Hallo zusammen und herzlich willkommen zu einer neuen Folge vom HSG Student Podcast.
Speaker A:
Mein Name ist Sira und zusammen gehen wir auf die Suche nach spannenden Geschichten und Persönlichkeiten der HSG.
Speaker A:
Die heutige Folge ist ganz besonders.
Speaker A:
Ihr erkennt es vermutlich bereits am Folgentitel.
Speaker A:
Es handelt sich um die 100.
Speaker A:
Folge des HSG Student Podcast.
Speaker A:
Wenn ich diese Zahl sehe, bin ich ehrlich gesagt ein wenig überrascht und gleichzeitig beeindruckt, denn 100 Folgen sind ziemlich viel.
Speaker A:
Natürlich ist es nicht nur mein Verdienst.
Speaker A:
Ich habe zwei wunderbare Vorgänger, Andreas und Oli.
Speaker A:
Ihr erinnert euch vielleicht An die Folge 63 meine allererste Folge as holst des Podcasts, in der ich Andreas und Oli zu Gast hatte.
Speaker A:
Nun war, wo wir bei der 100.
Speaker A:
Folge angelangt sind, ist es Zeit kurz darauf zurückzublicken.
Speaker A:
Gleichzeitig ist für heute ein Special geplant, denn ich habe zwei ganz besondere Gäste eingeladen, die wir gleich begrüßen werden.
Speaker A:
SG Zoom Podcast wurde im Jahr:
Speaker A:
Insgesamt sind die Folgen rund mal gedownloadet worden und das Publikum hat sich schrittweise vergrößert.
Speaker A:
In den meisten Folgen wurden spannende Gäste eingeladen und es gibt ein Thema, welches sich über die Jahre durchgezogen hat Entrepreneurship.
Speaker A:
Es ist faszinierend, dass Ideenreichtum, das insbesondere von Studierenden, auch von der Universität St.
Speaker A:
Gallen ausgeht, zu beobachten und mitzuverfolgen.
Speaker A:
Gründerinnen und Gründer schaffen es als eine Idee, ein konkretes Geschäftsmodell entstehen zu lassen, um mit ihrer Vision großen Impact zu haben.
Speaker A:
Sie sind das beste Beispiel dafür, wie viel man erreichen kann, wenn man seinen Träumen folgt.
Speaker A:
Auch in Zukunft wird Entrepreneurship einen zentralen Pfeiler unserer Wirtschaft und Gesellschaft ausmachen und ich bin mir sicher, dass in den nächsten 100 Folgen viele weitere Founder im Gespräch sein werden.
Speaker A:
Das bringt mich zu den heutigen Gästen, welche einige Gemeinsamkeiten aufweisen.
Speaker A:
Sie sind beide in der Start up Szene unterwegs, in Berlin stationiert und Alumni der Universität St.
Speaker A:
Gallen.
Speaker A:
Gleichzeitig gibt es aber auch ein paar Unterschiede, insbesondere die Perspektive, die sie in ihrem Leben einnehmen.
Speaker A:
Felicia von Reden ist Gründerin und CEO von OVUM Care, einem Startup im Bereich von modernen Fruchtbarkeits und Kinderwunschbehandlungen.
Speaker A:
Zusammen mit ihrem Team arbeitet sie daran, diese Behandlungen mit Hilfe von Technologie und künstlicher Intelligenz, persönlicher, verständlicher und datenbasierter zu machen.
Speaker A:
Adrian Locher ist Unternehmen und Investor und bewegt sich seit Jahren an der Schnittstelle von Venture Capital, künstlicher Intelligenz und dem Aufbau von Unternehmen.
Speaker A:
Er hat unter anderem das Unternehmen Merantix mit aufgebaut, welches der Leitidee Leading the AI Revolution in Europe folgt.
Speaker A:
Und er hat selbst mehrere Unternehmen gegründet, zuletzt mit starkem Fokus auf datengetriebene Geschäftsmodelle.
Speaker A:
Nun ist es mir eine große Ehre, die beiden in dieser besonderen Folge begrüßen zu dürfen.
Tatsächlich ist bei mir der kopfähnliche Richtung ambitioniert.
Speaker A:
Driven und ambitioniert.
Speaker A:
Das klingt nach einer sehr, sehr guten Kombi und ich glaube, wir werden das jetzt auch noch herausfinden in den nächsten Minuten des Podcasts.
Speaker A:
Ich habe euch jetzt bereits ganz kurz eingeführt.
Speaker A:
Es würde mich nur trotzdem interessieren, wie ihr euch selbst noch vorstellen würdet, Vielleicht auch mit einem Fakt oder einer Tatsache, die man zunächst nicht von euch erwarten würde.
Speaker C:
Also ich starte gerne einmal rein.
Speaker C:
Stell dir vor, du hast es gerade schon hervorragend gemacht.
Speaker C:
Herzlich Dank für die Einleitung.
Speaker C:
Du hast erwähnt, mein Name ist Felicia, ich bin Gründerin, Geschäftsführerin der ovumcare.
Speaker C:
Ovumcare ist ein Unternehmen im Bereich des Gesundheitswesens, wie du richtig gesagt hattest, im Kinderwunschbereich.
Speaker C:
Wir bauen KI, um als Vorstellen zu verbessern, gleichzeitig um Effizienzen im Gesundheitssystem zu optimieren.
Speaker C:
Ich glaube, etwas, was man von mir nicht direkt vermuten würde oder was man nicht so direkt weiß, ist, dass ich das Unternehmen aus eigenem Interesse gebaut habe.
Speaker C:
Ich bin selber vor etlichen Jahren mit recht schwerer Endometriose diagnostiziert worden und habe dann meine eigene Journey im Kinderwunschbereich bzw.
Speaker C:
Im reproduktionsmedizinischen Bereich gestartet und habe festgestellt, dass da doch sehr große Marktlücken vorhanden sind und aus diesem Wunsch etwas Besseres zu erschaffen ist darum dann die Open Care entstanden.
Speaker A:
Okay, das klingt sehr, sehr spannend.
Speaker A:
Wie sieht es bei dir aus, Adrian?
Speaker B:
Genau, ich habe im Studium zum ersten Mal gegründet, das ist jetzt auch ein paar Jahre her und hab seitdem weit über 10 Unternehmen mit gestartet, in über 100 investiert.
Speaker B:
I'm a builder.
Speaker B:
Ich baue gerne.
Speaker B:
Ich habe als Kind angefangen mit meinem Vater Autos zu bauen, dann habe ich als Jugendlicher Computer zusammengebaut, irgendwann habe ich Software gebaut und heute baue ich Firmen.
Speaker A:
Das ist eine sehr, sehr schöne und natürlich auch schnelle Entwicklung dann jetzt.
Speaker A:
Ihr seid beide eben im Entrepreneurship Umfeld unterwegs.
Speaker A:
Was ist es denn, was euch tatsächlich antreibt?
Speaker A:
Also Felicia, du hast es gerade gesagt, wirst gegründet, basierend auf deiner persönlichen, auf deinem persönlichen Hintergrund, wo du irgendwie auch dieses Bedürfnis gesehen hast und dann eben die Marktlücke festgestellt hast.
Speaker A:
Aber so ganz grundsätzlich, was ist das, Was ist euer Antrieb rund ums Gründen und Investieren?
Speaker C:
Ich kann gerne mal rein starten.
Speaker C:
Mein Weg ins Gründertum hat schon sehr früh begonnen.
Speaker C:
Ich habe, ich komme aus einem recht unternehmerischen Umfeld.
Speaker C:
Beide, meine Eltern hat ja auch davor die Generation, mein Großeltern, alle waren unternehmerisch tätig.
Speaker C:
Das heißt, es wurde mir wortwörtlich in die Wiege gelegt, das Unternehmertum.
Speaker C:
Und ich erzähle mal gerne die Geschichte.
Speaker C:
Ich war nicht im Kindergarten, sondern ich hatte einen kleinen Schreibtisch neben dem meiner Mutter und immer wenn sie das Telefon hochgenommen hat, habe ich mein kleines Kindertelefon hochgenommen und habe praktisch nachgemacht.
Speaker C:
Das heißt, Unternehmertum ist für mich sehr, sehr, sehr, sehr früh schon irgendwo mitgegeben worden, Entsprechend auch sehr früh unternehmerische Strukturen kennengelernt von Marketing, Sales über Verhandlungen, wie eben auch der Alltag eines Unternehmers aussieht im Vergleich zu dem eines Angestelltenverhältnis.
Speaker C:
Und damit hat sich der Wunsch, selber etwas zu bauen, eben auch schon sehr früh entwickelt.
Speaker C:
ch auch im Masterstudium dann:
Speaker C:
Und dann, wie gesagt, bin ich sehr stark auch immer meiner persönlichen Intuition gefolgt von Märkten, die ich einfach sehr spannend fand, von merken, die mir etwas geben, wo ich das Gefühl habe, etwas verändern zu können und gleichzeitig mich dort auch sehr wohl zu fühlen.
Speaker A:
Das klingt sehr, sehr interessant.
Speaker A:
Adrian, bei dir etwas, was dich ganz spezifisch interessieren würde.
Speaker A:
abe ich gesehen, dass du seit:
Speaker A:
Oder wie sieht es bei dir aus?
Speaker B:
Ja, in der Tat.
Speaker B:
Also ich habe ja:
Speaker B:
t, Nachdem die Technologie so:
Speaker B:
Und als ich angefangen habe, mir die Themen etwas genauer anzuschauen, ich bin dann auch mal kurz zurück an die Uni und habe da ein paar Kurse besucht in Stanford zum Thema Computer Science und Machine Learning.
Speaker B:
Und bei mir ist immer mehr die Klarheit, okay, das wird einfach die wichtigste Technologie und zwar nicht des Jahrzehnts, sondern des Jahrhunderts werden in vielerlei Hinsicht mit vielen parallelen zu der Internet Economy, die 20 25 Jahre vorher entstanden ist und zu einer Neudefinition von ganz vielen Industrien geführt hat.
Speaker B:
Und für mich war KI als Grundlagentechnologie wird einen noch viel größeren Einfluss Impact haben auf Gesellschaft, auf die Welt, auf Unternehmen, Industrien und so weiter.
Speaker B:
Und für mich war klar ich bin ein Bauer, ich baue gerne und jetzt hier kommt eine so große, so wichtige Technologie, da will ich unbedingt dabei sein.
Speaker B:
Das heißt, ich habe entschieden, mich mit KI zu beschäftigen, noch bevor ich wusste, was ich dann eigentlich wirklich bauen werde und bauen will und bin dann einfach auf die, habe mich da einfach auf den Weg gemacht und mit extrem vielen Menschen mich ausgetauscht, dabei auch dann sehr viele verschiedene Richtungen mir angeschaut, in welche KI eine Rolle spielen wird.
Speaker B:
Ich habe in der Anfangsphase, als ich meinen Co Founder Rasmus kennengelernt habe, mit ihm zusammen ungefähr 100 Business Cases mir angeschaut, um rauszufinden, in welche Industrie wird KI welchen Einfluss haben.
Speaker B:
Und aus dem heraus ist dann eigentlich auch unsere Investmentphilosophie entstanden, mit der wir auch heute in KI Unternehmen, in KI Startups in einer ganz frühen Phase, also sprich Pre Seed und Seed investieren und auch in dem Bereich als Venture Studio eigene Unternehmen bauen.
Speaker A:
Jetzt muss ich trotzdem nachfragen.
Speaker A:
2016 War ja noch nicht ganz so klar, wie sich das Ganze entwickeln würde.
Speaker A:
Außerdem, damit sind wir heute noch ein bisschen beschäftigt, sind die ganzen Regulationen und Guidelines auch noch nicht klar gewesen.
Speaker A:
Also wie kann und soll der Einsatz von KI überhaupt erfolgen in der Gesellschaft und in den unterschiedlichen Bereichen?
Speaker A:
Das heißt, es war auch mit sehr großer Unsicherheit verbunden.
Speaker A:
Hattest du da Respekt davor oder hast du das wirklich einfach nur als Chance gesehen?
Speaker B:
Ich habe es wirklich nur als Chance gesehen, weil ich finde, Risiken ist immer ganz, ganz wichtig, die auch im Blick zu haben, aber Dinge nicht zu tun, nur weil sie Risiken haben.
Speaker B:
Das war noch nie meine Stärke oder das war noch noch nie etwas, nachdem ich mich wirklich ausgerichtet habe, sondern ich habe sehr stark mich auf die Chancen und auf die Opportunities, die daraus entstehen, fokussiert.
Speaker B:
Und wie gesagt, ich war in dieser ersten Internetwelle schon dabei, habe da mein erstes Unternehmen aufgebaut und habe sehr starke Parallelen gesehen zu der Zeit.
Speaker B:
Und das war für mich ausschlaggebend genug zu okay, da will ich wirklich rein und da kann ich mir auch vorstellen, die nächsten 20 Jahre meines Lebens drin zu verbringen.
Speaker B:
Das war auch so der Anspruch an mich selber.
Speaker B:
Ich will etwas finden, womit ich mich die nächsten 20 Jahre wirklich beschäftigen kann.
Speaker B:
Und da war KI als Thema definitiv groß genug.
Speaker B:
Zu sehen, wo die Reise hingeht, war natürlich zu dem Zeitpunkt auch immer noch schwer.
Speaker B:
Klar, auf der anderen Seite hast du einfach gesehen, was die Technologie damals schon konnte und in wie vielen Bereichen das angewendet werden würde.
Speaker B:
Und das ist natürlich heute jetzt schon zu einem, ich sage immer bewusst kleinen Teil Realität geworden, weil ich bin überzeugt, das, was mit KI möglich ist, davon sehen wir gerade das erste Prozent.
Speaker A:
Ich finde es mit der Risikobereitschaft ganz interessant.
Speaker A:
Und Felicia, jetzt würde mich interessieren, wie stehst du dem gegenüber?
Speaker A:
Also würdest du dich auch als Risk Takerin bezeichnen, die gerne die Risiken eingeht und wirklich die Chancen verfolgt oder bist du da etwas vorsichtiger?
Speaker C:
Ich glaube, wenn ich nicht in die Kategorie risikoliebend mich reinziehen würde, dann wäre ich, glaube ich nicht da, wo ich heute bin.
Speaker C:
Einerseits zusammenarbeitend mit Venture Capital Funds wie Mirantix, mit Adrian selber, aber auch das Bauen, was ich heute baue.
Speaker C:
Grundsätzlich bin ich ein Mensch, der sehr stark in die Richtung geht go big or go home.
Speaker C:
Klar nach dem Motto Geschäftsmodelle bauen und Dinge anfassen, die Kategorien verändern können und damit nicht nur inkrementell, sondern radikal verändern können.
Speaker C:
Das ist der Anspruch, den ich ein Stück weit an mich selber stelle.
Speaker C:
Ich habe kein Interesse daran, etwas zu bauen, was ein kleines bisschen die Welt verändert, sondern wenn wir etwas anfassen, dann soll es auch etwas sein, was wie gesagt Veränderungen herbeiführen kann.
Speaker C:
Und das per Definition braucht eine gewisse Risikobereitschaft.
Speaker C:
Das ist in vielerlei Fällen funktioniert es nicht und da muss man auch sehr resilient sein, wenn etwas nicht funktioniert.
Speaker C:
Und ich glaube, das ist so der Alltag eines Unternehmers.
Speaker C:
Viele Dinge funktionieren absolut nicht.
Speaker C:
Man probiert 10 und eine davon funktioniert.
Speaker C:
Und eine wichtige Komponente dessen ist es einfach am Ball zu bleiben, genau zu wissen, warum ist man da, wo man ist, weswegen geht man dieses Risiko ein für die größte Vision, die man ansatzweise selber stellt, aber eben auch für die Zukunft hat.
Speaker C:
Und dann wirklich dran zu bleiben und zu kämpfen und immer wieder neu aufzustehen und zu schauen, wenn der Weg nicht funktioniert hat, was ist ein anderer Weg, der funktioniert.
Speaker B:
Für mich war das immer, also das, was mich inspiriert hat, Unternehmer zu werden, waren die vielen vielen Unternehmerinnen, Unternehmer vor mir, die ich inspirierend fand im Sinne, die haben die Welt nicht so genommen, wie sie ist und dann suchst du dir da einen Weg, sondern die haben alle die Welt so gesehen, wie sie sie haben wollten und dann entsprechend dorthin gebaut.
Speaker B:
Und das war schon sehr früh auch so mein Weg.
Speaker B:
Ich hatte ein paar Joboffers während dem Studium und habe alle abgelehnt, weil ich gesagt habe, ich sehe mich selber nicht, einen vorgezeigten Weg zu gehen, sondern ich will meinen eigenen Weg finden, auch wenn das natürlich zum Teil etwas crazy ist.
Speaker B:
Ich habe ja, das ist vielleicht etwas, was die Leute nicht über mich wissen.
Speaker B:
Ich habe mal einen Goldman Job abgelehnt, was zu dem Zeitpunkt schon so das Nonplusultra war, wenn du jetzt in St.
Speaker B:
Gallen warst und habe mich dann stattdessen entschieden, meine Softwarefirma zu bauen.
Speaker B:
Und ich glaube, das war für mich immer schon so der Weg.
Speaker B:
Ich möchte gerne neue Wege designen und ich möchte die Welt so bauen, wie ich sie mir vorstelle, auch wenn es natürlich sehr ambitioniert ist und auch ganz oft dann nicht funktioniert.
Speaker B:
Ich habe ja auch Sachen gestartet, die nicht funktioniert haben, aber ich glaube, der Faktor Bist du glücklich mit dem, was du tust?
Speaker B:
War für mich immer ausschlaggebend und auch die kritische Frage, die ich an mich selber stelle, Bin ich gerade auf dem richtigen Weg?
Speaker A:
Ich glaube, die Frage Bist du glücklich mit dem, was du tust, die sollten wir uns alle hinter die Ohren schreiben.
Speaker A:
Und das ist auch etwas, was ich auch mitbekommen habe, was insbesondere Leute im Studium sehr stark beschäftigt und natürlich dann auch darüber hinaus geht.
Speaker A:
Jetzt Adrian bist ja nicht nur Founder, sondern du unterstützt und investierst ja aktiv auch andere Startups Und ich habe schon ein bisschen vorgegriffen.
Speaker A:
Ihr beiden kennt euch bereits inwiefern oder bzw.
Speaker A:
Wie seid ihr aneinandergeraten?
Speaker A:
Wie habt ihr euch kennengelernt?
Speaker A:
In welchem Kontext und wie können sich die Zuhörerinnen und Zuhörer das vorstellen?
Speaker B:
Ja, ich würde sagen Netzwerk Felicia hat uns gefunden.
Speaker B:
Dann haben wir relativ schnell rausgefunden, dass wir eigentlich ziemlich gut zueinander passen und dass wir gemeinsam Unternehmen aufbauen möchten Und das ist das, was wir bei Merantix Capital jeden Tag tun.
Speaker B:
Unternehmen starten mit Gründerinnen und Gründern.
Speaker B:
Aber vielleicht will Felicia etwas zur Kennenlernphase erzählen.
Speaker C:
Ja, tatsächlich da so ein bisschen den Kontext reinfüllend.
Und wir haben gerade angesprochen, manche Dinge funktionieren, manche funktionieren nicht und es gibt ganz verschiedene Gründe, weswegen etwas nicht funktionieren kann.
Speaker C:
Meines Unternehmen habe ich nach einem Jahr beschlossen, dass das Team nicht fasst, dass das Team nicht funktioniert und habe dann noch mal einen Schritt zurückgemacht und für mich überlegt, okay, grundsätzlich die Richtung Bauen Unternehmertum absolut ohne Frage, aber wer sind die richtigen Partner?
Speaker C:
Was sind die richtigen Leute, mit denen ich mich umgeben muss, um den Impact, wo wir gerade vom Kommen zu maximieren?
Speaker C:
Go big home, das kommt genau wieder das mit durch.
Speaker C:
Dann bin ich über stolpert tatsächlich auch über die HSG.
Speaker C:
Ich hatte so ein bisschen über Adrien gelesen und hatte dann rein gemacht und hatte angefangen mit dem Team zu sprechen und saß dann relativ kurze Zeit später mit Adrian im Büro.
Speaker C:
Wir haben angefangen zu sprechen, wie Adrian das gesagt hat.
Speaker C:
Man merkt dann recht schnell, ob man auf einer Wellenlänge ist und dann passte das und ich will das noch mal unbedingt unterstreichen.
Speaker C:
Für mich ging es darum drum nicht um baue ich, gründe ich was, baue ich, was auch immer, sondern es ging mir wirklich um die richtigen Menschen.
Speaker C:
Und Adrian, das, was du gerade sagtest, das ist das, was ihr mit Merantix macht.
Speaker C:
Ihr baut Dinge, ihr baut Unternehmen, ihr arbeitet mit Menschen.
Speaker C:
Das war im Endeffekt auch genau das, was mich in das Ökosystem reingezogen hat, mit den richtigen Leuten, die gewisse Vorerfahrung einfach schon haben, die Dinge sehen, die ich selber noch nicht sehe, dann wirklich zu starten und was Großes draus zu machen.
Speaker A:
Okay, das klingt sehr, sehr spannend.
Speaker A:
Wir werden nochmals auf die Zusammenarbeit zurückkommen.
Speaker A:
Es gibt aber einen weiteren Aspekt, den ich gerne ansprechen will.
Speaker A:
Adam ist gesagt, ihr hattet mal eine Absprecher dann in die USA gemacht, aber im Moment seid ihr beide in Berlin lokalisiert.
Speaker A:
Ist das ein Zufall oder sagt ihr, Berlin ist im Moment der Start up Hotspot, an dem man sein muss?
Speaker B:
Das ist kein Zufall.
Speaker B:
Ich bin bewusst aus San Francisco wieder zurück nach Europa gekommen, weil für mich klar war, diese Technologie wird auch in Europa einen großen Impact haben.
Speaker B:
Und eigentlich haben wir in Europa alles, was es braucht, um große Unternehmen zu bauen.
Speaker B:
Wir haben exzellenten Research, wir haben exzellentes Talent, wir haben starke Industrien und wir haben auch das Kapital, insbesondere in der Frühphase.
Speaker B:
Nur setzen wir die Dinge noch nicht so richtig zusammen.
Speaker B:
Und das war auch einer meiner Beweggründe aus Merantix jetzt sozusagen nicht nur ein Investor zu machen, sondern auch ein ganzes Ökosystem, was all diese Dinge zusammenbringt jeden Tag und dafür sorgt, dass die richtigen Grundlagen gelegt sind, dass man eben auch Großunternehmen bauen kann.
Speaker B:
Und zu dem Zeitpunkt, wo wir entschieden haben, wir bauen es in Europa, haben wir uns Europa angeschaut und uns die Frage Wenn wir das beste Machine Learning, KI Talent anziehen wollen, wo müssten wir sein, damit uns das leicht fällt?
Speaker B:
Und dann war sehr schnell klar, das muss einfach eine sehr kosmopolitische Stadt sein.
Speaker B:
Und zu dem Zeitpunkt:
Speaker B:
Oder Berlin.
Speaker B:
Danach kam lange nichts mehr.
Speaker B:
Aus heutiger Sicht kann man da jetzt argumentieren, dass es da mittlerweile auch einige weitere Namen auf dieser Liste gibt und heute die Auswahl nicht mehr so ganz binär wäre.
Speaker B:
Aber zu dem Zeitpunkt war ganz klar Berlin einfach der Ort, an dem wir uns das am ehesten vorstellen konnten.
Speaker B:
Dieses Talent weltweit anzuziehen, kann ich mich.
Speaker C:
Nur anschließen der strukturierten Auswahl von Berlin.
Speaker C:
Genau die Dinge, die du erwähnt hast von Kapital, Netzwerk, Talent.
Speaker C:
Absolut.
Speaker C:
Vielleicht eine Kleinigkeit, die noch hinzufügen würde von rein der Founder Perspektive.
Speaker C:
Ich, also rein von der Stadt, hätte ich mir persönlich vermutlich nicht bei mir ausgesucht.
Speaker C:
Bin ich auch sehr ehrlich.
Speaker C:
Ich glaube, jeder, der mich kennt, weiß das inzwischen auch.
Speaker C:
Aber es hat neben den Dingen wie Kapital, Netzwerk, Talent, hat es für mich auch noch eine weitere Komponente und das ist Energie und das sind die Peers, die man hier in Berlin hat.
Speaker C:
Man hat ein relativ breites Spektrum an Gründern, die nach vorne wollen, die Speed haben, die ein ähnliches Mindset haben und der Austausch genau mit dem Kiosk ist unfassbar wichtig in Zeiten, wenn es schwer ist, aber auch in Zeiten, wenn es sehr gut läuft, einfach diese Euphoriewelle gemeinsam irgendwo nach vorne reiten zu können.
Speaker C:
Deswegen, ich würde die Wahl jederzeit wieder treffen, bin allerdings auch da.
Speaker C:
Was du gesagt hast, ist es nicht mehr nur Berlin, Europa, es sind auch andere Städte, die inzwischen sich sehr stark in dem Bereich entwickeln.
Speaker C:
Aber wenn ich Empfehlungen geben würde für jemanden, der gründet oder einen Standort zum Gründen sucht, wirklich auch den Fokus drauf zu legen, all die Dinge, die auf der Checkliste sehr weit oben stehen, würde ich das Peer Netzwerk mit hinzusetzen wollen.
Speaker A:
Jetzt Felicia, wie gestaltet sich das jetzt für dich?
Speaker A:
Du bist ja jetzt schon einige Jahre Gründerin.
Speaker A:
Bist du immer noch quasi aktiv auf diesen Networking Events und versuchst alle Möglichkeiten zu nutzen, dein Netzwerk zu vergrößern oder würdest du sagen, du hast inzwischen eigentlich ein großes Netzwerk aufgebaut und greifst eher darauf zurück?
Speaker C:
Ich glaube, das ist immer ein sehr angenehmer Wechsel.
Speaker C:
Grundsätzlich bin ich inzwischen gelandet auf Qualität über Quantität.
Speaker C:
Das heißt, nach den Jahren weiß man sehr genau inzwischen, welche Events lohnen sich, welche Events lohnen sich nicht.
Speaker C:
Aber das hängt ein Stück weit auch von den Zyklen ab, in dem man sich gerade befindet.
Speaker C:
Wenn die Zeiten, ich wage es gar nicht, das Wort ruhig im Mund zu näher, wenn es noch mal etwas ruhiger ist im operativen Geschäft, hat man Zeit, das Netzwerk zu erweitern, grundsätzlich auf neue Events zu gehen, neue Leute kennenzulernen, grundsätzlich, wenn man den Mindspace dafür hat, aber eben auch in Zeiten, wenn Crunch Time ist, wenn wirklich 10 vorher gleichzeitig sind, ist es extrem wertvoll, auch sich das bestehende Netzwerk darauf verlassen zu können.
Speaker C:
Deswegen würde also von meiner Perspektive ist es wirklich ein Wechsel, je nachdem in welcher Phase man sich befindet.
Speaker A:
In welcher Phase befindet sich denn OVUM Care im Moment?
Speaker A:
Was ist der aktuelle Stand?
Speaker A:
Wie weit seid ihr und was beschäftigt dich momentan?
Speaker C:
Wir sind jetzt in knapp, Wir sind gerade ins dritte Jahr reingerutscht des Unternehmens.
Speaker C:
Wir sind drei geworden.
Speaker C:
Wir sind aktuell in einer Phase, wo wir unsere Kernhypothesen validiert haben.
Speaker C:
tugal gebaut, das war im Jahr:
Speaker C:
Und das Ziel war es in dieser Klinik in Portugal darzustellen, dass wir Erfolgswahrscheinlichkeiten durch KI verbessern können in der Kinderwunschbehandlung, gleichzeitig aber auch die Effizienz im Betrieb optimieren können und zeitgleich, und da kommst du ein bisschen persönliche Geschichte mit durch die Erfahrung des Patienten deutlich transparenter und angenehmer ist, wenn sie durchgehen.
Speaker C:
Und alle diese drei Dinge haben wir bewiesen.
Speaker C:
Alle drei Dinge stehen jetzt auf Papier.
Speaker C:
Meister und Achieved.
Speaker C:
Wie das für ein Unternehmen, ein junges Unternehmen dann so ist, geht es für uns als Skalierungsphase diese Schritte erreicht.
Speaker C:
Das heißt, wir werden unseren Footprint über Europa und jetzt auch den ersten Schritt vermutlich in den USA in den nächsten paar Monaten tätigen.
Speaker C:
Was aber auch heißt, damit das in die richtige Richtung geht, sind wir aktuell dabei Kapital einzusammeln, um die Skalierung zu finanzieren.
Speaker C:
Das heißt, wir sind operativ am skalieren.
Speaker C:
Zeitlich ist mein Fokus aktuell sehr stark auch auf dem Fundraise.
Speaker A:
Adrian, du hast ja jetzt auch bisschen mitverfolgt.
Speaker A:
Was ist denn so alles umfassend deine Einschätzung vom Unternehmen?
Speaker A:
Was ist vielleicht auch das, was dich zu Beginn daran interessiert hat, dein Interesse geweckt hat und wieso du gesagt Hey, coole Idee, cooles Konzept, da machen wir auf eine Art mit.
Speaker B:
Was mich total überzeugt hat, neben Felicia als Gründerin natürlich und ihrem Team logischerweise, war die Market Opportunity.
Speaker B:
Es ist keine Frage, dass Fertilität, Kinderwunsch ein riesiger Markt ist, ein riesiges Thema und gleichzeitig auch viele Herausforderungen da drin hat.
Speaker B:
Man weiß es ganz oft nicht so, aber wenn man mal mit engen Freunden ehrlich spricht, dann hört man, wie viele Menschen sich mit dem Thema doch beschäftigen, recht intensiv beschäftigen und dann sieht man eine Industrie, die eigentlich relativ oldschool aufgestellt ist, wie das meiste im Gesundheitswesen, sind die Unternehmen nicht unbedingt aus Kundenperspektive gedacht, sondern eher aus Systemperspektive.
Speaker B:
Und das stellt für mich eine riesige Opportunity dar, etwas komplett Neues zu bauen und das System einfach wirklich von Grund auf neu zu denken durch KI einmal die Erfolgswahrscheinlichkeiten ganz massiv zu erhöhen und damit dann eben auch die Möglichkeit zu haben, völlig neuartige Geschäftsmodelle zu entwickeln rund um dieses Angebot.
Speaker B:
Das war es, was mich an dem Thema begeistert hat und es bis heute tut.
Speaker B:
Auf jeden Fall.
Speaker A:
Felicia hat jetzt gerade das Thema Fundraising angesprochen.
Speaker A:
Ich nehme an, Adrian, hier bist du Experte.
Speaker A:
Habt ihr diesbezüglich auch schon zusammengearbeitet oder könnte so eine Zusammenarbeit anstehen?
Speaker B:
Wir Arbeiten seit Tag 1 so zusammen, Allwummcare ist ja mit uns gestartet und wir haben die erste Finanzierungsrunde gemacht, dann in der Seedrunde auch wiederum ein signifikantes Investment betätigt und sind da als erster Investor und Frühphase Investor natürlich auch jetzt in der Phase, wo es darum geht, die nächste Runde vorzubereiten, sehr, sehr eng dran und begleiten Felicia und ihr Team.
Speaker B:
Da versuchen wegbereiter zu sein, Türen aufzumachen und darüber nachzudenken, was sind denn jetzt für diese nächste Skalierungsphase auch die richtigen Investoren mit den richtigen Netzwerken und auch der richtigen Erfahrung.
Speaker A:
Alici, wie hast du den ganzen Prozess dann wahrgenommen?
Speaker A:
Weil es ist etwas, wo ich auch in vergangenen Folgen schon mit vielen Gründerinnen und Gründern darüber gesprochen habe und es stellt doch eine Herausforderung auf eine gewisse Art und Weise dar.
Speaker A:
Wie war das für dich?
Speaker C:
Fundraising ist wie viele andere Dinge aus meiner Perspektive ein Prozess, der braucht eine gewisse Struktur, der braucht gewisse Systeme und da gibt es gewisse Dinge, die das erfolgreicher gestalten können, die man einfach im Case haben muss und da gibt es Dinge, die einfach zwingend da sein müssen.
Speaker C:
Und ich glaube, in den gesamtwertigen Fundraising Prozess, was für mich ganz wichtig ist, ist die Perspektive, die ich auch lernen musste, ehrlicherweise, dass man ein Unternehmen nicht baut für Investoren, sondern man baut ein Unternehmen, was einen Mehrwert generiert.
Speaker C:
Man baut eine Vision, an die man selber glaubt, die eben auch im Optimalfalle, wenn man VC Back bauen möchte, ein sehr starkes Skalierungspotenzial hat und dann geht es in die Richtung, welche Milestones erreicht man, was kann man zeigen mit dem Kapital, was man vorher schon hatte oder auch in den ersten Stadien noch vor dem ersten Kapital, um dann so viel Fortschritt zu zeigen, sodass dann eher die Investoren, die richtigen Investoren zu einem kommen.
Speaker C:
Sicherlich ist das immer ein Prozess, wo man auch nach außen mit reingeht.
Speaker C:
Das ist nie rein, dass die Investoren zu einem selber hinkommen und Bitte nimm mein Geld.
Speaker C:
Das ist auch nicht die Realität.
Speaker C:
Aber das wirklich im Kopf zu halten, Ich baue dieses Unternehmen für die Vision, die ich für diesen Markt habe und dann daraus, aus dem, was man schafft, aus dem, was sich entwickelt, finden sich dann die richtigen Investoren, die dann den nächsten Schritt der Skalierung für das Kapital dann eben reinbringen.
Speaker A:
Was heißt es denn, wenn ein guter Fit zwischen einer Gründerin, einem Gründer und einem Investor besteht?
Speaker B:
Also ich kann da vielleicht auch meine Perspektive drauf geben und das ist auch die gleiche, die natürlich tatsächlich die Felicia gerade geschildert hat.
Speaker B:
Also wenn ich meinen Gründerinnen und Gründern dabei helfe, über die Investoren nachzudenken, dann sage ich immer du hast eine Vision, du hast eine Mission, dein Unternehmen, eine bestimmte Strategie.
Speaker B:
Da draußen gibt es ganz viele Investoren, ein kleiner Teil davon wird für dich spannend sein und es geht darum, möglichst rasch rauszufinden, mit wem solltest du sprechen.
Speaker B:
Weil was nicht funktioniert, ist, dass du einen Investor von deiner Hypothese, von deiner Vision überzeugst, wenn er sie, diese Hypothese oder auch die Investment These noch nicht teilt.
Speaker B:
Das heißt, es ist ganz extrem entscheidend, dass es einen Thesen und Startup Investoren fit gibt.
Speaker B:
Also ich will als Startup mit den Investoren sprechen, die an die gleichen Dinge glauben wie ich, die die gleichen Hypothesen und Marktthesen vertreten.
Speaker B:
Und zum anderen will ich natürlich auch mit den Investoren arbeiten, mit denen ich menschlich auf der gleichen Ebene bin und mir auch vorstellen kann, die nächsten 10 plus Jahre eine Beziehung zu haben, nämlich eine Working Relation.
Speaker B:
Also lange dauert es normalerweise, wenn man etwas aufbaut.
Speaker B:
Das sind die zwei Faktoren, die aus meiner Sicht ganz entscheidend sind.
Speaker C:
1000 Prozent würde ich einmal drauf springen.
Speaker C:
Das ist etwas, was ich auf sehr hartem Wege lernen musste über die letzten drei Jahre.
Speaker C:
The Fast no ist etwas, was ich lieben gelernt habe.
Speaker C:
Nichts ist schlimmer als Zeit mit Investoren zu verschwenden.
Speaker C:
Und ich nehme wortwörtlich das Wort verschwenden, wo irgendwo ist Interesse da, aber sie verstehen es auch nicht wirklich und man verbringt sehr, sehr viel Zeit, das zu erklären und zu überzeugen, noch mal zu erklären, wo man eigentlich weiß, am Ende wird es nicht zu einer Partnerschaft kommen.
Speaker C:
Ich habe gelernt und interessanterweise, das habe ich auch viel von Adrian mitgenommen, ist tatsächlich eher das schnelle Nein und wirklich sagen, krasse, passt es nicht, um da auch relativ schnell zum Ergebnis zu kommen, moving on to the next one, weil das wiederum Zeit gibt, um dann den richtigen Investor zu finden, mit den richtigen Investoren zu sprechen und die Zeit über dort zu investieren, ist kontraintuitiv, gerade für einen jungen Gründer, weil man am Anfang rausgeht und ich will mit jedem reden und ich versuche jeden zu überzeugen und das ist auch ganz großartig, was wir bauen.
Speaker C:
Ja, das ist so.
Speaker C:
Für einen kleinen Teil der Investoren ist es nicht so, für jeden, deswegen tausendprozentig.
Speaker C:
Und das ist ein riesengroßes Learning, was mir unendlich viel Ressourcen, Zeit und einfach Kraft gespart hat in den letzten Jahren, nachdem ich es verinnerlicht habe.
Speaker C:
Und auch von Gründerseite, das auch noch unterstreichend.
Speaker C:
Es gibt die falschen Investoren, die zwar an die Hypothese glauben, mit der man auf menschlicher Ebene aber nicht zurechtkommt.
Speaker C:
Ich habe für mich eine grundsätzliche Regel, Regel ist vielleicht zu harsch ausgerüstet, aber ich präferiere es, mit Leuten zusammenzuarbeiten von Investorenperspektive, die vorher gebaut haben, weil ein grundsätzliches Verständnis dafür da ist, wie schwierig das operative Geschäft und die Schwierigkeiten auch einfach sein können.
Speaker C:
Unternehmen bauen ist nie die gerade Linie, die zum Ziel führt, sondern es ist eher so Rollercoaster und man glaubt, es wird nicht schlimmer, dann wird es noch schlimmer.
Speaker C:
Und dann jemanden irgendwo mit dabei zu haben, der Verständnis dafür hat, ist unendlich wichtig.
Speaker A:
Also wirklich, dass jemand auch die operative Sichtweise einbringen kann.
Speaker A:
Ich nehme an, Adrian, bei dir hat sich das auch bewährt oder Du hast ja viele Unternehmen selbst auch mit aufgebaut und gegründet und kannst wahrscheinlich jetzt ganz viel auch von diesem Wissen abschöpfen.
Speaker B:
Ja, genau.
Speaker B:
Es geht doch darum, wann wirst du nervös und wann nicht.
Speaker B:
Und wie Felicia schon gesagt hat, egal an welches Unternehmen, was ich mit aufgebaut habe, ich denke, mir kommen sofort die Momente in den Sinn, wo wir die Nahtoderfahrungen hatten, wo es ganz, ganz knapp war, dass das Unternehmen überlebt hat.
Speaker B:
Egal wie erfolgreich Gründerinnen und Gründer sind, die ich treffe.
Speaker B:
Alle haben solche Stories, weil es einfach völlig normal ist.
Speaker B:
Also ein Unternehmen zu bauen ist keine Straight Line, wie Felicita schon gesagt hat.
Speaker B:
Und ganz oft geht es ziemlich chaotisch zu.
Speaker B:
Und gerade diese Momente, in denen die Sachen nicht funktionieren, sind aber die, die ganz entscheidend sind, ob das Unternehmen später erfolgreich ist.
Speaker B:
Weil am Ende macht den Erfolg dort eben einfach nur die Tatsache aus, dass du einmal mehr wieder aufgestanden bist, als du hingefallen bist.
Speaker B:
Und das Hinfallen ist ziemlich normal.
Speaker B:
Deswegen werde ich da auch nicht nervös, wenn die Dinge nicht so kommen, wie man sie geplant hat, sondern ich frage okay, und was ist jetzt der richtige Lösungsweg?
Speaker B:
Was ist jetzt der der Way forward?
Speaker B:
Und die gibt es eigentlich immer.
Speaker B:
Es gibt auch Momente, wo man dann sagen muss, okay, das funktioniert jetzt einfach nicht und es funktioniert gar nicht ansatzweise und wir haben nicht das Gefühl, dass wir es hinkriegen.
Speaker B:
Dann ist auch okay, irgendwann zu sagen, wir machen jetzt nicht weiter.
Speaker B:
Aber bis man dahin kommt, hat man schon ganz viel ausprobiert und ganz viele schwierige Momente durchlebt.
Speaker B:
Und da ist es schon auch einfach sehr angenehm, wenn man mit Menschen arbeitet, die jetzt da nicht jedes Mal total nervös werden und dann sozusagen selber Betreuung brauchen, sondern vielleicht dann auch einfach da stehen und einem helfen, die richtigen Wege zu finden.
Speaker A:
Klingt denn so dieses Wiederaufstehen am besten?
Speaker A:
Weil ich kann mir vorstellen, dass es teilweise gar nicht so einfach ist, aus gründenden Perspektive, wenn eben eine solche Nahtoderfahrung eintrifft, dann auch das quasi mit dem nötigen Abstand zu bewerten.
Speaker A:
Welche Tipps könntet ihr vielleicht den Hörenden diesbezüglich mitgeben?
Speaker A:
Das sind so eure Erfahrungen.
Speaker B:
Also ich fange da vielleicht kurz an, weil für mich ist der entscheidende Faktor die Arbeite ich an etwas, was ich unfassbar wichtig finde und auch was mir grundsätzlich sehr viel Spaß bereitet.
Speaker B:
Wenn diese zwei Faktoren da sind, dann kann ich auch mit Niederlagen umgehen.
Speaker B:
Dann kann ich auch mit Momenten umgehen, wo es eben nicht funktioniert, so wie ich mir das gedacht habe, weil ich dann wieder diese Energie entwickeln kann im Sinne von hey, ich bin auf dieser Mission, das ist total richtig, dass es funktioniert.
Speaker B:
Ich will, dass es funktioniert.
Speaker B:
Und im Grundsatz ist ja auch das Thema, was mir wahnsinnig viel Spaß bereitet, also bin ich auch bereit, diese extra Meile zu gehen und auch eben wieder aufzustehen.
Speaker C:
Kann ich unterstützen bzw.
Speaker C:
Kann ich unterstreichen, würde ich auch so sagen.
Speaker C:
Und das auch einfach als grundsätzliche Empfehlung für jeden, der bauen will, in die Richtung zu gehen, woran ich sehe das mal ganz oder was ich mal gerne als Beispiel gebe.
Speaker C:
Es gibt Themen, wo man mit rein persönlichem Interesse immer wieder hingravitiert.
Speaker C:
Für mich ist es Gesundheitswesen, für andere ist es vielleicht Robotics, für andere ist vielleicht Politik, wo wir aus eigenem Interesse hinkommen.
Speaker C:
Das ist ein relativ gutes und starkes Zeichen.
Speaker C:
Da ist vielleicht was, vielleicht sollte ich in dem Bereich bauen.
Speaker C:
Das ist genau das, was Adrian sagte, wenn man da wirklich Passion für hat, das ist Grundlage Nummer eins.
Speaker C:
Wenn es dann hart wird, dann findet man es immer noch interessant genug, um durch diese harten Zeiten durchzugehen.
Speaker C:
Zu sagen, ist jetzt dann auch mal irgendwann mal gut.
Speaker C:
Was ich noch reinsetzen würde, was mir sehr hilft, ist, ich versuche aus jeder Situation in Anführungsstrichen das Positive rauszunehmen, weil jede schlechte Situation, anstrengende, schwierige, the fire, irgendwas lernt man draus.
Speaker C:
Und wenn es nur tatsächlich das ist, wie man damit umgeht mit genau dieser schwierigen Situation von im Endeffekt Nahtoderfahrung, Fanrace, okay, man lernt damit umzugehen.
Speaker C:
Beim fünften Mal irgendwann weiß man auch, es ist schon nicht so schlimm, man kriegt das schon irgendwie hin.
Speaker C:
Aber dass man daraus mitnimmt, wie reagiert man in der Situation, man lernt sich selber kennen, wie lernt man selber eben auch oder wie reagiert man in solchen Angstsituationen und lernt sich selber kennen, um dann zu schauen, wie reagiere ich beim nächsten Mal, um dann strukturierter, ruhiger, geordneter durch die Situation durchzugehen.
Speaker C:
Möchte auch dazu sagen, für jeden, der über Skript nachdenkt, der vielleicht zuhört, der vielleicht schon gegründet hat, this sucks majorly, an diesem Tiefpunkt zu sein, it's hard.
Speaker C:
Und das ist auch nichts, was man sagen möchte.
Speaker C:
Das ist alles nicht so schlimm, weil ich persönlich reingegangen, ich kenne ja Gründertum, habe ich schon hundertmal gesehen, wird schon nicht so schlimm sein.
Speaker C:
Realität, wenn man selber drinsteckt, ist scheiße, ist richtig scheiße.
Speaker C:
Und dann, und da komme ich wieder auf das zurück, was ich vorher gesagt habe, einerseits das Peer Netzwerk in der Stadt oder dem Umfeld, wo man ist, aber auch direkt Investoren, um in dem Moment, wenn es wirklich, wirklich hart ist, die richtigen Leute um sich rum zu haben, die einem, ich will nicht sagen helfen durchzukommen, aber es zu rationalisieren, die Perspektive draufzusetzen, die einem tatsächlich dann auch hilft, damit durchzukommen.
Speaker A:
Hast du sehr schön in Worte gefasst.
Speaker A:
Wahrscheinlich könnten da einige auch das gewissermaßen nachvollziehen, wenn sie sowas schon erlebt haben.
Speaker A:
Jetzt Felicia, du bist ja in einer sehr, sehr interessanten Phase mit Ogun Care.
Speaker A:
Ich nehme an, jede Phase war bisher spannend, aber mich würde interessieren, was beschäftigt dich aktuell am meisten?
Speaker A:
Und vielleicht kennen wir auch direkt hier im Podcast noch einige Inputs von Adrian bezüglich dieser Themen einholen, quasi, dass wir so ein Live Coaching oder Gespräch von euch, bisschen Mitverfolgung sehen, was vielleicht auch die Adrian diesbezüglich einfällt.
Speaker A:
Gibt es irgendwie ein Thema, das du aktuell sehr stark präsent hast und das auf dem Tisch liegt?
Speaker C:
Ja, habe ich.
Speaker C:
Und zwar ist eines der präsentesten Themen für jeden Gründer, für jedes Unternehmen immer always Sales Marketing Sales.
Speaker C:
Jedes Unternehmen basiert auf Umsätzen.
Speaker C:
Das heißt, man muss das, was man baut, irgendwie in die große weite Welt rausbekommen.
Speaker C:
Und ich glaube, ein Thema, wo aktuell extrem viel Wandel drin ist, ist, wie bringt man es denn raus in die weite Welt?
Speaker C:
Wie bringen wir es denn an die Person, die das hören sollte, was wir bauen, für das unser Produkt relevant ist?
Speaker C:
Vielleicht zum Kontext, wir sind BC, das heißt, wir betreiben Kinderwunschkliniken, wir sind gerade, wie gesagt, auf dem Weg, weitere Kliniken da zu akquirieren.
Speaker C:
Wir bringen die Service direkt zu dem Patienten, zu dem Kunden.
Speaker C:
Das heißt, für uns ist Paid Search, Paid Ads, alle Paid Activities sehr, sehr relevant, sehr wichtig, sehen aber grundsätzlich, wie man auf Kunden zugeht, einen unglaublichen Wandel, dass tatsächlich die Channel, die man kennt, die in den letzten 20 Jahren, ich würde sagen wirklich 20 Jahre gut funktioniert haben, sind auf einmal nicht mehr so effektiv.
Speaker C:
Und ich glaube, das ist so ein Thema, was aktuell sehr präsent ist.
Speaker C:
Wie muss man die Kundenakquise anpassen?
Speaker C:
Und das ist tatsächlich nicht nur BC anwendbar, sondern auch BB, um einfach den Wandel mitzunehmen und auf der Kurve wirklich ganz weit vorne dabei zu sein, um die Umsätze weiter steigern zu können.
Speaker B:
Ja, also wenn ich eine Sache gelernt habe zum Thema Kundenakquise, insbesondere auch über digitale Kanäle, so ist es die, dass Annahmen ziemlich wertlos sind und das einzige, was wirklich belastbare Ergebnisse bringt, Experimente sind.
Speaker B:
Das heißt, ich habe meine Auswahl an sogenannten Channels, Kundenakquise Channels und teste die systematisch aus und fokussiere dann schlussendlich auf die paar, die am effizientesten funktionieren.
Speaker B:
Das heißt, wo der Ertrag am größten ist für den Marketing Euro oder Dollar.
Speaker B:
Diese Experimente führe ich kontinuierlich fort, weil sich die Welt auch ständig verändert.
Speaker B:
Das heißt, ein Kanal, der letztes Jahr super funktioniert hat, kann plötzlich aufhören zu funktionieren.
Speaker B:
Und das zweite Thema, was ich schon auch extrem wichtig finde, ist dieses aus Kundensicht auch hier wieder zu denken und zu überlegen, okay, wo sind denn eigentlich die?
Speaker B:
Und zwar nicht nur, wo sind die Kundinnen und Kunden, sondern wo sind die Kundinnen und Kunden, die auch kaufen wollen und die auch im richtigen Zeitpunkt sind.
Speaker B:
Weil gerade auch wenn du das Produkt, was Felicio und ein Team verkauft, ist ja ein hochkomplexes Produkt, was noch dazu sehr abhängig ist von der Entscheidungs oder Zeitphase, in der sich die Kundin oder die Kunden befinden.
Speaker B:
Und da ist es schon wichtig, dass du eben auch aus einem Sales Funnel, also Sales Funnel Logik denkst und schaust, okay, wann kommen die Leute in diesen Sales Funnel rein und wann können sie dann auch realistisch als Kunden gewonnen werden, wie lange muss man sie bis dahin bearbeiten?
Speaker B:
Gerade bei so einem hoch emotionalen Produkt wie Kinderwunsch, Das ist vergleichbar mit anderen komplexen Produkten, die man auch nicht einfach mal so eben am Nachmittag entscheidet, ich kaufe mir das jetzt.
Speaker B:
Also du hast da eine ganze Customer Journey und entlang dieser Customer Journey auch eben ständig diese Experimente zu fahren, gerade auch, weil du ja limitiert bist mit deinen Ressourcen, jetzt nicht nur mit dem Werbebudget, sondern auch mit der Anzahl von Leuten, die diese Kanäle steuern kann.
Speaker B:
Das ist definitiv etwas, was ich auch aus meiner, aus meiner Zeit von BC Marketing mitgenommen habe.
Speaker B:
Und dann das Spannende ist auch, es gibt noch so eine Marktlogik oder eine Trader Logik sozusagen.
Speaker B:
Du hast bestimmte Märkte, sagen wir jetzt mal Google Advertising, Meta Advertising, das sind Marktplätze.
Speaker B:
Auf diesen Marktplätzen hast du entsprechend Preise, die sich durch den Markt ergeben.
Speaker B:
Und jetzt wird es spannend, Wege zu finden, diese Preise zu schlagen, also sprich andere Kanäle zu finden, die eben günstiger sind und gleich gut funktionieren.
Speaker B:
Und alleine schon deswegen ergibt es total viel Sinn, ständig neue Experimente zu fahren.
Speaker B:
Und ich sage das immer so, mit 80 Prozent des Budgets allozierst du auf die Dinge, von denen du weißt, dass sie funktionieren und 20 Prozent des Budgets verwendest du auf neue Experimente, von denen du noch nicht weißt, ob sie funktionieren werden.
Speaker A:
Es ist sehr interessant, vielleicht, wenn ich eine Frage dazwischen stellen dürfte, Wir haben vorhin viel auch über die künstliche Intelligenz gesprochen und auch hast du erwähnt, Felicia, ich meine, das ist auch irgendwo verständlich.
Speaker A:
Jedes Startup wird damit kämpfen, man hat irgendwo begrenzte Ressourcen.
Speaker A:
Inwiefern sollten künstliche Intelligenz rund um Sales eingesetzt werden?
Speaker A:
Wo ist es sinnvoll, wo vielleicht weniger?
Speaker C:
Ja, kann ich super gerne mal reinspringen.
Speaker C:
Und zwar stehen wir gerade im Prozess, inwieweit bringen wir Voice Agents rein zur Beantwortung von oder im Endeffekt im Kontext von Sales Calls.
Speaker C:
Und das ist bei uns ein ganz spannender Case dafür, sich das anzuschauen, weil die eine Sache, die ich bei anderen ins geschrieben reingehen geben würde, sind einerseits die Kanäle, die sich verändern, wie angesprochen, aber es ist auch, dass die Komponente Vertrauen um also immer immer mehr wichtiger wird von der Konsumenten Perspektive, bevor sie sich für etwas entscheiden.
Speaker C:
Und das ist im Kinderwunschbereich sowieso gegeben.
Speaker C:
Tatsächlich Broader in Consumer Goods, immer immer wichtiger Community, das Storytelling drumherum und das Vertrauen, was aufgebaut wird über die verschiedenen Touchpoints.
Speaker C:
So das jetzt zurückzubringen auf KI.
Speaker C:
Wir haben hervorragende Produkte auf dem Markt, sie haben immer noch gewisse Limitationen, gerade im medizinischen Bereich.
Speaker C:
Und wir haben festgestellt durch, also auch durch Experimente.
Speaker C:
Genau, was Adrian gerade erwähnt hat, ist, dass wenn ein Kunde merkt, dass es eine KI ist, am anderen Ende, gerade in einem sensiblen Bereich wie Kinderwunsch, kann das ganz arge negative Emotionen auslösen, sodass wir gerade sehr stark am Balancieren sind.
Speaker C:
Wo bringen wir KI rein, auch im direkten Zusammenhang mit dem Kunden und wo ist es etwas, wo wir KI reinbringen?
Speaker C:
Eher fürs Backend, zur Strukturieren von Daten, für Reporting, für im Endeffekt das Aufsetzen von Campaigns über Meta Google, die Optimierung von den Campaigns und und und.
Speaker C:
Aber bei uns tatsächlich eher die Balance oder die Tendenz gerade, dass es noch nicht weit genug ist, das Produkt, um es direkt mit dem Patienten in einem so emotionalen Thema interagieren zu lassen.
Speaker B:
Eigentlich spannend das Thema, das Thema Vertrauen, oder?
Speaker B:
Weil gerade im medizinischen Kontext weißt du ja eigentlich, wenn du dich ein bisschen um Statistik bem, wie viele Fehler im Medizinumfeld durch Menschen jeden Tag verursacht werden, weil sie überarbeitet sind, weil sie gerade was anderes im Kopf haben, weil sie, was weiß ich einfach nicht funktionieren gerade.
Speaker B:
Und diese Fehler haben natürlich dann teilweise fatale Konsequenzen.
Speaker B:
Bei einer Maschine kannst du eigentlich davon ausgehen, dass sie mit einer relativ hohen Konsistenz einfach in der Lage ist zu arbeiten.
Speaker B:
Und ich sage ganz bewusst nicht keine Fehler macht, aber das wissen wir mittlerweile schon aus den meisten Feldern, einfach deutlich weniger Fehler macht als die Menschen.
Speaker B:
Und gleichwohl ist es nach wie vor so, dass wahrscheinlich, wenn du jetzt einfach die Menschen auf der Straße befragst, wem vertraust du eher einer Ärztin, einem Arzt oder der KI, Dann wird wahrscheinlich nach wie vor der Mensch gewinnen.
Speaker B:
Aus meiner Sicht hat das auch ein bisschen mit Education zu tun und mit natürlich auch Erfahrung, die jetzt überhaupt gerade erst gemacht wird und entsteht, weil ich komme noch mal auf meinen Eingangssatz zurück.
Speaker B:
Ich glaube, in weniger als einem Prozent der Dinge, die wir heute erleben, ist KI wirklich drin und dadurch haben einfach die meisten Menschen auch noch gar nicht so viel Erfahrung damit, was KI eigentlich alles kann, weil ja die KI ist auch heute schon deutlich mehr als Der Chatbot hinter OpenAI, ChatGPT oder Cloud Tropic.
Speaker C:
Um eine Seite oder um eine Seite da glaube ich noch mal reinzubringen, gerade im Gesundheitswesen oder wo es um Themen geht, die sehr emotional sind.
Speaker C:
Im Sales Bereich, wo wir gerade stehen, ist auf der Perspektive KI zum Beispiel Materialisierung von Prozessen, um Fehler zu eliminieren, ist Kern der Hypothese, gerade im Gesundheitswesen einfach mal als Beispiel genommen.
Speaker C:
Es werden Daten falsch eingegeben, wenn sie schlichtweg nicht integriert sind.
Speaker C:
Die Idee, die Maschinen oder die Laborergebnisse, das ist etwas, was das perfekte Beispiel für KI in unserem Fall aktuell ist.
Speaker C:
Die Bereiche, wo es aber Empathie braucht, gerade diese emotionalen Thema wie Kinderwunschbehandlung, das ist da, wo die menschliche Seite unfassbar wertvoll ist und wo wir herkommen gerade.
Speaker C:
Und das ist nicht auf Multi Sales bezogen, sondern auf das grundsätzliche Wir geben dem Mensch, dem Arzt mehr Zeit am Patienten, um diese empathische Seite wirklich darstellen zu können, aber eliminieren alles auf der Backend Seite, um dort Fehler zu eliminieren und dort im Endeffekt die Arbeit, die er nicht machen sollte, zu nehmen, um mehr Zeit am Patienten zu haben.
Speaker A:
Die künstliche Intelligenz wird uns weiter prägen und ich möchte zum Schluss noch einen ganz kurzen Ausblick mit euch beiden wagen.
Speaker A:
Gibt es bestimmte Kompetenzen, von denen ihr sagen würdet, die sind in Zukunft besonders relevant, wenn man erfolgreich gründen möchte?
Speaker A:
Und habt ihr vielleicht noch irgendwie einen abschließenden Tipp für die Hörenden und Hörenden oder irgendwie ein Best Practice oder ein Rat, den ihr mit auf den Weg geben würdet?
Speaker B:
Jetzt wird es philosophisch, dann antworte ich auch philosophisch unbedingt.
Speaker B:
Du hast gefragt, was es denn braucht.
Speaker B:
Ich würde Lerne dich selber kennen und hör nicht auf damit.
Speaker B:
Ich glaube, dieser Weg, mit sich selber zu arbeiten, sich selber zu verstehen, zu verstehen, was treibt dich oder was lässt sich auch reagieren, überreagieren, unterreagieren in den wichtigen Momenten.
Speaker B:
Diese Fähigkeit, sich selber zu reflektieren, sich weiterzuentwickeln, macht dich aus meiner Sicht nicht nur zu einer guten Gründerin oder einem guten Gründer, sondern sie ist auch die Erfolgsvoraussetzung dafür, dass du ein fantastisches Team um dich herum aufbauen kannst, mit dem du schlussendlich dann auch diese Vision überhaupt erst umsetzen kannst.
Speaker B:
Ich glaube, das ist der entscheidende Faktor, da vielleicht den Bogen zu spannen auf die Future of Work.
Speaker B:
Wie sieht denn die Welt eigentlich in Zukunft aus?
Speaker B:
Wenn jetzt KI ganz viel von dem macht, ja, dann ist es die gleiche Schlussfolgerung.
Speaker B:
Kenne dich selbst sehr, sehr gut.
Speaker B:
Dann hast du auch diesen Weg, kreativ auf neue Dinge zu kommen, neue Sachen zu entwickeln, weil das ist nach wie vor auch ein Themenfeld, auf dem die KI jetzt nicht besonders stark ist.
Speaker B:
Die KI hat ja auch noch keine Intuition über das Entwickeln von neuen Zielen.
Speaker B:
Das ist nach wie vor die Domäne des Menschen.
Speaker B:
Also da würde ich, da würde ich am meisten Zeit investieren.
Speaker C:
Ich nehme mal dein Kenne dich selbst als Überleitung.
Speaker C:
Und zwar würde ich einen Schritt vorher starten und einmal daraus packen.
Speaker C:
Nicht jeder muss gründen und es ist vollkommen fein, wenn das nicht für jeden das Richtige ist.
Speaker C:
Ich glaube, aktuell sehen wir ganz stark so diesen Drive push eigentlich jeder kann doch gründen, weil wir haben so viel Technologie und jeder kann es jetzt und man kann das gründen ohne Kapital und eigentlich, warum machst du das nicht, warum mache ich das nicht?
Speaker C:
Und da den Druck rauszunehmen, nicht jeder muss gründen.
Speaker C:
Das ist eine sehr bewusste Entscheidung, weil Gründertum ist auch mal gern dargestellt als the holy Grail.
Speaker C:
Und ganz großartig ist es nicht immer, ist es absolut nicht immer.
Speaker C:
Es gibt eben auch andere Lebenswege, auf denen man extremst erfolgreich sein kann.
Speaker C:
Also das vorweggenommen, wenn es dann um das Gründertum reingehen soll, so die Komponenten, die aus meiner Perspektive und aus meinem Learning aus den letzten sechs Jahren, Ich glaube, ich würde starten mit der Komponente Mut.
Speaker C:
Man muss ein Stück weit auch Mut haben und die Vision haben und eben auch, wir haben Risikobereitschaft gesprochen, das muss ein Stück weit ein Given sein, was aber einhergeht mit, und Adrian, du hast auch kurz angesprochen, ich nehme es in zwei Blöcken, die Fähigkeit selber reflektieren zu können auf die eigenen Schwächen, aber auf die eigenen Stärken, aber daraus auch sehen zu können, wo man wachsen muss im breiteren Kontext des Unternehmens oder dem Umfeld.
Speaker C:
Gründertum heißt sich ständig weiterzuentwickeln, ständig neue Fähigkeiten zu lernen und das sehr viel schneller als andere Leute das tun.
Speaker C:
Und dazu muss man auch ein Stück weit Lust und Freude dran haben.
Speaker C:
Also wirklich dieses Wachstum ist wirklich Kern dessen, um immer wieder innovativ sein zu können und das nach vorne zu bringen.
Speaker C:
Ich hatte Resilienz angesprochen, tausendprozentig würde ich jederzeit so unterschreiben.
Speaker C:
Resilienz ist als absolute Notwendigkeit, auch durch die harten Zeiten durchgehen zu können, einfach weil man Spaß am Unternehmertum hat, kommt wieder zurück.
Speaker C:
Nicht jeder muss Unternehmer sein, da muss er schon Freunde dran haben.
Speaker C:
Und ich glaube, die Überleitung zu finden, so rein der technischen Ebene oder von der Skill Ebene, was man können sollte.
Speaker C:
Wir haben im letzten Strategie Meeting bei uns im Management, haben wir das Thema diskutiert, wir müssen alle in der Lage sein, KI zu orchestrieren.
Speaker C:
Wir müssen Lage sein, die verschiedensten Agenten, die verschiedensten Systeme beherrschen zu können, die richtig instrukten zu können, um daraus den Outcome zu bekommen, den wir eigentlich haben wollen.
Speaker C:
Das heißt, man ersetzt sich selber durch technologische Anwendung.
Speaker C:
Und ich glaube, das zu lernen, das zu beherrschen und das auch schon sehr frühzeitig während des Studiums oder während der ersten Jobs wirklich jede Möglichkeit, die man hat, das zu trainieren, zu üben, ist absolut key für die nächsten Jahre.
Speaker A:
Ich hoffe, alle haben sich Notizen gemacht.
Speaker A:
Ich werde es mir auf jeden Fall merken.
Speaker A:
Liebe Felicia, lieber Adrian, vielen Dank, dass ihr euch die Zeit genommen habt und uns so viele Insights gegeben habt.
Speaker A:
Es war wirklich eine große Bereicherung und ich fand es sehr spannend, mal diese zwei Perspektiven zu vereinen und dann wirklich auch kritisch zu reflektieren, was sind denn im Moment Faktoren, die zählen und wie könnte sich das weiterentwickeln.
Speaker A:
Ich bin mir ganz sicher, dass man von euch beiden noch viel hören wird und ich wünsche euch natürlich weiterhin alles Gute.
Speaker B:
Danke euch beiden für das Gespräch.
Speaker C:
Vielen lieben Dank, hat mich gefreut.
Speaker A:
Und natürlich auch ein großes Danke an Alle, die den HSG Student Podcast über mittlerweile 100 Folgen begleitet und mitwirkt haben.
Speaker A:
Dass aus einer Idee vor sechs Jahren einmal ein Podcast mit so vielen spannenden Gesprächen und einer so großen Community entstehen würde, hat niemand erwartet und wir schätzen das sehr.
Speaker A:
Umso mehr freue ich mich auf alles, was in den nächsten 100 Folgen kommt.
Speaker A:
Danke fürs Zuhören und bis zur nächsten Folge des HSG Stüben Podcast.