Dreckiges Geschirr steht herum, Zeitungen stapeln sich, sieben ungenutzte Kuchenformen liegen in der Schublade… – was ist eine “normale” Unordnung oder Ansammlung von Dingen, und was ist ein, umgangssprachlich, “Messie”?
Matthias Hotz und Gabi Föhn von der Gerontologischen Beratungsstelle SiL in Zürich erklären die Unterschiede zwischen dem Vermüllungssyndrom, dem pathologischen Horten und dem Verwahrlosungssyndrom. Anhand von Beispielen zeigen sie auf, wie man als Angehöriger, Nachbarin oder auch als Fachperson damit umgehen und helfen kann.
Im anschliessenden Gespräch von Judith Kronbach und Alex Blunschi stellt sich heraus, dass die Beziehungsebene beim Räumen wichtig ist, um auch das passende Tempo dafür zu finden. Nie soll heimlich geräumt werden. Entscheidend ist, ob eine Selbst- oder Fremdgefährdung vorliegt. Bei einer Demenz des Betroffenen ist zusätzlich herausfordernd, dass er oder sie die Situation noch weniger einschätzen und Ordnung halten kann.
Alex Blunschi ist ehemaliger Leiter von SRF 3 und heute selbstständiger Moderator und Storyteller. Seine Eltern haben Alzheimer, resp. vaskuläre Demenz.