Der eigene Alltag ist meist bereits voll, und doch braucht der nahestehende Mensch mit Demenz Unterstützung. Diese kann aus dem privaten wie aus dem professionellen Umfeld kommen. Alex Blunschi und Judith Kronbach besprechen, welchen Einfluss Letzteres hat und wie man eine Fachperson instruieren, oder auch anpassen, kann, damit die Zusammenarbeit gut funktioniert. Es geht auch darum, wie man im eigenen Umfeld passende Personen findet.
Ein grosser Aspekt ist das Befähigen und Loslassen, wenn man als Angehöriger “nur” noch Teil des Netzes ist. Helfen kann, dass man sich zuerst fragt, welche Aufgaben man nicht abgeben möchte, und mit kleinen Aufträgen wie Putzen oder Einkaufen zu beginnen. Dr. phil. Bettina Ugolini ermutigt: “Man kann Aufgaben abgeben, aber die Beziehung, die man zum Demenz-Betroffenen hat, ist unersetzbar und steht ausser Konkurrenz”. Sie ist Leiterin der psychologischen Beratungsstelle “Leben im Alter” am Zentrum für Gerontologie an der Universität Zürich.
Ugolini betont auch, dass das Betreuen von Menschen mit Demenz nicht ohne Entlastung gehe und dass man selber zwischendurch auftanken müsse: “Der Gewinn durch ein Netz ist immer grösser, auch wenn er Aufwand bedeutet.” Judith Kronbach gibt dazu praktische Tipps wie einen gemeinsamen digitalen Kalender, der die Organisation erleichtert.
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[08:45] Interview von Judith Kronbach mit Dr. phil. Bettina Ugolini (14 Minuten)
Alex Blunschi ist ehemaliger Leiter von SRF 3 und heute selbstständiger Moderator und Storyteller. Seine Eltern haben Alzheimer, resp. vaskuläre Demenz.