Artwork for podcast Africa with André - auf Deutsch
Sukkulenten, Syndikate und Sanbona: Die überraschende Welt der Pflanzenwilderei
Episode 247th January 2026 • Africa with André - auf Deutsch • André Thomas
00:00:00 00:21:49

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Shownotes

Was haben Nashörner, Elefanten ... und Sukkulenten gemeinsam? Sie alle werden gewildert!

In dieser aufschlussreichen (und gelegentlich auch verblüffenden) Folge treffen wir Paul Vorster aus dem Sanbona Wildlife Reserve im südafrikanischen Westkap.

André und Paul besprechen die wilde Welt des Pflanzenwildraubs, in der winzige Sukkulenten, die auf Ihrem lokalen Markt nur wenige Euro wert sind, internationale Verbrechersyndikate befeuern können. Von Nashorn-Hornschmuggel bis hin zu Käfersammlern mit grossem Ego, beleuchtet dieses Gespräch die weniger bekannten Seiten des Kampfes um den Naturschutz – und die stillen Helden, die sich dagegen wehren.

Paul erzählt uns ausserdem, wie Sanbona 62.000 Hektar altes Weideland in eines der schönsten renaturierten Schutzgebiete Südafrikas verwandelt hat.

Diese Folge erinnert uns daran, dass es bei der Rettung der Wildnis Afrikas nicht nur um die „Big Five“ geht - es geht um jede Pflanze, jedes Insekt und jeden Menschen, der dort zu Hause ist.

 

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Sanbona Wildreservat: https://www.sanbona.com/

CapeNature: https://www.capenature.co.za/

Klein Karoo: https://www.karoo-southafrica.com/klein-karoo/


Artikel von Paul

“Daily Maverick” Bericht: https://www.dailymaverick.co.za/article/2025-07-08-conviction-reveals-criminal-syndicates-shifting-focus-in-illegal-plant-trade/


Youtube video von “Daily Maverick”: https://www.youtube.com/watch?v=CRLkwZAhXQ4


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Sound credits: uppbeat.io/ und https://pixabay.com/

Transcripts

Willkommen zu einer neuen Folge von Africa with André, wo wir Afrika Feiern - One Story at a Time.

[:

Aber wusstest du dass es sogar ein großes Geschäft mit der Wilderei von Sukkulenten gibt? Ja genau, diese Pflanzen mit dicken fleischigen Blättern oder Teile, die Wasser speichern.

Im Mai:

Dort waren Pflanzen, die gewildert, gestohlen und verkauft werden, damit Menschen niedliche kleine Pflanzen, in kleinen Töpfen auf ihrem Schreibtisch haben können. Ich habe Paul Vorster von Sanbona eingeladen, um mit mir über dieses Thema zu reden. Vielen Dank schon mal an Sascha Jaenicke, dass er hier für Paul einspricht.

Hallo Paul, willkommen zum Podcast.

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[00:01:11] André: Stell dich kurz vor: wer ist Paul? Und erzähl uns doch gleich was von Sanbona.

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Ich bin seit ca. 20 Jahren im Sanbona Wildlife Reserve in Western Cape von Südafrika tätig. Ich habe auch etwas Zeit in Mosambik und anderen Provinzen Südafrikas verbracht, habe es geschafft, sub-Sahara-Afrika zu bereisen, und bin schließlich in der Karoo gelandet.

Das Sanbona-Reservat liegt etwa drei Stunden von Kapstadt entfernt, und ist ein absolutes Juwel der Artenvielfalt und Endemismus. Ich glaube, das ist auch der Grund, warum ich schon lange hier arbeite. Es ist ein sehr spannendes Projekt, an dem man mitwirken kann, es ist vielfältig, und selbst nach 20 Jahren lernen wir täglich Neues dazu.

[:

[00:02:15] Paul: Weißt du, vor 400 Millionen Jahren war dieses Gebiet ein flaches Meer. Als das Wasser abfloss, und die Landschaft frei liegte, gab es hier im Western Cape große Berge.

An bestimmten Stellen haben wir sehr saure Böden, und dadurch entstand diese Fynbos-Umgebung, mit den endemischen Pflanzen.

Wenn man von der südlichen Küste Südafrikas landeinwärts, über die Berge in die trockenen Gebiete fährt, gelangt man in die Karoo-Region.

Und ja... Weil wir so nah an Kapstadt liegen, hat sich die Landwirtschaft in den letzten 100 Jahren ausgebreitet, und die Region wurde bewirtschaftet.

Sanbona hat heute eine Größe von 62.000 Hektar. Angefangen haben wir mit 54.000 Hektar, wir haben es also geschafft, unsere Fläche zu vergrößern, was für unser Projekt gut ist.

Als wir in Sanbona ankamen, war die Idee, einen Teil dieser alten Ackerflächen zu renaturisieren, um mehr der einheimischen Wildtierarten, die historisch gesehen dort vorkamen. Wir waren die ersten, die freilebende Großtiere angesiedelt haben, die bis vor 200 Jahren in dieser Region heimisch waren. Arten wie Elefanten, Löwen und Geparden.

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[00:03:29] Paul: Ja, ich denke schon. Es gab verschiedene Umstände, die sie vertrieben haben dürften. Es gab einen Wettbewerb um Ressourcen.

Auch heute gibt es weltweit noch Konflikte zwischen Menschen und Wildtieren. Damals wurden die Tiere gejagt, weil sie eine proteinquelle waren, die für die Menschen, die in die Gegend gezogen sind, leicht verfügbar waren.

Es waren nicht erst die Bauern, schon vorher waren die Ureinwohner der Region, die San- und Khoi-jäger unterwegs, auch sie haben Tiere gejagt. Und ich denke Fragmentierung, und wahrscheinlich auch die Übernutzung der Tierarten, all diese Dinge haben eine Rolle gespielt.

[:

[00:04:07] Paul: Das hat im Laufe der Zeit zu einem Rückgang der Bestände geführt, sodass seit ca. 200 Jahren keine dieser großen Tiere mehr übrig waren. Deshalb ist es ein so faszinierendes Projekt, an dem man mitwirken kann. Da das, was wir versucht haben, so neu war, mussten wir es wissenschaftlich fundieren- es gab keinen Entwurf dafür, was wir in der Region tun sollen.

Wir mussten uns in einer sehr sensiblen Umgebung bewegen- es handelt sich um Halbwüstengebiet. Daher wussten wir, dass wir es richtig machen müssen. Sonst würden wir dauerhaft negative Auswirkungen haben.

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[00:04:45] Paul: Ja, absolut. Das ist etwas, was in unserem Leben nicht mehr rückgängig gemacht werden kann.

22, 23 Jahre später forschen wir immer noch, und ich denke, das ist das Spannende daran, wir erkennen, wie wenig wir tatsächlich darüber wissen.

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Lass uns dann direkt zum Thema Wilderei gehen. Was ist generell das Wichtigste zum Thema im südlichen Afrika? Ich meine, wir hören viel über Nashörner, aber mir scheint, dass Elefanten kein so großes Problem mehr sind? Aber vielleicht täusche ich mich da auch?

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[00:05:24] André: sorry, damit meinst du Menschen, die Tiere töten, um ihre Familie zu ernähren, oder?

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Und das ist eine große Herausforderung, denn wir wissen, dass es viele Menschen gibt, die unterhalb der Armutsgrenze leben, und ums Überleben kämpfen.

Aber abgesehen von der Wilderei zur Selbstversorgung, gibt es auch Wilderei für "Organized Crime", oder organisierte Verbrechersyndikate- zum Beispiel für Hörner von Nashörnern.

Ich glaube auch, dass mit Elfenbeinen auf dem gesamten Kontinent immer noch illegal gehandelt wird. Aber die Öffentlichkeit ist medienmüde. Deswegen hören wir weniger darüber.

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[00:06:19] Paul: Und weil es sich um internationale Netzwerke, und organisierte Kriminalität handelt, ist es mit Geldwäsche, Kriegstreiberei, Drogen und allen möglichen illegalen Aktivitäten verbunden.

Dann gibt es noch die Gewinnung von pflanzlichen und tierischen Produkten für medizinische Zwecke, für traditionelle Medizin. Viele unserer Kulturen sind immer noch stark auf Heilpflanzen angewiesen. Wenn man also... nicht in der Nähe von Apotheken oder Krankenhäusern wohnt, werden Pflanzen manchmal einfach zu diesem Zweck gewildert.

Und, zu guter Letzt, gibt es einen internationalen Sammlermarkt, auf dem Raritäten gehandelt werden. Dies beschränkt sich nicht nur auf Pflanzen. Das reicht von kleinen Käfern, die nur oberhalb einer bestimmten Höhe vorkommen, über seltene Reptilien bis hin zu kleinen Arten, die stark endemisch oder vom Aussterben bedroht sind.

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[00:07:19] Paul: Ja, ich denke, das ist vielleicht eine Art "Meins ist größer als Deins" Ansatz. Oder "schau dir diese neue Raritäten meiner Sammlung an". Und das ist wirklich widerlich, aber derzeit eine sehr reale Bedrohung.

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Ich bin ehrlich, wenn du mir gesagt hättest, dass jemand eine Ratte oder eine kleine Antilope tötet, um seine Familie zu ernähren, hätte ich das nicht unbedingt als Wilderei eingestuft. Aber natürlich, wenn diese Antilope eben Sanbona gehört und gestohlen wird, dann ist es natürlich Wilderei.

Arbeitet ihr denn mit der Community rund um das Reservat zusammen, um zu versuchen, das Ganze zu reduzieren? Oder ist das etwas, das ihr mit Cape Nature oder anderen zusammen angeht?

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Aber direkt hinter dem Zaun, auf der anderen Seite, gibt es vielleicht eine kleine Pufferzone, in den Tierartenvorkommen, die diesen Gemeinden Lebensunterhalt, Komfort und Schutz bieten können.

Es gibt einen guten Trend im Naturschutz: entlang dieser festen Grenzen, findet man oft großartige Partnerschaften, bei denen die Gemeinden einbezogen werden, und ihnen erlaubt wird, in den kontrollierten Raum zu ernten.

Die Community profitiert, anders als früher, von einem Tourismus- und Naturschutzmodell. Der Versuch besteht also darin, so inklusiv wie möglich zu sein.

Andere Naturschutzgebiete haben keine dieser Gemeinden an ihren Grenzen, weil sie etwas abgelegener liegen, und dann ist die Subsistenzwilderei keine so große Bedrohung. Aber, genau dort findet man dann diese spezialisierten Pflanzen und Tierarten, die wiederum auf den Sammlermarkt begehrt sind.

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Die Wilderei von Pflanzen für medizinische Zwecke, hat schon eine Ähnlichkeit mit der Wilderei von Tieren zur Selbstversorgung.

Erzähl uns doch, wer steckt hinter dem Sammlermarkt für Pflanzen, und wohin werden diese verschickt?

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Ich kann sagen, dass die Naturschutzbehörde der Region, Cape Nature, und einige andere Interessensgruppen, unglaubliche Arbeit leisten. Es gibt spezielle Taskforces, sprich Sondereinheiten, die eingerichtet wurden, um dies einzudämmen, da es mit anderen organisierten kriminellen Netzwerken zusammenhängt.

Wenn wir nicht wachsam sind, können Wilderer in einer abgelegenen, unbewachten Gegend innerhalb von ein oder zwei Nächten, ein paar Tausend dieser kleinen Pflanzen ausgraben.

Sie werden dann direkt entfernt, anschließend zu einer Einrichtung gebracht, wo sie neu verpackt werden. Danach werden sie beispielsweise in eine andere Provinz transportiert, um von dort aus in Kisten exportiert zu werden. Dann gelangen sie nach Asien, Europa, oder wo auch immer der Absatzmarkt ist.

Heutzutage geht vieles über Soziale Medien. Im Internet findest du Webseiten, die diese Pflanzen verkaufen. Einige Pflanzen werden legal angebaut, normalerweise braucht man dafür spezielle Genehmigungen, aber die meisten werden illegal geerntet. Und genau hier sehen die Wilderer leider eine Lücke.

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[00:10:55] Sascha: Ja, das ist so. Und sie verwenden gut organisierte Netzwerke die zum Transport von Drogen, und anderen illegalen Schmuggelwaren genutzt werden, und packen einfach ein paar Sukkulente hinzu, und verschicken es auf diese Weise.

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[00:11:14] Paul: Ja, oft sind es Leute, die nur mit dem Licht von Handytaschenlampen, nachts rumlaufen und suchen nach bestimmten Pflanzen. Sie haben Werkzeuge dabei, holen die Pflanzen raus, verpacken sie und sind sofort wieder weg. Das ist nicht nur in Südafrika so, auch in den Wüsten Namibias, werden ihre seltenen Pflanzen oder Tiere gesucht.

Egal ob sie sich um Pavian-Spinnen, oder Käfer, oder eine kleine, hübsche Sukkulente handelt. Es gibt einen Markt dafür.

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Und wie du gesagt hast, ja, ich führe dieses Gespräch mit dir, aber es müssen so viele Personen, und Organisationen, gemeinsam mit Cape Nature und den Behörden zusammenarbeiten.

Wir, als "die Guten" müssen den Kartellen einen Schritt voraus sein, und das ist nicht immer einfach.

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Wie du gesagt hast, wir haben vorhin über eine Ratte oder eine kleine Antilope gesprochen. Da denkt man, "oh, das ist ja nur eine Kleinigkeit, wenn man das nimmt, das wird schon niemand bemerken". Aber wenn wir so weitermachen, verlieren wir den Kampf um den Erhalt der Artenvielfalt. Innerhalb unserer Lebenszeit wird es definitiv Auswirkungen haben, wenn wir nicht zusammenarbeiten.

Alle Beteiligten, ob privat oder öffentlich, wir alle haben die Verantwortung, wachsam zu sein und zu versuchen, dieses Naturerbe, dass wir "Mutter Natur" nennen, zu schützen. Denn das ist es, was uns im Moment auf der Erde hält. Und ganz ehrlich, wir sind die größte Bedrohung für diesen Planeten.

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Ich nehme mal an, dass ihr Männer und Frauen angestellt habt, die gegen Wilderei vorgehen? Verrate uns natürlich keine Geheimnisse, aber wie werden die ausgebildet?

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Wir feiern heute die Naturschützer, Ranger und Guides, die als Hüter der Wildnis ihre Zeit und Energie einsetzen, egal ob Sommer oder Winter, Regen, Schnee oder Sonnenschein, dort draußen zu patrouillieren, und zu versuchen, die Naturräume zu schützen und zu bewahren.

Wir stellen gerne Mitarbeiter aus unseren lokalen Gemeinschaften ein, dass auf Naturschutzebene viele Arbeit zusammen mit der Community geleistet wird.

Im Tourismus gibt es heutzutage schon viele Möglichkeiten- als Field Ranger oder Naturschützer, Koch werden oder Haushälterin. Wir möchten uns auf unsere Gemeinde heraus entwickeln.

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Das gibt uns zusätzliche Sicherheit vor Wilderern, die vielleicht durch die Gemeinde eindringen wollen, schätze ich mal.

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In der Vergangenheit haben wir versucht, Leute zu rekrutieren, die schon Erfahrung aus anderen Naturschutzgebieten haben, die aber oft sehr weit von uns entfernt gelebt haben. Wir haben aber gemerkt, dass die Menschen aus diesen Gebieten die Kultur, Geschichte und die Jahreszeiten unserer Landschaft nicht kennen.

Daher wurde es für uns sehr wichtig, in unsere Gemeinde zu gehen, und hier Personen mit der richtigen Einstellung und Fähigkeiten auszuwählen, um sie zu Field Rangers auszubilden. Und sie bilden den Kern der Anti-Wilderei-Einheiten.

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Habt ihr irgendwelche Erfolgsgeschichten aus der Anti-Wilderer-Einheit, die du mit uns teilen kannst?

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Nicht lange danach, wurden wir von unserem Naturschutzpartnern, Cape Nature, angesprochen. Sie meinten sie hätten verdächtige Bewegungen in unserer Region bemerkt, und ob wir helfen könnten.

Natürlich haben wir mitgemacht, und das war eine gemeinsame Operation zwischen der südafrikanischen Polizei, Cape Nature und uns. Dadurch gelang es einigen Pflanzenwilderer in der Region zu verhaften.

Und durch diese wenigen Festnahmen, die wir in dieser Nacht gemacht haben, gelang es, ein großes Unikat aufzudecken. Aber wir sind nur ein kleines Rad, das versucht, in unserer Region etwas zu bewegen.

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[00:16:18] Paul: Weißt du, wir wollen einfach unsere Arbeit machen, ohne viel Preis zu geben.

Wir wollen nicht wirklich darüber sprechen, aber innerlich wissen wir, dass wir auf eine Weise dazu beigetragen haben. Also werden wir den Kampf still und leise weiterführen.

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[00:16:39] Paul: Ich hatte bereits erwähnt was für ein starkes Instrument soziale Medien sind. Es gibt ja eine ganze Reihe von Organisationen die wirklich eine große Rolle beim Naturschutz und bei der Bekämpfung der Wilderei spielen.

Sanbona ist dabei nur ein Beispiel. Sanbona ist eine gemeinnützige Organisation, das Land und das Projekt gehören einer gemeinnützigen Einrichtung, es gibt keine Person, die Anteile hat. Alles, was wir aus dem Gastgewerbe und dem Tourismus erwirtschaften, fließt direkt in die Community Development, und den Naturschutz, die regionale Sicherheit und die Bekämpfung der Wilderei zurück.

Das ist das Modell, das wir verwenden. Es ist ein sehr anspruchsvolles Modell, da der Naturschutz sehr teuer ist.

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[00:17:33] Paul: Ja, absolut, ganz genau.

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[00:17:50] Paul: Ich denke, was uns wirklich einzigartig macht, ist, dass wir 62.000 Hektar Freifläche haben. Es ist eine Halbwüste, also wirklich empfindliche Landschaft. Die Landschaft ist nicht monoton, sondern unglaublich vielfältig, mit endlosen Aussichten. Es gibt Hügel, über Hügel, über Hügel, mit tiefen Tälern. Es ist eine uralte Landschaft, was uns sehr besonders macht.

Wir haben drei Lodges. Also derzeit nur 27 Zimmer auf 62'000 Hektar.

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[00:18:23] Paul: Genau, das sind 54 Betten, wenn man es hochrechnet. Also mehr als 1000 Hektar Fläche pro Gast.

Unsere Werte sind Bewahrung, Verbundenheit und Streben, deshalb fordern wir uns intern heraus, diese Werte täglich in allen Bereichen unseres Unternehmens zu leben. Wir wollen vorsichtig vorgehen; wir wollen das Gebiet in einem besseren Zustand hinterlassen, als wir es vorgefunden haben.

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[00:18:54] Paul: Oh je, da gibt es viele.

Da gibt es die tiefen gelegenen Gebiete an den Flussläufen, oder auf den Bergrücken und mit einem klasse Blick über die Kleine Karoo. Und all diesen Orten spürst du die Brise auf der Haut, oder die Sonne im Gesicht.

Ich liebe diese Gegend, und ich hatte keine Ahnung, was sie für einen großen Einfluss auf mein Leben haben würde. Ich kann also nicht sagen, das oder das, es ist das gesamte Reservat.

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Vielleicht ist die nächste Frage etwas einfacher. Was ist dein Lieblingstier und warum?

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[00:19:43] André: Was gefällt dir an ihnen?

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Aber sie können auch einfach nur Aas fressen. Es gibt vieles, was die Menschen an ihnen nicht schätzen, weil sie als Aasfresser gesehen werden. Und viele Menschen... sie etwa für schmutzig und ungepflegt halten. Aber das ist nicht das ganze Bild. Sie sind hart, aber gleichzeitig auch ziemlich sanft. Ich glaube, sie werden oft missverstanden.

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[00:20:25] Paul: Danke, André, dass ich hier einen Beitrag leisten konnte, um Bewusstsein zu schaffen, und das ist so ein wichtiges Thema, man könnte tagelang darüber reden.

Hoffentlich erreichen wir hiermit ein Publikum, das sich dafür interessiert. Ich schätze diese Gelegenheit wirklich sehr, vielen Dank.

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Paul hat mir auch von weiteren Erfolgen bei der Bekämpfung der Wilderei in anderen Regionen des Landes erzählt, an denen Sanbona mit beteiligt war. Aus offensichtlichen Gründen habe ich mich entschieden, diese Informationen in dieser Folge nicht zu inkludieren.

Etwa zwei Wochen nach dem Interview, hat mir Paul einige Nachrichtenartikel weitergeleitet über Wilderer, die verurteilt wurden. Also es gibt doch immer wieder mal Good News. Ich werde Links zu diesen Artikeln in den Shownotes für euch ablegen.

Sanbona ist an mehreren Naturschutzprojekten beteiligt, darunter eines mit Geparden. Das Reservat ist auch ein wichtiger Akteur in einem Projekt, das sich auf die Cape Mountain Zebras konzentriert. Das Projekt soll die genetische Vielfalt dieser Zebras innerhalb des Reservats, und in der weiteren Region sicherstellen.

Es ist wunderbar zu sehen, wie begeistert Paul ist, wenn er über den Erfolg dieses Projekts redet.

Ich fand es faszinierend etwas über Pflanzenwilderei zu lernen. Und ich hoffe, dass dir diese Folge auch gefallen hat. Lass mich wissen, was du davon hältst. Ich würde mich über eine Nachricht freuen, podcast at africawithandre.com.

Bis zum nächsten Mal.

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