links auf

Erst mal:

rechts, äh, drehen können, aber wir werden sie immer weiter zu 'nem Besseren entwickeln können, wenn wir das denn wollen, ja.

Erst mal:

Das ist ja das, das Größte.

Erst mal:

Und, äh, der Glaube, der, der, der versetzt, äh, der, der kann Berge versetzen, ja.

Erst mal:

Und, äh, wenn wir 'ne Idee als Mensch, äh, im Kopf haben und das sieht man ja auch bei vielen Unternehmern, die Vision treibt an.

Erst mal:

Und deswegen bin ich der Meinung, wenn man, äh, nicht aufhört zu glauben und ich mag auch den Song, ja, ähm, dann, äh, dann kann, kann das uns immer wieder

Erst mal:

weiterbringen, ja.

Erst mal:

Und, äh, das Bessere ist ja immer für jeden unterschiedlich, äh, definiert.

Erst mal:

Der eine sucht die Ruhe im Wald, der andere sucht, äh, sein Glück auf 'm Motorrad oder meinetwegen irgendwie unter vielen Menschen in 'nem Konzert.

Erst mal:

Aber, ähm, es ist schon schön, wenn man auf dieser Welt lebt.

Erst mal:

Viele suchen das Paradies.

Erst mal:

Ich bin der Meinung, wir sind schon im Paradies und, ähm, wir können's nur besser machen.

Erst mal:

Deswegen ist das mein Slogan, ja.

Erst mal:

Mike, vielen Dank für dieses Gespräch.

Erst mal:

Es war mir eine Ehre.

Erst mal:

Sehr gerne, Theo.

Erst mal:

Ich hoffe, ja genau, das hat, äh, mir hat's sehr viel Spaß gemacht.

Erst mal:

Vielen Dank.

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